{"id":152498,"date":"2026-06-19T09:00:56","date_gmt":"2026-06-19T07:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152498"},"modified":"2026-06-19T09:03:10","modified_gmt":"2026-06-19T07:03:10","slug":"stuttgart-31-aus-einem-bahn-wird-ein-jahrhundertprojekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152498","title":{"rendered":"Stuttgart 31: Aus einem Bahn- wird ein \u201eJahrhundertprojekt\u201c&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt ist es raus &ndash; zum zigsten Mal: Stuttgart 21 wird sp&auml;ter fertig, mit f&uuml;nf Jahren Verzug gegen&uuml;ber dem letzten Schuss ins Blaue. Schuld ist ein digitaler Kn&auml;uel samt Kabelsalat. Was nat&uuml;rlich alles noch viel teurer macht. Inzwischen stehen 25 Milliarden Euro im Raum, mehr als f&uuml;nfmal so viel wie anfangs behauptet. Allerdings hatten sich die Macher damals verrechnet, absichtlich, auch was den Baufortschritt betrifft. Damit der Souver&auml;n beim Volksentscheid sein Kreuzchen richtig setzt. Hat er gemacht, jetzt darf er blechen &ndash; bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nManch einer glaubt, die 21 bei Stuttgart 21 stehe f&uuml;r 2021. Und lacht sich einen: &bdquo;Das war wohl nix!&ldquo; Irrtum: Fertig sein sollte das Projekt schon 2019. Und eigentlich huldigt die 21 dem 21. Jahrhundert, also dem, was noch Mitte der 1990er-Jahre Tr&auml;ume von Modernit&auml;t und rosiger Zukunft sch&auml;umen lie&szlig;. Auch das ist l&auml;ngst &uuml;berholt, so wie alles, was S21 urspr&uuml;nglich mal sein sollte: &bdquo;solide geplant&ldquo;, &bdquo;auf finanziell sicheren Beinen&ldquo; (G&uuml;nther Oettinger), &bdquo;Ma&szlig;stab f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit Deutschlands&ldquo; (Angela Merkel) und das &bdquo;am besten und umfassendsten geplante Projekt der DB AG&ldquo;.<\/p><p>Baden-W&uuml;rttembergs einstiger Ministerpr&auml;sident Erwin Teufel nannte das Vorhaben seinerzeit &bdquo;Jahrhundertprojekt&ldquo; und ahnte wohl nicht, wie recht er damit behalten sollte. L&auml;uft es weiter wie bisher, sprich gar nicht, k&ouml;nnte es bis zu seinem Hundertsten vielleicht noch hinhauen. Das w&auml;re 2039. Und wenn doch nicht &ndash; bis anno 2100 vergeht ja auch noch allerhand Zeit. So gesehen, nimmt der Projektname auch ein St&uuml;ck weit den Druck weg. Da ist noch ein geh&ouml;riger Puffer, zumal der Deutschlandtakt ja auch <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutschlandtakt-der-bahn-wird-erst-in-den-naechsten-50-jahren-umgesetzt-a-26bd0431-609b-45ff-baa9-136005f2dd52\">nicht vor 2070<\/a> kommen soll. Blo&szlig; nichts &uuml;berst&uuml;rzen.<\/p><p><strong>Endstation Wolkenkuckucksheim<\/strong><\/p><p>Jetzt also 2031. Dann soll sie steigen, &bdquo;die volle Inbetriebnahme&ldquo;. Offiziell ist das nicht, sondern nur durchgesickert aus <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/stuttgart\/s21-bahn-falsche-kabel-ects-100.html\">&bdquo;Kreisen der Projektpartner&ldquo;<\/a>, wie der <em>S&uuml;dwestrundfunk (SWR)<\/em> vor zehn Tagen berichtete. Die <em>Stuttgarter Zeitung<\/em> (hinter Bezahlschranke) unkte gar von einem Start nicht vor 2032. Die Deutsche Bahn will das nicht kommentieren und sich erst Ende Juni zum Thema &auml;u&szlig;ern. Gerade die neue Chefin, Evelyn Palla, ist ja f&uuml;r &Uuml;berraschungen gut. Und f&uuml;r eine davor nicht gekannte Ehrlichkeit, von wegen Tabula rasa. Kaum im Amt, hatte sie vor sieben Monaten den bis dahin behaupteten Er&ouml;ffnungstermin &ndash; Dezember 2026 &ndash; kurzerhand abgeblasen und auf unbestimmte Zeit verschoben. Zun&auml;chst solle alles auf den Pr&uuml;fstand, meinte sie, damit Schluss ist mit immer neuen Sch&uuml;ssen ins Blaue. Der n&auml;chste soll endlich ein Volltreffer werden.