{"id":15249,"date":"2012-11-27T09:06:36","date_gmt":"2012-11-27T08:06:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249"},"modified":"2012-11-27T09:06:36","modified_gmt":"2012-11-27T08:06:36","slug":"hinweise-des-tages-1769","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h01\">Arbeitskosten: Deutschland weiterhin im westeurop&auml;ischen Mittelfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h02\">Renten steigen wieder st&auml;rker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h03\">&bdquo;Euro-Rettung bindet Deutschland an einen Leichnam&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h04\">Paul Krugman &ndash; Incredible Credibility<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h05\">China rettet deutsche Exporteure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h06\">532 Milliarden Dollar &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h07\">The Goldman Sachs Project to take over Europe nearly complete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h08\">Arbeitsbedingung in der Textilproduktion: Augen zu und zur Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h09\">Gesundheitspolitiker Spahn an Lobbyfirma beteiligt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h10\">Demokratie der Feten und Minir&ouml;cke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h11\">Athen r&uuml;stet selbst in der Krise auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h12\">Ohne Worte &ndash; Immer mehr Kinder leiden unter Sprachproblemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h13\">Spanier wollen Hochtief auspressen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249#h14\">Englische Hochschulpolitik:  Erkenntnisgewinn wird stark &uuml;bersch&auml;tzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15249&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitskosten: Deutschland weiterhin im westeurop&auml;ischen Mittelfeld<\/strong><br>\nDeutschland liegt bei den Arbeitskosten f&uuml;r die Privatwirtschaft weiterhin im Mittelfeld der alten EU &ndash; 2011 mit 30,10 Euro pro Arbeitsstunde an siebter Stelle unter den EU-L&auml;ndern. Das ist die gleiche Position wie 2010. H&ouml;here Arbeitskosten weisen wichtige Handelspartner wie die Niederlande, Frankreich, Schweden und Belgien auf. Belgien hatte im vergangenen Jahr mit 39,30 Euro pro Stunde die h&ouml;chsten Arbeitskosten in Europa. Geringf&uuml;gig niedriger als in Deutschland sind die Arbeitskosten in Finnland und &Ouml;sterreich. In den Krisenl&auml;ndern Irland, Italien, Spanien, Griechenland und Portugal reichen sie von 26,80 bis 12 Euro pro Stunde (siehe Tabelle 1 im Anhang). Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf Basis der neuesten verf&uuml;gbaren europ&auml;ischen Daten. Die IMK-Arbeitskostenuntersuchung erscheint heute als IMK-Report Nr. 77 und wird auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.*<br>\n&bdquo;Die Zahlen unterstreichen, was wir an vielen Parametern ablesen k&ouml;nnen: Deutschland ist ein Land mit hervorragender internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. &bdquo;Doch das ist nicht nur eine gute Nachricht. Die Kehrseite ist eine langj&auml;hrige relativ schwache Entwicklung bei L&ouml;hnen und Binnennachfrage. Seit Jahren exportieren wir weitaus mehr als wir einf&uuml;hren. Die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse sind nach wie vor so gro&szlig;, dass sie unsere Handelspartner in der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion und auch au&szlig;erhalb unter gro&szlig;en Druck setzen, und das macht es so schwer, die Krise im Euroraum zu bew&auml;ltigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_imk_2012_11_26.pdf\">IMK &ndash; Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung [PDF &ndash; 457 KB]<\/a>\n<p><strong>dazu: Zu schwache deutsche Arbeitskostenentwicklung belastet Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion und soziale Sicherung<\/strong><br>\nArbeits- und Lohnst&uuml;ckkosten in 2011 und im 1. Halbjahr 2012<br>\nArbeitskosten setzen sich zusammen aus Bruttol&ouml;hnen und -geh&auml;ltern sowie den Lohnnebenkosten. Sie lassen sich aus zwei Perspektiven betrachten. Erstens als Kostenfaktor, der die Angebotsbedingungen f&uuml;r Unternehmen beeinflusst, und zweitens als Einkommensgr&ouml;&szlig;e, die die gesamtwirtschaftliche Nachfrage mitbestimmt. In der Regel werden die Arbeitskosten einseitig im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft und ihre Exportperformance beurteilt. Dadurch ger&auml;t ihre Bedeutung f&uuml;r die Konsumnachfrage der privaten Haushalte und damit f&uuml;r die Importnachfrage aus dem Blickfeld. Erst die Einsicht, dass ein Abbau der Leistungsbilanzungleichgewichte im Euroraum nur gelingen kann, wenn Deutschland, das Land mit den gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;bersch&uuml;ssen, den Anpassungsprozess mit verst&auml;rkten Importen unterst&uuml;tzt, hat dazu gef&uuml;hrt, dass dieser Aspekt in j&uuml;ngster Zeit wieder st&auml;rker wahrgenommen wird.<br>\nBisher stark vernachl&auml;ssigt wurde die Bedeutung der Arbeitskosten f&uuml;r die Einnahmen der sozialen Sicherungssysteme. Entwickeln sie sich schwach &ndash; wie im vergangenen Jahrzehnt &ndash; hat das gravierende Folgen f&uuml;r das Leistungsniveau der sozialen Sicherung. In diesem Bericht wird vor dem Hintergrund der hohen Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft die aktuelle Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten und der Arbeitskosten in Deutschland in ihrer Bedeutung f&uuml;r den Abbau der Ungleichgewichte im Euroraum und f&uuml;r die soziale Sicherung in Deutschland analysiert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_77_2012.pdf\">IMK &ndash; Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Renten steigen wieder st&auml;rker<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erwartet bis 2016 ein Plus von 11,5 Prozent f&uuml;r ostdeutsche Ruhest&auml;ndler. Die SPD kritisiert die Prognosen als &bdquo;Mondzahlen<br>\nNach Jahren mit nur geringen Rentenzuw&auml;chsen k&ouml;nnen die 20 Millionen Rentner in Deutschland in den kommenden vier Jahren offenbar mit deutlich st&auml;rkeren Erh&ouml;hungen rechnen. Die Bundesregierung erwartet, dass die Renten bis Ende 2016 im Osten um 11,55 Prozent und im Westen um 8,5 Prozent steigen werden. