{"id":15325,"date":"2012-11-30T15:59:43","date_gmt":"2012-11-30T14:59:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325"},"modified":"2012-11-30T15:59:43","modified_gmt":"2012-11-30T14:59:43","slug":"hinweise-des-tages-ii-85","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h01\">Griechenland-Debatte im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h02\">Thomas Fricke &ndash; Angies j&uuml;ngstes Opfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h03\">Rudolf Hickel &ndash; Dagobert Duck irrt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h04\">Deutschland: sehr schwache reale Einzelhandelsums&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h05\">Am Tisch mit Friedhelm Hengsbach, &ldquo;Kapitalismus-Entgifter&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h06\">Robert Misik &ndash; Die gehobene Mittelschicht und die Oberschicht im &ldquo;Anlagenotstand&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h07\">Paul Krugman &ndash; Class Wars of 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h08\">Georg Vobruba &ndash; Immer diese bl&ouml;de Wirklichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h09\">Wie viel Demokratie vertr&auml;gt der Kapitalismus in der Krise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h10\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h11\">Medienteam deckt Offshore-Geheimnisse auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h12\">Herr Moody hat Ruhe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h13\">Ein Denkmal f&uuml;r Hartz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h14\">Die Klimakrieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h15\">Dann reden wir mal &uuml;ber &raquo;Zensur&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h16\">Evgeny Morozov &ndash; You Can&rsquo;t Say That on the Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h17\">Gro&szlig;britannien ohne die EU: weniger statt mehr Souver&auml;nit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h18\">Afrika &ndash; Der ausgeraubte Kontinent<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland-Debatte im Bundestag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Diese Opposition ist Mist<\/strong><br>\n[&hellip;] Die Opposition h&auml;tte versuchen k&ouml;nnen, andere Konditionen durchzusetzen &ndash; doch sie hat versagt.<br>\nOpposition ist Mist, pflegte der fr&uuml;here SPD-Chef M&uuml;ntefering zu sagen. Diese Opposition ist Mist, m&ouml;chte man heute erwidern. Denn Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne nicken wieder einmal den hoffnungslosen Kurs von Kanzlerin Merkel und Finanzminister Sch&auml;uble in Griechenland ab.  Gerade einmal 24 Stunden haben sie verbalen Widerstand geleistet &ndash; um am Ende bedingungslos zuzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/diese-opposition-ist-mist\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel und ihre rot-gr&uuml;nen Zwerge<\/strong><br>\nImmer mehr Griechen haben keinen Job. Mehr als die H&auml;lfte der jungen Menschen stehen auf der Stra&szlig;e. Immer mehr Griechen werden obdachlos, immer mehr Menschen sind auf Suppenk&uuml;chen angewiesen. Die Selbstmordrate ist in den letzen beiden Jahren um 40 Prozent gestiegen. Selbst bei Kindern ist die Verzweiflung so gro&szlig;, dass die Suizidrate auch bei ihnen ansteigt.<br>\nSeit den ersten sogenannten Rettungspaketen im Fr&uuml;hjahr 2010 hat Kanzlerin Merkel auf brutale K&uuml;rzungen bei griechischen L&ouml;hnen, Renten und Sozialleistungen bestanden. Bis 2014 werden sie sich auf nahezu 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes belaufen. In der Folge ist Griechenlands Wirtschaftsleistung seit 2010 um 20 Prozent eingebrochen. Und das Ende des Absturzes ist noch nicht in Sicht.<br>\nMerkel zieht eine Blutspur in Europa, vor allem in Griechenland, hinter sich her. Daf&uuml;r sind auch SPD und Gr&uuml;ne verantwortlich. Sie unterst&uuml;tzen durch ihre Zustimmung im Parlament die K&uuml;rzungspolitik &ndash; bis auf den heutigen Tag.