{"id":152219,"date":"2026-06-14T09:00:08","date_gmt":"2026-06-14T07:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219"},"modified":"2026-06-12T15:06:14","modified_gmt":"2026-06-12T13:06:14","slug":"hinweise-der-woche-463","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h01\">Die Zwischenbilanz des Irankriegs (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h02\">&bdquo;Deutschland kann Druck aufbauen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h03\">Ukraine: Die E3 stellen 5 Bedingungen &ndash; dem Frieden dienen sie nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h04\">FCAS ist tot &ndash; jedenfalls das Flugzeug. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h05\">Von der Ukraine lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h06\">&ldquo;Mir ist dieser Vorgang nicht bekannt, sorry&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h07\">Nelles, oder wie man sich die Welt vorspiegelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h08\">5000 Superreiche, 13 Millionen Arme: Wie Deutschlands Ungleichheit die Wirtschaft gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h09\">Zinserh&ouml;hung in der Rezession &ndash; die Europ&auml;er sind verr&uuml;ckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152219#h10\">Von der F&uuml;rstenenteignung zur Volksenteignung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Zwischenbilanz des Irankriegs (II)<\/strong><br>\nDer Irankrieg, auf den die Bundesregierung bislang vergeblich Einfluss zu erhalten sucht, eskaliert mit Irans j&uuml;ngsten Angriffen auf Israel erneut. Nachdem die Regierung in Teheran in der vergangenen Woche jeweils mit Gegenangriffen auf vereinzelte Attacken der Vereinigten Staaten geantwortet hat, hat sie am Wochenende zum ersten Mal seit dem Beginn des Waffenstillstands den Beschuss von Zielen in Israel befohlen. Anlass sind Israels Angriffe auf Beirut, die Absprachen mit der Trump-Administration brechen. Teheran sucht den aktuellen Streit zwischen den USA und Israel zu nutzen, um Washington zu zwingen, Israels Angriffen auf den Libanon ein Ende zu setzen. Hintergrund ist, dass es der iranischen Regierung bisher nicht nur gelungen ist, sich im Krieg gegen einen weit &uuml;berm&auml;chtigen Gegner zu behaupten, sondern auch einen Kollaps der iranischen Wirtschaft zu verhindern und die Bev&ouml;lkerung wieder st&auml;rker hinter sich zu sammeln. Sie setze erfolgreich auf einen pragmatischen Nationalismus, hei&szlig;t es in einer aktuellen Analyse der US-Zeitschrift Foreign Affairs. Die EU r&auml;t aktuell dazu, den geplanten Marineeinsatz in der Stra&szlig;e von Hormuz &uuml;ber den bestehenden Marineeinsatz Aspides zu legitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10429\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Iran geht das Risiko eines Krieges ein<\/strong><br>\nEs gibt sie, die Analysten, die sich vor allem und allen anderen auf die eigene Expertise st&uuml;tzen und dabei sehr viel Wert auf eine ruhige, sachbezogene, konsistente Bewertung selbst kompliziertester Sachverhalte legen.<br>\nAlastair Crook, den wir hier wiederholt zitierten, ist eine dieser wohltuenden Stimmen. Er besitzt ein geradezu enzyklop&auml;disches Wissen zum Thema Westasien und das nicht nur in den aktuellen politischen, also &bdquo;weltlichen&ldquo; Debatten, sondern gerade auch in den f&uuml;r diese Region enorm wichtigen religi&ouml;sen Fragen. Das erm&ouml;glicht es ihm scheinbar mit Leichtigkeit, hinter die Politkulissen zu schauen und gerade die Argumentation der Akteure Israel und USA zu &bdquo;entzaubern&ldquo;.<br>\nAlastair Crooke umgeht in seinem Artikel elegant die in den letzten Tagen aufgekommenen Ger&uuml;chte um eine Atombewaffnung des Iran, wobei auch seine Argumentation diese nicht ausschlie&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/politik\/der-iran-geht-das-risiko-eines-krieges-ein\">Alastair Crooke auf Seniora.