{"id":154032,"date":"2026-07-22T16:00:38","date_gmt":"2026-07-22T14:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154032"},"modified":"2026-07-22T14:29:22","modified_gmt":"2026-07-22T12:29:22","slug":"leserbriefe-zu-vom-sozialstaat-zum-primat-der-aussenpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154032","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eVom Sozialstaat zum Primat der Au\u00dfenpolitik\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Alexander Neu<\/strong> diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=153908\">in diesem Beitrag<\/a> anl&auml;sslich der aktuellen Beschl&uuml;sse der Bundesregierung, staatliche Leistungen in vielen Politikbereichen zu k&uuml;rzen sowie Beitragserh&ouml;hungen (Renten-, Pflege- und Krankenkassenbeitr&auml;ge) und l&auml;ngere Lebensarbeitszeiten &uuml;ber den Weg von der Errungenschaft des Sozialstaates der Nachkriegsordnung &uuml;ber den verhandelbaren, zu &bdquo;reformierenden&ldquo; Sozialstaat der unipolaren Ordnung hin zum Sicherheitsstaat im Inneren und &Auml;u&szlig;eren der letzten zehn Jahre. Dieser Prozess sei kein Schicksal. Vielmehr sei er von Menschen gemacht und von einer politisch-medialen und &ouml;konomischen Elite gewollt und umgesetzt. <strong>Das Primat der Au&szlig;enpolitik gegen&uuml;ber der Innenpolitik<\/strong> <strong>sei ein elit&auml;res und obrigkeitsstaatliches Projekt. <\/strong>Wenn jedoch der Nutzen f&uuml;r die politisch-&ouml;konomischen Eliten gegeben sei, sei er nicht automatisch f&uuml;r den Rest der Gesellschaft gesichert &ndash; eher im Gegenteil. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe dazu, in denen auch andere Meinungen enthalten sind. Hier folgt nun eine Auswahl. F&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS,<\/p><p>Deutschland unterst&uuml;tzt die Ukraine nicht nur massiv, sondern befindet sich brereits mit Ru&szlig;land im Krieg, was uns von der Politik wie von den Medien vorenthalten wird.. Weder die hiesige Politik noch die Medien haben &ouml;ffentlichgemacht, da&szlig; Ru&szlig;lands Regierung den deutschen Botschafter Lambsdorff einbestellt und ihm klargemacht hat, da&szlig; Ru&szlig;land bekannt sei, ein Gro&szlig;teil der in der Ukraine verschossenen Drohnen sei Made in Germany und folglich befinde sich Deutschland mit Ru&szlig;land im Krieg. Wie lange Ru&szlig;land dem noch zuschaut und nicht auch in Deutschland eingreift ??? Dann hei&szlig;t es wohl wieder russischer Angriffskrieg, wenn eine Reaktion dann noch m&ouml;glich ist.<\/p><p>Fritz Schmidt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Alexander Neu,<\/p><p>ich wei&szlig; nicht genau, was Sie mit dem im 19. Jahrhundert von Leopold von Ranke eingef&uuml;hrten, konservativem Kampfbegriff des &ldquo;Primats der Politik&rdquo; bezwecken. Was Sie f&uuml;r die fr&uuml;he Zeit als Primat der Au&szlig;enpolitik beschreiben, zeichnet ziemlich genau das aus, was gemeinhin als Imperialismus bezeichnet wird. Die Ideologie und Praxis des NS-Staats geht allerdings weit &uuml;ber diesen klassischen Imperialismus hinaus. Nun zur Gegenwart: Ihre Intention verstehe ich nicht wirklich. Deutschlands Au&szlig;enpolitik ist von &ndash; nennen wir es mal so &ndash; Vasallentum gegen&uuml;ber den USA gepr&auml;gt. Wenn man das Primat der Au&szlig;enpolitik nennt, ist das im Kern zwar zutreffend, hat aber mit der urspr&uuml;nglichen Begrifflichkeit &uuml;berhaupt gar nichts zu tun und verwirrt eher.