{"id":152961,"date":"2026-06-28T09:00:16","date_gmt":"2026-06-28T07:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961"},"modified":"2026-06-26T15:44:07","modified_gmt":"2026-06-26T13:44:07","slug":"hinweise-der-woche-465","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h01\">85 Jahre und kein bisschen weise &ndash; Zum Jahrestag des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h02\">EU-Ratspr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa will mit Russland reden, aber Friedrich Merz sabotiert ihn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h03\">Personalmangel an der Nato-Ostflanke: Verteidigungsminister Pistorius will Bundeswehrsoldaten f&uuml;r Litauen-Einsatz verpflichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h04\">Diplomatische M&auml;tzchen, zwei Selbstdarsteller in Versailles und ein verprellter Bundesrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h05\">Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h06\">Der historische Irrtum der &bdquo;Angebotspolitik&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h07\">Warum die Verm&ouml;gensungleichheit die Gesellschaft spaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h08\">Die 60-Stunden-Woche w&auml;re m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h09\">&bdquo;Die Dialog-Teilnehmer sind nicht bescheiden. Wir wollen die Welt ver&auml;ndern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152961#h10\">Alles Faschisten au&szlig;er der Linken?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>85 Jahre und kein bisschen weise &ndash; Zum Jahrestag des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni<\/strong><br>\nAm 22. Juni 1941, vor 85 Jahren, &uuml;berfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion (&bdquo;Unternehmen Barbarossa&ldquo;). Der Krieg zielte auf die Eroberung, Versklavung und Vernichtung der V&ouml;lker der Sowjetunion. 27 Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer.<br>\nSpiegel titelte dazu: &bdquo;Unser Krieg gegen Russland&ldquo;.<br>\nDie FAZ kommentierte: &bdquo;Spiegel titelt &uuml;ber den Zweiten Weltkrieg und verwechselt die Sowjetunion mit Russland. Das ist geschichtsvergessen und verh&ouml;hnt viele Opfer des Kriegs im Osten Europas. F&uuml;r den Kreml ein gefundenes Fressen.&ldquo;<br>\nSo zeigten beide Medien versehentlich, wo sie geistig angekommen sind.<br>\nQuelle Teil 1: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/85-jahre-und-kein-bisschen-weise\">Petra Erler<\/a><br>\nQuelle Teil 2: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/22-juni-2026-85-jahre-und-kein-bisschen\">Petra Erler<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vor 85 Jahren: Faschistischer Vernichtungswahn &uuml;berrollt die Sowjetunion<\/strong><br>\nAm 22. Juni 1941 hat das faschistische &laquo;Gro&szlig;deutsche Reich&raquo; die Sowjetunion &uuml;berfallen &ndash; vertragsbr&uuml;chig, aber dennoch angek&uuml;ndigt. Es folgte ein Raub-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg gegen ein Land, den es vorher so nicht gab. Dahinter standen allerdings auch westliche Interessen, &uuml;ber die heute kaum geredet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/vor-85-jahren-faschistischer-vernichtungswahn-ueberrollt-die-sowjetunion\/\">Globalbridge<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Vernichtungskrieg (II): &bdquo;Jeden totschie&szlig;en, der nur schief schaut&ldquo; &ndash; Vor 85 Jahren &uuml;berfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152643\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Pistorius an russischer Grenze<\/strong><br>\nBundesverteidigungsminister inspiziert am 85. Jahrestag des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion Bundeswehr-&Uuml;bung in Litauen<br>\nF&uuml;nfundachzig Jahre nach dem deutschen &Uuml;berfall auf die Sowjetunion hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ein Beispiel f&uuml;r das neue offizielle Geschichtsbewusstsein in Berlin gegeben. Am Montag inspizierte er die erste gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;bung der Bundeswehr-Panzerbrigade 45 im Osten Litauens. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte als ziemlich dialektische W&uuml;rdigung des Datums am Montag eine ganzseitige Reportage mit naturalistischen Schilderungen von durchs Unterholz brechenden &raquo;Leopard&laquo;-Panzern, die dann leider &ndash; &raquo;Wo bleiben die Grenadiere?