{"id":153683,"date":"2026-07-15T15:00:20","date_gmt":"2026-07-15T13:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153683"},"modified":"2026-07-14T13:48:48","modified_gmt":"2026-07-14T11:48:48","slug":"leserbriefe-zu-kein-weg-zurueck-aber-nach-vorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153683","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eKein Weg zur\u00fcck \u2013 aber nach vorn\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Maike Gosch<\/strong> schreibt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153543\">in dieser Betrachtung<\/a> u.a., dass sie sich dabei ertappe, nicht akzeptieren zu wollen, dass diese Welt vor Corona eine vergangene sei. Anlass daf&uuml;r sei der vor Kurzem in einem Instagram-Video zu h&ouml;rende Satz &bdquo;We will never get our pre-Covid society back.&ldquo; (&bdquo;Wir werden die Gesellschaft, die wir vor Corona hatten, nie wieder zur&uuml;ckbekommen.&ldquo;) gewesen. Der Satz habe unserer Autorin klar gemacht, dass sie unausgesprochen immer noch hoffe, dass es ein &bdquo;Zur&uuml;ck&ldquo; gebe. Es gebe jedoch keinen Weg zur&uuml;ck. Es gehe nur vorw&auml;rts. Sie r&auml;t: &bdquo;Wir m&uuml;ssen unseren Blick auf das Positive lenken&ldquo;. Inmitten von Zerst&ouml;rung und Selbstzerst&ouml;rung der bekannten Machtstrukturen k&ouml;nne Energie gest&auml;rkt auf das gerichtet werden, was kommen soll, was gest&auml;rkt und neu aufgebaut werden soll.<\/p><p>Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen und interessanten Zuschriften hierzu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Frau Gosch, <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r ihren mutmachenden Artikel. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Petra Rader <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Maike Gosch,<\/p><p>Ich habe gerade Ihren heutigen Artikel mehrfach weitergeleitet, Betreff: &ldquo;Maike Gosch spricht mir aus dem Herzen&rdquo;.<\/p><p>Ich meine, auch IHR Herz darin gesp&uuml;rt zu haben &ndash; und bedanke mich daf&uuml;r.<\/p><p>HW v. Kleist-Retzow<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Meike Gosch, <\/p><p>Sie sprechen mir aus der tiefsten Seele &ndash; alles scheint verloren an einstmals geliebten Medien, Orten, politische Heimaten. Was bleibt, sind die Arbeit am inneren Energiehaushalt und an die Verbreitung von &ldquo;hellen&rdquo; Gedanken und Haltungen. Denn es sind ja auch die einstmals Erfolg versprechenden Mittel &ldquo;gegen&rdquo; etwas perdu &ndash; was n&uuml;tzen denn noch Demos, Leserbriefe oder Abgeordnetenanschreiben? F&uuml;r politische Menschen eine harsche Ver&auml;nderung.<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihren Artikel! <\/p><p>Katrin Bietz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam,<\/p><p>ich lese aktuell das Buch &bdquo;Hinter der Zukunft&ldquo; von Thomas Eisinger. In diesem Buch wird fiktional beschrieben, wie eine Medizin-Klimaschutz-Diktatur auf das Leben der Menschen Einfluss nimmt. Es sind in diesem Buch die &Auml;lteren, die sich noch an die Zeit vor dieser Diktatur erinnern k&ouml;nnen und deshalb den Jungen Informationen geben k&ouml;nnen, die die Jungen sonst nicht erhalten k&ouml;nnen. Es ist wichtig, sich zu erinnern und dieses Wissen nicht abzulegen. