{"id":153370,"date":"2026-07-06T14:00:06","date_gmt":"2026-07-06T12:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153370"},"modified":"2026-07-06T17:01:17","modified_gmt":"2026-07-06T15:01:17","slug":"klaus-von-dohnanyi-und-erich-vad-die-eu-darf-nicht-zur-geisel-der-ukraine-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153370","title":{"rendered":"Klaus von Dohnanyi und Erich Vad: Die EU darf nicht zur \u201aGeisel\u2018 der Ukraine werden"},"content":{"rendered":"<p>Wie k&ouml;nnen wir der Gefahr entgehen, dass sich der Krieg in der Ukraine zu einem gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieg ausweitet? <strong>&bdquo;Frieden &ndash; Wie geht das?&ldquo;<\/strong> In diesem Buch sind Klaus von Dohnanyi und Erich Vad &uuml;ber diese schwierige Frage im Gespr&auml;ch. Auf Grundlage einer n&uuml;chternen Einsch&auml;tzung der Lage und im Verst&auml;ndnis von Geopolitik und Macht pl&auml;dieren sie f&uuml;r politische Klugheit gem&auml;&szlig; der Verpflichtung des Grundgesetzes, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Von <strong>Irmtraud Gutschke<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nEin Buch als Dialog zwischen zwei Sachkundigen: Klaus von Dohnanyi, seit 1957 SPD-Mitglied, Jurist, war, bevor er Hamburgs B&uuml;rgermeister wurde, Staatssekret&auml;r im Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft, Bundeswissenschaftsminister und Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt. Erich Vad ist Brigadegeneral a D. der Bundeswehr und war bis 2013 u.a. Gruppenleiter im Bundeskanzleramt, Sekret&auml;r des Bundessicherheitsrates und milit&auml;rpolitischer Berater von Kanzlerin Merkel. Immenses historisches Wissen und wirtschaftliche Expertise treffen hier auf Kenntnisse und Erfahrungen im milit&auml;rischen Bereich. <\/p><p>Schon 2025 haben beide ein Buch zusammen gemacht: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137936\">&bdquo;Krieg oder Frieden. Deutschland vor der Entscheidung&ldquo;<\/a>. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r Diplomatie als Pflicht, ja als Ausdruck von St&auml;rke. Ein Aufruf zum Frieden, der durch Dialog entsteht. Dass sich die deutsche Regierung diesbez&uuml;glich bislang unf&auml;hig zeigt, pfeifen die Spatzen von den D&auml;chern. Mehr noch: &bdquo;Aus meiner Sicht haben sich Deutschland und auch Europa politisch f&uuml;r den Kurs der Eskalation mit Blick auf Russland entschieden&ldquo;, so Erich Vad. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Keiner kann daran zweifeln, wenn man die Ukraine-Flaggen vor &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden sieht und die t&auml;glichen Nachrichten h&ouml;rt. <\/p><p>Gebetsm&uuml;hlenartig wird wiederholt, dass Deutschland und die EU an der Seite der Ukraine st&uuml;nden und alles f&uuml;r einen Sieg &uuml;ber Russland getan werden m&uuml;sse. Auf Teufel komm raus sind wir involviert in einen Stellvertreterkrieg zwischen Russland und den USA.<\/p><p>Daran hat sich seit 2022 nichts ge&auml;ndert. Aktuell kommt indes ein Sachverhalt hinzu, &uuml;ber den sich manch einer noch Illusionen macht: ein m&ouml;glicher EU-Beitritt der Ukraine, der uns direkt in diesen Krieg hineinziehen k&ouml;nnte. Am 13. Juni hat die EU Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau begonnen, nachdem Ungarn seine Blockadehaltung aufgegeben hat. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Noch ist von einem l&auml;ngeren Prozess die Rede, doch wer garantiert, dass Selenskyj , diese &bdquo;unantastbare Figur der &sbquo;moralischen Politik&lsquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>], nicht erreicht, was er will: dass die Ukraine in die EU aufgenommen wird, sozusagen als Ersatz f&uuml;r die NATO-Mitgliedschaft, welche als Ziel immer noch in der ukrainischen Verfassung steht. <\/p><p>Naiverweise k&ouml;nnte man sagen, dass dies ja eine Handreichung sei f&uuml;r dieses geschundene Land, Ermutigung vielleicht gar, diesen nun schon so lange w&auml;hrenden Krieg zu beenden. Selenskyj k&ouml;nnte den EU-Beitritt der Bev&ouml;lkerung seines Landes als eine Art Kompensation verkaufen. Was stimmig w&auml;re, weil EU-Mittel (also auch deutsche Steuergelder) in unermesslicher H&ouml;he flie&szlig;en w&uuml;rden. Wieviel davon