&laquo; &ndash; vom hypothetischen Gegner &raquo;abgeschossen&laquo; wurden. Da herrscht also noch &Uuml;bungsbedarf, trotz eines Brigadekommandeurs, der sich das Gesicht mit Schuhcreme beschmiert hatte und mit einer Maschinenpistole vor dem Bauch posierte. Zum Vergleich: Unter Hunderten im Internet verf&uuml;gbaren Bildern des f&uuml;r seine &raquo;F&uuml;hrung von vorn&laquo; ber&uuml;hmten Wehrmachtsgenerals Erwin Rommel findet sich nicht eines, das ihn mit mehr als einem Feldstecher vor der Brust zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/524761.konflikt-in-osteuropa-pistorius-an-russischer-grenze.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Ratspr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa will mit Russland reden, aber Friedrich Merz sabotiert ihn<\/strong><br>\nEndlich betreibt ein Profi Diplomatie f&uuml;r die EU: Ratspr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa arbeitet an einem Gespr&auml;chskanal nach Russland. Ahnungslose Au&szlig;enpolitiker kritisieren ihn und setzen auf die &bdquo;neue St&auml;rke der Ukraine&ldquo; &ndash; unter ihnen der Kanzler [&hellip;]<br>\nLaut Artikel 15, Absatz 6 des 2009 in Lissabon (der Heimat Costas) beschlossenen Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union hat der Pr&auml;sident des Rates die Aufgabe, die EU zusammenzuhalten, ihrer Politik &bdquo;Impulse&ldquo; zu geben und die Gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik nach au&szlig;en zu vertreten. Es ist also sein Job, Alleing&auml;nge zu unterbinden.<br>\nWenn Friedrich Merz Costas Verhalten als &bdquo;unprofessionell&ldquo; kritisiert und einen &bdquo;Affront&ldquo; gegen&uuml;ber Deutschland beklagt, beweist er nur sein eigenes amateurhaftes Politikverst&auml;ndnis. Merz, der &auml;hnlich wie Donald Trump vor seiner Kanzlerschaft nie ein &ouml;ffentliches Amt bekleidet hat, meint, er m&uuml;sse einen Pr&auml;sidenten auf den Pott setzen, der zuvor B&uuml;rgermeister von Lissabon, Vizepr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments, Staatssekret&auml;r, Justiz- und Innenminister sowie fast zehn Jahre lang Portugals Premierminister war.<br>\nDessen Moskau-Initiative &uuml;brigens von einer Mehrheit der EU-L&auml;nder unterst&uuml;tzt wird, nicht nur von Irland, &Ouml;sterreich, Belgien, Lettland oder Spanien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/antonio-costa-will-eu-back-channel-nach-russland-friedrich-merz-sabotiert-ihn\/d3790d71-224d-436c-8804-5556edd84021\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine: EU will F&uuml;hrungsrolle &ndash; und streitet &uuml;ber die F&uuml;hrung<\/strong><br>\nDie EU beansprucht bei k&uuml;nftigen Verhandlungen &uuml;ber die Zukunft der Ukraine eine F&uuml;hrungsrolle. Doch hinter den Kulissen tobt ein heftiger Streit &uuml;ber die F&uuml;hrung &ndash; auch Kanzler Merz mischt mit.<br>\n&ldquo;Europa kommt bei einer k&uuml;nftigen L&ouml;sung eine Schl&uuml;sselrolle zu und ist bereit, seine Interessen zu verteidigen&rdquo;, beschlo&szlig; der EU-Gipfel in Br&uuml;ssel um Thema Ukraine. Man unterst&uuml;tze die diplomatischen Bem&uuml;hungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs, hie&szlig; es weiter.<br>\nDoch &uuml;ber die Frage, wer die F&uuml;hrung &uuml;bernehmen und Kontakte nach Moskau kn&uuml;pfen soll, gab es Streit. EU-Ratspr&auml;sident Costa war vorgeprescht und hatte versucht, einen diplomatischen Kanal zum Kreml aufzubauen.<br>\nDas passt Kanzler Merz gar nicht. Schlie&szlig;lich beansprucht er ja auch eine F&uuml;hrungsrolle. Costas Vorsto&szlig; sei &bdquo;unabgestimmt&ldquo; und &bdquo;unprofessionell&ldquo;. Au&szlig;erdem sei jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt f&uuml;r Gespr&auml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ukraine-eu-will-fuehrungsrolle-und-streitet-ueber-die-fuehrung\/\">Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Macron, Merz attack EU&rsquo;s stance on Putin talks<\/strong><br>\nLate-night Brussels summit exposes splits between leaders over how and when to negotiate with Russia over Ukraine &#8213; and who should do it.<br>\nEmmanuel Macron and Friedrich Merz struck out against the EU for opening up communication with Vladimir Putin, putting the leaders of Europe&rsquo;s two largest countries on collision course with a large part of the rest of the bloc.<br>\nIn an unexpectedly discordant late-night summit in Brussels &#8213; the first since 2010 without longtime contrarian ex-Hungary Prime Minister Viktor Orb&aacute;n &#8213; the French president and the German chancellor scorned efforts by European Council President Ant&oacute;nio Costa, who acts on behalf of all 27 governments, to reach out to the Kremlin, according to five EU diplomats and officials briefed on the behind-closed-doors conversation. Significantly, other leaders took Costa&rsquo;s side.