{"id":15364,"date":"2012-12-05T09:16:37","date_gmt":"2012-12-05T08:16:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364"},"modified":"2012-12-05T09:16:37","modified_gmt":"2012-12-05T08:16:37","slug":"hinweise-des-tages-1775","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h01\">Ulrike Herrmann &ndash; Die Blasen der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h02\">Christoph Butterwegge: Altersarmut &ndash; ein Armutszeugnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h03\">Der SPIEGEL und die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h04\">Steuerabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h05\">Heiner Flassbeck &ndash; Greater income share for labour &ndash; The essential catalyst for global economic recovery and employment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h06\">Arbeitslose wollen mindestens 7,50 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h07\">Riester-Rente kann Rentenl&uuml;cke nicht schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h08\">Steigende Fahrpreise &ndash; Die Kostenl&uuml;ge der Deutschen Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h09\">Privatisierung &ndash; JVA Burg wird viel teurer als geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h10\">Die gro&szlig;e Enteignung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h11\">Die Abrechnung &ndash; Oppenheim-Esch im Visier der Justiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h12\">Paul Krugman &ndash; Psychodrama Queens, Revisited<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h13\">Zuwanderer: Integration ist besser als ihr Ruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h14\">Wachsende Speicherwut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h15\">Merkel kritisiert Israel wegen Siedlungs-Pl&auml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h16\">Leistungsschutzrecht:  Eine unheilige Scheindebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364#h17\">Sponsoren des CDU-Parteitags<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15364&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Die Blasen der anderen<\/strong><br>\nEs klingt wie eine Sensation, die Freude machen muss: Der deutsche Staat schreibt in diesem Jahr eine schwarze Null &ndash; wird also keine Schulden machen. Darauf haben viele Deutsche seit Jahrzehnten sehns&uuml;chtig gewartet. Denn Schulden sind f&uuml;r viele B&uuml;rger ein b&ouml;ses Wort, in dem ganz schnell auch die moralisch konnotierte Schuld mitschwingt. Tats&auml;chlich ist es jedoch eine sehr ambivalente Nachricht, dass der deutsche Staat jetzt ohne neue Schulden auskommt. Das Problem b&uuml;ndelt sich in der banalen Frage: Wo soll das Geld jetzt hin? (&hellip;)<br>\nIm Saldo sparen die deutschen Privathaushalte. Das Gleiche gilt f&uuml;r deutsche Firmen. Auch sie sitzen auf gut gef&uuml;llten Konten. Und nun steuert selbst der Staat auf eine schwarze Null zu. Wenn aber alle Sektoren sparen, dann bleibt dem vielen Geld nur noch eine Adresse: das Ausland. Man beginnt, die Schulden der anderen zu finanzieren. Das haben die Deutschen auch in der Vergangenheit in ganz gro&szlig;em Umfang getan. Ihr Geld hat die Hypothekenkrise in den USA befeuert und die Eurokrise erm&ouml;glicht. Deutsches Geld hat den europ&auml;ischen Peripheriestaaten erlaubt, deutlich zu viele Kredite aufzunehmen. Sparen ist also gef&auml;hrlich, obwohl es vielen Deutschen als Tugend erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Staatsschulden\/!106772\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Deutschland (v.a. die deutsche &ldquo;Elite&rdquo;) ist zumindest bis zum heutigen Tag der eindeutige Profiteur der Krise innerhalb der Eurozone (welche &ldquo;Kollateralsch&auml;den&rdquo; in den kommenden Jahren m&ouml;glicherweise auf Deutschland zur&uuml;ckschlagen werden, ist heute noch ungewiss). Dies gilt sowohl hinsichtlich des Exports von Arbeitslosigkeit in die &uuml;brigen Staaten der Eurozone (was dort zu Wachstumsverlusten und h&ouml;herer Staatsverschuldung f&uuml;hrt) als auch im Hinblick auf die krisenbedingt hohen Zinsabschl&auml;ge auf deutsche Staatsanleihen.<br>\nZu den von Ulrike Herrmann beschriebenen Konsequenzen aus dem Sparen der deutschen Privathaushalte, der deutschen Unternehmen sowie des deutschen Staates und dem daraus notwendig werdenden deutschen Kapitalexport (d.h. Anstieg der Auslandsverschuldung in den kapitalimportierenden [Krisen-]Staaten) schreibt Heiner Flassbeck in seinem Buch &ldquo;Zehn Mythen der Krise&rdquo; (Seite 21):<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;All dies w&auml;re noch hinzunehmen, wenn der Allgemeinheit oder wenigstens der Politik bewu&szlig;t w&auml;re, da&szlig; in dieser Lage nur noch ausl&auml;ndische Unternehmen und Konsumenten daf&uuml;r sorgen k&ouml;nnen, da&szlig; deutsche Sparw&uuml;nsche nicht sofort in die Rezession f&uuml;hren. Doch weit gefehlt: Gerade weil das Ausland in hohem Ma&szlig;e verschuldet ist und die Grenzen seiner Verschuldungsf&auml;higkeit erreicht hat, wird es von Deutschland beschimpft und bei der Kreditvergabe, die das deutsche Modell am Leben erh&auml;lt, mit Bedingungen &uuml;berzogen, die in vielen L&auml;ndern neue Armut und fr&uuml;her oder sp&auml;ter einen Aufstand der Massen provozieren werden.