{"id":152539,"date":"2026-06-19T15:00:07","date_gmt":"2026-06-19T13:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152539"},"modified":"2026-06-19T16:18:24","modified_gmt":"2026-06-19T14:18:24","slug":"das-woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit-xxxviii-aussenpolitik-besteht-nicht-nur-aus-voelkerrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152539","title":{"rendered":"Das W\u00f6rterbuch der Kriegst\u00fcchtigkeit XXXVIII \u2013 \u201eAu\u00dfenpolitik besteht nicht nur aus V\u00f6lkerrecht!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich ver&ouml;ffentliche, nicht zuletzt aus hygienischen Gr&uuml;nden, in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden eine Sammlung teils verharmlosender, teils l&uuml;genhafter W&ouml;rter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft &ndash; uns alle &ndash; an das Undenkbare zu gew&ouml;hnen und m&ouml;glichst ger&auml;uschlos in Richtung &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; umzukrempeln. &ndash; Heute geht es unter anderem um den h&ouml;chst originellen deutschen Umgang mit dem V&ouml;lkerrecht und die internationalen Konsequenzen. Von <strong>Leo Ensel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wadephul-wirbt-fuer-deutschen-sitz-wollen-als-anwalt-des-voelkerrechts-auftreten-100.html\"><strong>Anwalt des V&ouml;lkerrechts<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Die UNO-Vollversammlung entscheidet heute dar&uuml;ber, ob Deutschland erneut einen Sitz als nichtst&auml;ndiges Mitglied im Sicherheitsrat erh&auml;lt. Dazu ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit n&ouml;tig. Bundesau&szlig;enminister Wadephul sagte dem Deutschlandfunk, sollte die Bewerbung erfolgreich sein, werde Deutschland im Sicherheitsrat als &sbquo;Anwalt des V&ouml;lkerrechts&lsquo; auftreten.&ldquo; So der <em>Deutschlandfunk<\/em> am 3. Juni in seinen &bdquo;Informationen am Morgen&ldquo;. &ndash; Ein Versprechen, das die Vollversammlung der UNO wenige Stunden sp&auml;ter auf ihre Weise w&uuml;rdigte.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/wadephul-zu-un-sicherheitsrat-100.html\"><strong>gegen uns gearbeitet<\/strong><\/a><br>\nHaben n&auml;mlich laut Johann Wadephul einige L&auml;nder bei Deutschlands (vergeblicher) Bewerbung um einen nichtst&auml;ndigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Darunter &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; Russland! (Eine andere Erkl&auml;rung kann es nicht geben.) (vgl. &bdquo;Grundsympathie&ldquo;)<\/p><p><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/russland-und-europa-auf-kollisionskurs\/\"><strong>Gestaltungsanspruch<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Die Milit&auml;rstrategie folgt dem Gedanken, dass Deutschland als gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Europas in einer komplexer und sch&auml;rfer werdenden Bedrohungslage eine F&uuml;hrungsrolle in der Nato &uuml;bernehmen muss und wird &ndash; auch milit&auml;risch. Sie ist Zeichen eines Paradigmenwechsels und untermauert unseren Gestaltungsanspruch&ldquo;. So im Mai der Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer. &ndash; Wohlgemerkt: ein &bdquo;Anspruch&ldquo; auf Gestaltung. (Subtext: Das steht uns zu!) Konsequenz des &bdquo;Paradigmenwechsels&ldquo;: Breuers Armee zur &bdquo;konventionell st&auml;rksten Armee Europas&ldquo; machen, nat&uuml;rlich!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wadephul-wirbt-fuer-deutschen-sitz-im-uno-sicherheitsrat-wollen-als-anwalt-des-voelkerrechts-auftret-102.html\"><strong>Grundsympathie<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Bundesau&szlig;enminister Wadephul hat sich zuversichtlich gezeigt, dass Deutschland einen nichtst&auml;ndigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erh&auml;lt. Mit Blick auf die heutige Abstimmung sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk, nach seinen Gespr&auml;chen mit Vertretern anderer Staaten sehe er eine Grundsympathie. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, werde die Bundesrepublik in dem Gremium als Anwalt des V&ouml;lkerrechts auftreten. Das sei man immer gewesen.