<\/p><p>Gro&szlig;machtphantasien undere Eliten kann ich auch nicht erkennen. Und die Frage, warum unsere Eliten sich so bedingungslos hinterr die Ukraine stellen, ist mir immer noch nicht gekl&auml;rt. Das in aller K&uuml;rze.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDr. Ulrich Zumdick<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Alexander Neu hat das sehr einfach und daher auch sehr eing&auml;ngig aufgebaut, was sich in Deutschland seit gerade mal 195 Jahren entwickelt hat &ndash; seit dem 18. Januar 1871. In seinem Beitrag hat er so ziemlich alles einflie&szlig;en und auch vorbeiflie&szlig;en lassen, was sich an geopolitischen, sozialpolitischen, wirtschaftspolitischen und insbesondere auch machtpolitischen Strukturbr&uuml;chen &uuml;ber diese deutsche Geografie gefaltet hat. Das ist eine sehr kurze, aber sehr faltenreiche Geschichte, denn um 1800 war dieses zentraleurop&auml;ische Gebilde ein Flickenteppich von mehr als 300 Herrschaften &ndash; also eine Vielstaaterei. Der Text ist so aufgebaut, dass auch ein an Geschichte bislang wenig interessierter junger Mensch sich vielleicht verf&uuml;hren l&auml;sst, mal des Wissenwollens wegen online zu gehen.<\/p><p>Ich meine mich zu erinnern, dass mal ein Kanzler -Helmut Schmidt?- gesagt hat: &ldquo;Erst einmal etwas lernen und dann etwas leisten und erst dann die sch&ouml;nen Dinge dieses Lebens genie&szlig;en!&rdquo; Da war ich noch ein junger Lehrer und ich habe meine Sch&uuml;ler diesen Spruch in Sch&ouml;nstschrift in das Geschichteheft schreiben lassen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich im Wartezimmer vom Doc im Spiegel las, dass Breschnew hoffte, Schmidt auf die Seite der Sowjetunion ziehen zu k&ouml;nnen. Das ist nicht gelungen, der Kanzler war halt ein Transatlantiker und ich lese den Spiegel eigentlich schon lange nicht mehr. Leute wie Autor Neu schreiben ja in den NDS. Kanzler Merz, den die gro&szlig;e Mehrheit der Bundesb&uuml;rger f&uuml;r NiCHTTAUGLICH befindet, hat einen SPD-Mann als Verteidigungsminister, der mit Verve die Bundeswehr in die Kriegst&uuml;chtigkeit zwingen will. Herr Neu wird mir nicht b&ouml;se sein &ndash; dieser Pistorius -ehedem ein Koofmich- hat T&uuml;chtigkeit statt Tauglichkeit gefordert! Meine politische Tauglichkeit hat mich vor vielen Jahren mein SPD-Parteibuch niederlegen lassen! Schade um diese gro&szlig;e Partei. Jetzt lassen Waffenlobbyisten ihre BEILE KLINGEN. Eine kleine Anmerkung noch: Ich lese hier, das Primat der Au&szlig;enpolitik w&uuml;rde vom Au&szlig;enkanzler betrieben &ndash; was die zust&auml;ndigen Minister*innen da geleistet haben und weiter leisten, kann und darf dieser Staat sich nicht weiter leisten.<\/p><p>Alexander Neu sagt es unverbl&uuml;mt (ich h&ouml;re es so): Diese Horde von politischen Nichtsnutzen, die handytippend unsere Parlamente bev&ouml;lkern, geleiten unser Land in eine bedrohliche Deindustrialisation, die das &ldquo;UND DANN ETWAS LEISTEN&rdquo;&nbsp; ad absurdum f&uuml;hrt &ndash; daraus folgt also, dass bei konsequenter Weiterf&uuml;hrung dieser &ldquo;Politik&rdquo; wir alle in einem unsinnigen oder unhaltbaren Resultat enden &ndash; wenn nicht sogar in einem massenhaften Tod. Ich w&uuml;rde Herrn Neu gerne fragen, ob Helmut Schmidt heute auch zur Kriegst&uuml;chtigkeit aufrufen w&uuml;rde! Der sch&ouml;nen Dinge wegen!