{"id":15405,"date":"2012-12-10T08:51:35","date_gmt":"2012-12-10T07:51:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405"},"modified":"2012-12-10T08:53:25","modified_gmt":"2012-12-10T07:53:25","slug":"hinweise-des-tages-1778","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h01\">IG-Metall-Kurswechel-Kongress<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h02\">SPD-Bundesparteitag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h04\">ILO: Krise dr&uuml;ckt weltweit auf die Einkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h05\">Steuerabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h06\">It&rsquo;s official: Austerity Enconomics doesn&rsquo;t work<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h07\">Bankenkrise &ndash; Siechtum mit System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h08\">UDE: MIndestlohn wirkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h09\">Arbeitslosigkeit: Arbeitsmarktforscher schreiben S&uuml;deuropa ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h10\">Wir m&uuml;ssten diesen Riester-Unfug stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h11\">Rhetorik der Selbstt&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405#h12\">Zeitungen: Lieber Staat, rette uns!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15405&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IG-Metall-Kurswechel-Kongress<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wirtschaft geht auch gerecht<\/strong><br>\nDer IG-Metall-Kongress in Berlin wirbt f&uuml;r einen Kurswechsel. Der ehemalige brasilianische Pr&auml;sident Lula da Silva begeistert die Gewerkschafter mit seiner Bilanz im Kampf gegen Armut.<br>\nWenn die Europ&auml;er von jemandem lernen k&ouml;nnen, wie man mit Krisen umgeht und sie &uuml;berwinden kann, dann von diesem Mann. F&uuml;r Deutsche seien Krisen ungewohnt, aber nicht f&uuml;r ihn, erz&auml;hlt er. &bdquo;Seit ich sieben Jahre alt bin, ist in meinem Land Krise&ldquo;, ruft Luiz In&aacute;cio Lula da Silva in den Saal. Der ehemalige Arbeiterf&uuml;hrer und brasilianische Pr&auml;sident ist nach Berlin gekommen, um auf dem IG Metall-Kongress &bdquo;Kurswechsel f&uuml;r ein gutes Leben&ldquo; &uuml;ber seine Erfahrungen zu berichten. Als junger Mann habe er die Sojadosen zu Hause gestapelt, weil jeder seinen Lohn sofort im Supermarkt ausgeben habe. Kein Wunder bei einer Inflation von 80 Prozent &ndash; im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ig-metall-kongress-wirtschaft-geht-auch-gerecht,1472780,21060012.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>James Galbraith &ndash; &ldquo;Das Geld lieber direkt an die B&uuml;rger zahlen&rdquo;<\/strong><br>\nDer US-&Ouml;konom James Galbraith findet, Br&uuml;ssel sollte bei der Griechenland-Hilfe die korrupte Verwaltung dort umgehen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F12%2F08%2Fa0105&amp;cHash=aea0ba58ea5163057c1ea698ca1d9a7a\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Sichere Arbeit und &ouml;kologischer Wandel<\/strong><br>\nKurswechsel-Kongress der IG Metall: Berliner Erkl&auml;rung<br>\nWir werden die Politik daran messen, ob sie den Kurswechsel in Wirtschaft und Gesellschaft mit Investitionsoffensiven, sicheren Arbeitsbedingungen und &ouml;kologischem Denken umsetzt&rdquo;, k&uuml;ndigte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, heute in Berlin an.