{"id":15389,"date":"2012-12-07T08:46:43","date_gmt":"2012-12-07T07:46:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15389"},"modified":"2012-12-07T08:46:43","modified_gmt":"2012-12-07T07:46:43","slug":"hinweise-des-tages-1777","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15389","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EU-Kommission will europaweit L&ouml;hne senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Elend wird verdr&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der Asse-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die Ged&auml;chtnisl&uuml;cke &ndash; wie Politiker im Bundestag abstimmen und wie sie sich nach au&szlig;en darstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Vom Peitschen-Peer zum Pr&uuml;gelknaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Neue Leiche aus Steinbr&uuml;cks Keller aufgetaucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Deutsche Bank soll Milliardenverluste versteckt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wiesbadens OB M&uuml;ller h&auml;lt Modell &bdquo;Mieten macht Schule&ldquo; f&uuml;r sinnvoll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Stuttgart 21 k&ouml;nnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Verfassungsschutz als Anti-Antifa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Fiscal Cliff: Das gef&auml;hrliche Experiment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">FTD ad&eacute;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Kommission will europaweit L&ouml;hne senken<\/strong><br>\nLohnk&uuml;rzungen, Entlassungen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen &ndash; die Menschen in Europas Krisenl&auml;ndern trifft die K&uuml;rzungspolitik hart. Der Mindestlohn in Griechenland wurde z.B. um 22 %, bei Jugendlichen sogar um 33 % gesenkt. Die Auflagen der Troika haben hier die Arbeitskosten zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer massiv gesenkt (siehe Grafik). Doch auch Besch&auml;ftigte anderer L&auml;nder sind bedroht: Im Schatten der Krise arbeitet die EU-Kommission an einem Abbau der Arbeitnehmerrechte in ganz Europa. Selbst die in Deutschland und anderen EU-L&auml;ndern verfassungsrechtlich garantierte Tarifautonomie nimmt Br&uuml;ssel ins Visier &ndash; also das Recht von Besch&auml;ftigten und Gewerkschaften, L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen frei von staatlichem Einfluss auszuhandeln. Die europ&auml;ischen Vertr&auml;ge legen zu Recht fest, dass die EU in Fragen des Arbeitsentgelts keine Kompetenz hat. Zu unterschiedlich sind die Arbeitssysteme innerhalb der EU. Dennoch mischt sich die EU-Kommission seit Ausbruch der Krise in der Eurozone immer st&auml;rker in die Belange der Tarifpartner ein. Ihr Ziel: Die L&ouml;hne sollen in ganz Europa sinken oder langsamer steigen. Je besser die Bedingungen f&uuml;r die Arbeitgeberseite, desto &bdquo;besch&auml;ftigungsfreundlicher&ldquo; die Politik, so das Motto. Die wirtschaftspolitische Abteilung der Kommission hat j&uuml;ngst konkret aufgelistet, was sie f&uuml;r &bdquo;besch&auml;ftigungsfreundlich&ldquo; h&auml;lt: &bdquo;Reformen&ldquo;, die den Geltungsbereich von Tarifvertr&auml;gen reduzieren, die Tarifverhandlungen zunehmend auf die betriebliche Ebene verlagern und die &ndash; so w&ouml;rtlich -&bdquo;insgesamt zu einer geringeren Verhandlungsmacht der Gewerkschaften f&uuml;hren&ldquo;. Seit einigen Jahren sorgt die EU-Politik f&uuml;r wachsenden Druck auf Gewerkschaften und L&ouml;hne. Mit dem Euro-Plus-Pakt verpflichteten sich die EU-Staaten dazu, die Lohnkosten nur langsam steigen zu lassen. Auch der Grad der Zentralisierung von Lohnverhandlungen soll &bdquo;&uuml;berpr&uuml;ft&ldquo;, also verringert werden. Der Ma&szlig;stab f&uuml;r die Lohnentwicklung w&auml;re dann nicht mehr die gesamtwirtschaftliche, sondern die betriebliche Produktivit&auml;t. Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge sollen durch betriebliche Abkommen ersetzt werden. Das Kalk&uuml;l dahinter: Zusammenhalt und Macht der Besch&auml;ftigten schw&auml;chen und niedrigere Lohnabschl&uuml;sse erzwingen. Mit dem &bdquo;Mechanismus gegen Makro&ouml;konomische Ungleichgewichte&ldquo; wurden per Gesetz Obergrenzen f&uuml;r die Lohnst&uuml;ckkosten festgelegt: Steigen die L&ouml;hne in einem Land nach Ansicht der EU-Kommission zu schnell und unternimmt die jeweilige Regierung nichts dagegen, drohen hohe Geldstrafen. Diese Politik wird jetzt fortgesetzt: eine &bdquo;tripartite Lohnbeobachtungsgruppe&ldquo; &ndash; bestehend aus Arbeitgebern, Kommission und Gewerkschaften &ndash; soll nun die Lohnpolitik der EU-MitSgliedsstaaten &bdquo;koordinieren&ldquo;. F&uuml;r die Gewerkschaften aber gilt: Die Tarifautonomie muss verteidigt werden. Wenn die Kommission k&uuml;nftig &uuml;ber Lohnh&ouml;he und Arbeitsbedingungen mitbestimmt, freuen sich allenfalls Aktion&auml;re und Arbeitgeber. Der Gro&szlig;teil der Menschen w&uuml;rde hingegen unter sinkenden Einkommen leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/42_2012_Klartext_EU_Kommission_will_europaweit_Loehne_senken.pdf\">DGB [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Elend wird verdr&auml;ngt<\/strong><br>\nKnapp ein Viertel der EU-B&uuml;rger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. In der &Ouml;ffentlichkeit nimmt man das kaum zur Kenntnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/12-06\/039.php?sstr=Elend%7Cwird%7Cverdr%E4ngt\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Asse-Skandal<\/strong><br>\nIm ehemaligen Salzstock verrotten die Atomm&uuml;llf&auml;sser und kaum etwas passiert. Was sind die wahren Hintergr&uuml;nde f&uuml;r den Skandal?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/niedersachsen\/minuten691.html\">NDR-Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Ged&auml;chtnisl&uuml;cke &ndash; wie Politiker im Bundestag abstimmen und wie sie sich nach au&szlig;en darstellen<\/strong><br>\nWir haben vor wenigen Wochen das Feiern Katrin G&ouml;ring-Eckards als &ldquo;Anw&auml;ltin der &Auml;rmsten&rdquo; und &ldquo;K&auml;mpferin f&uuml;r soziale Gerechtigkeit&rdquo; zum Anlass genommen, einmal im Archiv des Deutschen Bundestages zu st&ouml;bern und in den dort abgelegten Protokollen nachzulesen, wie sie denn geredet und abgestimmt hat &uuml;ber die einschneidensten Sozial-&rdquo;Reformen&rdquo; seit Bestehen der Bundesrepublik, die viele vor allem als Agenda 2010 und Hartz IV kennen und als Sozialabbau erfahren und begreifen. Die Ergebnisse standen im krassen Widerspruch zu den oben zitierten Attributen, die Steffi Lemke, politische Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, der frisch gek&uuml;rten Spitzenkandidatin Katrin G&ouml;ring-Eckardt zugesprochen hat. In einem weiteren Beitrag haben wir wiederum eine Aussage der SPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles zur Riesterrente zum Ausgangspunkt genommen, um erneut im Archiv des Deutschen Bundestages nachzuschauen, wie sich denn diese Politikerin, die ja einmal als links und Gegnerin der Teilprivatisierung der Rente galt, entwickelt hat. Ein verbl&uuml;ffendes Ergebnis: Alle, auch vermeintlich linke und soziale Aush&auml;ngeschilder in der SPD, haben seinerzeit f&uuml;r die Teilprivatisierung der Rente und die Absenkung des Rentenniveaus gestimmt. Wir erhielten daraufhin Zustimmung zu dieser Art Dokumentation, auch von Gr&uuml;nen