<br>\nMerkels Politik ist nicht nur brutal und menschenverachtend. Sie ist auch, gemessen an ihren eigenen Zielen, erfolglos! Seit 2010 ist die Schuldenquote des griechischen Staates von 130 Prozent auf aktuell knapp 180 Prozent des Bruttoinlandproduktes gestiegen. Das bedeutet eine Steigerung um rund 60 Milliarden Euro! Die Troika erwartet einen Anstieg der Schuldenquote im Jahr 2014 auf 190 Prozent.<br>\nMit den jetzigen &bdquo;Hilfsma&szlig;nahmen&ldquo; ist eine Schuldenquote, die im Jahr 2022 unter 110 Prozent liegt, nicht zu erreichen. Schon viel fr&uuml;her wird die Krise sich weiter zuspitzen, sp&auml;testens nach der Bundestagswahl wird die Rechnung pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/merkel-und-ihre-rot-grunen-zwerge.html\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenlandhilfe &ndash; Rede von Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nGriechenlandhilfe: Rede von Sahra Wagenknecht (Die Linke) am 30.11.2012<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E1uFJytAFcs\">Phoenix via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Angies j&uuml;ngstes Opfer<\/strong><br>\nDrei Jahre haben wir der Kanzlerin sorgsam empfohlen, wie die Krise zu managen ist. Jetzt gehen wir an den Folgen der unzureichenden Umsetzung zugrunde. Wie ungerecht. Seit klar ist, dass der FTD die Zukunft ausgeht, haben viele Medienleute in den vergangenen Tagen dargelegt, woran das liegt. Und warum das f&uuml;rs eigene Blatt &uuml;berhaupt gar nicht zutrifft. Fffff. Wald. Da ist mal von der Konkurrenz aus dem Internet die Rede, mal von strukturell schwindender Bereitschaft, Anzeigen zu schalten. Oder von falschen Entscheidungen. Alles sicher richtig. Nur der wahre Grund ist bislang nicht wirklich erkannt worden. Es war bei n&uuml;chterner Betrachtung: Angela Merkel. Nun wird der ein oder andere vielleicht sagen, dass das jetzt doch leicht neurotische Z&uuml;ge tr&auml;gt. Na ja. Sie werden in den n&auml;chsten Abs&auml;tzen selbst sehen, was f&uuml;r die These spricht. Und wie ungerecht die Welt dann wirkt. Seit drei Jahren haben wir uns immerhin alle M&uuml;he gegeben, der Kanzlerin mit Rat zur Seite zu stehen &ndash; und sie vor Unbill im Management der Euro-Krise zu sch&uuml;tzen. Was uns nicht voll gelungen scheint. (&hellip;) Da muss Frau Merkel eben ohne uns auskommen. Sie wird schon sehen, was sie davon hat. Da hat sie erst mal keinen, der ihr vorher sagt, welche Entscheidung sie in der Euro-Krise in drei bis zw&ouml;lf Monaten korrigieren muss. Nicht mehr auf lachsrosa. Kann man nur hoffen, dass das ein oder andere h&auml;ngen geblieben ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/11\/30\/die-kolumne-angies-jungstes-opfer\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ironie und Selstironie von Thomas Fricke angesichts des bevorstehenden Aus f&uuml;r die die Financial Times Deutschland, gepaart mit einem geh&ouml;rigen Schu&szlig; Wahrheit. Das Nein zumindest von Teilen der FTD-Redaktion zu der in den deutschen Medien sehr weit verbreiteten Merkel-Lobhudelei wird zuk&uuml;nftig fehlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rudolf Hickel &ndash; Dagobert Duck irrt sich<\/strong><br>\nNach jahrelanger Finanzkrise ist die Suche nach einer neuen Leitfigur wirtschaftlich verantwortungsvollen Handelns voll im Gange. Wer h&auml;tte das gedacht: Dagobert Duck wird gerade nicht nur 65 Jahre alt. Der Geizkragen wird auch von vielen als der neue Antiheld zum vollends gescheiterten homo oeconomicus gehandelt.<br>\nWoher der Reichtum kommt, spielt in Entenhausen keine Rolle. Vielmehr, wie er damit umgeht. Dagobert hat sein Gold, die Taler und die vielen Kreuzer in einem riesigen &bdquo;Geldspeicher&ldquo; gebunkert. Damit zu prassen ist ihm fremd. Der Extremgeizling zieht lieber aus der sinnlichen Wahrnehmung seines Reichtums Nutzen &ndash; beim Baden.