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Deutschland kann Druck aufbauen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Historiker Moshe Zimmermann kritisiert ein falsches Verst&auml;ndnis deutscher Staatsr&auml;son gegen&uuml;ber Israels Regierung. Er fordert mehr Entschiedenheit.<br>\n taz: Herr Zimmermann, Israel erobert gerade Teile des libanesischen Staatsgebiets. Mit welchem Ziel?<br>\nMoshe Zimmermann: Israel hat schon zwei Mal versucht, mit Milit&auml;r die Hisbollah im Libanon auszuschalten. Am Ende hat sich das israelische Milit&auml;r zur&uuml;ckgezogen. Es spricht viel daf&uuml;r, dass es diesmal wieder so kommen wird. Auch diese milit&auml;rische Aktion f&uuml;hrt nicht zum Ziel: Sicherheit f&uuml;r die israelische Bev&ouml;lkerung, vor allem im Norden des Landes<br>\ntaz: Netanjahu will die Hisbollah endg&uuml;ltig zerst&ouml;ren. Ist das realistisch?<br>\nZimmermann: Netanjahus Ziel ist es, im Amt zu bleiben. Dem dient auch dieser Krieg. Die Hisbollah ist abh&auml;ngig vom Iran und somit Teil des gro&szlig;en Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Wenn es eine L&ouml;sung gibt, dann wird sie politisch bewirkt, nicht vom israelischen Milit&auml;r. Wenn dieser sinnlose Krieg weitergeht, wird er einen hohen Preis haben &ndash; nicht nur tote israelische Soldaten und unter Hisbollah-Beschuss geratenen Israelis im Norden des Landes, sondern auch die Zerst&ouml;rung des S&uuml;dens des Libanon und ein systematischer Angriff gegen die Zivilbev&ouml;lkerung, nicht nur gegen Hisbollah-K&auml;mpfer. (&hellip;)<br>\n taz: Was sollte Deutschland dann tun?<br>\nZimmermann: Deutschland kann Druck aufbauen, um Verhandlungen zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern zu erm&ouml;glichen. Das muss die Richtlinie deutscher Politik sein. Und das kann sie nur sein, wenn Deutschland nicht aus einer falschen verstandenen Deutung der Jahre 1933 bis 1945 und einer falsch verstandenen Staatsr&auml;son die israelische Regierung schonen will.<br>\ntaz: Hat Deutschland, hat Europa &uuml;berhaupt Einfluss auf Netanjahu?<br>\nZimmermann: In Ma&szlig;en ja. Der Handel mit der EU ist wichtig f&uuml;r die israelische Wirtschaft. Deutschland gibt viel Geld f&uuml;r die Pal&auml;stinenser aus, das entlastet auch Israel. Politisch hat Europa beim Iran-Atom-Abkommen 2015 eine zentrale Rolle gespielt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Historiker-Moshe-Zimmermann-ueber-Israel\/!6184780\/\">taz<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Auch Satire hat ihre Grenzen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Comedian Bassem Youssef wurde durch seine Witze &uuml;ber die westliche Haltung gegen&uuml;ber Israel weltbekannt. Am Donnerstag tritt er in Berlin auf. [&hellip;]<br>\nDie westlichen Medien unterscheiden sich nicht von der Propaganda in den staatlich kontrollierten Medien in der arabischen Welt.<br>\ntaz: Finden Sie?<br>\nYoussef: Ich glaube, die Medien in Europa und Amerika sind sogar noch schlimmer. Und sie haben die Verbrechen eines bestimmten Landes vertuscht, bei dessen blo&szlig;er Erw&auml;hnung man offensichtlich &Auml;rger bekommen kann. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Leute, die sich mit ihrer Meinungsfreiheit br&uuml;sten, bei bestimmten Themen in Wirklichkeit &uuml;berhaupt keine Meinungsfreiheit zulassen.<br>\ntaz: Ist das nicht zu pauschal?<br>\nYoussef: Ich glaube, es ist sogar noch untertrieben. Ich meine, sehen Sie sich Ihren Bundeskanzler an, sehen Sie sich ihre Regierung an &ndash; sie k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber sprechen, was gerade in Gaza passiert. Sie k&ouml;nnen es nicht als V&ouml;lkermord bezeichnen, und sie k&ouml;nnen ein bestimmtes Land nicht kritisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Comedian-ueber-Nahostkonflikt-Witze\/!6185785\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Gazacide &ndash; es gibt keinen Waffenstillstand, das Morden geht weiter<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152142\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine: Die E3 stellen 5 Bedingungen &ndash; dem Frieden dienen sie nicht<\/strong><br>\nDie E3 haben sich in London mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj getroffen und f&uuml;nf Voraussetzungen f&uuml;r einen &bdquo;gerechten und dauerhaften Frieden&ldquo; formuliert. Sie erinnern an die gescheiterte ukrainische &ldquo;Friedensformel&rdquo; und f&uuml;hren nicht zum Frieden, leider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ukraine-die-e3-stellen-5-bedingungen-zum-frieden-fuehren-sie-nicht\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die allesamt politisch angeschlagenen E3-Regierungschefs wollen gegen Russland den starken Mann spielen<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien, Frankreich und Deutschland wollen sich mit ihrem Format E3 an die Spitze der &uuml;brigen EU-Mitgliedsl&auml;nder setzen und die Richtung der Politik gegen&uuml;ber der Ukraine und Russland diktieren. Dabei wollen ausgerechnet drei angeschlagene Regierungschefs die St&auml;rke Europas demonstrieren, der USA unter Trump Paroli bieten und Russland klein kriegen, indem man sich bedingungslos hinter die Ukraine unter Selenskij stellt, der im Land ebenfalls keineswegs mehr uneingeschr&auml;nkte Unterst&uuml;tzung genie&szlig;t und selbst unter Korruptionsverdacht steht.<br>\nAm Sonntag trafen sich die vier, um eine gemeinsame Erkl&auml;rung (Joint E3 Leaders&rsquo; Statement with President Volodymyr Zelenskyy of Ukraine) zu ver&ouml;ffentlichen, die man im Bundeskanzleramt offenbar lieber nicht ins Deutsche &uuml;bersetzen wollte. Auf jeden Fall lohnt sich einmal ein Blick auf die Rhetorik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/die-allesamt-politisch-angeschlagenen-e3-regierungschefs-wollen-gegen-russland-den-starken-mann-spielen\/\">Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegsstimmung verbreitet sich in Europa<\/strong><br>\nEs ist eine Stimmung, die sich schleichend und heimt&uuml;ckisch ausbreitet. Keine pl&ouml;tzliche Erleuchtung, die eines sch&ouml;nen Morgens aus dem Nichts aufgetaucht w&auml;re. Sondern eine Vorstellung, die sich Tag f&uuml;r Tag unmerklich entwickelt, bis sie als traurigerweise unbestreitbare Selbstverst&auml;ndlichkeit erscheint: Eine Konfrontation zwischen Russland und Europa sei nun unvermeidlich. (&hellip;)<br>\nVor allem gibt es zahlreiche Beispiele, die eine beunruhigende Banalisierung der Aussicht auf eine bewaffnete Konfrontation zeigen. Die Ausstrahlung eines Dokumentarfilmes mit dem bezeichnenden Titel &ldquo;Aufr&uuml;sten f&uuml;r den Frieden&rdquo; (immer noch abrufbar) am 2. Juni durch den deutsch-franz&ouml;sischen Sender Arte war eine typische Karikatur der derzeit en vogue befindlichen ideologischen Thesen.<br>\nDa kommt alles vor: die Sicherheit des Alten Kontinents, die angesichts des russischen Imperialismus noch nie so sehr in Gefahr gewesen sei; die &ldquo;hybriden Angriffe&rdquo; und das &Uuml;berfliegen europ&auml;ischer Infrastrukturen durch anonyme Drohnen; die skrupellose Aggressivit&auml;t Wladimir Putins, des obersten Verbreiters von &ldquo;Fake News&rdquo; gegen das nun ins Visier genommene Europa, und seine systematische Entscheidung f&uuml;r die &ldquo;Politik des Schlimmsten&rdquo;; das Risiko, das der Abzug der heute insbesondere in Deutschland stationierten US-Soldaten darstellen w&uuml;rde (&hellip;)<br>\nFazit des Films: Es muss dringend wieder aufger&uuml;stet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/282453-kriegsstimmung-verbreitet-sich-in-europa\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Manifest: Den Geist von Helsinki wiederentdecken!