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht hervor, den das Kabinett am Mittwoch verabschieden will.<br>\nIn den kommenden vier Jahren k&ouml;nnten Rentner demnach mit einem durchschnittlichen Rentenplus von 2,1 (Westen) bis 2,88 Prozent (Osten) rechnen. Die Bundesbank erwartet f&uuml;r dieses Jahr eine Inflationsrate von 2,1 Prozent und f&uuml;r das kommende Jahr von 1,6 Prozent. Setzt sich dieser Trend in den kommenden vier Jahren fort, h&auml;tten die Rentner auch real wieder mehr in der Tasche. Allerdings gibt es Finanz- und Wirtschaftsexperten, die eine st&auml;rkere Verteuerung der Lebenshaltungskosten erwarten, womit die Rentenzuw&auml;chse wieder aufgezehrt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/renten-renten-steigen-wieder-staerker,1473632,20969392,view,DEFAULT.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Rentenentwicklung h&auml;ngt &ndash; neben den in die Rentenformel eingebauten K&uuml;rzungsfaktoren zur Reduzierung des Rentenniveaus in Prozent vom durchschnittlichen Lebens-Nettoeinkommen eines Versicherten von heute 51 Prozent auf 43 Prozent im Jahre 2030 &ndash; ma&szlig;geblich von der Entwicklung der Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter ab. Woher will die Bundesregierung wissen, wie sich angesichts der sehr hohen Unsicherheiten, die aus der der Finanz- und Eurokrise erwachsen, die L&ouml;hne und Geh&auml;lter in den kommenden Jahren entwickeln werden? Sollte beispielsweise die Eurozone angesichts der gewaltigen &ouml;konomischen Schieflagen auseinanderbrechen, dann w&uuml;rde eine wieder eingef&uuml;hrte DM massiv aufwerten, wodurch die hiesigen Exporte und die Besch&auml;ftigung drastisch einbrechen w&uuml;rden.<br>\nNicht nur bez&uuml;glich der kritischen Pr&uuml;fung des von der Bundesregierung behaupteten nominalen (d.h. nicht inflationsbereinigten) Rentenanstiegs sind kritische Fragen zu den Regierungszahlen angebracht. Auch hinsichtlich der in den kommenden Jahren zu erwartenden Inflationsrate und der sich in Verbindung mit dem nominalen Rentenanstieg ergebenden realen (d.h. inflationsbereinigten) Rentenanpassung sind erhebliche Zweifel angebracht, die sich auch nicht durch die m.E. recht oberfl&auml;chliche Erkl&auml;rung des DIW aus der Welt schaffen lassen:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>F&uuml;r das kommende Jahr prognostiziert der Sachverst&auml;ndigenrat (die sog. &ldquo;F&uuml;nf Weisen&rdquo;) eine Verbraucherpreisinflation in H&ouml;he von 1.8 Prozent. In den alten Bundesl&auml;ndern w&uuml;rden sich die realen Renten im Jahre 2013 somit abermals um 0,8 Prozent reduzieren. Lediglich in den neuen Bundesl&auml;ndern erg&auml;be sich ein realer Anstieg. Das DIW rechtfertigt die Rentenprognose der Bundesregierung u.a. mit dem Absenken des Rentenversicherungsbeitrags, verschweigt jedoch, da&szlig; die drastische Verteuerung des Stroms um durchschnittlich 12 Prozent den durchschnittlichen Haushalt um 120 Euro pro Jahr belasten wird. Es besteht mithin die Gefahr, da&szlig; insbesondere f&uuml;r Rentnerhaushalte mit kleinen Renten die Inflationsrate oberhalb der vom Sachverst&auml;ndigenrat prognostizierten 1,8 Prozent liegen wird.<\/em><\/li>\n<li><em>Eine kritische Kommentierung des Bildzeitungsberichtes h&auml;tte zu hinterfragen, welche konkreten Inflationsraten die Bundesregierung bei ihren Rentenanstiegs-Prognosen hinterlegt hat. Denn es gibt zwei Sachverhalte, die zumindest in den Jahren 2014, 2015 und 2016 die Bundesregierung veranla&szlig;t haben k&ouml;nnten, von einem im Vergleich zu den vergangenen Jahren st&auml;rkeren Anstieg der Verbraucherpreisinflation auszugehen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Der erste Sachverhalt: Ein &ouml;konomisches &Uuml;berleben des Euro als W&auml;hrung erfordert zwecks Angleichung der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeiten innerhalb der Eurozone in den kommenden Jahren in den europ&auml;ischen Krisenstaaten unterdurchschnittliche und in Deutschland &uuml;berdurchschnittliche Anpassungen der L&ouml;hne und Geh&auml;lter. Steigen in Deutschland in den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 beispielsweise die L&ouml;hne und Geh&auml;lter um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr st&auml;rker als in den vergangenen 15 Lohndumping-Jahren, dann w&uuml;rde dies in Deutschland im Vergleich zu den vergangenen Jahren zu einer h&ouml;heren Inflationsrate f&uuml;hren. Pr&auml;misse: Ein gegen&uuml;ber den vergangenen Jahren um 1,5 Prozent st&auml;rkerer Lohnanstieg erh&ouml;ht die Inflationsrate um 0,7 Prozent (d.h. der Reallohneffekt betr&uuml;ge dann lediglich 0,8 Prozent). Basierend auf der vom Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r 2013 prognostizierten Inflationsrate in H&ouml;he von 1,8 Prozent erg&auml;be sich somit ein Anstieg der Inflationsrate auf 2,5 Prozent (= 1,8% + 0,7%). Bei Zugrundelegung dieser Pr&auml;misse eg&auml;be sich im Westen lediglich im Jahre 2015 eine ganz minimale reale Rentenerh&ouml;hung um 0,05 Prozent. Im Osten w&uuml;rden die Renten lediglich in den Jahren 2013 und 2015 real ansteigen. In allen anderen Jahren w&uuml;rde das reale Rentenniveau in West- und Ostdeutschland weiter absinken.<\/em><br>\n<em>Der zweite Sachverhalt, welcher die Bundesregierung dazu veranla&szlig;t haben k&ouml;nnte, von einer h&ouml;heren Inflationsrate in den kommenden Jahren auszugehen: Die von zahlreichen &Ouml;konomen aufgestellte Behauptung, die Finanz- und Eurokrise w&uuml;rde wegen der Ausweitung der Geldmenge in den kommenden Jahren die Inflationsrate nach oben treiben. Auch dieser Aspekt k&ouml;nnte die Bundesregierung dazu verana&szlig;t haben, von einem nominal st&auml;rkeren Anstieg der L&ouml;hne und Geh&auml;lter auszugehen, da die Gewerkschaften versuchen w&uuml;rden, zumindest einen Teil dieses Inflationsanstieges &uuml;ber ein st&auml;rkeres Nominallohnwachstum auszugleichen. Auch dieser Sachverhalt w&uuml;rde die auf dem Papier ausgewiesenen nominalen Rentenanstiege in realer (d.h. inflationsbereinigter) Betrachtung nach unten dr&uuml;cken.