{"id":15299,"date":"2012-11-30T09:16:28","date_gmt":"2012-11-30T08:16:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299"},"modified":"2012-11-30T09:16:28","modified_gmt":"2012-11-30T08:16:28","slug":"hinweise-des-tages-1772","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/RS)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h01\">Auswege aus der Sackgasse: Griechenland kann nur mit einem Schuldenmoratorium &uuml;berleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h02\">Droht eine humanit&auml;re Katastrophe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h03\">Immer diese bl&ouml;de Wirklichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h04\">Der Gegensatz Von Opposition &ndash; Zu Weihnachten: Rettungpakete packen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h05\">Der Arbeitsmarkt im November 2012: Seitw&auml;rtsbewegung bei Besch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h06\">Deutsche haben keine Lust auf Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h07\">Generali Altersstudie: &Auml;ltere f&uuml;hlen sich zehn Jahre j&uuml;nger und wollen lebenslang unabh&auml;ngig bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h08\">Streit um das &ldquo;Leistungsschutzrecht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h09\">Finger weg vom Netz: Petition f&uuml;r ein freies Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h10\">Europarat: Deutschland versagt bei der Korruptionsbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h11\">Schlag gegen die Hypo-Vereinsbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h12\">CDU-Gesundheitsexperte: brisante Nebeneink&uuml;nfte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h13\">Bombengesch&auml;ft am Bodensee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h14\">Jahrestag der Aufdeckung der NSU-Verbrechen: Gauck lehnt Treffen mit Hinterbliebenen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h15\">Zynische Zensoren &ndash; Armutsbericht ist eine Ohrfeige f&uuml;r die Betroffenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h16\">Der fremde Kandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h17\">Deutschland beliefert Israel massiv mit Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h18\">Antisemitismus in der Jobbik-Partei: Ungarischer Politiker will Juden registrieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h19\">Nochmals: Die Asozialen hinter &ldquo;Die Asozialen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auswege aus der Sackgasse: Griechenland kann nur mit einem Schuldenmoratorium &uuml;berleben<\/strong><br>\nKommentar von Jens Berger<br>\nUnd t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier. Das Rettungspaket f&uuml;r Griechenland, das der Bundestag am Freitag verabschieden soll, wird nicht das letzte gewesen sein. Schon Ende M&auml;rz 2013 steht die n&auml;chste Pr&uuml;fung der Troika an. Wer ernsthaft glaubt, dass Athen die neuen Vorgaben diesmal nicht mit Pauken und Trompeten verfehlt, muss schon ein sehr argloser Zweckoptimist sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Griechenlandhilfen\/!106462\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Droht eine humanit&auml;re Katastrophe?<\/strong><br>\nOb Medikamente oder &auml;rztliche Behandlung &ndash; in Griechenland werden kranke Menschen nur noch gegen Barzahlung versorgt: Das marode Gesundheitswesen braucht dringend einen Rettungsplan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/gesundheitssystem-vor-dem-kollaps-droht-eine-humanitaere-katastrophe-11973778.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Immer diese bl&ouml;de Wirklichkeit<\/strong><br>\nDie Unf&auml;higkeit vieler &Ouml;konomen, etwas Sinnvolles zur L&ouml;sung der Finanzkrise beizutragen, hat einen Grund: Es ist ihr unersch&uuml;tterlicher Glaube ans Gleichgewicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:theorie-und-wirtschaft-immer-diese-bloede-wirklichkeit\/70122725.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> F&uuml;r so etwas werden wir die Financial Times Deutschland vermissen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Gegensatz Von Opposition &ndash; Zu Weihnachten: Rettungpakete packen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Opposition&ldquo;, steht in Zeitungen, w&uuml;rde dieses oder jenes tun. &bdquo;Die Opposition&ldquo; h&ouml;rt und sieht man elektronisch, werde jetzt aber, vielleicht oder auch gar nicht, irgendetwas machen oder unterlassen. Der Begriff Opposition kommt aus dem Lateinischen und meint &bdquo;das Entgegengesetzte&ldquo;, nach WIKIPEDIA handelt es sich bei der Opposition sogar um eine Partei oder Gruppe, die der herrschenden Politik Widerstand und Ablehnung entgegenbringt. Doch in den Mehrheitsmedien werden unter &bdquo;die Opposition&ldquo; fast immer SPD und GR&Uuml;NE begriffen. Wer in diesen Tagen die wiederholte Griechenland-Rettungs-Debatte beobachtet, kann bei den genannten Parteien nichts Gegens&auml;tzliches zur Regierungspolitik finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/index_643.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Bemerkungen zur so genannten Opposition sind wirklich gelungen. Aber die bisherigen Milliarden wurden &ndash; naja &ndash; nicht unbedingt f&uuml;r nichts rausgeworfen. Die hat einfach jemand anders.