wirklich dem Wiederaufbau zugutekommt oder in den Taschen ukrainischer Oligarchen landet (wie schon bei den Milit&auml;rhilfen zu vermuten ist), bleibt freilich ungewiss. Geld, damit die Waffen schweigen? Aber die Sache ist komplizierter. <\/p><p>Es muss n&auml;mlich, was im Buch auch geschieht, auf Artikel 42 des EU-Vertrages verwiesen werden, der eine Beistandsverpflichtung enth&auml;lt, die in ihrer &bdquo;Bindungswirkung&ldquo;, so Erich Vad, sogar st&auml;rker sei &bdquo;als die entsprechende Verpflichtung im NATO-Vertrag. Das Problematische ist, dass wir ab einer Aufnahme in die EU [&hellip;] zu einer Art Geisel der Ukraine werden, [&hellip;] denn jeder kleine Grenzzwischenfall dort mit Russland kann eskalieren und zum B&uuml;ndnisfall werden&ldquo;. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Selenskyj k&auml;me das zupass, nicht nur als Sicherheitsgarantie f&uuml;r sein Land, sondern auch als Freibrief, mit Hilfe der EU den Krieg mit Russland weiterzuf&uuml;hren. Auch wenn es noch nicht zu einer Vollmitgliedschaft in der EU k&auml;me, w&auml;re angesichts der Russophobie in ihren Gremien ein solches Versprechen milit&auml;rischer Hilfe nicht ausgeschlossen.<\/p><p>Dass dies auf lange Sicht eine Auss&ouml;hnung mit Russland blockieren w&uuml;rde, gibt Klaus von Dohnanyi zu bedenken. Aber wer in den deutschen und europ&auml;ischen Machtzirkeln hat es denn auf Auss&ouml;hnung abgesehen? Im Gegenteil, der Hass sitzt so tief, als k&ouml;nne man sich endlich f&uuml;r die Niederlage 1945 r&auml;chen. Kriegsangst wird der deutschen Bev&ouml;lkerung verkauft, um jene Aufr&uuml;stung zu rechtfertigen, die auf ihre Kosten geht und einigen Wenigen immense Gewinne beschert. Nicht auszudenken indes, was ein Krieg f&uuml;r jeden Einzelnen von uns bedeuten w&uuml;rde. Erich Vad hat recht &ndash; es braucht eine neue Friedensordnung: <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Man kann und sollte die europ&auml;ische Sicherheit nicht gegen Russland organisieren, sondern in jedem Fall mit Russland, trotz des V&ouml;lkerrechtsbruches, trotz des Aggressionskrieges gegen die Ukraine. Denn der Krieg, nicht zu vergessen, hatte auch eine Vorgeschichte.&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/em><\/p><\/blockquote><p>So ein Buch in Gespr&auml;chsform hat den Vorteil, dass man sich beim Lesen in Gedanken einmischen kann. Ich stutze wieder einmal, weil in dieser Passage g&auml;ngige Floskeln wiederholt werden und nicht erw&auml;hnt ist, dass es um die inzwischen von Russland anerkannten Republiken Donezk und Lugansk ging, um jene Ostgebiete mit vorwiegend russischsprachiger Bev&ouml;lkerung, die sich schon 2014 vom Kiewer Herrschaftsgebiet l&ouml;sten und seitdem milit&auml;rischer Gewalt unterlagen. <\/p><p>Und ich stutze, wenn an anderer Stelle Reagan und Gorbatschow als Beispiele angef&uuml;hrt werden, &uuml;ber systemische Gegens&auml;tze hinweg Frieden zu schaffen. Wurde wirklich der Kalte Krieg beendet? Gorbatschow fr&ouml;nte seinem Traum, dass von Lissabon bis Wladiwostok ein gemeinsames Haus Europa entst&uuml;nde, in dem auch die Sowjetunion (ihren Zerfall sah er nicht voraus) eine Wohnung h&auml;tte. Die Wolfowitz-Doktrin von 1992 und Zbigniew Brzezi&#324;skis Grundsatzwerk &bdquo;The Grand Chessboard&ldquo; von 1997 konnte er noch nicht kennen und er stand unter &ouml;konomischem Druck. Dass dies von gegnerischer Seite ausgenutzt, ja als Kapitulation verstanden w&uuml;rde, sah er das nicht? War er ein Tr&auml;umer mit dem R&uuml;cken zur Wand? Verstand er denn &uuml;berhaupt nichts von Geopolitik?<\/p><p><strong>Geopolitik und strategische Interessen<\/strong><\/p><p>Klaus von Dohnanyi ist zu danken, dass er diesen Begriff ins Spiel bringt, in dessen Rahmen zu denken, viele noch unge&uuml;bt sind. Das hat mit dem schlimmen Erbe von &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; zu tun, aber als kleines Land k&ouml;nnen wir uns an &bdquo;Amerika first&ldquo; auch kaum ein Beispiel nehmen. Und es h&auml;ngt aus meiner Sicht eben mit Gorbatschows Kapitulation, dem Zerfall der Sowjetunion zusammen, dass wir uns in einem Weltordnungskrieg befinden, in dem Einflusssph&auml;ren neu abgesteckt werden. Die USA agieren als Gro&szlig;macht, Russland will sich weiterhin als