{"id":15351,"date":"2012-12-04T09:03:55","date_gmt":"2012-12-04T08:03:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351"},"modified":"2012-12-04T09:03:55","modified_gmt":"2012-12-04T08:03:55","slug":"hinweise-des-tages-1774","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h01\">Mehr als 100.000 Selbst&auml;ndige m&uuml;ssen mit Hartz IV aufstocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h02\">Verteilung &ndash; Warten auf die Trendwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h03\">Deutsche Manager liegen bei Geh&auml;ltern an der Spitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h04\">Wie die Mittelschicht an ihrem eigenen Ast s&auml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h05\">Lebenslagen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h06\">Unfreiwilliger R&uuml;ckzug aus dem Berufsleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h07\">FDP contra Merkel beim Mindestlohn: &bdquo;Keine einheitliche gesetzliche Regelung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h08\">Am Band werden alle etwas gleicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h09\">Merkel verteidigt Partnerschaft mit Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h10\">Jeffrey Sachs &ndash; Sie l&uuml;gen, bestechen, vertuschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h11\">Die Iran-Sanktionen treffen die Falschen &ndash; Warum die Embargos ihr Ziel verfehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h12\">Afghanistan-Mandat: Kein Ende in Sicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h13\">Das deutsche Wesen soll die Welt erl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h14\">Spenden? Wenn, dann richtig!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h15\">Zu links f&uuml;r die CDU &ndash; Die gr&uuml;nen Neosozialisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h16\">Numerus clausus: Gut ist nicht mehr gut genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h17\">Rezension: Irrweg Grundeinkommen? &ndash; Von einem, dem es wie gerufen k&auml;me<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351#h18\">Zu guter Letzt: ZDF heute-show: Arme Statistik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15351&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mehr als 100.000 Selbst&auml;ndige m&uuml;ssen mit Hartz IV aufstocken<\/strong><br>\n127.000 selbstst&auml;ndige Aufstocker gab es 2011 im Jahresdurchschnitt. Ihr Einkommen ist so niedrig, dass es ohne Hartz IV nicht f&uuml;r den Bedarf des Haushalts ausreicht. Fast zwei Drittel von ihnen erwirtschaften ohne die erg&auml;nzenden Hartz-IV-Leistungen rechnerisch weniger als f&uuml;nf Euro netto pro Stunde. Das geht aus einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.<br>\nMehr als 42 Prozent der selbstst&auml;ndigen Aufstocker arbeiten Vollzeit. Trotzdem wirft ihre Erwerbst&auml;tigkeit keinen ausreichenden Gewinn ab, um davon leben zu k&ouml;nnen.<br>\nDer Anteil der Selbstst&auml;ndigen in Hartz IV an allen Selbstst&auml;ndigen liegt bei weniger als drei Prozent. Er ist damit deutlich niedriger als der Anteil der Hartz-IV-Empf&auml;nger an den Erwerbst&auml;tigen insgesamt (3,7 Prozent). 44 Prozent der selbstst&auml;ndigen Aufstocker haben ihr Unternehmen in den letzen zwei Jahren gegr&uuml;ndet.<br>\nDie selbstst&auml;ndigen Aufstocker sind im Durchschnitt deutlich besser qualifiziert als die &uuml;brigen Hartz-IV-Empf&auml;nger. Sie arbeiten h&auml;ufig als Verk&auml;ufer, Gastst&auml;tten- oder Imbissbesitzer, K&uuml;nstler oder freiberufliche Lehrkr&auml;fte. Drei Viertel verf&uuml;gen &uuml;ber ein Einkommen von maximal 400 Euro. Nur f&uuml;nf Prozent k&ouml;nnen einen Gewinn von mindestens 800 Euro verbuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2012\/kb2212.pdf\">IAB [PDF &ndash; 746 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verteilung &ndash; Warten auf die Trendwende<\/strong><br>\nDer Anteil der L&ouml;hne am Einkommen der Privathaushalte ist zuletzt gestiegen. Doch die einseitige Verteilungsentwicklung in Deutschland ist nicht gestoppt. Mehr Besch&auml;ftigte, st&auml;rkere Lohnsteigerungen und l&auml;ngere Arbeitszeiten &ndash; diese Faktoren haben die Arbeitnehmerentgelte 2011 relativ stark steigen lassen. In der Folge hat sich auch der Anteil der Lohneinkommen