<br>\nLetztlich hat Onkel Dagobert nur einen Feind. Das ist die, allerdings komplett erfolglose, Panzerknackerbande. Der gebende und nehmende Staat hat zudem in Entenhausen keinen Platz. Von Verm&ouml;gensabgabe oder dauerhafter Verm&ouml;gensteuer ist nie die Rede. Dagobert tr&auml;gt nicht zur Finanzierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur sowie eines Sozialsystems f&uuml;r &Auml;rmere bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kolumne-Vom-Ueberleben-in-der-Krise\/!106541\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland: sehr schwache reale Einzelhandelsums&auml;tze<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete heute Morgen erneut von sehr schwachen deutschen Einzelhandelsums&auml;tzen auch f&uuml;r den Monat Oktober 2012. Die nominalen Einzelhandelsums&auml;tze bei den unbereinigten Originaldaten stiegen zwar um +1,6% zum Vorjahresmonat, aber bereits die unbereinigten realen Ums&auml;tze sanken um -0,8% zum Vorjahresmonat. Der Oktober 2012 hatte mit 26 Verkaufstagen, einen Verkaufstag mehr als noch der Oktober 2011. Ber&uuml;cksichtigt man die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) ging es im Vergleich zum Vormonat kr&auml;ftig abw&auml;rts, nominal um -2,5% und real um -2,8% zum Vormonat! Diese Daten dokumentieren weiterhin f&uuml;r Deutschland eine langanhaltende Konsumschw&auml;che der privaten Haushalte, denn immer noch liegen die saisonbereinigten und realen Einzelhandelsums&auml;tze um -4,98% unter dem Niveau von 2000 und um -5,16% unter dem Jahr 1994, dem Beginn der langen Datenreihe!\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/1a337-450x317.jpg\" alt=\"Deutschland reale Einzelhandelsums&auml;tze\" title=\"Deutschland reale Einzelhandelsums&auml;tze\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/deutschland-sehr-schwache-reale-einzelhandelsumsatze\/\">Querschuesse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Am Tisch mit Friedhelm Hengsbach, &ldquo;Kapitalismus-Entgifter&rdquo;<\/strong><br>\nFriedhelm Hengsbach SJ gilt als einer der f&uuml;hrenden Sozialethiker Deutschlands. Er ist davon &uuml;berzeugt, dass ein anderer Kapitalismus m&ouml;glich und n&ouml;tig ist.<br>\nGastgeberin: Karin R&ouml;der<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?rubrik=22564&amp;key=standard_podcasting_hr2_doppelkopf&amp;mediakey=podcast\/hr2_doppelkopf\/hr2_doppelkopf_20121129&amp;type=a\">hr2 Doppel-Kopf<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Die gehobene Mittelschicht und die Oberschicht im &ldquo;Anlagenotstand&rdquo;<\/strong><br>\nEin Grollen geht durch unsere Gesellschaft. Eine Wut und Aufstandsstimmung baut sich auf. Aber es ist nicht der Groll der Unterprivilegierten, sondern der Groll der Oberen Zehntausend und der gehobenen Mittelschicht. Dauerhaft niedrige Zinsen machen es immer schwerer, kleine und mittlere Finanzverm&ouml;gen zu erhalten &ndash; vom Vermehren ist ohnehin gerade keine Rede. Kaum etwas versetzt diese Kreise mehr in Panik als der &ldquo;Anlagenotstand&rdquo;: Nirgendwo Finanzanlagen, die noch nennenswerte Zinsen abwerfen und einigerma&szlig;en risikofrei sind. Aber nat&uuml;rlich trifft all das auch die normale Mittelschicht: Auch wer Lebensversicherungen abgeschlossen hat, kann von den versprochenen Renditen nur mehr tr&auml;umen. Wird sich daran in absehbarer Zeit etwas &auml;ndern? Und w&auml;re das &uuml;berhaupt w&uuml;nschenswert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/fs\/261.php\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Class Wars of 2012<\/strong><br>\nOn Election Day, The Boston Globe reported, Logan International Airport in Boston was running short of parking spaces. Not for cars &mdash; for private jets. Big donors were flooding into the city to attend Mitt Romney&rsquo;s victory party. [&hellip;]<br>\nThe important thing to understand now is that while the election is over, the class war isn&rsquo;t. The same people who bet big on Mr. Romney, and lost, are now trying to win by stealth &mdash; in the name of fiscal responsibility &mdash; the ground they failed to gain in an open election. [&hellip;]<br>\nThe point is that the class war is still on, this time with an added dose of deception. And this, in turn, means that you need to look very closely at any proposals coming from the usual suspects, even &mdash; or rather especially &mdash; if the proposal is being represented as a bipartisan, common-sense solution. In particular, whenever some deficit-scold group talks about &ldquo;shared sacrifice,&rdquo; you need to ask, sacrifice relative to what?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/11\/30\/opinion\/krugman-class-wars-of-2012.