&ldquo; So der <em>DLF<\/em> am 3. Juni in seinen &bdquo;Nachrichten am Morgen&ldquo;<em>.<\/em> Wenige Stunden sp&auml;ter stellte sich heraus: Das mit der Grundsympathie war wohl eine &bdquo;&Uuml;berinterpretation&ldquo;!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtOGI0MmQwMDgtY2RkYy00MzM1LTg4OWQtMDYwZWRhYjNkNzNl\"><strong>gut begr&uuml;ndeter Mut<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Ich glaube, da ist es notwendig, gut begr&uuml;ndeten Mut aufzubringen, in Europa. Und tats&auml;chlich die n&auml;chsten Schritte zu gehen, sich europ&auml;isch zu st&auml;rken, denn die Amerikaner zwingen uns gerade in diese Situation, dass Europa eigenst&auml;ndiger wird.&ldquo; So mutig, aber gut begr&uuml;ndet, Christian M&ouml;lling von der Denkfabrik <a href=\"https:\/\/edina-defence.org\/experts\">EDINA<\/a> im &bdquo;ARD-Brennpunkt&ldquo; am 21. Januar. (vgl. &bdquo;Instrumente&ldquo;, &bdquo;nochmal eine Schippe drauflegen&ldquo;)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/europa-nutzt-die-ukraine-als-seine-privatarmee-der-preis-wird-an-der-front-bezahlt-10032883\"><strong>im Kampf halten<\/strong><\/a><br>\nDie Ukraine. &bdquo;Die Ukraine im Kampf zu halten, hat oberste Priorit&auml;t&ldquo;, erkl&auml;rte Nato-General Jason Guiney im April beim <a href=\"https:\/\/ksf.openukraine.org\/en\">Kyiv Security Forum<\/a>, einer sicherheitspolitischen Konferenz in der ukrainischen Hauptstadt. Den Sinn dieser (f&uuml;r Europa) sehr kostspieligen Angelegenheit brachte der belgische General Frederik Vansina umgehend poetisch auf den Punkt: &bdquo;Wir haben noch ein paar Jahre vor uns. Dank des Mutes und des Blutes der Ukrainer, die uns diese Zeit erkaufen.&ldquo; &ndash; Der Deal: Die Europ&auml;er liefern Geld und Waffen, die Ukrainer die Leichen. Der Trost: Die Hunderttausenden ukrainischer Soldaten sind wenigstens nicht umsonst gestorben!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_101223744\/angriff-auf-ruegen-deutschland-ist-aus-sicht-russlands-der-jackpot-.html?utm_source=firefox-newtab-de-de\"><strong>Jackpot<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Deutschland ist aus russischer Sicht der Jackpot&ldquo;, titelte <em>t-online<\/em> am 23. April. (Deswegen ist nach der Halbinsel Krim demn&auml;chst auch die Insel R&uuml;gen dran.) Denn: &bdquo;Wer Deutschland trifft, trifft Europa insgesamt. Es gibt einen Schlachtruf in Russland, mit dem auch die Zivilbev&ouml;lkerung neue Angriffe der Armee feiert: &sbquo;Nach Berlin&lsquo;.&ldquo; &ndash; Konsequenz: Zieht euch warm an, Leute! Die Russen greifen wieder an. Wie 1914 und 1941. (PS: &bdquo;Jackpot&ldquo; bedeutet bekanntlich &bdquo;unerwarteter Volltreffer&ldquo;. Sollten demn&auml;chst hier wieder Mittelstreckenraketen stehen oder Merz den Taurus doch noch an die Ukraine liefern, dann h&auml;tten wir es allerdings mit &bdquo;erwartbaren Volltreffern&ldquo; zu tun. Sei es pr&auml;ventiv oder vergeltend.)<\/p><p><strong>Krieg zwischen der Ukraine und Russland<\/strong><br>\nVon einem solchen war am 20. April in den &bdquo;Informationen am Morgen&ldquo; des <em>DLF<\/em> die Rede. &ndash; Fake News: Die Rede war nat&uuml;rlich vom &bdquo;Krieg zwischen dem Iran und den USA&ldquo;! (Im anderen Falle handelt es sich nat&uuml;rlich um einen &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg&ldquo;. Russlands gegen die Ukraine.)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kiesewetter-den-krieg-nach-russland-tragen\/a-68215200\"><strong>nach Russland getragen werden<\/strong><\/a><br>\nMuss laut Roderich Kiesewetter (CDU) der Krieg. Konkret: &bdquo;Russische Milit&auml;reinrichtungen und Hauptquartiere m&uuml;ssen zerst&ouml;rt werden. Wir m&uuml;ssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur &Ouml;lraffinerien in Russland zu zerst&ouml;ren, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsst&auml;nde.&ldquo; So der Avantgardist bereits im Februar 2024. Oh, Roderich, der Taurus bricht!