{"id":15233,"date":"2012-11-26T08:57:38","date_gmt":"2012-11-26T07:57:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233"},"modified":"2012-11-26T08:57:38","modified_gmt":"2012-11-26T07:57:38","slug":"hinweise-des-tages-1768","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h01\">Thomas Fricke &ndash; Vive la r&eacute;sistance!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h02\">&bdquo;FTD&ldquo; wird eingestellt: G+J streicht 320 Stellen in den Wirtschaftsmedien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h03\">Oskar Lafontaine: Europas Zukunft &ndash; Wartet nicht auf bessere Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h05\">&bdquo;Deutschland m&uuml;sste teurer werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h06\">SPD will doch &uuml;ber Steuerabkommen verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h07\">Paul Krugmann: Der Schwindel mit dem Facharbeitermangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h08\">Prozesse gegen Ratingagenturen: Was nun, ihr Bonit&auml;tsdiktatoren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h09\">Noch nie zuvor wurde vom Bund in den ersten zehn Monaten eines Haushaltsjahres weniger f&uuml;r &bdquo;Hartz IV&ldquo; ausgegeben als in den ersten zehn Monaten dieses Jahres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h10\">Empf&auml;nger staatlicher Leistungen werden verunglimpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h11\">Lohnzusch&uuml;sse f&uuml;r Langzeitarbeitslose: Die neue Job-Subvention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h12\">Wie die Bundesregierung die Energiewende hintertreibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h13\">Agrarindustrielle Verflechtungen in der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h14\">T&uuml;rkei-Syrien: Stiller Eintritt in den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h15\">Waffenexport: Zielsicher in die Krisenregion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h16\">Die Parteienpr&auml;senz in den TV-Nachrichten im Oktober 2012 nach der Anzahl der Auftritte von Politikern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h17\">Erstmals &uuml;ber 2,5 Millionen Studierende &ndash; einer geht noch, einer geht noch rein!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233#h18\">Das Letzte: Bayerns Justizministerin Beate Merk<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15233&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Vive la r&eacute;sistance!<\/strong><br>\nDas d&uuml;stere Orakeln &uuml;ber Frankreichs Wirtschaft hat etwas hochgradig Fahrl&auml;ssiges. Als h&auml;tte manch einer noch immer nichts aus der Krise der vergangenen drei Jahre gelernt.<br>\nEs hat etwas Beschw&ouml;rendes, wenn deutsche Allerweltsexperten pl&ouml;tzlich fast t&auml;glich die franz&ouml;sische Wirtschaft abst&uuml;rzen sehen. Oder Politbeobachter in Verkl&auml;rung rot-gr&uuml;ner Jahre den vermeintlichen Schr&ouml;der-Moment herbeiahnen, der Frankreichs Pr&auml;sidenten nun mal endlich ereilen m&uuml;sse, es aber irgendwie nicht tut (welch furchtbares Schicksal f&uuml;r unsere armen Nachbarn). Und deutsche Gro&szlig;kommentatoren wieder mal mit der &ldquo;Grande Nation&rdquo; herumsynonymisieren, weil das so sch&ouml;n h&auml;misch klingt &ndash; in Realit&auml;t aber nur peinlich provinziell-deutsch ist, weil kein Franzose seit Jahrzehnten sein Land mehr &ldquo;Grande Nation&rdquo; genannt, geschweige denn ernsthaft als solche empfunden hat.<br>\nDas Drama daran ist, dass es f&uuml;r so viel Endzeitfantasien nur sehr bedingten real&ouml;konomischen Anlass zu geben scheint &ndash; die Erfahrung der Euro-Krise aber erahnen l&auml;sst, wie schnell sich bei latenter Finanzpanik so eine Panik herbeiorakeln l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-thomas-fricke-vive-la-resistance\/70121028.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;FTD&ldquo; wird eingestellt: G+J streicht 320 Stellen in den Wirtschaftsmedien<\/strong><br>\nDie &bdquo;Financial Times Deutschland&ldquo; soll nur noch bis zum 7. Dezember erscheinen. Der R&uuml;ckzug des Verlags Gruner + Jahr aus den Wirtschaftsmedien geht mit einem weitreichenden Personalabbau einher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ftd-wird-eingestellt-g-j-streicht-320-stellen-in-den-wirtschaftsmedien-11967656.html\">FAZ<\/a> \n<p><strong>Dazu: Lucas Zeise: &raquo;F&uuml;r so manchen Kollegen wird es bitter&laquo;<\/strong><br>\nDie FTD wurde in einer Ausnahmesituation gegr&uuml;ndet, 1999 gab es einen Hype auf dem internationalen Aktienmarkt, den die beteiligten Verlage nutzen wollten, um ordentlich abzusahnen. Hinzu kam, dass die PR-Agenturen diese Verlage beknieten, eine Alternative zum Handelsblatt zu gr&uuml;nden, das seinen Anzeigenraum zu Monopolpreisen verkaufte. Schon ein Jahr sp&auml;ter war dieser auch als Dotcomblase bekannte Hype vor&uuml;ber &ndash; und damit hatte sich eigentlich auch das Gesch&auml;ftsmodell der FTD erledigt&hellip;<br>\nDer Vorteil der FTD war, dass sie sich inhaltlich sowohl