<\/p><p>Mit Dank<br>\nDieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Neu,<\/p><p>Im Beitrag fehlt etwas sehr wichtiges: der Staat, beziehungsweise die Regierung gibt ja nicht nur Geld aus das sie &uuml;ber Einnahmen bekommt, sie macht auch Schulden. Der B&uuml;rger nimmt also auch die Rolle eines B&uuml;rgen auf sich, der auch die Schulden zu zahlen hat die er nicht selbst gemacht hat. Die Bev&ouml;lkerung wird nicht gefragt ob sie die Rolle eines B&uuml;rgen auf sich nehmen will, diese wird ihr aufgezwungen.<\/p><p>Damit nicht genug, die Regierung versucht auch die Bev&ouml;lkerung zu t&auml;uschen:<\/p><p>Sonderschulden werden als Sonderverm&ouml;gen deklariert.<\/p><p>Die Behauptung die Bev&ouml;lkerung sei bereit Opfer zu bringen, beschreibt die Situation recht gut. Die Bev&ouml;lkerung ist Opfer einer zerst&ouml;rerischen Politik, die Bereitschaft, insofern es diese wirklich gibt, wird der Bev&ouml;lkerung per Gehirnw&auml;sche eingetrichtert.<\/p><p>Inwiefern ein Gro&szlig;machtstatus der Bev&ouml;lkerung zugute kommt ist eine Frage die berechtigt ist. Es ist wenig wahrscheinlich dass die 1,6 Millionen die angewiesen sind auf die Tafeln, von ihrem wenig beneidenswerten Schicksal erl&ouml;st werden durch einen Gro&szlig;machtstatus ihres geliebten Vaterlands. Sehr sch&ouml;n l&auml;sst sich das demonstrieren am Beispiel Gro&szlig;macht USA mit 36 Millionen B&uuml;rgern (10,6% der Bev&ouml;lkerung )unter der Armutsgrenze. 27 Millionen sind nicht Krankenversichert.<\/p><p>Je st&auml;rker Deutschland dient, ja da liegt ja gerade das grosse Problem. Die Regierung dient nicht der eigenen Bev&ouml;lkerung, sondern sie dient anderen, den eigenen 1% und den weit entfernten 1% .<\/p><p>Unser Kanzler Merz entspricht vollst&auml;ndig der Definition wovon sich das Wort Kanzler ableitet: es leitet sich ab vom lateinischen Wort cancelli ( Gitter, Schranke ). Er lebt und arbeitet v&ouml;llig getrennt von 99% der Bev&ouml;lkerung, die ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Diese Trennung beschreibt das Wort Weltfremd sehr gut.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Mannschaft der Nachdenkseiten,<\/p><p>Als der damalige BDI-Chef Hans-Olaf Henkel bereits 1995 forderte, dass soziale Ein&shy;richtungen keinen Bestandsschutz beanspruchen sollen &ndash; Ende 1997 bezeichnete er den Bruch von Tarifvertr&auml;gen als vorbildlich und rief sogar dazu auf &ndash; kommentierte der ehemalige Senatspr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts, J&uuml;rgen Chr. Mahrenholz:<\/p><p>&bdquo;&hellip; was die Wirtschaftsverb&auml;nde &hellip; und Lobbyisten &hellip; fordern, um den Sozial&shy;abbau durchzusetzen, widerspricht dem Artikel 20 unserer freiheit&shy;lich-demokratischen Grund&shy;ordnung &hellip; so eklatant, da&szlig; mir &hellip; die Frage gekommen ist, ob es sich bei den &hellip; genannten Verb&auml;nden und M&auml;nnern (Tyll Ne&shy;cker, Hans-Peter Stihl, Klaus Murmann und jetzt Hans-Olaf Henkel) um regu&shy;l&auml;r verfassungsfeindliche Institutionen und Personen handeln k&ouml;nnte.