und Sozialdemokraten; offensichtlich wollen viele Menschen wissen, auf wen sie sich verlassen k&ouml;nnen bzw. wer sie verlassen zur&uuml;ckl&auml;sst, und mehr Ehrlichkeit und weniger Selbstdarstellung in der Politik. Und begr&uuml;ndet und rechtfertigt die zumindest in Teilen zu beobachtende Kluft zwischen Abstimmungsverhalten im Deutschen Bundestag und Au&szlig;endarstellung von Politikern nicht tats&auml;chlich die geh&ouml;rige Portion Verunsicherung bzw. Parteienverdrossenheit ein gutes St&uuml;ck weit mit? Ich meine schon. Und nicht nur das. Das Stimmverhalten der Politiker zeigt in meinen Augen, dass der Gehorsam gegen&uuml;ber der Parteilinie und die Angst um die politische Karriere nicht selten &uuml;ber die zumindest nach au&szlig;en vertretene &Uuml;berzeugung siegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7138\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vom Peitschen-Peer zum Pr&uuml;gelknaben<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck sagt einen Vortrag bei einer Bank kurzfristig ab, nachdem es in dem Geldhaus eine Razzia wegen des Verdachts auf Steuerbetrug gegeben hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/steinbrueck-spd-vom-peitschen-peer-zum-pruegelknaben,1472596,21042080,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Leiche aus Steinbr&uuml;cks Keller aufgetaucht<\/strong><br>\nGesetzesbegr&uuml;ndung aus der Feder des Bankenverbandes erleichterte Steuerhinterziehung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/print\/153313\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Warum soll es denn wirklich Naivit&auml;t vom damaligen Minister Steinbr&uuml;ck gewesen sein, die Entw&uuml;rfe vom Bankenverband zu &uuml;bernehmen? Kann es nicht der bewusste politische Wille gewesen sein. Und was w&auml;re schlimmer, wenn Steinbr&uuml;ck theoretisch wirklich Bundeskanzler werden w&uuml;rde (oder praktisch eher wieder Finanzminister)? Ein Naivling k&ouml;nnte im besten Fall noch aus seinen Fehlern lernen, ein &Uuml;berzeugungst&auml;ter eher nicht &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Strippte&ldquo; Steinbr&uuml;ck mit den Bankenlobbyisten?<\/strong><br>\nMehrere Banken sollen den Fiskus um Millionen gebracht haben, indem sie beim sogenannten &bdquo;Dividendenstripping&ldquo; tricksten. Das Gesetz, das dies erm&ouml;glichte, schrieb die Branche einem Bericht zufolge selbst &ndash; f&uuml;r den damaligen Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/seine-reform-liess-schlupfloecher-strippte-steinbrueck-mit-den-bankenlobbyisten_aid_875541.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/p>\n<p><em>und dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Was liegt sonst noch in Steinbr&uuml;cks Keller?<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck wird f&uuml;r seine Partei immer mehr zum Wahlkampf-Risiko. Vor dem Kr&ouml;nungsparteitag am kommenden Sonntag werden beinahe t&auml;glich neue Sachverhalte bekannt, die ihn und die Partei in schiefes Licht setzen. Die peinlichen Vorg&auml;nge werden zunehmend gravierender. Inzwischen ger&auml;t sogar seine Arbeit als Bundesfinanzminister in Verruf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/12\/07\/was-liegt-sonst-noch-in-steinbrucks-keller\/\">Post von Horn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank soll Milliardenverluste versteckt haben<\/strong><br>\nDer Vorwurf wiegt schwer, die Deutsche Bank weist ihn auch umgehend zur&uuml;ck: Ehemalige Mitarbeiter behaupten, die Bank habe Verluste bei Derivaten in bis zu zweistelliger Milliardenh&ouml;he nicht korrekt ausgewiesen. Der m&ouml;gliche Grund: Einen Antrag auf Staatshilfe vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:in-der-finanzkrise-deutsche-bank-soll-milliardenverluste-versteckt-haben\/70125877.