{"id":153716,"date":"2026-07-15T10:00:40","date_gmt":"2026-07-15T08:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153716"},"modified":"2026-07-15T09:50:42","modified_gmt":"2026-07-15T07:50:42","slug":"nato-gipfel-2026-eine-kritische-nachbetrachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153716","title":{"rendered":"NATO-Gipfel 2026 \u2013 Eine kritische Nachbetrachtung"},"content":{"rendered":"<p>Vom 7. bis 8. Juli fand der mittlerweile j&auml;hrliche NATO-Gipfel statt. Der Ort des diesj&auml;hrigen Treffens war die T&uuml;rkei, ein f&uuml;r die &bdquo;soliden&ldquo; NATO-Partner schwieriger B&uuml;ndnispartner angesichts des von Pr&auml;sident Erdogan verfolgten Primats der Setzung nationaler Interessen statt des Dienens der NATO-F&uuml;hrungsmacht USA. Insgesamt wurde der Gipfel mit Spannung betrachtet &ndash; sowohl mit Blick auf die auff&auml;lligen Verhaltensweisen des US-Pr&auml;sidenten als solches, aber auch mit Blick auf den Krieg in Osteuropa. Von <strong>Alexander Neu<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Trumps Showeinlagen<\/strong><\/p><p>Bereits im Vorfeld <a href=\"https:\/\/x.com\/SprinterPress\/status\/2074503978784608573\">lie&szlig; Donald Trump die Welt wissen<\/a>, was er von der NATO h&auml;lt, indem er seine Teilnahme im Wesentlichen mit dem Gastgeber Erdogan begr&uuml;ndete:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich war sehr entt&auml;uscht von der NATO und, ehrlich gesagt, wenn der Gipfel nicht in der T&uuml;rkei abgehalten worden w&auml;re, wo mein Freund lebt, ein starker F&uuml;hrer und eine sehr toughe Person &hellip; h&auml;tte ich ihn wahrscheinlich ganz ausgelassen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;Daddy&ldquo;, um beim Vokabular des NATO-Generalsekret&auml;rs Mark Rutte zu bleiben, kritisierte seine europ&auml;ischen NATO-Verb&uuml;ndeten erneut daf&uuml;r, ihn bzw. die USA im v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran im &bdquo;Stich gelassen&ldquo; zu haben. Er lie&szlig; die M&ouml;glichkeit, dass die USA als strafende Konsequenz noch weiteres Personal aus Europa abziehen k&ouml;nnten, offen. Nun k&ouml;nnte man nat&uuml;rlich Trump entgegenhalten, die NATO sei ein Verteidigungsb&uuml;ndnis und der Krieg gegen den Iran habe nichts mit Verteidigung zu tun. Abgesehen davon, dass Trump diese Sicherheitskonzeption allein aufgrund seiner kognitiven F&auml;higkeiten vielleicht gar nicht verstehen w&uuml;rde, w&auml;re es ihm auch schlichtweg egal, womit er wiederum recht h&auml;tte. Denn sp&auml;testens nach dem unprovozierten und v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO auf Jugoslawien 1999 ist dieses B&uuml;ndnis tats&auml;chlich ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis mit globalem &bdquo;Gestaltungs&ldquo;anspruch und instrumentellem V&ouml;lkerrechtsverst&auml;ndnis unter US-F&uuml;hrung.<\/p><p>H&auml;tte ein US-Pr&auml;sident Biden oder Clinton den Iran angegriffen, so w&auml;re die europ&auml;ische Verweigerungshaltung vermutlich nicht so dezidiert gewesen &ndash; siehe Jugoslawien. Insbesondere die Haltung Spaniens, seinen Luftraum nicht f&uuml;r US-amerikanische Operationen gegen den Iran zu &ouml;ffnen, hat Trumps &Auml;rger massiv nach oben getrieben: Spanien sei ein &bdquo;<em>schrecklicher<\/em>&ldquo; Partner in der NATO, die Spanier seien &bdquo;<em>schlechte Menschen<\/em>&ldquo; und man werde keinen Handel mehr mit ihnen treiben, w&auml;hrend der NATO-Generalsekret&auml;r Mark Rutte l&auml;chelnd daneben sitzt. Als Trump Rutte auch noch als einen gro&szlig;artigen Menschen bezeichnet, kann Rutte vor lauter Freude sein Wasser nicht mehr halten und applaudiert. Es lohnt sich, <a href=\"https:\/\/x.com\/phoenix_de\/status\/2074814072063742101\">die kurze Videosequenz<\/a> anzuschauen.