<br>\nSchlie&szlig;lich beansprucht neben Artikel eins (&lsquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist un&shy;antastbar. &hellip; &lsquo;) &hellip; nur noch &hellip; Artikel 20 den von Juristen so bezeichneten &lsquo;Ewigkeits&shy;charakter&rsquo; f&uuml;r sich &hellip; Der einmal errungene soziale Bestand darf eben nicht eliminiert oder &hellip; beeintr&auml;chtigt werde. Das hei&szlig;t: Artikel eins und&nbsp;20 &hellip; d&uuml;rfen nicht einmal mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit &hellip; ge&auml;ndert werden &hellip;&ldquo;<\/p><p>Quellanangabe:<\/p><p>J&uuml;rgen Chr. Mahrenholz. Leserbrief in der &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1995. Zitiert in: Anne Rieger &amp; Ulrich Sander (Hrsg.). (1995). &bdquo;Schwarz-Braun-Buch. Ein alternativer Verfassungsschutzbericht.&ldquo; Bonn. Pahl Rugenstein Nachfol&shy;ger, S. 207.<\/p><p>1995 konnte man sich einen Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt, der fast t&auml;glich die Pro&shy;paganda gegen den Sozialstaat sch&uuml;rte, sowie die Hartz-Gesetze und Agenda 2010 von Gr&uuml;nen und SPD ab 1999 noch nicht vorstellen.<br>\nFrage: warum stellt heute kein Verfassungsrichter die o.g. Frage angesichts der vors&auml;tz&shy;lich geplanten und beschlossenen Zerst&ouml;rung der sozialen Sicherungssysteme? Handeln viele unserer Politiker, Wirtschaftsbosse und Journalisten demzufolge verfassungswid&shy;rig?<\/p><p>Hinweise zu den Personen:<br>\nTyll Necker: bis 1994 Pr&auml;sident des BDI (Bund deutscher Industrie)<br>\nHans-Peter Stihl: bis 2001 Pr&auml;sident des DIHT (Deutscher Industrie- und Handelstag)<br>\nKlaus Murmann: bis 1996 Pr&auml;sident des BDA (Bund deutscher Arbeitgeberverb&auml;nde)<br>\nDieter Hundt: 1996 bis 2013 Pr&auml;sident des BDA<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&ouml;rg Fauser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Alexeaner Neu schreibt&nbsp; &uuml;ber den Umgang mit Steuereinnahmen:<\/p><p>&ldquo;Die Steuereinnahmen werden, so zumindest der Leitgedanke, im Sinne und zum Wohle der Gesellschaft umverteilt, also wieder ausgegeben. Dies geschieht treuh&auml;nderisch &ndash; soll hei&szlig;en: In einem demokratisch verfassten Staatsgebilde sind die Gelder nicht das frei verf&uuml;gbare Privateigentum der jeweiligen Regierung, sondern diese Regierung hat die Gelder nur treuh&auml;nderisch zu verwalten. So weit zur Theorie.&rdquo;<\/p><p>Damit es nicht bei der Theorie bleibt braucht es den Zugiff aller B&uuml;rgerInnen auf den Staat. Hei&szlig;t auch, es bedarf einer Verfassungsreform, die allen politische Machtgleichheit erm&ouml;glicht und politische Parteien &uuml;berfl&uuml;ssig werden l&auml;&szlig;t.&nbsp; Parteik&auml;mpfe verhindern&nbsp; , dass in einem demokratisch verfassten Staatsgebilde die Gelder eben nicht &ldquo;treuh&auml;nderisch verwaltet&rdquo; werden<\/p><p>Das muss sich &auml;ndern, z.B. durch erweiterte Machtzirkulation und Verantwortung f&uuml;r alle, siehe: <a href=\"https:\/\/wyriwif.wordpress.com\/2019\/03\/22\/wie-geloste-buergerversammlungen-gewaehlten-regierungen-den-hintern-retten\/\">Wie geloste B&uuml;rgerversammlungen gew&auml;hlten Regierungen den Hintern&nbsp;retten<\/a><\/p><p>Stichwort Aussenpolitik:<\/p><p>&ldquo;Die Au&szlig;enpolitik einer modernen Losdemokratie w&auml;re wahrscheinlich <strong>kein System zuf&auml;lliger Entscheidungen<\/strong>, sondern eine Kombination aus:<\/p><ul>\n<li>professionellem diplomatischem Dienst,<\/li>\n<li>ausgelosten B&uuml;rgergremien als politische Entscheidungstr&auml;ger,<\/li>\n<li>klaren verfassungsrechtlichen Leitlinien,<\/li>\n<li>und unabh&auml;ngiger wissenschaftlicher Beratung.