{"id":152268,"date":"2026-06-19T10:00:30","date_gmt":"2026-06-19T08:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152268"},"modified":"2026-06-19T08:02:54","modified_gmt":"2026-06-19T06:02:54","slug":"neutralitaet-versus-nato-europas-weg-zwischen-krieg-und-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152268","title":{"rendered":"Neutralit\u00e4t versus NATO: Europas Weg zwischen Krieg und Frieden"},"content":{"rendered":"<p>Der Neutralit&auml;t geh&ouml;rt die Zukunft, nicht dem Milit&auml;rpakt NATO: Diese These hat <strong>Sevim Dagdelen<\/strong> k&uuml;rzlich bei einem Vortrag in der Schweiz ausgef&uuml;hrt. Wir dokumentieren hier diesen Text. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4868\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-152268-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260615-Neutralitaet-versus-NATO-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260615-Neutralitaet-versus-NATO-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260615-Neutralitaet-versus-NATO-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260615-Neutralitaet-versus-NATO-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=152268-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260615-Neutralitaet-versus-NATO-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260615-Neutralitaet-versus-NATO-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Der folgende Vortrag wurde im Juni bei einer Veranstaltung in Basel gehalten, Veranstalter waren das parteiunabh&auml;ngige Schweizer Netzwerk <a href=\"https:\/\/linksbuendig.ch\" target=\"_blank\">Linksb&uuml;ndig<\/a> und die <a href=\"https:\/\/pdasbasel.ch\" target=\"_blank\">PdA-Basel<\/a>.<\/em><\/p><p>Ich bin sehr froh, heute bei Ihnen in Basel zu sein, in der Schweiz. Froh, in einem neutralen Staat zu sein, denn das ist meine feste &Uuml;berzeugung: Der Neutralit&auml;t geh&ouml;rt die Zukunft, nicht dem Milit&auml;rpakt NATO, der &ndash; wie es sein Generalsekret&auml;r Mark Rutte in aller Deutlichkeit formuliert hat &ndash; die &bdquo;globale Machtprojektion&ldquo; der USA bef&ouml;rdern soll. Neutralit&auml;t statt Kriegspakt, das ist die Entscheidung unserer Zeit.<\/p><p>Wer wissen m&ouml;chte, was der Unterschied auch emotional ist, der musste sich nur den Jubel der neutralen &Ouml;sterreicher nach der Entscheidung &uuml;ber den UN-Sicherheitsratssitz anschauen. F&uuml;r das NATO-Mitglied Deutschland war es eine krachende Niederlage. Sowohl die Unterst&uuml;tzung des V&ouml;lkermords Israels an den Pal&auml;stinensern als auch der erkennbare Wille, den NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland nach dem finanziellen R&uuml;ckzug praktisch im Alleingang eskalieren zu wollen, haben dem Ansehen Deutschlands in der Welt schweren Schaden zugef&uuml;gt. Damit zusammenh&auml;ngend nat&uuml;rlich die Doppelmoral Deutschlands in Sachen V&ouml;lkerrecht. <\/p><p>&Ouml;sterreich konnte damit werben, dass &bdquo;wir nicht Deutschland sind.&ldquo; Und dieser Absturz Deutschlands im internationalen Ansehen ist wesentlich auf die NATO-Mitgliedschaft, die j&uuml;ngsten Zuspitzungen innerhalb des Milit&auml;rpakts und die blinde Gefolgschaft gegen&uuml;ber der Trump-Administration zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p><p>Deshalb m&ouml;chte ich, bevor ich in das Thema einsteige, einen Appell aus ganzem Herzen an Sie richten. Ich wei&szlig;, Sie haben die Abstimmung &uuml;ber die Neutralit&auml;t. Tun Sie alles, um diese Neutralit&auml;t zu verteidigen. Die Alternative zur neutralen Schweiz ist ein schlechtes Deutschland, das moralisch in einen Abgrund blickt und dabei ist, die Gespenster der Vergangenheit wieder heraufzubeschw&ouml;ren. Neutralit&auml;t hei&szlig;t Frieden, und ohne Frieden ist &ndash; wie es der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt pointiert gesagt hat &ndash; alles nichts.