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Georg Vobruba &ndash; Immer diese bl&ouml;de Wirklichkeit<\/strong><br>\nDie Unf&auml;higkeit vieler &Ouml;konomen, etwas Sinnvolles zur L&ouml;sung der Finanzkrise beizutragen, hat einen Grund: Es ist ihr unersch&uuml;tterlicher Glaube ans Gleichgewicht.<br>\nIn der Euro-Krise erleidet der (deutsche) &ouml;konomische Sachverstand eine Niederlage nach der anderen. Die Sparpolitik der Krisenl&auml;nder f&uuml;hrt zum Gegenteil dessen, was sie bewirken soll. Warum ist die Mainstream-&Ouml;konomie so erfolglos? Die &Ouml;konomie kann die Finanz- und Euro-Krise nicht erkl&auml;ren, und sie tr&auml;gt zu ihrer &Uuml;berwindung nichts bei. Im Gegenteil, das &ouml;konomische Gleichgewichtsdenken ist selbst eine Krisenursache. Dennoch findet es Geh&ouml;r. Denn die Vorstellung, das Wirtschaftsgeschehen strebe immer wieder auf ein Gleichgewicht zu, birgt ein attraktives Versprechen: die Vers&ouml;hnung von Egoismus und Gemeinwohl. Die Gleichgewichtsvorstellung dominiert den &ouml;konomischen Diskurs und definiert die kognitiven Grenzen der politischen Elite &ndash; vor allem in Deutschland. Sie ist verantwortlich f&uuml;r das tief verwurzelte &ouml;konomisch-politische Opferdenken: Es muss alles erst schlimmer werden, damit es dann besser wird. Sparen als der einzig m&ouml;gliche Weg aus der Krise, 25 Prozent Arbeitslosigkeit als Schritt zur Gesundung einer Volkswirtschaft. Woher kommt diese merkw&uuml;rdige und doch so eigenartig zwingende Gleichgewichtsidee?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:theorie-und-wirtschaft-immer-diese-bloede-wirklichkeit\/70122725.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie viel Demokratie vertr&auml;gt der Kapitalismus in der Krise?<\/strong><br>\nG&auml;ste: Prof.Ursula Birsl, Demokratieforscherin Uni Marburg; Prof. Wolfram Elsner, Wirtschaftswissenschaftler Uni Bremen; Sascha Tamm, Politikwissenschaftler Friedrich- Naumann- Stiftung. &ndash; Moderation: Randi Crott<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1354219704\/radio\/fhgespraeche\/wdr5_funkhausgespraeche_20121129_2100.mp3\">WDR Funkhausgespr&auml;che &ndash; Podcast<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Euro-Zone steckt im W&uuml;rgegriff der Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nKonjunkturflaute und Schuldenkrise lassen die Arbeitslosigkeit von einem Rekordhoch zum n&auml;chsten steigen. Besonders die S&uuml;dl&auml;nder leiden unter der Rezession im Euro-Raum. Junge Menschen unter 25 Jahren trifft es besonders schwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:schuldenkrise-euro-zone-steckt-im-wuergegriff-der-arbeitslosigkeit\/70123836.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p>dazu: <strong>Arbeitslosigkeit in Europa: Neets, eine Generation vor dem Nichts<\/strong><br>\nVierzehn Millionen Jugendliche in Europa sitzen ohne Job zu Hause. Ihre Zahl steigt und die Unterschiede zwischen den L&auml;ndern werden immer gr&ouml;&szlig;er. Soziologen f&uuml;rchten die Folgen f&uuml;r Gesellschaft und Gesundheit. &bdquo;Die Zahlen &uuml;ber die steigende Jugendarbeitslosigkeit sind schockierend. Aber in den Berechnungen tauchen nur die jungen Menschen auf, die bereit sind zu arbeiten, die das auch wirklich wollen. Doch gibt es auch eine riesige Gruppe, die ist so demotiviert, dass sie sich v&ouml;llig vom Arbeitsmarkt abgekehrt hat.&ldquo; Am Telefon spricht Massimiliano Mascherini von der Europ&auml;ischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, einer EU-Agentur. Er forscht dort &uuml;ber die Jugend, die weder Job noch Ausbildung oder Praktikum hat (die sogenannten &bdquo;Neets&ldquo;, Not in education, employment or training). Dabei untersucht er die Hintergr&uuml;nde und das Verhalten dieser &bdquo;Schw&auml;nzer&ldquo;, und was sie Europa kosten.  &bdquo;Sie haben wenig Vertrauen in die Institutionen und sind sozial wie politisch isoliert. Auch haben sie gr&ouml;&szlig;ere Chancen, am Ende in die Kriminalit&auml;t abzurutschen&ldquo;, sagt Mascherini. Ton Eimers vom KBA (Forschungszentrum zum Berufs- und Arbeitsmarkt) kennt die Problemgruppe gut: &bdquo;Meistens junge Menschen mit Behinderungen, mit Lernschwierigkeiten und\/oder einer schwierigen h&auml;uslichen Situation.