<br>\nThe clashes bring to light simmering tension at the heart of the EU over its approach to Russia and who should talk on Europe&rsquo;s behalf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/macron-merz-attack-eus-stance-on-putin-talks\/\">Politico<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Kritik an F&uuml;hrungsrolle: Bundesregierung weicht polnischer Ukraine-Forderung aus<\/strong><br>\nWarschau pocht auf einen Platz am Verhandlungstisch, wenn es um einen Ukraine-Frieden geht. Immerhin grenzt der Nato-Staat an beide Kriegsparteien. Berlin h&auml;lt eine solche Debatte jedoch f&uuml;r verfr&uuml;ht.<br>\nDie Bundesregierung hat ausweichend auf die polnische Forderung nach einem Platz bei den Verhandlungen &uuml;ber einen Frieden in der Ukraine reagiert. &ldquo;Wir halten den Zeitpunkt momentan nicht f&uuml;r geeignet, um Formate oder Teilnehmerschaften zu diskutieren&rdquo;, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Die Frage des Verhandlungsformats stelle sich momentan nicht. Er f&uuml;gte aber hinzu: &ldquo;Nat&uuml;rlich werden europ&auml;ische Verhandlungsschritte stets aufs Engste mit der polnischen Regierung abgestimmt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bundesregierung-weicht-polnischer-Ukraine-Forderung-aus-id30991783.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Personalmangel an der Nato-Ostflanke: Verteidigungsminister Pistorius will Bundeswehrsoldaten f&uuml;r Litauen-Einsatz verpflichten<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Boris Pistorius will erstmals Soldaten f&uuml;r den Einsatz der Bundeswehr-Brigade in Litauen verpflichten. Wie die &laquo;Welt&raquo; und die &laquo;Bild&raquo; berichten, reichen die freiwilligen Meldungen nicht aus, um die geplante Truppenst&auml;rke zu erreichen. Bis Ende 2027 sollen rund 5.000 deutsche Soldaten dauerhaft in Litauen stationiert werden, um die Nato-Ostflanke an der Grenze zu Belarus zu st&auml;rken.<br>\nBislang hatte Pistorius stets betont, die Brigade werde auf freiwilliger Basis aufgebaut. Nun deutet sich ein Kurswechsel an. Zun&auml;chst sollen vor allem Spezialisten, etwa aus dem IT-Bereich, verpflichtet werden. Nach Informationen der &laquo;Bild&raquo; bestehen die Personalprobleme jedoch nicht nur bei Fachkr&auml;ften, sondern auch bei den regul&auml;ren Truppenteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/weltwoche.de\/daily\/personalmangel-an-der-nato-ostflanke-verteidigungsminister-pistorius-will-bundeswehrsoldaten-fuer-litauen-einsatz-verpflichten\/\">Weltwoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Freiwilligkeit, bei der &bdquo;wo erforderlich&ldquo; verpflichtende Ma&szlig;nahmen angewendet werden, ist keine Freiwilligkeit. Das sollten sowohl General und Bundesminister wissen. Die Entscheidung werde im Dialog mit den Betroffenen gemacht. Da werden dann wohl Angebote gemacht, die nicht abgelehnt werden k&ouml;nnen oder wie ist das zu verstehen?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Kein Bock auf Ostfront<\/strong><br>\n&bdquo;Wehrdienst machen, Frieden sichern.&ldquo; Mit diesem Slogan versucht die Bundeswehr derzeit, junge Leute anzuwerben. Noch ist es freiwillig, doch viele protestieren schon jetzt dagegen. Kritik gibt es insbesondere an der Rekrutierung Minderj&auml;hriger.<br>\nAm 8. Mai j&auml;hrte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 81. Mal. In mehr als 150 deutschen St&auml;dten gingen an diesem Tag Sch&uuml;ler auf die Stra&szlig;e statt in die Schule, um gegen eine nun wieder drohende Wehrpflicht zu protestieren. Nach dem 5. Dezember 2025 und dem 5. M&auml;rz 2026 ist es bereits der dritte sogenannte &bdquo;Schulstreik gegen Wehrpflicht&ldquo;. Bundesweit nahmen an diesem Tag nach Veranstalterangaben rund 45.000 Sch&uuml;ler teil.<br>\nAusl&ouml;ser f&uuml;r die Jugendproteste ist das zu Beginn des Jahres in Kraft getretene &bdquo;Wehrdienst-Modernisierungsgesetz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/kein-bock-auf-ostfront\">Multipolar<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Geheimer Pistorius-Plan: Wie die Bundeswehr auf 460.000 Soldaten wachsen soll<\/strong><br>\nEin internes Papier des BMVg enth&uuml;llt die Details der neuen &ldquo;Verteidigungsaufstellung 2029&rdquo;. So soll die Truppe im Ernstfall mobilisiert werden. [&hellip;]<br>\nBreuer brachte die Sto&szlig;richtung laut Defence Network auf den Punkt: &ldquo;Im Ernstfall f&auml;llt weg, was nur im Frieden relevant ist&rdquo;.