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Arbeitsmarkt im November 2012: Seitw&auml;rtsbewegung bei Besch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\n &bdquo;Der Arbeitsmarkt reagiert auf die nachlassende konjunkturelle Dynamik robust. Die aktuellen Daten zeigen &uuml;berwiegend eine Seitw&auml;rtsbewegung.&ldquo;, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in N&uuml;rnberg anl&auml;sslich der monatlichen Pressekonferenz.\n<ul>\n<li>Arbeitslosenzahl im November: -2.000 auf 2.751.000<\/li>\n<li>Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +38.000<\/li>\n<li>Arbeitslosenquote im November: +\/-0,1 Prozentpunkte bei 6,5 Prozent<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) belief sich im November auf 864.000. Im Vergleich zum November 2011 ergibt sich ein Anstieg von 95.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung den sechsten Monat in Folge &uuml;ber dem Vorjahresniveau. Insgesamt 806.000 Personen erhielten im November Arbeitslosengeld, 87.000 mehr als vor einem Jahr.<\/p>\n<p><strong>Entwicklung in der Grundsicherung<\/strong><\/p>\n<p>Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im November bei 4.335.000. Gegen&uuml;ber November 2011 war dies ein R&uuml;ckgang von 107.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsf&auml;higen Alter sind hilfebed&uuml;rftig. In der Grundsicherung waren 1.887.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 56.000 weniger als im Vorjahr. Dass ein Gro&szlig;teil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbst&auml;tig sind, kleine Kinder betreuen, Angeh&ouml;rige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2012\/Presse-12-054.html\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Dazu:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit im November 2012: 3.624.540<br>\nOffizielle Arbeitslosigkeit: 2.751.480<br>\nNicht gez&auml;hlte Arbeitslose: 873.060<\/p>\n<ul>\n<li>&Auml;lter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und\/oder ALG II: 198.532<\/li>\n<li>Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 144.873\n<ul>\n<li>F&ouml;rderung von Arbeitsverh&auml;ltnissen: 2.646<\/li>\n<li>Fremdf&ouml;rderung: 79.164<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungsphase B&uuml;rgerarbeit: 29.131<\/li>\n<li>Berufliche Weiterbildung: 166.720<\/li>\n<li>Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 161.705<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungszuschuss (f&uuml;r schwer vermittelbare Arbeitslose): 6.276<\/li>\n<li>Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen: 25<\/li>\n<li>Kranke Arbeitslose (&sect;126 SGB III): 83.988<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jens-petermann.de\/fileadmin\/petermann\/PM_2012\/BA%20Daten%20November%202012%20Tats%C3%A4chliche%20Arbeitslosigkeit.pdf\">DIE LINKE Jens Petermann [PDF &ndash; 20 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche haben keine Lust auf Altersvorsorge<\/strong><br>\nDie Bereitschaft der Deutschen zum Abschluss einer zus&auml;tzlichen Altersvorsorge sinkt. Das zeigt sich an der Zahl der Betriebsrenten. Stattdessen vertrauen die Deutsche auf die Gesetzliche Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/ratgeber-hintergrund\/altersbericht-deutsche-haben-keine-lust-auf-altersvorsorge-\/v_detail_tab_print\/7453046.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Immerhin f&auml;llt dem Handelsblatt der Verdienst zu, an der Aufkl&auml;rung, Berichterstattung und Kommentierung diverser <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/sexskandal-bei-ergo-mordsspass-mit-prostituierten-fuer-die-truppe-von-herrn-kaiser-\/v_detail_tab_print\/4193282.html\">bumsfideler Lustreisen<\/a> u.A. nach <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/trotz-des-sex-skandals--weiter-reisen-fuer-ergo-vermittler,1472780,17024518,view,printVersion.html\">Budapest<\/a> beteiligt gewesen zu sein, f&uuml;r die Versicherungskonzerne die Beitr&auml;gen ihrer Versicherten zweckentfremdeten. Unter diesem Aspekt disqualifiziert sich das Handelsblatt mit dieser Ausscheidung in Textform selbst und wird kaum die Konkurrenz von der eingestellten Financial Times Deutschland &uuml;bernehmen k&ouml;nnen. Entweder ist es eine zusammengest&uuml;mperte Agenturmeldung oder die Autorin \/ der Autor, sch&auml;mt sich zu Recht, ihren \/ seinen Namen in einer redaktionelle Auftragsarbeit zu lesen. Dass der Auftraggeber dieser betreffenden Studie ein Versicherungskonzern ist, scheint als v&ouml;llig normal akzeptiert zu werden.<br>\nDie Deutschen haben keine Lust auf Altersvorsorge. Ja, ist das so schwer zu verstehen? Wer nicht total desinformiert ist, bekommt doch inzwischen mit, dass <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=40\">Riestereien<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2306\">Betriebliche Altersvorsorge<\/a> ein lukratives Gesch&auml;ft f&uuml;r Versicherungsanbieter und zu oft ein <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14457\">Verlustgesch&auml;ft<\/a> f&uuml;r Versicherungsnehmer sind.<br>\nUnd der Kn&uuml;ller ist &ndash; mal wieder &ndash; ein Standardfoto der Rentnergruppe auf der Parkbank, diesmal von der Nachrichtenagentur DAPD, die uns k&uuml;rzlich schon mit Hartz-IV als <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article111379153\/Hoeherer-Hartz-IV-Satz-wuerde-Milliarden-kosten.html\">Buchstabensuppe<\/a> peinigte.<\/em><\/p>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschlands Rentnern geht es so gut wie nie!