<br>\nWeltweite Megatrends bestimmen heute die Arbeits- und Lebenssituation der Menschen. Obwohl die Situation in Brasilien, Spanien, Nigeria, Pakistan und in Deutschland unterschiedlich ist &ndash; die Probleme m&uuml;ssen gemeinsam angegangen und bew&auml;ltigt werden. Das geht nur mit einem grundlegenden Politikwechsel, stellte Berthold Huber, der Erste Vorsitzende der IG Metall, heute in Berlin fest. Dort ging der dreit&auml;gige internationale Kongress der IG Metall &ldquo;Kurswechsel f&uuml;r ein Gutes Leben&rdquo; zu Ende.<br>\n&ldquo;Wir werden die Politik daran messen, ob sie den Kurswechsel in Wirtschaft und Gesellschaft mit Investitionsoffensiven, sicheren Arbeitsbedingungen und &ouml;kologischem Denken umsetzt&rdquo;, sagte Huber. Gute und sichere Arbeit ist unabdingbar. Nur dann k&ouml;nnen Besch&auml;ftigte die f&uuml;r erfolgreiches Wirtschaften notwendigen Innovationen entwickeln. Und dass weitgehende technologische Innovationen unabdingbar sind, um den &ouml;kologischen Umbau der Industrie voranzutreiben, darin waren sich die Teilnehmer des IG Metall Kongresses &ldquo;Kurswechsel f&uuml;r ein Gutes Leben&rdquo; einig. Nur wenn es gelingt, &uuml;ber aktive Industriepolitik die Wertsch&ouml;pfung auszubauen und sie neu, &ouml;kologisch zu gestalten, kann langfristig Wohlstand gesichert werden. [&hellip;]<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-7D08B580-2D697992\/internet\/style.xsl\/kurswechsel-kongress-der-ig-metall-berliner-erklaerung-11021.htm\">IG Metall<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-7D08B580-2D697992\/internet\/style.xsl\/kurs_wechsel.htm\">Kurswechsel f&uuml;r ein gutes Leben &ndash; IG Metall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD-Bundesparteitag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Keine Wechselstimmung<\/strong><br>\nMan kann ja heutzutage alles nachlesen, online, zumeist sogar in Echtzeit. Diesen Satz aber habe ich mitgeschrieben, fein s&auml;uberlich, mit meinem altmodischen F&uuml;llfederhalter: &ldquo;Wir lassen uns auch nicht die Rendite der Reformpolitik stehlen.&rdquo; [&hellip;]<br>\nNimmt man nur diesen Auschnitt der Rede, der f&uuml;rwahr kein unwesentlicher ist, verr&auml;t er doch, welch Geistes Kind Steinbr&uuml;ck weiterhin ist, haben die Delegierten der SPD und dem Teil der Bev&ouml;lkerung, der sich &uuml;berhaupt noch f&uuml;r Politik interessiert und w&auml;hlen geht, heute unter frenetischem Beifall einen M&auml;rchenonkel als Kanzlerkandidaten beschert. [&hellip;]<br>\nEs empfiehlt sich, die ganze Rede zu lesen. Sie enth&auml;lt auch viele richtige und erstrebenswerte Punkte, benennt soziale und &ouml;konomische Schieflagen. Weder aber liefert Steinbr&uuml;ck eine schl&uuml;ssige Analyse der Verh&auml;ltnisse und m&ouml;glicher Auswege, noch kann er mit den oben zitierten Aussagen glaubw&uuml;rdig f&uuml;r eine Alternative stehen. Dazu h&auml;tter er sich mit seiner eigenen und der Politik seiner Partei seit Schr&ouml;der kritisch auseinandersetzen m&uuml;ssen. Das gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r die Personen Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel und deren Reden, die sie heute in gleicher Manier gehalten haben. Steinbr&uuml;ck hat dies nicht unterlassen, weil er dies nicht kann; er hat es nicht getan, weil er von der Richtigkeit der &ldquo;Reformpolitik&rdquo; nach wie vor fest &uuml;berzeugt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7329\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Best of Steinbr&uuml;ck. Ein