<\/strong><br>\nVor f&uuml;nfzig Jahren legte die Helsinki-Erkl&auml;rung das Fundament der europ&auml;ischen Sicherheitsordnung. Das war eine bemerkenswerte Errungenschaft, welche die Entspannungspolitik des Kalten Krieges besiegelte. Ihr gingen drei Jahre schwieriger Verhandlungen im Rahmen der Konferenz &uuml;ber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa voraus. Der Westen und der sowjetische Block legten ihre tiefgreifenden ideologischen Differenzen beiseite und einigten sich auf den sogenannten Dekalog &ndash; eine Liste von zehn Prinzipien, die &bdquo;die Beziehungen zwischen den teilnehmenden Staaten leiten&ldquo; sollten. Dazu geh&ouml;rten die souver&auml;ne Gleichheit, der Verzicht auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt, die territoriale Integrit&auml;t der Staaten, die friedliche Beilegung von Streitigkeiten sowie die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.<br>\nEntscheidend war, dass die 35 Staaten, die an der Helsinki-Konferenz teilnahmen, das Prinzip der &bdquo;unteilbaren Sicherheit&ldquo; einf&uuml;hrten. Dieses bedeutete, dass die Sicherheit eines Landes nicht auf Kosten der Sicherheit anderer L&auml;nder gew&auml;hrleistet werden d&uuml;rfe. Im Laufe der Zeit begannen jedoch der Westen und Russland, das Konzept der &bdquo;unteilbaren Sicherheit&ldquo; sehr unterschiedlich zu interpretieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/manifest-den-geist-von-helsinki-wiederentdecken\/\">Stefano di Lorenzo auf Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>FCAS ist tot &ndash; jedenfalls das Flugzeug. <\/strong><br>\nFCAS ist tot &ndash; jedenfalls das Flugzeug. Berlin rettet aber den &bdquo;Kern&rdquo;: das &bdquo;System der Systeme&rdquo;, die Combat Cloud, die Jets, Drohnen und Sensoren vernetzen soll. Klingt nach geretteter Substanz. Tats&auml;chlich rettet man den schwierigeren Teil, nicht den leichteren.<br>\nFairerweise zuerst, was daf&uuml;r spricht: Die Cloud ist modular statt Big-Bang-2040. Man muss sich nicht auf eine gemeinsame Zelle einigen, kann in Schritten liefern &ndash; und die Air Combat Cloud galt zuletzt als deutlich weiter als das Flugzeug. Die Idee: das &bdquo;Gehirn&rdquo; gemeinsam bauen, die national ert&uuml;chtigten Jets (Rafale F5, Eurofighter) einst&ouml;pseln.<br>\nTrotzdem bin ich skeptisch. Der beste Beleg ist der amerikanische Vergleichsfall. Die USA versuchen mit JADC2 seit Jahren genau das &ndash; Sensoren und Sch&uuml;tzen &uuml;ber eine Cloud vernetzen &ndash; mit EINEM Milit&auml;r, EINEM Budget, EINER Befehlskette. Ergebnis: Jede Teilstreitkraft baut ihre eigene Variante, man ist &bdquo;nicht interoperabel genug, um zusammen zu k&auml;mpfen&rdquo;. Das CSIS nennt das h&auml;rteste Problem nicht technisch, sondern organisatorisch: &bdquo;Wer hat das Sagen?&rdquo; Der Kongress hat dem Programm zwischenzeitlich die Mittel gek&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/ArnoGottschalk\/status\/2064042840657650034?s=20\">Arno Gottschalk via Twitter\/X<\/a>\n<p>dazu: <strong>Failed Combat Air System: Prestigeprojekt st&uuml;rzt ab<\/strong><br>\nFCAS am Ende: Die deutsch-franz&ouml;sischen Pl&auml;ne f&uuml;r einen neuen Kampfjet scheitern an der Konkurrenz zwischen Airbus und Dassault<br>\nEines der wichtigsten deutschen R&uuml;stungsprojekte des vergangenen Jahrzehnts ist nun endg&uuml;ltig Geschichte: Das von der BRD und Frankreich gemeinsam geplante &raquo;Future Combat Air System&laquo; (FCAS) wurde am Montag abend f&uuml;r beerdigt erkl&auml;rt &ndash; nach neun Jahren. Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron seien &raquo;zu der geteilten Einsch&auml;tzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden&laquo;, zitierte AFP aus &raquo;deutschen Regierungskreisen&laquo;.<br>\nVorausgegangen war dem ein jahrelanger Streit zwischen den beiden hauptverantwortlichen Konzernen Airbus (f&uuml;r die BRD) und Dassault (f&uuml;r Frankreich) um die genaue Arbeitsteilung, um Kompetenzen, Eigentumsrechte und die Weitergabe technischen Wissens &ndash; kapitalistische Konkurrenz eben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/523980.failed-combat-air-system-prestigeprojekt-st%C3%BCrzt-ab.