{"id":15268,"date":"2012-11-28T09:27:42","date_gmt":"2012-11-28T08:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268"},"modified":"2012-11-28T09:34:32","modified_gmt":"2012-11-28T08:34:32","slug":"hinweise-des-tages-1770","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h01\">Bundesregierung sch&ouml;nt Armutsbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h03\">Gutachten des deutschen Sachverst&auml;ndigenrats f&uuml;r Frankreich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h04\">Griechenland-Hilfe &ndash; Die EZB als Staatsfinancier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h05\">OECD fordert gerechte Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h06\">Hayek, Friedman, and the Illusions of Conservative Economics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h07\">Stahlfirma lockt Bewerber mit Tickets f&uuml;r Heavy-Metal-Festival<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h08\">Volker L&ouml;sch, 150ste Montagsdemo, Stuttgart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h09\">Juristenkl&uuml;ngel hetzt Konzerne auf Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h10\">Revenge of the Reality-Based Community<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h11\">Extremisten der Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h12\">Bayerische Staatsregierung reagiert im Fall Mollath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h13\">Nicht die beste: die einzige Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h14\">DWN: Handelsblatt will FTD-Abodatei kaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h15\">Arte-Dokumentation &ndash; Wie Armut gemacht wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h16\">Wissenschaftsfreiheit und Transparenz oder Drittmittelforschung und Betriebsgeheimnisse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h17\">Erg&auml;nzender Hinweis zu: &ldquo;Meinungsmache bestimmt das politische Leben. Hier der Blick auf die Manipulationen der Woche &ndash; Nr. 1&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesregierung sch&ouml;nt Armutsbericht<\/strong><br>\nVerw&auml;ssert und verschleiert: Die Bundesregierung hat ihren Armutsbericht bewusst gesch&ouml;nt. Kritische Passagen zur Verm&ouml;gensverteilung und zur zunehmenden Einkommensspreizung wurden gestrichen. Der Grund: Die urspr&uuml;ngliche Version hat nicht &ldquo;der Meinung der Bundesregierung&rdquo; entsprochen. [&hellip;]<br>\nDie erste Fassung der amtlichen Analyse, die das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre erstellt, war Mitte September an die anderen Ressorts gegangen. Zwei Monate sp&auml;ter fehlen nun bestimmte S&auml;tze, mit denen die Beamten des Ministeriums von Ursula von der Leyen (CDU) einen durchaus kritischen Blick auf die Republik warfen.<br>\nDazu z&auml;hlen auch Aussagen zur Lohnentwicklung. In der ersten Variante stand: &ldquo;W&auml;hrend die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren L&ouml;hne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen.&rdquo; Diese verletze &ldquo;das Gerechtigkeitsempfinden der Bev&ouml;lkerung&rdquo; und k&ouml;nne &ldquo;den gesellschaftlichen Zusammenhalt gef&auml;hrden&rdquo;.<br>\nStattdessen wird nun angef&uuml;hrt, dass sinkende Reall&ouml;hne &ldquo;Ausdruck struktureller Verbesserungen&rdquo; am Arbeitsmarkt seien. Denn zwischen 2007 und 2011 seien im unteren Lohnbereich viele neue Vollzeitjobs entstanden, und so h&auml;tten Erwerbslose eine Arbeit bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/einkommensverteilung-in-deutschland-bundesregierung-schoent-armutsbericht-1.1535166\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong>&ldquo;Sinkende Reall&ouml;hne sind Ausdruck struktuereller Verbesserungen!&rdquo; hei&szlig;t es in dem bereinigten Bericht. So kann man zunehmende Armut nat&uuml;rlich auch beschreiben. Es ist ungeheuerlich, welches Ausma&szlig; Meinungsmache und Manipulation mittlerweile angenommen haben. Immerhin nimmt sich die SZ dieses Themas an und bringt den Bericht als Top-Meldung. Trotzdem ist es erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit Spitzenpolitiker hier zu &ldquo;Korrekturen&rdquo; aufrufen und diese auch prompt umgesetzt werden. Offensichtlich ist unsere Polit-Elite schon derart an solche Vorgehensweise gew&ouml;hnt, dass man diese f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich h&auml;lt. Wenn aber der Tag kommt, dass alle Demokraten glauben, ein derartiges Vorgehen w&auml;re &ldquo;normal&rdquo;, dann leben wir l&auml;ngst nicht mehr in einer Demokratie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eric Bonse &ndash; Europa kann es nicht<\/strong><br>\nIm dritten Jahr der Griechenlandkrise sollte man von Europa eine klare, schl&uuml;ssige und nachhaltige Rettungsstrategie erwarten. Doch was die Eurogruppe am Dienstag vorgelegt hat, ist weder klar noch schl&uuml;ssig &ndash; von nachhaltig ganz zu schweigen.