am verf&uuml;gbaren Einkommen der privaten Haushalte wieder etwas erh&ouml;ht: Die Nettolohnquote stieg geringf&uuml;gig auf 44,5 Prozent. Der Wert von knapp 43 Prozent in der ersten H&auml;lfte 2012 lasse allerdings erwarten, dass bis Jahresende kein weiterer Zuwachs eintritt, sch&auml;tzt Claus Sch&auml;fer im neuen WSI-Verteilungsbericht&hellip;<br>\nBislang wirke die Steuerpolitik in die Gegenrichtung: So lagen die direkten Steuern auf Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen 2011 bei durchschnittlich 7,7 Prozent. Die durchschnittliche Lohnsteuerbelastung auf Arbeitseinkommen betrug hingegen 15,5 Prozent. Zudem sei es kontraproduktiv, wenn Europa gegen die Eurokrise auf rigide Sparpolitik und die Senkung von Sozialstandards setze. Nur eine auf nachhaltiges Wachstum und weniger soziale Ungleichheit ausgerichtete Politik k&ouml;nne die &bdquo;gegenw&auml;rtige Gefahr einer selbstverst&auml;rkenden Abw&auml;rtsspirale eind&auml;mmen&ldquo;.\n<p><img decoding=\"async\" style=\"border:1px solid #cccccc\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121204_01_DGB.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/impuls_2012_19_gesamt-p-31013-nonactive-1-lang-de-site-vs_media.pdf\">B&ouml;ckler impuls [PDF &ndash; 1.0 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Manager liegen bei Geh&auml;ltern an der Spitze<\/strong><br>\nEine Studie zeigt: Die Chefs der gro&szlig;en deutschen Unternehmen verdienen mehr als fast alle ihre Kollegen in Europa. Nur in einem Land kommen die Vorstandsvorsitzenden auf noch h&ouml;here Verg&uuml;tungen. [&hellip;]<br>\nDas Ergebnis: Die deutschen Vorstandschefs haben 2011 im Durchschnitt rund 4,3 Millionen Euro verdient.<br>\nDas ist zwar etwas weniger als in Gro&szlig;britannien, wo im Durchschnitt mehr als f&uuml;nf Millionen an die Top-Manager flossen, aber 25 Prozent mehr als in Frankreich.<br>\nIm Vergleich zu L&auml;ndern wie Schweden, Norwegen, D&auml;nemark oder Portugal verdienen die deutschen Unternehmenslenker sogar bis zu 250 Prozent mehr. &ldquo;Die Geh&auml;lter der Vorstandschefs in Deutschland sind heute schon mehr als wettbewerbsf&auml;hig&rdquo;, sagt ECGS-Mitglied Pierre Henri Leroy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article111782101\/Deutsche-Manager-liegen-bei-Gehaeltern-an-der-Spitze.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Zahlen sollten sollten die &bdquo;Begr&uuml;ndung&ldquo; f&uuml;r die Top-Geh&auml;lter, nach der man verhindern m&uuml;sse, dass Spitzenkr&auml;fte zu besseren Konditionen ins Ausland wandern, eigentlich ad absurdum f&uuml;hren. Sich &uuml;ber die Bez&uuml;ge aufzuregen ist jedoch kontraproduktiv. Eine sinnvolle Reaktion auf diese Zahlen sollte vielmehr in der massiven Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes bestehen. G&auml;be es auch in Deutschland das franz&ouml;sische Modell mit einem Steuersatz von 75% ab der ersten Einkommensmillion, k&ouml;nnten wir uns alle &uuml;ber die Top-Geh&auml;lter an der Spitze freuen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die Mittelschicht an ihrem eigenen Ast s&auml;gt<\/strong><br>\nDASA-Symposium  in Dortmund &uuml;ber die Entwicklung der Arbeitswelt<br>\nEigenverantwortlich und selbstst&auml;ndig, so wird heute das Bild vom modernen Arbeitnehmer gezeichnet, der flexibel und hochmotiviert ein Virtuose des Selbstmanagements zu sein hat. Daraus sind neue Freiheiten und gleichzeitig neue Abh&auml;ngigkeiten entstanden, mehr Leistungsverdichtung und mehr Unsicherheiten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/studiozeit-ks\/1922916\/%20\">DLF Studiozeit Aus Kultur- und Sozialwissenschaften<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/aodflash\/player.php?station=1&amp;broadcast=393299&amp;datum=20121115&amp;playtime=1353006696&amp;fileid=deec728b&amp;sendung=393299&amp;beitrag=1922916&amp;%20\">Audio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lebenslagen in Deutschland<\/strong><br>\nEntwurf des 4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung, Stand 21. 