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>R&uuml;ckblick<\/strong><br>\nF&uuml;r Sie da drau&szlig;en als europ&auml;ische B&uuml;rger ist die verheerendste Konsequenz des nun endg&uuml;ltig gescheiterten deutsch-franz&ouml;sischen Aviationsprojektes FCAS nicht, dass es nun endg&uuml;ltig gescheitert ist. Sondern dass Macron (damals noch etwas j&uuml;nger) am 17. Juni 2019 gegen 9.30 Uhr anl&auml;sslich der Luftfahrtmesse in Le Bourget eine gewisse Frau vonderLeyen (damals deutsche Verteidigungsministerin, auch j&uuml;nger) bei der Unterzeichnung irgendwelcher Pl&auml;ne zum gemeinsamen Kampfjetsystem pr&auml;sidial &uuml;ber die Schulter (rosafarben) geblickt hatte, weshalb er sich drei Tage sp&auml;ter beim Ratstreffen am 20. Juni 2019 gegen 13.50 Uhr w&auml;hrend der Er&ouml;rterung der Besetzung der EU-Spitzenposten dunkel an sie zu erinnern glaubte. Und, so will es die Legende, an Stelle des legitimen Postenanw&auml;rters Manfred Weber (&ldquo;Spitzenkandidat&rdquo;) zur Kommissionspr&auml;sidentin vorschlug. Der Rest ist Geschichte. Leider&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/2064450986526048749\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von der Ukraine lernen<\/strong><br>\nAuf einer R&uuml;stungskonferenz in Berlin haben am Montag Vertreter deutscher Drohnen-Startups und Milit&auml;rs aus ukrainischen Einheiten, die NS-Kollaborateure ehren, die Weiterentwicklung des High-Tech-Kriegs und der Fertigung der dazu n&ouml;tigen Waffensysteme debattiert. Auf der Konferenz New Age Defence, an der gut 800 Personen teilnahmen, waren unter anderem Vertreter von Brigaden der Ukrainischen Nationalgarde zugegen, die Symbole der Waffen-SS nutzen oder Mitglieder der OUN feiern, einer faschistischen Organisation ukrainischer NS-Kollaborateure. In Zusammenarbeit mit Milit&auml;rs wie ihnen und unter Nutzung der ukrainischen Erfahrungen an der Front entwickeln deutsche Firmen ihre UxS weiter &ndash; Unbemannte Systeme, wobei x f&uuml;r die Vielfalt dieser Systeme in der Luft (Drohnen), zu Lande (Roboter) und zu Wasser (Seedrohnen) steht. Zu New Age Defence hie&szlig; es bei den Organisatoren, man wolle Hersteller, Soldaten und Politik enger miteinander verkn&uuml;pfen und ukrainische Fronterfahrung mit industriellem Know-how in Deutschland verbinden. Wichtig sei dabei weniger die Herstellung zahlloser Waffen als vielmehr die Bereitstellung von Produktionskapazit&auml;ten, die im Kriegsfall jeweils das modernste Kriegsger&auml;t blitzschnell aussto&szlig;en k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10435\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>R&uuml;stungsunternehmen: Neues Zeitalter der Kriegf&uuml;hrung<\/strong><br>\nBerlin: Drohnenkonferenz &raquo;New Age Defence&laquo; bringt R&uuml;stungsunternehmen aus BRD und Ukraine, hochrangiges Bundeswehr-Personal und &raquo;Asow&laquo;-Milit&auml;rs zusammen<br>\nMehr als vier Jahre nach der &raquo;Zeitenwende&laquo; wird nun ein neues Zeitalter der Techhochr&uuml;stung ausgerufen. &raquo;Die Geschwindigkeit moderner Kriegf&uuml;hrung l&auml;sst keinen Raum f&uuml;r Rivalit&auml;t&laquo;, meinen deutsche und ukrainische R&uuml;stungsunternehmen und haben eine &raquo;New Age Defence&laquo;-Koalition geschmiedet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/523797.r%C3%BCstungsunternehmen-neues-zeitalter-der-kriegf%C3%BChrung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Mir ist dieser Vorgang nicht bekannt, sorry&rdquo;<\/strong><br>\nDas war die Antwort @AuswaertigesAmt<br>\nauf meine Frage, wie die Bundesregierung die Ehrung des NS-Kollaborateurs Andrij Melnyk durch die Ukraine Staatsf&uuml;hrung bewertet und ob sie die Kritik von @yadvashem daran teilt:<br>\nDie Holocaust-Gedenkst&auml;tte Yad Vashem hatte die offizielle staatliche Ehrung durch ZelenskyyUa &amp; Co zuvor scharf kritisiert:<br>\n&raquo;Die Ehrung des Anf&uuml;hrers einer Bewegung, die Nazi-Deutschland w&auml;hrend der Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden unterst&uuml;tzte und mit ihm kollaborierte, untergr&auml;bt die moralische Integrit&auml;t, die f&uuml;r das Gedenken an den Holocaust unerl&auml;sslich ist.