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, T. Preu&szlig; <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Frau Gosch,<\/p><p>ich kann vieles in Ihrem Artikel unterschreiben. Es ist wirklich sehr schwierig, angesichts all der gegenw&auml;rtigen Ungeheuerlichkeiten und der d&uuml;steren Zukunftsaussichten (vor allem der ausgerechnet von Deutschland angestrebte Krieg gegen Russland) emotional stabil zu bleiben und die Hoffnung nicht ganz zu verlieren. <\/p><p>Allerdings habe ich zwei Einw&auml;nde: Wollen wir wirklich die Vor-Plandemie-Zeiten zur&uuml;ckhaben? Nat&uuml;rlich waren sie r&uuml;ckblickend und im Vergleich zu heute fast irreal sch&ouml;n und entspannt. Doch das t&auml;uscht, denn die politischen Verwerfungen, etwa die Entm&uuml;ndigung der Menschen durch Genderismus, der Niedergang des Bildungssystems, die Einschr&auml;nkungen infolge des Klima-Narrativs hatten ja schon lange vorher begonnen und das sind nur drei Beispiele. Mein zweiter Einwand bezieht sich auf die geforderte Empathie mit unseren Gegnern, also all den T&auml;tern der sogenannten Eliten und ihrer Hinterm&auml;nner, sowie mit den unz&auml;hligen Mitt&auml;tern. Tut mir leid, aber da kann ich nicht mitgehen. Wieso soll ich mitf&uuml;hlend gegen&uuml;ber Bosheit, Machtgier und Charakterschw&auml;che sein? Das klingt fast esoterisch und grenzt meiner Meinung nach an Masochismus.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Wolter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Gosch, <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Uns erreichen zahlreiche Briefe von Lesern und Leserinnen, die sinngem&auml;&szlig; schreiben: &bdquo;Ich sch&auml;tze Ihren Journalismus, Ihre Arbeit sehr, aber ich kann das manchmal alles nicht mehr lesen.&ldquo;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diesen Brief wollte ich auch schon schreiben. Habe es aber gelassen, weil ich wei&szlig;, dass die Autoren der NachDenkSeiten das Richtige und Notwendige tun.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn wir anfangen, die Menschen auf der &bdquo;Gegenseite&ldquo; zu hassen, &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>N&ouml;, ohne mich! Daf&uuml;r ist mir mein Leben zu schade. Und wenn ich die letzten 100 Jahre im Geiste vorbei ziehen lasse, dann sehe ich so viele aufrechte Menschen, die an Kritik und Widerstand an diesem Land zerbrochen sind oder ermordet wurden. In Frankreich gab es immerhin einmal eine Revolution des Volkes. In Deutschland immer nur Revolutionen &ldquo;von oben&rdquo;, die nur B&ouml;ses gebracht haben.<\/p><p>Allerdings, auch aus Deutschland kann Rettung kommen. Das Vorbild daf&uuml;r liefern die Gebr&uuml;der Grimm mit dem M&auml;rchen &ldquo;Die Bremer Stadtmusikanten&rdquo;: &ldquo;Lasst und von hier verschwinden, etwas Besseres als den Tod finden wir &uuml;berall&rdquo;.<\/p><blockquote><p>&ldquo;Wir leben in einer Zeit, in der viele bekannte Institutionen zerbr&ouml;ckeln und sich selbst delegitimieren und Eliten ihre Schw&auml;che und Korruption offenlegen.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Daraus kommt die andere Hoffnung. Der &ldquo;Westen&rdquo;, in seiner derzeitigen Verfassung, hat nur zwei M&ouml;glichkeiten. Entweder er verbrennt die Erde in einem gro&szlig;en Krieg endg&uuml;ltig oder er &ldquo;zerbr&ouml;ckelt&rdquo; vorher an der eigenen Inkompetenz und dem eigenen Wahnsinn. Ich hoffe auf Letzteres.<\/p><p>Hass ist ein Zeichen von Kontrollverlust, wenn man die eigene Hilflosigkeit nicht mehr ertragen kann. Das erkennt man am Besten schon im Ansatz und l&auml;sst es gleich sein. Weil Hass selbstzerst&ouml;rerisch ist.