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wiesbadens OB M&uuml;ller h&auml;lt Modell &bdquo;Mieten macht Schule&ldquo; f&uuml;r sinnvoll<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat diese Woche Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe, den Bau des Stadtmuseums und Schulsanierungen beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesbadener-kurier.de\/region\/wiesbaden\/meldungen\/print_12653634.htm\">Wiesbadener Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers PK:<\/strong> Es wundert den Leser doch sehr was sich der K&auml;mmerer und OB M&uuml;ller in Sachen PP Projekt Stadtmuseum da zusammen rechnet. Bis zu 19 Mio. EURO soll das Stadtmuseum nach Abzug des Landeszuschuss von 5 Mio. EURO kosten. F&uuml;r Zinsen und Tilgung rechnet er uns 8% Zinsen und Tilgung = 1,5 Mio. EURO pro Jahr vor, denn die Summe entspricht der j&auml;hrlichen Miete die er an den Investor zahlen will. Er w&uuml;nscht sich eine Laufzeit von 30 &ndash; 40 Jahren. 40 x 1,5 Mio. w&auml;ren dann 60 Millionen die die Stadt f&uuml;r das Museum in den 40 Jahren zahlt. Die Stadt erh&auml;lt kommunal Kredite zu einem Zinssatz von 2,5% p.a. k&ouml;nnen wir in dem Artikel lesen. Bei einer gleichzeitigen Tilgung von z.B. 2% von den 19 Mio. EURO Baukosten f&uuml;r das Stadtmuseum w&auml;ren das 380.000,- &euro; im Jahr + den 2,5% Zinsen = 480.000 EURO. In Summe: 860.000 EURO pro Jahr. Das Stadtmuseum w&uuml;rde nach 30 Jahren aber der Stadt geh&ouml;ren. Tolle Rechnung Herr OB M&uuml;ller! Ich denke hier soll wieder einmal einem privaten Investor richtig viel Geld aus dem Stadts&auml;ckel in die Tasche geschoben werden. Herr K&ouml;rber hat mit seiner Frage schon recht: Die Stadt trennt sich zum Schaden der Kommune von ihrem Tafelsilber.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Wir wirkungsvoll Kommunen vom Investor Instandhaltungsarbeiten verlangt werden k&ouml;nnen, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/28\/28125\/1.html\">beschrieb<\/a> der Privatisierungskenner Werner R&uuml;gemer sehr eindrucksvoll am Beispiel des <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wiesbaden\/interview-mit-werner-ruegemer--am-ende-ist-es-doppelt-so-teuer-,1472860,4493590,view,printVersion.html\">Bildungszentrums Ostend in Frankfurt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stuttgart 21 k&ouml;nnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten<\/strong><br>\nDie neue Berechnung einer M&uuml;nchner Beratungsfirma hat ergeben, dass das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 weitaus teurer werden k&ouml;nnte, als bislang vermutet. Von zehn Milliarden Euro ist mittlerweile die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/verkehrsexperte-stuttgart-21-koennte-bis-zu-zehn-milliarden-euro-kosten\/v_print\/7487434.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verfassungsschutz als Anti-Antifa?<\/strong><br>\nIn Th&uuml;ringen hatte die NPD am 10. Okotber 2007 die Namen und Adressen von elf Personen ver&ouml;ffentlicht, die angeblich bei einem &Uuml;berfall auf eine Nazi-Kneipe in Erfurt am 23. Juni 2007 beteiligt gewesen sein sollen. Die NPD in Erfurt bezeichnet die aufgef&uuml;hrten Personen als &lsquo;Pack&lsquo; und &lsquo;asoziale Elemente&lsquo;. Offen war bislang, woher die NPD die Namen und Adressen hatte. Nun scheint klar: vom Verfassungsschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publikative.org\/2012\/12\/05\/verfassungsschutz-als-anti-antifa\/\">Publikative<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fiscal Cliff: Das gef&auml;hrliche Experiment<\/strong><br>\nMit