vom Handelsblatt als auch von den Wirtschaftsmagazinen abheben wollte &ndash; es wurden also au&szlig;er mir noch einige andere Exoten eingestellt. Das machte es m&ouml;glich, noch nicht so ausgefahrene Wege zu gehen. Nat&uuml;rlich hat das bunte Spektrum verschiedener Meinungen in der Redaktion zu andauernden Konflikten gef&uuml;hrt &ndash; das muss aber nicht unbedingt schlecht f&uuml;r die Inhalte und ihre Darstellung sein&hellip;<br>\nDie Zeitung wurde an vier Standorten gedruckt &ndash; diesen Auftrag haben die Druckereien jetzt verloren. Welche Auswirkungen das auf die Besch&auml;ftigten hat, vermag ich nicht zu sagen. Schlimm ist es f&uuml;r die Redaktion, in der &uuml;ber 200 Redakteure jetzt vor dem Aus stehen. F&uuml;r so manchen von ihnen wird es sehr bitter, weil er wahrscheinlich keinen anst&auml;ndigen Ersatzjob findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-22\/052.php\">junge Welt <\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: &raquo;Berliner Zeitung&laquo; soll Stellen abbauen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Insolvenz der Frankfurter Rundschau (FR) war nicht die letzte Hiobsbotschaft aus dem Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS). Gestern wurde bekannt, dass der zu MDS geh&ouml;rende Berliner Verlag (&raquo;Berliner Zeitung&laquo; und &raquo;Berliner Kurier&laquo;) seinen Mitarbeitern ein &raquo;freiwilliges Abfindungsmodell&laquo; unterbreitet hat. Konzernsprecher Wolfgang Br&uuml;ser best&auml;tigte gegen&uuml;ber &raquo;nd&laquo; den geplanten Stellenabbau bei den Berliner Zeitungen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/805035.berliner-zeitung-soll-stellen-abbauen.html\">ND<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Europas Zukunft &ndash; Wartet nicht auf bessere Zeiten<\/strong><br>\nEin gr&ouml;&szlig;erer europ&auml;ischer Staat allein ist keine L&ouml;sung, wenn er den wahren Souver&auml;n aus den Augen verliert. Oskar Lafontaine antwortet auf die Forderung von J&uuml;rgen Habermas, Peter Bofinger und Julian Nida-R&uuml;melin nach einem europ&auml;ischen Verfassungskonvent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/europas-zukunft\/europas-zukunft-wartet-nicht-auf-bessere-zeiten-11967491.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/europas-zukunft\/kurswechsel-fuer-europa-einspruch-gegen-die-fassadendemokratie-11842820.html\">Hier der Text von Habermas, Bofinger und Nida-R&uuml;melin.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise &ndash; Sinn: &bdquo;Griechenland sitzt in der Falle&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Professor Sinn, in Europa und Amerika  l&auml;uft eine aufgeregte &Ouml;konomen-Debatte entlang der Frage: Sollen die Staaten mehr sparen, um ihre Schulden zu senken? Oder sollen sie weniger sparen, um die Rezession nicht zu vertiefen? Auff&auml;llig ist: Sie nehmen an dieser Debatte nicht teil. Warum?<br>\nSinn:&hellip; Wir haben innerhalb Europas ein Wettbewerbsproblem. Einige L&auml;nder sind zu teuer geworden. Sie m&uuml;ssen also billiger werden. Das geht nur &uuml;ber Verzicht auf Wachstum und die Hinnahme einer l&auml;ngeren Stagnation &ndash; wenn die L&auml;nder im Euro bleiben wollen. In den USA haben wir eine exzessive Verschuldung. Dieses Problem l&ouml;st man nicht dadurch, dass man sich noch mehr verschuldet. Auch Amerika muss von seinem Lebensstandard Abschied nehmen. Es sind eben harte Zeiten.<br>\nNochmal die konkrete Frage: L&auml;nder wie Portugal, Spanien, Italien werden dieses Jahr ihre Defizit-Ziele verfehlen, vor allem weil die Wirtschaftsleistung st&auml;rker sinkt als angenommen. Werden ihnen zu gro&szlig;e Sparanstrengungen auferlegt?<br>\nSinn: Zu gro&szlig; gemessen an dem, was eine Gesellschaft vertragen kann. Aber zu wenig gemessen an dem, was n&ouml;tig w&auml;re, um sie durch Preissenkungen wieder wettbewerbsf&auml;hig zu machen. Dazwischen klafft eine L&uuml;cke. Und die zeigt, wie unhaltbar die Situation im Euro-Raum inzwischen f&uuml;r einzelne L&auml;nder geworden ist.  Manchmal gibt es keine L&ouml;sung.<br>\nAber das sind doch zwei unterschiedliche Dinge: Zum einen die Sparprogramme der Regierungen. Zum anderen Ma&szlig;nahmen zur Lohnsenkung, die ein Land wieder wettbewerbsf&auml;hig machen sollen?<br>\nSinn: Das ist dasselbe: Die Sparprogramme f&uuml;hren zu Wirtschaftsflaute und Arbeitslosigkeit. Damit sinken die L&ouml;hne und das Preisniveau, und die Wettbewerbsf&auml;higkeit wird wieder hergestellt. Das geht im Euro nur durch ein Tal der Tr&auml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/ifo-praesident-sinn-sinn---griechenland-sitzt-in-der-falle--,10808230,20945282.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Man kann nur sagen wieder einmal Sinn at its best.  Eine der zentralen Aussagen ist f&uuml;r mich diese: &ldquo;Die Sparprogramme f&uuml;hren zu Wirtschaftsflaute und Arbeitslosigkeit. Damit sinken die L&ouml;hne und das Preisniveau, und die Wettbewerbsf&auml;higkeit wird wieder hergestellt. Das geht im Euro nur durch ein Tal der Tr&auml;nen.