{"id":152928,"date":"2026-06-28T12:00:50","date_gmt":"2026-06-28T10:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152928"},"modified":"2026-06-26T14:30:10","modified_gmt":"2026-06-26T12:30:10","slug":"der-krieg-am-persischen-golf-eine-iranische-perspektive-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152928","title":{"rendered":"Der Krieg am Persischen Golf \u2013 eine iranische Perspektive (2)"},"content":{"rendered":"<p>Ein Interview mit dem iranischen Analysten <strong>Dr. Sajjad Safaei<\/strong> &uuml;ber die Eskalation, die verschiedenen Interessen der Akteure und das neue Abkommen mit den USA &ndash; eine andere Perspektive auf die Ereignisse als die westlicher Experten und im Westen lebender iranischer Dissidenten. Dr. Sajjad Safaei ist multidisziplin&auml;rer Forscher, Dozent und Analyst mit Sitz in Deutschland. Er war Postdoktorand am Max-Planck-Institut f&uuml;r ethnologische Forschung und lehrte unter anderem an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin sowie an der Universit&auml;t Z&uuml;rich. Seine Analysen zu iranischer Innen- und Au&szlig;enpolitik, zur Geopolitik des Nahen Ostens, zur US-Au&szlig;enpolitik sowie zu Fragen internationaler Sicherheit erschienen unter anderem in <em>Foreign Policy<\/em>, <em>Responsible Statecraft<\/em>, <em>Al Jazeera<\/em>, <em>DAWN<\/em> und <em>The National Interest<\/em>. Das Gespr&auml;ch f&uuml;hrte <strong>Alexander Neu<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Teil 2<\/strong><\/p><p>(Teil 1 finden sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152925\">hier<\/a>)<\/p><p><strong>Alexander Neu: Seit dem Ende der harten Kampfhandlungen kam es immer wieder zu Zwischenf&auml;llen. Dennoch scheint es, dass nun eine Vereinbarung, ein sogenanntes Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran, ausgehandelt wurde. Offensichtlich haben die USA zumindest gegenw&auml;rtig kein Interesse an einer erneuten Eskalation. Was sind die Gr&uuml;nde f&uuml;r die USA? Und wie sch&auml;tzen Sie die Vertragstreue beider Seiten ein &ndash; ist es ein echter Vertrag oder dient er als taktische Kampfpause?<\/strong><\/p><p><strong>Sajjad Safaei<\/strong>: Die Tatsache, dass der US-amerikanische und der iranische Pr&auml;sident das Memorandum of Understanding (MOU) nun unterschrieben haben, ist keineswegs unbedeutend. Dennoch gibt es gute Gr&uuml;nde, nicht allzu optimistisch zu sein, was die Aussicht auf eine dauerhafte L&ouml;sung betrifft.<\/p><p>Man muss sich vor Augen halten, dass es sich um ein Rahmenabkommen handelt. Das bedeutet, dass zentrale Teile noch sehr vage sind und viele Details erst sp&auml;ter von beiden Seiten ausgearbeitet werden m&uuml;ssen. In diesem Prozess der Konkretisierung kann vieles passieren. Hinzu kommen erhebliche Hindernisse, die sowohl aus den USA als auch aus Israel selbst erwachsen.<\/p><p>Auf amerikanischer Seite gibt es ein ernstes Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem, das durch die Unberechenbarkeit und &ndash; wie manche sagen w&uuml;rden &ndash; psychische Instabilit&auml;t des Mannes im Wei&szlig;en Haus noch versch&auml;rft wird. Trumps offene Drohungen vom Sonntag, dem 21. Juni, die Bombardierung Irans wieder aufzunehmen und die Kontrolle &uuml;ber die Stra&szlig;e von Hormus zu &uuml;bernehmen, versto&szlig;en bereits klar gegen Punkt 1 des MOU. Dieser verpflichtet beide Seiten, &bdquo;keinen Krieg und keine milit&auml;rischen Operationen gegeneinander zu beginnen, von der Drohung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander Abstand zu nehmen und die territoriale Integrit&auml;t und Souver&auml;nit&auml;t des Libanon zu achten&ldquo;.