scharfer Munition wird derzeit im Streit um das Fiscal Cliff geschossen. Das kann gef&auml;hrlich werden. Die USA sind im Begriff, ein gigantisches &ouml;konomisches Experiment durchzuf&uuml;hren, nicht im Labor, sondern mit der gr&ouml;ssten Volkswirtschaft der Welt. Pr&auml;sident Barack Obama hat die Wiederwahl gewonnen, und zwar klar. Sein zentrales Versprechen im Wahlkampf war, die Steuergeschenke an die Adresse der Superreichen, die sein Vorg&auml;nger George W. Bush gew&auml;hrt hatte, wieder r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. In diesem Punkt hat der Pr&auml;sident gem&auml;ss Umfragen die Unterst&uuml;tzung von rund 70 Prozent der US-Bev&ouml;lkerung. Zudem steht er auch unter Druck seiner Partei. Die Gem&auml;ssigten , die sogenannte Blue-Dog-Fraktion, sind zu einem kleinen Gr&uuml;ppchen geschmolzen. Die Linken haben deutlich dazugewonnen. Sie sind zu keinem Kompromiss mit den Republikanern bereit. Das bedeutet: Der Pr&auml;sident wird auf keinen Fall einem Deal zustimmen, der nicht eine Steuererh&ouml;hung f&uuml;r die Einkommen &uuml;ber 250&rsquo;000 Dollar vorsieht. Die Republikaner sind schon l&auml;nger unter dem Einfluss der radikalen Tea Party. Sie haben eine eigentliche S&auml;uberung hinter sich. Die meisten Republikaner, vor allem die Mitglieder des Abgeordnetenhauses, haben einen Steuerschwur von Grover Norquist unterschrieben. Er verpflichtete sie, niemals Steuererh&ouml;hungen zuzustimmen. Wer gegen diesen Schwur verst&ouml;sst, riskiert, ebenfalls als Rino verstossen zu werden. Der Steuerschwur ist zudem f&uuml;r die Republikaner so etwas wie das zentrale Dogma geworden. Wenn sie in diesem Punkt nachgeben, dann ist dies f&uuml;r sie nicht nur eine schwere politische Niederlage, dann verlieren sie ihr Gesicht. Das wollen sie auf jeden Fall verhindern. Deshalb suchen die Parteioberen derzeit verzweifelt nach einem gesichtswahrenden Notausgang. Wenn sie diesen nicht bald finden, dann rast die US-Wirtschaft &uuml;ber das Fiscal Cliff.<br>\nLinke &Ouml;konomen wie beispielsweise Paul Krugman glauben, die US-Wirtschaft k&ouml;nnte diesen Schock verkraften. Erstens, weil sie inzwischen wieder sehr viel besser dasteht als noch vor einem halben Jahr. Zweitens, weil der Schock nur kurz wirken w&uuml;rde. Die Republikaner m&uuml;ssten bald nachgeben und zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt einem Kompromiss mit Steuererh&ouml;hungen zustimmen. Das &auml;ndert jedoch nichts daran, dass das Experiment &auml;usserst riskant ist. Daran erinnert der an sich liberale &Ouml;konom Alan Binder von der Princeton University im &laquo;Wall Street Journal&raquo;. Er zeigt auf, dass ein vergleichbares Experiment unter Pr&auml;sident Jimmy Carter &ndash; die Einf&uuml;hrung von Kreditkontrollen &ndash; schlagartig zu einem Stillstand der Wirtschaft gef&uuml;hrt hat, nicht wegen der Kontrollen, sondern wegen der Reaktion darauf. &laquo;Die Politiker haben die psychologische Wirkung massiv untersch&auml;tzt&raquo;, stellt Binder fest. Eine &auml;hnliche Reaktion bef&uuml;rchtet er auch auf ein Fiscal Cliff. Das Resultat w&auml;re ein R&uuml;ckfall in eine schwere Rezession und ein Ansteigen der Arbeitslosenquote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Das-gefaehrliche-Experiment\/story\/21585688\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wahrscheinlich wird die Rolle von Grover Norquist, der kein politisches Mandat&nbsp; besitzt, in den Medien etwas &uuml;bertrieben dargestellt. Es ist schwer vorstellbar, dass gestandene Politiker sich von einer einzelnen Person, die zudem kein einziges politisches Mandat hat, derart in die Pflicht nehmen lassen. Entscheidend d&uuml;rfte