solche behaupten und China trumpft langfristig auf mit wirtschaftlicher St&auml;rke. <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Was haben der Aufmarsch der US-Navy vor der K&uuml;ste Venezuelas und die Kommando-Operation gegen Maduro, der Krieg gegen den Iran, der Einmarsch der Russen in die Ukraine, das Auftauchen chinesischer Zerst&ouml;rer vor den K&uuml;sten Taiwans und Japans, die Androhung einer Invasion der USA in Panama oder Gr&ouml;nland, das Errichten von Sicherheitszonen durch T&uuml;rkei wie Israel oder laufende Verhandlungen der USA mit den Taliban zur R&uuml;ckgewinnung eines bedeutenden St&uuml;tzpunktes in Afghanistan gemeinsam? Hier geht es im Kern um Geopolitik und um handfeste strategische Interessen, um die Projektion und Durchsetzung politischer Macht, mit geheimdienstlichen und auch mit gewaltsamen milit&auml;rischen Mitteln.&ldquo; [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/em><\/p><\/blockquote><p>Allein schon deshalb ist dieses Buch so lesenswert, weil heutige Vorg&auml;nge in der Welt unter solchen geopolitischen Gesichtspunkten betrachtet werden. W&uuml;nschen m&ouml;chte man sich, dass Gro&szlig;m&auml;chte und Kleinstaaten auf Augenh&ouml;he agieren k&ouml;nnten. Manchmal erwecken sie ja auch diesen Anschein. Aber es existiert nun mal eine Hierarchie im internationalen System. &bdquo;Interventionen in die Einflusssph&auml;ren von Weltm&auml;chten f&uuml;hren unweigerlich zum Krieg&ldquo;, stellt Klaus von Dohnanyi fest. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Und Erich Vad, ausgebildet in den US-Streitkr&auml;ften, sieht im Februar 2022 eine misslungene Regime-Change-Operation in Kiew, um eine russlandfreundliche Regierung zu installieren. Das sei gescheitert, &bdquo;weil die daf&uuml;r vorgesehenen russischen Spezialkr&auml;fte nach &Uuml;bertragung entsprechender nachrichtendienstlicher Informationen und Aufkl&auml;rungsdaten buchst&auml;blich ins Messer der ukrainischen Verteidiger liefen.&ldquo; [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Das klingt plausibel und offenbart zwischen den Zeilen zugleich, dass der US-russische Stellvertreterkrieg in der Ukraine eine Reaktion auf prowestliche Aktivit&auml;ten war, die schon viel fr&uuml;her begannen &ndash; sogar schon vor 2014 mit der Organisation des Euro-Maidan.<\/p><p>Was hier nicht steht, ist anderswo nachzulesen: &bdquo;Nachdem der damalige Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch 2014 gest&uuml;rzt worden war, schlug der neue Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU), Walentyn Nalywajtschenko, innerhalb der prowestlichen Regierung in Kiew eine &sbquo;Partnerschaft&lsquo; mit der CIA und dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6 vor.&ldquo; W&auml;hrend der ersten Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump sei diese Zusammenarbeit noch verst&auml;rkt worden. Die ukrainischen Stellen lieferten der CIA nachrichtendienstliche Informationen &uuml;ber Russland, einschlie&szlig;lich &bdquo;geheimer Dokumente &uuml;ber die russische Marine&ldquo;, was zur Einrichtung von CIA-St&uuml;tzpunkten in der Ukraine zur Koordinierung von Aktivit&auml;ten gegen Russland und zu verschiedenen Ausbildungsprogrammen f&uuml;r ukrainische Kommandos und andere Eliteeinheiten f&uuml;hrte. Absolvent eines CIA-Trainings war der damalige Oberstleutnant Kyrylo Budanow, der sp&auml;ter Chef des ukrainischen Milit&auml;rgeheimdienstes wurde. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] <\/p><p>Und es sei auch noch einmal an die Aussage des einflussreichen US-amerikanischen Geostrategen Zbigniew Brzezi&#324;ski von 1997 erinnert, dass die Ukraine f&uuml;r die USA &bdquo;ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt&ldquo; ist, weil ihre Existenz als unabh&auml;ngiger Staat zur Transformation Russlands beitragen w&uuml;rde: <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr. Es kann trotzdem nach einem imperialen Status streben, w&uuml;rde aber dann ein vorwiegend asiatisches Reich werden, das aller Wahrscheinlichkeit nach in l&auml;hmende Konflikte mit aufbegehrenden Zentralasiaten hineingezogen w&uuml;rde [&hellip;] Wenn Moskau allerdings die Herrschaft &uuml;ber die Ukraine mit ihren 52 Millionen Menschen, bedeutenden Bodensch&auml;tzen und dem Zugang zum Schwarzen Meer wiedergewinnen sollte, erlangte Russland automatisch die Mittel, ein m&auml;chtiges Europa und Asien umspannendes Reich zu werden. Verl&ouml;re die Ukraine ihre Unabh&auml;ngigkeit, so h&auml;tte das unmittelbare Folgen f&uuml;r Mitteleuropa und w&uuml;rde Polen zu einem geopolitischen Angelpunkt an der Ostgrenze eines vereinten Europas werden lassen.&ldquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/em><\/p><\/blockquote><p>Erich Vad hat recht mit der Aussage, &bdquo;wie die in Jalta geschaffene Ordnung von vor 80 Jahren fortlebt, dass die damals entstandenen Fl&uuml;gelm&auml;chte Europas, also fr&uuml;her die Sowjetunion, heute Russland und die Vereinigten Staaten, immer noch &uuml;ber die Zukunft des Schicksals Europas bestimmen. Ich danke Trump, denn er hat das sehr offengelegt, um was es in der amerikanischen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik immer ging und geht: um die Dominanz der Vereinigten Staaten &hellip;&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] <\/p><p><strong>Wer vom Ukraine-Krieg profitiert<\/strong><\/p><p>Dass die USA im Zweiten Weltkrieg Lend-and-Lease-Vertr&auml;ge mit drei&szlig;ig Staaten abgeschlossen haben &ndash; auch die Ukraine wird vornehmlich per Kredit mit Waffen versorgt &ndash; d&uuml;rften viele nicht wissen. Heute flie&szlig;en &bdquo;&uuml;ber 65 Prozent der erh&ouml;hten Nato-Verteidigungsausgaben [&hellip;] letztendlich zur&uuml;ck in die US-Wirtschaft, weil wir &uuml;berwiegend US-Waffensysteme kaufen m&uuml;ssen. Das haben die USA der EU unmissverst&auml;ndlich klargemacht.&ldquo; Nat&uuml;rlich m&uuml;sse die Bundeswehr zur Landesverteidigung bef&auml;higt werden, zumal aus ihren Best&auml;nden &bdquo;massiv Waffensysteme und Ausr&uuml;stung an die Ukraine abgegeben wurden&ldquo;. Aber die Bereitschaft, &bdquo;voll in eine Kriegs&ouml;konomie zu gehen, das rechnet sich f&uuml;r Deutschland nicht&ldquo;. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Vor allem aber w&uuml;rde ein gro&szlig;er Krieg in Europa Deutschland zum Aufmarschgebiet, zur logistischen Drehscheibe der NATO machen, &bdquo;<em>wir<\/em> w&uuml;rden das Schlachtfeld, wenn der Ukrainekrieg in einen europ&auml;ischen Krieg eskaliert&ldquo;. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Da kommt einem Artikel 56 des Grundgesetzes in den Sinn, der Eid, den Mitglieder der Bundesregierung bei ihrer Amtseinf&uuml;hrung leisten m&uuml;ssen: <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Ich schw&ouml;re, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erf&uuml;llen und Gerechtigkeit gegen jedermann &uuml;ben werde. So wahr mir Gott helfe.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Wie oft hat die deutsche Regierung diesen Amtseid wohl schon gebrochen! Dass die Sicherheit Deutschlands &bdquo;angeblich am Hindukusch, in Mali, am Dnepr, im Indopazifik oder sonstwo verteidigt&ldquo; w&uuml;rde, wird uns eingeredet. Und auf den gr&ouml;&szlig;ten Sprengstoffanschlag der Nachkriegsgeschichte, auf die Ostseepipeline Nord Stream, wird nicht reagiert. Dringende Gr&uuml;nde sprechen daf&uuml;r, dass der ukrainische Staat den Sabotageakt initiiert und gesteuert habe, stellt der Bundesgerichtshof fest. Staatsterrorismus gegen die deutsche Energieversorgung &ndash; mit &bdquo;Blick auf 9\/11 h&auml;tte man de jure auch den B&uuml;ndnisfall ausrufen k&ouml;nnen&ldquo;. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Wie die Sache totgeschwiegen wurde, ohne irgendwelche au&szlig;enpolitische oder finanzielle Konsequenzen, hat wiederum mit geopolitischen Interessen der USA zu tun. <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Sie wollten selbst teures Fl&uuml;ssiggas in Deutschland und Europa verkaufen, was sie ja heute auch tun. Zum anderen: Jeder enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland war den USA schon immer eine Dorn im Auge.&ldquo;[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/em><\/p><\/blockquote><p>Deshalb w&uuml;rden die Amerikaner aus &bdquo;eigenn&uuml;tziger, strategischer Sicht Europa niemals links liegen lassen. Sie brauchen die logistische Plattform Deutschland f&uuml;r weltweite Milit&auml;rinterventionen.