<\/p><p>Wir haben zudem wiederholt erlebt, dass Verhandlungen mit Washington keineswegs Zur&uuml;ckhaltung garantieren: Iran und die USA standen Berichten zufolge im Februar kurz vor einer Einigung im Atomdossier, als die USA und Israel ihren gemeinsamen Krieg gegen den Iran begannen, und auch die ersten Angriffe auf den Iran im Juni 2025 erfolgten mitten in laufenden Nuklearverhandlungen. Und selbst wenn wir unterstellen, dass die Trump-Regierung ernsthaft gewillt ist, ein endg&uuml;ltiges Friedensabkommen mit dem Iran abzuschlie&szlig;en und einzuhalten, gibt es weitere m&ouml;gliche Stolpersteine &ndash; etwa den US-Kongress.<\/p><p>Auf israelischer Seite besteht ein zentrales Hindernis darin, dass Israel nicht m&ouml;chte, dass der Libanon Teil eines US-iranischen Abkommens wird, w&auml;hrend f&uuml;r den Iran die Einbeziehung des Libanon in eine Friedensregelung nicht verhandelbar ist. Aus israelischer Sicht ist es untragbar, dass der Iran im neuen Nachkriegsgef&uuml;ge de facto erzwingen k&ouml;nnte, dass Israel seine Milit&auml;roperationen im Libanon einstellt. Ich gehe daher davon aus, dass Israel &ndash; um sich die Freiheit zu bewahren, den Libanon nach Belieben zu bombardieren und zu besetzen &ndash; kaum M&uuml;hen scheuen wird, Trumps Versuche zu torpedieren, sofern Trump es mit einer umfassenden Einigung mit dem Iran tats&auml;chlich ernst meint.<\/p><p>Tats&auml;chlich hat Israel immer wieder sowohl das im April vermittelte Interims-Waffenstillstandsabkommen als auch das j&uuml;ngere MOU verletzt. Man erinnere sich: Der Libanon war Teil der urspr&uuml;nglichen April-Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran, und dennoch intensivierte Israel die Bombardierung Beiruts praktisch unmittelbar nach Bekanntgabe dieser Interims-Waffenruhe. Seither hat Israel alles darangesetzt, den Libanon aus einer endg&uuml;ltigen Vereinbarung herauszuhalten und seine Freiheit zu wahren, libanesisches Territorium nach Belieben zu bombardieren oder zu besetzen.<\/p><p>Insgesamt w&auml;re es daher unklug, nicht skeptisch zu bleiben, was die Erfolgsaussichten dieses Abkommens betrifft, angesichts der sehr ernsthaften Zweifel daran, ob die USA und Israel dieses oder ein sp&auml;teres Abkommen tats&auml;chlich einhalten werden.<\/p><p>Sie fragen auch nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r das mangelnde Interesse Washingtons an einer weiteren Eskalation. In diesem Krieg sahen sich die USA mit der bitteren Realit&auml;t konfrontiert, dass sie keinen milit&auml;rischen Sieg &uuml;ber den Iran erringen konnten &ndash; jedenfalls nicht den schnellen, spektakul&auml;ren und entscheidenden Sieg, den sie angestrebt hatten. Stattdessen wurden sie von einem kleineren Staat, dessen Milit&auml;rbudget nur einen Bruchteil des amerikanischen ausmacht, umfassend ausman&ouml;vriert und &uuml;bertroffen.