<br>\nGriechenland bekommt die dringend ben&ouml;tigte Finanzhilfe nur tr&ouml;pfchenweise. Die L&ouml;sung des Schuldenproblems wird bis nach 2020 verschoben. Wahrscheinlich dauert es sogar bis 2040. Die sogenannte Rettung wird zur unendlichen Geschichte. Und die Details der Einigung kann noch nicht einmal Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble verst&auml;ndlich erkl&auml;ren.<br>\nEuropa kann es nicht, dieser Eindruck dr&auml;ngt sich nach dem x-ten Krisentreffen in Br&uuml;ssel auf. W&auml;hrend Griechenland weiter leiden muss, stehen andere Pleitestaaten wie Island l&auml;ngst wieder auf eigenen Beinen. Dabei war die Schuldenkrise dort viel h&auml;rter, und die Regierung in Reykjav&iacute;k musste sie ganz allein l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2012\/11\/28\/a0044\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann &ndash; Das n&auml;chste Kapitel: Spaniens Banken<\/strong><br>\nDie Euro-Staaten geben 40 Milliarden Euro f&uuml;r einen iberischen Rettungsfonds. Davon profitieren deutsche Institute.<br>\nIm Rahmen des von den Staaten der Euro-Zone bereits im Juli beschlossenen 100 Milliarden Euro schweren Rettungsprogramms f&uuml;r Spaniens Banken soll in K&uuml;rze erstmals Geld flie&szlig;en. Schon am Donnerstag, so schrieb Finanzstaatssekret&auml;r Steffen Kampeter dem Haushaltsausschuss des Bundestages, wollen die Finanzminister der Euro-Zone die Auszahlung einer ersten Tranche von voraussichtlich rund 40 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds ESM an Spanien freigeben. Der f&uuml;r die Bankensanierung eingerichtete Staatsfonds FROB soll anschlie&szlig;end das Geld dazu nutzen, &uuml;berschuldete Geldh&auml;user mit neuem Kapital auszustatten (siehe Kasten). Zur Auflage will die EU-Kommission den betroffenen Banken vorschreiben, insgesamt 8000 Stellen abzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/schuldenkrise-das-naechste-kapitel-spaniens-banken\/7445914.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Hedge-Fonds machen Kasse in Athen<\/strong><br>\nDer R&uuml;ckkauf von Griechenlands Schulden l&auml;sst Spekulanten profitieren. Bei der freiwilligen Aktion k&ouml;nnten viele Kasse machen. Manche d&uuml;rften dabei ihren Einsatz verdoppeln. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Es gab im Sommer Hedge-Fonds &ndash; vor allem aus London und aus den USA -, die griechische Anleihen gekauft haben, weil sie der Meinung waren, dass die Papiere zum damaligen Preis unterbewertet waren&rdquo;, sagte Marcus Storr, Hedge-Fonds-Analyst beim Analysehaus Feri. &ldquo;Diese Fonds w&uuml;rden davon profitieren, falls die Anleihen jetzt zu einem doppelt so hohen Preis zur&uuml;ckgekauft werden.&rdquo; Einige Fonds h&auml;tten jedoch zuvor mit Griechenland-Anleihen Geld verloren.<br>\nWenn alle Investoren, die im Sommer eingestiegen sind, ihre Griechenland-Anleihen bis zuletzt behalten haben, k&ouml;nnen sie zusammen rund 160 Mio. Euro an Gewinn einstreichen. Bei einem Einsatz von 390 Mio. Euro &ndash; so hoch waren die Ums&auml;tze mit den Papieren mindestens seit Anfang Juli &ndash; entspr&auml;che dies einer durchschnittlichen Rendite von 42 Prozent. Dies zeigen exklusive FTD-Berechnungen, die auf Daten der griechischen Zentralbank und des Finanznachrichtendienstes Bloomberg basieren. Anleger, die im Juli Griechen-Anleihen gekauft und bis zuletzt gehalten haben, k&ouml;nnen ihr Geld sogar verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:griechenland-hilfe-hedge-fonds-machen-kasse-in-athen\/70122761.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gutachten des deutschen Sachverst&auml;ndigenrats f&uuml;r Frankreich?<\/strong><br>\nUmgekehrt w&auml;re richtig und notwendig: Franzosen, Griechen, Spanier, Portugiesen &ndash; schreibt Deutschland ein Gutachten dar&uuml;ber, wie eine W&auml;hrungsunion funktioniert, und was Deutschland vers&auml;umt und daher zu tun hat!<br>\nSelbst diejenigen, die durch die st&auml;ndige Auseinandersetzung mit der deutschen Politik, insbesondere der Wirtschafts- und Sozialpolitik, schon einiges gewohnt sind, d&uuml;rften verwundert, vielleicht auch emp&ouml;rt oder einfach nur resignierend den Kopf sch&uuml;ttelnd reagiert haben: Soll doch der deutsche Bundesfinanzminister, der bisher weder durch &ouml;konomische Kompetenz noch durch menschliche Personalf&uuml;hrung positiv aufgefallen ist, wohl aber auf beiden Gebieten durch unmenschliche H&auml;rte, laut Medienberichten tats&auml;chlich erw&auml;gen, den deutschen Sachverst&auml;ndigenrat ein Gutachten f&uuml;r Frankreich ausarbeiten zu lassen. (&hellip;)<br>\nUnd diese Sachverst&auml;ndigen sollen Frankreich ein Gutachten schreiben? &Ouml;konomen und Politiker in Frankreich, Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, bitte, begehrt endlich auf gegen diese deutsche Schulmeisterei, die noch dazu unterste &ouml;konomische Schublade ist, und schreibt umgekehrt Deutschland ein Gutachten, eines mit &ouml;konomischem Sachverstand!