&ldquo; Und wenn die US-Truppen aus Deutschland abziehen w&uuml;rden, w&uuml;rden sie eben nach Polen und ins Baltikum gehen.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] <\/p><p><strong>Was Krieg f&uuml;r Deutschland bedeuten w&uuml;rde<\/strong><\/p><p>Strategische Illusionen &ndash; dar&uuml;ber k&ouml;nne man ein ganzes Buch schreiben. Ein nuklearer Schutzschirm der USA? Da sind sich beide einig: Den hat es nie gegeben. Zudem sind moderne Kriege mit fr&uuml;heren nicht gleichzusetzen. Drohnen spielen eine immer gr&ouml;&szlig;ere Rolle, gekoppelt mit daten- und KI-gest&uuml;tzter Operationsf&uuml;hrung. Auch der Weltraum ist inzwischen zur Kampfzone geworden. Nur durch weltraumgest&uuml;tzte Fr&uuml;hwarnung sind ballistische Raketen effektiv abfangbar und Hyperschallwaffen in fr&uuml;her Flugphase noch zu bek&auml;mpfen. <\/p><p>Was heute alles an neuer Milit&auml;rtechnik entwickelt und erprobt wird, es schwirrt einem der Kopf, wenn man dieses Buch liest. Aber das macht das Ganze nicht zum Videospiel. Menschen k&auml;men zu Schaden. Die ganze Infrastruktur w&uuml;rde zerst&ouml;rt. Und gerade deshalb sollte man nicht untersch&auml;tzen, was ein europ&auml;ischer Krieg f&uuml;r die hochentwickelten Industriegesellschaften Europas, insbesondere Deutschland, bedeuten w&uuml;rde. &bdquo;Bereits ein fl&auml;chendeckender Stromausfall, zum Beispiel nach Raketenangriffen auf Einrichtungen der Stromversorgung, w&uuml;rde zum Kollaps des Gesamtsystems f&uuml;hren, mit massenhaften Kollateralsch&auml;den in der Trinkwasser-, W&auml;rme- und Lebensmittelversorgung. Ein fl&auml;chendeckender Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung ist nicht m&ouml;glich.&ldquo; [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Sch&auml;den an Reaktorbl&ouml;cken von Kernkraftwerken, Verseuchung nach Angriffen auf die chemische Industrie; das alles w&uuml;rde durch KI-gest&uuml;tzte Cyberangriffe auf Software- und Kontrollsysteme passieren.<\/p><p>&bdquo;Kriegsf&uuml;hrung geht nicht in Deutschland.&ldquo; Wenn die jetzige US-Administration den Ukrainekrieg beenden will und &uuml;ber die K&ouml;pfe der Europ&auml;er hinweg einen Interessenausgleich mit Russland sucht, m&uuml;sse man das nutzen. Andererseits wird die Absicht der USA ja nicht verschwinden, eine nachhaltige Kooperation Deutschlands beziehungsweise Europas mit Russland zu verhindern. Also sollte es das Ziel sein, &bdquo;Europa schrittweise aus der Abh&auml;ngigkeit von den geopolitischen Interessen der USA herauszuf&uuml;hren&ldquo;. Die B&uuml;ndnisfreiheit Deutschlands k&ouml;nnte einen &bdquo;amerikanisch-russischen Stellvertreterkrieg auf europ&auml;ischem Boden nachhaltig verhindern, einen Krieg, in dem alles zerst&ouml;rt w&uuml;rde, was verteidigt werden soll, und in dem der Sieg einer Seite unm&ouml;glich w&auml;re&ldquo;. Ein b&uuml;ndnisfreies, aber bewaffnetes Land mit Wehrpflicht? [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Ist diese Perspektive denn realistisch?<\/p><p><strong>Ein Friedensvertrag f&uuml;r die Ukraine<\/strong><\/p><p>&bdquo;Wir m&uuml;ssen wirklich darauf achten, dass die Ukraine <em>nur<\/em> in die EU aufgenommen werden kann, wenn es zuvor einen abschlie&szlig;enden Friedensvertrag mit Russland gegeben hat.&ldquo; Da hat Klaus von Dohnanyi recht, und Erich Vad stimmt ihm zu. Aber wie soll dieser Friedensvertrag zustande kommen? <\/p><p>Klare Aussage von Erich Vad: Bereits im Herbst 2022 habe sich abgezeichnet, &bdquo;dass eine milit&auml;rische L&ouml;sung im Sinne der vom Westen unterst&uuml;tzten Ukraine unwahrscheinlich war&ldquo;. [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Was folgt daraus? Dass Deutschland, Europa, die USA diesen Krieg durch Waffenlieferungen nur verl&auml;ngern. Und was w&auml;re, wenn sie das nicht t&auml;ten? Das ist der springende Punkt und nicht nur eine au&szlig;enpolitische, sondern auch eine innenpolitische Frage. <\/p><p>Medial gesch&uuml;rt, herrscht in weiten Teilen Deutschlands die &Uuml;berzeugung, dass Russland in diesem Krieg, der gebetsm&uuml;hlenartig mit dem Adjektiv &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo; versehen wird, keinesfalls die Oberhand gewinnen darf, sondern &bdquo;ruiniert&ldquo; werden muss, wie es Annalena Baerbock, damals Au&szlig;enministerin, ausdr&uuml;ckte. Dass Russland bisher anscheinend nicht zu &bdquo;ruinieren&ldquo; ist, macht vielen Leuten Angst. Und diese Angst wird gesch&uuml;rt, damit sie die Belastungen guthei&szlig;en, die ihnen jetzt auferlegt werden sollen und die durchaus nicht etwa nur mit diesem Krieg zu tun haben.