<\/em><br>\n<em>FAZIT: Die der Bildzeitung zugespielten Daten der schwarz-gelben Bundesregierung sind mit gro&szlig;er Skepsis zu bewerten und dienen angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Alterarmut sowohl dem Verteilen von Placebos an die Bev&ouml;lkerung als auch dem Vorwahlkampf der schwarz-gelben Bundesregierung. Es ist wieder einmal zu beobachten, da&szlig; sich nahezu alle deutschen Medien vergn&uuml;glich vor den schwarz-gelben Wahlkampfkarren spannen lassen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Renten-Alarm: Wer hat das beste Konzept?<\/strong><br>\nAuch Durchschnittsverdiener sind im Alter von Armut bedroht, wenn sie sich ausschlie&szlig;lich auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen. Mit dieser Botschaft brachte Ursula von der Leyen neuen Z&uuml;ndstoff in die Rentendebatte. Nur wer zus&auml;tzlich privat vorsorgt, kann auf ein gutes Auskommen im Alter setzen. Doch die zum Ausgleich f&uuml;r das sinkende Rentenniveau von der rot-gr&uuml;nen Regierung geschaffene Riester-Rente ist wegen der oft hohen Kosten und undurchsichtigen Vertr&auml;ge in Verruf geraten. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen sich viele entsprechende Beitr&auml;ge auch gar nicht leisten. Wie kann verhindert werden, dass Menschen nach einem langen Arbeitsleben im finanziellen Abseits landen? Wie kann angesichts der demografischen Entwicklung ein fairer Ausgleich zwischen Jung und Alt geschaffen werden? Die Politik ringt um Konzepte, die Auseinandersetzung geht quer durch die Parteien. Wie kann ein tragf&auml;higes Rentensystem gestaltet werden?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/funkhausgespraeche\/s\/d\/22.11.2012-20.05.html\">WDR5 (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1353614887\/radio\/fhgespraeche\/wdr5_funkhausgespraeche_20121122_2100.mp3\">WDR5 (Podcast) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Altersarmut verhindern!<\/strong><br>\nAnfang September hat Sigmar Gabriel auf einer ver.di- Funktion&auml;rskonferenz noch mit gro&szlig;er Entschiedenheit die Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 verteidigt. Er kam damit jedoch schlecht bei den Kolleginnen und Kollegen an, auch wurden ihm L&ouml;sungen der Partei DIE LINKE vorgehalten, die auf eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent zielen.<br>\nEs droht ein massiver Anstieg der Altersarmut. Seit Schr&ouml;der und Riester geht es nur um die Sicherung der Profite. Unternehmer sollen nie mehr als elf Prozent Beitrag bezahlen m&uuml;ssen, deshalb der H&ouml;chstbeitragssatz von 22 Prozent.<br>\nWill man die gek&uuml;rzten und gefesselten Renten durch Privatvorsorge ausgleichen, m&uuml;ssen sechs Prozent aufgebracht werden. Die Gesamtbelastung f&uuml;r Besch&auml;ftigte w&auml;chst damit auf bis zu 17 Prozent. Diese muss man alleine tragen. Viele haben daf&uuml;r kein Geld.<br>\n17 Prozent plus 11 Prozent Arbeitgeberbeitrag macht 28 Prozent. Dieser Beitrag wird bis 2030 notwendig. Jedoch sehr ungleich verteilt. Die Parit&auml;t wurde aufgebrochen. Dies will DIE LINKE &auml;ndern!<br>\nBei parit&auml;tischer Finanzierung sparen die Besch&auml;ftigten! Sie zahlen dann 14 Prozent und weitere 14 Prozent m&uuml;ssen die Unternehmer zahlen. Die Besch&auml;ftigten zahlen also drei Prozent-Punkte weniger, die Unternehmer drei Prozent-Punkte mehr.<br>\nSelbst bei sehr niedrigen Steigerungsraten der Produktivit&auml;t k&ouml;nnen die Unternehmer die h&ouml;here Beitragsbelastung zahlen. Manche sogar aus der Portokasse.<br>\nUnd DIE LINKE will die Rentenformel reparieren! Wir wollen alle K&uuml;rzungsfaktoren wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Damit die Renten wie die L&ouml;hne steigen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/rentenkonzept.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/rentenkonzept_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: Michael Schlecht\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Euro-Rettung bindet Deutschland an einen Leichnam&ldquo;<\/strong><br>\nWer profitiert eigentlich vom Erhalt des Euro? Die Rettungspolitik hilft deutschen Exporteuren bei Gesch&auml;ften mit Krisenstaaten &ndash; zu Lasten der Steuerzahler. Besser w&auml;re es, den Euro sterben zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastbeitrag-euro-rettung-bindet-deutschland-an-einen-leichnam\/7431622.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dieser Beitrag ist interessant, auch wenn die Sto&szlig;richtung gegen den Euro etwas leichtfertig und locker daherkommt.<\/em><br>\n<em>Interessant ist der Hinweis, dass die Ansammlung von Export&uuml;bersch&uuml;ssen real nicht den Deutschen, vor allem nicht den Arbeitnehmern und der Binnenwirtschaft, und stattdessen vor allem dem deutschen Au&szlig;enhandel und der Exportwirtschaft nutzt.<\/em><br>\n<em>Interessant ist der Hinweis, dass die durch Export&uuml;bersch&uuml;sse erworbenen Forderungen ausgesprochen unsicher sind, im konkreten Fall Forderungen der Deutschen Bundesbank an ausl&auml;ndische Institutionen, die unsicher werden und von uns Steuerzahlern bezahlt werden m&uuml;ssen, wenn sie nicht einl&ouml;sbar sind.<\/em><br>\n<em>Der Autor kennt nur die L&ouml;sung, &bdquo;den Euro sterben zu lassen&ldquo;. Er diagnostiziert nicht die eigentliche Ursache der Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse und damit auch nicht die M&ouml;glichkeit und Notwendigkeit, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Euro L&auml;nder wieder aufeinander zu bewegen zu lassen. Auch wenn das lange dauert.