<\/p><p>Eine Fortsetzung eines umfassenden Krieges gegen den Iran h&auml;tte die Weltwirtschaft noch st&auml;rker in Mitleidenschaft gezogen, den Fluss von Energie und D&uuml;ngemitteln weiter gest&ouml;rt, die Volkswirtschaften der US-Verb&uuml;ndeten zus&auml;tzlich gesch&auml;digt und die Preise &ndash; insbesondere f&uuml;r Treibstoff &ndash; in den USA weiter in die H&ouml;he getrieben, mit absehbar hohen innenpolitischen Kosten f&uuml;r Trump. Hinzu kamen zunehmend Berichte, wonach die USA infolge des Krieges bei zentralen Munitionsarten und anderen milit&auml;rischen G&uuml;tern an kritische Grenzen stie&szlig;en &ndash; was sie gegen&uuml;ber anderen gro&szlig;en Rivalen, allen voran China und Russland, verwundbarer erscheinen l&auml;sst.<\/p><p>Kurz gesagt: Washington sucht nun in erheblichem Ma&szlig;e deshalb ein Abkommen mit dem Iran, weil deutlich wurde, dass die eigene Schmerzgrenze &ndash; &ouml;konomisch wie politisch &ndash; deutlich niedriger liegt als die des Irans.<\/p><p><strong>Was sind die Kernelemente des Vertrages &ndash; welche Erfolge und welche Niederlagen haben beide Konfliktseiten in dem Vertrag? Und wird sich Israel dem Vertrag beugen oder den Konflikt weiter sch&uuml;ren?<\/strong><\/p><p>Wie bereits erw&auml;hnt, ist das MOU an mehreren Stellen recht vage formuliert. Insgesamt gewinnt man beim Lesen des 14-Punkte-Dokuments jedoch den Eindruck, dass es in der Gesamtbilanz eher zugunsten des Irans ausf&auml;llt. So verpflichtet Punkt 1 alle Seiten, milit&auml;rische Operationen an allen Fronten einzustellen &ndash; einschlie&szlig;lich des Libanon, was eine zentrale Forderung Irans war. Au&szlig;erdem verpflichten sich Washington und Teheran, einander nicht zu bedrohen und keine Gewalt gegeneinander anzuwenden. Das ist faktisch ein Entgegenkommen gegen&uuml;ber dem Iran, da der Iran nie die F&auml;higkeit besessen hat, das US-Festland auch nur ann&auml;hernd so zu bedrohen, wie die USA den Iran bedrohen k&ouml;nnen.<\/p><p>In Bezug auf Drohungen legt Punkt 2 fest, dass die Vereinigten Staaten und die Islamische Republik Iran die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t des jeweils anderen achten und nicht in die inneren Angelegenheiten des anderen eingreifen werden. Auch dies ist ein impliziter Erfolg f&uuml;r den Iran, weil es einer formalen Anerkennung iranischer Souver&auml;nit&auml;t gleichkommt &ndash; nach Jahrzehnten, in denen aufeinanderfolgende US-Regierungen mit der Floskel &bdquo;alle Optionen liegen auf dem Tisch&ldquo; immer wieder milit&auml;rische Drohungen in Richtung Iran gesendet haben.<\/p><p>Das MOU beinhaltet au&szlig;erdem Bestimmungen zur Beendigung der amerikanischen Blockade- und Kontrolloperationen gegen den Iran und zur Wieder&ouml;ffnung der Stra&szlig;e von Hormus, mit einem schrittweisen Verfahren zur R&uuml;ckkehr zu einem normalen Schiffsverkehr. Dar&uuml;ber hinaus sieht das Dokument vor, dass die USA gemeinsam mit regionalen Partnern einen konkreten Plan von mindestens 300 Milliarden Dollar f&uuml;r den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung des Irans nach dem Krieg ausarbeiten.