<\/p><p>Und Trump w&auml;re nicht der gr&ouml;&szlig;te &bdquo;POTUS&ldquo; (President of The United States) aller Zeiten, h&auml;tte er nicht seinen Anspruch auf Gr&ouml;nland erneut unterstrichen, was einen <a href=\"https:\/\/x.com\/Acyn\/status\/2074481820612305391\">weiteren Schatten<\/a> auf das <a href=\"https:\/\/x.com\/SprinterPress\/status\/2074504227502563580\">Gipfeltreffen warf<\/a>. Und auch hier spielte Rutte eine mehr als fragw&uuml;rdige Rolle, indem er faktisch D&auml;nemark in seiner Antwort auf eine kritische Nachfrage eines Journalisten in den R&uuml;cken fiel &ndash; nein, sogar D&auml;nemark die souver&auml;ne Entscheidungsmacht absprach. Das scheint wohl einer der Preise f&uuml;r die NATO-Mitgliedschaft zu sein: Zun&auml;chst f&uuml;hrte der Journalist aus, Rutte habe Trump zugesagt, er pers&ouml;nlich werde sicherstellen, dass ein Abkommen &uuml;ber Gr&ouml;nland getroffen werde. Habe Rutte &uuml;berhaupt die Berechtigung, ein derartiges Versprechen abzugeben, sei es nicht vielmehr eine souver&auml;ne Angelegenheit D&auml;nemarks, fragte der Journalist. <a href=\"https:\/\/x.com\/Megatron_ron\/status\/2074863128924311588\">Ruttes Antwort<\/a> d&uuml;rfte f&uuml;r D&auml;nemark nur begrenzt erfreulich sein:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wenn es um die Verteidigung der Arktis geht, hat er absolut recht, denn es besteht ein enormes Risiko, dass Russland und China immer mehr Zugang zur Arktis erlangen werden<\/em>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hinzu kommt: Ruttes geographische und rechtliche Unkenntnis ist geradezu besorgniserregend. Mit dieser fachlichen Inkompetenz steht er allerdings nicht allein da, h&ouml;rt man sich so manche Erkl&auml;rungen unserer F&uuml;hrungseliten an. Seine Aussage suggeriert, die Arktis geh&ouml;re zum Staatsgebiet der USA oder D&auml;nemarks (Gr&ouml;nland), was verteidigt werden m&uuml;sse. Denn was sonst soll die Formulierung &bdquo;<em>Verteidigung der Arktis<\/em>&ldquo; bedeuten? Tats&auml;chlich, und hier sollte der NATO-Generalsekret&auml;r sich nochmals von seinen Experten ausgiebig beraten lassen, ist die Arktis ein Gebiet, in dem zum Teil staatliche und wirtschaftliche Hoheitsrechte (Zw&ouml;lfmeilenzone und Ausschlie&szlig;liche Wirtschaftszone bis 200 Seemeilen) seitens der Anrainerstaaten (USA, Russische F&ouml;deration, D&auml;nemark, Norwegen und Kanada) rechtskonform geltend gemacht werden. Dar&uuml;ber hinaus liegen erhebliche Fl&auml;chen der Arktis in internationalen Gew&auml;ssern, k&ouml;nnen also von allen Staaten der Welt befahren werden.