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Maike Gosch,<\/p><p>herzlichen Dank f&uuml;r Ihren Artikel, der mir aus der Seele spricht.<\/p><p>Die eigentliche Zeitenwende war Corona mit der Corona-Politik, seither hatte ich keinen Appetit mehr, magerte ab und wurde schlie&szlig;lich zur Tumorsuche ins Krankenhaus eingewiesen. Die Kriegspolitik hatte auch dazu beigetragen, sowohl Russlands als auch unsere. Und Israels.&nbsp;<\/p><p>Ein Tumor wurde nicht gefunden, denn nicht nur Krebs kann Menschen krank machen.<\/p><p>Alles Gute f&uuml;r Sie und die Nachdenkseiten,<\/p><p>M. M.<\/p><p>P.S. Die US-Kriegspolitik und die Blackrock-Kanzler-Politik und und und muss ich t&auml;glich neu verdauen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Frau Gosch,<\/p><p>die Aussage einer Aktivistin &ldquo;<em>wir werden die Gesellschaft, die wir vor Corona hatten, nie mehr zur&uuml;ckbekommen<\/em>&ldquo;, da stelle ich mir die Frage, ob ich das wirklich wollen w&uuml;rde? War die Gesellschaft vor Corona nicht schon so, wie sie es nach Corona auch geblieben ist, nur dass man es vorher nicht gemerkt hat, weil bis dato dieses (globale) ungeheuerliche Instrument zur Menschenverachtung und Abschaffung von Rechtsstaatlichkeit (noch) nicht in der Form gegeben war? <\/p><p>So schlimm es auch klingen mag, aber ich bin froh, dass ich jetzt wei&szlig;, wer meine &ldquo;Gegner&rdquo; sind. War ich vor Corona ein m&auml;&szlig;ig interessierter politischer Mensch, sind mir heute im wahrsten Sinne des Wortes die Augen ge&ouml;ffnet. Das ergeht anderen sicher genauso und diese &ldquo;Erkenntnis&rdquo; muss erst einmal &ldquo;verdaut&rdquo; werden. Ich bin heute hellwach und wachsam, was ganz oft an den Nerven zerrt. Auch ich dr&uuml;cke einige Berichte in den NDS und anderen Alternativmedien weg oder lese nur den letzten Absatz. Sonst w&uuml;rde ich verr&uuml;ckt werden oder tats&auml;chlich hassen, denn die Wut ist ja oft schon da. Und dass die &ldquo;Gegenseite&rdquo; mit ihrer Propaganda versucht zu ersch&ouml;pfen, ist offensichtlich. Mut und Wut sind menschliche Triebfedern und lassen einen aufmerksam bleiben. Mitleid mit denen, die ein Land und seine Bev&ouml;lkerung vors&auml;tzlich in den Untergang treiben, habe ich nicht. Das w&uuml;rde mich l&auml;hmen. Wie Sie schreiben, man muss sich kleine Wohlf&uuml;hloasen schaffen, um geerdet zu bleiben.&nbsp;<\/p><p>Bitte stecken Sie als NDS nicht den Kopf in den Sand und machen weiter wie bisher!<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nClaudia Limlahi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke Maike Gosch f&uuml;r diesen Beitrag, der Hoffnung macht, dass auch die Nachdenkseiten sich weiter der &ldquo;Systemfrage&rdquo; annehmen, die sich &ldquo;unsere Demokratie&rdquo; nennt. Wie fehl konstruiert diese ist,&nbsp;erleben und erleiden nicht wenige Menschen in diesem Lande.<\/p><p>Auch wenn ich mich wiederhole. Angesagt ist&nbsp;eine Verfassungsreform,&nbsp;die allen B&uuml;rgerInnen &ldquo;politische Machtgleichheit&rdquo; erm&ouml;glicht und politische Parteien &uuml;berfl&uuml;ssig werden l&auml;sst.&nbsp;Konkurrenz- und Machtgehabe ist dem vorherrschenden Parteisystem immanent und f&ouml;rdert die Probleme, die es vorgibt &ldquo;f&uuml;r uns&rdquo; l&ouml;sen zu wollen.