&ldquo; Der Soziologe aus Nimwegen spricht &uuml;ber diese Studie: &bdquo;Sie beschreibt fr&uuml;hzeitigen Schulabbruch und Arbeitslosigkeit. Es ist stets das gleiche Problem: Die jungen Leute verpassen den Anschluss und k&ouml;nnen sich nicht in die Gesellschaft eingliedern. In Krisenzeiten nehmen die Probleme dieser Gruppe zu. In normalen Zeiten kann der Arbeitsmarkt auch Menschen absorbieren, die keine Qualifikation haben, aber das ist nun anders. Wenn es denn Arbeitpl&auml;tze gibt, werden die von jungen Leuten mit h&ouml;herer Bildung belegt. Die jungen Leute, die nur von der Kraft ihrer Arme leben k&ouml;nnen, sind damit faktisch ausgeschlossen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/3088561-neets-eine-generation-vor-dem-nichts\">Trouw via Presseurop<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Damit keine Verwirrung entsteht: eurostat meldete im Juli 5.468 Mio. Personen unter 25 als arbeitslos. In der <a href=\"http:\/\/www.eurofound.europa.eu\/publications\/htmlfiles\/ef1254.htm\">Studie von Eurofound<\/a>, auf die sich Massimiliano Mascherini bezieht, ist von 14 Mio. Jugendlichen die Rede, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie 2011 weder erwerbst&auml;tig waren, noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvierten, die sog. &ldquo;Neets&rdquo;. Sie setzten sich aus 7,5 Mio. junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren und 6,5 Mio. zwischen 25 und 29 Jahren zusammen, eine Altersgruppe die eurostat nicht als Jugendarbeitslosigkeit erfasst. Die Autoren sch&auml;tzen&rdquo;konservativ&rdquo;, dass 2011 die europ&auml;ische Wirtschaft durch die Nichtbeteiligung junger Menschen am Arbeitsmarkt 153 Milliarden Euro eingeb&uuml;&szlig;t hat. Das entspricht 1,2 Prozent des europ&auml;ischen Bruttoinlandsprodukts.  Diese Zahl setzt sich aus den staatlichen Leistungen f&uuml;r Arbeitslose und der fehlenden Arbeitskraft (entgangene Einkommen, ungezahlte Steuern, ungezahlte Sozialversicherugsbeitr&auml;ge) in der jeweiligen Wirtschaft zusammen. &ndash; Das entscheidende Merkmal dieser &ldquo;verlorenen Generation&rdquo; sind allerdings nicht seine Kosten im 2011, sondern die Gefahr, dass diese ein Leben lang benachteiligt bleibt, da in dieser Lebensphase der Grundstein f&uuml;r die Berufslaufbahn gelegt wird. Wer hier zur&uuml;ckf&auml;llt, l&auml;uft oft ein Leben lang hinterher. Die Studie verweist dezidiert auch auf politischen Gefahren. Die Abgeh&auml;ngten w&uuml;rden sich politisch wenig engagieren und h&auml;tten weniger Vertrauen in die Politik. &ndash; Diese jungen Menschen tragen, wenn die Krise anh&auml;lt, den Keim einer Revolte in sich, gegen die &ldquo;Occupy&rdquo; nicht einmal ein laues L&uuml;ftchen war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Greeks turn to the forests for fuel as winter nears<\/strong><br>\nAs austerity tightens its grip, many of the middle class find themselves in a desperate struggle to make ends meet [&hellip;]<br>\n&ldquo;If 2012 was the year of &lsquo;the death of a salesman&rsquo;, 2013 will be the year of &lsquo;the death of the middle class,'&rdquo; said Takis Pavlopoulos, a senior aide of main opposition leader Alexis Tsipras. &ldquo;It will be Year Zero for Greece. For the first time self-employed professionals will see their income taxed from the first euro they earn, adding to their already reduced turnovers as a result of five years of austerity. And civil servants will have their salaries cut once again. That in turn will lead to a dramatic drop in consumption and internal demand.