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=6643\">Wirschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es ist in der Tat be&auml;ngstigend und besch&auml;mend, mit welch bodenloser Unverforenheit die hiesigen neoliberalen Chauvinisten seit dem Regierungswechsel in Frankreich eine in wachsendem Ma&szlig;e widerw&auml;rtige Stimmungsmache gegen unsere franz&ouml;sischen Nachbarn betreiben. Diese Polititkampagne verschweigt, da&szlig; Deutschland seit der Fixierung der Euro-Umtauschkurse der einstmals eigenst&auml;ndigen europ&auml;ischen W&auml;hrungen bei der Lohnst&uuml;ckkosten-Entwicklung wegen des hiesigen Lohn- und Sozialdumping massiv gegen das Inflationsziel der EZB (welches von den Staaten der Eurozone weder &uuml;ber- noch unterschritten werden soll) versto&szlig;en hat.<br>\nSeit dem Jahre 1999 hat sich hierdurch die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der franz&ouml;sischen Wirtschaft gegen&uuml;ber Deutschland um ca. 20 Prozent verschlechtert. Der wechselkurstreibende Effekt der massiven deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse hat die franz&ouml;sische Wettbewerbsf&auml;higkeit auch gegen&uuml;ber den Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone deutlich geschw&auml;cht. Dies ist eingetreten, obwohl sich Frankreichs Lohnst&uuml;ckkostenentwicklung seit 1999 nahezu exakt an der Zielinflationsrate der EZB orientiert hat!<br>\nHeiner Flassbeck schreibt in seinem j&uuml;ngst in der Financial Times Deutschland ver&ouml;ffentlichten Beitrag unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2012\/november2012\/Exportjunkie.pdf\">&ldquo;Der Exportjunkie h&auml;ngt weiter an der Nadel &ndash; Warum beim Sachverst&auml;ndigenrat die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse unter den Tisch fallen&rdquo; [PDF &ndash; 28.8 KB]<\/a>:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Euroland ist in der Rezession. Da hat sich der deutsche Sachverst&auml;ndigenrat (SVR) gedacht, es sei wohl besser, die Zahl, die Europas Misere am klarsten charakterisiert, erst gar nicht in seinem neuen Gutachten zu erw&auml;hnen. Was ich nicht wei&szlig;, macht mich nicht hei&szlig;! In der Tat hat es der SVR geschafft, den mit 150 Milliarden Euro extrem und unvermindert hohen deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss des Jahres 2012 einfach zu verschweigen. Auf den 390 Seiten des neuen Jahresgutachtens inklusive der Tabellen kommt diese Zahl nicht einmal vor. Immerhin erw&auml;hnt der Rat, dass das gesamte mickrige Wachstum dieses Jahres (0,8 Prozent) ausschlie&szlig;lich von diesem &Uuml;berschuss generiert wird, denn der Beitrag der Inlandsnachfrage ist Null! Aber klar und deutlich zugeben, dass auch in diesem Jahr die Handelspartner Deutschlands neue Schulden von 150 Milliarden auft&uuml;rmen (die sieche Eurozone davon immerhin etwa 60 Milliarden), weil Deutschland ohne die Exportdroge nicht &uuml;ber die Runden kommt, das ging ihm dann doch wohl zu weit.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dieses &ldquo;Schurkenst&uuml;ck&rdquo; des deutschen Sachverst&auml;ndigenrates, auf 390 Seiten einschlie&szlig;lich des tabellarischen Anhangs jene Zahl (150 Mrd. Euro Leistungsbilanz&uuml;berschuss allein im Jahre 2012) zu verschweigen, die Zeugnis davon ablegt, da&szlig; die deutsche Wirtschaft in der Tat auch weiterhin an der &ldquo;Exportnadel&rdquo; h&auml;ngt, ist an Dreistigkeit kaum zu &uuml;berbieten. Dies sollte in der Tat f&uuml;r Frankreich und zahlreiche weitere Staaten, denen von den hiesigen politischen, &ouml;konomischen und medialen Gralsh&uuml;tern der neoliberalen Ideologie tagt&auml;glich dreiste Unversch&auml;mtheiten um die Ohren geschlagen werden, Anla&szlig; daf&uuml;r sein, ein unabh&auml;ngiges Gutachten &uuml;ber die parasit&auml;re deutsche Dumpingpolitik der vergangenen 15 Jahre und deren verh&auml;ngnisvolle Auswirkungen anfertigen zu lassen. Diese Dumpingpolitik hat ja nicht nur ganz entscheidend zu den &ouml;konomischen Verwerfungen innerhalb der Eurozone mit beigetragen, sondern ist auch f&uuml;r die massive Ausweitung des deutschen Niedriglohnsektors, die dramatische Verschlechterung der hiesigen Arbeitsplatzqualit&auml;t, das zuk&uuml;nftige Anwachsen der Altersarmut und die stark angewachsene Ungleichverteilung bei Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland verantwortlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland-Hilfe &ndash; Die EZB als Staatsfinancier<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank soll Griechenland mit weiteren 9 Milliarden Euro finanzieren &ndash; mit Geld aus ihrem Notfallprogramm f&uuml;r Banken. Mit Geldpolitik hat das nichts mehr zu tun. Das ist reine Staatsfinanzierung &ndash; auch wenn die EZB das leugnet. [&hellip;]<br>\nAuch wenn die EZB das leugnet, verst&ouml;&szlig;t sie so gegen das zentrale Prinzip f&uuml;r eine stabile W&auml;hrung: Sie stellt die Notenpresse in den Dienst der Politik. Da sollte sich niemand wundern, wenn die Leute um ihr Geld f&uuml;rchten und der EZB und dem Euro nicht mehr vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/griechenland-hilfe-die-ezb-als-staatsfinancier-11970003.