<\/li>\n<\/ul><p>In der Forschung zu Losdemokratie wird h&auml;ufig vorgeschlagen, Auslosung und Fachkompetenz zu verbinden: B&uuml;rger entscheiden nach intensiver Information und Anh&ouml;rung von Experten, anstatt spontan oder ohne Vorbereitung. Dadurch soll die demokratische Legitimation gest&auml;rkt werden, ohne auf das notwendige Fachwissen in der Au&szlig;enpolitik zu verzichten.&rdquo; <a href=\"https:\/\/chatgpt.com\/?prompt=Wie+sieht+%22aussenpolitik%22+in+einer+Losdemokratie+aus%3F\" target=\"_top\">chatgpt.com\/?prompt=Wie+sieht+%22aussenpolitik%22+in+einer+Losdemokratie+aus%3F<\/a><\/p><p>Ute Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p>die &Uuml;berschrift ist interessant gew&auml;hlt, denn der Sozialstaat soll unter die milit&auml;rischen R&auml;der kommen, ganz nach US-Vorbild. Daf&uuml;r sorgt US-BlackRock-Merz und sein transatlantisches Schattenkabinett; wenn die es nicht verm&ouml;gen, dann wird es von der EU machen, die EU-Kaiserin vorm Herrn. Da werden auch schonmal Milliarden-Vertr&auml;ge per SMS ausgehandelt, die dann hinterher &ldquo;ups!&rdquo; nicht mehr vorhanden sind.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Ist der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&ldquo;Sind private Vorsorgema&szlig;nahmen alternativlos, um nicht sp&auml;ter Pfandflaschen aus den M&uuml;lleimern picken zu m&uuml;ssen? Und warum ist so viel Geld f&uuml;r die Aufr&uuml;stung, die Militarisierung, und f&uuml;r die Ukraine da? Gibt es hier einen Zusammenhang?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Immer diese rhetorischen Fragen! Zu den Pfandflaschen kann ich aber schonmal Eines sagen: diese &ldquo;Ressource&rdquo;, die Flaschen aus der Politik auch schonmal durchaus als &ldquo;Einnahmen&rdquo; besteuern wollten, ist endlich. Demn&auml;chst bringen sich Rentner und arbeitslose 55-j&auml;hrige gegenseitig bei einem Kampf um den lukrativen Inhalt eines M&uuml;lleimers um. Politisch ist das eine erb&auml;rmliche Bankrotterkl&auml;rung.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der moderne Sozialstaat ist auch das Ergebnis eines Konkurrenzkampfes zwischen dem Kapitalismus des Westens und des wenig gegl&uuml;ckten sozialistischen Staatsprojekts Osteuropas.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ich mu&szlig; doch sehr bitten. Errungenschaften wie das Betriebsverfassungsgesetz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und weitere Leistungen, die der kapitalistischen Verwertung abgerungen wurden, wurden von den Arbeitern in eben diesen kapitalistischen Systemen mit viel Blutzoll erk&auml;mpft. Gleich im n&auml;chten Satz wird dies auch eingestanden: &ldquo;Grundwiderspruch zischen Kapital und Arbeit&rdquo;. Absicht oder Versehen?<\/p><p>Steuergelder dienen in der modernen Politik auch noch einem ganz anderen Zweck: zur freien Verf&uuml;gung f&uuml;r korrupte Politiker! Wie viele Milliarden an Steuergelder sind doch gleich in die Firma von Jens Spahns Ehemann geflossen? Gelder, die Jens Spahn h&ouml;chstpers&ouml;nlich als damaliger Gesundheitsminister von den Steuereinnahmen abzwackte. In Spanien gab&rsquo;s f&uuml;r diese Form der Korruption 24 Jahre Gef&auml;ngnis. Die Herren Spahn k&ouml;nnen hingegen illegalen Aktivit&auml;ten im Ausland nachgehen, ohne da&szlig; das irgend ein Nachspiel h&auml;tte. Wer jetzt da an den &ldquo;R&uuml;cktritt&rdquo; von Jens Spahn denkt: Pustekuchen, Merz hat ihn gefeuert, nicht, weil er eine Leihmutterschaft im Ausland in Anspruch genommen hat, sondern weil er ihm zu m&auml;chtig wurde. Der Abgang war nicht freiwillig.