<\/p><p>&bdquo;Wenn Russland gewinnt&ldquo; &ndash; in seiner fiktiven Erz&auml;hlung hat Carlo Masala 2025 ja ausgemalt, wie es dann im baltischen Raum zu weiteren Eroberungen kommen k&ouml;nnte. [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Ich habe mich an dieser Stelle dar&uuml;ber lustig gemacht, muss aber jetzt bedenken, was Klaus von Dohnanyis sagte: dass Interventionen in die Einflusssph&auml;ren von Weltm&auml;chten fast unweigerlich zum Krieg f&uuml;hren. In diesem Buch gibt es viele historische Reminiszenzen und von beiden Gespr&auml;chspartnern immer wieder Beteuerungen, dass Frieden nicht gegen, sondern nur mit Russland m&ouml;glich ist. Von russischer Seite wird ja auch bekr&auml;ftigt, dass man an einem gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieg kein Interesse h&auml;tte. Aber das kommt deutschen Lesern vermutlich nicht zur Kenntnis und wenn, bleiben ihnen Zweifel. Die will Erich Vad beschwichtigen: <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Zu einem Angriff auf die NATO ist Russland absehbar nicht bef&auml;higt, und es hat auch bisher in diese Richtung nie eine politische Absicht ge&auml;u&szlig;ert: Die amerikanischen Nachrichtendienste sind dazu eindeutig.&ldquo; [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Andererseits: &bdquo;Dass die Ukraine sich aus den noch gehaltenen Gebieten des Donbass zur&uuml;ckzieht oder Russland die besetzten Gebiete im Donbass r&auml;umt, ist unrealistisch. Eine europ&auml;ische Friedenstruppe in die Ukraine zu entsenden, ist kaum machbar. Sie w&uuml;rde von den Russen ebenso wie eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht akzeptiert.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien wie Russland auf andere Weise auch. <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Es kann den Russen aus strategischen Gr&uuml;nden nicht egal sein, welche Regierung in Kiew sitzt. Die muss f&uuml;r sie neutral sein, zwingend.&ldquo; <\/em><\/p><\/blockquote><p>Diesbez&uuml;glich h&auml;tten die beiden Gro&szlig;m&auml;chte USA und Russland, die machtpolitisch gesehen die Ukraine bereits zwischen sich aufgeteilt haben, das Heft des Handelns in der Hand. [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] <\/p><p>Wenn in der &Ouml;ffentlichkeit davon die Rede ist, dass Russland 20 Prozent des ukrainischen Territoriums kontrollieren w&uuml;rde, handelt es sich, abgesehen von der Krim, die fest in russischer Hand ist, auch wenn Selenskyj immer wieder mit Angriffen droht, vornehmlich um die Republiken Donezk und Lugansk, die sich bereits im Fr&uuml;hjahr 2014 abgespalten haben und seitens der ukrainischen Armee seitdem mit einer &bdquo;Antiterroroperation&ldquo; &uuml;berzogen wurden. Keine Frage, dass eine solche Pufferzone im russischen Sicherheitsinteresse ist, weil die Ukraine antirussisch aufger&uuml;stet wurde. Auch anderswo am Rande einstiger Sowjetrepubliken gibt es solche abgetrennten russischen Territorien &ndash; zum Beispiel in Transnistrien, S&uuml;dossetien, Abchasien mit Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten zum Schutze Russlands, weil sich die westliche Einflusssph&auml;re immer weiter ausdehnt.<\/p><p>M&uuml;ssen sie es eben hinnehmen, w&uuml;rden manche heute sagen. Aber Russland versteht sich als Gro&szlig;macht und nimmt das nicht hin. Bez&uuml;glich der als russisch deklarierten Territorien wird es keine Zugest&auml;ndnisse geben. Aber wie l&auml;sst sich der Hass &uuml;berwinden, der in der Ukraine seit dem russischen Einmarsch auch Menschen beherrscht, die vorher vielleicht russlandfreundlich waren? All die Verluste sollen umsonst gewesen sein? Wie k&ouml;nnte die Selenskyj-Administration einen Friedensvertrag mittragen, der einer Kapitulation gleichk&auml;me? Ist das Zuckerst&uuml;ck des EU-Beitritts dann doch unumg&auml;nglich? <\/p><p>Auch Russland leidet zunehmend unter diesem Krieg. Trumps Friedensbem&uuml;hungen stie&szlig;en im Kreml f&uuml;r Momente