<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/2012\/studie\/deutschlands-rentnern-geht-es-so-gut-wie-nie-27413334.bild.html\">BILD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/2012\/alter\/studie-alte-senioren-gluecklich-engagiert-rente-27411362.bild.html\">BL&Ouml;D BILD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Zu den &bdquo;Die Gute-Laune-Ergebnissen&ldquo; (so Bild) geh&ouml;re beispielsweise: &bdquo;Die jetzige Rentner-Generation ist so gut abgesichert wie keine vor ihr &ndash; und wahrscheinlich keine nach ihr. Mehr als die H&auml;lfte wohnt in einer eigenen Immobilie. Zwei Drittel bezeichnen ihre eigene wirtschaftliche Situation als &bdquo;sehr gut&ldquo; oder &bdquo;gut&ldquo;.&ldquo; Kritische Anmerkungen zur Lage der Rentner sind eher sp&auml;rlich: &bdquo;Die finanzielle Lage ihrer Generation sch&auml;tzen die 65- bis 85-J&auml;hrigen allerdings weitaus schlechter ein als ihre eigene. Ein klares Indiz, dass die sozialen Unterschiede auch in der &auml;lteren Generation zunehmen, hei&szlig;t es in der Studie.&ldquo; Auch Spiegel-Online greift diese Thematik in zwei Beitr&auml;gen auf. W&auml;hrend die Bildzeitung den Auftraggeber der Studie &ndash; die Generali Versicherung (zu der z.B. auch die Volksf&uuml;rsoge geh&ouml;rt) &ndash; verschweigt, weist der Spiegel auf diesen Fakt hin. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/altersstudie-belegt-wohlstand-und-zufriedenheit-bei-rentnern-a-869696.html\">&bdquo;Generationenstudie: Deutsche Senioren genie&szlig;en das Alter&ldquo;<\/a> <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/generali-altersstudie-allensbach-umfrage-zeigt-rentner-fit-im-alter-a-869749.html\">&bdquo;Altersstudie: Die Generation der r&uuml;stigen Rentner&ldquo;<\/a>. Auch der Spiegel weist auf einige kritische Fakten hin: &bdquo;Allerdings belegt die Studie auch eine stark anwachsende soziale Ungleichheit &ndash; sowohl unter den &Auml;lteren als auch im Vergleich zu nachfolgenden Generationen: Das verf&uuml;gbare Einkommen der Rentner stieg in den vergangenen 20 Jahren f&uuml;r das obere Seniorendrittel um 65 Prozent, f&uuml;r das untere lediglich um 28 Prozent.&ldquo; Was bedeutet, da&szlig; sich das inflationsbereinigte verf&uuml;gbare Einkommen des unteren Drittels der Rentnar in den vergangenen 20 Jahren deutlich reduziert hat. Dieser Fakt widerspricht eindeutig der Bildzeitungs-&Uuml;berschrift, &bdquo;den&ldquo; deutschen Rentnern ginge es so gut wie noch nie. Weiter hei&szlig;t es im Spiegel: &bdquo;Fazit: Nie ging es deutschen Rentnern so gut wie heute &ndash; und wahrscheinlich wird es ihnen auch nie mehr so gut gehen. Das legen die Vergleichszahlen nahe, die in der Allensbach-Studie f&uuml;r die j&uuml;ngere Generation aufgef&uuml;hrt werden: Ein gro&szlig;er Teil der unter 65-J&auml;hrigen kann aller Voraussicht nach keine Rente erwarten, die &uuml;ber dem Existenzminimum liegt. Und das untere Drittel der J&uuml;ngeren hat zudem kaum frei verf&uuml;gbares Einkommen, das sie f&uuml;r das Alter ansparen k&ouml;nnte. Es scheint also so, als w&uuml;rde die jetzige Rentnergeneration als die goldene in Erinnerung bleiben.&ldquo; Doch abschlie&szlig;end wird dieser kritische Befund von der Spiegel-Redaktion wieder sch&ouml;ngef&auml;rbt: &bdquo;Doch f&uuml;r die J&uuml;ngeren gibt es einen Trost: Gl&uuml;ck im Alter h&auml;ngt nur bedingt vom Wohlstand ab. Vor 30 Jahren war die materielle Situation der Rentner bei weitem nicht so gefestigt wie heute, stellt die Studie fest. 1983 waren jedoch 68 Prozent mit ihrem Leben zufrieden. Heute sind es 65 Prozent.&ldquo; Hier w&auml;re kritisch zu hinterfragen, ob die 65 Prozent von heute mit den 68 Prozent aus dem Jahre 1983 sachlich &uuml;berhaupt vergleichbar sind (Stichworte: Art der Fragestellung, Vergleichbarkeit der Stichproben). Und: Ging es den Rentnern des Jahres 1983 im Vergleich zur arbeitenden Bev&ouml;lkerung tats&auml;chlich schlechter als den heutigen Rentnern? Denn das Rentenniveau wurde erst ab den 90er Jahren schrittweise auf heute 51 Prozent (2030: 43 Prozent) des Nettoeinkommens abgesenkt. Von diesen Aspekten einmal abgesehen, m&ouml;chte die Spiegel-Redaktion das Absacken des Rentenniveaus in den kommenden Jahren und Jahrzehnten allem Anschein nach in ein g&uuml;nstiges Licht stellen, frei nach dem biblischen Motto &bdquo;Nicht vom Brot allein lebt der Mensch&hellip;&ldquo;. Es ist zumindest mir nicht bekannt, da&szlig; die Spiegel-Redaktion diese Parole irgendwann einmal im Zusammenhang mit der h&ouml;heren Besteuerung gro&szlig;er Einkommen und Verm&ouml;gen an die Bezieher hoher Einkommen sowie der Eigent&uuml;mer und Erben gro&szlig;er Verm&ouml;gen gerichtet hat. Bei der Besteuerung von Spitzeneinkommen und -Verm&ouml;gen singt zumeist auch die Spiegel-Redaktion viel eher das Lied von den armen, vom gefr&auml;&szlig;igen Staat gebeutelten Reichen. Diese doppelz&uuml;ngige Spiegel-Masche erinnert viel eher an Heinrich Heines &bdquo;Winterm&auml;rchen&ldquo;: &bdquo;Sie sang das alte Entsagungslied, Das Eiapopeia vom Himmel, Womit man einlullt, wenn es greint, Das Volk, den gro&szlig;en L&uuml;mmel. Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich wei&szlig;, sie tranken heimlich Wein Und predigten &ouml;ffentlich Wasser.