R&uuml;ckblick in Zitaten<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck ist SPD-Kanzlerkandidat. Er gilt als Finanz- und Wirtschaftsfachmann, der mit deutlichen Worten klare und feste Positionen vertritt. Seine Kandidatur ist Anlass genug, Bilanz zu ziehen: Was sagt dieser Mann tats&auml;chlich? Was denkt er? Wie konsequent bleibt er bei seinen Positionen? Wie glaubw&uuml;rdig sind seine Aussagen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1045\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><strong>Peer Steinbr&uuml;ck, selbst ernannter Welt&ouml;konom mit Fehleinsch&auml;tzung<\/strong><br>\nWas heute einhellige Beschlusslage ist, hat der jetzige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck noch 2007 verteufelt: eine einheitliche Bankenaufsicht in Europa. Als Finanzminister verb&uuml;ndete er sich mit London dagegen.<br>\nAufmerksame und regelm&auml;&szlig;ige Leser der Financial Times Deutschland kennen das Motto dieser Zeitung nat&uuml;rlich: &ldquo;Wissen, was wichtig wird&rdquo;.<br>\nDas nunmehr unzweifelhafte Ableben der FTD bringt es freilich mit sich, dass das, was dereinst wichtig sein wird, von uns nicht mehr journalistisch begleitet werden kann &ndash; wie zum Beispiel die Bundestagswahl. Die findet bekanntlich im Herbst kommenden Jahres statt, und weil die FTD dann bereits in Frieden ruhen wird, bleibt uns in dieser Hinsicht leider nur der Blick zur&uuml;ck.<br>\nAber auch der kann spannend sein. Vor allem wenn es um Peer Steinbr&uuml;ck geht. Der selbst ernannte Welt&ouml;konom aus Hamburg-Uhlenhorst will f&uuml;r die Sozialdemokraten das Kanzleramt zur&uuml;ckerobern, hat derzeit allerdings mehr mit seiner fr&uuml;heren T&auml;tigkeit als gut bezahlter Vortragsredner zu k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:ftd-serie-banken-vor-fuenf-jahren-peer-steinbrueck-selbst-ernannter-weltoekonom-mit-fehleinschaetzung\/70124806.html#utm_source=rss&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Embedded Neoliberalism<\/strong><br>\nDas Projekt des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck hei&szlig;t Finanzmarktregulierung &ndash; in Europa und mit mehr &raquo;Demokratie&laquo; beim Abnicken l&auml;ngst gefallener Entscheidungen<br>\nDie Sache begann im Herbst 2011 als Lachnummer. Ein Buchcover zeigte den Altkanzler Helmut Schmidt und den Abgeordneten Peer Steinbr&uuml;ck vor einem falsch aufgestellten Schachbrett. Im Inneren des Bandes redeten sie sich hanseatisch mit ihren Vornamen &raquo;Helmut&laquo; und &raquo;Peer&laquo; und per Sie an. Sie best&auml;tigten einander, wobei der J&uuml;ngere den &Auml;lteren verhalten anbetete und dieser ihn als seinen politischen Erben empfahl. Das wirkte peinlich. [&hellip;]<br>\nHalten wir fest: Zumindest die Bek&auml;mpfung der Turbospekulation ist eine von nahezu allen betretene Plattform, auf welcher der SPD-Kandidat sich nun um die Position des Primus bem&uuml;ht. Um zu begreifen, weshalb pl&ouml;tzlich die Finanzm&auml;rkte geb&auml;ndigt werden sollen, empfiehlt es sich, sich ein paar Gedanken &uuml;ber den Zustand des Gebildes zu machen, das in der Fraktionssprache links von SPD und Gr&uuml;nen als &raquo;Neoliberalismus&laquo; bezeichnet wird. [&hellip;]<br>\nDie von Rot-gr&uuml;n und Schwarz-rot betriebene Politik der steuerpolitischen Umverteilung von unten nach oben, der Teilprivatisierungen der sozialen Sicherungssysteme und der Ver&auml;u&szlig;erung &ouml;ffentlichen Eigentums wird nicht thematisiert, also wortlos hingenommen. Nur im Rahmen dieser l&auml;ngst geschaffenen vollendeten Tatsachen darf dann noch abgestimmt werden. Eine solche Instrumentalisierung von Plebisziten hat eine nicht sehr demokratische Tradition. Mit diesem Instrument hantierte bereits im 19. Jahrhundert der Bonapartismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/12-10\/016.