11.2012 (Kabinettsvorlage)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=uploads\/media\/4_arb_entwurf_11_2012_vers_2_01.pdf&amp;t=1355224242&amp;hash=3c02dd3bc50c500591cb4366c5b1f8de4ef43adf\">Der Parit&auml;tische [PDF &ndash; 5.2 MB]<\/a> \n<p><strong>dazu: Armutsbericht: Verw&auml;ssert, verschleiert, besch&ouml;nigt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will entscheidende Aussagen des 4. Armuts- und Reichtumsberichts besch&ouml;nigen. &ldquo;Es ist einer Bundesregierung unw&uuml;rdig, die Armutsprobleme kleinzureden und die Wirklichkeit so zu verbiegen, damit sie in ihr Weltbild passt&rdquo;, sagt DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Die Bundesregierung m&uuml;sse sich den Problemen stellen und diese endlich l&ouml;sen.<br>\nSo ist nicht nachvollziehbar, dass die Koalition die Niedriglohn- und Armutsrisikoquote als offene Probleme aus dem Berichtsentwurf gestrichen hat, obwohl gerade die Entwicklung von Armutsl&ouml;hnen charakteristisch ist f&uuml;r die Entkopplung der Arbeitslosenzahlen von den Armutszahlen.<br>\nEin wirkliches Armutszeugnis ist, dass die Koalition den Ansatz einer Lohnuntergrenze gestrichen hat und offenbar auch keinen Wert mehr darauf legt, privaten Reichtum &uuml;ber die Einkommenssteuer hinaus zur Finanzierung des Staates heranzuziehen. Alles in allem zeigt der Bericht, dass die Politik der Bundesregierung die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9a8c63f6-3943-11e2-a63f-00188b4dc422%20\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dort auch die ausf&uuml;hrliche vorl&auml;ufige Stellungnahme des DGB als PDF.<\/em><br>\n<em>Wenn Sie vergleichen wollen, <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Einkommen-Armut\/Dokumente\/Entwurf%204.%20Armutsbericht%20der%20Bundesregierung%2017.9.2012.pdf\">hier der Entwurf des 4. Armuts- und Reichtsumsbericht, Stand 17.09.2012 [PDF &ndash; 12.7 MB]<\/a> <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unfreiwilliger R&uuml;ckzug aus dem Berufsleben<\/strong><br>\nWenn sich &auml;ltere Erwerbslose vom Arbeitsmarkt zur&uuml;ckziehen, sind &uuml;berwiegend schlechte berufliche Aussichten der Grund. Das zeigt eine empirische Studie.<br>\nBesch&auml;ftigte sollen nach dem Willen der Politik immer l&auml;nger arbeiten &ndash; k&uuml;nftig bis zum 67. Lebensjahr. Doch f&uuml;r &Auml;ltere ist es oft schwierig, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten.<br>\nWarum viele &auml;ltere Arbeitslose die Jobsuche aufgeben, hat die Sozialwissenschaftlerin Christina W&uuml;bbeke vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) untersucht.* Ihr Ergebnis: Mehrheitlich sind fehlende Besch&auml;ftigungschancen ausschlaggebend.<br>\nTats&auml;chlich zeigt die Auswertung der Interviews, dass mangelnde Arbeitswilligkeit selten der Grund f&uuml;r den R&uuml;ckzug vom Arbeitsmarkt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/impuls_2012_19_gesamt-p-31013-nonactive-1-lang-de-site-vs_media.pdf\">B&ouml;ckler Impuls 19\/2012 S.3 [PDF &ndash; 1.0 MB]<\/a> \n<p><strong>passend dazu: Malochen bis zum Tode<\/strong><br>\n&ldquo;Das sind die Vorboten der heran rauschenden Welle der Altersarmut&rdquo;, erkl&auml;rt der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Matthias W. Birkwald, zu Medienberichten, denen zufolge die Zahl der Menschen im Rentenalter, die einem Minijob nachgehen, dramatisch zugenommen hat. Birkwald weiter:<br>\n&ldquo;Toilettenfrauen, Parkw&auml;chter oder Zeitungsaustr&auml;gerinnen minijobben nicht aus purer Lust an einer sinnvollen Bet&auml;tigung, sondern aus schierer Angst um die nackte Existenz. Es ist besch&auml;mend und Zeugnis einer verantwortungslosen Politik, dass es in einem reichen Land wie der Bundesrepublik immer mehr Menschen gibt, die bis zum Tode malochen m&uuml;ssen. Vor allem in Ostdeutschland breitet sich die Altersarmut mit be&auml;ngstigender Geschwindigkeit aus. Das zeigt ein Blick in die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Seit 2009 ist die Zahl der &uuml;ber 70-J&auml;hrigen in Minijobs im Osten um 29,3 Prozent gestiegen, im Westen um 21,3 Prozent. Im Bundesdurchschnitt betrug die Zunahme 22,2 Prozent. Wenn wir verhindern wollen, dass Altersarmut in Deutschland zu einem Massenph&auml;nomen wird, m&uuml;ssen wir rasch handeln. Gegen die heutige Altersarmut hilft nur noch eine Solidarische Mindestrente. Gegen die Altersarmut von Morgen helfen gute Arbeit und ein Rentenniveau, das deutlich &uuml;ber dem heutigen Niveau liegt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/malochen-tode-2012-11-20\/\">Matthias