{"id":1527,"date":"2006-07-28T10:01:07","date_gmt":"2006-07-28T08:01:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1527"},"modified":"2006-08-25T10:27:42","modified_gmt":"2006-08-25T08:27:42","slug":"hinweise-des-tages-96","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1527","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more-->\t<\/p><ol>\n<li><strong>Wolken am Konjunkturhimmel<\/strong><br>\n&bdquo;Immer mehr Verbrauchern mangelt es an Vertrauen in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung&ldquo;, schrieben die Marktforscher der N&uuml;rnberger Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK).<br>\n&bdquo;Entscheidend f&uuml;r den privaten Verbrauch ist nicht die Entwicklung der Stimmung, sondern des Einkommens.&ldquo;, sagte dazu Ralph Solveen von der Commerzbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928\/Doc~E885D6DE11E854A9D86EF1A2E6657C425~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p>GfK-Chef der Horst W&uuml;bbenhorst: &ldquo;Deshalb m&uuml;ssen Politik und Wirtschaft unbedingt daf&uuml;r sorgen, dass die Einkommenserwartungen wieder zunehmen. Der B&uuml;rger darf nicht den Eindruck haben, dass er die Zeche zahlen muss&rdquo;, sagte GfK.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=936506\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em>Anmerkung: Sollte das unter deutschen &Ouml;konomen weit verbreitete Dogma, wonach es eine gesamtwirtschaftliche Nachfrageschw&auml;che als Ergebnis zu niedriger L&ouml;hne grunds&auml;tzlich nicht geben k&ouml;nne, endlich wanken? Weit gefehlt, denn nur einen Satz sp&auml;ter fordert W&uuml;bbenhorst: &bdquo;Dazu m&uuml;sse die Bundesregierung ihren eingeschlagenen Reformkurs konsequent weiter verfolgen.&ldquo;<br>\nWei&szlig; Horst W&uuml;bbenhorst tats&auml;chlich nicht, dass &bdquo;der B&uuml;rger&ldquo; l&auml;ngst verstanden hat, dass er mit sinkenden Realeinkommen die Zeche f&uuml;r diese Reformen bezahlen muss?<\/em><\/p>\n<p>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.jjahnke.net\/rundbr12.html#konjunk\">Joachim Jahnke: Hamsterstimmung vor der MWSt-Erh&ouml;hung bei sinkendem Glauben an Konjunkturerholung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Zweieinhalb Millionen Kinder leben in Armut<\/strong><br>\nDer Kinderschutzbund ist alarmiert von der hohen Zahl. Die Zahl der armen Kinder habe sich seit 2004 mehr als verdoppelt. Von 15 Millionen Kindern h&auml;tten 2,5 Millionen kaum Bildungschancen und lebten mit einem hohen Gesundheitsrisiko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=936505\">FR<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Auf diese erschreckenden Zahlen seien alle hingewiesen, die bei uns &uuml;ber Chancengerechtigkeit, Eigenverantwortung und Freiheit schwadronieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Lobpreisung des Lobbyismus in der WELT<\/strong><br>\n&ldquo;Ein feingesponnenes Netz aus Verbandsrepr&auml;sentanten und Parteifunktion&auml;ren, Fraktionsreferenten und Ministerialbeamten sorgt f&uuml;r den reibungslosen Ablauf im Politbetrieb. Bei den Anh&ouml;rungen im Parlament zu Gesetzvorhaben sind die Verbandsvertreter fest gebucht. Manchmal finden sich Passagen aus den Stellungnahmen w&ouml;rtlich in den Gesetzestexten wieder.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/07\/27\/975279.html\">WELT<\/a>\n<p><em>Kommentar: Dass manche Gesetze zum Teil nicht mehr von den gew&auml;hlten Volksvertretern, sondern von Lobbyisten formuliert werden, scheint die WELT-Autoren Stefan von Borstel und Cornelia Wolber nicht im Geringsten zu st&ouml;ren, im Gegenteil: &ldquo;Nach &ldquo;unten&rdquo; &ndash; bei ihren Mitgliedern, bauen sie &uuml;bertriebenen Hoffnungen vor, &ldquo;nach oben&rdquo; verhelfen sie den Ministerien zu einem Fachwissen, das sich die Beamten allein nie beschaffen k&ouml;nnten.&rdquo;<br>\nAuch hier keine kritische Anmerkung dar&uuml;ber, dass Ministerialbeamte offenbar nicht mehr in der Lage sind, sich selbst&auml;ndig und ohne interessengesteuerte F&uuml;hrung fachkundig zu machen.<br>\nF&uuml;r ihre unfassbar naive Lobpreisung des Lobbyismus haben die Autoren eine passende &Uuml;berschrift gew&auml;hlt:<br>\n&ldquo;Man kennt sich, man sch&auml;tzt sich. Wie Interessenvertreter in Berlin arbeiten und welche Vorteile der Politikbetrieb daraus zieht.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Atomkraft-Aufseher als Atomkraft-Kleinaktion&auml;r<\/strong><br>\nDietmar Keil hat &uuml;ber viele Jahre die Atomaufsicht in Baden-W&uuml;rttemberg geleitet. Nun stellt sich heraus, dass Keil damals bereits Kleinaktion&auml;r von EnBW war. Kritiker hatten Keil schon fr&uuml;her bei Pannen in den EnBW- Reaktoren mangelnde Distanz vorgeworfen. &ndash;<br>\nAuch der Pension&auml;r Dietmar Keil bleibt der EnBW verbunden: Er ist Kurator im Forum Kernenergie &ndash; einer von der EnBW-Stiftung Energieforschung eingerichteten Plattform zur &ldquo;offenen Diskussion&rdquo; von Fragen rund um die Kernenergie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=936067\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Bummelstudenten sind doch nicht reich<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will Geb&uuml;hrengegner bes&auml;nftigen und pr&auml;sentiert eine eigenwillige Interpretation einer Statistik. Demnach kommen die meisten Langzeitstudenten aus wohlhabendem Hause. Doch darin steckt ein Interpretationsfehler. Damit wolle die Regierung die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren legitimieren, sagte der Generalsekret&auml;r des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/07\/27\/a0077.