{"id":152806,"date":"2026-06-25T09:00:06","date_gmt":"2026-06-25T07:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152806"},"modified":"2026-06-25T07:15:59","modified_gmt":"2026-06-25T05:15:59","slug":"der-kampf-um-ressourcen-duerfte-erst-am-anfang-stehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152806","title":{"rendered":"Der Kampf um Ressourcen d\u00fcrfte erst am Anfang stehen"},"content":{"rendered":"<p>Trotz Einigung zwischen den USA und dem Iran k&ouml;nnte die Erholung der &Ouml;lpreise und der Versorgungslage noch Monate dauern. Das zeigen Daten der US-Regierung. Bevorstehende Midterm-Wahlen in den USA waren h&ouml;chstwahrscheinlich Ausl&ouml;ser f&uuml;r das Einlenken Donald Trumps bei den Verhandlungen mit der iranischen Regierung. Die Vereinigten Staaten k&ouml;nnten die Abh&auml;ngigkeit Chinas von Energieimporten weiterhin nutzen, um im Ringen um die Vormachtstellung in der Welt Vorteile zu erzielen. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten sowie die Kontrolle &uuml;ber s&uuml;damerikanische &Ouml;lexporte scheinen vorprogrammiert. Von <strong>Karsten Montag<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_316\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-152806-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260625_Der_Kampf_um_Ressourcen_duerfte_erst_am_Anfang_stehen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260625_Der_Kampf_um_Ressourcen_duerfte_erst_am_Anfang_stehen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260625_Der_Kampf_um_Ressourcen_duerfte_erst_am_Anfang_stehen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260625_Der_Kampf_um_Ressourcen_duerfte_erst_am_Anfang_stehen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=152806-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260625_Der_Kampf_um_Ressourcen_duerfte_erst_am_Anfang_stehen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260625_Der_Kampf_um_Ressourcen_duerfte_erst_am_Anfang_stehen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>US-Pr&auml;sident Donald Trump und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, der als Vermittler der Gespr&auml;che fungiert hat, haben in der Nacht von Sonntag auf Montag die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iran-abkommen-usa-krieg-100.html\">angek&uuml;ndigt<\/a>. Das Abkommen wurde <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iran-abkommen-was-es-bedeutet-100.html\">am Donnerstag unterzeichnet<\/a>. W&auml;hrend Sharif <a href=\"https:\/\/x.com\/CMShehbaz\/status\/2066268332832194810\">auf <em>X<\/em> berichtete<\/a>, dass beide Seiten die &bdquo;sofortige und dauerhafte Einstellung der Kampfhandlungen&ldquo; an allen Fronten, einschlie&szlig;lich im Libanon, erkl&auml;rt haben, <a href=\"https:\/\/truthsocial.com\/@realDonaldTrump\/posts\/116750587569914985\">meldete Trump auf <em>Truth Social<\/em><\/a> die sofortige und beiderseitige Aufhebung der Seeblockade der Stra&szlig;e von Hormus &ndash; ohne Erhebung einer Maut von iranischer Seite.<\/p><p>Die von der iranischen Nachrichtenagentur ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/en.mehrnews.com\/news\/245284\/What-do-we-know-about-details-of-anticipated-Iran-US-MoU\">14 Punkte des Abkommens<\/a> zeigen nicht nur, dass die USA gro&szlig;e Zugest&auml;ndnisse gemacht und sogar Reparationszahlungen zugestimmt haben, sondern auch, wo zuk&uuml;nftige Bruchstellen liegen. So hei&szlig;t es im ersten Punkt: &bdquo;Ein dauerhaftes und sofortiges Ende des Krieges an allen Fronten, einschlie&szlig;lich im Libanon.