<\/p><p>F&uuml;r mich als Deutsche ist es erschreckend, wie diese Bundesregierung selbst aus der deutlichen Niederlage in der UN-Generalversammlung nichts gelernt hat. Als wolle man die Dolchsto&szlig;legende der Niederlage im Ersten Weltkrieg wieder aufw&auml;rmen, sind wieder einmal die anderen schuld. Der deutsche Au&szlig;enminister Wadephul sah Deutschland als Opfer einer russischen Kampagne. Der Kurs auf die Kriegst&uuml;chtigkeit Deutschlands mit dem Anspruch, bis 2039 &ndash; man beachte die sicherlich unfreiwillige Magie der Zahlen, Olympia m&ouml;chte man &uuml;brigens 2036 wieder nach Deutschland holen &ndash; die gr&ouml;&szlig;te Armee Europas werden zu wollen, ist gepaart mit einer weinerlichen Larmoyanz, als m&uuml;sse man als Schutzschild irgendwelche Folgerungen aus eigenen Niederlagen ziehen. <\/p><p>Ich m&ouml;chte, dass Ihnen das alles in der Schweiz erspart bleibt und Sie sich stolz auf Ihre friedenst&uuml;chtige Neutralit&auml;t berufen k&ouml;nnen, statt die Welt mit weinerlicher Kriegst&uuml;chtigkeit &uuml;berziehen zu wollen.<\/p><p>Ich will mich zun&auml;chst den drei grundlegenden Mythen der NATO widmen, bevor ich Ihnen die f&uuml;nf Hauptgr&uuml;nde nenne, warum die NATO-Mitgliedschaft so gef&auml;hrlich geworden ist und insbesondere ihre europ&auml;ischen Mitglieder sozial, moralisch und wirtschaftlich ruiniert.<\/p><p>Was die Mythen angeht, ist und bleibt die NATO von ihrem Selbstverst&auml;ndnis her eine mythische Gemeinschaft. Was meine ich damit? Es ist ein Bund, der seine wahre raison d&rsquo;&ecirc;tre hinter Nebelschleiern propagandistischer Begr&uuml;ndungen verbirgt, die er sich per Vertrag als Selbstbild geschaffen hat und die durch tausendfache Nacherz&auml;hlung vom Schulbuch bis zum Lehrstuhl ein Geflecht mythischer Erz&auml;hlungen bilden, die den Kern der Daseinsberechtigung &ndash; h&ouml;ren wir Mark Rutte: die globale Machtprojektion f&uuml;r die USA &ndash; verdecken sollen.<\/p><p><strong>1. Der erste Mythos ist die Aussage, die NATO sei eine Wertegemeinschaft.<\/strong><\/p><p>Erz&auml;hlt wird, dass die Mitglieder der NATO alle dieselben Werte teilten. In der Pr&auml;ambel werden hier etwa die UN-Charta, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit benannt. Wenn wir uns allein die Geschichte der NATO anschauen, kann das nicht stimmen. So war etwa die faschistische Diktatur Salazars in Portugal Gr&uuml;ndungsmitglied der NATO oder auch Frankreich, sodass selbst der von Frankreich als Kolonie besetzte Norden Algeriens anfangs NATO-Gebiet war. Blutige Kolonialkriege geh&ouml;rten praktisch zur DNA der NATO von Anfang an. Zudem muss man sagen, wenn wir das NATO-Motto der Musketiere &bdquo;Alle f&uuml;r einen und einer f&uuml;r alle&ldquo; ernst nehmen, dass man nat&uuml;rlich dann auch etwa die CIA-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Putsch im NATO-Mitglied T&uuml;rkei 1980 als schweren Versto&szlig; gegen auch nur die Behauptung einstufen muss, die NATO sei eine Wertegemeinschaft, von der T&auml;tigkeit der NATO-Geheimarmeen wie Gladio einmal ganz zu schweigen. <\/p><p>Wenn ich mit NATO-Enthusiasten spreche, dann wird dies alles irgendwann einger&auml;umt, aber zugleich behauptet, das sei ja die Vergangenheit, heute sei das alles doch ganz anders. Wenn wir uns aber die Gegenwart wirklich anschauen, dann ist doch alles noch viel gravierender. Denn welche Werte sollten dies sein, wenn