<\/p><p>Auf der finanziellen Ebene ist die Sanktionslockerung ein weiterer Kernpunkt, der f&uuml;r den Iran enorm wichtig ist, angesichts der schweren Sch&auml;den, die US- und internationale Sanktionen der iranischen Wirtschaft zugef&uuml;gt haben. Das MOU sieht zudem vor, dass die USA Irans eingefrorene oder beschr&auml;nkt zug&auml;ngliche Guthaben und Verm&ouml;genswerte nach Umsetzung der Vereinbarung wieder voll verf&uuml;gbar machen &ndash; nach Modalit&auml;ten, die beide Seiten gemeinsam festlegen sollen. Werden diese Ma&szlig;nahmen tats&auml;chlich vollst&auml;ndig umgesetzt, w&uuml;rde damit eine langj&auml;hrige zentrale Forderung Irans erf&uuml;llt und der iranischen Wirtschaft ein erheblicher Impuls verliehen.<\/p><p>Der Text enth&auml;lt au&szlig;erdem eine erneute Bekr&auml;ftigung des Irans, keine Nuklearwaffen zu beschaffen oder zu entwickeln. Da es keine Belege daf&uuml;r gibt, dass Teheran den Beschluss gefasst hatte, aktiv eine Bombe zu bauen, und der Iran jahrelang Bereitschaft zu einer Einigung &uuml;ber sein Nuklearprogramm signalisiert hatte, kann man dies kaum als neue gro&szlig;e iranische Konzession bezeichnen. Entscheidender ist, dass zwar von einem k&uuml;nftigen Abkommen &uuml;ber Urananreicherung die Rede ist, bislang aber keine explizite Forderung erhoben wird, der Iran m&uuml;sse die Anreicherung auf eigenem Boden vollst&auml;ndig aufgeben.<\/p><p>Wie bereits gesagt: Das MOU ist ein wichtiger Schritt nach vorn, aber wir sind noch weit von einem konkreten Endabkommen und dessen vollst&auml;ndiger Umsetzung entfernt, und es gibt sehr reale und ernst zu nehmende Gr&uuml;nde, bis dahin skeptisch zu bleiben.<\/p><p><strong>Die US-Milit&auml;rpr&auml;senz am Persischen Golf hat dazu gef&uuml;hrt, dass die Gastgeberstaaten ebenfalls in den Konflikt hineingezogen wurden, da angesichts der Duldung des US-Milit&auml;rs auf ihren Territorien der Status der Neutralit&auml;t beeintr&auml;chtigt wird. Wie wird sich die geopolitische Lage Ihrer Einsch&auml;tzung nach in den n&auml;chsten Jahren ver&auml;ndern? Werden die Staaten dennoch weiterhin auf die USA als Schutzmacht, die sie nun erwiesenerma&szlig;en nicht mehr ist, vertrauen oder werden neue Sicherheitskonzepte entwickelt werden und wenn ja, in welche Richtung k&ouml;nnten diese gehen?<\/strong><\/p><p>Die Pr&auml;senz von US-Truppen in den arabischen Staaten am Persischen Golf hat den Iran weder davon abgehalten, anzugreifen, noch hat sie diese L&auml;nder im Kriegsfall wirksam gesch&uuml;tzt. Als iranische Raketen und Drohnen auf US-St&uuml;tzpunkte und nahe gelegene Ziele niederzugehen begannen, konnten die auf ihrem Gebiet befindlichen Basen die Gaststaaten kaum vor Schaden bewahren. Noch schwerer wiegt, dass Washington, sobald der Krieg in vollem Gange war, Israel klar den Vorrang einr&auml;umte &ndash; nicht den Golfmonarchien, die amerikanische Truppen beherbergen und sich lange durch die US-Sicherheitsgarantien in Sicherheit w&auml;hnten.<\/p><p>Die meisten arabischen Regierungen am Persischen Golf waren gegen einen Krieg mit dem Iran und sich der gravierenden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen sehr bewusst. Dennoch spielten ihre Pr&auml;ferenzen offenbar kaum eine Rolle bei der amerikanischen Entscheidung, den Krieg zu beginnen. Als der Konflikt erst einmal ausgebrochen war, sahen sie sich iranischen Vergeltungsma&szlig;nahmen ausgesetzt, w&auml;hrend der Gro&szlig;teil der US-Milit&auml;rressourcen anderswo gebunden war.