&ldquo; Auch sollte die Spiegel-Redaktion angesichts des auch von ihr konstatierten Auseinanderlaufens der Rentenenwicklung niedriger und hoher Renten vielleicht einmal bei den unteren 50 Prozent der Rentenbezieher nachfragen, ob sie sich der Spiegel-Parole anschlie&szlig;en m&ouml;chten oder ob sie heute und in Zukunft nicht viel eher einer armutsfesten Rente den eindeutigen Vorzug geben. Generelle Anmerkungen zur aktuellen Allensbach\/Generali-&bdquo;Gro&szlig;studie&ldquo;: &ndash; Es sticht ins Auge, da&szlig; nach den damatisch aufgemachten Medienberichten zur &bdquo;Alterung Deutschlands&ldquo; und nach dem auch von den Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden wegen zu optimistischer Prognosen kritisierten &bdquo;Rentenbericht&ldquo; der Bundesregierung mit der nun pr&auml;sentierten Allensbach\/Generali-&bdquo;Gro&szlig;studie&ldquo; einerseits Placebos an die Bev&ouml;lkerung verteilt werden (&bdquo;den Rentnern geht es so gut wie noch nie&ldquo; \/ &bdquo;die Renten steigen in den kommmenden Jahren stark an&ldquo;), andererseits die Botschaft gestreut wird, es k&ouml;nne f&uuml;r die Rentner nicht mehr getan werden (die immer wieder beschworenen &bdquo;dramatischen Folgen der Alterung unserer Gesellschaft&ldquo; und die immer wieder herausgekehrte &bdquo;demografische Katastophe&ldquo;). &ndash; Dies passiert vor dem Hintergrund einer mit der Rentenpolitik von Union, SPD, FDP und Gr&uuml;nen unzufriedenen Bev&ouml;lkerung und der immer wieder aufbrechenden Rentendiskussion innerhalb der SPD. &ndash; Fragen an die &bdquo;Gro&szlig;studie&ldquo;: Sind die Fragestellungen objektiv? &ndash; Ist die von Allensbach gew&auml;hlte Stichprobe nicht nur hinsichtlich der Gr&ouml;&szlig;e, sondern auch bzgl. der Qualit&auml;t repr&auml;sentativ? &ndash; Sind die Ergebnisse dieser &bdquo;Gro&szlig;studie&ldquo; m&ouml;glicherweise von den politischen Interessen des unionsnahen Allensbach-Instituts und des auch im Segment &bdquo;Private Altersvorsorge&ldquo; t&auml;tigen Versicherungskonzerns Generali mit beeinflu&szlig;t? Ich bin in dieser Thematik nicht sonderlich firm. M&ouml;glicherweise m&ouml;chten Sie anhand meiner doch eher laienhaften Anmerkungen einen eigenen Beitrag zu dieser &bdquo;Gro&szlig;studie&ldquo; verfassen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Auf die Frage nach dem m&ouml;glichen Einfluss des Auftraggebers auf die Studie gibt es die gleiche Antwort wie auf die Fragen, ob in Marmelade meistens Zucker ist oder ob Joseph Ratzinger katholisch ist. Wie mir der so genannte Rentenpabst und Versicherungsvertreter mit Professorentitel Hans Adalbert &bdquo;Bert&ldquo; R&uuml;rup h&ouml;chstpers&ouml;nlich bei einer Veranstaltung zum Thema politische Beratung auf Nachfrage antwortete, gibt es selbstverst&auml;ndlich keine unabh&auml;ngige Beratung und keine unabh&auml;ngige Forschung und keine unabh&auml;ngigen Umfragen; die Ergebnisse von Beratung, Forschung und Umfragen kommen zwangsl&auml;ufig zu den Ergebnissen, welche die Auftraggeber in Auftrag geben. Das wussten wir auch schon vorher, aber trotzdem Danke f&uuml;r diese Best&auml;tigung.<br>\nAu&szlig;erdem sind die Hinweise von Spiegel und anderen Medien auf den Auftraggeber der Studie nicht unbedingt kritisch sondern ein bescheidenes journalistisches Minimum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Generali Altersstudie: &Auml;ltere f&uuml;hlen sich zehn Jahre j&uuml;nger und wollen lebenslang unabh&auml;ngig bleiben<\/strong>\n<ul>\n<li>Deutliche Verschiebung der Altersschwellen<\/li>\n<li>Hohe Lebenszufriedenheit und materieller Wohlstand<\/li>\n<li>Gut vernetzt und stark engagiert in Familie und Gesellschaft<\/li>\n<li>Autonomie als zentrales Leitmotiv der 65- bis 85-J&auml;hrigen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die 65- bis 85-J&auml;hrigen in Deutschland f&uuml;hlen sich im Durchschnitt zehn Jahre j&uuml;nger, als es ihrem tats&auml;chlichen Lebensalter entspricht. Sie f&uuml;hren mehrheitlich ein sehr aktives, zufriedenes und abwechslungsreiches Leben. Dieses selbstbestimmte Leben wollen sie m&ouml;glichst lebenslang beibehalten. Die Mehrheit von ihnen stellt deshalb den Erhalt der Gesundheit in den Mittelpunkt. Das sind zentrale Ergebnisse der ersten Generali Altersstudie, die das Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach im Auftrag des Generali Zukunftsfonds, einer Einrichtung der Generali Deutschland, durchgef&uuml;hrt hat. Weitere Erkenntnisse &uuml;ber die &Auml;lteren in Deutschland: Die materielle Lebenssituation wird als gut empfunden und ist de facto deutlich besser als die der &Auml;lteren vor 20 oder 30 Jahren. Die &uuml;berwiegende Mehrheit der 65- bis 85-J&auml;hrigen verf&uuml;gt &uuml;ber enge famili&auml;re Bindungen sowie einen stabilen Freundes- und Bekanntenkreis. Die Mehrzahl der &Auml;lteren hat zu den Kindern ein gutes Verh&auml;ltnis und steht ihnen mit Rat und Tat sowie finanziell zur Seite. Auch au&szlig;erhalb der Familie sind &Auml;ltere aktiv: Aktuell engagieren sich 45 Prozent im gesellschaftlichen Bereich und k&ouml;nnen sich vorstellen, ihr Engagement im Durchschnitt um bis zu sechs Stunden in der Woche auszudehnen (aktuell vier Stunden). F&uuml;r die repr&auml;sentative Studie wurden jeweils rund 2.000 Personen der Altersgruppen 65 bis 74 sowie 75 bis 85 pers&ouml;nlich-m&uuml;ndlich befragt&hellip;<br>\n58 Prozent der 65- bis 85-J&auml;hrigen w&uuml;rden sich nicht als alten Menschen bezeichnen, bei den 65- bis 74-J&auml;hrigen sagen das sogar 67 Prozent. Jede zweite Frau im Alter von 65 bis 74 Jahren nutzt heute regelm&auml;&szlig;ig einen Lippenstift, vor rund 30 Jahren war es nur rund jede vierte. Die neue Generation der &Auml;lteren f&uuml;hrt heute &uuml;berwiegend ein sehr aktives Leben, in dem Familie, Hobbys, aber