&rdquo; Auch interessant, dass Sinn das Grundproblem der Eurozone, die unterschiedliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der L&auml;ndern quasi auf den Kopf stellt. Nicht Deutschland ist zu billig sondern die anderen sind zu teuer: &ldquo;Wir haben innerhalb Europas ein Wettbewerbsproblem. Einige L&auml;nder sind zu teuer geworden. Sie m&uuml;ssen also billiger werden.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Zumindest muss man Sinn lassen, dass er seinen neoliberalen Dogmatismus nicht besch&ouml;nigt. Die Austerit&auml;tspolitik hat also das klare Ziel eine m&ouml;glichst hohe Arbeitslosigkeit zu erzeugen um damit die L&ouml;hne auf Elendsniveau zu dr&uuml;cken. Deutlicher kann man das nicht sagen. Die sozialen Verw&uuml;stungen, die diese Politik in den betroffenen L&auml;ndern verursacht interessieren dabei nicht.<\/em><br>\n<em>Kann es aber nun wirklich die Aufgabe der verantwortlichen Politik sein die Masse der eigenen Bev&ouml;lkerung verelenden zu lassen? Man kann kaum glauben, dass viele Menschen immer noch nicht erkennen welche menschenverachtende Ideologie der Neoliberalismus ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Deutschland m&uuml;sste teurer werden&ldquo;<\/strong><br>\nUnter dieser &Uuml;berschrift berichtet der Spiegel (Printfassung) &uuml;ber eine Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK). Zwar seien in den vergangenen Jahren die Lohnst&uuml;ckkosten in Portugal um 2,2 %, in Spanien &uuml;ber 3,5% und in Irland gar um 13% gesunken und insgesamt h&auml;tte diese Korrektur dazu gef&uuml;hrt, dass die Lohnst&uuml;ckkosten seit Gr&uuml;ndung der W&auml;hrungsunion 199 in den drei L&auml;ndern im Schnitt nur um zwei Prozent zulegten. Das entspreche dem Inflationsziel der EZB. Der Anstieg der Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland sei aber weit unter dem Inflationsziel gelegen. W&auml;ren auch dort die Lohnst&uuml;ckkosten j&auml;hrlich um 1% gestiegen, so l&auml;gen sie um 16% &uuml;ber dem heutigen Niveau.<br>\nIMK-Chef Gustav Horn: &bdquo;Wenn wir die Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone beheben wollen, reicht es nicht aus, dass die Krisenl&auml;nder ihre Kosten senken&hellip;dann m&uuml;ssen auch die L&ouml;hne hierzulande kr&auml;ftig steigen.&ldquo;<br>\nQuelle: Spiegel (Printausgabe S. 77)<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD will doch &uuml;ber Steuerabkommen verhandeln<\/strong><br>\nIm Bundesrat ist das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz gescheitert. Gegen das Vorhaben stimmten SPD- und Gr&uuml;nen-regierte L&auml;nder&hellip;<br>\nDie SPD ist nach dem vorl&auml;ufigen Aus f&uuml;r das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat offen f&uuml;r weitere Verhandlungen &ndash; aber mit den Eidgenossen. &bdquo;Unter dem Strich bin ich der Meinung: So rasch wie m&ouml;glich au&szlig;erhalb des Vermittlungsausschusses neu verhandeln mit allen Beteiligten am Tisch&ldquo;, sagte der rheinland-pf&auml;lzische Finanzminister Carsten K&uuml;hl (SPD) der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. &Uuml;ber einzelne Elemente des Abkommens k&ouml;nne gesprochen werden, aber die Schweiz m&uuml;sse dabei sein. Das sei nicht m&ouml;glich, wenn die Bundesregierung den Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag anrufe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/mit-bedingungen-spd-will-doch-ueber-steuerabkommen-verhandeln\/7433132.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kaum gestanden, schon wird wieder gewackelt.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Steuerflucht wirksam bek&auml;mpfen &ndash; national und international<\/strong><br>\nDie Ablehnung des Steuerabkommens mit der Schweiz muss zum Auftakt f&uuml;r ein wirksames und konsequentes Vorgehen gegen Steuerflucht auf allen politischen Ebenen werden&hellip;<br>\nStatt eines un&uuml;bersichtlichen Geflechts bilateraler Vertr&auml;ge und Sonderregelungen braucht es ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen gegen Steuerbetrug. Mit einem geschlossenen Vorgehen k&ouml;nnten die EU-Staaten weit mehr erreichen als in bilateralen Verhandlungen. Auf EU-Ebene gibt es mit dem automatischen Informationsaustausch der EU-Zinsrichtlinie bereits ein Instrument, das Steuerflucht wirksam bek&auml;mpfen kann&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medico.de\/media\/massnahmenkatalog-gegen-steuerflucht-.pdf\">campact, attac, tax justice network, s&uuml;dwind, ver.di, Initiative Verm&ouml;gender, medico [PDF &ndash; 311 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe vor allem auch den Ma&szlig;nahmekatalog.