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge: Altersarmut &ndash; ein Armutszeugnis<\/strong><br>\nF&uuml;r alte Menschen ist Armut besonders deprimierend, diskriminierend und demoralisierend, weil sie dadurch nicht blo&szlig; an Lebensqualit&auml;t einb&uuml;&szlig;en, sondern ihnen nach dem Arbeitsleben auch die W&uuml;rde genommen und ein gerechter Lohn f&uuml;r ihre Lebensleistung vorenthalten wird. Zudem wirkt Altersarmut als Druckmittel, Drohkulisse und Disziplinierungsinstrument, das Millionen j&uuml;ngere Menschen n&ouml;tigt, h&auml;rter zu arbeiten und einen wachsenden Teil ihres m&uuml;hselig verdienten Geldes auf den Finanzm&auml;rkten in der tr&uuml;gerischen Hoffnung anzulegen, durch private Vorsorge einen weniger entbehrungsreichen Lebensabend verbringen zu k&ouml;nnen.<br>\nIm westdeutschen Nachkriegskapitalismus galt die Rente noch als &raquo;verdienter Lohn f&uuml;r Lebensleistung&laquo;, auf den man einen verfassungsrechtlich garantierten Anspruch hatte, um im Ruhestand keine Abstriche vom gewohnten Lebensstandard hinnehmen zu m&uuml;ssen. Seinerzeit w&auml;re niemand auf die Idee gekommen, das Rentenniveau zu senken, obwohl die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen auch damals kontinuierlich stieg und sich die Finanzierung der Altersrenten daher trotz hoher Geburtenraten, die erst mit dem sogenannten Pillenknick gegen Mitte der 1960er Jahre einbrachen, immer schwieriger gestaltete. Damals gab es eine &raquo;Allparteienkoalition&laquo; der Sozialpolitiker\/innen im Bundestag, was aber nicht mit grenzenloser Gro&szlig;z&uuml;gigkeit ihrer Fraktionen zu erkl&auml;ren ist, sondern in der g&uuml;nstigen Konjunkturentwicklung, erfolgreichen K&auml;mpfen der Gewerkschaftsbewegung unter Einschlu&szlig; spontaner Arbeitsniederlegungen (Septemberstreiks 1969) sowie einer mittlerweile gefestigten Wohlfahrtskultur der Bundesrepublik begr&uuml;ndet lag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/50b381b58822d\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der SPIEGEL und die Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Profiteure der Krise &ndash; Das dreifache Dilemma der Euro-Retter<\/strong><br>\nGriechenland, Spanien, Zypern &ndash; bei den Krisenstaaten, &uuml;ber die die Euro-Finanzminister heute beraten, zeigt sich ein Problem: Von den Rettungsaktionen profitieren vor allem Akteure, die es nicht verdienen. N&auml;mlich Hedgefonds, Gro&szlig;banken und russische Oligarchen. [&hellip;]<br>\nHilfsprogramm f&uuml;r Zypern: Der angeschlagene Inselstaat soll von den Euro-Rettern 17,5 Milliarden Euro bekommen. Am Montag wird es dar&uuml;ber voraussichtlich noch keine endg&uuml;ltige Entscheidung geben. Doch dass es Hilfen geben wird, scheint beschlossene Sache. Damit d&uuml;rften Rettungsmilliarden ausgerechnet in ein Land flie&szlig;en, das einen zweifelhaften Ruf als Steueroase und Geldw&auml;scheparadies hat. Der Bundesnachrichtendienst warnt, dass in Zypern russisches Schwarzgeld in H&ouml;he von 26 Milliarden Dollar liegt. Ausl&auml;ndische Unternehmen, die in Deutschland als verd&auml;chtig gelten, Geldw&auml;sche zu betreiben, kommen laut Bundeskriminalamt am dritth&auml;ufigsten aus Zypern. Und das Land hat gerade einmal rund 900.000 Einwohner. Im Klartext hei&szlig;t das: Europ&auml;ische Steuerzahler helfen dabei, russisches Oligarchengeld zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-spanien-zypern-krisentreffen-der-euro-retter-a-870665.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist ja bemerkenswert, dass ausgerechnet SPIEGEL Online kritisch &uuml;ber Profiteure der Eurokrise spricht und auch die Hedge-Fonds beim Namen nennt. Beim Beispiel Zypern nimmt SPIEGEL Online jedoch eine seltsame und inkonsequente Linie ein. Es ist ja richtig, dass Zypern &ndash; mit Billigung der EU &ndash; eine Steueroase f&uuml;r russische Schwarzgelder ist. Diese Schwarzgelder haben Zypern jedoch nicht in die Krise getrieben. Daf&uuml;r zeichnete sich das Engagement des zypriotischen Bankensektors in der griechischen Volkswirtschaft verantwortlich. Die Kreditausf&auml;lle, die eine Folge der Austerit&auml;tspolitik sind, haben das zypriotische Bankensystem in Mitleidenschaft gezogen und nun braucht Zypern Geld, um seine Banken zu retten. So weit, so schlecht. Aber was haben die russischen Oligarchen nun damit zu tun? Sie haben Einlagen bei den zypriotischen Banken, die bei einer Pleite dieser Banken wohl zumindest zum Teil verloren gingen. Damit sind die russischen Oligarchen f&uuml;r die zypriotischen Banken das, was deutsche Verm&ouml;gende f&uuml;r die Hypo Real Estate, die IKB, die WestLB usw. usf. waren. Wenn SPIEGEL Online nun die Russen als &bdquo;Profiteure der