{"id":153969,"date":"2026-07-21T15:00:21","date_gmt":"2026-07-21T13:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153969"},"modified":"2026-07-21T16:35:44","modified_gmt":"2026-07-21T14:35:44","slug":"zwischen-geopolitik-und-realitaet-warum-der-beitritt-der-ukraine-zur-eu-eine-illusion-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153969","title":{"rendered":"Zwischen Geopolitik und Realit\u00e4t: Warum der Beitritt der Ukraine zur EU eine Illusion bleibt"},"content":{"rendered":"<p>Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit Kiew voran, doch hinter den Kulissen wachsen die Zweifel. Im Raum steht die Frage, warum eine schnelle Integration der Ukraine an B&uuml;rokratie, Korruption und einem verdeckten Machtkampf zwischen Wolodymyr Selenskyj und Br&uuml;ssel zu scheitern droht &ndash; und weshalb ein blo&szlig;es Einfrieren des Konflikts keinen Frieden bringen kann. Von <strong>G&aacute;bor Stier<\/strong>, ungarischer Auslandsjournalist. Aus dem Ungarischen &uuml;bersetzt von <strong>&Eacute;va P&eacute;li<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAus geopolitischem Kalk&uuml;l m&uuml;ssten die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) eigentlich eine schnelle Integration der Ukraine anstreben. In der Realit&auml;t halten sie dieses Szenario heute selbst nicht mehr f&uuml;r machbar. Einerseits w&uuml;rde die EU damit ihr eigenes, selbst auferlegtes Regelwerk f&uuml;r Erweiterungen &uuml;ber den Haufen werfen. Andererseits w&auml;chst in Br&uuml;ssel die Sorge vor einem unkontrollierbaren Golem im eigenen Haus.<\/p><p>Sollte die Union das Land ohne eine dauerhafte L&ouml;sung des Konflikts mit Russland aufnehmen, w&uuml;rde sie sich endg&uuml;ltig zum Gefangenen der ukrainischen Frage machen. F&uuml;r einen nachhaltigen Frieden reicht ein blo&szlig;er Stopp der Kampfhandlungen jedoch nicht aus. Trotz dieser Risiken h&auml;lt Br&uuml;ssel an Pl&auml;nen zur &Auml;nderung des Beitrittsverfahrens fest, um die Ukraine schneller einzugliedern.<\/p><p><strong>Das ungarische Veto f&auml;llt und Kiew dr&auml;ngt zur Eile<\/strong><\/p><p>Die zweij&auml;hrige politische Sackgasse durch den Widerstand der vorherigen ungarischen Regierung ist vorbei. Am 15. Juni er&ouml;ffnete die EU die erste Phase der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau &ndash; den Themenbereich Grundwerte. Aus der Abschlusserkl&auml;rung lie&szlig; die ungarische Regierung jedoch s&auml;mtliche Formulierungen streichen, die auf eine Beschleunigung des Beitritts und konkrete Zielvorgaben abzielten. Damit schien auch der Plan vom Tisch zu sein, die verbleibenden f&uuml;nf thematischen Bereiche noch vor dem Sommer zu &ouml;ffnen. Das h&auml;tte unter anderem bedeutet, die Ukraine und Moldau auf das gemeinsame Agrarsystem der EU sowie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) vorzubereiten. Ein Schritt, der in L&auml;ndern wie Polen und Frankreich auf heftigen Widerstand sto&szlig;en d&uuml;rfte.<\/p><p>Obwohl es dazu nicht kam, lenkte die ungarische Regierung in ihrer Haltung teilweise ein. Gleichzeitig mit der Er&ouml;ffnung der Verhandlungen Mitte Juni stimmte sie der Einleitung des Verfahrens f&uuml;r den sechsten Themenbereich zu. Dieser deckt die gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, den Handel sowie die Beziehungen zu Drittstaaten ab. Dar&uuml;ber hinaus signalisiert Budapest laut Br&uuml;sseler Insidern Bereitschaft, auch den zweiten und dritten Themenbereich zeitnah zu &ouml;ffnen.