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugmann: Der Schwindel mit dem Facharbeitermangel<\/strong><br>\nWann immer sich ein Arbeitgeber beklagt, dass er kein Personal mit der notwendigen Qualifikation findet, frage ihn welches Gehalt er anbietet. Fast immer kommt heraus, dass Arbeitgeber eigentlich hoch ausgebildete (und teure) Arbeitnehmer f&uuml;r einen Lohn f&uuml;r manuelle T&auml;tigkeiten haben will. Kein Wunder dass Facharbeiter knapp werden&hellip;<br>\nWas wirklich gefragt werden sollte, das ist, dass es f&uuml;r Arbeitgeber notwendig w&auml;re, ausreichende L&ouml;hne zu bezahlen, Facharbeiter zu gewinnen, die sie angeblich ben&ouml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/11\/25\/the-fake-skills-shortage\/?smid=tw-NytimesKrugman&amp;seid=auto\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prozesse gegen Ratingagenturen: Was nun, ihr Bonit&auml;tsdiktatoren?<\/strong><br>\nDer Schutzwall von Standard &amp; Poor&rsquo;s, Moody&rsquo;s und Fitch bekommt Risse. Bislang waren ihre Bonit&auml;tsurteile ein eintr&auml;gliches Gesch&auml;ft, gesch&uuml;tzt durch das Recht auf &ldquo;free speech&rdquo; der US-Verfassung. Doch der November 2012 k&ouml;nnte f&uuml;r die Agenturen zum Horrormonat werden. In gleich drei Gerichtsprozessen droht der Sturz der Bonit&auml;tsdiktatoren.  &ndash;  F&uuml;nf Jahre war Moody&rsquo;s das profitabelste Unternehmen der USA.  Der Preis daf&uuml;r: Die f&uuml;r die strukturierte Finanzprodukte zust&auml;ndigen Abteilungen verf&uuml;gten weder &uuml;ber das Personal noch die Datenbasis, um die vielen neuen Papiere seri&ouml;s beurteilen zu k&ouml;nnen. Bewertet wurde Pi mal Daumen, Gef&auml;lligkeiten und Exzesse kamen hinzu. Bis zu diesem Sommer schien es, als w&uuml;rde die Zeitbombe niemals platzen. Zwar hatten Investoren, die in der Finanzkrise mit Papieren vermeintlich bester Bonit&auml;t Milliarden verloren, Dutzende Verfahren angestrengt &ndash; vor allem in den USA. Die meisten aber scheiterten oder liefen sich tot. Der alte juristische Schutzwall, errichtet auf dem ersten Verfassungszusatz, hielt: Ratingurteile sind Meinungs&auml;u&szlig;erungen. Und werden daher vom Recht auf die &ldquo;free speech&rdquo; gedeckt. Doch wie weit kann dieser Schutz gehen? Was, wenn Fehlurteile nicht blo&szlig; auf falschen Einsch&auml;tzungen, sondern auf fahrl&auml;ssigem, grob fahrl&auml;ssigem oder gar betr&uuml;gerischem Handeln beruhen? Richterin Scheindlin &ndash; &ldquo;die Nemesis der Ratingagenturen&rdquo;, wie die &ldquo;Reuters&rdquo;-Kolumnistin Alison Fraenkel j&uuml;ngst schrieb &ndash; stellte die geltende Rechtsprechung im August so deutlich infrage wie nie jemand zuvor. Sie wies einen Einspruch von S&amp;P und Moody&rsquo;s gegen eine Investorenklage mit der Begr&uuml;ndung ab, dass Ratings eben &ldquo;keine blo&szlig;en Meinungen sind wie etwa Restaurantkritiken&rdquo;. Zumal dann nicht, wenn wie in dem konkreten Fall erhebliche Zweifel erlaubt sind, ob die Noten nach bestem Wissen und Gewissen zustande kamen. In eine &auml;hnliche Richtung f&uuml;hrt das Urteil in Australien: Auch hier, so sehen das die Richter, habe S&amp;P nicht nur danebengelegen, sondern die Investoren &ldquo;get&auml;uscht&rdquo; und &ldquo;in die Irre gef&uuml;hrt&rdquo;. Die &ldquo;Big Three&rdquo;, auch wenn sie die rechtlichen Risiken bei Pr&auml;sentationen vor Investoren gern kleinreden, ziehen momentan ihre Lehren aus den Exzessjahren. Sie umgeben sich nicht blo&szlig; wie eh und je mit den besten Prozessanw&auml;lten. Sondern sie haben, bedingt auch durch neue regulatorische Vorgaben, ihre Compliance-Abteilungen kr&auml;ftig ausgebaut. Die Disclaimer unter den Ratingberichten werden immer l&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:urteil-gegen-ratingagentur-s-p-muss-wegen-zu-guter-note-zahlen\/70113970.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir d&uuml;rfen gespannt sein. Die Firma IMF, die in Australien die erfolgreiche Klage f&uuml;r die Stadtverwaltungen f&uuml;hrte, ziehe &auml;hnliche Prozesse auch in Europa in Erw&auml;gung, <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:urteil-gegen-ratingagentur-s-p-muss-wegen-zu-guter-note-zahlen\/70113970.html\">sagte ihr Direktor John Walker<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Noch nie zuvor wurde vom Bund in den ersten zehn Monaten eines Haushaltsjahres weniger f&uuml;r &bdquo;Hartz IV&ldquo; ausgegeben als in den ersten zehn Monaten dieses Jahres<\/strong><br>\nF&uuml;r die &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; wurden vom Bund in den ersten zehn Monaten des laufenden Haushaltsjahres (2012) 4,2 Prozent weniger ausgegeben als in den ersten zehn Monaten des Haushaltsjahres 2011. Die Ausgaben f&uuml;r das Arbeitslosengeld II, der gr&ouml;&szlig;te Teil der Hartz IV-Ausgaben des Bundes, lagen 1,7 Prozent unter den Ausgaben in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011. Dies geht aus dem am heutigen Donnerstag (22. November 2012) ver&ouml;ffentlichten Monatsbericht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) hervor.<br>\nVon Januar bis Oktober 2012 wurden vom Bund f&uuml;r die &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo;<br>\n26,2 Milliarden Euro ausgegeben, darunter 16,1 Milliarden Euro f&uuml;r das Arbeitslosengeld II.