Eurokrise&ldquo; bezeichnet, m&uuml;sste man auch so konsequent sein, &uuml;ber den Tellerrand zu schauen und alle Profiteure der Bankenrettungen namentlich nennen. Und da sind die Russen im Verh&auml;ltnis nur ein sehr kleines Licht. Den deutschen Geldadel w&uuml;rde man in der Redaktion von SPIEGEL Online jedoch nie als Profiteur der Krise bezeichnen. Warum eigentlich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Irland: Der Mustertiger<\/strong><br>\nW&auml;hrend Griechenland mal wieder mit der Pleite ringt, kommt Irlands Wirtschaft langsam wieder auf die Beine. Der einstige &ldquo;keltische Tiger&rdquo; k&ouml;nnte das erste Euro-Krisenland werden, dem mit hartem Sparkurs die Trendwende gelingt. Haben die duldsamen Iren alles richtig gemacht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wirtschaft-in-irland-erholt-sich-langsam-a-868927.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.E.:<\/strong> Tr&uuml;gerische Quintessenz des Artikels: wenn alle inklusive der Gewerkschaften das harte Sparprogramm mittragen und man die Investoren nicht verschreckt, dann kommt trotz Binnenkonsumflaute der Aufschwung; nehmt euch ein Beispiel. Dabei h&auml;ngt alles wie auch beim Boom des keltischen Tigers vor rund 10 Jahren an den internationalen Konzernen und Dienstleistern, die nun zu noch g&uuml;nstigeren Bedingungen Profite generieren k&ouml;nnen. Dabei nehmen sie zwar eine kleine Schicht der irischen Fachkr&auml;fte durch &ldquo;gut bezahlte Arbeitspl&auml;tze&rdquo; mit, aber gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsgruppen bleiben auf der Strecke, bei denen der Aufschwung nicht ankommen wird, nur die Sozialk&uuml;rzungen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Neuer Schwung f&uuml;r die L&ouml;sung im Steuerstreit?<\/strong><br>\nDie Schweiz und die USA haben das Fatca-Abkommen paraphiert. Schweizer Institute sollen ab 2014 Informationen &uuml;ber US-Kunden an die amerikanische Steuerbeh&ouml;rde liefern. Mit dem Foreign Account Tax Compliance Act (Fatca) binden die Amerikaner weltweit Finanzinstitute in den Kampf gegen die Steuerhinterziehung ein. Diese m&uuml;ssen Informationen &uuml;ber amerikanische Kunden an die amerikanische Steuerbeh&ouml;rde IRS liefern. Die Amerikaner externalisieren damit die Jagd nach Steuers&uuml;ndern auf Dritte. Sie k&ouml;nnen sich dies nur angesichts des weltweit gr&ouml;ssten Kapitalmarktes leisten, an dem Investoren kaum vorbeikommen. In der urspr&uuml;nglichen Fatca-Version droht nicht kooperierenden Instituten und Kunden eine Quellensteuer auf Erl&ouml;sen aus amerikanischen Wertschriften von 30%. Am Montag haben die USA und die Schweiz nun einen Vertrag paraphiert, der eine vereinfachte Umsetzung erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/neuer-schwung-fuer-die-loesung-im-steuerstreit-1.17868397\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon merkw&uuml;rdig, spricht man mit Schweizern oder auch manch Liberalem hierzulande &uuml;ber das deutsch-schweizerische Steuerabkommen, so wird viel &uuml;ber die Freiheit der B&uuml;rger und die Zumutungen des Staates geredet. Und nat&uuml;rlich ist Steuerhinterziehung unser Problem, weil wir es zulassen, dass der Staat so hohe Steuers&auml;tze verordnet. Hinsichtlich der USA konstatiert die NZZ einfach, dass man es sich nicht leisten k&ouml;nnte, vom weltweit gr&ouml;&szlig;ten Kapitalmarkt ausgeschlossen zu sein. Details zum Ergebnis der Verhandlungen sind bisher nicht bekannt, der Text des Abkommens wird nicht vor der Unterzeichnung ver&ouml;ffentlicht. Sicher d&uuml;rfte aber sein, dass die USA die Androhung einer prohibitiven Quellensteuer und damit den faktischen Ausschluss vom US-Markt f&uuml;r nicht kooperierende Instituten und Kunden beibehalten wird. &ndash; Darf man angesichts solcher Abkommen nicht einmal fragen, was den deutschen Finanzminister umtreibt, f&uuml;r uns ein im Verh&auml;ltnis zu den USA so mieses Abkommen auszuhandeln? Auch er d&uuml;rfte inzwischen wissen, dass die Credit Suisse, die UBS und andere Schweizer Banken  Steuerpflichtige jahrelang darin unterst&uuml;tzt haben, ihr Verm&ouml;gen mit Hilfe von auf Offshore-Zentren angesiedelten Trusts und anderen Firmenkonstruktionen vor dem Fiskus zu verbergen. Und wenn er meint, der deutsche Markt sei nicht gro&szlig; genug, um &uuml;ber diesen Druck auf die Schweiz auszu&uuml;ben, so sollte er sich endlich f&uuml;r eine weiterreichende europ&auml;ische L&ouml;sung stark machen, f&uuml;r die die EU-Kommission schon l&auml;ngst pl&auml;diert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Argumente gegen das Steuerabkommen<\/strong><br>\nMit aller Kraft sollten die deutschen Politiker das Bem&uuml;hen der EU unterst&uuml;tzen, das Schweizer Bankgeheimnis zu knacken. Eine europaweite L&ouml;sung b&ouml;te auch die Chance, das angespannte Verh&auml;ltnis zwischen Deutschland und der Schweiz zu entkrampfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-argumente-gegen-das-steuerabkommen,1472602,21034000.