<\/p><p>Auf die Frage eines d&auml;nischen Journalisten, welchen Selbstrespekt Rutte noch habe, wenn er schweigend neben Trump sitze und dieser &uuml;ber seine Anspr&uuml;che zu Gr&ouml;nland oder Anfeindungen gegen&uuml;ber Spanien spreche, kam <a href=\"https:\/\/x.com\/Donuncutschweiz\/status\/2075124042047402193\">Ruttes Antwort<\/a>, die auch hier von selbstbewusster Unterw&uuml;rfigkeit gegen&uuml;ber Trump statt von Selbstreflexion bestimmt ist:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wissen Sie was, was ich immer mache, ist anzuerkennen, wenn Lob angebracht ist. Und ich denke, wir sollten Trump daf&uuml;r loben, dass die NATO so viel st&auml;rker ist. Nat&uuml;rlich hat das mit der russischen Bedrohung mit dem Krieg in der Ukraine zu tun.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Rutte erweist sich als Trumps zuverl&auml;ssiges Scho&szlig;h&uuml;ndchen auch auf Kosten der europ&auml;ischen NATO-Mitgliedsstaaten. Allerdings ist zu bezweifeln, dass Rutte von den Europ&auml;ern angesichts seines Engagements f&uuml;r Trumps Destruktivit&auml;t ins Gebet genommen wird. Stattdessen wird nach gemeinsamen Gegnern gesucht, um die internen Spannungen zu &uuml;berlagern. So erkl&auml;rte Trump w&auml;hrend des Gipfels, die Feuerpause mit dem Iran sei vorbei. Eine Kritik der Europ&auml;er an den v&ouml;lkerrechtswidrigen Kampfhandlungen der USA blieb auf dem Gipfel erwartungsgem&auml;&szlig; aus, zu gro&szlig; schien den Europ&auml;ern wohl das Risiko eines Totalfiaskos auf dem Gipfel. Offensichtlich bestand die gr&ouml;&szlig;te Sorge darin, dass Trump noch energischer aufschlagen und die NATO vor den Augen der Welt zerlegen k&ouml;nnte. Dass zu verhindern, war wohl das gr&ouml;&szlig;te Ziel.<\/p><p><a href=\"https:\/\/nato.diplo.de\/nato-de\/01-natostatements\/2777142-2777142\"><strong>&bdquo;Gipfelerkl&auml;rung anl&auml;sslich des NATO-Gipfels in Ankara am 7. Und 8. Juli 2026&ldquo;<\/strong><\/a><\/p><p>Wie d&uuml;nn die transatlantische Geschlossenheit ist, zeigt der &uuml;berschaubare Umfang (sechs kurze Punkte) der Abschlusserkl&auml;rung. Trotz aller Beschw&ouml;rungen &uuml;ber &bdquo;<em>unser unverbr&uuml;chliches Bekenntnis zu unserer gemeinsamen Verteidigung nach Artikel 5 des Vertrages von Washington sowie zum transatlantischen Bund<\/em>&ldquo; sind die Risse im B&uuml;ndnis un&uuml;bersehbar. Die romantische Prosa kann eben nicht &uuml;ber die objektiven Differenzen hinwegt&auml;uschen. Auch die Bekr&auml;ftigung des Artikels 5 des NATO-B&uuml;ndnisses bedeutet weiterhin keinen milit&auml;rischen Beistandsautomatismus. Wer den Wortlaut kennt, wei&szlig; um dessen Qualit&auml;t.<\/p><p>Die exponentiell ansteigenden Milit&auml;rausgaben (also unsere Steuergelder) der NATO-Mitgliedsstaaten werden mit der &bdquo;<em>langfristigen Bedrohung der euroatlantischen Sicherheit und Stabilit&auml;t durch Russland sowie der anhaltenden Bedrohung durch den Terrorismus<\/em>&ldquo; begr&uuml;ndet. Und weil das mit dem islamistischen Terrorismus so ist, wurde ein Anf&uuml;hrer der Al-Nusra-Front (sp&auml;ter HTS) zum neuen syrischen Staatschef bef&ouml;rdert &ndash; mit westlichem Wohlwollen. Er wird als &bdquo;neuer Demokrat im Dreiteiler&ldquo; auf ausgerolltem rotem Teppich im Westen empfangen, oder man macht ihm seine Aufwartung wie j&uuml;ngst der franz&ouml;siche Pr&auml;sident Macron. Wie gut, dass uns in fr&uuml;heren Zeiten nicht beigebracht wurde, dass Al-Kaida und sonstige Islamisten Terroristen seien. Die neuere Entwicklung zeigt: Es gibt halt gute und b&ouml;se Islamisten &ndash; manchmal sogar in einer Person. Ist nur eine Frage der Opportunit&auml;t.