&ldquo; Israel hat w&auml;hrend der Verhandlungen mehrfach den Libanon angriffen, zuletzt <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-trump-iran-israel-libanon-100.html\">kurz vor der Bekanntgabe<\/a> der Einigung auf ein Abkommen. Kurz danach hat der israelische Verteidigungsminister Israel Katz <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/usa-iran-abkommen-israel-100.html\">angek&uuml;ndigt<\/a>, dass sich die Armee seines Landes nicht aus den besetzten Gebieten im Libanon, Syrien und im Gazastreifen zur&uuml;ckziehen wird. Renommierte geopolitische Analysten wie der US-&Ouml;konom Jeffrey Sachs <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vkhJdxpbz_g\">gehen daher davon aus<\/a>, dass die Einigung &auml;u&szlig;erst fragil ist.<\/p><p>In Punkt 5 ist festgelegt, dass die Wieder&ouml;ffnung der Stra&szlig;e von Hormus innerhalb von 30 Tagen &bdquo;nach iranischen Vorgaben&ldquo; erfolgen soll. Dies k&ouml;nnte der Behauptung Trumps widersprechen, dass die Seeblockade sofort und ohne Maut aufgehoben wird. Auch die Punkte 2 und 4, die Verpflichtung der USA zur Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des Iran und zur Achtung der Souver&auml;nit&auml;t der Islamischen Republik Iran sowie die Zusage der USA, ihre Truppen aus der Umgebung des Iran abzuziehen, bergen m&ouml;gliche Bruchstellen. Die zentralen Fragen sind hier, wie weit die Umgebung des Iran reicht und was eine Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten bedeutet. Werden die USA ihre Milit&auml;rbasen in Katar, Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait und in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgeben?<\/p><p><strong>Hohe &Ouml;lpreise und Versorgungsknappheiten noch mehrere Monate m&ouml;glich<\/strong><\/p><p>Selbst wenn es zeitnah zu einer &Ouml;ffnung der Stra&szlig;e von Hormus kommt, wird es wahrscheinlich noch Monate dauern, bis die weltweite &Ouml;lversorgung und der &Ouml;lpreis wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben. Dies geht aus Zahlen und Prognosen der US-Beh&ouml;rde &bdquo;U.S. Energy Information Administration&ldquo; (EIA) zur Produktion und zum Verbrauch fl&uuml;ssiger Treibstoffe sowie zum &Ouml;lpreis hervor. Zu fl&uuml;ssigen Treibstoffen z&auml;hlen laut EIA neben Roh&ouml;l auch Erdgaskondensat, Erdgas-Anlagenfl&uuml;ssigkeiten, die unter anderem zu Butan und Propan (LPG) umgewandelt werden, sowie sonstige Verarbeitungsgewinne aus der Raffinerie.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 1: Produktion und Verbrauch fl&uuml;ssiger Treibstoffe weltweit sowie &Ouml;lpreis in Barrel pro Tag bzw. US-Dollar (ab Juni 2026 Prognosedaten), Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/outlooks\/steo\/data.php?type=tables\">U.S. Energy Information Administration<\/a> (abgerufen am 9. Juni 2026)<\/small><\/p><p>In ihrem <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/outlooks\/steo\/pdf\/steo_full.pdf\">Monatsbericht vom Juni<\/a> erl&auml;utert die US-Beh&ouml;rde, dass ihre Prognosen auf der Annahme beruhen, dass die &Ouml;ltransporte im dritten Quartal 2026 wieder aufgenommen werden, dass es jedoch wahrscheinlich mehrere Monate dauern wird, bis das Verkehrsaufkommen wieder das Vorkriegsniveau erreicht. Dies sei aus Sicht der EIA erst Anfang 2027 der Fall.