auf Begeisterung. Putin f&uuml;hlte sich verstanden und im Gro&szlig;machtstatus seines Landes ernst genommen (diesen Aspekt sollte man nicht untersch&auml;tzen), aber das w&auml;hrte jeweils kurze Zeit. Je l&auml;nger der Krieg dauert, umso gr&ouml;&szlig;er k&ouml;nnte der innenpolitische Druck werden, st&auml;rkere milit&auml;rische Mittel einzusetzen. Die Warnungen von Sergej Karaganow, Ehrenvorsitzender des Russischen Rates f&uuml;r Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik und langj&auml;hriger Berater von Wladimir Putin, sind nicht zu untersch&auml;tzen. [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] <\/p><p>Bereits am 17. Dezember 2021 hatte der Kreml dem Wei&szlig;en Haus einen &bdquo;Vertragsentwurf zur Gew&auml;hrleistung der Sicherheit Russlands und der Mitgliedsstaaten der NATO&ldquo; vorgelegt. <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Es handelt sich um den Verzicht auf die weitere Nato-Ausdehnung, um den Abruf der &sbquo;Bukarest-Formel&lsquo;, der zufolge &sbquo;die Ukraine und Georgien Nato-Mitglieder werden&lsquo;, und um den Verzicht auf Einrichtung von Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten auf dem Territorium der Staaten, die fr&uuml;her Teile der UdSSR gewesen waren und keine Mitglieder der Allianz sind, insbesondere auf die Nutzung ihrer Infrastruktur zwecks jedweder milit&auml;rischer Aktivit&auml;ten, wie auch um die R&uuml;ckkehr milit&auml;rischer Potenziale (insbesondere offensiver Potenziale) und der Infrastruktur der Nato zum Zustand des Jahres 1997, als die Russland-Nato-Grundakte unterzeichnet wurde.&ldquo; [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] <\/em><\/p><\/blockquote><p>Weitreichende Forderungen, die schon eine Warnung enthielten. Die Biden-Administration h&auml;tte viele M&ouml;glichkeiten gehabt, diplomatisch zu reagieren. Beim Gipfeltreffen im Juni 2021 in Genf war indes das gespannte Verh&auml;ltnis zwischen beiden Pr&auml;sidenten un&uuml;bersehbar, von denen der eine sich schon als Sieger im geopolitischen Kr&auml;ftemessen sah und das seinem Gegen&uuml;ber auch demonstrierte. Keine Verhandlungen: Man war darauf vorbereitet, dass Russland unter Zugzwang geraten w&uuml;rde. <\/p><p>Am 24. M&auml;rz 2021 bereits hatte Selenskyj ein Dekret erlassen, in dem die &bdquo;De-Okkupation und Wiedereingliederung der Krim und der Stadt Sewastopol&ldquo; zum staatlichen Auftrag gemacht wurden. Zugleich verlagerte Kiew Truppen in den S&uuml;den der Ukraine. Am 30. August wurde ein Vertrag &uuml;ber milit&auml;rische Zusammenarbeit mit den USA geschlossen. Offiziell gemacht wurde, was vorher schon Usus war. Etwa 2.000 US-Soldaten mit schwerem Ger&auml;t und Flugzeugen hielten sich bereits in der Ukraine auf. Am 19. Februar 2022 stellte Selenskyj auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz den im Budapester Memorandum vereinbarten Verzicht auf Nuklearwaffen infrage. Geleakte Informationen &uuml;ber einen angeblich bevorstehenden Angriff auf die Krim sollen die russische F&uuml;hrung endg&uuml;ltig zur Reaktion veranlasst haben. In seinem Buch &bdquo;Die strategische Falle&ldquo; hat Georg Auernheimer diesen Hergang dargestellt bis hin zum gescheiterten Friedensabkommen von Istanbul. [<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]. <\/p><p>Der Ukraine-Krieg w&auml;re 2021 zu verhindern und 2022 zu beenden gewesen. Eine friedliche L&ouml;sung w&uuml;nschen sich viele. Es wird Zeit, dass Deutschland einen Beitrag dazu leistet, statt den Konflikt noch weiter anzuheizen. <\/p><p><small>Titelbild: Westend Verlag<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/cd0c63ecaebd4f3fb23558d84e40e696\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137936\">Klaus von Dohnanyi und Erich Vad: Schicksalsfrage f&uuml;r Europa<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_2\">&laquo;1<\/a>] [1] Klaus von Dohnanyi\/ Erich Vad: Krieg oder Frieden. Deutschland vor der Entscheidung. Westend Verlag, 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Klaus von Dohnanyi\/ Erich Vad: Frieden &ndash; wie geht das?, Westend Verlag 2026, S. 11<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-ukraine-moldau-102.html\">tagesschau.de\/ausland\/eu-ukraine-moldau-102.