wir uns ansehen, dass die beiden f&uuml;hrenden NATO-Mitglieder, die USA und Deutschland, einen Drittstaat, n&auml;mlich Israel, mit Waffenlieferungen unterst&uuml;tzen, obwohl Israel nach Einsch&auml;tzung von Amnesty International einen V&ouml;lkermord in Gaza begeht; und der Generalsekret&auml;r der Allianz das israelische Vorgehen in Gaza guthei&szlig;t; und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz davon spricht, Israel mache f&uuml;r das NATO-Mitglied Deutschland im Gazastreifen die &bdquo;Drecksarbeit&ldquo;. <\/p><p>Kurz: Die NATO ist keine Wertegemeinschaft &ndash; weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart. Alle diesbez&uuml;glichen Behauptungen sind Propagandaschleier.<\/p><p><strong>2. Der zweite Mythos ist die Behauptung, die NATO sei eine Verteidigungsgemeinschaft. <\/strong><\/p><p>Sehen wir uns aber an, dass die NATO selbst 1999 ohne Beschluss des UN-Sicherheitsrats Jugoslawien bombardiert hat, 2011 unter Missbrauch eines UN-Sicherheitsratsbeschlusses einen Regime Change in Libyen durchgef&uuml;hrt hat und das Land in einen Abgrund gest&uuml;rzt hat oder in Afghanistan mit der Behauptung, am Hindukusch w&uuml;rde das NATO-Gebiet verteidigt, 20 Jahre Krieg gef&uuml;hrt hat &ndash; mit Hunderttausenden zivilen Toten und dem Wiedereinzug der Taliban, die man vorgab, beseitigen zu wollen. Dann muss die Behauptung, die NATO sei eine Verteidigungsgemeinschaft, als unwahr gelten. Die Behauptung der Verteidigungsgemeinschaft h&auml;lt aber gerade auch, was die einzelnen Mitglieder angeht, nicht der Wirklichkeitspr&uuml;fung stand. Nehmen wir allein die USA unter der j&uuml;ngsten Pr&auml;sidentschaft von Trump. Was verteidigen die USA mit ihren Angriffen gegen den Iran? Was haben die Drohungen eines milit&auml;rischen Einmarschs in Kuba mit dem Grundsatz der Verteidigung zu tun? Die Verteidigungsgemeinschaft der NATO gibt es nur auf dem Papier.<\/p><p>Aber ich will auch noch auf etwas anderes hinaus, warum wir erkennen k&ouml;nnen, dass wir es bei der NATO keinesfalls mit einer Verteidigungsallianz, sondern mit einem aggressiven, expansiven Milit&auml;rpakt zu tun haben. Es betrifft die ganze Frage der Osterweiterung der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges. Denn w&auml;hrend sich der Warschauer Vertrag aufl&ouml;ste, erweiterte sich die NATO von 16 auf 32 Mitglieder. <\/p><p>F&uuml;hrende Diplomaten in den USA hatten vor dieser Expansion gewarnt mit dem Hinweis, dies w&uuml;rde entsprechende Reaktionen in Russland ausl&ouml;sen. Vergeblich. Als Rechtfertigung der Osterweiterung bis an die Grenze Russlands h&ouml;ren wir in Europa oft, jeder Staat d&uuml;rfe doch selbstst&auml;ndig entscheiden, ob er Mitglied eines Milit&auml;rpakts sein wolle oder nicht, das sei sein souver&auml;nes Recht. In den USA h&ouml;ren wir dieses Argument weit seltener. Warum? Weil die USA Staaten in ihrer Umgebung mit einer Milit&auml;rintervention drohen, sollten sie sich einem Milit&auml;rpakt anschlie&szlig;en, der gegen die USA gerichtet ist. Das hei&szlig;t aber nichts anderes, als dass das f&uuml;hrende Mitglied der NATO von Russland die Beachtung eines Prinzips in Europa einfordern wollte, das man auf dem lateinamerikanischen Kontinent f&uuml;r sich selbst ausschloss, da man es f&uuml;r eine Bedrohung der eigenen Sicherheit hielt. Die NATO-Erweiterung ist ein weiteres Dementi der NATO als Verteidigungsgemeinschaft. Die NATO-Expansion soll Russland herausfordern, und seit dem Washingtoner Gipfel mit dem globalen Anspruch gilt auch China als systemischer Rivale der NATO, und im Nahen Osten m&ouml;chte man auch aktiv werden. Wie es so sch&ouml;n in einem James-Bond-Film hei&szlig;t: &bdquo;The world is not enough.