<\/p><p>Aus den Daten der US-Beh&ouml;rde, die bis einschlie&szlig;lich Mai 2026 auf gemessenen Werten beruhen, lassen sich noch weitere Erkenntnisse gewinnen. Erstens beruht die Steigerung des &Ouml;lpreises nach der Sperrung der Stra&szlig;e von Hormus &ndash; anders als zu Beginn des Krieges in der Ukraine Anfang 2022 &ndash; auf einer tats&auml;chlichen Verknappung von &Ouml;l und anderen fl&uuml;ssigen Treibstoffen auf dem Weltmarkt. Der hohe &Ouml;lpreis 2022 ist hingegen auf Panikk&auml;ufe und Spekulation zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, da sich lediglich die Absatzwege ver&auml;ndert haben. Russisches &Ouml;l floss vermehrt nach China und Indien statt nach Europa, w&auml;hrend die EU-L&auml;nder vermehrt Fracking-&Ouml;l <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115361\">aus den USA importierten<\/a>.<\/p><p>Zweitens l&auml;sst sich erkennen, dass es nach dem Angriff der USA und Israels im Juni 2025, dem sogenannten &bdquo;Zw&ouml;lftagekrieg&ldquo;, zu einer auff&auml;lligen, im Verh&auml;ltnis zum Verbrauch &uuml;berproportionalen &Ouml;lproduktion gekommen ist. Schlussendlich ist drittens mit der Sperrung der Meerenge im Persischen Golf auch ein tats&auml;chlicher Einbruch des weltweiten Verbrauchs zu verzeichnen. Diese beiden Ph&auml;nomene werden in den n&auml;chsten beiden Abschnitten n&auml;her beleuchtet.<\/p><p><strong>&Uuml;berproduktionen in Saudi-Arabien und Brasilien gingen an China<\/strong><\/p><p>Anhand der Daten der EIA l&auml;sst sich ermitteln, das insbesondere Saudi-Arabien, die USA und Brasilien ihre &Ouml;lproduktion zwischen Juli 2025 und Februar 2026 deutlich gesteigert haben.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 2: Abweichung der &Ouml;lproduktion im Zeitraum Juli 2025 bis Februar 2026 im Vergleich zum Zeitraum Juli 2024 bis Februar 2025 in Barrel pro Tag (ausgew&auml;hlte L&auml;nder), Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/outlooks\/steo\/data.php?type=tables\">U.S. Energy Information Administration<\/a> (abgerufen am 9. Juni 2026)<\/small><\/p><p>W&auml;hrend der Anstieg der &Ouml;lf&ouml;rderung in den USA und Brasilien mit einem jahrelangen Trend der Erh&ouml;hung der jeweils nationalen &Ouml;lproduktion einhergeht, steht die Anhebung der saudischen Produktion <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/saudi-arabia-boosts-oil-output-exports-us-attack-iran-contingency-sources-say-2026-02-25\/\">eindeutig in Zusammenhang<\/a> mit einem erwarteten weiteren milit&auml;rischen Konflikt in der Golfregion, wie er Ende Februar 2026 tats&auml;chlich eingetreten ist.<\/p><p>Hauptabnehmer von saudischem &Ouml;l ist mit Abstand China. <a href=\"https:\/\/oec.world\/en\/profile\/bilateral-product\/crude-petroleum\/reporter\/sau\">Ein Viertel der Erd&ouml;lexporte<\/a> aus Saudi-Arabien geht in das wirtschaftlich und milit&auml;risch aufstrebende ostasiatische Land. Weitere wichtige Empf&auml;nger sind S&uuml;dkorea, Japan und Indien. <a href=\"http:\/\/stats.customs.gov.cn\/indexEn\">Daten der chinesischen Zollbeh&ouml;rde<\/a> zeigen, dass China im Zeitraum Juli 2025 bis Februar 2026 knapp 30 Millionen Barrel Erd&ouml;l aus Saudi-Arabien sowie knapp 100 Millionen Barrel aus Brasilien mehr importiert hat als im Zeitraum Juli 2024 bis Februar 2025. Damit hat China einen Gro&szlig;teil der brasilianischen &Uuml;berproduktion sowie einen Teil der saudischen &Uuml;berproduktion abgegriffen und damit h&ouml;chstwahrscheinlich seine strategischen &Ouml;lvorr&auml;te aufgestockt. Diese sind nach <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/outlooks\/steo\/report\/energysecurity\/article.php\">Angaben der EIA<\/a> von 1.397 Millionen Barrel im vierten Quartal 2025 um 144 Millionen Barrel auf 1.541 Millionen Barrel im ersten Quartal 2026 angestiegen.