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2012\/nov\/28\/greeks-forests-fuel-winter-nears\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Medienteam deckt Offshore-Geheimnisse auf<\/strong><br>\nEin Team aus Investigativjournalisten k&auml;mpft sich durch das Dickicht der britischen Offshore-Companies, die sich gro&szlig;er internationaler Beliebtheit bei der Verschleierung von Eigentumsverh&auml;ltnissen und Steuerpflichten erfreuen<br>\nDer Guardian hat gemeinsam mit der BBC und dem Washingtoner &ldquo;International Consortium of Investigative Journalists&rdquo; (ICIJ) die britische Offshore-Industrie untersucht. Dabei konnten sie nicht nur die tats&auml;chlichen Eigent&uuml;mer etlicher Londoner Luxus-Immobilien identifizieren, sondern auch eine Riege an 28 sogenannten &ldquo;Nominee Directores&rdquo;, die in insgesamt 21 500 Offshore-Gesellschaften Vorstandspositionen aus&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38103\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Herr Moody hat Ruhe<\/strong><br>\nDie EU und die nationalen Regierungen sind sich einig: Die Aktivit&auml;ten der Ratingagenturen S&amp;P, Moody&rsquo;s und Fitch soll erneut reguliert werden. Wer aber auf eine Regel zur regelm&auml;&szlig;igen Rotation gehofft hat, wird entt&auml;uscht. Die Politik ist eingeknickt.<br>\nRotation n&auml;mlich bedeutet, dass S&amp;P, Moody&rsquo;s und Fitch ihr Oligopol verlieren, weil Emittenten ihren Anbieter regelm&auml;&szlig;ig wechseln m&uuml;ssen. Und Haftung bedeutet, dass die Ratingagenturen existenzgef&auml;hrdende Klagen f&uuml;rchten m&uuml;ssen&hellip;<br>\nDie urspr&uuml;nglichen Pl&auml;ne des zust&auml;ndigen Kommissars Michel Barnier sind n&auml;mlich bis zur Unkenntlichkeit verwischt worden. Gehaftet wird zwar &ndash; aber die Beweislast liegt, anders als zun&auml;chst geplant, bei den Kl&auml;gern, nicht bei den beklagten Agenturen. Und rotiert wird zwar &ndash; allerdings nur in einem Minisegment, bei sogenannten mehrfach verbrieften Finanzprodukten&hellip;<br>\nWas dagegen die Rotationspflicht betrifft: Hier ist die Politik leichtfertig vor den Lobbyisten aus Finanzwirtschaft und Industrie eingeknickt (der BDI etwa hat sich in Br&uuml;ssel in fast peinlicher Weise zum Sprachrohr der US-Ratingagenturen gemacht). Eine Rotation h&auml;tte zwar f&uuml;r die Emittenten zun&auml;chst Unsicherheit und Kosten bedeutet. Der langfristige Nutzen &ndash; ein Mehr an Anbietern &ndash; aber h&auml;tte die Nachteile deutlich &uuml;berwogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:ratingagenturen-herr-moody-hat-ruhe\/70123153.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Denkmal f&uuml;r Hartz<\/strong><br>\nJetzt w&auml;chst zusammen, was zusammengeh&ouml;rt: Wie das ZDF einmal in drei Minuten und 24 Sekunden Hartz IV erkl&auml;rte und keine Frage offenblieb. [&hellip;]<br>\nWas haben wir gelernt? Alles &uuml;ber den Sinn und Zweck von Hartz IV (wenn auch optimistisch verbr&auml;mt, es war ja Staatsfernsehen), der darin besteht, es Menschen wie Heidi Ralfs via Schikane auf &Auml;mtern und Beh&ouml;rden &ndash; bei denen man kein Recht geltend macht, sondern, sein Inneres nach au&szlig;en kehrend, &bdquo;um Geld fragt&ldquo;, also bettelt &ndash; so lange so richtig schlecht gehen zu lassen, dass sie sich ernsthaft und aufrichtig und von Herzen &uuml;ber einen n&auml;chtlichen Putzjob freuen, denn da kriegen sie Kontakte, k&ouml;nnen die Bildung, die sie haben, vollumf&auml;nglich umsetzen und bringen etwas mehr Gleichheit nach Deutschland. Und besser als Teilzeit- oder Leiharbeit oder Arten der erzwungenen Nichtbesch&auml;ftigung ist es in jedem Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/stefan-gaertner\/5562-heile-welt-im-zdf#5562\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Klimakrieger<\/strong><br>\nWie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderw&auml;rmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten L&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/48\/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Ein Lehrst&uuml;ck wie organisierte PR funktioniert, nicht nur zum Thema Klima.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dann reden wir mal &uuml;ber &raquo;Zensur&laquo;<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidenten der deutschen Verlegerverb&auml;nde haben einen gemeinsamen Brief an die Bundestagsabgeordneten geschickt. Sie beklagen sich darin &uuml;ber die angeblich &raquo;irref&uuml;hrenden Aussagen und unbegr&uuml;ndeten Behauptungen&laquo;, mit denen der Suchmaschinenanbieter Google Stimmung gegen das Leistungsschutzrecht macht. Sie schreiben:<br>\n&bdquo;Jeder sollte wissen, Google ist noch zu viel mehr im Stande &ndash; ohne sich wie die deutsche Presse der Wahrheit verpflichtet zu f&uuml;hlen.