<\/p><p>Deutschland ging es ab dem Ende des 2. Weltkrieges bis zur &ldquo;Agenda 2010&rdquo; nur deswegen gut, weil a) Kriegsschulden erlassen wurden und b) nach dem Kaputtbomben ein erfolgreicher Wiederaufbau stattfand, an dem sich Kapitalisten, die damals noch nicht so gierig waren wie heute (denn auch das spielt eine Rolle), gesund sto&szlig;en konnten. Seit aber ab den 2000er-Jahren das Casino mit Derivaten, Wetten und &auml;hnlichem Zeug, das normalerweise unter die Regulierung von Gl&uuml;cksspielsucht f&auml;llt, ge&ouml;ffnet hat, was sich gemeinhin &ldquo;B&ouml;rse&rdquo; nennt, kennt nicht nur die Ausuferung exorbitanter &ldquo;Verm&ouml;gen&rdquo; keine Grenzen mehr, sondern auch die Pl&uuml;nderung all dessen, was in den letzten 150 Jahren von den Arbeitern (nicht &ldquo;Sozialisten&rdquo;!) hart erk&auml;mpft worden war.<\/p><p>Was Herr Neu mit &ldquo;Au&szlig;enpolitik&rdquo; zu umschreiben versucht, das sind in Wahrheit elit&auml;re Netzwerke: Atlantikbr&uuml;cke, Council of Foreign Relations, World Economic Forum, Bilderberger und wie sie alle hei&szlig;en: die echte Regierung sozusagen, die man auch &ldquo;Schattenregierung&rdquo; nennen k&ouml;nnte. Oder &ldquo;reGIERung&rdquo;. Denn schlie&szlig;lich wollen sie alle nur unser Bestes: unser Geld.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Hierbei spielt auch das Wirken so mancher Kulturschaffender und Intellektuellen, die einst als kritisch galten, eine wichtige Rolle, um die Deutungshoheit &uuml;ber die Narrative zugunsten des Elitenprojekts zu festigen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sch&ouml;ne Umschreibung f&uuml;r &ldquo;erkauft&rdquo; oder &ldquo;erpre&szlig;t&rdquo;. Granden wie Volker Pispers oder Georg Schramm, die sich weder kaufen noch erpressen lassen, haben stattdessen gleich ganz aufgeh&ouml;rt. Eine Form der Erpressung kann man auch ganz gut am -einst!- sehr kritischen Format von &ldquo;Die Anstalt&rdquo; ablesen.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Es kommt die Kosten-Nutzen-Rechnung ins Spiel.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Man k&ouml;nnte meinen, da&szlig; es nichts Wichtigeres gibt als Geld &mdash; Geld, das &uuml;brigens in der Natur nicht nat&uuml;rlich vorkommt, sondern vom Menschen gemacht wurde. Ich bin f&uuml;r dessen Abschaffung. Obsz&ouml;ner Reichtum, Menschen verhungern deswegen und bringen sich deswegen gegenseitig um? Alles weg damit. Wenn die moderne Menschheit Eines verkennt, dann ist es die Macht von Gier.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-154032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=154032"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154032\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154036,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154032\/revisions\/154036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=154032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=154032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=154032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}