<\/p><p><strong>Versorgungsengp&auml;sse haupts&auml;chlich in Asien<\/strong><\/p><p>Der Einbruch des weltweiten Verbrauchs fl&uuml;ssiger Treibstoffe im Kontext der Sperrung der Stra&szlig;e von Hormus, wie er in Abbildung 1 zu erkennen ist, l&auml;sst sich mithilfe der Daten der EIA grob geografisch verorten.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 3: &Ouml;lverbrauch nach Regionen in Barrel pro Tag, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/outlooks\/steo\/data.php?type=tables\">U.S. Energy Information Administration<\/a> (abgerufen am 9. Juni 2026)<\/small><\/p><p>W&auml;hrend in Nordamerika, Europa, Mittel- und S&uuml;damerika, Russland und Zentralasien sowie selbst in Afrika kein Einbruch bei den Verbrauchsdaten zu erkennen ist, l&auml;sst sich ein eindeutiger R&uuml;ckgang in den Regionen Asien und Ozeanien sowie Naher Osten verzeichnen.<\/p><p>Der R&uuml;ckgang im Nahen Osten ist vermutlich auf die Kriegshandlungen der USA, Israels und des Iran sowie die Drosselung der &Ouml;lproduktion der Golfstaaten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Denn die F&ouml;rderung von &Ouml;l und insbesondere die Raffination sind sehr energieaufwendig &ndash; bis zu 25 Prozent des Energieinhalts von Endprodukten wie Benzin, Diesel und anderen Erd&ouml;lprodukten. Auch eine eingeschr&auml;nkte Wirtschaft aufgrund der Kriegshandlungen kann ein Grund f&uuml;r den zur&uuml;ckgegangenen Verbrauch sein.<\/p><p>Der R&uuml;ckgang in Asien und Ozeanien steht hingegen eindeutig in Zusammenhang mit der Abh&auml;ngigkeit dieser Region von &Ouml;llieferungen aus den Golfstaaten. Myanmar, die Philippinen, Pakistan und Sri Lanka haben sogar Rationierungen und <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/2026_Iran_war_fuel_crisis\">Ma&szlig;nahmen f&uuml;r einen geringeren Verbrauch verh&auml;ngt<\/a>. S&uuml;dkorea, Thailand und Vietnam haben Energiesparkampagnen eingef&uuml;hrt. China hat Exporte eigenen &Ouml;ls beschr&auml;nkt und Teile seiner &Ouml;lvorr&auml;te freigegeben. Auch Japan konnte von seinen &Ouml;lreserven zehren und hat den Import von &Ouml;l aus den USA erh&ouml;ht. Australien und Neuseeland hatten hingegen nicht mit Treibstoffknappheiten zu k&auml;mpfen.<\/p><p>In der Hauptstadt Indonesiens kam es im Juni zu <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/indonesia-students-protest-economic-pressures-fc758948bc547075d62bcf80d8a7e827\">Protesten<\/a> gegen die hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise. Hohe Treibstoffpreise waren auch der <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/273aee17-25ee-4608-9be2-88433e28270e\">Ausl&ouml;ser f&uuml;r Ausschreitungen<\/a> in Kenia, Mosambik und auf den Komoren im Mai &ndash; <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/africa\/protests-erupt-over-kenya-fuel-price-hikes-strike-strands-commuters-2026-05-18\/\">zum Teil<\/a> mit <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/africa\/one-dead-comoros-clashes-erupt-over-rising-fuel-prices-2026-05-16\/\">Todesopfern<\/a>. In Irland waren bereits im April <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/cvgzd22w5ewo\">landesweite Proteste<\/a> gegen hohe Spritpreise zu verzeichnen gewesen.