<br>\nF&uuml;r Kommunen, Landkreise und den zivilen Katastrophenschutz mit seinen 1,7 Millionen Feuerwehrleuten bedeutet das: Sie stehen im Verteidigungsfall auf sich allein gestellt da, und zwar ausgerechnet dann, wenn russische Sabotage und Angriffe auf Infrastruktur das Inland treffen oder Raketen einschlagen. [&hellip;]<br>\nDie Reserve erh&auml;lt in der Verteidigungsaufstellung eine &ldquo;herausgehobene Bedeutung&rdquo;. Reservisten sollen so tief in aktive Strukturen integriert werden, dass sie im Krisenfall &ldquo;sofort Seite an Seite&rdquo; mit regul&auml;ren Kr&auml;ften einsatzbereit sind.<br>\nPistorius beziffert den Zielkorridor auf etwa 260.000 aktive Soldaten plus rund 200.000 Reservisten. Um diesen Aufwuchs zu erreichen, diskutiert die Politik bereits &uuml;ber eine Grundbeorderung bis zum 65. Lebensjahr und die Abschaffung der bisherigen doppelten Freiwilligkeit bei Reserve&uuml;bungen.<br>\nParallel trainiert die Luftwaffe auf zivilen Flugh&auml;fen den Ausweichbetrieb nach dem Nato-Konzept Agile Combat Employment (ACE), weil feste Milit&auml;rbasen im Ernstfall als erste unter Beschuss gerieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Geheimer-Pistorius-Plan-Wie-die-Bundeswehr-auf-460-000-Soldaten-wachsen-soll-11344414.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>ARD-Interview mit Pistorius zur Litauen-Brigade: Wie beim Fu&szlig;ball &ndash; Steilvorlagen f&uuml;r den Minister<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152730\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Diplomatische M&auml;tzchen, zwei Selbstdarsteller in Versailles und ein verprellter Bundesrat<\/strong><br>\nDie Schweizer Presselandschaft gibt sich &uuml;berrascht und konsterniert: Das Memorandum of Understanding, welches den Krieg zwischen den USA und dem Iran beenden soll, wurde weder in Genf noch auf dem B&uuml;rgenstock unterzeichnet, sondern in Versailles, wo US-Pr&auml;sident Donald Trump nach dem G-7-Gipfel hingeflogen war (1). Und es gab kein Gipfeltreffen zwischen den Staats- bzw. Regierungschefs, sondern ein getrenntes Vorgehen: Donald Trump unterschrieb das Dokument in Papierform w&auml;hrend eines feierlichen Abendessens im Schloss Versailles, w&auml;hrend die iranische F&uuml;hrung unter Pr&auml;sident Massud Peseschkian das Abkommen rein digital aus der Ferne unterzeichnete.<br>\nOb Peseschkian aus Ver&auml;rgerung &uuml;ber israelische Angriffe auf die Hisbollah im S&uuml;dlibanon nicht nach Versailles anreiste, oder weil er ganz einfach das pers&ouml;nliche Zusammentreffen mit Trump vermeiden wollte, ist unklar (2). Letzteres ist durchaus plausibel:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/diplomatische-maetzchen-zwei-selbstdarsteller-in-versailles-und-ein-verprellter-bundesrat\">Ralph Bosshard auf Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rentenpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n    <strong>Denn sie wissen nicht, was sie tun: Rentenpolitik im makro&ouml;konomischen Blindflug<\/strong><br>\n    Warum die kapitalgedeckte S&auml;ule der Rentenkommission das Wachstum bremst, warum auch die h&ouml;here Aktienrendite das nicht aufwiegt und warum eine gleich hohe Beitragserh&ouml;hung im Umlageverfahren das bessere Ergebnis liefert.<br>\n    Die Rentenkommission empfiehlt, neben dem bestehenden Umlageverfahren eine kapitalgedeckte S&auml;ule innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung aufzubauen. Sie nennt das eine gesetzliche Kapitalrente und orientiert sich am Vorbild der schwedischen Pr&auml;mienrente. Vorgesehen ist ein zus&auml;tzlicher, parit&auml;tisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden getragener Beitrag, der in Schritten von einem halben Prozentpunkt pro Jahr, idealerweise ab 2028, auf zwei Prozent aufgebaut wird. Die Beitr&auml;ge flie&szlig;en in einen &ouml;ffentlichen, zentral verwalteten Fonds nach dem Vorbild des KENFO und werden am Kapitalmarkt angelegt. Mit dem kreditfinanzierten &bdquo;Generationenkapital&rdquo; der vorigen Bundesregierung hat dieser Vorschlag nichts zu tun; es geht um eine beitragsfinanzierte Pflichtkomponente innerhalb der ersten S&auml;ule.