auch ehrenamtliches Engagement eine gro&szlig;e Rolle spielen&hellip;<br>\nDie Generation der 65- bis 85-J&auml;hrigen blickt mehrheitlich sehr zufrieden auf ihr Leben. Auf einer Skala von 0 (&uuml;berhaupt nicht zufrieden) bis 10 (v&ouml;llig zufrieden) stufen 57 Prozent der Befragten ihr Leben mit einem Wert von 8 und mehr ein. Ein h&ouml;heres Einkommen und Bildung beeinflussen die Lebenszufriedenheit positiv&hellip;<br>\n45 Prozent der 65- bis 85-J&auml;hrigen engagieren sich gesellschaftlich, unter anderem im kirchlichen Umfeld sowie in Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen, mit durchschnittlich rund vier Stunden pro Woche. Hochgerechnet auf die Grundgesamtheit aller 65- bis 85-J&auml;hrigen ergibt dies einen zeitlichen Umfang von rund 1,48 Milliarden Stunden pro Jahr, was einer Arbeitszeit von etwa 870.000 Vollzeitbesch&auml;ftigten entspricht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.generali-deutschland.de\/online\/portal\/gdinternet\/de\/content\/311198\/309362\/news\/837074\">Generali Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man sollte sich fragen, welches Interesse hat ein Versicherungskonzern wie Generali Deutschland, der 16,2 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und mehr als 13,5 Millionen Kunden hat, an der Vergabe einer aufw&auml;ndigen Altersstudie. Dazu sollte man lesen, was der Vorsitzende des Vorstands der Generali Deutschland, Dietmar Meister, in einem Vortrag <a href=\"http:\/\/www.generali-deutschland.de\/online\/portal\/gdinternet\/de\/content\/\">erkl&auml;rt<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;In der aktuellen &ouml;ffentlichen Diskussion zum Thema &bdquo;demografischer Wandel&ldquo; im Allgemeinen und &bdquo;Altersarmut&ldquo; im Speziellen herrscht breiter Konsens dar&uuml;ber, dass die gesetzliche Rente in Zukunft nicht mehr ausreichen und der privaten Vorsorge eine immer wichtigere Bedeutung zukommen wird. Hierdurch ergeben sich gro&szlig;e Chancen f&uuml;r die Versicherungswirtschaft und ihr Produktangebot.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Methodisch ist zu der Umfrage anzumerken: Die Angaben zur Zufriedenheit sind relativ. Was w&uuml;rden z.B. Sie selbst antworten, wenn Sie gefragt w&uuml;rden, ob Sie mit ihrem Leben zufrieden sind? Wer w&uuml;rde da schon gerne antworten, dass er unzufrieden ist. Zufriedenheit ist ein sehr dehnbarer und relativer Begriff. Das ist ungef&auml;hr so, wie bei der ganz allt&auml;glichen Floskel &bdquo;Wie geht`s?&ldquo;. Wer &ndash; es sei denn es geht einem wirklich schlecht &ndash; w&uuml;rde da nicht antworten: &bdquo;Gut geht`s und selbst?&ldquo;<br>\nWie man bei einem &ndash; wohlgemerkt durchschnittlichen &ndash; Netto-Gesamteinkommen eines Ehepaars von 2.433 Euro im Monat, bei alleinstehenden M&auml;nnern von 1.560 Euro und alleinstehenden Frauen von 1.292 Euro und bei einer &bdquo;angegebenen&ldquo; Rente von durchschnittlich 977 Euro f&uuml;r M&auml;nner und f&uuml;r Frauen von 549 Euro (siehe unten) den Begriff &bdquo;materieller Wohlstand&ldquo; im Munde f&uuml;hren kann, erschlie&szlig;t sich wohl nur den Verantwortlichen f&uuml;r die Studie und Generali Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zur Verteilung der Gesamteinkommen im Alter:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/abbVIII52-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/abbVIII52-1_th.jpg\" alt=\"Verteilung der Gesamteinkommen im Alter\" title=\"Verteilung der Gesamteinkommen im Alter\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/abbVIII52.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Die Grafik ist zwar schon etwas &auml;lter, sie d&uuml;rfte sich aber nicht wesentlich ver&auml;ndert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Streit um das &ldquo;Leistungsschutzrecht&rdquo;<\/strong><br>\nWenige Tage vor der ersten Parlamentslesung hat die Lobbyschlacht an Intensit&auml;t zugenommen<br>\nIn der Nacht zwischen Donnerstag und Freitag soll der Bundestag in erster Lesung &uuml;ber ein etwas irref&uuml;hrend &ldquo;Leistungsschutzrecht&rdquo; betiteltes neues Monopol f&uuml;r Presseverlage beraten, das auch die Verwendung kleiner Textteile lizenzpflichtig machen w&uuml;rde. Gestern startete Google, das nominelle Hauptziel des neuen Monopols, eine &ldquo;Informationsoffensive&rdquo; mit dem Titel &ldquo;Verteidige Dein Netz &ndash; Finde weiterhin, was Du suchst&rdquo;. Damit sollen Deutsche auf die Folgen des (von Mainstreammedien bislang wenig beachteten) Gesetzes f&uuml;r sich selbst und ihre Suchanfragen aufmerksam gemacht und dazu bewegt werden, bei ihren Abgeordneten anzurufen. Zu diesem Zweck bietet das Unternehmen eine &ldquo;MdB-Landkarte&rdquo; mit den Kontaktdaten der B&uuml;ros an.<br>\nDie Zeitschriftenverleger-Lobbyverb&auml;nde BDZV und VDZ kritisierten die Kampagne umgehend als &ldquo;&uuml;ble Propaganda&rdquo; und &ldquo;Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung f&uuml;r eigene Interessen&rdquo;. Ihrer Ansicht nach ist das neue Monopol &ldquo;gerecht und ma&szlig;voll&rdquo; und &ldquo;stellt keinesfalls das &ldquo;Ende der Freiheit im Netz&rdquo; dar&rdquo;. Diese Reaktion war zu erwarten. Aber auch bei Netzpolitik.org kritisiert man Google als &ldquo;Teil des Problems&rdquo; und illustriert mit Beispielen aus anderen L&auml;ndern, dass der bunte Gigant ein Unternehmen ist, das vor allem finanzielle Interessen verfolgt.