<br>\nNachrichtlich: Gesch&auml;tzte 1,0 dieser insgesamt 26,2 Milliarden Euro wurden den L&auml;ndern f&uuml;r &bdquo;Bildung und Teilhabe&ldquo; (einschlie&szlig;lich Mittagessen Hortkinder\/Schulsozialarbeit und Verwaltungskosten) &uuml;berwiesen. Wie viel davon tats&auml;chlich f&uuml;r diese Leistungen ausgegeben wurde, ist unbekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-11-22_sgb2-ausgaben-januar-oktober-2005-2012.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 106 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Empf&auml;nger staatlicher Leistungen werden verunglimpft<\/strong><br>\nMit der Einf&uuml;hrung der Riester-Rente und den folgenden Rentenreformen wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen: Das Ziel der Lebensstandardsicherung wurde dem der formalen Beitragssatzstabilit&auml;t untergeordnet, wenn nicht geopfert. Ich spreche hier von formaler Beitragssatzstabilit&auml;t, weil ja die faktische Belastung der erwerbst&auml;tigen Generation um den Riester-Beitrag (4 Prozent) &uuml;ber dem Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung liegt &ndash; wenn den Vorstellungen des Gesetzgebers gefolgt und &ldquo;geriestert&rdquo; wird.<br>\nGerade Niedriglohnempf&auml;nger sind dazu aber nicht in der Lage oder haben so dr&auml;ngende aktuelle Verpflichtungen &ndash; zum Beispiel gegen&uuml;ber ihren Kindern -, dass die Altersvorsorge zur&uuml;ckgestellt wird. Zudem sind viele Menschen mit der Auswahl aus den Riester-Produkten &uuml;berfordert und haben kein Vertrauen in die Sicherheit der angebotenen Versicherungen. Dass diese Skepsis in kapitalgedeckte Vorsorge berechtigt ist, haben die Finanzmarktkrise und einige Evaluationen gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/37\/37961\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lohnzusch&uuml;sse f&uuml;r Langzeitarbeitslose: Die neue Job-Subvention<\/strong><br>\nUnternehmen sollen mit gro&szlig;z&uuml;gigen Lohnkosten-Zusch&uuml;ssen animiert werden, Langzeitarbeitslose einzustellen. Das fordern sechs Bundesl&auml;nder in einem Antrag, der heute im Bundesrat eingebracht wird&hellip;<br>\nDer Arbeitsmarkt-Experte Karl Brenke vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) glaubt allerdings, dass Mitnahmeeffekte nicht zu vermeiden sind: &bdquo;Warum sollte eine Umzugsfirma jemanden regul&auml;r einstellen, wenn sie f&uuml;r einen Langzeitarbeitslosen Subventionen erh&auml;lt?&ldquo; Um die Arbeitslosigkeit zu verringern, sei vor allem eins n&ouml;tig: mehr Jobs.<br>\nBemerkenswert ist, dass auch die Arbeitgeberlobby den Vorschlag ablehnt: Jobs l&auml;ngerfristig &ouml;ffentlich zu f&ouml;rdern, sei nicht sinnvoll&ldquo;, sagt ein Sprecher der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA). &bdquo;Damit wird die Illusion gen&auml;hrt, es g&auml;be eine besch&auml;ftigungspolitische Alternative zu einem Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt. Zudem besteht die Gefahr der Verdr&auml;ngung regul&auml;rer Besch&auml;ftigung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/lohnzuschuesse-fuer-langzeitarbeitslose-die-neue-job-subvention,1472780,20940260.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Volker Bahl:<\/strong> Statt Mindestlohn f&uuml;r alle &ndash; nun Job-Subvention f&uuml;r die Arbeitgeber. Man will ja unbedingt das &ldquo;allgemeine&rdquo; Lohndumping gegen&uuml;ber der meisten anderen Europ&auml;ern aufrechterhalten (damit die m&ouml;glichst auch noch unter dem Konkurrenzdruck aus Deutschland den Mindestlohn abschaffen &ndash; welch Erfolg f&uuml;r das neoliberale &ldquo;M&auml;rchen&rdquo; made in German. Vgl. dazu die aktuellen diesbez&uuml;glichen &ldquo;Anstrengungen&rdquo; von Frankreich!)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie die Bundesregierung die Energiewende hintertreibt<\/strong><br>\n&hellip; inzwischen erleben wir jeden Tag, wie wichtige Protagonisten, die die Energiewende vor einem guten Jahr in Regierung und Bundestag beschlossen haben, die eigene Entscheidung offen oder verdeckt bek&auml;mpfen&hellip;<br>\nDabei bedienen sie sich einer perfiden Strategie: Sie b&uuml;rden den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, aber auch gro&szlig;en Teilen des Mittelstandes, h&ouml;here Lasten auf als notwendig und entlasten im Gegenzug die gro&szlig;en Industrien&hellip;<br>\nIm Mittelpunkt des Streits steht die EEG-Umlage, deren H&ouml;he die F&ouml;rderkosten f&uuml;r den wachsenden &Ouml;kostrom-Anteil&hellip;<br>\nZu bef&uuml;rchten ist nunmehr, dass der erhebliche Anstieg von der &Ouml;ffentlichkeit weiterhin als Nachweis der &bdquo;Unbezahlbarkeit&ldquo; der Energiewende wahrgenommen wird. Tats&auml;chlich ist die nun verk&uuml;ndete Summe jedoch das Ergebnis eines B&uuml;ndels von Faktoren: An erster Stelle steht die Entlastungspolitik der regierenden Parteien gegen&uuml;ber der eigenen Klientel, hinzu kommen die unter dem Einfluss wachsender regenerativer Stromanteile sinkenden Spotmarktpreise an der Stromb&ouml;rse sowie eine verfehlte Kalkulation der f&auml;lligen Verg&uuml;tungszahlungen an EEG-Anlagenbetreiber in diesem Jahr und einige weitere Komponenten, wie die in der bestehenden Form verfehlte Marktpr&auml;mie&hellip;<br>\nDer Fisch