&laquo;<br>\n&Auml;hnlich scharfe Kritik kam auch von der israelischen &amp; polnischen Regierung. Deutschland ignorierte den Vorfall bisher komplett. Und gab auf der #BPK ernsthaft vor, von dieser offiziellen Ehrung eines Nazi-Kollabo und der entsprechenden int. Kritik nichts mitbekommen zu haben. Wohlgemerkt, ein Vorfall der politisch wie medial zum Zeitpunkt der Frage bereits internationale hohe Wellen geschlagen hatte.<br>\nEs scheint ganz so, dass, wenn es Kritik am Agieren der Ukraine-Regierung gibt, selbst Yad Vashem pl&ouml;tzlich f&uuml;r die Bundesregierung keine Referenz mehr ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/FWarweg\/status\/2063665808908185990\">Florian Warweg via Twitter\/X<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> Es scheint auch so, als w&auml;re die sonst so hart verteidigte Staatsraison nichts mehr wert, wenn es um die Ukraine geht. Spricht jetzt nicht f&uuml;r Deutschlands Kampf gegen Rechtsextrem bzw. gegen Nazis, wenn die Naziverehrung in der Ukraine keine Rolle mehr spielt. Nicht vergessen hierbei, dass der Nazikollaborateur Bandera der Volksheld der Ukraine ist. Ich sehe nur noch Doppelmoral bzw. besser gesagt inzwischen Dreifachmoral. Und dass die dar&uuml;ber nichts wussten, das k&ouml;nnen sie einem erz&auml;hlen, der den Rei&szlig;verschluss mit der Bei&szlig;zange zumacht &ndash; wie es so sch&ouml;n hei&szlig;t.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Heldenverehrung der ukrainischen Nationalisten: &bdquo;Ob es jemandem passt oder nicht &ndash; schei&szlig; drauf&ldquo;<\/strong><br>\nSchon nach der Orangen Revolution wurden etwa UPA-Kommandeure Roman Schuchewytsch und OUN-Gr&uuml;nder Stepan Bandera zu &bdquo;Helden der Nation&ldquo; (v)erkl&auml;rt, was der von der militanten Maidanbewegung gest&uuml;rzte Pr&auml;sident Janukowitsch 2011 aber erst einmal wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machte.  Neonazi-Gruppen wurden w&auml;hrend der Maidan-Proteste st&auml;rker und bildeten die militanten Freiwilligenverb&auml;nde, die teils ganz offen mit Bezeichnungen und Symbolen des deutschen Faschismus wie der Waffen-SS auftraten und weiterhin auch als Teil der Nationalgarde und der Streitkr&auml;fte auftreten.<br>\nEs werden nicht nur die &bdquo;Helden&ldquo; der Vergangenheit mit ihren rassistischen Ideologien gefeiert und Stra&szlig;en oder Pl&auml;tze nach ihnen benannt sowie Museen eingerichtet. Offen werden f&uuml;r sie oder die Waffen-SS Galizien Umz&uuml;ge und Feiern veranstaltet oder Einheiten nach Nazi-Vorbild wie Einheiten der unbemannten Streitkr&auml;fte mit den Namen &bdquo;Luftwaffe&ldquo; oder Nachtigall (nach dem 1941 von der deutschen Abwehr gegr&uuml;ndeten Bataillon Nachtigall mit vorwiegend ukrainischen OUN-K&auml;mpfern) von Asow benannt. Letztere unter dem Kommandeur Yevhen Karas, dem F&uuml;hrer der Neonazi-Gruppe C14.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/56446\/\">Florian R&ouml;tzer auf Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nelles, oder wie man sich die Welt vorspiegelt<\/strong><br>\nDie Reaktion der deutschen Medien auf die deutsche Schlappe bei der Wahl der tempor&auml;ren Mitglieder zum UN-Sicherheitsrat bedarf keiner weiteren Kommentierung. Fast alle st&uuml;rzen sich auf das Versagen der Diplomatie oder auf Annalena Baerbock. Das ist zu kurz gesprungen. Kaum jemand in Deutschland will zur Kenntnis zu nehmen, wie klar das Votum zeigt, dass Deutschland keineswegs die anerkannte und allseits respektierte Mittelmacht ist, die man so gerne sein m&ouml;chte. Insbesondere in der Welt der Entwicklungsl&auml;nder hat Deutschland nicht den Ruf als eine Nation, die eigenst&auml;ndige Positionen besetzt und sich in den entscheidenden Gremien auch einmal gegen den westlichen Mainstream und f&uuml;r die die Interessen der Entwicklungsl&auml;nder einzusetzen bereit ist.