W. Birkwald, Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>FDP contra Merkel beim Mindestlohn: &bdquo;Keine einheitliche gesetzliche Regelung&ldquo;<\/strong><br>\nDie FDP hat zur&uuml;ckhaltend auf Forderungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Gespr&auml;chen &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns reagiert. &bdquo;Einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn lehnen wir ab&ldquo;, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Martin Lindner, dem Tagesspiegel. Offen sei seine Partei hingegen f&uuml;r Gespr&auml;che &uuml;ber branchen- und regionalspezifische Lohnuntergrenzen. &bdquo;Wenn die CDU bereit ist, ein Signal an die Mitte der Gesellschaft zu senden, werden wir uns L&ouml;sungen f&uuml;r den unteren Teil nicht verweigern&ldquo;, sagte Lindner mit Blick auf eine Entlastung mittlerer Einkommensschichten. Vor dem an diesem Montag beginnenden CDU-Bundesparteitag in Hannover hatte die Parteivorsitzende Merkel den kleinen Koalitionspartner aufgefordert, sich der Einf&uuml;hrung von Lohnuntergrenzen in dieser Legislaturperiode nicht zu verschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/fdp-contra-merkel-beim-mindestlohn-keine-einheitliche-gesetzliche-regelung\/7468274.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Endlich spielen sich die Koalitionspartner einmal die B&auml;lle zu. Die CDU klaut der SPD das Wahlkampfthema, die FDP trifft mit steuerlichen Entlastungen genau ihre Klientel Beide k&ouml;nnen sich nach der Wahl bei der Umsetzung auf den Einspruch des Koalitionspartners berufen und Minima&szlig;nahmen verabschieden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Am Band werden alle etwas gleicher<\/strong><br>\nZeitarbeit ist bei Autobauern beliebt &ndash; und bei Arbeitern wegen der ungleichen Bedingungen gef&uuml;rchtet. Nun setzt sich Volkswagen h&auml;rtere Standards als andere Hersteller: Bis Mitte 2013 soll die weltweite Leiharbeiter-Quote auf f&uuml;nf Prozent sinken. Das Besondere der Charta ist, dass sie in allen 99 Fertigungsst&auml;tten weltweit gelten soll. Damit betrifft sie auch L&auml;nder, die nur weiche oder gar keine Regeln zur Zeitarbeit haben. Die Vereinbarung sei &lsquo;bahnbrechend&rsquo;, betonte Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG-Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. &lsquo;Volkswagen ist Vorreiter damit, solche Vorgaben auch im Ausland durchzusetzen.&rsquo; Der Konzern aus Wolfsburg besch&auml;ftigt knapp 550000 Menschen rund um den Globus und geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;ten deutschen Arbeitgebern. Ende Mai hatten Management und Betriebsrat vereinbart, dass VW bis Mitte n&auml;chsten Jahres etwa 3000 Leiharbeiter im gesamten Konzern &uuml;bernehmen wird. Die ersten 637 Leiharbeiter davon erhalten bis Jahresende einen festen Arbeitsvertrag im Stammwerk Wolfsburg. F&uuml;r sie gilt bereits, was jetzt auch in der globalen Charta festgehalten ist: Alle VW-Leiharbeiter m&uuml;ssen k&uuml;nftig nach dem 36. Monat &ndash; also nach drei Jahren &ndash; eine unbefristete Stelle bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/561574\/Am-Band-werden-alle-etwas-gleicher\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hatte man bisher den Eindruck, dass unsere Firmen im Ausland &ndash; vor allen in Ostasien, aber auch in den USA &ndash; alle M&ouml;glichkeiten nutzten, Arbeitnehmerrechte auszuhebeln auch um hiesige Arbeitnehmer mit Verlagerungsdrohungen unter Druck zu setzen, so kann man nur dar&uuml;ber staunen, dass VW auf das Instrument Leiharbeit zwecks Kostensenkung verzichtet &ndash; und zwar global. Es findet also endlich auch ein Export der hier errungenen Arbeitnehmerstandards in hinsichtlich der Arbeitsbedingungen weniger entwickelte L&auml;nder statt. Nat&uuml;rlich ist das auch klug. So werden auch Unsicherheiten und Unruhe in der Stammbelegschaft beseitigt und die Motivation gest&auml;rkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Merkel verteidigt Partnerschaft mit Saudi-Arabien<\/strong><br>\nNach der Panzer-Anfrage aus Saudi-Arabien w&auml;chst in der Koalition der Unmut &uuml;ber den Umgang der Kanzlerin mit Waffengesch&auml;ften. Politiker aus Union und FDP fordern eine neue Kontrollinstanz. Doch Angela Merkel verteidigt ihren Kurs und die &ldquo;strategische Partnerschaft&rdquo; mit einigen Golfstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ruestungsexporte-rufe-nach-staerkerer-parlamentsbeteiligung-a-870699-druck.