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dass die FAZ-Wirtschaftsredaktion hinter jeder EZB-Aktion eine Gefahr f&uuml;r die Geldwertstabilit&auml;t sieht, geh&ouml;rt mittlerweile schon zum tristen Medienalltag. Mit der Anmerkung, dass die EZB-Kredite an Griechenland eine Form der Staatsfinanzierung darstellen, hat die FAZ jedoch Recht. Es ist h&ouml;chste Zeit, das EZB-Statut zu &auml;ndern und die Kompetenzen der EZB zu erweitern. Davon h&auml;lt man in der Wirtschaftsredaktion der FAZ freilich nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>OECD fordert gerechte Sparpolitik<\/strong><br>\nZur &Uuml;berwindung der Euro-W&auml;hrungskrise r&auml;t die OECD den Regierungen, sanfter zu k&uuml;rzen und daf&uuml;r die Besserverdiener mit h&ouml;heren Steuern zu belasten. F&uuml;r eine gerechtere Sanierung der Haushalte sieht die OECD gen&uuml;gend SpielraumDie drastischen Sparprogramme in Europa haben Millionen Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut gest&uuml;rzt und in den Krisenstaaten heftige Proteste ausgel&ouml;st. Nun pl&auml;diert die Industriel&auml;nder-Organisation OECD daf&uuml;r, beim Sparen nicht zu &uuml;bertreiben. Bei der Sanierung ihrer Haushalte sollten die Staaten mehr als bisher darauf achten, dass die Lasten gerecht verteilt werden &ndash; und zwar in Europa und anderswo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/schuldenkrise-oecd-fordert-gerechte-sparpolitik,1471908,20978204.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Robert von Heusinger  &ndash; Abschied vom Neoliberalismus<\/strong><br>\nH&ouml;rt, h&ouml;rt! Die OECD, die wirtschaftspolitische Denkfabrik der reichen Industriel&auml;nder, befasst sich in ihrem j&uuml;ngsten Wirtschaftsausblick mit dem fairen Sparen. Wie sollen die Staatshaushalte nach der Finanzkrise in Ordnung gebracht werden, fragt sie? Welche Steuern sollen erhoben, welche Ausgaben gek&uuml;rzt werden, ohne dass der Eindruck entsteht, es gehe unfair zu?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-zur-oecd-abschied-vom-neoliberalismus,1472602,20977798.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hayek, Friedman, and the Illusions of Conservative Economics<\/strong><br>\nJUST AS I WAS wondering how to start this review, along came the Sunday New York Times Magazinewith a short article by Adam Davidson with the title &ldquo;Made in Austria: Will Friedrich von Hayek be the Tea Party&rsquo;s Karl Marx?&rdquo; One Tea Party activist reported that his group&rsquo;s goal is to fill Congress with Hayekians. This project is unlikely to go smoothly if the price of admission includes an extensive reading of Hayek&rsquo;s writings. As Davidson remarks, some of Hayek&rsquo;s ideas would not go down well at all with the American far right: among them is a willingness to entertain a national health care program, and even a state-provided basic income for the poor.<br>\nThe source of confusion here is that there was a Good Hayek and a Bad Hayek. The Good Hayek was a serious scholar who was particularly interested in the role of knowledge in the economy (and in the rest of society). Since knowledge&mdash;about technological possibilities, about citizens&rsquo; preferences, about the interconnections of these, about still more&mdash;is inevitably and thoroughly decentralized, the centralization of decisions is bound to generate errors and then fail to correct them. The consequences for society can be calamitous, as the history of central planning confirms. That is where markets come in. All economists know that a system of competitive markets is a remarkably efficient way to aggregate all that knowledge while preserving decentralization.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tnr.com\/article\/books-and-arts\/magazine\/110196\/hayek-friedman-and-the-illusions-conservative-economics#\">The New Republic<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stahlfirma lockt Bewerber mit Tickets f&uuml;r Heavy-Metal-Festival<\/strong><br>\nWie finden Firmen in strukturschwachen Regionen neues Personal? Ein Unternehmen aus Schleswig-Holstein geht ungew&ouml;hnliche Wege und kooperiert mit dem Wacken-Festival.