sein, wer hinter Norquist steht. Er leitet sie Lobby-Organisation Americans for Tax Reform, in deren R&auml;umlichkeiten sich jeden Mittwoch an die 150 Abgeordnete, Journalisten und Aktivisten treffen. Industrie und Milliard&auml;re, wie die Br&uuml;der Koch, <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/blog\/171475\/grover-norquists-budget-largely-financed-just-two-billionaire-backed-nonprofits#\">finanzieren diese Organisation<\/a>. Die Br&uuml;der Koch sind auch gewichtige Finanziers der Tea-Party-Bewegung. Es ist plausibler, dass die 279 Republikaner in Senat und Repr&auml;sentantenhaus ihren Steuerschwur gegen&uuml;ber dieser Klientel abgelegt und sich damit dauerhafte Wahlkampfhilfe gesichert haben, als dass sie eine Art Lehnseid gegen&uuml;ber einem Anf&uuml;hrer wie Norquist abgelegt haben. &ndash; Wer m&ouml;chte kann ein Portr&auml;t &ldquo;des F&uuml;rsten der Finsternis&rdquo; in der Zeit <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/48\/USA-Norquist\/\">lesen<\/a>, ein Artikel, dem aber entschieden zu widersprechen ist, wenn es da hei&szlig;t: &ldquo;An Norquist kommt niemand mehr vorbei, kein Abgeordneter, kein Pr&auml;sident.&rdquo; Es geht nicht um Norquist, sondern um die Oligarchen, die hinter ihm stehen. Ein &auml;lterer, l&auml;ngerer Artikel, &ldquo;How Grover Norquist keeps the conservative movement together&rdquo;, ist im New Yorker <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/archive\/2005\/08\/01\/050801fa_fact_cassidy\">erschienen<\/a>. Wir k&ouml;nnen nur hoffen, dass sich die republikanischen Abgeordneten und Senatoren sich daran erinnern, wem ihr Eid vorrangig gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>FTD ad&eacute;<\/strong><br>\nDie FTD stirbt, heute haben wir die letzte Ausgabe produziert. Nun wird auch die Website eingefroren, mit den gro&szlig;artigen Beitr&auml;gen aus der Abschiedsausgabe. Schluss. Nur ein kleines Dorf&hellip; Jawohl. An dieser Stelle gibt es auch k&uuml;nftig noch ein bisschen FTD-Geist. Das WirtschaftsWunder-Portal wird es vorerst auch nach der FTD noch geben. Und das Sch&ouml;ne ist: alle unsere Kooperationspartner und wichtige Gastautoren haben schon zugesagt, auch k&uuml;nftig dabei zu sein.<br>\nSo wird es auch k&uuml;nftig monatlich exklusiv und vorab Berichte aus der renommierten Zeitschrift Wirtschaftsdienst geben. Ebenso wie monatlich eine frei gestellte Zusammenfassung eines gro&szlig;en Wirtschaftsbuchs, wie es GetAbstract uns seit einigen Jahren liefert. Auch die w&ouml;chentliche Vorschau der Deka-&Ouml;konomen auf wichtige Konjunkturdaten wird es im WirtschaftsWunder weiter geben. Dazu weiter feste monatliche Gastbeitr&auml;ge, wie von David Milleker von Union Investment. Und nat&uuml;rlich den ein oder anderen Einwurf des Chef&ouml;konomen. Und vielleicht immer mal wieder Neues dar&uuml;ber, was aus den guten alten FTD-Redakteuren wird.<br>\nNach 13 Jahren ist es ein emotionaler Moment, so eine Zeitung sterben zu sehen. Nicht  mehr zu &auml;ndern. Das Leben geht weiter. Und der Geist, den diese Truppe &uuml;ber all die Jahre gelebt hat, jener Mut, frech und ironisch und respektlos zu sein, wird deshalb nicht verschwinden. Er wird hier und an anderen Stellen und neuen Zeitungen weiter leben. Keine Sorge.<br>\nAchja, die Adresse bleibt erstmal unver&auml;ndert. Ebenso wie der Mail-Kontakt &uuml;ber <a href=\"mailto:fricke.thomas@guj.de\">fricke.thomas@guj.de<\/a> Und die Facebook-Seite &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wiwu\">www.ftd.de\/wiwu<\/a>.\n<p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Fricke<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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