<\/p><p>Neben der Festigung des ultimativen Feindbildes Russland soll die NATO &bdquo;<em>ein modernisiertes B&uuml;ndnis<\/em>&ldquo; werden:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Ein st&auml;rkeres Europa innerhalb einer st&auml;rkeren NATO<\/em>&ldquo;. Ziel sei es, so Rutte, &bdquo;<em>die Ausgaben zwischen den USA und Europa anzugleichen, und das macht Europa st&auml;rker. Es macht Europa als Partner relevanter f&uuml;r die Vereinigten Staaten. Und das ist der transformative Charakter dieses Gipfels.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Entschlossenheit, mit der Rutte eine vermeintliche Bringschuld der Europ&auml;er gegen&uuml;ber den USA formuliert, d&uuml;rfte seitens der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit vermutlich so nicht geteilt werden. Aber wen interessiert schon die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit, wen interessiert schon der offizielle Souver&auml;n, der Staatsb&uuml;rger? Was z&auml;hlt, sind die Steuergelder des Souver&auml;ns zur Finanzierung eines zunehmend militaristischen Politikverst&auml;ndnisses. Und da darf man nat&uuml;rlich als Steuerzahler nicht so kleinlich sein und die &bdquo;<em>Sozial- und Sicherheitspolitik nicht gegeneinander ausspielen<\/em>&ldquo;, wie der Unionsabgeordnete Kiesewetter <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kiesewetter-cdu-soziales-und-sicherheit-nicht-gegeneinander-ausspielen-102.html\">j&uuml;ngst erkl&auml;rte<\/a>, wenn es darum geht, die Sozialleistungen zugunsten der Militarisierung (&bdquo;gr&ouml;&szlig;te konventionelle Armee Europas&ldquo;) zu schr&ouml;pfen.<\/p><p>Nummer 4 der Abschlusserkl&auml;rung widmet sich der Ukraine. Interessant ist, dass die Ukraine angeblich zur &bdquo;<em>transatlantischen Sicherheit<\/em>&ldquo; beitrage und &bdquo;<em>wir als Verb&uuml;ndete geeint<\/em>&ldquo; seien &bdquo;<em>in unserer unersch&uuml;tterlichen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine bei der Verteidigung ihrer Freiheit, Souver&auml;nit&auml;t und territorialen Unversehrtheit<\/em>&ldquo;. Neben der unverzichtbaren Prosa (&bdquo;<em>unersch&uuml;tterliche Unterst&uuml;tzung<\/em>&ldquo;) f&auml;llt zun&auml;chst auf, dass eine Wiederholung der Beitrittsperspektive der Ukraine in der Erkl&auml;rung g&auml;nzlich fehlt. Dies d&uuml;rfte auf Trumps bisherige Ablehnung eines Beitritts zur Milit&auml;rallianz zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. Interessant ist auch, dass von &bdquo;<em>Souver&auml;nit&auml;t und territorialer Integrit&auml;t<\/em>&ldquo; der Ukraine gesprochen wird. Ohne die massiven Finanzhilfen aus Europa w&auml;re der ukrainische Staat seit Jahren nicht mehr handlungsf&auml;hig. Hinzu kommt die zwischenzeitlich nicht mehr zu leugnende <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=152157\">Verhinderung eines Friedensabkommens 2022 (Istanbuler Verhandlungen)<\/a> zwischen der Ukraine und Russland durch die USA und Gro&szlig;britannien.