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/bewerbung\/2012-11\/stellenanzeige-heavy-metal\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leider findet man keine Angabe zum gebotenen Gehalt, denn &uuml;ber Geld redet man offenbar nicht bei der Anwerbung von Bewerbern. Stattdessen setzt man also auf die Belohnung mit Glasperlen.<\/em><br>\n<em>Daf&uuml;r konnte in dem Artikel noch die phantastische Zahl von &ldquo;253.000 fehlenden Fachkr&auml;ften&rdquo; untergebracht werden &ndash; in einer &ldquo;strukturschwachen Region&rdquo;, wie der Artikel selbst konstatiert. Sicher doch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Volker L&ouml;sch, 150ste Montagsdemo, Stuttgart<\/strong><br>\nliebe &ndash; zum 150sten male &ndash; montags demonstriererende !<br>\ndie gr&ouml;&szlig;te fehleinsch&auml;tzung innerhalb der b&uuml;rgerbewegung gegen S21 wurde genau vor einem jahr, nach der VA, gleich mehrfach getroffen:\n<ul>\n<li>dass sich unsere protestgr&uuml;nde und themen erledigt h&auml;tten.<\/li>\n<li>dass nicht mehr ausreichend viele mobilisiert werden k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>dass der kampf auf der stra&szlig;e und gegen S21 sinnlos und verloren,<\/li>\n<li>dass das ritual der montagsdemonstrationen entleert sei,<\/li>\n<\/ul>\n<p>aber wenn die vielen tausenden, die seitdem durch ihr stetes kommen, durch ihre unerm&uuml;dliche organisationsarbeit, durch ihr beharrliches intervenieren und inhaltliches insistieren, wenn all die tausende von kopfbahnhofreundinnen und freunde auf die sich im irrtum befundenen orakel aus den eigenen reihen geh&ouml;rt h&auml;tten, dann, und das ist gewiss, g&auml;be es diese einzigartige protestbewegung nicht mehr!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/rede_261112_volker_loesch_150ste_mo-demo.pdf\">Volker L&ouml;sch [PDF &ndash; 107,3 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-lAp6ByHLNo\">Die Rede auf YouTube<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vBd3GZINKLU&amp;feature=youtu.be\">Die Rede von Egon Hopfenzitz auf YouTube<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Juristenkl&uuml;ngel hetzt Konzerne auf Staaten<\/strong><br>\nNur eine kleine, eng verdrahtete Gruppe von Elitejuristen unterst&uuml;tzt Gro&szlig;konzerne bei ihren Klagen gegen Staaten &ndash; mit oft erschreckenden Interessenkonflikten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Br&uuml;sseler Lobbykritiker vom Corporate Europe Observatory. Die Folge: Umwelt- und Sozialstandards ziehen regelm&auml;&szlig;ig gegen&uuml;ber Unternehmensinteressen den K&uuml;rzeren. Vor internationalen Schiedsgerichten unterliegen Regierungen h&auml;ufig. Der Schutz von Investitionen wird hier h&auml;ufig als schwerwiegender als gesellschaftliche Interessen gewertet. &ldquo;Die internationale Investitionsschiedsgerichtsbarkeit ist weder gerecht noch unabh&auml;ngig&rdquo;, sagt Mitautorin Cecilia Olivet von der Amsterdamer Forschungseinrichtung Transnational Institute. Eine Handvoll Kanzleien w&uuml;rden Konzerne in der ganzen Welt dazu ermuntern, Regierungen zu verklagen. Dies habe zu einem deutlichen Anstieg solcher Klagen in den letzten Jahren gef&uuml;hrt. Allein die drei weltweit gr&ouml;&szlig;ten Kanzleien, Freshfields aus Gro&szlig;britannien sowie White &amp; Case und King &amp; Spalding aus den USA, h&auml;tten 2011 etwa 130 von 450 bekannten F&auml;llen betreut. Zudem sind laut Olivet mehr als die H&auml;lfte der bekannten Klagen im vergangenen Jahr von nur 15 Richtern entschieden worden. Zwischen Kanzleien, Richtern, Konzernen und Politik sei eine &ldquo;munter schwingende Dreht&uuml;r&rdquo; zu beobachten, die Interessenkonflikte nahelege, sagt die Wissenschaftlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F11%2F27%2Fa0078&amp;cHash=622436690c7825b0869e5f5c022d834a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Revenge of the Reality-Based Community<\/strong><br>\nMy life on the Republican right&mdash;and how I saw it all go wrong.<br>\nI know that it&rsquo;s unattractive and bad form to say &ldquo;I told you so&rdquo; when one&rsquo;s advice was ignored yet ultimately proved correct. But in the wake of the Republican election debacle, it&rsquo;s essential that conservatives undertake a clear-eyed assessment of who on their side was right and who was wrong. Those who were wrong should be purged and ignored; those who were right, especially those who inflicted maximum discomfort on movement conservatives in being right, ought to get credit for it and become regular reading for them once again.