&ldquo; Die Welt ist nicht genug. <\/p><p>Und hier haben wir zugleich den Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis der Krise der USA und der NATO, die an einer eklatanten &Uuml;berspannung leiden. Und wie bei allen Imperien ist die &Uuml;berspannung der Kr&auml;fte eines Imperiums ein gef&auml;hrlicher Moment f&uuml;r das Imperium selbst, aber auch f&uuml;r die Welt. Das ist der Moment der Thukydides-Falle: eines absteigenden Imperiums, das, um diesen Abstieg verhindern zu wollen, seine Kr&auml;fte &uuml;berspannt und einen Krieg nach dem anderen anzettelt.<\/p><p><strong>3. Der dritte Mythos der NATO, auch hier ein Gr&uuml;ndungsmythos, ist der Mythos, dass die NATO der UN-Charta und dem V&ouml;lkerrecht verpflichtet sei. <\/strong><\/p><p>Wir haben schon gesehen, dass dies in der Vergangenheit &ndash; sei es in Jugoslawien, Libyen und Afghanistan &ndash; f&uuml;r die Gemeinschaft als Ganzes schon nicht gestimmt hat. Aber es stimmt erst recht nicht f&uuml;r die USA, die sich der NATO f&uuml;r ihre globale Machtprojektion bedienen. Nehmen wir nicht nur die zahllosen V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che der Vergangenheit der USA wie den Irak-Krieg, sondern nehmen wir einmal nur das letzte Jahr: die Unterst&uuml;tzung des V&ouml;lkermords in Gaza, der unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran, die Entf&uuml;hrung des venezolanischen Pr&auml;sidenten und seiner Frau, die Annexionsdrohungen eines Teils des Staatsgebiets eines NATO-Mitglieds, n&auml;mlich Gr&ouml;nland. Die Liste lie&szlig;e sich beliebig verl&auml;ngern. Nein, die NATO hat mit dem V&ouml;lkerrecht nichts zu tun. Sie wird von einem Staat gef&uuml;hrt, der das V&ouml;lkerrecht jeden Tag mit F&uuml;&szlig;en tritt. Kein anderer NATO-Staat hat die V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che der USA im NATO-Rat zum Thema gemacht, deshalb hei&szlig;t es: mitgegangen, mitgefangen. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass die NATO meint, einen Stellvertreterkrieg gegen Russland mit dem Argument des V&ouml;lkerrechtsbruchs f&uuml;hren zu m&uuml;ssen, dessen Hauptquartier im &Uuml;brigen in Wiesbaden ist. Das V&ouml;lkerrecht ist f&uuml;r die NATO nur der Steinbruch zur Legitimation ihrer Stellvertreterkriege. Und genau diese Doppelmoral wird ja weltweit immer st&auml;rker gesehen. Sie hat sicherlich dazu beigetragen, dass einer der gr&ouml;&szlig;ten Beitragszahler der UN, Deutschland, eine derart gravierende Niederlage bei der Abstimmung zum UN-Sicherheitsrat kassiert hat.<\/p><p>Jetzt k&ouml;nnte man sich ja auch zur&uuml;cklehnen und sich sagen: Gut, dann ist die NATO eben keine Werte- und Verteidigungsgemeinschaft und h&auml;lt sich auch nicht an das V&ouml;lkerrecht. Was soll&rsquo;s? Dann ist die NATO eben eine mythische Gemeinschaft, aber st&ouml;rt sie wirklich? Und ist die Neutralit&auml;t wirklich so viel besser?<\/p><p>Wenn wir uns ansehen, was in der Welt vor sich geht, m&uuml;ssen wir feststellen, dass die NATO immer mehr zu einer gef&auml;hrlichen Gemeinschaft wird, und zwar auch in Friedenszeiten. Ich werde dies in f&uuml;nf Punkten kurz erl&auml;utern.<\/p><p><strong>1.