stinkt vom Kopfe her: Weil die Bundesregierung, die unter dem Eindruck der Fukushima-Katastrophe die Energiewende beschlossen hat, &uuml;ber die Sinnhaftigkeit ihrer Entscheidung zerstritten ist, ist Besserung nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/november\/das-sabotierte-jahrhundertprojekt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a> \n<p><strong>passend dazu: Strompreise und Energiewende: Der Lohn entscheidet mit<\/strong><br>\nDie Marktmacht der Energiekonzerne und die Ausnahmeregelungen f&uuml;r die Industrie sprechen daf&uuml;r, dass deutsche Energiekonzerne einerseits zu hohe Strompreise bei den Verbrauchern abkassieren und andererseits die Industrie &uuml;ber Geb&uuml;hr entlastet wird. Bundesumweltminister Altmaier hat zudem darauf verwiesen, dass die B&ouml;rsenpreise f&uuml;r Strom seit dem vergangenen Jahr deutlich gesunken seien. Der Bund der Energieverbraucher sagt, dass die Konzerne mehr als zwei Milliarden Euro zu viel von den Verbrauchern forderten.<br>\nEin Vergleich mit anderen vergleichbaren Industriel&auml;ndern innerhalb und au&szlig;erhalb des Euroraums auf Basis der Daten des Europ&auml;ischen Amts f&uuml;r Statistik, Eurostat, st&uuml;tzt die These von &uuml;berh&ouml;hten Strompreisen jedoch nur bedingt. Ein entscheidender Gesichtspunkt aber f&auml;llt in der Diskussion um die Belastung der privaten Verbraucher durch zu hohe Strompreise bisher v&ouml;llig unter den Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=6989\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Agrarindustrielle Verflechtungen in der Politik<\/strong><br>\nVerflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft sorgen bei W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern meist f&uuml;r Unmut &ndash; und das nicht zu Unrecht. Denn wenn ein Politiker damit rechnen kann, dass sich seine pers&ouml;nlichen Finanzen &auml;hnlich gut oder schlecht entwickeln wie eine bestimmte Wirtschaftsbranche, dann steigt die Gefahr, dass der Politiker Entscheidungen f&auml;llt, die nicht im Sinne des Gemeinwohles sind.<br>\nSo ist es auch nicht verwunderlich, dass der Fall Peer Steinbr&uuml;ck f&uuml;r Aufsehen sorgt, was uns den Anlass gibt, die Verflechtungen zwischen Agrarindustrie und Politik n&auml;her zu betrachten. Um es vorweg zu nehmen: Astrid Grotel&uuml;schen, die als Landesministerin inzwischen zur&uuml;ckgetretene &raquo;Puten-Queen&laquo;, bildet nur die Spitze des Eisbergs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/agrarindustrielle-verflechtungen-in-der-politik\">Albert Schweitzer Stiftung f&uuml;r unsere Mitwelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>T&uuml;rkei-Syrien: Stiller Eintritt in den Krieg<\/strong><br>\nBereits zweimal, Anfang der 90er Jahre und w&auml;hrend des US-Einmarschs im Irak 2003, stellten Holland und Deutschland &ldquo;Patriot&rdquo;-Abwehrraketen mit dem dazugeh&ouml;rigen milit&auml;rischen Personal entlang der t&uuml;rkisch-irakischen Grenze. Allerdings gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen heute und damals: Iraks Diktator Saddam Hussein hatte seinerzeit lautstark damit gedroht, seine Scud-Raketen auch in die T&uuml;rkei abzufeuern, w&auml;hrend von Assad jetzt nichts dergleichen zu h&ouml;ren ist. Zwar soll die syrische Armee &uuml;ber ein erhebliches Arsenal von Mittelstreckenraketen russischer Bauart verf&uuml;gen, warum sie diese aber auf die T&uuml;rkei abschie&szlig;en sollte, hat die t&uuml;rkische Regierung bislang nicht erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Politische Beobachter in der T&uuml;rkei vermuten denn auch andere Motive hinter der t&uuml;rkischen Anfrage nach Patriots, die laut dem Au&szlig;enministerium in Ankara &ldquo;in K&uuml;rze&rdquo; gestellt werden soll. Zum einen geht es Ministerpr&auml;sident Tayyip Erdogan darum, dass die Verb&uuml;ndeten endlich Flagge zeigen. Zumindest symbolisch w&auml;re die Nato dann mit im Boot. Und einmal vor Ort, m&uuml;sste sie dann wohl auch weiter aktiv werden, wenn es zu einer milit&auml;rischen Eskalation zwischen der T&uuml;rkei und Syrien kommen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Tuerkei-im-Syrien-Konflikt\/!105829\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Bundesregierung hat offensichtlich ein Syrientrauma und prescht jetzt bei jeder Gelegenheit vor, um zu demonstrieren, was f&uuml;r ein treuer NATO-Verb&uuml;ndeter sie sei. In der Nato ist weder diskutiert noch beschlossen worden, da legte sich unsere Regierung schon fest. Dabei ist in diesem Fall gr&ouml;&szlig;te Vorsicht geboten. Die T&uuml;rkei wird weder von syrischen Raketen oder Flugzeugen bedroht und dazu sind Patriot-Raketen schlie&szlig;lich da. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die t&uuml;rkische Regierung ihr eigenes S&uuml;ppchen kochen m&ouml;chte. Es w&auml;re eine Schande, wenn sich die NATO von der T&uuml;rkei dazu instrumentalisieren lie&szlig;e, deren Kurdenproblematik zu bereinigen. Nachdenklich stimmt die Forderung von Premier Erdogan, die Patriots m&uuml;ssten dort aufgestellt werden, wo es die t&uuml;rkische Armee f&uuml;r richtig halte. Noch deutlicher wurde AKP-Sprecher H&uuml;seyin Celik am Donnerstag vor Journalisten in Ankara: &ldquo;Der Dr&uuml;cker wird bei unserer Armee liegen.