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theamericanconservative.com\/articles\/revenge-of-the-reality-based-community\/\">The American Conservative<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ein Konservativer rechnet mit seiner Partei ab: Der rechtskonservative Bruce Bartlett erz&auml;hlt seinen Werdegang als konservativer Republikaner, und wie er erkannt hat, dass Republikaner nicht wirklich konservativ sind, dass Obama nicht linksliberal ist und dass Keynes Recht hatte. Sehr lesenswert, leider nur auf Englisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Extremisten der Mitte<\/strong><br>\nBundeszentrale f&uuml;r politische Bildung erkl&auml;rt Neonazi-Mordserie an Migranten zu Reaktion auf &raquo;linke Autobrandstifter&laquo; &ndash; und zieht ihr Material zur&uuml;ck. &raquo;Es herrscht Bombenstimmung in Deutschland&laquo;, beginnt der Videobeitrag mit dem Titel &raquo;Ahnungslos &ndash; was ist Extremismus?&laquo; In grobgestrickter Comicmanier erl&auml;utert der knapp zweieinhalb Minuten lange Film, was &raquo;Extremisten&laquo; sind: Religi&ouml;se Fanatiker, Linke und Rechte an den &raquo;R&auml;ndern der Gesellschaft&laquo;. Was diese Personen sonst so machen? &raquo;Die Linken fackeln Luxuskarossen ab und die Rechten kontern mit den sogenannten D&ouml;nermorden&laquo;. Seit August war der Film im Internet &ndash; auf Youtube und auf der Webseite der Beh&ouml;rde &ndash; zu sehen, doch es sollte mehrere Monate dauern, bis die ungeheuerliche Sequenz zum Politikum wurde. Die Morde des &raquo;Nationalsozialistischen Untergrundes&laquo; an Migranten, deren Boulevard-Bezeichung als &raquo;D&ouml;nermorde&laquo; es mittlerweile zum Unwort des Jahres gebracht hat &ndash; eine Reaktion der Neonazis auf Autobrandstiftungen von vermeintlichen Linken? In einem Interview mit Radio Dreyeckland vom 22. November hatte die Bundeszentrale, die dem deutschen Innenministerium untersteht und deren Aufgabe darin besteht, &raquo;demokratisches Bewu&szlig;tsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu st&auml;rken&laquo;, das Video noch verteidigt. Einen Tag sp&auml;ter verschwand der Streifen dann aus dem Netz &ndash; statt dessen fand sich auf Youtube folgende Erkl&auml;rung: &raquo;Unsere Intention bez&uuml;glich des Videos ist offensichtlich nicht verstanden worden und insbesondere die Formulierungen &rsaquo;kontern&lsaquo; und &rsaquo;D&ouml;nermorde&lsaquo; sind ungl&uuml;cklich gew&auml;hlt.&laquo; Aus diesem Grunde habe sich die Redaktion entschieden, das Video zu &raquo;&uuml;berarbeiten&laquo;. Erstellt worden sei der Kurzfilm im &uuml;brigen vom &raquo;verantwortlichen Fachbereich nach sehr intensiver und langer Beratung mit einem Expertisekreis&laquo;, so der Text auf Youtube. Dieser h&auml;tte sich entschieden, &raquo;f&uuml;r bestimmte Themen&laquo; auch &raquo;kontrovers beurteilte Vermittlungsformen&laquo; zu w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/11-28\/058.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ganze Video ist eine einzige Zumutung. Da wird eben so mal locker flockig, poppig unsere Jugend in zwei Minuten &uuml;ber den Extremismus aufgekl&auml;rt, <a href=\"http:\/\/livingscoop.com\/watch.php?v=MjU0NQ==\">aber sehen Sie selbst<\/a>!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bayerische Staatsregierung reagiert im Fall Mollath<\/strong><br>\nIn die Aff&auml;re um die Zwangsunterbringung von Gustl Mollath kommt Bewegung: Nach SZ-Informationen will die Staatsanwaltschaft N&uuml;rnberg vor Gericht beantragen, dass der Fall noch einmal &uuml;berpr&uuml;ft wird. Auch Ministerpr&auml;sident Seehofer hat sich eingeschaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/nach-zwangsunterbringung-in-psychiatrie-bayerische-staatsregierung-reagiert-im-fall-mollath-1.1534477\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum Seehofer eingreift<\/strong><br>\nBayerns Ministerpr&auml;sident Seehofer dringt darauf, den Fall des wom&ouml;glich zu Unrecht in die Psychiatrie eingewiesenen Gustl Mollath neu aufzurollen. Die Causa h&auml;tte ihm gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnen. F&uuml;r seine Einmischung muss er jetzt mit der Emp&ouml;rung der Juristen rechnen. F&uuml;r Seehofer ist es das kleinere &Uuml;bel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/neue-untersuchung-im-fall-mollath-warum-seehofer-eingreift-1.1534742\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nicht die beste: die einzige Regierung<\/strong><br>\nDie beste Regierung seit der Wiedervereinigung &ndash; und man kann nicht mal viel dagegen sagen. Nicht weil sie es ist, sondern weil es keine Regierung gibt, die man Merkel zur Entkr&auml;ftung ihres Unsinns unter die Nase schmieren k&ouml;nnte. Wer sollte denn besser gewesen sein? Die rot-gr&uuml;ne Autosuggestion vielleicht? Das feiste Gel&auml;chter von den roten und gr&uuml;nen R&auml;ngen, das Merkel erntete, als sie selbstverherrlicht vor den Bundestag trat, ist deshalb unertr&auml;glich. Man kann mit diesen Leuten nicht ins Lachen &uuml;ber diese Kanzlerin des Augenwischs einstimmen, denn sie gackerten nur, weil sie damit sagen wollten: Wir waren dazumal viel besser!