<\/p><p>Aber warum dauert es denn wieder so viel l&auml;nger? Da w&auml;ren einmal Probleme mit der Notstromversorgung und Baum&auml;ngel bei den Bahnsteigen. Und dann ist da die Sache mit den Kabeln. 2020 kam den Verantwortlichen n&auml;mlich die Idee, aus dem Gro&szlig;raum Stuttgart einen &bdquo;digitalen Knoten&ldquo; zu machen. Weil irgendwann auch sie begriffen hatten, dass S21 ein Kapazit&auml;tskiller ist. Kritiker hatten das viel fr&uuml;her gewusst und gewarnt, im neuen unterirdischen Bahnhof lie&szlig;en sich deutlich weniger Z&uuml;ge abfertigen als im alten Kopfbahnhof. Der soll schlie&szlig;lich nur der Legende nach weichen, um den Bahnbetrieb zu optimieren. Faktisch geht es darum, Platz zu schaffen f&uuml;r die Vermarktung profitabler Grundst&uuml;cke, auf denen sich heute noch ausgedehnte Gleisanlagen befinden. Die Verhei&szlig;ung hei&szlig;t <a href=\"https:\/\/rosenstein-stuttgart.de\/vision\/rosensteinquartier\">Rosensteinquartier<\/a>, mit Tausenden Wohnungen und Renditen der Sorte Wolkenkuckucksheim.<\/p><p><strong>Digitale &bdquo;Rettung&ldquo;<\/strong><\/p><p>Nun ja. Um Bahnverkehr doch irgendwie halbwegs zu gew&auml;hrleisten, musste man <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108084\">&bdquo;Erg&auml;nzungsprojekte&ldquo;<\/a> ansto&szlig;en, etliche Tunnel mehr buddeln und eben voll auf Digitalisierung machen, durch Implementierung des European Train Control System (ETCS), eines elektronischen Zugleitsystems, das sich gerne st&ouml;ranf&auml;llig zeigt. Dass ausgerechnet diese Technologie S21 retten soll, hat etwas von &bdquo;lieber Gott, erh&ouml;re uns&ldquo;. Selbst aus der Bahn-F&uuml;hrungsriege verlautete schon: &bdquo;Daf&uuml;r gibt es keine Blaupause.&ldquo; Und falls etwas schiefgeht? &bdquo;Wir haben daf&uuml;r keine fertigen Pl&auml;ne in der Schublade.&ldquo;<\/p><p>Jedenfalls stellte man nach SWR-Recherchen vor vier Jahren fest, dass im Randbereich des Bahnknotens G&uuml;terz&uuml;ge noch jahrelang ohne ETCS unterwegs sein werden und es daf&uuml;r weiterhin herk&ouml;mmliche Signaltechnik braucht. Also legte man los, massenhaft zus&auml;tzliche Kabel in Kabelsch&auml;chte zu verlegen &ndash; bis sich herausstellte, dass ein Gro&szlig;teil davon nicht passt. Weshalb jetzt wieder mehr als 1.000 Kilometer Kabel ausgegraben und getauscht werden m&uuml;ssen, was offenbar einige Jahre in Anspruch nimmt. Die bittere Ironie dabei: Die DB hat auf die sonst &uuml;blichen Planungsroutinen gepfiffen, weil S21 andernfalls noch mehr in Verzug geraten w&auml;re und es noch mehr Streckensperrungen h&auml;tte geben m&uuml;ssen. Man wollte einfach schneller sein, um den Starttermin zu halten, woraus am Ende f&uuml;nf Jahre mehr wurden.<\/p><p><strong>&bdquo;Lachplatte&ldquo;<\/strong><\/p><p>Jetzt hat man den Salat, den Kabelsalat. Aber noch lange keinen &bdquo;digitalen Knoten&ldquo;, eher ein Kn&auml;uel aus Problemen, die ineinander verheddert sind. Und k&uuml;belweise Spott. Die Medien am&uuml;sieren sich k&ouml;stlich. Die Hagia Sophia, der Taj Mahal, das Kolosseum, die Cheops-Pyramide und die verbotene Stadt in Peking &ndash; alle schneller erbaut als Stuttgart 21, schrieb <em>Die Zeit<\/em> (hinter Bezahlschranke). Die <em>Welt<\/em> ulkte, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/satire\/article6a326c3e4522e459ce2f3604\/deutsche-bahn-denkt-um-stuttgart-21-wird-in-baggersee-umgewandelt.html\">&bdquo;Stuttgart 21 wird Baggersee&ldquo;<\/a> oder &bdquo;Deutschlands erster Weltraumbahnhof&ldquo;, und der <em>Postillon<\/em> kolportierte, Bauarbeiter h&auml;tten <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2026\/06\/balrog-21.html\">&bdquo;zu tief gegraben und m&uuml;ssen jetzt gegen einen Balrog k&auml;mpfen&ldquo;<\/a>. Immer wieder komme es vor, &bdquo;dass Arbeiten, die gerade erst fertiggestellt wurden, sofort im Anschluss von dem D&auml;mon wieder vernichtet werden&ldquo;. Irgendwie nah dran an der Wahrheit.