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Im Exportwahn<\/strong><br>\nDeutschlands Industrie kann durch Exportoffensiven au&szlig;erhalb Europas die krisenbedingten Absatzeinbr&uuml;che in der Eurozone kompensieren. Zwar sind die deutschen Ausfuhren in die zum Sparen gezwungenen Staaten S&uuml;deuropas um zehn Prozent oder sogar mehr geschrumpft. Daf&uuml;r konnte die Bundesrepublik die Ausfuhren etwa in die USA, nach S&uuml;dkorea und Japan stark steigern; die Exporte ins au&szlig;ereurop&auml;ische Ausland nahmen um zehn Prozent zu. Gegen&uuml;ber den Vereinigten Staaten wurden sogar Rekord&uuml;bersch&uuml;sse erzielt. (&hellip;) Der Binnenmarkt stagniert weiterhin; die deutschen Einzelhandelsums&auml;tze etwa gehen aufgrund der Lohnzur&uuml;ckhaltung und des Sozialkahlschlags weiter zur&uuml;ck: Sie lagen im Oktober 2012 fast f&uuml;nf Prozent unter dem Vergleichswert vom Oktober 2000. (&hellip;) &Uuml;berdies gibt es innerhalb der deutschen Unternehmerschaft Bestrebungen, zumindest Teile S&uuml;deuropas durch massiven Lohnkahlschlag und Sozialraub zu einem &ouml;konomischen Vorhof Deutschlands zuzurichten &ndash; ganz nach dem Vorbild Osteuropas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58485\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man darf gespannt sein, wie lange die  Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone noch dazu bereit sind, die vom hiesigen Lohndumping und vom f&uuml;r die deutsche Exportwirtschaft vorteilhaften Euro-Wechselkurs beg&uuml;nstigten deutschen Exporte und die gegen&uuml;ber Deutschland stetig anwachsende Auslandsverschuldung widerstandslos hinzunehmen. Dies gilt in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r die USA, deren Auslandsverschuldung sich bereits in den vergangenen 30 Jahren massiv ausgeweitet hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Im &ldquo;German Foreign-Policy&rdquo;-Beitrag hei&szlig;t es dar&uuml;ber hinaus: &ldquo;Gerade der wirtschaftliche Bedeutungsverlust der s&uuml;dlichen Eurozonen-Peripherie f&uuml;r Deutschlands Exportbranche verst&auml;rkt die Forderungen nach ihrer Exklusion aus der gemeinsamen W&auml;hrung. Die politischen Funktionstr&auml;ger in Berlin sind derzeit vor allem darum bem&uuml;ht, die Kosten der Abwicklung dieser von der deutschen Exportwalze ruinierten Regionen zu minimieren.&rdquo; Sollten die deutschen &ldquo;Eliten&rdquo; in ihrer schier grenzenlosen &Uuml;berheblichkeit tats&auml;chlich danach trachten, ihnen nicht mehr genehme Staaten aus der Eurozone hinauszudr&auml;ngen, dann sollten sie bedenken: Selbst wenn dieses Hinausdr&auml;ngen gelingen sollte, dann w&auml;re als Folgewirkung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein deutliches Ansteigen des Euro-Umtauschkurses zu erwarten, wodurch die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Exportwirtschaft leiden w&uuml;rde. Zudem w&uuml;rde ein Anstieg des Euro-Umtauschkurses die bereits heute unter preislicher Wettbewerbsschw&auml;che leidende franz&ouml;sische Wirtschaft zus&auml;tzlich unter Druck setzen und deren Mitgliedschaft in der Eurozone nahezu unm&ouml;glich machen.  