<\/em><br>\n<em>Und der Autor tut so, als w&uuml;rde mit dem Sterben des Euro das von ihm diagnostizierte Problem gel&ouml;st. Sollen dann die Forderungen der deutschen Volkswirtschaft, die aus der Ansammlung von Export&uuml;bersch&uuml;ssen folgen, besser eingel&ouml;st werden k&ouml;nnen als bei einem Fortbestand des Euro?<\/em><br>\n<em>Die weiteren, auch die nicht &ouml;konomischen Folgen des Auseinanderbrechens der W&auml;hrungsunion will der Autor nicht sehen bzw. er bewertet diese Folgen weniger gravierend.<\/em><br>\n<em>Der Autor sieht auch nicht, dass die Gefahr von andauernden Export&uuml;bersch&uuml;ssen und die damit verbundenen realen Verluste nicht nur im Verh&auml;ltnis zu den Euro Staaten sondern zum Beispiel auch im Verh&auml;ltnis zu den USA gilt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Leider w&auml;rmt der Autor in seinem Gastartikel wieder einmal die sehr deutsche Sichtweise zu den Target-2-Salden auf. Dazu hatten die NachDenkSeiten bereits mehrfach Stellung genommen und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14175\">sind zu dem Schluss gekommen<\/a>, dass diese Thesen schlicht nicht haltbar sind. Die These, dass der Steuerzahler f&uuml;r m&ouml;gliche Verluste der EZB (sei es aus den Target-Salden oder den geldpolitischen Instrumenten) haften muss, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14817\">ist ebenfalls nicht haltbar<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Incredible Credibility<\/strong><br>\nThere&rsquo;s an interesting mix of contrast and similarity between the policy debates in Britain and the United States right now. In both countries &mdash; as in every country that retains its own currency and has debts denominated in that national currency &mdash; interest rates are near record lows: [&hellip;]<br>\nHowever, Very Serious People tell very different stories in the two nations. In the United States, we supposedly have low borrowing costs despite our budget deficit &mdash; and if we don&rsquo;t implement Bowles-Simpson immediately, the bond vigilantes will attack. Really! This time we mean it!<br>\nMeanwhile, in the UK, the official line is that the low rates are a reward for all that fiscal austerity &mdash; and VSPs get upset and abusive if someone well-informed points out that a much better explanation is that investors expect the economy to remain weak, and hence for short-term rates to remain very low, for a long time.<br>\nLet&rsquo;s unpack this a bit. It&rsquo;s very hard to come up with any reason why either the US or the UK might default, since they can simply print money if they need cash. And given the absence of real default risk, long-term interest rates should be more or less equal to an average of expected future short-term rates (not exactly, because of maturity risk, but that&rsquo;s a fairly minor detail).<br>\nSo if you expect the US and UK economies to be depressed for a long time, with the central bank keeping rates low, long rates will be low too &mdash; end of story.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/11\/25\/incredible-credibility\/?smid=tw-NytimesKrugman&amp;seid=auto\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Krugman zerst&ouml;rt hier kurzerhand den Mythos, wonach die M&auml;rkte hohe Defizite mit hohen Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen &bdquo;bestrafen&ldquo;: Tats&auml;chlich steht die H&ouml;he der Zinss&auml;tze mit der H&ouml;he der Defizite in keinem kausalen Zusammenhang, sondern richtet sich im Wesentlichen nach dem von der Zentralbank festgelegten Refinanzierungssatz f&uuml;r Zentralbanktagesgeld und den l&auml;ngerfristigen Erwartungen zur Entwicklung dieses Zinssatzes. Der Tagesgeldrefinanzierungssatz stellt dabei sowohl bei kurzfristigen Ausleihungen zwischen den Banken &ndash; da die ausleihenden Banken sich sonst bei der Zentralbank refinanzieren w&uuml;rden &ndash; als auch bei den kurzfristigen Staatsanleihen &ndash; jeder Zinssatz oberhalb des Refinanzierungssatzes lie&szlig;e die Nachfrage nach Staatsanleihen wegen der automatisch entstehenden Marge explodieren &ndash; eine &bdquo;nat&uuml;rliche&ldquo; Grenze dar. &bdquo;Aufw&auml;rtsdruck&ldquo; entsteht mit Erwartungen, dass der Refinanzierungssatz infolge einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung angehoben werden k&ouml;nnte oder tats&auml;chlich wird. Diesem Mechanismus liegt die Gewissheit der Banken zu Grunde, dass ihre Forderungen immer bedient werden, ein Staat mit eigener W&auml;hrung also nie zahlungsunf&auml;hig werden kann. Auf Euroland &uuml;bertragen bedeuten diese &Uuml;berlegungen, dass die unterschiedlich hohen Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen nur deshalb etwas mit Staatsdefiziten zu tun haben, weil diese bei fehlender Zahlungsgarantie durch die EZB als Anzeichen m&ouml;glicher Zahlungsunf&auml;higkeit gewertet werden. Dass &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; hohe Defizite in Euroland mit hohen Zinsen &bdquo;bestrafen&ldquo;, beruht also einzig und allein auf der politischen Entscheidung, dass dies so m&ouml;glich sein soll und nicht auf irgendeinem naturgegebenen Problem &bdquo;der M&auml;rkte&ldquo; mit hohen Defiziten. Die so konditionierten M&auml;rkte sind in Wahrheit die bewusst installierten Stellvertreter eines bestimmten politischen Interesses. Schlie&szlig;lich: Entsprechend dem geschilderten Mechanismus w&uuml;rde sich der Zinssatz einheitlicher Staatsanleihen im Euroraum mit einer funktionierenden Bankenlandschaft und einer Garantie der Zentralbank f&uuml;r alle Verbindlichkeiten im Wesentlichen am Refinanzierungssatz der EZB orientieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Paul Krugman &ndash; Fighting Fiscal Phantoms<\/strong><br>\nThese are difficult times for the deficit scolds who have dominated policy discussion for almost three years. One could almost feel sorry for them, if it weren&rsquo;t for their role in diverting attention from the ongoing problem of inadequate recovery, and thereby helping to perpetuate catastrophically high unemployment.