<\/p><p>Damit setzt sich zunehmend die Position Kiews durch. Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj betont beharrlich, die Ukraine habe trotz des Krieges alle Voraussetzungen erf&uuml;llt. Er fordert die &Ouml;ffnung aller Kapitel noch in diesem Sommer. Dieser Wunsch d&uuml;rfte zwar unerf&uuml;llt bleiben, bis zum Fr&uuml;hherbst k&ouml;nnten jedoch vier der sechs Themenbereiche ge&ouml;ffnet sein.<\/p><p>Br&uuml;ssel hat seine Pl&auml;ne zur Modifizierung des Beitrittsverfahrens keineswegs aufgegeben. Das Ziel bleibt eine schnellere Eingliederung der Ukraine. Diskutiert wird etwa eine Art abgestufte Mitgliedschaft. Dabei w&uuml;rde die Ukraine der Union zun&auml;chst ohne volles Stimmrecht beitreten. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz brachte in diesem Zuge das Konzept einer assoziierten Mitgliedschaft ins Spiel. Solche Vorschl&auml;ge wurden von EU-Diplomaten und von Selenskyj selbst jedoch umgehend zur&uuml;ckgewiesen.<\/p><p><strong>Geopolitisches Lavieren gegen die Realit&auml;t der Korruption<\/strong><\/p><p>Der Machtwechsel in Budapest hat eine neue Dynamik in den Verhandlungsprozess gebracht. Dies gilt nicht nur f&uuml;r die &Ouml;ffnung des ersten und sechsten Themenbereichs. Es bedeutet vor allem: Niemand kann sich nun mehr hinter dem Veto des ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Viktor Orb&aacute;n verstecken, um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine blo&szlig; vorzut&auml;uschen. Die EU-Partner m&uuml;ssen nun offen Farbe bekennen, wie sie sich die Zukunft des Integrationsprozesses tats&auml;chlich vorstellen.<\/p><p>Dabei wurde sofort deutlich: Die Mehrheit h&auml;lt eine schnelle Integration der Ukraine f&uuml;r unrealistisch. Br&uuml;ssel versucht im Moment den Spagat zwischen geopolitischen Interessen und den eigenen Beitrittskriterien. Politische Erw&auml;gungen sprechen zwar f&uuml;r eine m&ouml;glichst rasche Integration der Ukraine. Gleichzeitig w&auml;chst in Br&uuml;ssel das Bewusstsein, dass das Land in keiner Weise darauf vorbereitet ist &ndash; was keineswegs nur an der massiven Korruption liegt.<\/p><p>Immer mehr Verantwortlichen wird klar, dass ein Beitritt die Stimmgewichte und das Subventionssystem innerhalb der EU v&ouml;llig aus dem Gleichgewicht bringen w&uuml;rde. Zudem droht der Import eines konfliktreichen Verhandlungsstils, wie ihn die polnisch-ukrainischen Streitigkeiten bereits zeigen. Dieser k&ouml;nnte die EU spalten oder sie zumindest vollends zum Gefangenen der ukrainischen Frage machen.<\/p><p><strong>Kiews verdeckter Konflikt mit Br&uuml;ssel und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds<\/strong><\/p><p>Unterdessen ger&auml;t auch der verdeckte Konflikt zwischen Selenskyj und der EU immer mehr ins Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Das ukrainische Parlament (die Werchowna Rada) leistet regelm&auml;&szlig;ig Widerstand. Es verweigert die Verabschiedung von Gesetzen, die vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und Br&uuml;ssel gefordert werden. J&uuml;ngst scheiterte eine wegweisende Abstimmung &uuml;ber den Gesetzentwurf Nr. 12360 zur &Auml;nderung des Zollkodex. Dies ist eine Kernforderung des IWF f&uuml;r die Vergabe neuer Milliardenkredite.