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/resource\/blob\/6093766\/01b1718498c25db9010ea13724d7a37a\/dl-gesamtkonzeption-der-militaerischen-download-deu-data.pdf\"><strong>neue europ&auml;ische F&uuml;hrungsrolle<\/strong><\/a><br>\nDie soll die Bundeswehr laut der gerade vorgestellten &bdquo;Gesamtkonzeption milit&auml;rische Verteidigung&ldquo; nun im B&uuml;ndnis einnehmen. Als k&uuml;nftig &bdquo;st&auml;rkste konventionelle Armee Europas&ldquo; hat sie dazu auch alles Recht der Welt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2026-06\/04\/was-das-diplomatische-un-desaster-deutschlands-bedeutet\"><strong>nichts vorzuwerfen<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Ich habe mir pers&ouml;nlich nichts vorzuwerfen&ldquo;, erkl&auml;rte Johann Wadephul j&uuml;ngst nach dem krachenden Scheitern Deutschlands bei der Kandidatur f&uuml;r einen nichtst&auml;ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Was wir unserem &ndash; wie seine Bemerkung beweist &ndash; mit einem Totalausfall an Selbstreflexivit&auml;t gesegneten Au&szlig;enminister gerne abnehmen. (vgl. &bdquo;gegen uns gearbeitet&ldquo;)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=150367\"><strong>Phase der Schw&auml;che<\/strong><\/a><br>\nHat Russland gerade. Laut Boris Pistorius. Konsequenz: Joint Ventures mit Kiew. Zur Entwicklung und Produktion von Drohnen. Einer Reichweite bis zu 1.500 Kilometern. (By the way: Vor sieben Jahren noch alles verboten!) &ndash; &bdquo;Weit in die Tiefe des russischen Raumes&ldquo;&hellip;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/wadephul-zu-un-sicherheitsrat-100.html\"><strong>&Uuml;berinterpretation<\/strong><\/a><br>\nVor einer solchen angesichts der Bemerkung, Deutschlands Bewerbung f&uuml;r einen nichtst&auml;ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat sei gescheitert, weil es den Gazakrieg nicht als v&ouml;lkerrechtswidrig bezeichnet habe, warnte Au&szlig;enminister Wadephul eindringlich am Abend der &bdquo;herben Niederlage&ldquo;. Des Au&szlig;enministers plausible Gr&uuml;nde f&uuml;r Deutschlands grandioses Scheitern: (1) &bdquo;Wir waren [warum eigentlich?] von Anfang an im Hintertreffen&ldquo;, (2) Deutschlands starke Unterst&uuml;tzung der Ukraine, weshalb (3) beispielsweise Russland &bdquo;gegen uns gearbeitet hat&ldquo;, sowie &ndash; last, but not least &ndash; (4) &bdquo;Da hat uns vielleicht nicht jeder ehrlich das gesagt, was er wirklich nachher gemacht hat. Anders kann es ja gar nicht sein!&ldquo; Plausiblere Gr&uuml;nde lassen sich in der Tat nicht denken! &ndash; Und dabei wollte man doch so aktiv werden: &bdquo;F&uuml;r die Werte, die wir f&uuml;r richtig halten. F&uuml;r das V&ouml;lkerrecht. F&uuml;r Menschenrechte. F&uuml;r Konfliktbew&auml;ltigung und -beseitigung.&ldquo; Andererseits: &bdquo;Au&szlig;enpolitik besteht eben nicht nur aus V&ouml;lkerrecht, sondern auch aus anderen Aspekten.&ldquo; (Nat&uuml;rlich.) (vgl. &bdquo;Grundsympathie&ldquo;)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a06d1f9639442857fa1ffff\/nach-gruenen-vorstoss-brantner-erntet-widerspruch-eher-der-ruf-nach-einem-staerkeren-engagement-deutschlands.html\"><strong>Unbehagen<\/strong><\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/franziska-brantner.de\/news\/the-lonelier-continent-europe-and-the-burden-of-its-own-defence\/\">&bdquo;Unease&ldquo;<\/a>. Bereitet laut Franziska Brantner unseren europ&auml;ischen Partnern die (neue) deutsche Ambition, seine Armee (mal wieder) zur &bdquo;st&auml;rksten konventionellen Armee Europas&ldquo; hochzur&uuml;sten. Die vergangenheitsbew&auml;ltigende Konsequenz der GR&Uuml;NEN-Co-Vorsitzenden: &bdquo;NIE WIEDER &ndash; <em>allein<\/em>!&ldquo; (Und der medienaffine &ndash; ungediente &ndash; Experte Carlo Masala springt ihr hier gerne zur Seite.) (vgl. &bdquo;nicht unbedingt schlau&ldquo;)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-aussenministertreffen-begonnen-rubio-kritisiert-erneut-mangelnde-unterstuetzung-100.html\"><strong>Verteidigung der Freiheit in Europa<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Er werde konkrete Vorschl&auml;ge dazu machen, wie Kiew bei der Verteidigung der Freiheit in Europa weiter kraftvoll unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nne. Dabei gehe es auch darum, wie die NATO im Gegenzug von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen R&uuml;stungsindustrie profitieren k&ouml;nne.