&nbsp;&nbsp;<\/p><p>Zitiere aus dem folgend verlinkten Artikel: <a href=\"https:\/\/wyriwif.wordpress.com\/2018\/04\/29\/mut-zur-politischen-muendigkeit-die-demokratie-als-verfassungsfrage\/\">&ldquo;Mut zur politischen M&uuml;ndigkeit: Die Demokratie als Verfassungsfrage&rdquo;<\/a><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir haben heute erkennbar eine gro&szlig;e Scheu, die Verfassungsfrage zu stellen. Nicht nur, aber vor allem auch in Deutschland haben wir manchmal den Eindruck, es sei allein unsere niedergeschriebene Verfassung, die uns vor dem R&uuml;ckfall in Barbarei, B&uuml;rgerkrieg, Chaos und Massenmord bewahre.<\/p>\n<p>Daher wollen wir auch dann nicht an unserer Verfassung arbeiten, wenn es diese Verfassung selbst geworden ist, die Unfrieden zwischen uns als B&uuml;rgern stiftet. Wir halten das &Uuml;bel, das wir zu kennen glauben, immer noch f&uuml;r weit besser als jene &Uuml;bel, die wir mit Blick auf die j&uuml;ngere Geschichte hinter JEDWEGER Verfassungsreform lauern sehen, ganz unabh&auml;ngig, ob sie eine Beseitigung der Demokratie im Auge hat oder ob sie auf ihren systematischen Ausbau, ihre Erweiterung und Vertiefung abzielt. Politisch angstgetrieben statt hoffnungsgetrieben erscheint uns unsere derzeitige Verfassung als das &bdquo;summum bonum&ldquo; und als der Weisheit letzter Schluss. Jede Ab&auml;nderung ist des Teufels. Jede Verfassungsdiskussion wird abgew&uuml;rgt und auf politische Arbeit im Rahmen des Gegebenen umgelenkt. Auch dann, wenn es gerade dieser Rahmen ist, der uns f&uuml;hlbar gro&szlig;e Probleme macht.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Friedensbewegte Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Ute Plass<\/p><p>P.S.: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/TwsaHAgjrNI\">Verwalteter Mangel: Unsere Gesellschaft leidet unter einer ausgewachsenen Sinnkrise<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Frau Gosch, das war ja ein toller Artikel!<\/p><p>Ja, zuerst schnell zu dem: Wir werden das Vor-Corona nie zur&uuml;ckbekommen. Das fiel mir damals auf, wie sie schon im Fr&uuml;hsommer 2020 immerzu predigten, das sei jetzt das &sbquo;New Normal&lsquo; &ndash; das Masketragen, die Habachtstellung, das Erwarten des n&auml;chsten Lockdowns &hellip;<\/p><p>Mir kam das damals so vor, als ob eine Familie, deren alte Oma wegen eines Oberschenkelhalsbruchs kurzfristig ins Altersheim kommt, ihr immer einpredigt: &bdquo;Oma, das ist jetzt das Neue Normal, du bist jetzt im Altersheim!&ldquo; &ndash; ohne sich zu fragen, ob der Oberschenkelbruch wieder gut wegheilt und sie danach wieder zuhause leben k&ouml;nnte &hellip; weil sie die Oma halt loswerden wollen &hellip;<\/p><p>Ja &ndash; und au&szlig;er dem Sturzflug unserer Demokratie, der mit Corona begann, im Sinne von Andr&eacute; Hellers Liedzeile &bdquo;was sie heute nicht halten &ndash; wird morgen nicht einmal mehr versprochen&ldquo; &ndash; ist das, was mir an der Nach-Corona-Zeit am meisten auffiel: Diese Zweispaltung des Volkes &hellip; Jetzt waren ja in Erfurt diese Anti-AfD-Parteitags-Proteste &hellip; und ich sah so hin, und sah: viele liebe, lachende, helle Leute, die da glaubten, auf der richtigen Seite zu stehen und die Demokratie zu sch&uuml;tzen &ndash; und da dachte ich mir: genau solche lieben, lachenden, hellen Leute waren auch wir, auf den Querdenkerdemos &ndash; und wir wollten auch die Demokratie hochhalten in diesen Zeiten! &hellip; Ist das nicht traurig und seltsam: die gleichen guten lieben Leute, die das Gleiche wollen &ndash; und doch