<br>\n    Begr&uuml;ndet wird das Ganze mit der Demografie: Weil k&uuml;nftig weniger Besch&auml;ftigte f&uuml;r mehr Rentnerinnen und Rentner aufkommen m&uuml;ssen, solle vorgesorgt, also gespart werden. Das klingt nach kaufm&auml;nnischer Vernunft. Dahinter verbirgt sich aber eine volkswirtschaftliche Operation, deren Preis in der Debatte fast nie genannt wird. Sie entzieht der Binnenwirtschaft Nachfrage, dauerhaft und planm&auml;&szlig;ig, und das in einer Phase, in der die deutsche Wirtschaft ohnehin an der Stagnationsgrenze entlangschrammt.<br>\n    Quelle: <a href=\"https:\/\/arnogottschalk1.substack.com\/p\/denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun\">Arno Gottschalk<\/a>\n<\/li>\n<li>\n    <strong>Sparen ohne Ziel &ndash; In der Rentenpolitik wird das logische Denken konsequent &uuml;ber Bord geworfen<\/strong><br>\n    Der Konsens in der deutschen Rentenreformdebatte ist nah. Fast alle sind sich einig, dass mehr private Vorsorge betrieben werden muss, soll die Rente auch in Zukunft sicher sein. Die Rentenkommission schl&auml;gt vor, jeden Arbeitnehmer zu verpflichten, zwei Prozent zus&auml;tzlich anzusparen. [&hellip;]<br>\n    Dreizehn Prozent Sparquote bedeuten noch einmal 55 Milliarden pro Jahr zus&auml;tzlich, f&uuml;r die ein Schuldner gefunden werden muss, wenn die deutsche Wirtschaft nicht noch tiefer in den Sumpf geraten soll. Wer soll die zus&auml;tzlichen Schulden machen? Da die deutschen Unternehmen selbst Nettosparer sind, bleibt nur das Ausland und der Staat.<br>\n    Soll Deutschland &bdquo;nach schwedischem Vorbild&ldquo; noch h&ouml;here Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse machen, obwohl der gr&ouml;&szlig;te Handelspartner und sein Pr&auml;sident (zu Recht, wie hier erkl&auml;rt) alles tun, um die Auslandsverschuldung der USA nicht noch weiter steigen zu lassen.<br>\n    Bleibt nur der Staat. Nur wenn der deutsche Staat jedes Jahr 55 Milliarden an zus&auml;tzlichen Schulden macht, k&ouml;nnen die privaten Haushalte 55 Milliarden zus&auml;tzlich sparen, ohne die wirtschaftliche Lage weiter zu verschlechtern. Ist das die von den Advokaten der Kapitaldeckung erhoffte Vorsorge f&uuml;r die Zukunft?<br>\n    Quelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/06\/23\/sparen-ohne-ziel-in-der-rentenpolitik-wird-das-logische-denken-konsequent-ueber-bord-geworfen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li>\n    <strong>Rente mit Sozialbetrugsanteil<\/strong><br>\n    Anfang des Jahres nahm die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission ihre Arbeit auf. Am Dienstag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe von UZ) will sie ihre Ergebnisse pr&auml;sentieren. Der DGB hat sich bereits im Vorfeld zu m&ouml;glichen Reformvorschl&auml;gen ge&auml;u&szlig;ert und fordert eine verpflichtende Betriebsrente als zus&auml;tzliche Altersversorgung.<br>\n    Diese Forderung k&ouml;nnte eine gute Idee sein, wenn der Gewerkschaftsbund erg&auml;nzen w&uuml;rde: &bdquo;nach schwedischem Vorbild&ldquo;. Denn in Schweden sind die Betriebsrenten &uuml;ber Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r 90 Prozent der Rentenversicherten obligatorisch. Den Betriebsrentenbeitrag von 4,5 Prozent des Einkommens zahlen allein und ausschlie&szlig;lich die Firmen. Die Betriebsrenten machten in Schweden 2025 einen Anteil von 28 Prozent aller ausgezahlten Rentenleistungen aus &ndash; die hochgejubelten Pr&auml;mien- und Aktienrenten gerade einmal 5 Prozent.<br>\n    Aber von Schweden ist beim DGB keine Rede. Im Gegenteil. Seit 2001 werden in Deutschland nach dem Altersverm&ouml;gensgesetz neu abgeschlossene Betriebsrenten in Deutschland so gut wie ausschlie&szlig;lich &uuml;ber &bdquo;Entgeltumwandlung&ldquo; finanziert. Das bedeutet, dass die Firmen einen Teil des Bruttolohns an eine Versicherung &uuml;berweisen. Die Versicherung k&ouml;nnen sie ausw&auml;hlen, einen eigenen Beitrag m&uuml;ssen sie nicht leisten. Mit einer Betriebsrente hat das nichts zu tun. Es ist eher eine Betrugsrente, denn die in der Beitragsphase sozialversicherungs- und steuerfrei gestellten Lohnanteile werden nachtr&auml;glich bei Rentenbezug f&auml;llig &ndash; und zwar mit dem doppelten Satz bei der Krankenversicherung und einer erheblichen Verringerung der gesetzlichen Rente.