Mit hoher Wahrscheinlichkeit w&uuml;rde der Versuch, &uuml;ber politischen Druck das Ausscheiden der europ&auml;ischen Krisenstaaten zu erzwingen, schwerwiegende &ouml;konomische und finanzwirtschaftliche &ldquo;Kettenreaktionen&rdquo; ausl&ouml;sen, die innerhalb und au&szlig;erhalb der Eurozone unkalkulierbare und kaum mehr handhabbare &ouml;konomische, soziale und gesellschaftliche Verwerfungen hervorrufen w&uuml;rden. Angesichts der schier unglaublichen Allmachtsfantasien weiter Teile unserer politischen, &ouml;konomischen und medialen &ldquo;Eliten&rdquo; mu&szlig; man jedoch erhebliche Zweifel hegen, ob diese Kreise die Folgen ihres Handelns &uuml;berhaupt noch rational einsch&auml;tzen (k&ouml;nnen).<\/em><\/p>\n<p><em>Den europ&auml;ischen Krisenstaaten sowie Frankreich st&uuml;nde jedoch die Option eines freiwilligen und geordneten Ausscheidens aus der Eurozone offen (sofern man angesichts der Komplexit&auml;t und der Unw&auml;gbarkeiten &uuml;berhaupt von einem geordneten Ausscheiden sprechen kann). Siehe hierzu das &ldquo;Tages-Anzeiger&rdquo;-Interview mit Heiner Flassbeck: &laquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Die-Eurolaender-muessen-sich-trennen\/story\/27124507\">Die Eurol&auml;nder m&uuml;ssen sich trennen<\/a>&raquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Dies b&ouml;te diesen Staaten die realistische Option, in einem schwierigen Anpassungsproze&szlig; ihre preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit wiederzuerlangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Angesichts des chauvinistischen und gro&szlig;spurgen Auftretens weiter Teile unserer &ldquo;Eliten&rdquo; m&uuml;ssen diese zudem achtgeben, da&szlig; sich unter den V&ouml;lkern Europas nicht eine Stimmung ausbreitet, wie sie in der &Uuml;berschrift eines Beitrages der Basler Zeitung vom Mai 2012 wiedergegeben wird: &laquo;<a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/ausland\/europa\/Nicht-Griechenland-sondern-Deutschland-muss-austreten\/story\/11582399\">Nicht Griechenland, sondern Deutschland muss austreten<\/a>&raquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die in weiten Teilen der hiesigen Bev&ouml;lkerung verbreitete Mentalit&auml;t, sich den W&uuml;nschen der neoliberalen &ldquo;Eliten&rdquo; nahezu widerstandslos zu f&uuml;gen, leistet einer von Deutschland ausgehenden nicht-kooperativen Dumpingpolitik Vorschub und ist mit der Mitgliedschaft in einer W&auml;hrungsunion nur schwerlich zu vereinbaren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Euro-Krise: Portugal will gleiche Finanzhilfen wie Griechenland<\/strong><br>\nEine Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble sagte, es stehe dazu keine Entscheidung an. Griechenland sei ein besonderer Fall und nicht mit den anderen Programml&auml;ndern zu vergleichen. Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar beruft sich laut &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; auf Vereinbarungen der Euro-Mitglieder bei einem Gipfel im Juli vergangenen Jahres, L&auml;ndern mit Hilfsprogrammen dieselben Konditionen anzubieten. Er vertrete die Auffassung, dass das Prinzip der Gleichbehandlung bei Zinsen und R&uuml;ckzahlungsfristen auch f&uuml;r Portugal und Irland gelte. In der Erkl&auml;rung der Staats- und Regierungschefs vom 21. Juli 2011 hei&szlig;t es: &ldquo;Die Zinss&auml;tze und Laufzeiten der Darlehen der EFSF, die wir f&uuml;r Griechenland vereinbart haben, werden auch f&uuml;r Portugal und Irland gelten.