<br>\nDer mediokren Medienreaktion die Krone aufgesetzt hat allerdings wieder einmal der Spiegel, der Deutschland v&ouml;llig aus der Schusslinie nimmt und stattdessen die UNO zum Problem erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/06\/08\/nelles-oder-wie-man-sich-die-welt-vorspiegelt\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Abstimmung in der UNO-Generalversammlung: Quittung f&uuml;r Hochmut und beklemmende Doppelmoral <\/strong><br>\n&Uuml;ber viele Jahre hinweg habe ich mich in Artikeln und Vortr&auml;gen f&uuml;r das V&ouml;lkerrecht eingesetzt und die Doppelmoral der deutschen Politik und der Mainstream-Medien kritisiert. Kennzeichen dieses abtr&auml;glichen Politikverst&auml;ndnisses waren Selbstgerechtigkeit, Servilit&auml;t gegen&uuml;ber den USA, Verteufelung von Russland und blinde Unterst&uuml;tzung des Staates Israel auf der Grundlage einer behaupteten Staatsr&auml;son.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/abstimmung-in-der-uno-generalversammlung-quittung-fuer-hochmut-und-beklemmende-doppelmoral\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>5000 Superreiche, 13 Millionen Arme: Wie Deutschlands Ungleichheit die Wirtschaft gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDiese wachsende Ungleichheit k&ouml;nnte ernsthafte Konsequenzen f&uuml;r die gesamtdeutsche Wirtschaft haben. Auf Anfrage der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media erkl&auml;rt Geraldine Dany-Knedlik, Leiterin des Konjunkturteams beim Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW): &bdquo;Haushalte mit niedrigem Einkommen geben nahezu ihr gesamtes verf&uuml;gbares Einkommen aus, weil kaum Spielraum zum Sparen bleibt. Sinken die Realeinkommen am unteren Rand, oder rutschen mehr Menschen ins Armutsrisiko, schl&auml;gt das deshalb fast unmittelbar auf die Binnennachfrage durch.&ldquo;<br>\nDagegen w&uuml;rden steigende Einkommen bei bereits einkommensstarken Haushalten weniger in die Wirtschaft flie&szlig;en. Denn wer ohnehin &uuml;ber genug finanzielle Mittel verf&uuml;ge, w&uuml;rde zus&auml;tzliche Einnahmen eher einsparen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/ungleichheit-die-wirtschaft-gefaehrdet-5000-superreiche-13-millionen-arme-wie-deutschlands-zr-94336205.html%20\">FR Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wer verdient ein Jahresgehalt mit nur 2,5 Tagen Arbeit?<\/strong><br>\nSchwierige wirtschaftliche Zeiten, Inflation oder hohe Stromkosten treffen nicht alle gleicherma&szlig;en. Im Gegenteil, eine kleine Gruppe verdient weiterhin saftig: Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Aktion&auml;rinnen.<br>\nOxfam Deutschland hat untersucht, wie die 100 umsatzst&auml;rksten europ&auml;ischen Unternehmen Ungleichheit versch&auml;rfen &ndash; etwa durch &bdquo;milliardenschwere Dividenden f&uuml;r Aktion&auml;r*innen, ma&szlig;lose CEO-Verg&uuml;tungen oder vernachl&auml;ssigte Investitionen in den &ouml;kologischen Wandel&ldquo;, so Leonie Petersen, die bei der Organisation Expertin f&uuml;r die sozial-&ouml;kologische Transformation ist. Ihr Team hat verschiedene Aspekte von Ungleichheit der 100 Unternehmen, darunter 27 aus Deutschland, mit Daten von 2022 bis 2024 untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ungleichheit-in-Unternehmen\/!6185481\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wenn Reichtum w&auml;chst, w&auml;chst auch die Wut<\/strong><br>\nDie Familienunternehmer-Lobby handelt gegen die Interessen ihrer Mitglieder, wenn sie Privilegien verteidigt, statt Chancen f&uuml;r alle zu schaffen. Das schadet letztlich auch der Demokratie. [&hellip;]<br>\nDie Anteile gehen an Erben, die selbst nichts besitzen &ndash; meist die Kinder. Das Statistische Bundesamt z&auml;hlt f&uuml;r 2021 bis 2024 genau 105 Anwendungen. Statt der f&auml;lligen Steuer von 7,83 Milliarden Euro wurden 465 Millionen gezahlt. Allein 2023 wechselten in 26 F&auml;llen rund sechs Milliarden Euro den Besitzer, die effektive Steuer lag bei 0,1 Prozent.