<\/p><p>Diese Erfahrungen werden in jedem Land, das US-St&uuml;tzpunkte beherbergt &ndash; einschlie&szlig;lich der arabischen Staaten am Persischen Golf &ndash;, unangenehme Fragen aufwerfen. Welchen Sinn haben derart weitl&auml;ufige und kostspielige Einrichtungen, wenn sie Kriege nicht verhindern, sondern eher anziehen? Welchen Wert haben sie, wenn im Falle eines Krieges US-Truppen sich in Sicherheit bringen &ndash; so wie es das US-Milit&auml;r zu Beginn des Krieges in Bahrain getan hat? Es ist durchaus m&ouml;glich, dass die arabischen Golfstaaten in den kommenden Jahren weiterhin amerikanische Waffen kaufen werden. Doch der Reiz der traditionellen US-Sicherheitsgarantien &ndash; also der Auslagerung der Verteidigung an eine dauerhafte amerikanische Milit&auml;rpr&auml;senz &ndash; d&uuml;rfte abnehmen und ist vielleicht schon im Schwinden begriffen.<\/p><p>Mit Blick auf R&uuml;stung und Technik ist au&szlig;erdem wichtig, dass Irans vergleichsweise kosteng&uuml;nstige und effektive asymmetrische Operationen die Grenzen amerikanischer Hochtechnologie deutlich sichtbar gemacht haben &ndash; etwa die entt&auml;uschende Leistungsbilanz von Systemen wie THAAD und Patriot, die jahrelang als hocheffektiv angepriesen wurden. Das ist ein weiterer Punkt, den regionale Staaten wie auch andere L&auml;nder weltweit ber&uuml;cksichtigen werden.<\/p><p>Dabei muss man die Golfstaaten unterscheiden: Ihre Wege waren in der Vergangenheit nicht identisch und m&uuml;ssen es auch in Zukunft nicht sein. Die Vereinigten Arabischen Emirate k&ouml;nnten aus diesem Krieg etwa mit verh&auml;rteter Feindschaft gegen&uuml;ber dem Iran und einer noch engeren Anbindung an die USA und Israel hervorgehen. Andere hingegen k&ouml;nnten beginnen, nicht nur Umfang und Rolle amerikanischer St&uuml;tzpunkte, sondern auch ihre breiteren Sicherheitsbeziehungen zum Iran zu &uuml;berdenken.<\/p><p>Hier spielt die Geographie eine zentrale Rolle. Im Unterschied zu den USA, die Tausende Kilometer entfernt sind, teilen diese Staaten den Persischen Golf mit dem Iran. Da die F&auml;higkeit Irans, die Weltwirtschaft zu sch&auml;digen und Eskalationsdominanz auszu&uuml;ben, durch den US-israelischen Krieg nun offen zutage getreten ist, k&ouml;nnten diese Regierungen &ndash; und vielleicht ist das bereits der Fall &ndash; st&auml;rker motiviert sein, zu einem stabileren <em>modus vivendi<\/em> mit Teheran zu gelangen. Auch wenn es f&uuml;r endg&uuml;ltige Schl&uuml;sse zu fr&uuml;h ist: Sollte die US-Milit&auml;rpr&auml;senz in der Region infolge dieses Krieges tats&auml;chlich zur&uuml;ckgehen, k&ouml;nnte dies einige Golfstaaten dazu bewegen, ihre Feindseligkeit gegen&uuml;ber dem Iran zu mildern und verst&auml;rkt auf lokale, regional ausgehandelte L&ouml;sungen f&uuml;r ihre Sicherheitsprobleme zu setzen.<\/p><p><strong>Vielen Dank f&uuml;r diese f&uuml;r unsere Leser hochinteressante Einsch&auml;tzung!<\/strong><\/p><p><small>Titelbild: Nick N A \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152282\">Trumps Iran-Deal &ndash; Rechnung ohne den Wirt<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview mit dem iranischen Analysten <strong>Dr. Sajjad Safaei<\/strong> &uuml;ber die Eskalation, die verschiedenen Interessen der Akteure und das neue Abkommen mit den USA &ndash; eine andere Perspektive auf die Ereignisse als die westlicher Experten und im Westen lebender iranischer Dissidenten. 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