<\/p><p><strong>Bevorstehende Midterm-Wahlen in den USA wahrscheinlich Ausl&ouml;ser f&uuml;r das Einlenken Trumps<\/strong><\/p><p>Es werden aber kaum die sozialen Spannungen und die wirtschaftlichen Einbu&szlig;en in den von Treibstoffmangel und hohen Preisen geplagten asiatischen, afrikanischen oder europ&auml;ischen L&auml;ndern gewesen sein, die Trump zu einem Einlenken bei den Verhandlungen um ein Friedensabkommen mit dem Iran bewogen haben. Das hat seine bisherige <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Von-Vietnam-bis-Lesotho-US-Zoelle-zerstoeren-Existenzen-10349423.html\">r&uuml;cksichtslose Zollpolitik<\/a> deutlich gezeigt. Ausschlaggebend d&uuml;rften eher seine Umfragewerte in den USA angesichts der bevorstehenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Halbzeitwahlen_in_den_Vereinigten_Staaten\">Midterm-Wahlen<\/a> Anfang November sein.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-04.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-04.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 4: Umfragewerte von US-Pr&auml;sident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.natesilver.net\/p\/trump-approval-ratings-nate-silver-bulletin\">Silver Bulletin (Werte von YouGov)<\/a><\/small><\/p><p>Trumps Zustimmungswerte sind seit Beginn seiner zweiten Amtszeit mit leichten Schwankungen kontinuierlich gefallen und lagen gem&auml;&szlig; der Werte des Meinungsforschungsinstituts YouGov Anfang Juni nur noch bei 35 Prozent. Nach der Verk&uuml;ndung einer Einigung mit dem Iran kletterte der Wert am 15. Juni wieder auf 39 Prozent.<\/p><p>Einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Umfragewerte seit Beginn des erneuten Angriffs auf den Iran d&uuml;rften insbesondere die extrem gestiegenen Treibstoffpreise in den USA gehabt haben. Lagen die Preise f&uuml;r Benzin Ende Februar im Schnitt bei 2,80 US-Dollar je Gallone (circa 0,64 Euro pro Liter), stiegen sie im Mai auf knapp 4,40 US-Dollar je Gallone (circa 1,00 Euro pro Liter). Am 15. Juni lagen die Preise im Schnitt wieder bei 3,90 US-Dollar je Gallone (circa 0,89 Euro pro Liter). Grundlage der Berechnung sind die <a href=\"https:\/\/fred.stlouisfed.org\/series\/GASREGCOVW\">Werte der Federal Reserve Bank of St. Louis<\/a>.<\/p><p>Die Vereinigten Staaten sind zwar derzeit der gr&ouml;&szlig;te &Ouml;lproduzent der Welt und exportieren mehr &Ouml;l als sie importieren. Insofern hat Donald Trump mit seiner Aussage <a href=\"https:\/\/truthsocial.com\/@realDonaldTrump\/posts\/116323481956698353\">&bdquo;Wir haben reichlich davon&ldquo;<\/a> prinzipiell recht. Doch aufgrund des globalisierten &Ouml;lmarkts verkauft auch die US-&Ouml;lindustrie ihre Produkte an den weltweit Meistbietenden, sodass die Spritpreise an den Tankstellen in den USA &ndash; ebenso wie in fast allen L&auml;ndern der Welt &ndash; stark abh&auml;ngig von den international gehandelten &Ouml;lpreisen sind.<\/p><p>Theoretisch k&ouml;nnte die US-Regierung kurzfristig auf Grundlage eines Notstandsgesetzes eine Einschr&auml;nkung des Exports von Erd&ouml;l und dessen Produkten verh&auml;ngen, um somit die Energiepreise im eigenen Land von den Schwankungen auf dem globalen &Ouml;lmarkt zu entkoppeln. Dauerhaft ist dies jedoch nur mit Zustimmung des US-Kongresses, der sich aus den zwei Kammern Repr&auml;sentantenhaus und Senat zusammensetzt, m&ouml;glich.<\/p><p>Zudem w&uuml;rde sich Trump mit einer derartigen Ma&szlig;nahme gegen die Interessen der US-&Ouml;lindustrie wenden, die dadurch von Umsatzeinbu&szlig;en betroffen w&auml;re. Die US-&Ouml;lindustrie ist jedoch traditionell eng mit republikanischen Positionen verbunden und &uuml;bt mit Spenden und Lobbyarbeit einen relevanten Einfluss auf US-Wahlk&auml;mpfe aus. Insofern d&uuml;rfte das aktuell vorrangige Ziel des Republikaners Trump ein gutes Ergebnis seiner Partei bei den anstehenden Midterm-Wahlen sein, in denen die sich die Sitzverteilung im Repr&auml;sentantenhaus und im Senat signifikant ver&auml;ndern k&ouml;nnte.