<br>\nWhat has changed? For one thing, the crisis they predicted keeps not happening. Far from fleeing U.S. debt, investors have continued to pile in, driving interest rates to historical lows. Beyond that, suddenly the clear and present danger to the American economy isn&rsquo;t that we&rsquo;ll fail to reduce the deficit enough; it is, instead, that we&rsquo;ll reduce the deficit too much. For that&rsquo;s what the &ldquo;fiscal cliff&rdquo; &mdash; better described as the austerity bomb &mdash; is all about: the tax hikes and spending cuts scheduled to kick in at the end of this year are precisely not what we want to see happen in a still-depressed economy. [&hellip;]<br>\nBut if the U.S. government prints money to pay its bills, won&rsquo;t that lead to inflation? No, not if the economy is still depressed. [&hellip;]<br>\nSo let&rsquo;s step back for a minute, and consider what&rsquo;s going on here. For years, deficit scolds have held Washington in thrall with warnings of an imminent debt crisis, even though investors, who continue to buy U.S. bonds, clearly believe that such a crisis won&rsquo;t happen; economic analysis says that such a crisis can&rsquo;t happen; and the historical record shows no examples bearing any resemblance to our current situation in which such a crisis actually did happen.<br>\nIf you ask me, it&rsquo;s time for Washington to stop worrying about this phantom menace &mdash; and to stop listening to the people who have been peddling this scare story in an attempt to get their way.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/11\/26\/opinion\/krugman-fighting-fiscal-phantoms.html\">New York Times<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Amerikas Steuerkampf &ndash; eine Innenansicht<\/strong><br>\nAmerikas j&uuml;ngste Pr&auml;sidentschaftswahl hat die Frage beantwortet, ob eine Erh&ouml;hung der Einnahmen Teil des langfristigen Plans des Landes zum Defizitabbau sein wird. Die Antwort ist &bdquo;Ja&ldquo;: Es herrscht nun auf beiden Seiten Einigkeit, dass ein &bdquo;ausgewogener&ldquo; Ansatz, der Einnahmeerh&ouml;hungen und Ausgabesenkungen umfasst, erforderlich ist.<br>\nDoch herrscht nach wie vor tiefe politische und ideologische Uneinigkeit dar&uuml;ber, wie die zus&auml;tzlichen Einnahmen aufgebracht werden sollten und wer mehr Steuern zahlen soll. Falls bis Ende des Jahres keine vorl&auml;ufige Einigung in diesen Fragen erzielt wird, steht die Wirtschaft vor einer &bdquo;Fiskalklippe&ldquo; von 600 Milliarden Dollar an automatischen Steuererh&ouml;hungen und Ausgabesenkungen, die das BIP um etwa 4% verringern und eine Rezession ausl&ouml;sen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/how-america-can-avoid-the-fiscal-cliff-by-laura-tyson\/german\">Project Syndicate<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>China rettet deutsche Exporteure<\/strong><br>\nItalien und Spanien spielen eine immer kleinere Rolle, immer wichtiger wird China: Die Wertigkeiten von Absatzm&auml;rkten f&uuml;r Produkte aus Deutschland verschieben sich. Beschleunigt wird diese Entwicklung durch die europ&auml;ische Schuldenkrise. So verlieren die Euro-L&auml;nder f&uuml;r die deutschen Exporteure rapide an Bedeutung. Ihr Anteil am Auslandsumsatz der Unternehmen fiel in den ersten neun Monaten 2012 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, wie aus Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Er lag nur noch bei 37,6 Prozent.<br>\nIm Gesamtjahr 2011 war mit 39,7 Prozent erstmals die Marke von 40 Prozent unterschritten worden. Vor Beginn der Schuldenkrise 2008 lag der Auslandsumsatz der Euro-L&auml;nder bei deutschen Firmen noch bei 42,8 Prozent, 1991 sogar bei 51,6 Prozent.<br>\nDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass die Euro-L&auml;nder weiter an Gewicht f&uuml;r die deutschen Unternehmen verlieren werden. &ldquo;Schon 2015 k&ouml;nnte ihr Anteil unter 35 Prozent fallen&rdquo;, sagte DIHK-Au&szlig;enhandelsexperte Nothnagel. &ldquo;Die boomenden Gesch&auml;fte mit gro&szlig;en Schwellenl&auml;ndern wie China lassen den Anteil der Euro-L&auml;nder an den deutschen Warenexporten kontinuierlich sinken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/exporte-deutsche-firmen-liefern-weniger-in-euro-zone-a-869326.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine Meldung, die wieder die D&auml;mlichkeit der neoliberalen Ideologen veranschaulicht. Muss man sich wundern, dass Deutschland in die Eurozone immer weniger exportiert? Die Erkenntnis, dass man mit der Durchsetzung der aberwitzigen Austerit&auml;tspolitik den Ast abs&auml;gt auf dem man sitzt, &uuml;berfordert die marktgl&auml;ubigen Dogmatiker offenbar bereits. Aber macht ja nichts, China und andere Schwellenl&auml;nder werden es schon richten und weiter wie verr&uuml;ckt deutsche G&uuml;ter importieren. Die unterschwellige Botschaft ist nat&uuml;rlich auch, dass Deutschland die Eurozone eigentlich nicht mehr braucht. Stellt sich nur die Frage was passiert wenn China und die sogenannten Schwellenl&auml;nder das nicht mehr tun oder es auch dort zu einer Rezession kommt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>532 Milliarden Dollar &hellip;<\/strong><br>\n&hellip; an Subventionen bekamen die fossilen Energietr&auml;ger im Jahr 2011 weltweit. Das ist nicht nur 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor, sondern auch das sechsfache der Summe f&uuml;r erneuerbare Energien. Reden wir doch mal dar&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tr\/blog\/artikel\/532-Milliarden-Dollar-1756392.html\">Technology Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>The Goldman Sachs Project to take over Europe nearly complete<\/strong><br>\nSometimes a person or organization becomes so powerful and Evil that they appear cartoonish.<br>\nIt might seem impossible to find a similar character outside of a James Bond movie or a cartoon about a mouse with an oversized brain. After all, who really wants to take over the world and has a plan to do it, right?