<br>\nPraktisch alle namhaften deutschen Rechtswissenschaftler, die sich mit dem Gesetzentwurf befassten, glauben allerdings, dass die Nachteile des &ldquo;Leistungsschutzrechts&rdquo; seinen Nutzen sehr deutlich &uuml;berwiegen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153270\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Max-Planck-Institut: Stellungnahme zum Gesetzesentwurf f&uuml;r eine Erg&auml;nzung des Urheberrechtsgesetzes durch ein Leistungsschutzrecht f&uuml;r Verleger<\/strong><br>\nDer Bedarf f&uuml;r ein solches Schutzrecht wurde bislang in keiner Weise nachgewiesen. Es besteht die Gefahr unabsehbarer negativer Folgen&hellip;<br>\nTats&auml;chlich darf das Urheberrecht in solchen F&auml;llen auch nicht greifen, weil sonst der Einsatz von Links, die minimale Hinweise auf den zu findenden Inhalt enthal-ten, weitgehend blockiert w&uuml;rde. Die Notwendigkeit, diesen Freiraum zu gew&auml;hren, wird nicht nur in der Fachliteratur betont. Auch der Bundesgerichtshof hat stets explizit davon abgesehen, ein urheberrechtlich begr&uuml;ndetes Verbotsrecht in Bezug auf das Setzen von Links zuzugestehen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus gilt nach heutiger Rechtslage die Annahme, dass ein Rechteinhaber, der Inhalte offen ins Internet stellt statt sie mit technischen Schutzma&szlig;nahmen zu verschl&uuml;sseln, stillschweigend in die beim Einsatz von Suchmaschinen &uuml;blicher-weise anfallenden Nutzungshandlungen einwilligt.<br>\nIn Wahrheit geht es also darum, dass Presseverleger gest&uuml;tzt auf das Verbotsrecht Nutzungserlaubnisse erteilen wollen &ndash; oder genauer: um die M&ouml;glichkeit, Lizenzeinnahmen zu erzielen. Verkannt wird dabei freilich, dass von einer gesetzlichen Regelung nicht nur gro&szlig;e Akteure betroffen w&auml;ren. Im Internet finden sich unz&auml;hli-ge kleine Anwendungen, deren Betreiber finanziell weder in der Lage noch willens w&auml;ren, Lizenzgeb&uuml;hren zu bezahlen.<br>\nStattdessen w&uuml;rde auf deutsche Presseprodukte gar nicht mehr verlinkt, jedenfalls nicht unter Verwendung von Snippets, die f&uuml;r effiziente Internetrecherchen jedoch elementar sind. Daran kann aber keine der beteiligten Parteien ein Interesse haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ip.mpg.de\/files\/pdf2\/Stellungnahme_zum_Leistungsschutzrecht_fuer_Verleger.pdf\">Max-Planck-Institut f&uuml;r Immaterialg&uuml;ter- und Wettbewerbsrecht [PDF &ndash; 75 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Finger weg vom Netz: Petition f&uuml;r ein freies Internet<\/strong><br>\nDas freie Internet ist in Gefahr. Mit neuen Regeln will die Internationale Fernmeldeunion (IFU) die Grundfreiheiten der Nutzer im Netz beschr&auml;nken &ndash; Anfang Dezember soll die Entscheidung fallen. Eine weltweite Petition soll die geplante Beschneidung der Kommunikationsfreiheit verhindern. Internationaler Gewerkschaftsbund und DGB rufen zur Unterzeichnung auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8457ba98-388c-11e2-ac40-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europarat: Deutschland versagt bei der Korruptionsbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nDie Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) des Europarats kritisiert in ihrem heute ver&ouml;ffentlichten Bericht die mangelnde Transparenz bei der Parteienfinanzierung in Deutschland sowie mangelhafte Vorkehrungen gegen Abgeordnetenbestechung. GRECO urteilt in dem neuen Bericht, dass Deutschland bei der Umsetzung der Empfehlungen keine konkreten Fortschritte gemacht habe. Der Stand der Umsetzung sei &bdquo;allgemein unbefriedigend&ldquo;. GRECO leitet deshalb die zweite Stufe des &bdquo;Non-Compliance-Verfahren&ldquo; gegen Deutschland ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/11\/europarat-deutschland-versagt-bei-der-korruptionsbekampfung\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schlag gegen die Hypo-Vereinsbank<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es kaum noch eine Gro&szlig;bank, die nicht &Auml;rger mit der Justiz hat &ndash; jetzt trifft es auch die Hypo-Vereinsbank. Mehr als 60 Fahnder haben bei einer Razzia die M&uuml;nchner Zentrale und weitere Objekte in Deutschland durchsucht. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung in gro&szlig;em Stil. Auch andere Institute k&ouml;nnten nach demselben Modell betrogen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/vorwurf-der-steuerhinterziehung-im-grossen-stil-schlag-gegen-die-hypo-vereinsbank-1.1536086\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CDU-Gesundheitsexperte: brisante Nebeneink&uuml;nfte<\/strong><br>\nJens Spahn (32) ist Politologe und der Gesundheitsexperte der CDU. Wie der Focus in der aktuellen Ausgabe berichtet, war er neben seiner T&auml;tigkeit als Abgeordneter an einer Lobby-Agentur beteiligt. Zusammen mit seinem Freund und B&uuml;roleiter Markus Jasper und dem befreundeten Lobbyisten Max M&uuml;ller gr&uuml;ndete Spahn im Jahre 2006 eine Gesellschaft B&uuml;rgerlichen Rechts (GbR), welche die Beratungsagentur Politas verwaltet.