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Wieder so ein klarer Fall von &bdquo;Sozialdemokratisierung&ldquo; Angela Merkels und der CDU.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jeffrey Sachs &ndash; Sie l&uuml;gen, bestechen, vertuschen<\/strong><br>\n&Ouml;lkonzerne haben jahrelang gemeinsam mit den zumeist korrupten Regierungen die Bev&ouml;lkerungen rohstoffreicher Staaten aushungern lassen. Mit Methoden des Kolonialismus&rsquo; &ndash; nur besser getarnt. Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r einen Richtungswechsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-jeffrey-sachs-sie-luegen-bestechen-vertuschen\/70124631.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Iran-Sanktionen treffen die Falschen &ndash; Warum die Embargos ihr Ziel verfehlen<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen den Iran sind ein brutaler Angriff auf die Zivilbev&ouml;lkerung, w&auml;hrend die Tyrannen sich unbeeindruckt zeigen. Der Westen unterzieht die Iraner damit einer moralisch verwerflichen Kollektivstrafe, meint der Politologe Ali Fathollah-Nejad.<br>\nSie sollen widerspenstige Gewaltherrscher zur Vernunft erziehen, ihren Missetaten nach au&szlig;en wie nach innen ein Ende bereiten. Mit chirurgischer Pr&auml;zision ziehen sie die Schlinge um den Hals des Tyrannen immer enger. In taumelnder Aussichtslosigkeit wird er zu au&szlig;enpolitischer Vernunft angehalten und nimmt schw&auml;chelnd die H&auml;nde von der Gurgel seines Volkes. Und schlie&szlig;lich wird das einst maltr&auml;tierte Volk auf den Weg in die Demokratie entlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/1934567\/\">Deutschlandradio Kultur &ndash; Politisches Feuilleton<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Afghanistan-Mandat: Kein Ende in Sicht<\/strong><br>\nEs ist vollbracht. Die Mission ist erf&uuml;llt. Mag auch nicht alles erreicht sein, was sich die internationale Gemeinschaft vorgenommen hat: Afghanistan, dieser staubige, sandige Fleck am Hindukusch, auf dessen Boden einst nicht viel mehr gedieh als Schlafmohn und Terror, ist auf einem guten Weg. Das jedenfalls m&ouml;chte man uns glauben machen. Das ist der Tenor der regierungsamtlichen Bilanz nach mehr als zehn Jahren Bundeswehreinsatz. Das ist die Botschaft, die ausgehen soll vom neuen Afghanistan-Mandat: Die Bundeswehr hat ihre Schuldigkeit getan, die Bundeswehr kann gehen. Unwillk&uuml;rlich fragt man sich, was das ist: nur naiv, geleitet vom Wunsch, es m&ouml;ge so sein? Professionelles Regierungsmarketing? Oder ein Zweckoptimismus, der an Volksverdummung grenzt? Von guter Regierungsf&uuml;hrung und Rechtsstaatlichkeit kann keine Rede sein. Der Westen hat es mit einer durch und durch korrupten F&uuml;hrungsclique in Kabul zu tun. Die staatliche Kontrolle reicht &uuml;ber die Grenzen der Hauptstadt kaum hinaus. Entsprechend schlecht steht es um die wirtschaftlichen Perspektiven, um Menschen- und Frauenrechte im Rest des Riesenlandes, wo andere das Sagen haben: Warlords, Kriminelle, Taliban. Die Sicherheitslage bleibt deshalb prek&auml;r. Nach dem blutigsten und l&auml;ngsten Einsatz deutscher Soldaten seit dem zweiten Weltkrieg mit bisher 52 Gefallenen ist die Situation von einer Entscheidung weiter entfernt denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/prekaere-sicherheitslage-afghanistan-mandat-kein-ende-in-sicht-\/7453510.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Endlich einmal eine realistische Sicht, die nicht einfach Regierungsverlautbarungen nachbetet. Dennoch verbleiben Illusionen.  