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die FR vergisst leider zu erw&auml;hnen, dass die EU bereits eine europaweite L&ouml;sung entwickelt hatte, die ausgerechnet vom deutschen Finanzministerium <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2012\/02\/deutsches-finanzministerium-verhindert.html\">verhindert wurde<\/a>. Warum sollten also nun genau die deutschen Politiker eine Richtlinie vorantreiben, die sie vor nicht einmal einem Jahr mit aller Kraft torpediert haben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuer-CD offenbart Milliardenbetrug<\/strong><br>\nDie von der NRW-Finanzverwaltung j&uuml;ngst angekaufte Steuer-CD erweist sich Medienangaben zufolge als h&ouml;chst ergiebig. Demnach werden auf dem Datentr&auml;ger Steuerhinterziehungen in H&ouml;he von 2,9 Milliarden Euro dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/staatsanwaltschaft-bochum-steuer-cd-offenbart-milliardenbetrug,15187246,21029460.html\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; Greater income share for labour &ndash; The essential catalyst for global economic recovery and employment<\/strong><br>\nThe persistent weakness of the advanced economies poses a threat to prospects for recovery of the world economy, as developing countries&rsquo; domestic demand<br>\nis not strong enough to sustain their recent growth path. For some time now, developing countries have been the engine of the global economy, but in the absence of a revival of demand from traditional markets in the North, the decoupling effort is running out of steam. In most parts of the developed world, fiscal austerity, despite being patently unsuccessful so far, is considered to be indispensable for medium- and long-term success. However, factors that are darkening the immediate and medium-term prospects for the global economy will not automatically brighten the long-term prospects. In fact, it is just the other way round: the darker the short term, the bigger the negative impact for the future and the negative spillover to other countries, both large and small.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/UNCTAD_PRESS_PB_2012_2_POLICY_BRIEF_26_ENG%202.pdf\">UNCTAD [PDF &ndash; 730 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitslose wollen mindestens 7,50 Euro<\/strong><br>\n7,50 Euro pro Stunde &ndash; so viel Geld erwarten Arbeitslose von ihrer n&auml;chsten Arbeitsstelle. Viele &uuml;bersch&auml;tzen, wie viel sie verdienen k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ein Gro&szlig;teil der Arbeitslosen in Deutschland beurteilt die Verdienstm&ouml;glichkeiten zu optimistisch&ldquo;, sagt Holger Sch&auml;fer, einer der Autoren der Studie, f&uuml;r die das Institut rund 1000 Personen befragt hat. Die H&auml;lfte der Arbeitslosen fordere ein Einkommen, dass ihren gesch&auml;tzten Marktwert um mehr als 20 Prozent &uuml;bersteigt. Die Arbeitsvermittlung scheitere darum in vielen F&auml;llen an zu hohen Lohnanspr&uuml;chen. [&hellip;]<br>\nAllerdings entwickelten sich die Anspr&uuml;che der verschiedenen Gruppen unterschiedlich. Die Nettoanspr&uuml;che der Arbeitslosen sanken innerhalb der vier Jahre immerhin um 53 Cent, die der Hausfrauen um 44 Cent. Dagegen fordern Sch&uuml;ler und Studenten 1,38 Euro mehr. Die Fachleute begr&uuml;nden das mit dem Aufschwung am Arbeitsmarkt und den deutlich verbesserten Chancen f&uuml;r Akademiker und Fachkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/umfrage-arbeitslose-wollen-mindestens-7-50-euro-11981793.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser &bdquo;Artikel&ldquo; ist eine Buchstabenw&uuml;ste, die den Verstand jedes FAZ-Lesers auf tiefste beleidigt. Autor Sven Astheimer l&auml;sst keinen dummes Klischee aus. H&ouml;here Lohnforderungen von Sch&uuml;lern und Studenten f&uuml;r ihren Nebenjob erkl&auml;rt er (indirekt &uuml;ber nicht n&auml;her genannte &bdquo;Fachleute&ldquo;) als Indiz f&uuml;r den Aufschwung und &bdquo;deutliche verbesserten&ldquo; Chancen f&uuml;r Akademiker und Fachkr&auml;fte. Da fragt man sich, was die FAZ unter Akademikern und Fachkr&auml;ften versteht? Etwa Sch&uuml;ler und Studenten die jobben? Auch der Rest des Artikels gl&auml;nzt durch intellektuelle Glanzlosigkeit. Wie funktioniert eigentlich die Preisfindung in einem Markt? Wenn die Anbieter nahezu geschlossen einen h&ouml;heren Preis verlangen, als ihn die Abnehmer bereit sind zu zahlen, kommt das Gesch&auml;ft in der Regel nicht zustande. Das ist Marktwirtschaft. Auf dem Arbeitsmarkt scheinen solch simple Gesetze jedoch nicht zu gelten. Dort wird der Anbieter von Arbeit, also der Arbeitssuchende, daf&uuml;r ger&uuml;gt, dass er zu hohe Anspr&uuml;che h&auml;tte. Warum drehen wir den Spie&szlig; nicht einfach mal um? Ist es nicht der Abnehmer, der unrealistisch niedrige Preisvorstellungen hat und einen zu geringen Lohn anbietet? In einer echten Marktwirtschaft w&auml;re das so nicht m&ouml;glich, da die Stelle dann unbesetzt bliebe. Dank der Sanktionen durch das Sozialgesetzbuch kann hierzulande der Arbeitssuchende jedoch gezwungen werden, seine Arbeitskraft zu einem Preis anzubieten, der weit unter seinen Vorstellungen liegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Riester-Rente kann Rentenl&uuml;cke nicht schlie&szlig;en<\/strong><br>\nWer privat vorsorgt, kann sein Versorgungsniveau im Alter halten. So lautet das Versprechen der Regierung. Unter der aktuellen Lage am Kapitalmarkt droht, dass die Rechnung nicht aufgeht.