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/11\/nicht-die-beste-die-einzige-regierung.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>DWN: Handelsblatt will FTD-Abodatei kaufen<\/strong><br>\nNicht nur das Wall Street Journal schielt auf die Leser der Financial Times Deutschland: Nach Informationen der Deutschen Wirtschaftsnachrichten scheint auch das Handelsblatt Interesse an den Abonnenten des G+J-Wirtschaftsblattes zu haben. Treffen die Verlage eine Vereinbarung, w&uuml;rde nicht nur die Abo-Datei, sondern auch die Domain ftd.de an die D&uuml;sseldorfer &uuml;bergehen. Der kolportierte Kaufpreis f&uuml;r das Datenpaket soll im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/handelsblatt-will-abodatei-der-ftd-kaufen\/2012\/11\/27.html?utm_campaign=NEWSLETTER_SONDER&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nicht nur qualitativ, sondern auch ideologisch liegen zwischen der FTD und dem Handelsblatt Welten. Es ist mehr als fraglich, ob die FTD-Leser zu Gabor Steingarts neoliberalen Allerweltsblatt wechseln werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Arte-Dokumentation &ndash; Wie Armut gemacht wird<\/strong><br>\nDas Elend vor unserer Haust&uuml;r: Arte widmet sich in einer Doku-Reihe dem Thema globale Armut. Den Auftakt macht ein Film, der eindringlich zeigt, wie neoliberale Reformen Menschen in ganz Europa langsam ins Abseits treiben &ndash; und wie Deutschland dabei mit schlechtem Vorbild voran geht.<br>\nIn der achtteiligen Doku-Reihe &ldquo;Why Poverty?&rdquo; beleuchtet Arte dankenswerterweise das Ph&auml;nomen der &ldquo;Armut &ndash; eine globale Herausforderung&rdquo;. Gezeigt werden in der Themenwoche unter anderem die Arbeit von Lobbyisten des guten Willens wie Bono und Bob Geldof, die Ausbeutung des afrikanischen Kontinents und seiner Einwohner, eine Bewegung engagierter M&uuml;tter im indischen Rajasthan, die Kluft zwischen Haben und Nichthaben in New York oder die Sackgasse des chinesischen Bildungssystem. [&hellip;]<br>\nButterwegge nennt dies &ldquo;ein Konzept&rdquo;, es sei &ldquo;kein politischer Betriebsunfall&rdquo;. Offen l&auml;sst der Film leider, wo genau da das Konzept ist und welche &Uuml;berlegungen zu diesen verheerenden Ma&szlig;nahmen gef&uuml;hrt haben. Es wird viel Schuld zugewiesen, dem Finanzsystem, der Sozialdemokratie, dem Kapitalismus eben &ndash; ohne dass jene, die diese Armut &ldquo;gemacht&rdquo; haben, zu Wort k&auml;men und versuchen w&uuml;rden, ihr Handeln zu rechtfertigen. Ist wirklich alles &ldquo;alternativlos&rdquo;? Wo beispielsweise st&uuml;nde Deutschland heute, h&auml;tte es die Agenda 2010 nie gegeben? Was w&auml;ren die Alternativen gewesen? Dar&uuml;ber h&auml;tte man gerne mehr erfahren, gerne auch von einem kaltbl&uuml;tigen Schurken in Nadelstreifen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/die-arte-doku-gemachte-armut-zeigt-die-verelendung-in-europa-a-869514.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/why-poverty\/6955092.html\">Why Poverty? &ndash; Armut, eine globale Herausforderung &ndash; arte TV<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Schlussbemerken, die sich die SPIEGEL-Online-Schreiber wohl nicht verkneifen konnten, zeugt wieder einmal davon, dass SPIEGEL Online intellektuell ausgeblutet ist und es nicht schafft, einmal &uuml;ber den neoliberalen Tellerrand zu blicken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wissenschaftsfreiheit und Transparenz oder Drittmittelforschung und Betriebsgeheimnisse?<\/strong><br>\nPodiumsdiskussion am Montag, den 3. Dezember, 18:00 Uhr in der Aula der Universit&auml;t K&ouml;ln<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121128_asta_koeln.jpg\">Asta Universit&auml;t zu K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Erg&auml;nzender Hinweis zu: &ldquo;Meinungsmache bestimmt das politische Leben. Hier der Blick auf die Manipulationen der Woche &ndash; Nr. 1&rdquo;<\/strong><br>\nDie allj&auml;hrliche Weihnachts-&ldquo;Kauflaune-&rdquo; und &ldquo;Kaufrausch&rdquo;-Berichterstattung unserer Medien wurde von der Nachrichtenagentur dpa und der Redaktion der Frankfurter Rundschau bereits am 8.11.2012 eingel&auml;utet.\n<p>In dem FR-Beitrag unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Einzelhandel Weihnachten: H&auml;ndler rechnen mit Rekord zum Fest&rdquo; schreibt die Redakteurin der Frankfurter Rundschau einleitend:<br>\n&ldquo;Deutschlands Einzelh&auml;ndler rechnen in diesem Jahr im Weihnachtsgesch&auml;ft mit Rekorderl&ouml;sen. Der Einzelhandel werde erstmals im Weihnachtsgesch&auml;ft &uuml;ber 80 Milliarden Euro umsetzen, sagte der Pr&auml;sident des Handelsverbands Deutschland, Josef Sanktjohanser.&rdquo;<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/einzelhandel-weihnachten-haendler-rechnen-mit-rekord-zum-fest,1472780,20821904.