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Demoskopen meiden Linkspartei<\/strong><br>\nDas Institut, das im Auftrag der Linkspartei eine Umfrage zur Oppositionsarbeit durchgef&uuml;hrt hatte, will nicht &ouml;ffentlich genannt werden &ndash; offenbar, weil es lukrative Auftr&auml;ge aus der Wirtschaft nicht verlieren will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/07\/27\/a0079.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Siemens verpennt Trends&rdquo;<\/strong><br>\nIm Com-Management habe es zuletzt zu viele Kaufleute und zu wenige Techniker gegeben, die zwar ihre Zahlen beherrscht, nicht aber die Produkte verstanden h&auml;tten. Wenn 100 deutsche Entwickler f&uuml;r ein Produkt ein Jahr brauchen, schaffen es 300 Besch&auml;ftigte aus Billiglohnl&auml;ndern in vier Monaten, das sei so eine in die Irre f&uuml;hrende Rechnung. Wer so denke, kenne die Entwicklungsprozesse in der Branche nicht. Die Entwicklung bei Com sei heute &uuml;ber mehrere Kontinente verteilt. Bei Problemen dauere es oft Tage, um sie zu l&ouml;sen. Fr&uuml;her sei man &uuml;ber den Flur gegangen. Die Folge seien auch wegen fehlender Testzeiten teils mangelhafte Produkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=936082\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Abschied von der B&ouml;rse<\/strong><br>\nREITs werden vom US-Aktienmarkt genommen, weil sich Investmenttrusts vor fallenden Kursen sch&uuml;tzen wollen. Tats&auml;chlich sitzen die von Pensionskassen, Versicherungen und Universit&auml;tsstiftungen finanzierten Investmenttrusts in der Klemme. In den vergangenen Jahren hatten sie die niedrigen Zinsen genutzt, um eifrig Aktien von REITs auf Kredit zu erwerben. Weil REITs ihre Gewinne nicht versteuern, sondern zu 90 Prozent an die Anleger aussch&uuml;tten m&uuml;ssen, fielen die Dividenden weit h&ouml;her aus als die Kosten f&uuml;r Zins und Tilgung des Fremdkapitals. Dadurch konnten die Investmentgesellschaften f&uuml;r ihre Geldgeber die versprochenen Eigenkapitalrenditen von 20 und mehr Prozent erwirtschaften. Doch durch die gro&szlig;e Nachfrage sind die B&ouml;rsenkurse der REITs so weit in die H&ouml;he geschossen, dass die Strategie nun nicht mehr aufgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/geldanlage\/99561.html\">FTD<\/a>\n<p><em>Anmerkung: CDU\/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag (dort Ziffer II. 3.) vereinbart, dass sie &bdquo;Rahmenbedingungen f&uuml;r neue Anlageklassen in Deutschland schaffen&ldquo; wollen, hierzu geh&ouml;re auch &bdquo;die Einf&uuml;hrung von Real Estate Investment Trusts (Reits) unter der Bedingung, dass die verl&auml;ssliche Besteuerung beim Anleger sichergestellt wird und positive Wirkungen auf Immobilienmarkt und Standortbedingungen zu erwarten sind&ldquo;. <\/em>(siehe <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/REIT\">de.wikipedia.org\/wiki\/REIT<\/a>).<br>\n<em>Offenbar besteht Anlass, bei REITs mehr als nur die verl&auml;ssliche Besteuerung beim Anleger in Frage zu stellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Krankenstand auf Rekordtief<\/strong><br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (25.08.2006)<\/em>\n<\/li>\n<li><strong>Otto K&ouml;hler: Wie Reinhard Mohns Stiftung bestimmt, wie viel Soldaten gegen jeweils 1.000 Neger in Afrika ausr&uuml;cken m&uuml;ssen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/30\/06300301.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Steuerfinanzierung der Sozialsysteme. Eine Kontroverse zwischen Christoph Butterwegge und Gert G. Wagner<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/30\/06300401.php\">Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/30\/06300402.php\">Freitag<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Wobei man Gert G. Wagner fragen m&uuml;sste, woher denn die ben&ouml;tigten Steuermehreinnahmen im &bdquo;Lohnsteuerstaat&ldquo; kommen sollen und was der Unterschied zwischen einer h&ouml;heren Steuerbelastung der Lohnsteuerzahler und der bisherigen Beitragsbelastung sein soll. Der Verweis auf Skandinavien hilft da nicht viel, weil dort eine v&ouml;llig andere kulturelle und rechtliche Tradition besteht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>WSI: Der Mythos vom Missbrauch von Hartz IV<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=936760&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/dokumentation&amp;em_ivw=fr_doku&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Arbeitsagentur plant radikale Ausd&uuml;nnung des F&ouml;rderkatalogs<\/strong><br>\n<em>Quelle 1: Nicht mehr erreichbar (25.08.2006)<br>\nQuelle 2: Nicht mehr erreichbar (25.08.2006)<\/em>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1527\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}