<br>\n    Quelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/rente-mit-sozialbetrugsanteil-4815895\/\">Reiner Heyse auf unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li>\n    <strong>Vorschl&auml;ge der Rentenkommission bringen teilweise Risiken f&uuml;r Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt<\/strong><br>\n    Der Abschlussbericht der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission enth&auml;lt einige sinnvolle Vorschl&auml;ge zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung, beinhaltet allerdings auch Elemente, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland &uuml;ber die n&auml;chsten Jahre sp&uuml;rbar zu d&auml;mpfen drohen. Auch k&ouml;nnten einige der Vorschl&auml;ge zu sozialen Schieflagen f&uuml;hren. Das ergibt eine neue gemeinsame Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Sinnvoll ist danach etwa die Ausweitung der Versicherungspflicht auf Selbst&auml;ndige. Gesamtwirtschaftlich problematisch ist dagegen, dass zum Aufbau eines neuen Elements der Kapitaldeckung der Beitragssatz f&uuml;r die Rente ab 2028 z&uuml;gig um zwei Prozentpunkte steigen soll. Dies entzieht Kaufkraft und d&uuml;rfte so Konsumnachfrage und Wirtschaftswachstum in Deutschland verringern. Eine Folge davon w&auml;ren auch niedrigere Einnahmen f&uuml;r Staat und Sozialversicherungen.<br>\n    Quelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-vorschlage-der-rentenkommission-bringen-teilweise-risiken-77384.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li>\n    <strong>Rentenkommission pr&auml;sentiert einen 33-fachen stacheligen Rentenstrau&szlig; &ndash; Kern: Die Renten-Konterreformen gehen weiter!<\/strong><br>\n    Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152855\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der historische Irrtum der &bdquo;Angebotspolitik&ldquo; <\/strong><br>\nIch erlebe es bei meinen Vortr&auml;gen immer wieder, dass j&uuml;ngere Leute sich gar nicht vorstellen k&ouml;nnen, wie und warum es in den 1970er Jahren in der &Ouml;konomik zu einem vollst&auml;ndigen Bruch mit dem Keynesianismus kam, weil den meisten einleuchtet, dass eine Volkswirtschaft Nachfrageprobleme haben kann, die nur durch Nachfragepolitik zu bek&auml;mpfen sind.<br>\nDoch die heutige Generation von Professoren, die schon 20 Jahre und mehr auf den wichtigen Universit&auml;ts-Lehrst&uuml;hlen sitzen, kennen das Wort Nachfrage nicht mehr. Monika Schnitzer etwa, die Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrates, eine Mikro&ouml;konomin par excellence, redet in einem Interview im Spiegel ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Reform der Sozialversicherungen, &uuml;ber Einsparungen und Steuererh&ouml;hungen (Mehrwertsteuer nat&uuml;rlich).<br>\nEtwas anderes kennt Schnitzer einfach nicht, obwohl sie die Vorsitzende eines Rates ist, dessen Gesetzesauftrag sagt, er habe sich mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auseinanderzusetzen und sich aller konkreten Politikempfehlungen zu enthalten. Letzteres hatte der Gesetzgeber in den 1960er Jahren explizit festgehalten, weil er wollte, dass der Rat eine tiefgehende makro&ouml;konomische Analyse vornimmt und sich nicht vorschnell auf wohlfeile mikro&ouml;konomische Politikempfehlungen st&uuml;rzt. Heutige Jahresgutachten enthalten eine belanglose Analyse, aber hunderte von konkreten Politikempfehlungen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/06\/25\/der-historische-irrtum-der-angebotspolitik\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/232026\/der-historische-irrtum-der-angebotspolitik\/\">Makroskop<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Kanzler k&uuml;rzt<\/strong><br>\nKommunale Spitzenverb&auml;nde protestieren gegen &raquo;historische Finanzkrise&laquo; bei St&auml;dten und Gemeinden. Friedrich Merz fallen dazu nur Sozialk&uuml;rzungen ein<br>\nArm ist Friedrich Merz noch nicht arm genug. Seit seinem Amtsantritt ist kaum ein Tag vergangen, an dem der K&uuml;rzungskanzler nicht irgendwelchen verbalen Unrat &uuml;ber die soziale Daseinsf&uuml;rsorge in der BRD vergossen h&auml;tte. Es gilt abzuwerten, was man zusammenstreichen will. Und obwohl die Lage f&uuml;r viele Menschen in Beruf und Privatleben bereits dramatisch ist, so sind doch keine Transferleistungen, keine &ouml;ffentlichen Angebote sicher vor seiner Schere. Ein Merz sucht nicht in den Taschen der Reichen nach Geld, um von &ouml;ffentlichen Leistungen abh&auml;ngige Bereiche zu finanzieren. Ein Merz weitet den Bereich der zu k&uuml;rzenden Angebote einfach weiter aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/524742.k%C3%BCrzungs-und-kriegskurs-der-kanzler-k%C3%BCrzt.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Schuld ist &bdquo;die Welt&ldquo;: Merz&lsquo; politische Bankrotterkl&auml;rung am Tag der offenen T&uuml;r im Bundeskanzleramt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152632\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum die Verm&ouml;gensungleichheit die Gesellschaft spaltet<\/strong><br>\nDie Familienunternehmer-Lobby handelt gegen die Interessen ihrer Mitglieder, wenn sie Privilegien verteidigt, statt Chancen f&uuml;r alle zu schaffen. Das schadet letztlich auch der Demokratie.