<\/p><p>Am Vortag hatte sich Selenskyj noch mit den Abgeordneten seiner Partei &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; getroffen. Am Abstimmungstag folgten Gespr&auml;che mit den Fraktions- und Gruppenvorsitzenden des Parlaments. Gen&uuml;tzt hat es nichts: Es fehlten die n&ouml;tigen Stimmen. Ein weiterer, von der EU und dem IWF geforderter Gesetzentwurf zur Besteuerung digitaler Plattformen wurde nicht einmal zur zweiten Lesung eingereicht.<\/p><p>Bezeichnend ist jedoch, dass andere Abstimmungen zeitgleich erfolgreich verliefen. Dazu geh&ouml;rte das Memorandum &uuml;ber einen EU-Kredit in H&ouml;he von 90 Milliarden Euro. Dieses schreibt ironischerweise genau jene Gesetzesreformen vor, die das Parlament derzeit blockiert. Allen voran betrifft dies den sogenannten Katschka-Kos-Plan &ndash; benannt nach dem stellvertretenden ukrainischen Premierminister Taras Katschka und der EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos. Dieses Abkommen zwischen der Europ&auml;ischen Kommission und der Ukraine soll den EU-Beitritt beschleunigen und Schl&uuml;sselreformen durchsetzen.<\/p><p>Woher also r&uuml;hrt dieser Widerstand innerhalb der ukrainischen politischen Elite?<\/p><p>Es steht die Vermutung im Raum, die gescheiterten Abstimmungen seien lediglich auf eine schlechte parlamentarische Vorbereitung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Nicht auszuschlie&szlig;en sind auch innenpolitische Machtk&auml;mpfe. Das Parlament versucht Muskeln zu zeigen. Es fordert, dass die Regierung jede wichtige Regulierung vorab mit den Abgeordneten abstimmt, bevor sie dem Ausland Zusagen macht. Sollte dies der Grund sein, w&auml;ren die H&uuml;rden f&uuml;r eine sp&auml;tere Verabschiedung der Gesetze rein technischer Natur.<\/p><p><strong>Der Testlauf: Wie weit kann Kiew gehen?<\/strong><\/p><p>Es gibt jedoch eine dritte, weitaus brisantere Lesart: Die Misserfolge entspringen einem systemischen Konflikt zwischen der EU und der ukrainischen F&uuml;hrung. In der Rada entstand laut Aussagen mehrerer Abgeordneter gegen&uuml;ber ukrainischen Medien der Eindruck, dass weder Selenskyj noch David Arahamija, der Fraktionsvorsitzende der ukrainischen Regierungspartei, die Verabschiedung dieser Gesetze ernsthaft wollten.<\/p><p>Nach dieser Theorie testet Selenskyj damit gezielt die Reaktionen seiner westlichen Partner. Flie&szlig;t das Geld aus dem Westen auch ohne diese Reformen weiter nach Kiew? Wenn ja, w&auml;ren weitere, weitaus gef&auml;hrlichere Gesetze aus dem Katschka-Kos-Paket komplett hinf&auml;llig. Dabei geht es insbesondere um Reformen, die die Kontrolle &uuml;ber das ukrainische Strafverfolgungssystem an internationale Experten &uuml;bertragen w&uuml;rden. Die gescheiterten Abstimmungen w&auml;ren demnach ein kontrollierter Testlauf, um die Schmerzgrenze von Br&uuml;ssel und dem IWF auszuloten.