<br>\nAnd yet, Goldman Sachs is on the verge of doing what Julius Caesar, Charlemagne, Hitler and Napoleon tried and failed to do.<br>\n&bdquo;Carney, a former Goldman Sachs investment banker who successfully helped to steer the Canadian economy through the global crisis, will succeed Mervyn King next year, Chancellor George Osborne told parliament. `He is quite simply the best, most experienced and most qualified person in the world to be the next Governor of the Bank of England,&acute; Osborne said.&ldquo;<br>\nThe announcement sounds unthreatening until you put it into perspective.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.dailykos.com\/story\/2012\/11\/26\/1164745\/-The-Goldman-Sachs-Project-to-take-over-Europe-nearly-complete\">Daily Kos<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsbedingung in der Textilproduktion: Augen zu und zur Kasse<\/strong><br>\nNun ist die Aufregung wieder gro&szlig;. So wie im September, als bei einem Brand in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises mehr als 250 Menschen ums Leben kamen. Die Fabrik belieferte den mehrheitlich zur Tengelmann-Gruppe geh&ouml;renden deutschen Discounter KiK. Oder Anfang November, als herauskam, dass der Billigh&auml;ndler Takko in chinesischen Gef&auml;ngnissen n&auml;hen lie&szlig;. Oder immer dann, wenn sich in den chinesischen Fabriken der taiwanesischen Herstellers Hon Hai, besser bekannt unter seinem Markennamen Foxconn, Arbeiter das Leben nehmen, weil die Arbeit unertr&auml;glich geworden ist. Die Firma montiert f&uuml;r Weltmarken wie Apple, Nokia, Acer, Samsung, Dell, Hewlett-Packard, Sony oder Toshiba all die sch&ouml;nen und teuren Ger&auml;te, die bald unterm Weihnachtsbaum liegen. Oder jetzt nach dem Feuer in einer Textilfabrik in Bangladesch, die auch das deutsche Familienunternehmen C &amp; A belieferte. Immer ist die Aufregung gro&szlig;. Und kurz. &ndash; Schuld sind immer die anderen: die Ausbeuter in Fernost, die Zwischenh&auml;ndler irgendwo in der Welt und die Auftraggeber aus Europa und den USA. M&uuml;he- und gewissenlos entziehen sich die Verbraucher ihrer Verantwortung. Dabei sind sie es, die die Produkte kaufen &ndash; das T-Shirt f&uuml;r zwei Euro oder das iPad f&uuml;r ein paar Hundert. Es sind die Verbraucher, die f&uuml;r Marken viel zahlen, f&uuml;r Schn&auml;ppchen wenig und f&uuml;r Ethik gar nichts. Augen zu und zur Kasse! Ihre Einkaufsmacht lassen die Kunden ungenutzt. Doch ohne den Druck der Konsumenten wird sich nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitsbedingung-in-der-textilproduktion-augen-zu-und-zur-kasse-1.1533587\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/nach-brand-in-textilfabrik-modetrends-in-europa-tote-in-bangladesch-1.1533689\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur, der Appell an die Einkaufsmacht der Verbraucher ist auch irgendwie wohlfeil. Letztendlich stehen sich bei Takko die Armen der Dritten Welt den Armen der Ersten Welt gegen&uuml;ber, f&uuml;r die h&auml;ufig ein Einkauf bei C &amp; A bereits Luxus bedeutet. Ein K&auml;uferstreik ist nur dann m&ouml;glich, wenn eine gleichwertige Alternative besteht. Und was die anderen Produkte aus Ostasien betrifft, so hat sich nun einmal die weltweite Arbeitsteilung so entwickelt, dass bestimmte G&uuml;ter &uuml;berhaupt nur &uuml;ber L&auml;nder zu  erhalten sind, die einen geringeren Arbeitnehmerschutz, wenig gewerkschaftlicher Rechte oder kaum Umweltauflagen kennen. Viele Dinge des t&auml;glichen Bedarfs, werden gar nicht mehr bei uns produziert. Da m&uuml;ssen wir schon unsere Kapitalisten fragen, warum das so ist. Die Antwort ist einfach: Wer wird sich z.B. bei einem iPhone freiwillig mit einer Gewinnspanne von 50 Prozent zufrieden geben, wenn &uuml;ber 60 Prozent m&ouml;glich sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesundheitspolitiker Spahn an Lobbyfirma beteiligt<\/strong><br>\nDass der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn von Transparenz bei Nebent&auml;tigkeiten nicht viel h&auml;lt, erkl&auml;rt sich vielleicht mit seiner klandestinen Vergangenheit. Denn wie das Magazin FOCUS heute berichtet, verdiente Spahn jahrelang &ldquo;&uuml;ber ein diskretes Firmenkonstrukt heimlich an intensiver Lobbyarbeit f&uuml;r die Gesundheitsindustrie.&rdquo;<br>\nEs geht um eine Beratungs- und Lobbyagentur namens Politas, an der Spahn zwischen April 2006 und Mai 2010 beteiligt war. F&uuml;r die Klienten der Agentur, vornehmlich aus der Medizin- und Pharmabranche, war Spahns Doppelt&auml;tigkeit ein Gl&uuml;cksfall: Denn als Gesundheitspolitiker arbeite Spahn an Gesetzen mit, von denen seine Kunden direkt betroffen gewesen sein d&uuml;rften &ndash; einen direkteren Zugang zu politischen Entscheidungstr&auml;gern kann man kaum bekommen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2012\/11\/26\/gesundheitspolitiker-spahn-an-lobbyfirma-beteiligt\/\">Abgeordnetenwatch.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es mag ein Zufall sein, dass Spahn ausgerechnet jetzt, wo diese Vorw&uuml;rfe auftauchen, in einem SPIEGEL-Interview (zwei Jahre nach Anfrage des SPIEGEL) in die Charme-Offensive geht. Im Interview geht es jedoch nicht um Politik, sondern um sein Privatleben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Demokratie der Feten und Minir&ouml;cke<\/strong><br>\nEiner der Unternehmensgrunds&auml;tze der Axel Springer AG lautet, die Lebensrechte des israelischen Volkes zu unterst&uuml;tzen. Kein Wunder also, dass die BamS einen Kommentar dazu druckte, der den einschl&auml;gigen Titel Tel Aviv ist Berlin tr&auml;gt. Geschrieben von einem gewissen Martin S. Lambeck, der &uuml;blicherweise Essen &amp; Trinken-Kolumnen f&uuml;r seine Zeitung schreibt. Der Text ist mehr als ein Bekenntnis zu Israel; er ist im Grunde ein tiefer Blick in das Welt- und Demokratieverst&auml;ndnis einer AG, die Kriegstreiberei und Augenwischerei betreibt.