<br>\nDer neue World Wealth Report ist da, und er hat es in sich. In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Million&auml;re, elf Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Ihr Verm&ouml;gen wuchs sogar um 12,7 Prozent und damit deutlich schneller als das der Reichen weltweit, das im Schnitt 8,7 Prozent zulegte.<br>\nWo hierzulande bereits Verm&ouml;gen ist, vermehrt es sich. Das ist aber keine Flut, die alle Boote hebt, wie marktliberale Wirtschaftswissenschaftler hoffen.<br>\nDenn die Wirtschaft stagniert, die Reall&ouml;hne sind auf dem Niveau von 2019.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/deutschland-warum-die-vermoegensungleichheit-die-gesellschaft-spaltet-01\/100231679.html\">Felix Oldenburg im Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die 60-Stunden-Woche w&auml;re m&ouml;glich<\/strong><br>\nIn ihrem Koalitionsvertrag haben die Parteien beschlossen, den 1918 eingef&uuml;hrten Achtstundentag aufzuheben. Um Unternehmen mehr Flexibilit&auml;t zu geben, m&ouml;chte die Union das unbedingt. Die SPD ist dagegen zur&uuml;ckhaltend. Nun geht es um die Details. (&hellip;)<br>\nDabei will Ministerin Bas der Union zun&auml;chst nicht sehr weit entgegenkommen. In ihrem Entwurf bleibt der entscheidende Satz in Paragraf 3 des Arbeitszeitgesetzes unver&auml;ndert: &bdquo;Die werkt&auml;gliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht &uuml;berschreiten.&ldquo; Daneben aber g&auml;be die neue Regelung den Gewerkschaften, Betriebsr&auml;ten, Firmen und ihren Verb&auml;nden viel mehr M&ouml;glichkeiten vom Achtstundentag abzuweichen, indem sie eine w&ouml;chentliche H&ouml;chstzahl der Arbeitsstunden vereinbaren &ndash; angepasst an die Bed&uuml;rfnisse von Betrieben, Branchen und Besch&auml;ftigten. (&hellip;)<br>\nEine Arbeitswoche k&ouml;nnte dann eher mal sechs Tage mit jeweils zehn Stunden umfassen, wenn beispielsweise in den folgenden vier Monaten ein Freizeitausgleich erfolgte. Die durchschnittliche Arbeitszeit w&uuml;rde nach wie vor acht Stunden betragen. Auch Unionspolitiker betonen, dass es ihnen nicht um die grunds&auml;tzliche Ausweitung etwa der Jahresarbeitszeit geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Aenderungen-am-8-Stunden-Tag\/!6188969\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Arbeiterbewegung hatte den Achtstundentag hart erk&auml;mpft, der nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in Deutschland eingef&uuml;hrt wurde. Nun will ausgerechnet die SPD an dieser Errungenschaft r&uuml;tteln. Und die Parteispitze fragt sich vermutlich angesichts solcher Entscheidungen immer wieder, warum der SPD die W&auml;hlerschaft wegl&auml;uft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Die Dialog-Teilnehmer sind nicht bescheiden. Wir wollen die Welt ver&auml;ndern&ldquo;<\/strong><br>\nPeter Thiel, der deutschst&auml;mmige libert&auml;re Tech-Milliard&auml;r und Milei- und Epstein-Freundh&auml;lt von einem demokratischen Staat und Wettbewerb nichts, mehrt seinen Reichtum dennoch mit staatlichen Geldern aus &Uuml;berwachungs- und Kriegstechnik, kultiviert, weil es bei den Reichen chic zu sein scheint, irgendwie wie sein Ziehsohn JD Vance religi&ouml;se Neigungen und turtelt mit Apokalypse und dem Antichrist etwa in Gestalt von Greta Thunberg herum (Peter Thiel h&auml;lt den Menschen nur f&uuml;r eine m&auml;ngelbehaftete Fleischmaschine, Die Welt der rechtslibert&auml;ren Techmilliard&auml;re: Greta Thunberg als Antichrist).<br>\nThiel ist nicht nur mit der Bilderberg-Konferenz verbunden, Inbegriff der Elitenverschw&ouml;rung, sondern hat auch selbst 2006 Dialog gegr&uuml;ndet, ein noch exklusiveres j&auml;hrliches Treffen hinter verschlossenen T&uuml;ren. Thiel war auch eng verbunden mit Epstein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/die-dialog-teilnehmer-sind-nicht-bescheiden-wir-wollen-die-welt-veraendern\/\">Florian R&ouml;tzer auf Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Abschaffung der Politik<\/strong><br>\nDer Plattformkapitalist Peter Thiel will die Demokratie radikal aushebeln und das Gemeinwesen den Privatfirmen ausliefern.