<\/strong> Die Vorgabe der NATO, f&uuml;nf Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r R&uuml;stung und Milit&auml;r auszugeben &ndash; beschlossen auf Dr&auml;ngen der USA &ndash;, stranguliert insbesondere die europ&auml;ischen NATO-Gesellschaften wirtschaftlich und sozial. F&uuml;nf Prozent h&ouml;rt sich erst einmal wenig an, aber es geht im Kern um die Substanz des erarbeiteten Wohlstands Europas. Nehmen wir einmal die Schweiz. Diese gibt zurzeit 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Milit&auml;r aus, das sind 6,3 Milliarden Schweizer Franken. Eine Natoisierung der Schweiz w&uuml;rde also am Ende auf ein Milit&auml;rbudget von 45 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr hinauslaufen. Das w&auml;ren dann bei einem Schweizer Bundeshaushalt von 260 Milliarden &uuml;ber 17 Prozent nur noch f&uuml;r Milit&auml;r. Es bedarf keiner gro&szlig;en Phantasie, was das dann sozial bedeuten w&uuml;rde. <\/p><p>F&uuml;r Deutschland jedenfalls ist die Lage bereits jetzt dramatisch, anvisiert wird ein Milit&auml;rhaushalt von &uuml;ber 220 Milliarden Euro, das sind etwa 40 Prozent des gesamten Budgets. Bereits jetzt hat die Merz-Regierung einen sozialen Kahlschlagsplan bei Rente, Gesundheit und Sozialem vorgelegt, um die gigantische Aufr&uuml;stung zu finanzieren. Das Paradox ist, dass die NATO-R&uuml;stungsausgaben die europ&auml;ischen Gesellschaften selbst in Friedenszeiten destabilisieren. Errungenschaften aus 150 Jahren Arbeiterbewegung stehen zur Disposition. Die NATO-Aufr&uuml;stung zerst&ouml;rt den Sozialstaat, aber auch die internationale Solidarit&auml;t sowie die notwendigen Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Klimaschutz. Um Ihnen ein Beispiel zu geben, wie t&ouml;dlich diese Aufr&uuml;stung bereits jetzt ist: Oxfam hat ausgerechnet, dass zur Beseitigung des weltweiten Hungers 40 Milliarden notwendig sind, das sind etwas mehr als zwei Prozent des 1,5 Billionen US-Dollar schweren NATO-Gesamtr&uuml;stungsbudgets, das bereits jetzt 55 Prozent aller weltweiten R&uuml;stungsausgaben umfasst.<\/p><p><strong>2.<\/strong> Die NATO wird immer mehr zum Sicherheitsrisiko f&uuml;r die eigene Bev&ouml;lkerung. Zum einen f&uuml;hrt sie den Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine mit immer mehr Mitteln, nach dem R&uuml;ckzug der USA fast ausschlie&szlig;lich mit deutschen und europ&auml;ischen Steuergeldern, vom NATO-Hauptquartier f&uuml;r die Ukraine in Wiesbaden. Die NATO f&uuml;hrt diesen Krieg mit ihrem Geld, mit ihren Waffen, mit ihren Zielinformationen &ndash; lediglich die Soldaten kommen aus der Ukraine. Selbst die Ausbildung wird von der NATO &uuml;bernommen. Dadurch steigt permanent das Risiko, selbst Kriegspartei zu werden. Die j&uuml;ngsten Angriffe ukrainischer Drohnen &uuml;ber NATO-Staaten m&uuml;ssen hier als bewusstes Risiko gesehen werden, einen offenen Krieg mit Russland zu beginnen. Deshalb gibt es &uuml;brigens zwar Mehrheiten bei Umfragen in Deutschland f&uuml;r die NATO &ndash; sozusagen als Gr&uuml;&szlig;august &ndash;, aber nicht mehr f&uuml;r ihren Kern, den Artikel 5 und die B&uuml;ndnisverpflichtung. <\/p><p>Es gibt hier weder Vertrauen in die baltischen Staaten noch in die T&uuml;rkei, dass man nicht durch deren Aktionen in einen Krieg gezogen wird, den man selbst nie wollte.<\/p><p><strong>3.<\/strong> Die NATO wird angesichts der immer schnelleren Folge von V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen ihrer F&uuml;hrungsmacht zum moralischen Risiko. Deutschland hat, wie gesagt, die Folgen dieses moralischen Abstiegs bereits zu sp&uuml;ren bekommen. Die NATO-Staaten tragen durch ihre Waffenlieferungen die Verantwortung f&uuml;r den V&ouml;lkermord Israels. Deutschland steht deswegen m&ouml;glicherweise ein neues Verfahren wegen Beihilfe zum V&ouml;lkermord bevor, erneut vor dem Internationalen Gerichtshof. <\/p><p>Die NATO st&uuml;rzt damit die Verb&uuml;ndeten in einen moralischen Abgrund. Sie droht statt einer Gemeinschaft der Werte eine Gemeinschaft der Verbrechen und der Omert&agrave; &uuml;ber