<br>\nStatt Burka-Frauen, so schreibt Lambeck, flanierten selbstbewusste M&auml;dchen in Minir&ouml;cken am Strand durch Tel Aviv. Die mag es dort geben. Die Frage ist nur, was der Mann gegen&uuml;berstellen will. Denn pal&auml;stinensische Frauen tragen gemeinehin keine Burka &ndash; und sollte er auf den Iran anspielen, so gilt dort dasselbe, n&auml;mlich dass Frauen auch dort nicht in Burkas versteckt gehalten werden. Was haben die Taliban, die er vermutlich meint, also mit Tel Aviv am Hut? Wohl nur etwas, wenn man die islamische Welt wie aus einem Guss begreift. Sind doch eh alle gleich, diese Mohammedaner! Hier wird ein Feindbild gen&auml;hrt und es wird suggeriert, dass dieser Feind eine Einheitsfront bildet. Der Mann hat eindeutig zu viel im Clash of Civilisations geschm&ouml;kert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/11\/demokratie-der-feten-und-minirocke.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Athen r&uuml;stet selbst in der Krise auf<\/strong><br>\nTrotz der Finanzkrise, des strikten Sparkurses und der von der Troika auferlegten Ma&szlig;nahmen setzt Griechenland seine umstrittenen R&uuml;stungsprogramme fort. [&hellip;]<br>\nLaut einem aktuellen Bericht der britischen Tagenzeitung &raquo;Independent&laquo; war Griechenland zwischen 2001 und 2011 der weltweit f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Waffenimporteur (10,3 Milliarden Euro), nach China (24 Mrd. Euro), Indien (23 Mrd. Euro), S&uuml;dkorea (12,6 Mrd. Euro) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (10,9 Mrd. Euro). Nach Angaben des Internationalen Instituts f&uuml;r Friedensforschung in Stockholm (SIPRI) hat der Mittelmeerstaat im Zeitraum von 2007 bis 2011 die meisten konventionellen Waffen aus Deutschland (13 Prozent) und Frankreich (10 Prozent) importiert. Allein auf dem H&ouml;hepunkt der Krise und w&auml;hrend der Verhandlungen um das erste Sparpaket 2010 haben die &raquo;Verb&uuml;ndeten&laquo; milit&auml;rische Ausr&uuml;stung im Wert von mehr als einer Milliarde Euro nach Griechenland verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/805439.athen-ruestet-selbst-in-der-krise-auf.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ohne Worte &ndash; Immer mehr Kinder leiden unter Sprachproblemen<\/strong><br>\nF&uuml;r Kinder bis zum 15.Lebensjahr wurden allein in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 251.000 Rezepte f&uuml;r Sprachtherapie ausgestellt, sagt Beate Hanak, Sprecherin der Techniker Krankenkasse NRW: &ldquo;Das ist vom Trend her gesehen eine Steigerung in den letzten drei Jahren von 26 Prozent. Bundesweit wurden sogar &uuml;ber eine Million Rezepte verschrieben.&rdquo; In NRW ist jedes f&uuml;nfte Kind im Alter zwischen f&uuml;nf und zehn Jahren in sprachtherapeutischer Behandlung. In anderen Bundesl&auml;ndern sieht es ganz &auml;hnlich aus. Das kostet die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland mehr als 316 Millionen Euro. Jedes Jahr. Tendenz steigend. Das best&auml;tigt auch Ralf Kownatzki, Kinder- und Jugendarzt in Duisburg. Allerdings haben die Sprachst&ouml;rungen, die durch Krankheiten oder Behinderungen entstehen, nicht zugenommen, sagt er: &ldquo;Wir sehen aber in den letzten Jahren, dass die Sprachtherapie sehr oft auch eingesetzt wird, wo eigentlich das famili&auml;re Umfeld, das gesellschaftliche Umfeld der Verursacher dieser Sprachentwicklung ist. Es gibt Eltern, da werden die Kinder halt auch tags&uuml;ber vor dem Fernseher geparkt. Und wenn man mit Kindern nicht spricht, dann sprechen Kinder auch nicht gut.&rdquo; Der Alltag &ndash; auch von kleinen Kindern &ndash; wird heute eher durch digitale Medien bestimmt als durch gemeinsames Spielen, Vorlesen und Geschichten erz&auml;hlen.<br>\nQuelle 1:  <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/wissenschaft\/1880284\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/09\/30\/drk_20120930_1138_04845220.mp3\">Deutschlandradio (Podcast) [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider wird in diesem Bericht nicht weiter gefragt, warum das famili&auml;re Umfeld, das gesellschaftliche Umfeld den Kontakt zu den Kindern so reduziert, so dass die Sprachentwicklung gest&ouml;rt wird. Dabei geht es nicht nur um Sprachentwicklung, es geht um die psychische Geburt des Menschen, um Prozesse der Individuation und Sozialisation. Sprachdefizite m&ouml;gen am leichtesten zu identifizieren sein, aber wie gro&szlig; m&ouml;gen die zun&auml;chst nicht sichtbaren Sch&auml;den sein, wenn eine Gesellschaft bzw. signifikante Teile bereits so fr&uuml;h den Kontakt zu ihren Kindern verlieren\/vernachl&auml;ssigen. &ndash; Ein wenig erweckt der Bericht den Eindruck, dass das Ph&auml;nomen mit &ldquo;schlechten Eltern&rdquo; zu erkl&auml;ren w&auml;re. Die Systemfrage wird leider nicht gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Spanier wollen Hochtief auspressen<\/strong><br>\nDer spanische Baukonzern Actividades de Construcci&oacute;n y Servicios (ACS) legt seine deutsche Beteiligung Hochtief an die kurze Leine. Nach nur eineinhalb Jahren musste der bisherige Hochtief-Vorstandsvorsitzende Frank Stieler seinen Chefsessel &ldquo;mit sofortiger Wirkung&rdquo; am Dienstagabend r&auml;umen &ndash; ersetzt wird er durch Marcelino Fern&aacute;ndez Verdes, einen engen Vertrauten von ACS-Boss Florentino P&eacute;rez. Unmittelbar nach der Macht&uuml;bernahme gab Verdes bekannt, &ldquo;die Profitabilit&auml;t&rdquo; des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Bauunternehmens mit Sitz in Essen erh&ouml;hen zu wollen. Was das hei&szlig;t, lie&szlig; er vorerst offen. Zuvor war &uuml;ber eine Zerschlagung von Hochtief spekuliert worden. ACS leidet unter der Flaute nach dem Platzen der Immobilienblase in Spanien. Der Konzern ist mit mehr als 9 Milliarden Euro verschuldet und musste bereits &uuml;ber 30 Prozent seiner Hochtief-Anteile an die Gro&szlig;bank BBVA verpf&auml;nden. Gescheitert ist die Filetierung offenbar nur an der ebenfalls hochkomplexen Finanzierung von Hochtief selbst. Diese basiert auf einer Ringkreditvergabe, an der rund 160 Banken beteiligt sind. &ldquo;Um die Banken auszul&ouml;sen&rdquo;, sagt ein