auf gegnerischen Seiten &hellip;&hellip;<\/p><p>Und das ist f&uuml;r mich eins der gr&ouml;&szlig;ten R&auml;tsel: Wieso du die einen Leute nicht mal 3 Sekunden lang anzublicken brauchst, und du wei&szlig;t gleich, dass sie auch wissen, welch ein riesengro&szlig;er Anschlag auf die Demokratie die Coronazeit war &ndash; und mit den andern (auch schlauen!) Leuten kannst du 3 Stunden lang diskutieren, und sie begreifen immer noch nicht, was MerkelS&ouml;derSpahnDrostenLauterbauchBosetti-BuyxUndsoweiter da taten &hellip;<\/p><p>Aber ich habe auch ein Geschenk erhalten &ndash; mein kleines Volk, meine Geschwister nenne ich sie &ndash; die liebenden, lachenden Leute, die eben NICHT mehr der Tagesschau glauben!<\/p><p>Liebe Frau Gosch, wussten Sie, dass Sie &uuml;ber ein Thema schreiben, das mich so lange schon besch&auml;ftigt? Wie versinkt man nicht in Kritik und Bitterkeit? Wie viel erreichen wir dadurch, gegen das Schlechte zu schimpfen &ndash; k&ouml;nnten wir denn nicht lieber die Leute zum Sch&ouml;nen locken? Aber wie?<\/p><p>Ich hab ein kleines Fantasybuch geschrieben, wo ein kleines M&auml;dchen auf diese Welt kommt und genau das versucht&hellip;. Lach, falls Sie mich auf der Seitenwechsel Buchmesse in Halle besuchen wollen &ndash; so sieht mein Stand aus: wie hier <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=65x0LStBlX8&amp;t=71s\">im Video am Schluss bei 0:71 min<\/a> &hellip; Vielleicht kommen Sie ja? Es w&auml;r sch&ouml;n, und auch sch&ouml;n, wenn die Nachdenkseiten auf der Messe vertreten w&auml;ren, Diether Dehm und Michael Meyen waren auch schon da!<\/p><p>Martin aus S<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Gosch, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam<\/p><p>Was f&uuml;r ein gro&szlig;artiger, nachdenklicher, tiefer und richtungsweisender Artikel in d&uuml;steren Zeiten. &nbsp;Ich stimme ihnen fast vollst&auml;ndig zu.<\/p><p>Nur wenn Sie den Blick zur&uuml;ck als Nostalgie abtun und nur den Weg nach vorne positiv konnotieren, m&ouml;chte ich dazu eine kleine Korrektur anbringen. Nat&uuml;rlich sind wir in der Zeit grunds&auml;tzlich immer nur nach vorne unterwegs, aber die Orientierung f&uuml;r dieses nach Vorne erhalten &ldquo;wir&rdquo; nur aus grunds&auml;tzlichen Reflexionen &uuml;ber das gute und vern&uuml;nftige Leben auch umgesetzt in politischen Utopien aber auch durch Erinnerung an fr&uuml;here Zeiten und durch kritische Analyse der Gegenwart zusammen mit urteilskr&auml;ftig erarbeiteten Prinzipien und Richtlinien, was sich letztlich immer auch auf Vorstellungen von dem st&uuml;tzt, was der Mensch ist und sein sollte. <\/p><p>Und dazu ist letztlich eine umfassende nachdenkliche Bildung n&ouml;tig und dazu geh&ouml;rt meiner Meinung nach auch die tiefe auch emotionale Verbundenheit mit der eigenen pers&ouml;nlichen Vergangenheit und die Einsicht &uuml;ber die f&uuml;r uns grundlegende Einbindung in die gesellschaftliche Welt in der wir leben und gelebt haben.<\/p><p>Nat&uuml;rlich k&ouml;nnten &ldquo;wir&rdquo; rein theoretisch &ldquo;unsere&rdquo; Zukunft an &ldquo;der&rdquo; Vergangenheit ausrichten und sie in diesem Sinn wieder zur&uuml;ckgewinnen, z.B. indem wir alle unsere Social Media Accounts l&ouml;schen, unsere Handys verschrotten und alle unsere modernen Lebensgewohnheiten ablegen wie kratzende Pullover. Dann w&uuml;rden &ldquo;wir&rdquo; auch nicht mehr mit Instagram-Videos konfrontiert werden, die uns weiss machen wollen &bdquo;We will never get our pre-Covid society back.