&rdquo; Die Euro-Finanzminister hatten in der Nacht zum Dienstag f&uuml;r Griechenland ein B&uuml;ndel finanzieller Entlastungen ausgehandelt. Dazu geh&ouml;ren die Senkung der Zinsen f&uuml;r die Kredite aus dem ersten Hilfsprogramm und der Geb&uuml;hren f&uuml;r die Darlehen aus dem zweiten Programm an den EFSF. Zudem wurden die Laufzeiten der Kredite aus beiden Programmen um 15 Jahre verl&auml;ngert. Sch&auml;uble hatte gesagt, bei dem Ministertreffen h&auml;tten Zinserleichterungen f&uuml;r Portugal und Irland keine Rolle gespielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:euro-krise-portugal-will-gleiche-finanzhilfen-wie-griechenland\/70124352.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn von einem Dominoeffekt in Euroland gesprochen wird, ist eher die Reaktion der Finanzm&auml;rkte gemeint. Aber warum sollte dieser Effekt nicht auch f&uuml;r Regierungen gelten. Die Argumentation, dass Griechenland ein besonderer Fall sei, ist bald hinf&auml;llig, wenn man sich z.B. das schnelle Anwachsen der Staatsverschuldung Portugals anschaut. Staatsverschuldung in Prozent des BIP: 2009: 83, 1; 2010: 93,3; 2011: 107, 8; 2012: 119, 1. Nachdem das Haushaltsdefizit von -9,8 Prozent (2010) in einem Wahnsinnsakt 2011 auf -4,4 Prozent gedr&uuml;ckt wurde, nimmt es kaum Wunder, dass Portugal 2012 nach Sch&auml;tzungen der EU bei einem BIP-R&uuml;ckgang von -3,4 Prozent im 3. Quartal wieder auf -5 Prozent des BIP ansteigt. &ndash; Erst recht d&uuml;rften Forderungen nach Gleichbehandlung bei einem echten Schuldenschnitt aufkommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Noam Chomsky &ndash; Europas Politik macht nur unter einer Annahme Sinn: dass das Ziel die Aufl&ouml;sung des Wohlfahrtsstaates ist<\/strong><br>\n&Uuml;ber technokratische Regierungen, sch&auml;dliche Austerit&auml;tspolitik und den Aufstieg der extremen Rechten in Europa: Noam Chomsky im Interview mit EUROPP (European Politics and Policy)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bettinacsoka.wordpress.com\/2012\/12\/09\/europas-politik-macht-nur-unter-einer-annahme-sinn-dass-das-ziel-die-auflosung-des-wohlfahrtsstaates-ist\/#more-46\">bettinacsoka<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>ILO: Krise dr&uuml;ckt weltweit auf die Einkommen<\/strong><br>\nDie Lohnentwicklung bleibt weiterhin hinter dem Stand vor Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zur&uuml;ck. Dies geht aus dem Globalen Lohn-Report hervor, den die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Freitag in Genf vorstellte. Im weltweiten Durchschnitt stiegen im Jahr 2011 die monatlichen Bruttol&ouml;hne unter Abzug der Inflation um 1,2 Prozent. 2010 hatte der Zuwachs noch bei 2,1 Prozent gelegen und 2007, vor Ausbruch der Krise, sogar bei 3 Prozent. Ohne China nahmen die globalen Durchschnittl&ouml;hne 2011 real nur noch um 0,2 Prozent zu. In den Industriel&auml;ndern kam es infolge der Krise zu einem &ldquo;double dip&rdquo;: Nach einer leichten Erholung 2009 und 2010 war die Lohnentwicklung im Jahr 2011 erneut negativ. Im laufenden Jahr wird mit einem Nullwachstum gerechnet. Lateinamerika, Afrika und ganz besonders Asien verzeichneten dagegen deutliche Reallohnzuw&auml;chse. Die Lohnentwicklung hielt in den meisten L&auml;ndern nicht mit dem Produktivit&auml;tswachstum Schritt, stellt der Bericht fest. In Deutschland etwa stieg die