<\/p><p>Hinzu kommt ein psychologischer Faktor: Das Geld des Westens bietet zumindest noch einen gewissen Anreiz, unangenehme Gesetze durchzupeitschen. Dieser Anreiz fehlt beim Argument der europ&auml;ischen Integration v&ouml;llig. Denn Europa signalisiert Kiew hinter den Kulissen unmissverst&auml;ndlich, dass es keine schnelle Aufnahme geben wird.<\/p><p>Diplomatischen Quellen zufolge wurzeln die Probleme in einem fundamentalen Dissens &uuml;ber den Weg der europ&auml;ischen Integration. Neben dem Krieg mit Russland tobt im Hintergrund ein weiterer Konflikt, den die breite &Ouml;ffentlichkeit kaum wahrnimmt: Der Machtkampf des ukrainischen Pr&auml;sidenten mit der F&uuml;hrung der EU und den gro&szlig;en europ&auml;ischen Nationalstaaten.<\/p><p>Dieser Konflikt wird nach au&szlig;en hin unter dem Austausch von H&ouml;flichkeiten und Beistandsgarantien kaschiert. Doch von Zeit zu Zeit bricht er aus. Das zeigen gezielte Korruptionsskandale, die von den ukrainischen Anti-Korruptionsbeh&ouml;rden &ndash; dem Nationalen Anti-Korruptions-B&uuml;ro der Ukraine (NABU) und der Spezialisierten Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) &ndash; orchestriert werden, oder Berichte in den westlichen Leitmedien. Darin wird immer deutlicher artikuliert, dass Deutschland, Frankreich und die EU klare, unnachgiebige Forderungen an Selenskyj stellen. Dieser verweigert sie jedoch bisher.<\/p><p><strong>Das Ziel der EU: Externe Steuerung statt echter Partnerschaft<\/strong><\/p><p>Der Kern des Dissenses: Selenskyj will die Ukraine in ihrer jetzigen Form in die EU f&uuml;hren. Er setzt auf eine von ihm kontrollierte Machtvertikale, gef&auml;llige Regionalbeh&ouml;rden und eine abh&auml;ngige Regierung. Doch ein solches Land kann Br&uuml;ssel nicht gebrauchen. Dort w&auml;chst eine Erkenntnis: Akzeptiert man die Ukraine im aktuellen Zustand &ndash; ausgestattet mit vollem Stimmrecht und Vetomacht &ndash;, wird sich das bisherige Verhalten des bisherigen ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Orb&aacute;n dagegen wie ein Kinderspiel ausnehmen. Zumal Kiew sich dabei auf eine kampferprobte, starke Armee st&uuml;tzen kann. Dieser Armee ist in den Br&uuml;sseler Pl&auml;nen ohnehin eine Schl&uuml;sselrolle in der k&uuml;nftigen europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur zugedacht.<\/p><p>Deshalb dr&auml;ngt die EU vehement darauf, die ukrainischen Sicherheitskr&auml;fte, die Justiz und Kontrollbeh&ouml;rden unter externe Steuerung zu stellen. Wie eine Analyse des ukrainischen Nachrichtenportals <em>Strana.ua<\/em> treffend aufzeigt, ist genau das die Hauptursache f&uuml;r die Pattsituation. Sie provoziert in der Ukraine permanente interne Krisen und wird dies auch in Zukunft tun.<\/p><p>Zudem bleibt v&ouml;llig unklar, wie gro&szlig; das tats&auml;chliche Interesse der Europ&auml;ischen Union an einer schnellen und vollst&auml;ndigen Integration der Ukraine &uuml;berhaupt ist.<\/p><p><strong>Der Wartesaal: Die Ukraine als geopolitisches Schutzschild<\/strong><\/p><p>Solange der Krieg andauert, wird es definitiv keinen EU-Beitritt geben. Die Rhetorik &uuml;ber die Er&ouml;ffnung von Verhandlungsbereichen und die Perspektive auf eine Mitgliedschaft dient derzeit in erster Linie dazu, die ukrainische Gesellschaft bei Laune zu halten. In der Realit&auml;t wird sich die Frage der Integration erst nach dem Ende des Krieges stellen. In welchem Zustand sich die Ukraine und die EU dann befinden werden, wei&szlig; heute niemand.