<br>\nNoch vor wenigen Jahren kannte in Deutschland kaum jemand Peter Thiel (1). Jetzt ist der geb&uuml;rtige Frankfurter in aller Munde und quasi der Inbegriff alles B&ouml;sen. Als Begr&uuml;nder und Inspirator der Spionagefirma Palantir und als tatkr&auml;ftiger F&ouml;rderer von Donald Trump und dessen Vizepr&auml;sidenten JD Vance gilt Thiel vielen Zeitgenossen als gef&auml;hrliche graue Eminenz der US-amerikanischen Politik. Im Laufe der Jahre hat Peter Thiel immer energischer die Entmachtung des politischen Raums vorangetrieben. Zusammen mit seinen superreichen Mitstreitern von der sogenannten &bdquo;PayPal-Mafia&ldquo; betreibt Thiel eine politische Agenda, die die Demokratie radikal aushebeln will. An die Stelle der Politik sollen komplett privatwirtschaftlich betriebene St&auml;dte und Wirtschaftssonderzonen treten. An die Stelle eines Nationalstaates soll quasi ein Netz von profitorientierten Unternehmen treten. Wer will, kann sich in so eine Privatstadt einkaufen. Er muss aber Geld mitbringen. Wer kein Geld hat, bleibt vor den Mauern der gated community, ist sich selber und dem Elend &uuml;berlassen. Ganz wie im Mittelalter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/die-abschaffung-der-politik\">Manova<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Alles Faschisten au&szlig;er der Linken?<\/strong><br>\nLuigi Pantisano hat CDU und AfD f&uuml;r faschistisch erkl&auml;rt und sich daf&uuml;r wenig sp&auml;ter entschuldigt. Das war politisch unklug &ndash; wichtiger ist aber, was das Debakel &uuml;ber den Begriff selbst sagt. [&hellip;]<br>\nDer analytische Fehler folgt dabei durchaus einer gewissen Logik: Die linken Faschismus-Warner belegen zun&auml;chst die AfD mit dem Begriff, dann stellen sie Gemeinsamkeiten mit der CDU fest und schlie&szlig;en daraus, dass auch letztere in dieselbe Kategorie geh&ouml;rt. Dass es (insbesondere im Bereich der Migrations- und Sicherheitspolitik) immer wieder inhaltliche &Uuml;berschneidungen zwischen AfD und CDU gibt; dass die CDU etwa im Kampf gegen Antisemitismus zunehmend bereit ist, autorit&auml;re Mittel einzusetzen; dass die CDU im Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik bereit ist, den Menschen eine gewisse H&auml;rte zuzumuten &ndash; all das ist unbestritten.<br>\nDass es sich dabei allerdings schon um Faschismus (oder den Weg dorthin) handelt, konnte bislang niemand plausibel machen. Und deshalb braucht es immer wieder den Umweg &uuml;ber eine potenzielle Zusammenarbeit der CDU mit der AfD, die nun auch Pantisano in den Mittelpunkt seiner Verteidigung stellt, wenn er sagt, ihm sei es nur darum gegangen, seine Sorge vor den Kumpeleien zwischen den Christdemokraten und der Rechtsau&szlig;en-Partei zum Ausdruck zu bringen.<br>\nDamit d&uuml;rfte er allerdings die Kooperationsperspektive mit der CDU in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig besch&auml;digt haben. Dort werden nach den Herbstwahlen m&ouml;glicherweise B&uuml;ndnisse zwischen Linken und CDU n&ouml;tig sein, um eine AfD-Regierungsbeteiligung zu verhindern. Fast zeitgleich mit seinem Faschismus-Vorwurf hatte Pantisano sich &uuml;brigens in einem ARD-Interview noch f&uuml;r eben diese Zusammenarbeit ausgesprochen.<br>\nHinter dem Scheitern der Faschismusrhetorik steckt also ein reales analytisches Defizit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ueberrechts.de\/p\/alles-faschisten-auer-der-linken\">&Uuml;ber Rechts<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Narrenfreiheit verteidigt<\/strong><br>\nDen Start ins neue Amt als Vorsitzender der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; hat Luigi Pantisano geh&ouml;rig vermasselt. Der erste Fehler war, noch vor der Wahl ausgerechnet &bdquo;Bild TV&ldquo; ein Interview zu geben. Weil er die Politik der CDU darin als &bdquo;faschistisch&ldquo; bezeichnete, emp&ouml;rten sich Konservative au&szlig;erhalb der Partei ebenso wie das &bdquo;Linke&ldquo;-Regierungslager, das auf eine Kooperation mit der CDU nach den Landtagswahlen im Osten hofft. Weil er sich auf dem Parteitag aber offenhielt, ob man mit der CDU vielleicht eine Regierung bilden k&ouml;nne, brachte er auch den linken Fl&uuml;gel gegen sich auf. Am Ende stand ein denkbar knappes Wahlergebnis: mit gerade einmal 53 Prozent wurde Pantisano zum Vorsitzenden gew&auml;hlt. Die alte und neue Vorsitzende Ines Schwerdtner erhielt 85,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/narrenfreiheit-verteidigt-4815899\/\">unsere zeit<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Unsere Demokratie&ldquo; oder Wie die AfD von der Dummheit der etablierten Parteien profitiert<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152786\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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