diese Verbrechen zu werden. Aus der europ&auml;ischen Vasallentreue ist hier lediglich Spanien ausgeschert und wurde sofort mit einem Handelsboykott von den USA bedroht. Statt der spanischen Basen wurden die deutschen Basen f&uuml;r den Angriffskrieg der USA im Nahen Osten genutzt. <\/p><p>US-Pr&auml;sident Trump stellte im Oval Office klar, dass die NATO-Mitgliedschaft absolute Vasallentreue f&uuml;r die Europ&auml;er und Kanadier bedeutet. Eine USA im Niedergang dringt aber auf eine Verdichtung des Vasallenverh&auml;ltnisses und ist bereit, ihre Vasallen zum eigenen Vorteil f&uuml;r ihre Oligarchen unter den Bus zu werfen. Wer also NATO-Mitglied werden will, auch nur scheibchenweise, der bereitet den eigenen Untergang mit vor.<\/p><p><strong>4.<\/strong> Die NATO wird auch deshalb zum Sicherheitsrisiko, weil sie sich in der imperialen Phase der &Uuml;berspannung befindet. Um den Niedergang der USA aufzuhalten, werden die Kr&auml;fte der Vasallen mobilisiert. Die NATO globalisiert sich, bekommt immer mehr Aufgaben und dehnt sich durch bilaterale Abkommen de facto nach Asien aus. Ein Menetekel, etwa die Beteiligung Japans am NATO-Hauptquartier in Wiesbaden f&uuml;r den Krieg mit der Ukraine. Wir haben es also mit einer deutlichen imperialen &Uuml;berspannung zu tun. <\/p><p>Zugleich aber f&ouml;rdert die NATO durch ihre Expansion gerade auch nach Asien immer mehr Gegner zutage. Die NATO wird in Asien als Bedrohung gesehen, keineswegs nur in China, sondern auch in Vietnam, Indonesien oder Malaysia.<\/p><p><strong>5<\/strong>. Die NATO gef&auml;hrdet ihre eigene Bev&ouml;lkerung, weil sie der Tod der Diplomatie ist. Verhandlungen werden nur noch zum Schein gef&uuml;hrt, wie mit dem Iran. An einer politischen L&ouml;sung ist die NATO nicht interessiert, sondern allein daran, zu eskalieren. Folgerichtig torpedierte man auch die Istanbuler Verhandlungen f&uuml;r einen Frieden in der Ukraine. Was mich immer wieder erstaunt hat, ist die Parallelit&auml;t dieser Entwicklung mit der Krise des R&ouml;mischen Reiches, die am Ende zu seiner Aufl&ouml;sung f&uuml;hrte. Durch die Ausweitung und die st&auml;ndig steigenden Milit&auml;rausgaben setzte sich das Reich einer permanenten &Uuml;berspannung seiner Kr&auml;fte aus. Diplomatische Konfliktl&ouml;sungen wurden zugunsten milit&auml;rischer Interventionen zunehmend beiseitegeschoben. <\/p><p>Die Militarisierung des R&ouml;mischen Reiches, die wir jetzt auch bei der NATO beobachten, war ein wesentlicher Grund f&uuml;r sein Ende. <\/p><p>Der gro&szlig;e Unterschied zur heutigen Situation ist, dass das Heraufbeschw&ouml;ren eines Krieges gegen eine Atommacht mit hoher Wahrscheinlichkeit in gegenseitiger Vernichtung enden w&uuml;rde. Der Drang zur Diplomatie m&uuml;sste also um ein Vielfaches h&ouml;her sein. Stattdessen verst&auml;rkt sich der Eindruck, dass die USA und die NATO das Risiko eines Atomkrieges eingehen. Aus der Sicht der USA vielleicht noch verst&auml;ndlich, weil man meint, den Atlantik zwischen sich zu haben &ndash; f&uuml;r die Europ&auml;er aber nicht mehr als ein Selbstmordkommando.<\/p><p>Ich will Ihnen abschlie&szlig;end noch einmal kurz darlegen, warum ein neutrales Deutschland ein besseres Deutschland w&auml;re:<\/p><p><strong>1. Mehr Souver&auml;nit&auml;t und strategische Autonomie<\/strong><\/p><p>Ein neutrales Deutschland k&ouml;nnte endlich eine eigenst&auml;ndige Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik betreiben, statt als verl&auml;ngerter Arm der US-Interessen in Europa zu fungieren. Der Industriestandort Deutschland w&uuml;rde nicht weiter durch den Zwang, teure Energie aus den USA zu importieren, stranguliert. <\/p><p>Deutschland geht jetzt ins f&uuml;nfte Jahr wirtschaftlicher Stagnation. Statt automatisch in Konflikte hineingezogen zu werden (siehe NATO-Artikel 5), k&ouml;nnte Berlin entscheiden, die Stellvertreterkriege und die Wirtschaftskriege der USA nicht weiter f&uuml;hren zu m&uuml;ssen. Das w&auml;re ein enormes St&uuml;ck wiedergewonnener Handlungsf&auml;higkeit.