<\/p><p>Verflucht und verflixt findet das alles auch Cem &Ouml;zdemir. <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/793\/lachplatte-21-10932.html\">&bdquo;Wir sind in einem Bereich, in dem das langsam zur Lachplatte wird&ldquo;<\/a>, bemerkte der neue gr&uuml;ne Regierungschef im L&auml;ndle. &bdquo;Ich will aber nicht, dass man &uuml;ber unser Land lacht. Ich will nicht, dass wir in einem Atemzug mit BER genannt werden.&ldquo; Was erlaubt er sich? Die Berliner Flughafenbauer waren ja fast ein Ausbund an Zuverl&auml;ssigkeit. Die haben blo&szlig; neun Jahre l&auml;nger gepfuscht als geplant. Die S21-Vermurkser werden 2031 schon zw&ouml;lf Jahre &uuml;ber dem Limit liegen. Und die Fahnenstange ist gewiss noch lang, wom&ouml;glich l&auml;nger als die Leitung, die sie m&uuml;hsam aus dem Boden rei&szlig;en.<\/p><p><strong>Trickster und T&auml;uscher<\/strong><\/p><p>Die l&auml;ngsten Leitungen haben aber fraglos die, die sich immer noch einreden, das Desaster w&auml;re nicht programmiert gewesen. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel Nicole Razavi von der CDU, frischgebackene Verkehrsministerin im S&uuml;dwesten. 2011, kurz nach dem Volksentscheid zu S21, zog sie &uuml;ber die Projektgegner her, die mit &bdquo;Tricks&ldquo; und &bdquo;T&auml;uschungsman&ouml;vern&ldquo; versucht h&auml;tten, &bdquo;Stuttgart 21 zu torpedieren&ldquo;. Wie die Wochenzeitung <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/146\/neuer-filz-bei-stuttgart-21-1964.html\"><em>Kontext<\/em> 2014 aufdeckte<\/a>, beriet sie seit 2012 den holl&auml;ndischen Grontmij-Konzern (heute Sweco AB), dessen deutsche Gesellschaft ein gr&ouml;&szlig;erer Auftragnehmer des Projekts war. Aber im Jahr davor wetterte sie noch, wer dessen Leistungsf&auml;higkeit weiter in Zweifel ziehe, &uuml;ber Alternativen nachdenke, daf&uuml;r weiter Gutachten bezahle, weiter Personal auf Staatskosten bezahle, um das Ganze zu hintertreiben, &bdquo;der ist ein Fall f&uuml;r den Rechnungshof&ldquo;.<\/p><p>Zerrissen haben die Rechnungspr&uuml;fer aus Land und Bund Stuttgart 21 fast schon notorisch. Weil das Ding immer teurer und teurer wurde, angefangen bei 4,5 Milliarden Euro &uuml;ber 6,5 Milliarden Euro, 8,2 Milliarden Euro, 9,2 Milliarden Euro bis 11,5 Milliarden Euro &ndash; Stand Ende 2023. Die neueste Hausnummer lautet 14 Milliarden Euro, von der <em>Stuttgarter Zeitung<\/em> in die Welt gesetzt. Damit w&auml;ren aber die Begleitkosten f&uuml;r die &bdquo;Erg&auml;nzungsprojekte&ldquo; nicht abgedeckt. Die SWR-Rechercheure bef&uuml;rchten alles in allem Ausgaben von 25 Milliarden Euro, bis alles fertig ist. Ihre filmische Dokumentation zum Milliardengrab tr&auml;gt den Titel: <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/swr-story\/stuttgart-21-verplant-verbaut-verschoben\/swr\/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMjcyMzY\">&bdquo;Stuttgart 21 &ndash; verplant, verbaut, verschoben.&ldquo;<\/a><\/p><p><strong>Wahrheit unter Verschluss<\/strong><\/p><p>&bdquo;Verschoben&ldquo; wurde das Projekt aber nicht nur zeitlich. Es beruhte von Beginn an auf einer L&uuml;ge. Mit der r&uuml;ckte am Montag Hartmut B&auml;umer bei seiner Rede bei der 809. Montagsdemo gegen S21 in Stuttgart heraus. B&auml;umer fungierte von 2011 bis 2014 f&uuml;r die Gr&uuml;nen als Amtschef im Landesverkehrsministerium und war sp&auml;ter Vorsitzender der deutschen Sektion von Transparency International. Nach seiner Darstellung hielten die Verantwortlichen seinerzeit ein Gutachten des M&uuml;nchner Verkehrsberatungsb&uuml;ros Vieregg-R&ouml;ssler unter Verschluss. Dieses bezifferte die Gesamtkosten schon damals mit sieben Milliarden Euro und nicht wie die DB mit h&ouml;chstens 4,6 Milliarden Euro. Zudem habe ihm der einstige, Ende Mai 2011 geschasste S21-Chefplaner Hany Azer in einem vertraulichen Gespr&auml;ch gesteckt, &bdquo;dass rein fachlich vor 2024 bis 2025 keine Z&uuml;ge im Bahnhof verkehren w&uuml;rden&ldquo;.