Was hei&szlig;t das, der Westen habe den Krieg allzu halbherzig gef&uuml;hrt. Das war ein Guerillakrieg. Eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind war bzw. ist nicht m&ouml;glich. Er kann jederzeit abtauchen und abwarten. In Vietnam hatten die USA fast 500.000 Soldaten im Einsatz und hatten nie die Kontrolle &uuml;ber das Land. Und die USA f&uuml;hrten damals keinen halbherzigen Krieg. Er endete mit an die 2 Millionen toten Zivilsten. Und zweitens, das Ende nicht nur des deutschen Afghanistan-Engagements kann schnell kommen. Es droht doch, nachdem die  kritische Pr&auml;senz ausl&auml;ndischer Truppen unterschritten ist, ein B&uuml;rgerkrieg in dem nicht nur die Taliban sondern auch die Interessen der St&auml;mme, der Clans, der Warlords und nat&uuml;rlich Pakistans eine Rolle spielen werden. Ausl&auml;ndische Ausbilder und deren Besch&uuml;tzer werden in diesem B&uuml;rgerkrieg untergehen oder weichen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das deutsche Wesen soll die Welt erl&ouml;sen<\/strong><br>\nLetzte Woche las man geh&ouml;rig viele Gr&uuml;nde, weshalb Vettel die Formel 1 abermals gewann. Meinte man vielleicht in seiner Unwissenheit, er habe einfach nur die beste Konstruktion gehabt &ndash; immerhin gewann sein Team auch jene Wertung -, den st&auml;rksten Motor, so wurde man im Feuilleton eines Besseren belehrt. Dreimalig weltmeistern kann man n&auml;mlich nur, wenn man schwer an deutschen Tugenden leidet. Und Vettel tut dies. Einer solcher Kommentatoren meinte endlich sogar, dass &ldquo;niemals aufgeben, selbst in aussichtslos erscheinenden Situationen&rdquo; etwas sehr Deutsches sei. Ich indes frage mich nun seither, ob dieses &ldquo;Niemals aufgeben, selbst in aussichtslos erscheinenden Situationen!&rdquo; nicht auch auf den angewandt werden k&ouml;nnte, der einst niemals aufgab in seinem Bunker, der selbst in aussichtslos erscheinender Situation den Endsieg anordnete. War der nun explizit tugendhaft? Deutschsein ist demgem&auml;&szlig; nicht nur etwas, das sich auf einen Ausweis mit deutschem Stempel erstreckt, sondern etwas Mystisches, etwas Qualitatives, etwas Sittliches. Beharrlich bleiben, hundertprozentiger Einsatz, Flei&szlig; und Ziel vor Augen. Deutsche Tugenden f&uuml;hren zum Erfolg, sie sind das Fundament von internationalen Titeln. Fraglich ist, ob beispielsweise die spanische Jugendf&ouml;rderung im Fu&szlig;ball nicht deswegen deutsch ist, weil sie erfolgreich war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/12\/das-deutsche-wesen-soll-die-welt.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Mit folgenden S&auml;tzen formuliert Roberto De Lapuente eher unfreiwillig den eigentlichen &ldquo;Erfolgs-&ldquo;Faktor des deutschen &ldquo;Exportmodells&rdquo; seit der Jahrtausendwende: &ldquo;Hat Armstrong nicht auch niemals aufgegeben und mit einem Ziel vor Augen selbst in aussichtslosen Situationen gestrampelt wie irre? Ist er Deutscher?&rdquo; Das Beispiel Lance Armstrong hinkt zumindest auf den ersten Blick, denn dessen &ldquo;Erfolge&rdquo; wurden, wie wir heute wissen, durch exzessives Doping erschlichen. Auf den zweiten Blick wird jedoch gerade aus dieser Armstrong-Story ein Schuh. Denn das seit Ende der 90er Jahre von Deutschland betriebene Lohn-, Sozial- und Unternehmensteuerdumping zeigt durchaus &Auml;hnlichkeiten mit den unfairen Dopingpraktiken im Bereich des Sports.<\/em><br>\n<em>Bei einem Auseinanderbrechen der Eurozone oder einem Ausscheiden Deutschlands aus der Eurozone w&uuml;rde sehr schnell offenbar werden, da&szlig; nicht die immer wieder behauptete &ldquo;Exzellenz&rdquo; deutscher Produkte der Hauptmotor der massiv ausgeweiteten deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse ist (auch andere Nationen entwickeln hervorragende Produkte; auch in den 90er Jahren wurden weltmarktf&auml;hige deutsche Produkte z.B. in den Sektoren Maschinenbau, Automobilindustrie sowie chemische und pharmazeutische Industrie hergestellt), sondern die deutsche Dumpingpolitik. Diese steigert einerseits die deutschen Exporte und reduziert andererseits wegen der seit Ende der 90er Jahre miserablen Entwicklung der hiesigen L&ouml;hne und Geh&auml;lter die Importe.<\/em><br>\n<em>Die exportsteigernde Wirkung der deutschen Dumpingpolitik l&auml;&szlig;t sich am Beispiel der Automobilindustrie aufzeigen: Bei Wiedereinf&uuml;hrung der DM w&uuml;rde diese nach vorliegenden Prognosen zu den &uuml;brigen europ&auml;ischen und au&szlig;ereurop&auml;ischen W&auml;hrungen um 30 Prozent und mehr aufwerten. Dies w&uuml;rde bei den in Deutschland produzierten Fahrzeugen mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest in den unteren und mittleren Preissegmenten zu massiven Absatzeinbr&uuml;chen f&uuml;hren. Und dies sowohl bei den Autoverk&auml;ufen innerhalb Deutschlands (die DM-Aufwertung w&uuml;rde Importe aus dem europ&auml;ischen und nichteurop&auml;ischen Ausland drastisch verbilligen) als