&rdquo; &ndash; Oder sollte die Bundesregierung gar an einem raffinierten Plan beteiligt sein, in Vorbereitung der Auseinandersetzung mit dem Iran, der Atommacht im spe, Patriotraketen in n&auml;chster N&auml;he zum Iran zu stationieren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Waffenexport: Zielsicher in die Krisenregion<\/strong><br>\nNun ist es amtlich: Gewehre der R&uuml;stungsschmiede Heckler &amp; Koch wurden ohne Erlaubnis in mexikanische Krisenregionen geliefert. Das best&auml;tigte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft jetzt der taz. &ldquo;Es sind Waffen dort aufgetaucht, wo sie nicht h&auml;tten auftauchen d&uuml;rfen&rdquo;, sagte Beh&ouml;rdensprecherin Claudia Krauth. Seit 2010 ermitteln die Strafverfolger wegen eines m&ouml;glichen Versto&szlig;es gegen das Au&szlig;enwirtschafts- und Kriegswaffenkontrollgesetz gegen die Waffenbauer aus Oberndorf. Bislang war jedoch strittig, ob tats&auml;chlich Polizeibeh&ouml;rden der &ldquo;verbotenen&rdquo; Bundesstaaten die G36-Sturmgewehre erhalten haben. Zum Hintergrund: Zwischen 2005 und 2007 genehmigte das Bundesausfuhramt dem Schwarzw&auml;lder R&uuml;stungsproduzenten den Export dieser Waffen. Bedingung: Die Gewehre d&uuml;rfen wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen nicht in die Bundesstaaten Chiapas, Chihuahua, Jalisco und Guerrero gelangen. Doch in den folgenden Jahren h&auml;uften sich Hinweise, nach denen diese Regionen mit G36-Gewehren beliefert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F11%2F22%2Fa0118&amp;cHash=2e10bf2c8fcda09bbeae6df086d51b23\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Ganze ist doch ein Witz, wie kann anhand eines Au&szlig;enwirtschafts- und Kriegswaffenkontrollgesetz zwischen den Gliedern eines Bundesstaates und dem Bundesstaat unterschieden werden? Das ist doch so, als ob man bestimmte Exporte nach Baden-W&uuml;rttemberg erlaubt und nach Bayern verbietet, und sich dann wundert, dass diese pl&ouml;tzlich auch in Bayern auftauchen. Oder bestehen zwischen mexikanische Bundesstaaten Grenzen mit einem effektiven Zollsystem, das sich dazu noch an Menschenrechtsverletzungen orientiert?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Parteienpr&auml;senz in den TV-Nachrichten im Oktober 2012 nach der Anzahl der Auftritte von Politikern<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/168552_parteienpraesenz-in-den-tv-nachrichten.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/168552_parteienpraesenz-in-den-tv-nachrichten_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Diese Statistik befasst sich mit der Parteienpr&auml;senz in den TV-Nachrichten. Im Oktober 2012 gab es laut Institut f&uuml;r empirische Medienforschung (IFEM) 268 Auftritte von Politikern der SPD in den Fernsehnachrichten. Die meisten Auftritte in den Nachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 hatten Politiker der CDU. Insgesamt wurden f&uuml;r die Erhebung 1.132 Politikerpr&auml;sentationen (genannt, gezeigt oder O-Ton) ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/168552\/umfrage\/parteienpraesenz-in-den-tv-nachrichten\/\">IFEM via Statista<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Erstmals &uuml;ber 2,5 Millionen Studierende &ndash; einer geht noch, einer geht noch rein!<\/strong><br>\nDer fzs fordert angesichts der aktuellen Einschreibezahlen einen deutlichen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen, der sozialen Infrastruktur und des Hochschulpaktes.<br>\nHeute wurden vom Statistischen Bundesamt die <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/11\/PD12_408_213.html;jsessionid=D17BB9A18EBC48BCDCA08074D52E8F9A.cae3\">&ldquo;Schnellmeldungsergebnisse der Hochschulstatistik&rdquo; f&uuml;r das Wintersemester 2012\/2013 ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Mit &uuml;ber 492.000 Erstsemestern konnte die Rekordzahl aus dem letzten Semester zwar nicht ganz erreicht werden, trotzdem stieg durch die Erstsemester die Zahl der Studierenden auf 2,5 Millionen. Damit sind 121.000 Studierende mehr als im Vorjahr an den Hochschulen immatrikuliert.<br>\nDer freie zusammenschluss von studentInnenschaften fordert angesichts ver&ouml;ffentlichten Einschreibezahlen einen deutlichen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen, der sozialen Infrastruktur und des Hochschulpaktes.