<br>\nVorteil einer GbR ist es, dass sowohl die beteiligten Gesellschafter als auch die Gesch&auml;fte nicht ver&ouml;ffentlicht werden m&uuml;ssen. In den offiziellen Angaben von Politas taucht Spahn daher nicht auf, obwohl er bis 2010 zu 25 % an der Agentur beteiligt war. Wie es das Firmenkonstrukt zul&auml;sst, wurde lediglich Jasper als Eigent&uuml;mer von Politas genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/11\/cdu-gesundheitsexperte-brisante-nebeneinkunfte\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bombengesch&auml;ft am Bodensee<\/strong><br>\nMinen, Panzer und Raketen? Hier doch nicht. Nicht in dieser scheinbar heilen Welt von sauber gewei&szlig;elten Orten und Segelbooten vor malerischer Alpenkulisse. Doch die Bodenseeregion ist einer der wichtigsten R&uuml;stungsstandorte in Deutschland. Hier werden Waffen produziert, die anderswo t&ouml;ten. Und kaum einer spricht dar&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/11\/bombengeschaeft-am-bodensee\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jahrestag der Aufdeckung der NSU-Verbrechen: Gauck lehnt Treffen mit Hinterbliebenen ab<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkische Gemeinde hatte zum Jahrestag der NSU-Morde einen besonderen Wunsch: ein Treffen mit Bundespr&auml;sident Gauck. Doch in einem Brief aus Bellevue hei&szlig;t es, man wolle von einem solchen Treffen &bdquo;absehen&ldquo;. Die Hinterbliebenen sind verwundert und entt&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nsuopfer100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Welch ein w&uuml;rdiges Staatsoberhaupt &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zynische Zensoren &ndash; Armutsbericht ist eine Ohrfeige f&uuml;r die Betroffenen<\/strong><br>\nWas soll die Aufregung? Die schwarz-gelbe Koalition sperrt sich seit ihrer Regierungs&uuml;bernahme vehement gegen den allgemeinen Mindestlohn und beschlie&szlig;t stattdessen lieber Steuererleichterungen f&uuml;r Hoteliers; sie empfiehlt Menschen mit Niedrigl&ouml;hnen, privat f&uuml;r Alter und Pflegebed&uuml;rftigkeit vorzusorgen; sie musste vom Verfassungsgericht an die Menschenw&uuml;rde von Hartz-IV-Empf&auml;ngern und Asylbewerbern erinnert werden; und an h&ouml;here Steuern f&uuml;r Wohlhabende war mit ihr nie zu denken. Die soziale Unwucht war und ist ein Markenzeichen dieses B&uuml;ndnisses, das sich so gerne &bdquo;christlichliberal&ldquo; nennt. Der gesch&ouml;nte Armutsbericht ist also alles andere als eine &Uuml;berraschung. Man kann der Koalition nicht mal vorwerfen, sie habe jetzt erst ihr wahres Gesicht gezeigt. Im Gegenteil: Indem sie alle Hinweise auf die zunehmende Spaltung der Gesellschaft aus dem Report getilgt hat, betreibt sie ihre Klientelpolitik der letzten drei Jahre nur konsequent weiter. Nat&uuml;rlich ist ein Regierungsbericht erst dann fertig, wenn alle Ministerien ihm zugestimmt haben. Und dass dabei auch noch &Auml;nderungen zur Ursprungsversion vorgenommen werden, ist selbstverst&auml;ndlich. Skandal&ouml;s ist aber der Zynismus, mit dem Union und FDP inzwischen die sozialen Probleme in diesem Land negieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/politik\/leitartikel-zynische-zensoren-1.2542153?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der fremde Kandidat<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck steht f&uuml;r den Niedergang der SPD. Warum es dennoch keine Debatten in der Partei gibt.<br>\nKnapp ein Jahr vor der Bundestagswahl versucht die F&uuml;hrung der deutschen Sozialdemokratie das schier Unm&ouml;gliche: Mit Peer Steinbr&uuml;ck soll ein mehrfacher Million&auml;r, mutma&szlig;licher Lobbyist und Mitverantwortlicher der Hartz-IV-Reformen die SPD zum Sieg f&uuml;hren. W&auml;hrend die Debatte &uuml;ber die &uuml;ppigen Nebeneink&uuml;nfte des 65-J&auml;hrigen anh&auml;lt, versuchen die Wahlkampfstrategen, die Partei als Verfechterin von sozialer Gerechtigkeit zu positionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/38\/38062\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutschland beliefert Israel massiv mit Waffen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat Israel in den vergangenen Monaten verst&auml;rkt mit Waffen beliefert. Das Land habe nahezu &bdquo;alles bekommen, was es haben wollte&ldquo;, hei&szlig;t es in der Bundesregierung &ndash; auch umstrittene Panzerf&auml;uste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ruestungsexporte-deutschland-beliefert-israel-massiv-mit-waffen\/v_detail_tab_print\/7455254.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Besonderes Augenmerk im Handelsblatt-Beitrag verdient folgender Passus: &bdquo;Wie aus Kreisen der Bundesregierung und der Wehrtechnikindustrie zu erfahren ist, hat der Bundessicherheitsrat in verst&auml;rktem Umfang auch Waffensysteme f&uuml;r die Landkriegsf&uuml;hrung genehmigt. Diese waren bislang strittig. Insbesondere das Ausw&auml;rtige Amt galt als Blockierer. Vor der letzten Sitzung des Bundessicherheitsrats Anfang dieser Woche ist es deshalb zu einem Konflikt zwischen Kanzleramt und Au&szlig;enministerium &uuml;ber die Lieferung von panzerbrechenden Waffen nach Israel gekommen. Dabei handelt es sich um moderne Panzerf&auml;uste, die nicht nur gegen Fahrzeuge, sondern auch im H&auml;userkampf eingesetzt werden k&ouml;nnen. Diese Waffen sind bereits seit l&auml;ngerem in der Bundeswehr im Einsatz. Nach l&auml;ngeren Diskussionen soll das Au&szlig;enministerium inzwischen der Lieferung zugestimmt haben.