auch bei den Exporten in die europ&auml;ischen und au&szlig;ereurop&auml;ischen Staaten. Auch der dann wechselkursbedingte Kostenvorteil beim Import von Fahrzeugkomponenten w&uuml;rde lediglich eine vergleichsweise geringf&uuml;gige Kostenentlastung f&uuml;r die in Deutschland produzierenden Automobilkonzerne bedeuten, teilweise w&uuml;rde eine massive DM-Aufwertung sogar die Produktionsverlagerung bisher in Deutschland gefertigter Komponenten ins Ausland profitabel erscheinen lassen. Die in Deutschland produzierten Fahrzeuge von VW, Opel, Ford und teilweise sogar BMW sowie Mercedes (zumindest in den unteren und mittleren Preissegmenten) w&uuml;rden mit hoher Wahrscheinlichkeit an die dann deutlich preiswertere Konkurrenz von Renault, Peugeot, Fiat, Kia, Hyundai, Toyota oder Honda massiv Marktanteile verlieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Spenden? Wenn, dann richtig!<\/strong><br>\nWeihnachten steht vor der T&uuml;r und damit beginnt wieder die Zeit, in der viele Organisationen zu Spenden aufrufen. Doch was sollte man dabei beachten?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/politik\/spenden-wenn-dann-richtig\/\">detektor.fm (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/images\/uploads\/mp3\/Stefan_Loipfinger_ber_unserise_Spendenorganisationen_WEB.mp3\">detektor.fm (Podcast) <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu links f&uuml;r die CDU &ndash; Die gr&uuml;nen Neosozialisten<\/strong><br>\nAuch nach dem Bundesparteitag der Gr&uuml;nen gilt: Die Gr&uuml;nen sind unzweifelhaft eine linke Partei geblieben, allerdings mit angepasstem Outfit. Wer die bald 40 Jahre zur&uuml;ckliegenden Anf&auml;nge der Gr&uuml;nen mit ihrem heutigen Erscheinungsbild vergleicht, reibt sich verwundert die Augen: Die Gr&uuml;nen haben ihre Strickpullis und Gummistiefel aus- und Krawatten und Anz&uuml;ge angezogen. Ihr ehemaliger Vorsitzender ist vom Steinewerfer zum Lobbyist f&uuml;r internationale Gro&szlig;konzerne geworden und eine protestantische Kirchenfunktion&auml;rin nunmehr Spitzenkandidatin. Nicht wenige Gr&uuml;ne sind da angekommen, wo sie eigentlich nie hin wollten: im Establishment. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nen haben sich im Parteienstaat eingerichtet. Ihr Wandlungsprozess ist nichts anderes als eine vordergr&uuml;ndige Anpassung zur Sicherung von Macht und Machtoptionen. Zwar haben sie ihr revolution&auml;r-anarchisches Selbstverst&auml;ndnis aufgegeben. Das hat ihnen einen festen Platz im demokratischen Rechtsstaat gesichert. Doch nach wie vor ist dieser Platz im Parteienspektrum eindeutig linksideologisch zu verorten. [&hellip;]<br>\nAuf ihrem letzten Parteitag haben die Gr&uuml;nen erneut ein neosozialistisches Programm verabschiedet, das ihre bevormundende Weltsicht best&auml;tigt. Die Gr&uuml;nen haben sich dort auf Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r den Mittelstand verst&auml;ndigt. Zugleich haben sie beschlossen, den Hartz-IV-Satz zu erh&ouml;hen und die Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose abzuschaffen, die eine zumutbare Arbeit ablehnen, eine vom Jobcenter bezahlte Aus- oder Fortbildung ohne triftigen Grund abbrechen oder mehrfach zu Terminen mit ihrem Vermittler nicht erscheinen. Ein b&uuml;rgerliches Verst&auml;ndnis von Leistungsbereitschaft sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gastbeitrag-von-christean-wagner-warum-schwarz-gruen-ein-irrweg-ist-a-870286.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diesen Beitrag sollte man sich gut durchlesen gibt er doch einen tiefen Einblick in das reaktion&auml;re Gedankengut, das in der Union wohl nicht nur am Rande vertreten ist, und das seltsame Freiheitsverst&auml;ndnis der Konservativen. Sicher ist die Bewertung der politischen Position der Gr&uuml;nen prim&auml;r vom der eigenen politischen Verortung abh&auml;ngig. Aber die Gr&uuml;nen immer noch als Partei linker Ideologen zu bezeichnen ist reichlich grotesk. Die Gr&uuml;nen tragen die neoliberale Agenda genauso mit wie eben CDU und SPD. Mir ist nicht bekannt, dass die Gr&uuml;nen je eine radikale Revison der von ihnen in der rot-gr&uuml;nen Koalition mit durchgesetzen Agenda 2010 gefordert h&auml;tten. Auch unter einer schwarz-gr&uuml;nen Regierung m&uuml;ssten sich die herrschenden Eliten keine Gedanken um die