<br>\nDer Sozialbeirat bef&uuml;rchtet, dass auch mit staatlich gef&ouml;rderter erg&auml;nzender Altersvorsorge (Riester-Rente) das Rentenniveau nicht zu halten sein wird. Das geht aus dem aktuellen Gutachten des &auml;ltesten Beratungsgremiums der Bundesregierung hervor. &bdquo;Die Erg&auml;nzungsfunktion der Riester-Rente h&auml;ngt entscheidend vom Zinsniveau ab&ldquo;, hei&szlig;t es darin mahnend. &bdquo;Sollte es &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum deutlich unter der im Alterssicherungsbericht verwendeten Annahme f&uuml;r den Nominalzins, der derzeit noch mit 4 Prozent angesetzt wird, bleiben, sind die im Alterssicherungsbericht ausgewiesenen Gesamtversorgungsniveaus in der Zukunft nicht erreichbar.&ldquo;<br>\nDie Warnung des zw&ouml;lfk&ouml;pfigen Gremiums bedeutet, dass Arbeitnehmer, die &bdquo;riestern&ldquo;, sich nicht darauf verlassen, das sinkende Rentenniveau ausgleichen zu k&ouml;nnen &ndash; so wie es ihnen von der Bundesregierung versprochen wurde. Daf&uuml;r m&uuml;ssten vier Bedingungen erf&uuml;llt sein: Erstens muss der Arbeitnehmer 4 Prozent seines Bruttoeinkommens f&uuml;r die private Vorsorge aufwenden. Zweitens muss er bereit sein, zus&auml;tzliche Spielr&auml;ume, die sich aus der stufenweise steigenden Steuerfreistellung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge ergeben, erg&auml;nzend einzusetzen. Drittens wurde eine j&auml;hrliche Verzinsung des Kapitalstocks von 4 Prozent unterstellt. Viertens d&uuml;rfen die Verwaltungskosten nicht mehr als 10 Prozent betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/sozialbeirat-zweifelt-riester-rente-kann-rentenluecke-nicht-schliessen-11980837.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steigende Fahrpreise &ndash; Die Kostenl&uuml;ge der Deutschen Bahn<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn AG macht satte Gewinne. Trotzdem wird das Bahnfahren ab Sonntag teurer. Zum Fahrplanwechsel erh&ouml;ht der Staatskonzern die Preise im Personenverkehr um durchschnittlich 2,8 Prozent und begr&uuml;ndet diesen Schritt in erster Linie mit gestiegenen Energiekosten.<br>\nDabei ist die Bahn als Gro&szlig;kunde privilegiert und muss nur wenig f&uuml;r die Energiewende und den Ausbau der Stromnetze zahlen, sagt der Gr&uuml;nen-Politiker und Vorsitzende des Verkehrsausschusses Anton Hofreiter gegen&uuml;ber Frontal21. Au&szlig;erdem profitiere die Bahn seit Monaten von sinkenden Strompreisen. &bdquo;Sie freut sich dar&uuml;ber, dass der Gro&szlig;handelspreis sinkt und gegen&uuml;ber den Kunden begr&uuml;ndet sie die steigenden Ticketpreise mit steigenden Strompreisen&ldquo;, so Hofreiter. &bdquo;Offensichtlich weil sie denken: Naja, der Kunde hat steigende Strompreise, da glaubt er uns das schon.&ldquo;<br>\nVerbrauchersch&uuml;tzer kritisieren das allj&auml;hrliche Drehen an der Preisschraube bei der Deutschen Bahn. Seit 2003 h&auml;tten sich die Tickets um satte 35 Prozent verteuert. Die Inflation stieg aber um gerade mal 16 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.frontal21.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/web\/ZDF.de\/Frontal-21\/2942216\/25566272\/d64249\/Steigende-Fahrpreise.html\">ZDF frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Privatisierung &ndash; JVA Burg wird viel teurer als geplant<\/strong><br>\nDer Betrieb der Justizvollzugsanstalt Burg wird viel teurer als urspr&uuml;nglich geplant. Zu diesem Ergebnis kommt ein bislang nicht ver&ouml;ffentlichter Bericht des Landesrechnungshofes. Es geht um Mehrkosten im mittleren zweistelligen Millionenbereich. [&hellip;]<br>\nHintergrund: Sachsen-Anhalt hat in Burg das erste privatwirtschaftliche Betreibermodell einer Justizvollzugsanstalt verwirklicht. Das funktioniert so: Das Land mietet das Gef&auml;ngnis f&uuml;r 25 Jahre. In diesem Zeitraum muss das Land insgesamt 512 Millionen Euro an den privaten Partner zahlen. In dieser Summe sind s&auml;mtliche Kosten f&uuml;r Bau, Teilbetrieb und private Personalkosten enthalten.<br>\nNach Berechnungen der Landesregierung w&auml;re der komplette Betrieb des Gef&auml;ngnisses durch das Land etwa zw&ouml;lf Prozent teurer geworden. Der aktuelle Pr&uuml;fbericht zeichnet ein anderes Bild.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volksstimme.de\/nachrichten\/sachsen_anhalt\/977438_JVA-Burg-wird-viel-teurer-als-geplant.html\">Volksstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.H.:<\/strong> Ein weiteres Privatisierungsprojekt erweist sich als Propagandam&auml;rchen. In diesem Zusammenhang sei noch einmal an Steinbr&uuml;cks Eintreten f&uuml;r Privatisierungen erinnert. F&uuml;r ihn hat es sich jedenfalls gelohnt. So soll er f&uuml;r ein simples Interview (&ldquo;&Ouml;PP mu&szlig; besser kommuniziert werden.