&ldquo;<br>\nEinmal mehr wird deutlich, wie einseitig Merkel im Nahostkonflikt die Interessen der israelischen Regierung bedient. Diese einseitige Interessenpolitik wird mit der &bdquo;besonderen Verantwortung Deutschlands f&uuml;r Israel&ldquo; begr&uuml;ndet. Angesichts der gewaltigen Verbrechen des Hitler-Faschismus gibt es in der Tat eine &bdquo;besondere Verantwortung&ldquo; f&uuml;r das Existenzrecht Israels. Dies bedeutet jedoch keineswegs, sich v&ouml;llig einseitig zum politischen und milit&auml;rischen Gehilfen einer seit Jahrzehnten andauernden v&ouml;lkerrechtswidrigen Besatzungspoltik Israels in Pal&auml;stina zu machen. Und: Gibt es nicht ebenso eine besondere Verantwortung Deutschlands f&uuml;r die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung? Denn der Staat Israel &bdquo;verdankt&ldquo; seine Staatsgr&uuml;ndung im Jahre 1948 ganz &uuml;berwiegend den Verbrechen des Hitler-Faschismus an den Juden. H&auml;tte es die Staatsgr&uuml;ndung Israels nicht gegeben, dann w&auml;re die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung seit Jahrzehnten nicht dem aus der sp&auml;teren milit&auml;rischen Expansion Israels resultierenden Besatzungsregime ausgesetzt. Die sich daraus ableitende &bdquo;besondere Verantwortung gegen&uuml;ber der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung&ldquo; hat Merkel jedoch (von unverbindlichen diplomatischen Floskeln abgesehen) noch zu keinem Zeitpunkt wahrgenommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Dann stellt sich noch die Frage, ob ein Frieden in der Region &uuml;berhaupt im Vordergrund deutscher Politik steht oder nicht eher die Profitmaximierung deutscher Unternehmen. Das klingt jetzt beim ersten Lesen vielleicht sehr b&ouml;sartig, aber Waffen geh&ouml;ren zu den Produkten, mit denen nur Geld verdient wird, wenn diese auch benutzt werden. Und Deutschland wurde nicht Jahre lang mit Kuckucksuhren Exportweltmeister sondern mit Spezialmaschinen, Chemikalien und eben auch Waffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Antisemitismus in der Jobbik-Partei: Ungarischer Politiker will Juden registrieren<\/strong><br>\nIm ungarischen Parlament nennt der Abgeordnete der rechtsextremen Jobbik-Partei, Marton Gy&ouml;ngy&ouml;si, Juden eine &bdquo;Gefahr f&uuml;r die nationale Sicherheit&ldquo;. Er regt die Erfassung j&uuml;discher Mitb&uuml;rger auf einer Liste an.<br>\nM&aacute;rton Gy&ouml;ngy&ouml;si ist &uuml;brigens kein Hinterb&auml;nkler. Der 35-J&auml;hrige ehemalige Steuerberater ist einer der einflussreichsten Politiker Ungarns: Er ist der stellvertretende Fraktionschef der Jobbik-Partei, die bei den Parlamentswahlen vor zwei Jahren 17 Prozent der Stimmen erhielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/antisemitismus-in-der-jobbik-partei-ungarischer-politiker-will-juden-registrieren,10808018,20984882.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15282#h19\">Die Asozialen hinter &ldquo;Die Asozialen&rdquo;<\/a><\/strong><br>\nZu der gestrigen Besprechung von Walter W&uuml;llenwebers Buch &rdquo; Die Asozialen. Wie Ober- und Unterschicht unser Land ruinieren &ndash; und wer davon profitiert&rdquo; schickt uns unser Leser Wieland Hempel eine Gegenrede:\n<blockquote><p>&bdquo;<strong>Walter W&uuml;llenweber: F&uuml;r ad sinistram politisch unkorrekt<\/strong><br>\n Der Rezensent von ad sinistram wei&szlig; bereits beim &Uuml;berfliegen der Buchklappen, was er von dem &ldquo;geistigen Elaborat&rdquo; zu halten hat, das er seinen Lesern vorstellt: Ein Machwerk zur Durchsetzung weiterer neoliberaler Reformen, raffiniert zusammengebraut in der Giftk&uuml;che eines neoliberalen Think Tanks, der die leidenden Seelen der Mittelschichten mit kleinen Sticheleien (w&ouml;rtlich: &ldquo;Diffamierungen&rdquo;!) gegen die Oberschicht tr&ouml;stet und ihren &ldquo;Hass auf die Unterschicht&rdquo; sch&uuml;rt.<br>\nHallo, wie w&auml;r&acute;s mit ruhigem Durchatmen? W&uuml;llenweber kitzelt nicht mittelschichtiges Ressentiment gegen die Oberschicht, sondern kn&ouml;pft sich ihr leistungsloses Verm&ouml;gen vor, ihren R&uuml;ckzug in eine verantwortungsfreie Parallelgesellschaft, ihre Beg&uuml;nstigung durch den deutschen Staat, der das Land zu einer Steueroase f&uuml;r Reiche gemacht hat. Er beschreibt und gei&szlig;elt die Entfesselung der Finanzm&auml;rkte durch Thatcher, Clinton, Kohl unbd Schr&ouml;der und fordert &ldquo;Tax the Rich!&rdquo;  Was ist daran neoliberal? Eher ist es ein Erkenntnisgewinn f&uuml;r viele in der Mittelschicht, die solche Fakten lieber &auml;ngstlich verdr&auml;ngen.<br>\nGanz schlimm st&ouml;&szlig;t dem Rezensenten auf, dass W&uuml;llenweber &ldquo;Unterschicht&rdquo; nicht durch materielles Elend bestimmt, sondern kulturell &ndash; Arbeitsverhalten, Tagesgestaltung, Medienkonsum, Sex, Kindererziehung, Wohnen, Kommunikation, Gesundheit, Verhalten in Nachbarschaft und Wohnumfeld. Er fordert nicht mehr Geld f&uuml;r Transfers, sondern Teilhabe durch Bildung, Bildung, Bildung. Die erg&auml;nzenden Recherchen zur Hilfsindustrie verschlagen ad sinistram vollends die Sprache: Sollte es wirklich so sein, dass der Staat die meisten Sozialleistungen privaten Tr&auml;gern &uuml;berantwortet hat, sich ihrem Preisdiktat unterwirft, beim Lohndr&uuml;cken zusieht und  hilflos akzeptiert, dass sie ihre gemeinn&uuml;tzigen &Uuml;bersch&uuml;sse in neue Wachstumsfelder investieren?<br>\nLinke Debatten &uuml;ber die Spaltung der Gesellschaft und den Weg in die &ldquo;marktkonforme Demokartie&rdquo; m&uuml;ssen anschlussf&auml;hig sein f&uuml;r die Erfahrungen und den Alltagsverstand in den Mittelschichten. Wenn ein renommierter Reporter des Stern aus dem Kampagnenjournalismus des mainstream aussteigt und die Dinge beim Namen nennt, ist das ein Gl&uuml;cksfall.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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