Weiterf&uuml;hrung der neoliberalen Verelendungspolitik machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Numerus clausus: Gut ist nicht mehr gut genug<\/strong><br>\nDie strengen NCs der Universit&auml;ten bremsen heute ganze Abi-Jahrg&auml;nge aus. Ein Durchschnitt von 2,9 l&auml;uft in den Internetforen von Studienplatzsuchenden unter &ldquo;schlechtes Abi&rdquo;, was bemerkenswert ist, denn dieser Wert liegt qua definitionem immer noch zwischen &ldquo;gut&rdquo; und &ldquo;befriedigend&rdquo;. Immer mehr Leute machen Abitur, aber das Angebot an Studienpl&auml;tzen in den beliebten F&auml;chern f&auml;ngt den Andrang nicht auf. Damit entstehen biografische Br&uuml;che und Warteschleifen bei den J&uuml;ngeren. Die Problematik ist in der &ouml;ffentlichen Diskussion noch nicht richtig angekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F12%2F03%2Fa0098&amp;cHash=a5496a1b38d9e137d28575e1a7b18d40\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Studieren ohne Abitur &ndash; Soziale Durchl&auml;ssigkeit f&ouml;rdern<\/strong><br>\nTrotz betr&auml;chtlicher finanzieller F&ouml;rderung durch die &ouml;ffentliche Hand blieb der &ldquo;Dritte Bildungsweg&rdquo;, das Studieren ohne Abitur, bisher im Schatten. Mit dem Projekt &ldquo;Dritter Bildungsweg&rdquo; hat die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung nun ein Modellprogramm aufgelegt, das offenkundige Hindernisse beim &Uuml;bergang vom Beruf ins Studium aufgreift&hellip;<br>\nUnter den Studienanf&auml;nger\/-innen 2010 waren bundesweit nur 2,1 Prozent, die kein Abitur vorweisen konnten. Mehr noch: die Zahl der Studienabsolventen ohne Abitur verharrte zwischen 2007 und 2010 unter 1 Prozent (2007: 0,66 Prozent, 2010: 0,79 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/40936_41143.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rezension: Irrweg Grundeinkommen? &ndash; Von einem, dem es wie gerufen k&auml;me<\/strong><br>\nAch, w&auml;re das sch&ouml;n, 1.500 Euro monatlich, einfach so, garantiert vom Staat. Endlich ohne finanzielle Sorgen meinen vielseitigen Interessen nachgehen, die ja, man nehme nur dieses Medium, auch der Gesellschaft dienen wollen. Und welche Dienstleistung ist hierzulande knapper im Angebot, als die hier angebotene, das Hinterfragen. &ldquo;Das Wort habe ich ja seit Jahren nicht mehr geh&ouml;rt&rdquo;, antwortete mir vor geraumer Zeit ein Uni-Dozent aus M&uuml;nchen. Er schien mir dabei gleicherma&szlig;en ent- wie begeistert. Aber nicht jedes Angebot wird entsprechend seiner Knappheit am Markt entlohnt. Und da war doch noch etwas &uuml;berlebenswichtig, um am Markt bestehen bzw. von seiner H&auml;nde Arbeit leben zu k&ouml;nnen. Richtig, die kaufkr&auml;ftige Nachfrage. Aber mit diesen Kategorien soll ja Schluss sein, wenn es nach den Bef&uuml;rwortern des bedingungslosen Grundeinkommens, kurz BGE genannt, geht. Wem k&auml;me solch ein BGE bittesch&ouml;n mehr zupass, als mir, einem Schreiberling, der die geistige und materielle Unabh&auml;ngigkeit als notwendige Grundlage ansieht, um auf Basis eigener Analysen sich selbst ein Bild von der Welt zu machen, zu einer eigenen Meinung zu finden, die h&auml;ufig allzu einseitige ver&ouml;ffentlichte Meinung zu hinterfragen und Alternativen aufzuzeigen &ndash; und der noch dazu bescheiden genug ist, von 1500 Euro im Monat zu leben; wenn ich denn einmal soviel mit Wirtschaft und Gesellschaft verdienen w&uuml;rde; aber das m&uuml;sste ich dann ja Dank BGE nicht l&auml;nger. Und dann auch noch als Musiker unterwegs, als Liedermacher, ein Genre, bei dem das Geld auch nicht auf der Stra&szlig;e liegt bzw. einem nicht hinterher geworfen wird. Wenn sich jemand ein BGE herbeiw&uuml;nschen m&uuml;sste, dann doch wohl ich. Bei vielen kleinen Selbst&auml;ndigen, T&uuml;fftlern, Kreativen, K&uuml;nstlern d&uuml;rfte das BGE entsprechend hoch im Kurs stehen, ebenso wie bei vielen Hartz IV Beziehenden oder von Hartz IV bedrohten und Rentnern, die schon heute in Armut leben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7107\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: ZDF heute-show: Arme Statistik<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/760014#\/beitrag\/video\/1786330\/Arme-Statistik\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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