&rdquo;), abgedruckt im Gesch&auml;ftsbericht 2010 des Baukonzerns Bilfinger-Berger, mehr als 7000 Euro abkassiert haben. Echt sozialdemokratisch, nicht wahr?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Enteignung<\/strong><br>\nOtto K&ouml;hler &uuml;ber die Wiedervereinigung und die Arbeit der Treuhand<br>\nHelmut Kohl rechtfertigt das unter Regie der Treuhand zustande gekommene desastr&ouml;se Ergebnis bei der Abwicklung der DDR-Betriebe mit der Motivation der ostdeutschen Bev&ouml;lkerung, ansonsten in die alten Bundesl&auml;nder auszuwandern. Dabei wird nicht selten verschwiegen, dass dies weniger der Realit&auml;t als der damaligen CDU-Propaganda entspricht &ndash; und dass der damalige Bundeskanzler wom&ouml;glich eher sein eigenes Gl&uuml;ck bei der n&auml;chsten Bundestagswahl als das bleibende Wohlergehen seiner neuen Volksgenossen im Sinne hatte.<br>\nZentrale politische Losungen der Wiedervereinigung sprachen gar nicht dem ostdeutschen Volk aus der Seele, sondern wurden von der CDU ausersonnen und inszeniert. Das schildert der Journalist Otto K&ouml;hler unter anderem in seinem Buch Die grosse Enteignung &ndash; Wie die Treuhand eine Volkswirtschaft liquidierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38007\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Abrechnung &ndash; Oppenheim-Esch im Visier der Justiz<\/strong><br>\nSie z&auml;hlte zu den reichsten und m&auml;chtigsten Banken Deutschlands: &bdquo;Sal. Oppenheim&ldquo; war die erste Adresse f&uuml;r den deutschen Geldadel. Heute ermitteln die Strafverfolger gegen die ehemalige F&uuml;hrungsriege der Bank wegen Untreue und Steuerhinterziehung. Ihr langj&auml;hriger Gesch&auml;ftspartner Josef Esch steht sogar unter Korruptionsverdacht. Es drohen Haftstrafen bis zu zehn Jahren. Au&szlig;erdem klagen ehemalige Kunden der Privatbank auf Schadenersatz in Milliardenh&ouml;he.<br>\nBesonders die Rolle, die &bdquo;Sal. Oppenheim&ldquo; bei der Pleite des Arcandor-Konzerns, des ehemaligen Karstadt-Quelle, gespielt hatte, steht dabei im Focus. Es geht um dubiose Aktien- und Immobiliengesch&auml;fte hinter den Kulissen des Warenhaus-Konzerns.<br>\nDie story-Autoren Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann folgen den Spuren der verschwundenen Millionen und versuchen, das Beziehungsgeflecht hinter den Gesch&auml;ften aufzudecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2012\/1203\/abrechnung.jsp\">WDR die story<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Psychodrama Queens, Revisited<\/strong><br>\nA while back I worried that the Obama administration actually believed in pundit fantasies, those elaborate psychodramas supposedly going on in voters&rsquo; minds as they contemplate whether Obama has reached out enough to the center or whatever. My point wasn&rsquo;t that voters are stupid; it was that people have lives, they aren&rsquo;t following politics at all closely, and they vote based on broad perceptions of where politicians stand, not on the kind of thing that pundits obsess about.<br>\nAt this point the Obamians seem to have learned better. But I couldn&rsquo;t resist flagging a couple of examples of what voters really know. First, Public Policy Polling found that 39 percent of voters have a view, pro or con, about Simpson-Bowles. Not bad, you might think. But a quarter of voters also had views on Panetta-Burns, a plan that as it happens doesn&rsquo;t exist.<br>\nMeanwhile, another poll &ndash; internet-based, but by a firm with a good record &mdash; finds that, by a margin of almost four to one, people think that going over the fiscal cliff will cause the deficit to increase. In a way, I understand this: the VSPs have been pounding the drum over and over again about how deficits are bad, evil; now they are warning about a fiscal something-or-other, so how are people supposed to know that they&rsquo;re suddenly worried that we&rsquo;ll reduce the deficit too much?<br>\nAnyway, these are useful reminders that politics isn&rsquo;t about policy details, it&rsquo;s about broad thrusts and whether people think you&rsquo;re on their side.