<br>\nDas ist alles legal, aber ein doppeltes Spiel, wenn man gleichzeitig droht, eine h&ouml;here Erbschaftsteuer w&uuml;rde Unternehmen dem Tode weihen. Die Lobby verteidigt einen Steuersatz, der nur auf dem Papier steht. Und sie bestreitet das eigentliche Problem dahinter: die wachsende Verm&ouml;gensschere.<br>\nIhre Aussage, die Ungleichheit sei seit 2010 gesunken, st&uuml;tzt sich auf Befragungen, die nach eigener Auskunft die extreme Spitze nicht erfassen, weil Milliard&auml;re und dreistellige Millionenverm&ouml;gen in keiner Stichprobe auftauchen. Tats&auml;chlich wachsen gro&szlig;e Verm&ouml;gen nicht erst seit dem vergangenen Jahr. Nach Daten des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin haben sie seit 2008 insgesamt 69 Prozent zugelegt&hellip;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/geld-wenn-reichtum-waechst-waechst-auch-die-wut\/100231679.html\">Felix Oldenburg im Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Sobald die Armutszahlen in Deutschland auf den Tisch kommen, sind die Relativierer zur Stelle<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=151878%20\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zinserh&ouml;hung in der Rezession &ndash; die Europ&auml;er sind verr&uuml;ckt<\/strong><br>\nIn dieser Woche wird es wohl endg&uuml;ltig bewiesen: Die Europ&auml;er sind verr&uuml;ckt. Die Amerikaner dagegen, obwohl allgemein f&uuml;r verr&uuml;ckt gehalten, lassen in Sachen wirtschaftlicher Vernunft die Europ&auml;er endg&uuml;ltig hinter sich. Am Donnerstag trifft sich der Rat der EZB und wird, wenn nicht alle Auguren falsch liegen, die Zinsen erh&ouml;hen, obwohl die europ&auml;ische Wirtschaft am Boden liegt. In den USA, die immer noch kr&auml;ftiges Wachstum, Vollbesch&auml;ftigung und steigende Erwerbst&auml;tigkeit verzeichnen, dr&auml;ngt dagegen der Pr&auml;sident die Notenbank, die Zinsen zu senken.<br>\nF&uuml;r die deutsche Wirtschaft, immerhin die gr&ouml;&szlig;te in Europa, hat es in dieser Woche erneut extrem ern&uuml;chternde Zahlen gegeben. Die Auftragseing&auml;nge in der Industrie verharren weiter auf Rezessionsniveau. Die Abbildung 1 zeigt, dass die Auftragseing&auml;nge ohne Gro&szlig;auftr&auml;ge im April erneut gesunken sind, nachdem es f&uuml;r zwei Monate etwas besser aussah. Diese Abbildung zeigt auch, woran es der deutschen Wirtschaft schon seit 2017 durchweg fehlt: An Nachfrage!<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/06\/10\/zinserhoehung-in-der-rezession-die-europaeer-sind-verrueckt\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/212026\/zinserhohung-in-der-rezession-die-europaer-sind-verruckt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von der F&uuml;rstenenteignung zur Volksenteignung<\/strong><br>\nHundert Jahre sp&auml;ter stehen wir vor dem Gegenteil. Nicht die Verm&ouml;gen sollen enteignet oder besteuert werden, es droht vielmehr die Enteignung der Gemeing&uuml;ter aus dem Volksverm&ouml;gen. &Uuml;ber sogenannte Infrastrukturgesellschaften wird die Daseinsvorsorge privatisiert, und zwar ganz ohne Volksabstimmung. Diese Privatisierungen folgen in ihrer schleichenden Einf&uuml;hrung einem Muster: Die Infrastruktur eines Sektors der Daseinsvorsorge wird lange stark vernachl&auml;ssigt, meist durch K&uuml;rzungen, teilweise auch durch Ignorieren von Ver&auml;nderungen im Bedarf. Dann beauftragt dieselbe &raquo;Spar&laquo;-Regierung ein Gutachten, in dem ein gro&szlig;er Sanierungs- und Modernisierungsstau festgestellt wird. Es wird behauptet, dass die n&ouml;tige Geldsumme den Haushalt sprengen w&uuml;rde und dass das &ouml;ffentliche Personal mit der Gro&szlig;sanierung &uuml;berfordert w&auml;re &ndash; nur eine Infrastrukturgesellschaft, die an der Schuldenbremse vorbei Kredite aufnehmen d&uuml;rfe, k&ouml;nne das Ruder noch herumrei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kpf.die-linke.de\/mitteilungen\/detail\/news\/von-der-fuerstenenteignung-zur-volksenteignung\/\">Carl Wa&szlig;muth via die Linke<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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