&ldquo; Versprach Bundesau&szlig;enminister Wadephul am 21. Mai auf dem Treffen der NATO-Au&szlig;enminister im schwedischen Helsingborg. &ndash; Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Europas Freiheit wird gerade verteidigt von einem (1) l&auml;ngst nicht mehr legitimierten Staatspr&auml;sidenten eines (2) korrupten Landes mit (3) abgeschaffter Pressefreiheit und (4) Nazi-Bataillonen &ndash; damit die Au&szlig;enminister in der Europ&auml;ischen Union auch weiterhin unliebsame Journalisten und Publizisten v&ouml;llig frei f&uuml;r vogelfrei erkl&auml;ren k&ouml;nnen!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/region\/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Egon-Bahr-schockt-die-Schueler-Es-kann-Krieg-geben-_arid,18921.html\"><strong>Vorkriegszeit<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Ich, ein alter Mann, sage euch, dass wir in einer Vorkriegszeit leben.&ldquo; So der Architekt der Entspannungspolitik, Egon Bahr, Anfang Dezember 2013 zu Heidelberger Sch&uuml;lern. (In aller Ruhe.)<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.hartpunkt.de\/neuer-heeresinspekteur-draengt-zur-eile\/\"><strong>Wille zum Kampf<\/strong><\/a><br>\nDie entscheidende Perle jener Kette, die der neue Heeresinspekteur, Generalleutnant Christian Freuding, in seinem Tagesbefehl vom 1. Oktober 2025 als aufmunternde Abschluss-Sentenz pr&auml;sentierte: &bdquo;Denn an diesen Orten wird genau das gelebt, was uns auszeichnen muss: Kameradschaft, milit&auml;rische Exzellenz, der Wille zum Kampf und das Eintreten f&uuml;r unsere freiheitlichen Werte.&ldquo; &ndash; Der &bdquo;Wille zum Kampf&ldquo;. Logische Steigerung von &bdquo;Bereit sein zum Kampf&ldquo;, das seinerseits eine Steigerung von &bdquo;Bereit sein ist alles&ldquo; war. Nietzsches &bdquo;Wille zur Macht&ldquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/generalinspekteur-breuer-spricht-sich-gegen-losverfahren-100.html\"><strong>zugreifen<\/strong><\/a><br>\n&bdquo;Aus milit&auml;rischer Sicht sei es entscheidend, dass jeweils der gesamte Jahrgang gemustert werde, teilte Generalinspekteur Breuer den Zeitungen des <em>Redaktionsnetzwerks Deutschland<\/em> mit. Nur so k&ouml;nne man wissen, wer zur Verf&uuml;gung stehe und auf wen man im Verteidigungsfall zugreifen k&ouml;nne.&ldquo; &ndash; &bdquo;Zugreifen&ldquo;: Sprache, die schon mal die Hand ausstreckt. Und junge M&auml;nner in &ndash; dem anonymen &bdquo;Zugriff&ldquo; wehrlos ausgelieferte &ndash; Objekte, sprich: prospektive Leichen, verwandelt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/reel\/1181441770504811\"><strong>zu Ihrer Verf&uuml;gung angetreten<\/strong><\/a><br>\nN&auml;chster und konsequenter Schritt nach dem &bdquo;Zugriff&ldquo;. General Freuding, zu dessen &bdquo;Verf&uuml;gung&ldquo; die Panzerbrigade 45 in Litauen angetreten war, erl&auml;utert im Fackelschein: &bdquo;Ich will, dass wir hier mit dieser Brigade erfolgreich sind. Dass Sie kriegst&uuml;chtig ausbilden und dass Sie siegen k&ouml;nnen, wenn es darauf ankommt!&ldquo; &ndash; &bdquo;Zu Ihrer Verf&uuml;gung&ldquo;&hellip; Da kann der &bdquo;Zugegriffene&ldquo; aus zugedr&uuml;ckter Kehle nur noch heiser kr&auml;chzen: &bdquo;Hurra! Hurra!! Hurra!!!&ldquo;<\/p><p><em>(wird fortgesetzt)<\/em><\/p><p><em>Alle bisher erschienenen Folgen der Serie &bdquo;W&ouml;rterbuch der Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; von Leo Ensel k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit\">in dieser &Uuml;bersicht<\/a> finden und diese auch einzeln dar&uuml;ber aufrufen.<\/em><\/p><p><em>Leo Ensel: <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit\/\">W&ouml;rterbuch der Kriegst&uuml;chtigkeit &ndash; Krieg hei&szlig;t T&ouml;ten.<\/a> Wien 2026, Promedia Verlag, Taschenbuch, 168 Seiten, ISBN 978-3-85371-563-5, 20 Euro.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: &copy; <a href=\"https:\/\/tinaovalle.com\/\">Tina Ovalle<\/a><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. 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