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/12\/04\/psychodrama-queens-revisited\/\">The New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Krugman &uuml;ber schlecht informierte W&auml;hler: Sie sind nicht dumm, aber sie sind damit besch&auml;ftigt, ihr Leben zu f&uuml;hren, anstatt sich intensiv mit der Politik auseinanderzusetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zuwanderer: Integration ist besser als ihr Ruf<\/strong><br>\n64 Prozent aller Einwanderer gingen hier im Jahr 2010 einer Besch&auml;ftigung nach &ndash; im Jahr 2000 waren es erst 57 Prozent gewesen. Damit hat Deutschland kr&auml;ftig aufgeholt und liegt nun nahe am Durchschnitt aller 34 L&auml;nder, die der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angeh&ouml;ren. Die Besch&auml;ftigungsquote von Zuwanderern liegt im OECD-Durchschnitt bei 65 Prozent &ndash; 2,6 Prozentpunkte unter der von Menschen ohne Migrationshintergrund. nach wie vor ist hierzulande der Anteil der gering qualifizierten Migranten besonders hoch. 38 Prozent aller Menschen zwischen 15 und 64, die in Deutschland leben, aber im Ausland geboren wurden, besitzen nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss. Von den 15- bis 34-j&auml;hrigen Nachkommen von Zuwanderern besa&szlig;en 13 Prozent im Jahr 2008 weder eine Besch&auml;ftigung, noch absolvierten sie eine Ausbildung &ndash; bei Kindern von Inl&auml;ndern lag dieser Anteil bei nur rund 9 Prozent. Aber selbst die gering qualifizierten Nachkommen von Einwanderern werden relativ gut in den Arbeitsmarkt integriert, haben die Forscher fest gestellt. Niedrig qualifizierte Migranten gelten vielen Arbeitgebern als &ldquo;arbeitswillig&rdquo;, sagte der OECD-Integrationsfachmann Thomas Liebig, als er am Montag die Studie vorstellte. Augenf&auml;llig ist aber, wie selten die Nachkommen von Einwanderern in Deutschland im &ouml;ffentlichen Sektor landen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2012%2F12%2F04%2Fa0047&amp;cHash=c9a23f95ec2070b45e81d1975917287e\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/ersteroecd-integrationsberichtfortschrittebeibildungundbeschaftigung.htm\">OECD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;berraschend d&uuml;rfte f&uuml;r manchen Sarrazin-Anh&auml;nger diese Entwicklung sein, den integrationswilligen B&uuml;rger d&uuml;rfte &uuml;berraschen, wie wenig die Politik zu ihrem Wort steht, Integration zu f&ouml;rdern. Weniger Konferenzen und mehr Einstellungen von Zuwanderern muss die Schlussfolgerung aus diesem Bericht hei&szlig;en. Als ob es nicht gen&uuml;gend Schnittstellen g&auml;be, wo zwischen Zuwanderern und Staat vermittelt werden muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wachsende Speicherwut<\/strong><br>\nGr&uuml;n-Rot in Stuttgart und ihr neues Polizeigesetz<br>\nKaum beachtet von der breiten &Ouml;ffentlichkeit wurde in Baden-W&uuml;rttemberg unl&auml;ngst das Polizeigesetz versch&auml;rft. Das Besondere an diesem Vorgang: Das Land wird von einer gr&uuml;n-roten Koalition regiert. Und bei der Abstimmung im Stuttgarter Landtag votierte die schwarz-gelbe Opposition eintr&auml;chtig mit den Regierungsparteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/806226.wachsende-speicherwut.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Merkel kritisiert Israel wegen Siedlungs-Pl&auml;nen<\/strong><br>\nKanzlerin Angela Merkel hat Israels Pl&auml;ne zum Bau von mehr als 3000 neuen Wohneinheiten in den Pal&auml;stinensergebieten in ungew&ouml;hnlich scharfer Form kritisiert. Die Bundesregierung sei &uuml;ber diese neuen Siedlungspl&auml;ne &laquo;&auml;u&szlig;erst besorgt&raquo;, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Israel untergrabe damit das Vertrauen in seine Verhandlungsbereitschaft. Au&szlig;erdem werde der Raum f&uuml;r einen Pal&auml;stinenserstaat, den auch Deutschland wolle, immer kleiner. Merkel appellierte &uuml;ber ihren Sprecher ausdr&uuml;cklich an Israel, von der Ausschreibung f&uuml;r den Bau abzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/newsticker\/merkel-kritisiert-israel-wegen-siedlungs-plaenen,11005786,21022724.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Das ist wieder eine dieser dpa-Meldungen, &uuml;ber die sich die hiesigen Konservativen freuen d&uuml;rften: Merkel kritisiert lt. dpa die israelischen Siedlungspl&auml;ne in &ldquo;ungew&ouml;hnlich scharfer Form&rdquo;. Oder, wie unsere Merkel-freundlichen Medien in solchen Situationen gerne fabulieren: &ldquo;Merkel redet Klartext&rdquo;. Zur &ldquo;Unterstreichung&rdquo; ihres &ldquo;ungew&ouml;hnlich scharfen&rdquo; Protests begn&uuml;gt Merkel sich ganz lapidar damit, &uuml;ber ihren Sprecher an die israelische Regierung &ldquo;appelieren&rdquo; zu lassen. Hauptsache, sie hat zu den israelischen Siedlungspl&auml;nen etwas verlautbaren lassen. Man soll ihr ja nicht nachsagen k&ouml;nnen, sie betreibe einseitige Interessenpolitik zu Gunsten der israelischen Regierung. Folgt aus der von der israelischen Regierung verk&uuml;ndeten v&ouml;lkerrechtswidrigen Siedlungspolitik nun beispielsweise ein Stop jener deutschen R&uuml;stungsexporte nach Israel, die daf&uuml;r geeignet sind, gegen die pal&auml;stinensische Zivilbev&ouml;lkerung in den besetzten Gebieten eingesetzt zu werden? Aber nicht doch!