{"id":1537,"date":"2006-02-09T18:09:35","date_gmt":"2006-02-09T16:09:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1537"},"modified":"2006-08-25T18:21:29","modified_gmt":"2006-08-25T16:21:29","slug":"hinweise-des-tages-103","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1537","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Das gro&szlig;e T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nSelbst die Kritik an der mangelnden Wirksamkeit der eingeleiteten Hartz-Reformen verschweigt bis heute den Kern des Problems: Die Reform zielte niemals auf den Abbau der Massenarbeitslosigkeit. Die Gesetze &ldquo;Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&rdquo; verfolgten zwei Ziele: die Kosten der Arbeitslosigkeit reduzieren, weil man wusste, dass die Arbeitslosigkeit eher steigen als sinken werde. Und zweitens die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit nutzen, um den Preis der Ware Arbeitskraft zu senken. Die Hartz-Reformen sind eine klassische Deregulierungspolitik &ndash; sowohl gegen&uuml;ber den Besch&auml;ftigten als auch gegen&uuml;ber den Erwerbslosen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/09\/a0197.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Manager sahnen ab<\/strong><br>\nZwei neue Studien aus den USA belegen, dass die Schere zwischen Normal- und Gro&szlig;verdienern immer weiter auseinander geht. Ursache ist vor allem der Geldrausch auf den Chefetagen. Nur die, gemessen am Einkommen, oberen zehn Prozent h&auml;tten in der Zeit von 1966 bis 2001 ihre Einkommen im Umfang der Produktivit&auml;tszuw&auml;chse oder noch st&auml;rker steigern k&ouml;nnen, hei&szlig;t es in der Studie. Die restlichen 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung gingen leer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/wirtschaft_und_boerse\/wirtschaft\/?cnt=801109\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Welt<\/strong><br>\nDie ZEIT sah die Bundeskanzlerin auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz die deutsche Au&szlig;enpolitik aufr&auml;umen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/online\/2006\/06\/sicherheitskonferenz\">ZEIT<\/a>\n<p><em>Kommentar eines NachDenkSeiten-Lesers: Das Schlusswort dieses im &uuml;brigen weitgehend der deutschen Mainstream-Belobigung folgenden Artikels Bittners sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: &ldquo;Wenn die Nato eine Wertegemeinschaft sein soll, dann ist es nicht die deutsche Regierung, die Nachhilfe braucht.&rdquo;<br>\nDie Nato als moralische Instanz. Dann hat Merkel also im wesentlichen eine moralische Rede gehalten. Welche Moral sie vertritt, wird aus der der folgenden Aussage erkennbar: &ldquo;Die Europ&auml;ische Sicherheitsstrategie, das Strategische Konzept der NATO und die National Security Strategy der Vereinigten Staaten von Amerika bilden eine geeignete Grundlage f&uuml;r einen vertieften Dialog &uuml;ber die weitere Gestaltung unserer gemeinsamen Sicherheitsagenda. Wenn man das einmal durchgeht, dann sieht man, dass das Ma&szlig; an &Uuml;bereinstimmung erstaunlich ist. Ich will jetzt einmal nicht weiter &uuml;ber die Unterschiede zwischen den Worten &ldquo;preemptive&rdquo; und &ldquo;preventive&rdquo; philosophieren, aber es ist hochinteressant, dass sich die Dinge doch in eine gemeinsame Richtung entwickeln.&rdquo;<br>\nJenseits semantischer Unterscheidungen will Merkel damit doch wohl sagen, dass den vorbeugenden milit&auml;rischen Aktionen der amerikanischen &ldquo;Folterherren&rdquo; (Bittner) im wesentlichen zuzustimmen ist. Eigentlich nichts Neues, wenn man sich in Erinnerung ruft, was Frau Merkel noch auf der gleichen Tagung im Jahre 2003 sagte: &ldquo;Auch die Bedrohung durch die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein ist real, nicht fiktiv. Die aus dieser Bedrohung entstehende Gefahr kann uns alle treffen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Das iranische Atomprogramm<\/strong><br>\nIn diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwiefern tats&auml;chlich die Gefahr einer milit&auml;rischen Nutzung des iranischen Atomprogramms besteht. In einem zweiten Schritt werden die iranischen Motive f&uuml;r dieses