<\/p><p>Aktuell verf&uuml;gt die Republikanische Partei sowohl im Repr&auml;sentantenhaus mit 219 zu 216 (davon vier Unabh&auml;ngige) als auch im Senat mit 53 zu 47 Sitzen &uuml;ber eine knappe Mehrheit. <a href=\"https:\/\/www.270towin.com\/2026-house-election\/kalshi-2026-house-prediction-market-prices\">Aktuelle Prognosen<\/a> zeigen jedoch, dass sich das Sitzverh&auml;ltnis im Repr&auml;sentantenhaus nach den Midterm-Wahlen zugunsten der Demokraten wenden k&ouml;nnte. <a href=\"https:\/\/www.270towin.com\/2026-senate-election\/kalshi-2026-senate-prediction-market-prices\">Auch im Senat<\/a> k&ouml;nnten die Demokraten eine knappe Mehrheit erlangen. Sollte dies eintreten, muss die derzeitige US-Regierung mit gro&szlig;en Schwierigkeiten bei der Umsetzung eigener Gesetzesvorhaben sowie bei der Haushaltsplanung rechnen.<\/p><p>Der Erfolg eines weiteren Amtsenthebungsverfahrens (Impeachment) gegen Trump bleibt jedoch weiterhin &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich. Zwar ben&ouml;tigt es zur Einleitung eines solchen Verfahrens nur eine einfache Mehrheit im Repr&auml;sentantenhaus. F&uuml;r eine Absetzung bedarf es jedoch einer Zweidrittelmehrheit im Senat. Dazu m&uuml;ssten jedoch angesichts der Prognosen auch viele republikanische Senatoren stimmen, was als praktisch kaum erreichbar angesehen wird.<\/p><p><strong>Was ist die weitere geopolitische Strategie der USA?<\/strong><\/p><p>Es d&uuml;rfte kaum ein Zweifel bestehen, dass Trump davon ausgegangen ist, mit der Unterst&uuml;tzung Israels und einem Enthauptungsschlag innerhalb weniger Tage einen Regimewechsel im Iran herbeizuf&uuml;hren. &Auml;hnlich, wie ihm dies in Venezuela gelungen ist, hat er offenbar gehofft, damit zuk&uuml;nftig die &Ouml;lexporte des Landes kontrollieren und damit Einfluss auf das auf &Ouml;limporte aus dem persischen Golf angewiesene China auszu&uuml;ben. Dieser Plan ist nicht aufgegangen. Die iranische F&uuml;hrung ist hingegen <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/der-krieg-hat-einen-neuen-iran-hervorgebracht\/\">nach Ansicht US-amerikanischer Nahost-Experten<\/a> gest&auml;rkt aus dem Konflikt hervorgegangen und erhebt nun den Anspruch, die Machtverh&auml;ltnisse in der Region mitzugestalten.<\/p><p>Die von der US-Regierung angeordnete Blockade der Stra&szlig;e von Hormus als Reaktion auf die Sperrung der Meerenge durch den Iran sollte iranische &Ouml;lexporte verhindern und die iranische Regierung zu Zugest&auml;ndnissen bei den Verhandlungen zwingen. Auch das hat offensichtlich nicht funktioniert. Die Zugest&auml;ndnisse der USA bei dem Abkommen mit dem Iran zeigen deutlich, dass Trump eine Weiterf&uuml;hrung des Konflikts unbedingt verhindern wollte. Zumindest bis zu den Midterm-Wahlen darf die Welt hoffen, dass die US-Regierung keinen weiteren milit&auml;rischen Konflikt anzetteln und alles unternehmen wird, dass eine Waffenruhe im Nahen Osten nicht von der israelischen F&uuml;hrung sabotiert wird. Doch was kommt danach?<\/p><p>Trumps Umfragewerte zeigen, dass er sich selbst um die Ansichten seiner eigenen W&auml;hlerbasis nicht viel schert, solange keine Wahlen anstehen. Sollte seine Partei die Mehrheiten in den beiden Kammern des US-Kongresses nach den Midterm-Wahlen nicht verlieren, kann man also davon ausgehen, dass die US-Regierung auch danach ihre geopolitischen Interessen weiterhin mit milit&auml;rischer und wirtschaftlicher Gewalt umsetzen wird. Selbst bei einem Sieg der Demokraten ist kaum mit einer &Auml;nderung der generellen US-Strategie zu rechnen.