<br>\nAber wir m&uuml;ssen Verst&auml;ndnis haben, denn Merkel hat in diesen Tagen Wichtigeres zu tun, als sich um v&ouml;lkerrechtswidrige Annexionspl&auml;ne der israelischen Regierung zu k&uuml;mmern: Sie &ldquo;mu&szlig;&rdquo; sich der &uuml;beraus wichtigen Aufgabe stellen, sich von den Delegierten des CDU-Parteitages und den ihr treu ergebenen Medien huldigen zu lassen. Was k&uuml;mmert es Merkel, wenn beispielsweise die von der deutschen R&uuml;stungsindustrie an die israelische Regierung exportierten Waffen gegen die pal&auml;stinensische Zivilbev&ouml;lkerung in den israelisch besetzten Gebieten eingesetzt werden? Und was k&uuml;mmert es die Kanzlerin, wenn deutsche Waffen z.B. an die salafistische Diktatur in Saudi-Arabien exportiert und von dieser zur Niederschlagung der Demokratiebewegung in Bahrain eingesetzt werden? Die Hauptsache f&uuml;r die der Partei mit dem &ldquo;C&rdquo; im Namen angeh&ouml;renden Kanzlerin scheint es zu sein, da&szlig; die Profite der deutschen R&uuml;stungsindustrie stimmen und sie sich geradezu kindisch (jedoch nicht mit kindlicher Unschuld) &uuml;ber den Anstieg der deutschen (R&uuml;stungs-)Exporte erfreuen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch die folgenden Beitr&auml;ge:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15299#h17\">Handelsblatt: &ldquo;Deutschland beliefert Israel massiv mit Waffen&rdquo;<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/1319762\/Deutsche-Panzer-fuer-Saudis_Merkels-heimliche-Revolution\">Die Presse: &ldquo;Deutsche Panzer f&uuml;r die Saudis: Merkels heimliche Revolution&rdquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Leistungsschutzrecht:  Eine unheilige Scheindebatte<\/strong><br>\nDie Debatte um das Leistungsschutzrecht geht an der Sache vorbei. Worum geht es eigentlich? Der Kern der Argumentation der Verfechter des Leistungsschutzrechts ist, dass Google mit Inhalten Geld verdiene, die von anderen (namentlich den Presseverlagen und Journalisten) mit viel Aufwand produziert werden. Besonders Google News ist den Verlagen ein Dorn im Auge, weil die Nutzer angeblich zu wenig auf die Webseiten der Zeitungen klicken, sondern sich den Nachrichten-&Uuml;berblick bei Google holen und dann wieder anderen Dingen zuwenden. Schaut man genauer hin, f&auml;llt ins Auge, dass ausgerechnet Google News vollst&auml;ndig werbefrei ist. Google verdient damit offensichtlich kein Geld, der Dienst wird aus anderen Einnahmen querfinanziert. Worum geht es also? Offenbar darum, dass Google &uuml;berhaupt Geld im Netz verdient, wohingegen die meisten Verlage M&uuml;he haben, ihre Online-Angebote auf eine schwarze Null zu bringen, wenn mal ehrlich gerechnet w&uuml;rde. Und von diesem Geld &ndash; hier liegt der Hund begraben &ndash;, m&ouml;chten die Verlage etwas abhaben. Die schn&ouml;de Wahrheit ist auch, dass der Teil des Online-Werbekuchens, der nicht bei Google und Facebook landet, insgesamt einfach zu klein ist, um die Kosten eines vielf&auml;ltigen Journalismus zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/digitales-denken\/leistungsschutzrecht-eine-unheilige-scheindebatte-11980457.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da scheint sich die FAZ die ABO-K&uuml;ndigung eines Lesers zu Herzen genommen zu haben, der dies mit der parteiischen Berichterstattung zum Leistungsschutzrecht begr&uuml;ndet und <a href=\"http:\/\/www.fredericschneider.de\/2012\/11\/28\/leistungsschutzrecht-und-faz-abo\/\">schreibt<\/a>:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Sie werfen im Besonderen in Ihrem Artikel Google vor, seine Machtstellung f&uuml;r die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Daher frage ich mich: Was ist das, was Sie machen? W&auml;hrend bei Google auf der Kampagnen-Seite zumindest noch jeder wei&szlig;, dass hier jemand mit offenem Visier f&uuml;r seine Zwecke streitet, nutzen Sie das Visier des &lsquo;unabh&auml;ngigen Journalismus&rsquo;, um f&uuml;r Ihre Ziele zu werben.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>In der im Text genannten Stellungnahme des Max-Planck-Instituts f&uuml;r Immaterialg&uuml;ter- und Wettbewerbsrecht von &ldquo;Professoren mit ausgewiesener Expertise&rdquo; unterschrieben <a href=\"http:\/\/www.ip.mpg.de\/files\/pdf2\/Stellungnahme_zum_Leistungsschutzrecht_fuer_Verleger.pdf\">hei&szlig;t es am Ende [PDF &ndash; 190 KB]<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Gesamthaft betrachtet scheint der Regierungsentwurf nicht durchdacht. Er l&auml;sst sich auch durch kein sachliches Argument rechtfertigen. Dass er &uuml;berhaupt vorgelegt wurde, erstaunt schon aufgrund der Tatsache, dass bereits in einer Anh&ouml;rung des Bundesministeriums der Justiz vom 28. Juni 2010 ein solches Schutzrecht praktisch einhellig abgelehnt wurde. Dahinter stehen selbst die Presseverleger nicht geschlossen.<br>\nEs fehlt damit jede Grundlage daf&uuml;r, die vorgeschlagene Regelung zu verabschieden.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sponsoren des CDU-Parteitags<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121205cdu-dgb.jpg\" alt=\"DGB Sponsor des CDU-Parteitags\" title=\"DGB Sponsor des CDU-Parteitags\"><\/p>\n<p><em>Auch der DGB geh&ouml;rt zu den Sponsoren. Warum eigentlich?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15364"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15367,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15364\/revisions\/15367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}