&ldquo;<br>\nDie zweite H&auml;lfte dieses Satzes ist erstaunlich. Die erste aber auch. Was wollen Hubert Burda und Helmut Heinen mit diesem Geraune andeuten? Wovor sollen wir Angst und Panik haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/dann-reden-wir-mal-ueber-zensur\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Evgeny Morozov &ndash; You Can&rsquo;t Say That on the Internet<\/strong><br>\nA BASTION of openness and counterculture, Silicon Valley imagines itself as the un-Chick-fil-A. But its hyper-tolerant facade often masks deeply conservative, outdated norms that digital culture discreetly imposes on billions of technology users worldwide.<br>\nWhat is the vehicle for this new prudishness? Dour, one-dimensional algorithms, the mathematical constructs that automatically determine the limits of what is culturally acceptable.<br>\nConsider just a few recent kerfuffles. In early September, The New Yorker found its Facebook page blocked for violating the site&rsquo;s nudity and sex standards. Its offense: a cartoon of Adam and Eve in the Garden of Eden. Eve&rsquo;s bared nipples failed Facebook&rsquo;s decency test.<br>\nThat&rsquo;s right &mdash; a venerable publication that still spells &ldquo;re-elect&rdquo; as &ldquo;re&euml;lect&rdquo; is less puritan than a Californian start-up that wants to &ldquo;make the world more open.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/11\/18\/opinion\/sunday\/you-cant-say-that-on-the-internet.html?pagewanted=all&amp;_r=2&amp;\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Artikel ist eine hilfreiche Erg&auml;nzung zu unserem gestrigen Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15295\">&bdquo;Facebook und die Zensur&ldquo;<\/a>. Wer Morozovs sicher polarisierende und kontroverse Thesen sch&auml;tze, sollte sich unbedingt auch sein letztes Buch &bdquo;The Net Delusion&ldquo; durchlesen &ndash; meines Erachtens das beste Buch zum Thema.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien ohne die EU: weniger statt mehr Souver&auml;nit&auml;t<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien scheint sich fast unaufhaltsam auf einen Kurs zu versteifen, der seinen Status als Vollmitglied der Europ&auml;ischen Union beenden wird. Eine neue Meinungsumfrage des Observer deutet darauf hin, dass 56 Prozent der Briten, wenn Sie in einem Referendum klar mit Ja oder Nein stimmen m&uuml;ssten, zum Austritt aus der EU tendieren w&uuml;rden &ndash; ein weiteres Beispiel f&uuml;r die Intensit&auml;t der antieurop&auml;ischen Stimmung im Land. Es ist nun so gut wie sicher, dass sich die beiden gr&ouml;&szlig;ten politischen Parteien in Gro&szlig;britannien dazu verpflichtet f&uuml;hlen werden, in ihren Programmen f&uuml;r die n&auml;chsten Parlamentswahlen ein derartiges Referendum vorzuschlagen. Beim EU-Gipfel diese Woche, bei dem die 27 Staaten versuchen werden, sich auf den EU-Haushalt f&uuml;r die kommenden sieben Jahre zu einigen, wird die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Austritts wohl noch gr&ouml;&szlig;er werden. Ein Einfrieren der Ausgaben ist angesichts der akuten Bed&uuml;rfnisse in S&uuml;d- und Osteuropa unwahrscheinlich; die anderen 26 L&auml;nder werden sich vermutlich auf eine kleine, preisbereinigte Erh&ouml;hung einigen. Dem wird Gro&szlig;britannien nicht zustimmen. David Cameron steckt fest zwischen seinen eigenen, zunehmend selbstsicheren, euroskeptischen Tory-Hinterb&auml;nklern und einer opportunistischen Labour-Partei, die in dieser Debatte taktisches Kalk&uuml;l ihren Grunds&auml;tzen vorgezogen hat. Er wei&szlig;, dass er einen derartigen Vorschlag im Parlament nicht durchbringen kann, aber der hysterischen Kritik des Budgets durch die &uuml;berwiegend rechtsliberalen Medien der Euroskeptiker kann er auch nicht standhalten. Das zwingt ihn dazu, sein Veto gegen die Einigung einzulegen und somit das Misstrauen zwischen Gro&szlig;britannien und seinen europ&auml;ischen Nachbarn noch tiefer zu verfestigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/3054461-grossbritannien-ohne-die-eu-weniger-statt-mehr-souveraenitaet\">The Observer via Presseurop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Observer