<\/p><p>Zusammengenommen spricht dies f&uuml;r eine gegenw&auml;rtig eingeschr&auml;nkte Souver&auml;nit&auml;t (&bdquo;politische Souver&auml;nit&auml;t&ldquo;) der Ukraine. Nicht weniger aufschlussreich, weil eine m&ouml;gliche Kehrtwende Trumps mit Blick auf die Ukraine, stellt sich die Formulierung der &bdquo;<em>territorialen Unversehrtheit<\/em>&ldquo; der Ukraine dar. Einmal davon abgesehen, dass Serbien sich auch &uuml;ber eine solche Formulierung der NATO freuen w&uuml;rde, statt den milit&auml;risch basierten Landraub der NATO zur Unterst&uuml;tzung der nationalistisch-sezessionistischen Kosovo-Albaner zu ertragen, scheinen die NATO und auch Trump die Wiederherstellung der international anerkannten Grenzen der Ukraine &ndash; einschlie&szlig;lich der Krim &ndash; wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Offensichtlich bewerten westliche Analysten die erfolgreichen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur als <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153350\">&bdquo;Game-Changer&ldquo;<\/a>. Diese ambitionierte Zielsetzung bedeutet jedoch, dass der Krieg um und in der Ukraine weiter eskalieren und Europa immer tiefer in diesen Krieg hineingleiten wird.<\/p><p>Punkt 5 widmet sich schlussendlich dem Iran. Nat&uuml;rlich werden die USA nicht f&uuml;r ihren unprovozierten und v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran kritisiert, nicht einmal werden Zur&uuml;ckhaltung und seri&ouml;se diplomatische Initiativen gefordert. Im Gegenteil: &bdquo;<em>Die Verb&uuml;ndeten (&hellip;) rufen den Iran dazu auf, die Freiheit der Schifffahrt in der Stra&szlig;e von Hormus uneingeschr&auml;nkt zu achten.<\/em>&ldquo; Nur zur Erinnerung: Die Stra&szlig;e von Hormus war vor dem US-israelischen Angriff auf den Iran frei beschiffbar. Erst daraufhin hat der Iran die Schifffahrt dort als strategische Ma&szlig;nahme gesperrt. Und auch die USA haben den Zugang zur Stra&szlig;e von Hormus bzw. zu iranischen H&auml;fen eine Zeit lang gesperrt. Kein Wort von Ursache und Wirkung. Diese Aussage in der Gipfelerkl&auml;rung stellt de facto eine nachtr&auml;gliche amtliche Best&auml;tigung der NATO f&uuml;r Trumps rechtswidriges, zerst&ouml;rerisches und r&uuml;pelhaftes Verhalten dar.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Der NATO-Gipfel hat in seinen Ergebnissen die wachsenden Spannungen in Europa nicht gemildert, sondern den Weg Richtung Eskalation eher zementiert. Es sind keinerlei Ambitionen der NATO erkennbar, ihrem Teil der Verantwortung f&uuml;r Sicherheit, Stabilit&auml;t und Frieden in und um die Ukraine und Europa als Ganzes gerecht zu werden. Der Status quo ante wird eingefordert, statt eine gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung unter Ber&uuml;cksichtigung aller nationalen Sicherheitsinteressen herbeizuverhandeln. Diplomatie und strategische Weitsichtigkeit f&uuml;r die Zukunft Gesamteuropas waren ganz offensichtlich nicht Gegenstand des Gipfels. Der NATO-Generalsekret&auml;r gef&auml;llt sich ohne jegliche Selbstzweifel in der Rolle des Laufburschen Trumps auf Kosten Spaniens und D&auml;nemarks. Das ist die NATO 2026.<\/p><p><small>Titelbild: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/stenbockimaja\/55381292436\/\">Stenbocki maja<\/a>, CC BY 4.0 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=195360948\">commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=195360948<\/a><\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/480729a8ae994a84ab81fbd0c7787afb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 7. bis 8. Juli fand der mittlerweile j&auml;hrliche NATO-Gipfel statt. 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