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Frieden &ndash; wie geht das?, Dohnanyi S. 64<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] ebenda, Vad, S. 12<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] ebenda, Vad, S. 16<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] ebenda, Vad, S. 28<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] ebenda, Dohnanyi, S, 37<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] ebenda, Vad, S. 39<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/CIA-in-der-Ukraine-Die-Provokation-die-Putins-Angriffskrieg-ausloeste-9641397.html?seite=all\">telepolis.de\/article\/CIA-in-der-Ukraine-Die-Provokation-die-Putins-Angriffskrieg-ausloeste-9641397.html?seite=all<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Zbigniew Brzezi&#324;ski: Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft und der Kampf um Eurasien. Nomen Verlag 2024, S. 70<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Frieden &ndash; wie geht das?, Vad, S. 41<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebenda, Vad, S. 58<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] ebenda, Vad, S. 66<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] ebenda, Vad, S 15<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] ebenda, Dohnanyi, S. 63<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] ebenda, Vad, S. 70ff<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] ebenda, Vad, S. 152<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] ebenda, Vad, S, 162ff<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] ebenda, Vad, S. 135<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Carlo Massala: Wenn Russland gewinnt, C.H.Beck 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Frieden &ndash; wie geht das?, Vad, S. 68<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] ebenda, Vad, S. 129 ff<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/25\/russland-atomwaffen-ukraine-putin\">de.euronews.com\/2026\/01\/25\/russland-atomwaffen-ukraine-putin<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] <a href=\"https:\/\/mid.ru\/ru\/foreign_policy\/news\/1799157\/?lang=de\">mid.ru\/ru\/foreign_policy\/news\/1799157\/?lang=de<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Georg Auernheimer: Die strategische Falle. Die Ukraine im Weltordnungskrieg. Papyrossa Verlag 2024<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k&ouml;nnen wir der Gefahr entgehen, dass sich der Krieg in der Ukraine zu einem gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieg ausweitet? <strong>&bdquo;Frieden &ndash; Wie geht das?&ldquo;<\/strong> In diesem Buch sind Klaus von Dohnanyi und Erich Vad &uuml;ber diese schwierige Frage im Gespr&auml;ch. Auf Grundlage einer n&uuml;chternen Einsch&auml;tzung der Lage und im Verst&auml;ndnis von Geopolitik und Macht pl&auml;dieren<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153370\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":137429,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,170,208],"tags":[1206,3240,3004,1867,3360,901,2102,1426,466,2608,259,2794,260,1556,3331,229],"class_list":["post-153370","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-friedenspolitik","category-rezensionen","tag-brzezinski-zbigniew","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-donbass","tag-eu-mitgliedschaft","tag-europaeische-union","tag-geheimdienste","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-nato","tag-nord-stream","tag-russland","tag-stellvertreterkrieg","tag-ukraine","tag-usa","tag-vad-erich","tag-von-dohnanyi-klaus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-Dohnanyi-Vad.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/153370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=153370"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/153370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153381,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/153370\/revisions\/153381"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/137429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=153370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=153370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=153370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}