<\/p><p>H&auml;tte die &Ouml;ffentlichkeit diese Informationen gehabt, w&auml;re das Plebiszit mutma&szlig;lich anders ausgegangen. Aber das war politisch nicht gewollt, so wenig wie ein Bruch der damals noch jungen rot-gr&uuml;nen Landesregierung. Stimmen B&auml;umers Ausf&uuml;hrungen, t&uuml;rmt sich der Skandal noch h&ouml;her als bisher bekannt. Nach einem Bericht der <em>Stuttgarter Zeitung<\/em> (hinter Bezahlschranke) von Ende 2023 sollen die Verantwortlichen seit mindestens 2013 gewusst haben, welche finanziellen Dimensionen Stuttgart 21 annehmen wird, n&auml;mlich &bdquo;zwischen 10,7 und 11,3 Milliarden Euro&ldquo;. Das Blatt zitierte den Gr&uuml;nen-Politiker Anton Hofreiter, seinerzeit Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag: &bdquo;W&auml;ren die wahren Kosten und Zeitpl&auml;ne ehrlich zugegeben worden, h&auml;tte man S21 nie begonnen oder wenigstens sp&auml;ter abgebrochen.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Stuttgart 21 steht f&uuml;r ein beispielloses Betr&uuml;gen der &Ouml;ffentlichkeit und ein katastrophales Versagen.&ldquo;<\/p><p><strong>&bdquo;Anschlag auf die Demokratie&ldquo;<\/strong><\/p><p>Nun sieht es so aus, als wussten die Verantwortlichen noch viel fr&uuml;her, welchen Mist sie den B&uuml;rgern und Steuerzahlern aufladen. &bdquo;Meistens kommt die Wahrheit doch ans Licht, sagt ein Sprichwort&ldquo;, befand B&auml;umer bei seiner Rede. <a href=\"https:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2026\/06\/16\/rede-von-hartmut-baeumer-ehem-amtschef-im-verkehrsministerium-und-ehemaliger-vorstandsvorsitzender-von-transparency-international-deutschland-e-v-auf-der-809-montagsdemo-am-15-6-2026\/#more-75186\">&bdquo;Bei S31 ist es viel gravierender: Die Realit&auml;t &uuml;berholt selbst die schlimmsten Prognosen um L&auml;ngen, wie wir wissen.&ldquo;<\/a><\/p><p>Was bleibt, ist Ern&uuml;chterung. &bdquo;Nach diesen Enth&uuml;llungen ist das Projekt ein Anschlag auf die Demokratie. Und damit Wasser auf die M&uuml;hlen der Rechten, welche dieses System abschaffen wollen&ldquo;, &auml;u&szlig;erte sich Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Stuttgart 21, gegen&uuml;ber den <em>NachDenkSeiten<\/em>. Zitat:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die meisten von denen, die uns das eingebrockt haben, sind weiter in Amt und W&uuml;rden und wollen Stuttgart 21 immer noch mit Lug und Trug weiter f&ouml;rdern. Dabei ist das Projekt l&auml;ngst an sich selbst gescheitert. Ein Faktencheck und ein schonungsloses Aufdecken der Fehler und Manipulationen sind zur Wiederherstellung des Vertrauens in unsere Demokratie unerl&auml;sslich.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Man ahnt, dass daraus nichts wird. So wenig, wie aus Stuttgart 21. Wobei: F&uuml;r den Bau des K&ouml;lner Doms gingen 632 Jahre ins Land. &bdquo;Jahrtausendprojekt&ldquo; &ndash; klingt ja noch viel besser &hellip;<\/p><p><small>Titelbild: Markus Mainka\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/6e2d4d0ab0c24ab5a61d80d42ad3d75b\" alt=\"\" title=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt ist es raus &ndash; zum zigsten Mal: Stuttgart 21 wird sp&auml;ter fertig, mit f&uuml;nf Jahren Verzug gegen&uuml;ber dem letzten Schuss ins Blaue. Schuld ist ein digitaler Kn&auml;uel samt Kabelsalat. Was nat&uuml;rlich alles noch viel teurer macht. Inzwischen stehen 25 Milliarden Euro im Raum, mehr als f&uuml;nfmal so viel wie anfangs behauptet. 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