&ldquo;&nbsp;<\/p><p>Ohne das nun n&auml;her ausf&uuml;hren zu wollen, sehen &ldquo;wir&rdquo; an dem Beispiel, dass unsere &ldquo;sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; nicht nur durch politische Ver&auml;nderungen deformiert wurde, sondern auch durch technische und kulturelle Ver&auml;nderungen gepr&auml;gt wurde, die &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig sind und, um es moderat zu formulieren, viele Sch&auml;dlichkeitsnebenwirkungen haben, wobei es meisten eher keine Nebenwirkungen sind sondern die Sache selbst sch&auml;dlich ist. Dies hier n&auml;her auszuf&uuml;hren w&uuml;rde zu weit f&uuml;hren (Der Fortschritt beginnt da, wo er endet).<\/p><p>Sie stammen wahrscheinlich aus einer Generation, f&uuml;r die die Covid-Zeit ein wichtiger Wendepunkt war. F&uuml;r mich ist sie das nicht, auch wenn viele in dieser Zeit offenbar zum erstenmal erfahren haben, was es hei&szlig;t, dass auch der &ldquo;demokratische&rdquo; Staat das Gewaltmonopol besitzt und dass es so etwas wie strukturelle Gewalt gibt, was zum Guten aber auch zum Schlechten f&uuml;hren kann.&nbsp;<\/p><p>F&uuml;r mich begann der eigentliche Umbau unserer gesellschaftlichen Welt mit der &ldquo;geistig-moralischen Wende&rdquo; in den 80er Jahren als die Hippies von den Yuppis abgel&ouml;st wurden. Diese Ver&auml;nderung kam im politischen Spektrum sehr sch&ouml;n in der Ver&auml;nderung der Gr&uuml;nen Partei zum Ausdruck, die sich im Anschluss an die 68er Bewegung zun&auml;chst f&uuml;r mehr Umweltschutz, mehr (Basis-)Demokratie, mehr Pazifismus, Abr&uuml;stung und Frieden einsetzte und die Ausw&uuml;chse der kapitalistischen Marktwirtschaft kritisierte und heute zu den gr&ouml;&szlig;ten Kriegstreibern und Yuppies mutiert ist.<\/p><p>Sie bemerken zu Recht, &ldquo;dass wir uns inzwischen in einer ganz anderen Realit&auml;t befinden&rdquo; und schieben den Satz nach: &ldquo;Ich glaube, psychologisch nennt man so etwas eine Anpassungsst&ouml;rung.&rdquo; In diesem Satz kommt auch sehr viel zum Ausdruck, was unsere Gegenwart ausmacht. Der Satz macht beispielhaft deutlich, wie gesellschaftliche Mi&szlig;st&auml;nde mit vermeintlich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen legitimiert werden. Wenn Menschen mit der gegenw&auml;rtigen Realit&auml;t nicht mehr klarkommen, besagt dieses Framing, ist das psychologisch gesehen immer ihr Problem nicht das der Gesellschaft, die die Rahmenbedingungen daf&uuml;r schafft. Es ist mir klar, dass dazu noch viel geschrieben werden m&uuml;sste, um das n&auml;her aufzuschl&uuml;sseln, aber dazu fehlt leider an dieser Stelle die Zeit.<\/p><p>Gleiches gilt f&uuml;r viele andere Statements ihres wunderbar nachdenklichen Artikels, der hoffentlich viele zum Nachdenken anregen wird.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-153683","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/153683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=153683"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/153683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153692,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/153683\/revisions\/153692"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=153683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=153683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=153683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}