entwickelt ein regelrechtes Horrorszenario, das wie alle Prognosen nicht so krass eintreffen muss. Er wollte wohl  seine Leser aufr&uuml;tteln und eine Gegenstimme zu den Mainstream-Medien in England erheben. W&auml;hrend die Frage, ob ein Verbleib Gro&szlig;britanniens in der EU f&uuml;r eine weitere politische Union Europas dienlich ist, offen ist, d&uuml;rften allerdings die Nachteile eines Brexit eindeutiger sein. &ndash; Schon lange h&auml;lt sich in Gro&szlig;britannien die Kritik an der Entwicklung der Europ&auml;ischen Union als einer Entwicklung zu einem europ&auml;ischen Superstaat. Im Grunde w&auml;re man mit einer nur wenig gestalteten Freihandelszone zufrieden und so hat man in der Vergangenheit zwar jede Erweiterung der Union begr&uuml;&szlig;t, ist aber jedem Ansatz einer Vertiefung mit gro&szlig;er Skepsis gegen&uuml;ber gestanden. Wenn heute vor allem die Transfers in einen EU-Haushalt, der &ldquo;gespickt ist mit Betrug und Fehlverhalten&rdquo; (Boris Johnson, B&uuml;rgermeister von London), im Mittelpunkt der Kritik stehen, so tritt in den Hintergrund, dass Gro&szlig;britannien seine Souver&auml;nit&auml;t vor allem durch institutionelle Regelung bedroht sieht. Das letzte Beispiel dieser Haltung ist die Ank&uuml;ndigung,  in der Justiz- und Innenpolitik nicht mehr mit der EU zusammenarbeiten zu wollen. Auch verweigert das Vereinigte K&ouml;nigreich jedes Gespr&auml;ch mit der Hohen Repr&auml;sentantin f&uuml;r die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik der EU. Diese Tendenzen bergen, zu Ende gedacht, f&uuml;r Britannien aber keinen Gewinn an Souver&auml;nit&auml;t. Ganz gut kann man am Beispiel der Schweiz sehen, dass England bei einem Brexit gezwungen w&auml;re, schon um die eigene Wirtschaft nicht zu behindern, von der EU, dem weltweit gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsraum, viele Regeln zu &uuml;bernehmen, &ndash;  ohne daran mitzugestalten. Gro&szlig;britannien verl&ouml;re damit nicht nur Br&uuml;ssel an Einfluss, sondern weltweit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Afrika &ndash; Der ausgeraubte Kontinent<\/strong><br>\nR&uuml;schlikon ist ein idyllisches Dorf in der Schweiz, im Kanton Z&uuml;rich. Die Bewohner f&uuml;hren dort ein geruhsames Leben ohne Stress und Hektik. Hier ist die Welt noch in Ordnung, Hunger und Armut sind nahezu unbekannt. Und Arbeitslosigkeit und soziale Probleme eher eine Seltenheit. Der Wohlstand der Gemeinde wurde durch den Zuzug von Herrn Ivan Glasenberg enorm vermehrt. Denn Ivan Glasenberg ist nicht irgendjemand. Er ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Rohstoffgiganten &ldquo;Glencore&rdquo;. Sein Konzern machte 2011 einen Nettoumsatz von 9,6 Milliarden Dollar. Das immense Steueraufkommen von Neub&uuml;rger Glasenberg sp&uuml;lte Millionen von Dollar in die Kassen der Finanzbeh&ouml;rden in R&uuml;schlikon, so dass sich der B&uuml;rgermeister gezwungen sah, den Steuersatz im Dorf drastisch zu senken. &ldquo;Man h&auml;tte ja viel zu viel Geld, man k&ouml;nne das ja gar nicht alles ausgeben&rdquo;, stellte B&uuml;rgermeister Bernard Elsener fest.<br>\nAber woher kommt der immense Reichtum von Herrn Glasenberg? Ein Blick nach Sambia bringt Licht in das finanzielle Dickicht der vielschichtigen Steuermanipulationen. Sambia ist reich an Bodensch&auml;tzen und hat das weltweit drittgr&ouml;&szlig;te Kupfervorkommen. Aber die B&uuml;rger in Sambia bekommen von den hohen Ertr&auml;gen aus ihren in internationalem Besitz befindlichen Kupferminen nichts zu sehen. Sie leben in gr&ouml;&szlig;ter Armut: 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung stehen weniger als ein Dollar pro Tag zur Verf&uuml;gung und etwa 80 Prozent haben keine Arbeit. Wie ist so etwas m&ouml;glich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/videos.arte.tv\/de\/videos\/afrika-der-ausgeraubte-kontinent--7078940.html\">arte TV<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15325"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15325\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15328,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15325\/revisions\/15328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}