Insider, &ldquo;w&auml;ren Milliarden n&ouml;tig&rdquo; &ndash; Geld, das ACS nicht hat. Die Spanier d&uuml;rften weiter versuchen, mit Teilen von Hochtief Kasse zu machen: Die Flughafentochter steht schon seit Anfang des Jahres zum Verkauf. Sie ist an den Airports in Sydney, aber auch in Hamburg oder D&uuml;sseldorf beteiligt. Die Spekulationen &uuml;ber eine Trennung von Hochtief-Ableger Leighton, Marktf&uuml;hrer in Australien, gehen ebenfalls weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F11%2F22%2Fa0107&amp;cHash=cf37b5b76536eee1463704c8fd4cdc8e\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Um es ganz schlicht auszudr&uuml;cken: Was sollte ein hochverschuldeter Pleitekonzern denn sonst mit der damals prosperierenden Hochtief anfangen? Die Bundesregierung h&auml;tte sich schon ein wenig an Spanien ein Beispiel nehmen k&ouml;nnen, als dieses seinerzeit die &Uuml;bernahme von Endesa durch den deutschen Energiekonzern E.on verhinderte. Auch wenn, wie im Fall Endesa, der Europ&auml;ische Gerichtshof sp&auml;ter entschieden h&auml;tte, dass eine nationale Einflussnahme gegen die EU-Regeln des freien Kapitalverkehrs und die Niederlassungsfreiheit versto&szlig;en h&auml;tte, h&auml;tte Hochtief mehr Zeit gewonnen, um sich gegen die feindliche &Uuml;bernahme zu wehren. Vielleicht h&auml;tte es die Bundesregierung es zwischenzeitlich sogar geschafft, das deutsche &Uuml;bernahmegesetz intelligent so zu &auml;ndern, dass dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) keine Einw&auml;nde eingefallen w&auml;ren. Es kann doch in niemandes Interesse liegen &ndash; weder auf nationaler noch europ&auml;ischer Ebene -, dass sich kranke Unternehmen wie Vampire eines gesunden Unternehmens bem&auml;chtigen k&ouml;nnen. Interessieren w&uuml;rde, wie die IG-Bau heute ihre damalige Position gegen den Betriebsrat von Hochtief bewertet, der dezidiert auf die Gefahr einer Zerschlagung Hochtiefs hinwies.<\/em><br>\n<em>Nicht nur in der Finanzkrise zeigt sich, dass Aussagen wie sie die wirtschaftsliberale SZ (Marc Beise) seinerzeit formulierte, auch in der Realwirtschaft widerlegt werden: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hochtief-uebernahmekampf-na-und-1.1042807\">Der Markt, sofern er Regeln hat, die f&uuml;r alle gelten, ist noch immer erfolgreicher als jede Politik&rdquo; und titelte &ldquo;Hochtief: &Uuml;bernahmekampf Na und?<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Das EU-Recht geh&ouml;rt gr&uuml;ndlich &uuml;berarbeitet, nicht nur um solche schleichende, feindliche &Uuml;bernahmen zu verhindern, aber auch. Es versteht sich, dass auch das EU- Kartellrecht &uuml;berarbeitet geh&ouml;rt. Auch die beabsichtigte &Uuml;bernahme von Endesa durch E.on h&auml;tte bereits seitens der EU-Kommission nicht genehmigt werden d&uuml;rfen. Eine Marktmacht bei den Versorgern behindert nicht nur einfach die Preisbildung, sie bef&ouml;rdert geradezu Absprachen, wie die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/kartellverfahren-eu-verhaengt-milliardenstrafe-gegen-e-on-und-gdf-a-634971.html\">EU-Kommission im Fall E.on\/GDF Suez feststellen konnte<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Englische Hochschulpolitik:  Erkenntnisgewinn wird stark &uuml;bersch&auml;tzt<\/strong><br>\nDer Hochschulkonflikt in England dauert an und bleibt ein Drama, das man nicht aus den Augen verlieren darf. Am 13. November brachte er eine neue Institution hervor, den als gemeinn&uuml;tzige Gesellschaft eingetragenen &bdquo;Rat f&uuml;r die Verteidigung der Britischen Universit&auml;ten&ldquo;. Dieser Zusammenschluss &auml;u&szlig;erst angesehener Repr&auml;sentanten von Bildung und Wissenschaft, der sich selbst strikte Unabh&auml;ngigkeit von parteipolitischen Ausrichtungen verordnet hat, will den Widerstand gegen den fortdauernden Prozess der Unterwerfung der Universit&auml;ten unter das Diktat kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen und &uuml;berbordender b&uuml;rokratischer Kontrollen anregen und koordinieren. Wenn auch der Umbruch der Hochschulpolitik in England besonders krass erscheint, kann er doch nur als besonders radikaler Ausdruck einer &uuml;berall f&uuml;hlbaren anhaltenden und machtvollen Tendenz gelten. Als Schrift an der Wand f&uuml;r die anderen erweist sich hier das Schicksal des Vorreiters Kalifornien. Hier f&uuml;hrten drastische Einsparungen bei den &ouml;ffentlichen Hochschulen und das Unverm&ouml;gen des privaten Hochschulsektors zu einem f&uuml;hlbaren R&uuml;ckgang des Bildungsstandes. Nach einem Bericht des &bdquo;Economist&ldquo; vom August gehen Bildungsforscher inzwischen davon aus, dass zum ersten Male in der neueren Geschichte dieses wichtigen amerikanischen Bundesstaates nicht die junge Generation den besten Bildungsstand hat, sondern die dem Pensionsalter entgegenreifende. F&uuml;r die Heimat von Silicon Valley eine Hiobsbotschaft und eine Warnung f&uuml;r alle, die in einem Mix aus schrumpfenden &ouml;ffentlichen und expandierenden privaten Hochschulen die Zukunft sehen. &ndash; Vergleicht man das Manifest des Rates mit dem Wei&szlig;buch der Regierung, das die hohen Studiengeb&uuml;hren begr&uuml;ndete, findet man sofort die tiefen Gr&auml;ben, die sich hier auftun. Der Rat folgt eben nicht der Forderung der Regierung, dass die Universit&auml;ten k&uuml;nftig au&szlig;er dem Staat auch ihren Studenten gegen&uuml;ber rechenschaftspflichtig sein sollen, sondern fordert mehr Hochschulautonomie. Er kritisiert die kurzschl&uuml;ssige Verengung der Bildungsziele auf kurzfristige Interessen der Wirtschaft. Sein Gr&uuml;ndungsmitglied, der Nestor der britischen Geschichtswissenschaft, Sir Keith Thomas (Oxford), kritisiert daher auch die Zugeh&ouml;rigkeit des Gesch&auml;ftsbereichs von Minister Willetts zum Wirtschaftsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/geisteswissenschaften\/hochschulpolitik-erkenntnisgewinn-wird-stark-ueberschaetzt-11966393.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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