<br>\nHierzu erkl&auml;rt fzs-Vorstand Erik Marquardt:\n<blockquote><p><em>&ldquo;Es reicht nicht, mehr Menschen an die Hochschulen zu bringen, die Studierenden m&uuml;ssen dort auch studierbare Studieng&auml;nge vorfinden. Neben den Studierendenzahlen steigt auch die Zahl der Studienabbr&uuml;che. Die Zahl der Bewerbungen ist trotzdem noch um ein Vielfaches h&ouml;her, als die Kapazit&auml;ten an den Hochschulen. Der erfreuliche Anstieg der Studierendenzahlen darf nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass viele Menschen immer noch nicht ihr Wunschfach studieren d&uuml;rfen. Insbesondere bei der &Ouml;ffnung der Hochschulen f&uuml;r Studieninteressierte aus &ldquo;Nichtakademikerfamilien&rdquo; gibt es R&uuml;ckschritte. Die Kapazit&auml;ten der Hochschulen m&uuml;ssen dementsprechend angepasst und gen&uuml;gend Studienpl&auml;tze geschaffen werden. Wer heute einen Bachelorstudiengang beginnt, m&ouml;chte zu 80% mit einem Master abschlie&szlig;en. Die Politik muss schnell handeln, damit die Erstsemester nicht in eine Sackgasse geschickt werden. Das erfordert unter anderem eine Aufstockung des Hochschulpaktes auch f&uuml;r Masterstudienpl&auml;tze.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/277340.html%20\">fzs<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Studierendenrekord: HRK fordert schnelle Aufstockung des Hochschulpakts<\/strong><br>\n&bdquo;Die neuen Studierendenzahlen lassen keinen Zweifel: Bund und L&auml;nder m&uuml;ssen zus&auml;tzlich ins Studium investieren und den Hochschulpakt aufstocken. Es werden bis 2015 rund sechs Milliarden Euro mehr gebraucht. Einschlie&szlig;lich der Auslauffinanzierung sind es sogar acht Milliarden.&ldquo; Dies erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Dr. Horst Hippler, nach der heutigen Bekanntgabe der Zahlen durch das Statistische Bundesamt. F&uuml;r das Wintersemester 2012\/13 wird mit 2,5 Millionen Studierenden ein neues Allzeithoch bei den Studierenden gemeldet. Gegen&uuml;ber dem Rekord des Vorjahrs ist das eine weitere Steigerung um f&uuml;nf Prozent.<br>\n&bdquo;Die Politik wollte die aktuellen Zahlen abwarten, nun darf es kein Z&ouml;gern mehr geben. Die Vorausberechnungen der Politik sind zum wiederholten Male &uuml;bertroffen worden&ldquo;, so Hippler. &bdquo;Die Hochschulen haben in den Jahren 2011 und 2012 schon fast so viele Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;nger aufgenommen, wie der Hochschulpakt f&uuml;r die gesamte Laufzeit bis 2015 vorsieht. Das hei&szlig;t, sp&auml;testens 2014 sind die bisher vorgesehenen Paktmittel verbraucht. Deshalb muss jetzt schnell entschieden werden, um den Hochschulen Planungssicherheit zu geben.&ldquo;<br>\n&bdquo;490.000 Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;nger &ndash; das &uuml;bertrifft nicht nur die dem Hochschulpakt zu Grunde liegenden Berechnungen, sondern auch die Prognose der Kultusministerkonferenz, die erst am Anfang des Jahres nach oben korrigiert wurde&ldquo;, unterstrich der HRK-Pr&auml;sident. Der Vorjahreswert von knapp 519.000 Studienanf&auml;ngern werde wegen des letztj&auml;hrigen Sondereffekts der Wehrpflichtaussetzung zwar nicht erreicht, die Anf&auml;ngerzahl bleibe aber auf h&ouml;chstem Niveau.<br>\nAngesichts des gro&szlig;en Finanzbedarfs forderte Hippler, dass L&auml;nder und Bund mittel- und langfristig bei der Grundfinanzierung zusammenwirken: &bdquo;Die daf&uuml;r n&ouml;tige &Auml;nderung des Grundgesetzes darf nicht Gegenstand von Wahlkampftaktik sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news508700\">idw<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Bayerns Justizministerin Beate Merk<\/strong><br>\n&bdquo;&Uuml;ber die Attraktivit&auml;t eines Wirtschaftsstandorts entscheidet eine Vielzahl an Faktoren. Was hierbei gerne vergessen wird: Auch das Rechtssystem spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Wie rasch und effektiv k&ouml;nnen Geldforderungen vollstreckt und damit durchgesetzt werden? Ist das Eigentum gesch&uuml;tzt? Von diesen Fragen kann nicht nur eine Investitionsentscheidung abh&auml;ngen, sondern sogar die Existenz eines Betriebs.<br>\n Das deutsche Rechtssystem wird von internationalen Experten regelm&auml;&szlig;ig als ausgezeichnet beurteilt. Unsere Richter und Staatsanw&auml;lte arbeiten kompetent, zuverl&auml;ssig und schnell. Unsere Justiz ist somit als Standortvorteil f&uuml;r Deutschland zu werten. Dabei spielt Bayern klar in der ersten Liga.<br>\n Als bayerische Justizministerin engagiere ich mich daf&uuml;r, dass dies auch k&uuml;nftig so bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.beate-merk.de\/35.0.html\">Beate Merk<\/a>\n<ul>\n<li>Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/-\/id=396\/nid=396\/did=10578842\/1eikf4u\/index.html\">Hat Bayerns Justizministerin die Unwahrheit gesagt<\/a>?<\/li>\n<li>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15084\">&bdquo;Hier der Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank &ndash; ein spannendes Dokument im Fall Merk die Bank und den weggesperrten Mollath betreffend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Siehe auch noch: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fall-mollath-das-schweigen-der-banker-1.1529677\">Das Schweigen der Banker<\/a><\/li>\n<li>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fall-mollath-vom-richter-maltraetiert-und-provoziert-1.1531706\">Vom Richter &ldquo;maltr&auml;tiert und provoziert&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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