<\/p><p>Die europ&auml;ische Wirtschaft leidet unter immer schwerwiegenderen strukturellen Problemen. Sollte sich diese Krise weiter vertiefen, stellt sich eine fundamentale Frage: Ist die EU geopolitisch und &ouml;konomisch &uuml;berhaupt in der Lage, einen Beitritt der Ukraine zu verkraften? Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass Br&uuml;ssel die Ukraine lieber dauerhaft im Wartesaal belassen will. Das ukrainische Nachrichtenportal <em>Strana.ua<\/em> zitiert dazu eine diplomatische Quelle. Es ist eine Sache, das Land als Schutzschild gegen Russland zu nutzen und diese Aufgabe finanziell zu bezuschussen. Es ist eine v&ouml;llig andere Sache, die Ukraine als Vollmitglied mit Stimmrecht und permanentem Zugriff auf die F&ouml;rdert&ouml;pfe der Union aufzunehmen.<\/p><p>Offensichtlich bleibt diese Integration untrennbar an den Ausgang des Krieges gekoppelt.<\/p><p>Sowohl die ukrainische als auch die moldauische F&uuml;hrung reichten ihre Beitrittsgesuche unmittelbar nach Beginn der russischen Invasion ein. Die EU-F&uuml;hrer beschlossen im Juni 2024 einstimmig, die Verhandlungen aufzunehmen. Doch kann die Ukraine Sicherheitsgarantien und eine EU-Mitgliedschaft ohne ein umfassendes Friedensabkommen erhalten? Kaum.<\/p><p>Der Plan Kiews und seiner europ&auml;ischen Unterst&uuml;tzer sieht derzeit vor, den Krieg entlang der aktuellen Frontlinien einzufrieren. Gleichzeitig soll Moskau vor einem internationalen Tribunal f&uuml;r Kriegsschuld zur Rechenschaft gezogen und zu Reparationszahlungen verpflichtet werden. Selenskyj will den Weg in die EU beschreiten, ohne die Beziehungen zu Russland zu regeln. Br&uuml;ssel verlangt von Beitrittskandidaten jedoch ausnahmslos, territoriale Streitigkeiten mit Nachbarstaaten vor dem Beitritt beizulegen. Die einzige historische Ausnahme war Zypern. Das war jedoch ein Konflikt v&ouml;llig anderer Natur, der zudem seit Jahrzehnten eingefroren war.<\/p><p>Die Ukraine kann verl&auml;ssliche Sicherheitsgarantien und einen EU-Beitritt nur dann erreichen, wenn der Krieg umfassend beigelegt wird. Das Stoppen der Kampfhandlungen kann dabei nur der erste Schritt sein. N&ouml;tig ist eine vertragliche Regelung der Streitigkeiten zwischen der Ukraine und Russland sowie idealerweise zwischen Russland und dem Westen.<\/p><p>Die Ukraine ben&ouml;tigt folglich kein blo&szlig;es Einfrieren des Krieges, sondern ein dauerhaftes, tragf&auml;higes Friedensabkommen. In diese Richtung bewegen sich die Dinge derzeit jedoch nicht.<\/p><p><em>(Der Artikel erschien urspr&uuml;nglich in der ungarischen Wochenzeitung Demokrata.)<\/em><\/p><p><small>Titelbild: paparazzza \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/9b1b30d4120b49e681f644c17f300c8e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit Kiew voran, doch hinter den Kulissen wachsen die Zweifel. Im Raum steht die Frage, warum eine schnelle Integration der Ukraine an B&uuml;rokratie, Korruption und einem verdeckten Machtkampf zwischen Wolodymyr Selenskyj und Br&uuml;ssel zu scheitern droht &ndash; und weshalb ein blo&szlig;es Einfrieren des Konflikts keinen Frieden bringen kann. 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