<\/p><p><strong>2. Deutliche Reduzierung des Kriegsrisikos<\/strong><\/p><p>Die Mitgliedschaft in Milit&auml;rb&uuml;ndnissen wie der NATO macht ein Land automatisch zum potenziellen Ziel. Russland sieht Deutschland aktuell als feindliches Territorium, weil es Waffen liefert und US-St&uuml;tzpunkte beherbergt, in denen Hyperschallraketen stationiert werden sollen, die russische Kommandozentren in wenigen Minuten erreichen k&ouml;nnten. Neutralit&auml;t w&uuml;rde diese Bedrohungslage massiv entsch&auml;rfen. Historisch haben neutrale Staaten wie die Schweiz oder &Ouml;sterreich auch durch die Abwesenheit von US-Basen ihre eigene Bedrohungslage wesentlich reduziert. Deutschland als hochindustrialisiertes Land in der Mitte Europas hat besonders viel zu verlieren &ndash; Neutralit&auml;t w&auml;re der rationalste Selbstschutz.<\/p><p><strong>3. Wirtschaftliche Vorteile und Energiesicherheit<\/strong><\/p><p>Neutralit&auml;t w&uuml;rde den Weg freimachen f&uuml;r pragmatischen Handel mit allen gro&szlig;en M&auml;chten &ndash; Russland bei Energie und Rohstoffen, bei China, was die Absatzm&auml;rkte angeht, und den USA gleicherma&szlig;en. Die aktuelle einseitige Westbindung hat zu Deindustrialisierung, hohen Energiepreisen und Abh&auml;ngigkeit von teurem US-Fl&uuml;ssiggas gef&uuml;hrt. Ein neutrales Deutschland k&ouml;nnte wieder g&uuml;nstige russische Energie importieren und gleichzeitig Technologie mit China austauschen, ohne st&auml;ndige Sanktions- und Loyalit&auml;tskonflikte. Das w&auml;re ein enormer Wettbewerbsvorteil. Generell k&ouml;nnte sich Deutschland f&uuml;r die BRICS &ouml;ffnen und den Handel gerade mit diesen aufstrebenden M&auml;rkten f&ouml;rdern. Notwendig dazu ist allerdings der Bruch mit der NATO und den USA und einer Kompradorenbourgeoisie, die vor allem die Interessen von US-Oligarchen und US-Investmentfonds in Europa vertritt. <\/p><p>US-Investmentfonds haben entscheidende Besitzanteile praktisch an allen DAX-Unternehmen. Bei R&uuml;stungsunternehmen wie Rheinmetall sind es US-Anleger, die die Mehrheit stellen. Man muss wissen, dass eine NATO-Mitgliedschaft einen Ausverkauf an US-Oligarchen mit sich bringt.<\/p><p><strong>4. Weniger Milit&auml;rausgaben, mehr Investitionen im Inland<\/strong><\/p><p>Deutschland gibt bereits &uuml;ber 108 Milliarden Euro pro Jahr f&uuml;r R&uuml;stung aus, bald sollen es 220 Milliarden sein. Ein neutrales Land br&auml;uchte keine teure Hochsee-Projektionsarmee oder die teuersten Kampfjets der Welt, um f&uuml;r Washington globale Interessen zu vertreten. Noch dazu Waffen wie die F-35, &uuml;ber deren Endkontrolle am Ende allein die USA entscheiden. Das frei werdende Geld k&ouml;nnte in Infrastruktur, Bildung, Forschung, Digitalisierung oder die Senkung der Schulden und Steuern flie&szlig;en. <\/p><p>Die Schweiz zeigt seit Jahrzehnten, dass man mit vern&uuml;nftiger Milizarmee und Neutralit&auml;t sehr sicher sein kann, ohne sich finanziell zu ruinieren. Eine Natoisierung der Schweiz w&uuml;rde das Land auch sozial und wirtschaftlich in einen Abgrund st&uuml;rzen.