<\/p><p>Geht man davon aus, dass der Hintergrund US-amerikanischer Au&szlig;enpolitik seit sp&auml;testens dem Zweiten Weltkrieg die Wahrung und der Ausbau der Vormachtstellung in der Welt ist, dann wird sich der Fokus der Vereinigten Staaten auch in Zukunft auf Konkurrenten um diese Position richten &ndash; insbesondere auf China. W&auml;hrend die USA aufgrund der Fracking-Technologie nicht nur wieder unabh&auml;ngig von Energieimporten geworden sind, sondern ihre Alliierten mit eigenem &Ouml;l und Gas beliefern k&ouml;nnen, ist der gr&ouml;&szlig;te Schwachpunkt Chinas und eines Gro&szlig;teils der asiatischen Staaten die Abh&auml;ngigkeit von Energieimporten.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260622-Montag-Ressourcen-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 5: Netto-Export bzw. Import fl&uuml;ssiger Treibstoffe nach Regionen in Barrel pro Tag (ab Juni 2026 Prognosedaten), Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/outlooks\/steo\/data.php?type=tables\">U.S. Energy Information Administration<\/a> (abgerufen am 9. Juni 2026)<\/small><\/p><p>Diese Abh&auml;ngigkeit, insbesondere Chinas, wird sich in den n&auml;chsten Jahren noch vergr&ouml;&szlig;ern. Was liegt da n&auml;her als der Versuch, die Zufuhr dieser Energie zu kontrollieren, um Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen in diesem Land zu nehmen oder ihm Zugest&auml;ndnisse abzuringen?<\/p><p><strong>Andere m&ouml;gliche Konfliktherde und neue Eskalation im Nahen Osten<\/strong><\/p><p>Was im Iran nicht funktioniert hat, k&ouml;nnte bei anderen Zulieferern Chinas durchaus zum Erfolg f&uuml;hren. Wie bereits weiter oben erw&auml;hnt, baut Brasilien derzeit seine &Ouml;lproduktion aus und liefert vermehrt an China. Die Netto-Ausfuhren und deren Steigerung aus der Region Mittel- und S&uuml;damerika in Abbildung 5 sind fast ausschlie&szlig;lich auf Brasilien zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p><p>Im Oktober sind in dem gr&ouml;&szlig;ten s&uuml;damerikanischen Land Pr&auml;sidentschaftswahlen. Der derzeitige Amtsinhaber Luiz In&aacute;cio Lula da Silva von der Arbeiterpartei, in dessen erste Amtszeit die Gr&uuml;ndung des BRICS-B&uuml;ndnisses f&auml;llt, kandidiert erneut f&uuml;r diesen Posten und liegt <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Opinion_polling_for_the_2026_Brazilian_presidential_election\">in den Umfragen<\/a> leicht vor seinem gr&ouml;&szlig;ten Herausforderer Fl&aacute;vio Bolsonaro, dem Sohn des wegen eines Putschversuches zu 27 Jahren Haft verurteilten ehemaligen Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro. Die Familie Bolsonaro <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/brasilien-trump-mischt-sich-in-den-wahlkampf-ein-und-koennte-lula-staerken\/100230412.html\">ist mit Trump verb&uuml;ndet<\/a>, und es gibt deutliche Anzeichen, dass der US-Pr&auml;sident versucht, Einfluss auf den brasilianischen Wahlkampf zugunsten der Opposition zu nehmen. Auch Milit&auml;rinterventionen nach einem Wahlsieg Lulas liegen im Bereich der M&ouml;glichkeiten. Mit der Neuauflage der Monroe-Doktrin hat Trump die ideologische Grundlage daf&uuml;r bereits gelegt.