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p>Erg&auml;nzend zu Albrecht M&uuml;llers Hinweis zur ZDF-Berichterstattung bzgl. der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15257\">angeblich ausgezeichneten &ldquo;Weihnachts-Kauflaune&rdquo; der deutschen Verbraucher<\/a> schreibt unser Leser G.K.:<\/p>\n<p><em>Die FR-Redakteurin bezieht sich in ihrem Bericht auf folgende auch von der Frankfurter Rundschau ver&ouml;ffentlichte dpa-Meldung: &ldquo;Einzelh&auml;ndler erwarten Rekordumsatz im Weihnachtsgesch&auml;ft&rdquo;.<\/em> <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/newsticker\/einzelhaendler-erwarten-rekordumsatz-im-weihnachtsgeschaeft,11005786,20820212.html\">Die dpa-Meldung<\/a> hat folgenden Wortlaut: <\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Berlin. Deutschlands Einzelh&auml;ndler rechnen in diesem Jahr im Weihnachtsgesch&auml;ft mit Rekorderl&ouml;sen. Der Einzelhandel werde erstmals im Weihnachtsgesch&auml;ft &uuml;ber 80 Milliarden Euro umsetzen, sagte der Pr&auml;sident des Handelsverbands Deutschland, Josef Sanktjohanser. Er rechne mit einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 80,4 Milliarden Euro. Die Branche sei trotz bestehender Konjunktursorgen robust. F&uuml;r das gesamte Jahr 2012 rechnet der HDE mit einem Umsatzr&uuml;ckgang von preisbereinigt 0,5 Prozent. (dpa)&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die eigentlich als &ldquo;Nachrichten&rdquo;-Agentur fungierende dpa betreibt hier nicht zum ersten Male neoliberale &ldquo;Kaufrausch&rdquo;-Propaganda, gerade so, als wolle sie den allmonatlichen Kaffeesatzlesereien des sog. &ldquo;GfK-Konsumklimaindex&rdquo; der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung einen scheinbar realen Hintergrund verleihen. Zu dieser dpa-Meldung und der darauf basierenden FR-Berichterstattung folgende beiden Anmerkungen: <\/p>\n<ol>\n<li><em>Am Textende der dpa-Meldung mu&szlig; selbst die dpa einr&auml;umen, da&szlig; die Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes im laufenden Jahr keinesfalls positiv verl&auml;uft: &ldquo;F&uuml;r das gesamte Jahr 2012 rechnet der HDE mit einem Umsatzr&uuml;ckgang von preisbereinigt 0,5 Prozent.&rdquo; Diese negative Umsatzentwicklung spricht der in unsch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit von nahezu allen Medien aufgetischten &ldquo;Kaufrausch&rdquo;- und &ldquo;Kauflaune&rdquo;-Propaganda Hohn (auch der gesamte private Verbrauch wird sich im laufenden Jahr gegen&uuml;ber dem Vorjahr nur geringf&uuml;gig erh&ouml;hen). Wieso die dpa trotz dieser negativen Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes den Chef des Einzelhandelsverbandes ohne kritsche Anmerkung mit der Aussage zitiert, die Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes verlaufe &ldquo;robust&rdquo;, bleibt das Geheimnis der dpa. Vor allem im langfristigen Vergleich des Einzelhandelsumsatzes zeigen sich die Negativfolgen des &uuml;ber viele Jahre andauernden deutschen Lohn- und Sozialdumping: Die aktuellen realen Einzelhandelsums&auml;tze liegen um -1,5 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2000 und um -1,7 Prozent unter dem Niveau des Jahres 1994, dem Jahr des Beginns der langen Datenreihe des Statistischen Bundesamtes! Diese in der Langfristperspektive miserable Umsatzentwicklung im Einzelhandel z&auml;hlt mit zu den Ursachen f&uuml;r die im Einzelhandelssektor verst&auml;rkt auftretenden Firmenpleiten (z.B. Quelle, Schlecker, Neckermann) und Unternehmenskrisen.<\/em><\/li>\n<li><em>Bei dem von der dpa berichteten 1,5 prozentigen Umsatzanstieg im Weihnachtsgesch&auml;ft auf 80,4 Mio. Euro handelt es sich um einen nominalen (d.h. nicht um die Inflation bereinigten) Umsatzanstieg. Die vom Statistischen Bundesamt f&uuml;r den Monat September 2012 ver&ouml;ffentlichte einzelhandelsspezifische Inflationsrate ohne den Tankstellenumsatz liegt jedoch bei 2,1 Prozent (mit Tankstellenumsatz: sogar 2,4 Prozent). Von einem tats&auml;chlichen &ldquo;Rekordumsatz&rdquo; im Weihnachtsgesch&auml;ft kann mithin keine Rede sein, denn der reale (inflationsbereinigte) Einzelhandelsumsatz im Weihnachsgesch&auml;ft wird sich laut vorliegender Prognose um ca. -0,6 Prozent (= 1,5% .\/. 2,1%) gegen&uuml;ber dem Vorjahr reduzieren.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Auch der Redaktion der Frankfurter Runschau kann man nur zurufen: Machen Sie sich nicht zum verl&auml;ngerten Arm der h&auml;ufig rechtskonservativ und neoliberal agierenden &ldquo;Nachrichten&rdquo;- Agentur dpa!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15268"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15268\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15271,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15268\/revisions\/15271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}