<\/p><p><strong>5. Bessere historische und moralische Position<\/strong><\/p><p>Deutschland wird weltweit immer noch mit gro&szlig;er Skepsis betrachtet. Vor dem Hintergrund der Unterst&uuml;tzung ukrainischer Nationalisten und dem Anspruch, wieder die gr&ouml;&szlig;te Armee Europas zu stellen, wird der Schwur &bdquo;Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus&ldquo; zunehmend in Frage gestellt. Neutralit&auml;t w&auml;re die konsequenteste Lehre aus der eigenen Geschichte: Nie wieder Angriffskriege, nie wieder Vasall gro&szlig;er M&auml;chte, stattdessen wirtschaftliche St&auml;rke, Diplomatie und Vermittlung. Deutschland k&ouml;nnte als stabilisierender, wohlhabender Puffer- und Vermittlungsstaat in der Mitte Europas agieren &ndash; statt als Frontstaat in einem drohenden Weltkrieg.<\/p><p><strong>Zusammengefasst gesagt:<\/strong><\/p><p>Neutralit&auml;t w&auml;re nicht &bdquo;Weltabgewandtheit&ldquo;, sondern kluge Selbstbeschr&auml;nkung und Konzentration auf die eigenen St&auml;rken (Wirtschaft, Technologie, Ingenieurskunst). Sie w&uuml;rde die Menschen in Deutschland weniger angreifbar, wohlhabender und souver&auml;ner machen. <\/p><p>Die aktuelle Politik der bedingungslosen Einbettung in westliche Strukturen unter der Dominanz der USA hat bisher vor allem zu Abh&auml;ngigkeit, Deindustrialisierung und erh&ouml;htem Kriegsrisiko gef&uuml;hrt. <\/p><p>F&uuml;r die Verb&uuml;ndeten der USA sowohl am Golf als auch in Europa wird die B&uuml;ndnisfrage immer mehr zur Existenzfrage. Anders gesagt, die NATO-Mitgliedschaft wird f&uuml;r die deutsche Bev&ouml;lkerung immer mehr zur Existenzfrage, f&uuml;r die Schweiz w&auml;re das Aufgeben der Neutralit&auml;t genau diese Existenzfrage. Wer sich f&uuml;r den Sozialstaat und Frieden durch Dialog glaubw&uuml;rdig einsetzt, muss f&uuml;r einen NATO-Austritt bzw. die Beibehaltung der Neutralit&auml;t aktiv eintreten. Anders wird es nicht gehen. <\/p><p>In diesem Sinne w&uuml;nsche ich den Schweizern viel Erfolg bei der Verteidigung der Neutralit&auml;t und erhoffe mir Schweizer Unterst&uuml;tzung bei einer kommenden Kampagne f&uuml;r einen NATO-Austritt und ein neutrales Deutschland.<\/p><p>Ich danke f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit.<br>\nVielen Dank.<\/p><p><small>Titelbild: Ergfoto \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Neutralit&auml;t geh&ouml;rt die Zukunft, nicht dem Milit&auml;rpakt NATO: Diese These hat <strong>Sevim Dagdelen<\/strong> k&uuml;rzlich bei einem Vortrag in der Schweiz ausgef&uuml;hrt. Wir dokumentieren hier diesen Text. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":152269,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,172],"tags":[1986,3299,1426,2175,2301,466,3175,1367,338,3415,2794,3438,639,1556,1703,3289],"class_list":["post-152268","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-aufruestung","tag-dagdelen-sevim","tag-deindustrialisierung","tag-hegemonie","tag-interventionspolitik","tag-konfrontationspolitik","tag-nato","tag-neutrale-laender","tag-ruestungsausgaben","tag-schweiz","tag-staatliche-souveraenitaet","tag-stellvertreterkrieg","tag-un-charta","tag-uno","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-wertegemeinschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/shutterstock_2023663124.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=152268"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152268\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":152502,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152268\/revisions\/152502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/152269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=152268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=152268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=152268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}