<\/p><p>Es ist zudem durchaus denkbar, dass der Konflikt im Nahen Osten sp&auml;testens nach den Midterm-Wahlen in den USA wieder eskaliert. M&ouml;gliche Ausl&ouml;ser daf&uuml;r gibt es zuhauf, und eine erneute Blockade der Stra&szlig;e von Hormus hat f&uuml;r die geopolitischen Ziele der US-Regierung &ndash; bis auf die Tatsache, dass die eigene Bev&ouml;lkerung unter den hohen Energiekosten leidet &ndash; mehr Vor- als Nachteile. Neben Japan haben auch andere Verb&uuml;ndete der USA in der Pazifikregion w&auml;hrend der aktuell noch andauernden Sperrung ihren &Ouml;l- und Treibstoffimport aus den Vereinigten Staaten erh&ouml;ht. Dazu z&auml;hlen <a href=\"https:\/\/x.com\/arabnews\/status\/2039546786885341510\">S&uuml;dkorea<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.taipeitimes.com\/News\/front\/archives\/2026\/03\/02\/2003853101\">Taiwan<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.abc.net.au\/news\/2026-04-11\/australia-fuel-supply-strait-hormuz-crisis\/106533982\">Australien<\/a>. Diese Verschiebung ist von gr&ouml;&szlig;tem Interesse der Vereinigten Staaten, die neue Absatzm&auml;rkte f&uuml;r ihre gesteigerte &Ouml;lproduktion ben&ouml;tigen.<\/p><p>Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass eine l&auml;ngere Blockade der Meerenge im Persischen Golf auch China und seine lokalen Verb&uuml;ndeten in Asien in Bedr&auml;ngnis bringen k&ouml;nnte. Neue Pipelines zur Umgehung der Stra&szlig;e von Hormus, <a href=\"https:\/\/jpt.spe.org\/adnoc-accelerates-pipeline-project-to-bypass-strait-of-hormuz\">deren Bau<\/a> durch die aktuelle Krise beschleunigt wurde, k&ouml;nnten die Entscheidungsschwelle f&uuml;r einen erneuten US-amerikanischen und israelischen Angriff auf den Iran, einem weiteren wichtigen Zulieferland Chinas, verringern. Schlussendlich nutzt ein hoher &Ouml;lpreis der US-&Ouml;lindustrie, um die Erschlie&szlig;ung neuer Vorkommen und die Entwicklung neuer F&ouml;rdertechniken zu finanzieren. Der Kampf um die Vormachtstellung in der Welt mit allen Mitteln d&uuml;rfte somit erst am Anfang stehen.<\/p><p><small>Titelbild: kazetixx \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/af7c8f75cd624a14b7d3357944689c75\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Einigung zwischen den USA und dem Iran k&ouml;nnte die Erholung der &Ouml;lpreise und der Versorgungslage noch Monate dauern. Das zeigen Daten der US-Regierung. Bevorstehende Midterm-Wahlen in den USA waren h&ouml;chstwahrscheinlich Ausl&ouml;ser f&uuml;r das Einlenken Donald Trumps bei den Verhandlungen mit der iranischen Regierung. Die Vereinigten Staaten k&ouml;nnten die Abh&auml;ngigkeit Chinas von Energieimporten weiterhin nutzen,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152806\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":152807,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,171,178],"tags":[3611,1613,379,1334,2102,1426,2175,951,1557,1583,3236,1878,3638,3235,1556,2042,2376],"class_list":["post-152806","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","category-ressourcen","tag-aussenpolitische-doktrin","tag-brasilien","tag-china","tag-erdoel","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-interventionspolitik","tag-iran","tag-israel","tag-libanon","tag-mineraloelwirtschaft","tag-naher-osten","tag-seeblockade","tag-spritpreise","tag-usa","tag-vorwahlen","tag-waffenstillstandsabkommen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/shutterstock_2759049125.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=152806"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152806\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":152830,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152806\/revisions\/152830"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/152807"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=152806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=152806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=152806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}