Projekt untersucht. Drittens werden die europ&auml;ischen Bem&uuml;hungen beschrieben, mit Iran zu einvernehmlichen L&ouml;sungen zu gelangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/KEI434.html\">Politik und Zeitgeschichte (APuZ 48\/2005)<\/a><\/li>\n<li><strong>Muslime gemeinsam gegen Gewalt<\/strong><br>\nIn einem bislang einzigartigen Schulterschluss zeigen sich die Verb&auml;nde best&uuml;rzt &uuml;ber die Eskalation des Karikaturenstreits. Gleichzeitig warnen sie vor einer Stigmatisierung von Muslimen und verurteilen den umstrittenen Einb&uuml;rgerungstest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/09\/a0124.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Abschottung von Muslimen durch generalisierte Islamkritik?<\/strong><br>\nMigrantinnen und Migranten werden von sich abzeichnenden gesellschaftlichen Verarmungsprozessen vermutlich st&auml;rker betroffen sein. Folge k&ouml;nnte zunehmende Desintegration sein. Dies ist insofern von besonderer Brisanz, als dann ihr eigenes &ldquo;kulturelles Kapital&rdquo;, insbesondere auch die Religion, immer mehr an Bedeutung gew&auml;nne, ist es doch das &ldquo;letzte&rdquo; Kapital, &uuml;ber das die betroffenen Migranten autonom verf&uuml;gen k&ouml;nnen. Gerade dann aber wirken Abwertungen umso verletzender und lassen &ldquo;Schutzaktivit&auml;ten&rdquo; wahrscheinlicher werden: R&uuml;ckz&uuml;ge und Abschottungen geh&ouml;ren dazu. Daher ist mehreres notwendig: Differenzierte statt generalisierte Kritik und die F&ouml;rderung struktureller Integration und damit von Anerkennung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/http:\/\/www.bpb.de\/popup\/popup_druckversion.html?guid=RVYQHM\">Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1-2\/2006)<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir k&ouml;nnen den Arbeitsmarkt nicht abschotten&ldquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschafterin Catelene Passchier h&auml;lt die siebenj&auml;hrige &Uuml;bergangsfrist f&uuml;r Arbeitnehmer aus Osteuropa f&uuml;r kontraproduktiv. So w&uuml;rde nur die illegale Besch&auml;ftigung vergr&ouml;&szlig;ert. Die Forderungen der Niederl&auml;nderin: Grenzen &ouml;ffnen und europ&auml;ische Sozialstandards einf&uuml;hren.<br>\nQuelle 1:<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/09\/a0186.1\/textdruck\">TAZ<br>\n<\/a>Siehe auch:<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/09\/a0183.1\/textdruck\">TAZ<\/a>\n<p>Kommentar: In Schweden schien bislang ein Weg gefunden worden zu sein, auch ohne &Uuml;bergangsfristen durch starke Gewerkschaften relative hohe Sozialstandards zu sichern:<br>\nQuellen:<br>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/09\/a0184.1\/textdruck\">TAZ<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/cms\/front_content.php?client=1&amp;lang=1&amp;parent=5&amp;idcat=44&amp;idart=1289\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2005\/44\/Europa\/003.html\">Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy will das nicht hinnehmen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Sterben f&uuml;r Pharma-Patente<\/strong><br>\nThailand droht der freie Handel mit den USA. Auf dem Spiel steht nach Einsch&auml;tzung des thail&auml;ndischen Medical Council u.a. ein vor vier Jahren eingef&uuml;hrtes Programm, das allen Thail&auml;ndern gegen 35 US-Cent pro Behandlung eine medizinische Grundversorgung garantiert. 2005 wurde das Programm von 47,3 Millionen der 64 Millionen Thail&auml;nder in Anspruch genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/02-09\/057.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Viel Feind, wenig Ehr<\/strong><br>\nAlle, die in diesem Land politisch etwas bewegt haben, nahmen an der Trauerfeier f&uuml;r Johannes Rau in Berlin teil. Nur einer nicht. Wo war Helmut Kohl? Helmut Kohl vergisst nie, nicht einmal am Grab. Dass er beim Staatsakt f&uuml;r Rau fehlte, war also ehrlich &ndash; aber auch vordemokratisch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/09.02.2006\/2341271.asp\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1537"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1537\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}