Produktivit&auml;t in den vergangenen zwei Jahrzehnten um fast ein Viertel, w&auml;hrend die Reall&ouml;hne jedoch stagnierten und zwischen 1999 und 2007 sogar r&uuml;ckl&auml;ufig waren. In den meisten L&auml;ndern schrumpft seit langem der Anteil der L&ouml;hne am Volkseinkommen, w&auml;hrend der Anteil der Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen zunimmt. Zahlreiche Untersuchungen belegen zudem eine wachsende Ungleichheit bei den individuellen Einkommen: Die Schere zwischen Gering- und Topverdienern geht weiter auf.<br>\nDie ILO-Experten warnen vor dem Versuch, sich aus der Krise herauszusparen und die nationale Wettbewerbsf&auml;higkeit durch eine Senkung der Lohnkosten zu steigern. Denn dadurch k&ouml;nnte es zur einem &ldquo;race to the bottom&rdquo; kommen, einem Wettlauf um immer niedrigere Kosten und L&ouml;hne, der auf dem R&uuml;cken der Arbeitnehmer ausgetragen wird. Stattdessen sei es n&ouml;tig, die Entwicklung der Arbeitnehmerentgelte wieder an die Produktivit&auml;tsentwicklung anzugleichen. Die gro&szlig;en Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse in L&auml;ndern wie Deutschland zeigten, so der Bericht weiter, dass es daf&uuml;r durchaus Spielr&auml;ume gebe. Dar&uuml;ber hinaus r&auml;t der ILO-Bericht zur Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen. &ndash; Bei der Festsetzung von Mindestl&ouml;hnen sollten mehrere Faktoren ber&uuml;cksichtigt werden, betonen die Autoren des Lohn-Berichts: die Bed&uuml;rfnisse der Arbeitnehmer und ihrer Familien, aber auch &ouml;konomische Faktoren wie die Produktivit&auml;t, die Erfordernisse der wirtschaftlichen Entwicklung und nicht zuletzt die Notwendigkeit, ein hohes Besch&auml;ftigungsniveau zu erhalten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/aktuelles\/gwr2012.htm\">ILO<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/download\/gwr_2012zusam.pdf\">ILO [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ideologisch ins Verderben<\/strong><br>\nKein anderer Kanton hat die Tiefsteuerpolitik zuletzt so weit vorangetrieben wie Luzern. Die Folgen sind verheerend. Doch langsam regt sich Widerstand<br>\nJahrelang gab es in Luzern immer nur Geschenke: Einkommen, Verm&ouml;gen, Gewinne &ndash; in allen Bereichen sind die Steuers&auml;tze massiv gesenkt worden. Profitiert haben in erster Linie Personen mit einem hohen Einkommen und Unternehmen: Die Verm&ouml;genssteuer ist in einem Jahrzehnt von 6,4 auf 2,4 Promille gesunken, die zuvor schon tiefen Unternehmenssteuern sind halbiert worden und liegen mittlerweile fl&auml;chendeckend unter sieben Prozent. Aus dem Kanton, der im Vergleich zu seinen Zentralschweizer Nachbarn lange als &laquo;Steuerh&ouml;lle&raquo; galt, ist in einem Jahrzehnt ein wahres Steuerparadies geworden. Als das Stimmvolk vor drei Jahren einer erneuten Steuersenkung zustimmte, posierte Marcel Schwerzmann, der parteilose, FDP-nahe Finanzdirektor des Kantons, stolz vor einem blauen Ortsschild mit der Aufschrift: &laquo;Tiefste Unternehmenssteuer (LU)&raquo;. Schwerzmann sagte damals: &laquo;Der Sinn einer Steuersenkung ist es schliesslich, dass man im Endeffekt mehr Geld einnimmt.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1248\/steuerpolitik\/ideologisch-ins-verderben\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Flagrante Ungerechtigkeit gegen&uuml;ber Einheimischen<\/strong><br>\nDer Steuerstreit zwischen der Schweiz und befreundeten Staaten ist kein helvetisches Ruhmesblatt. Vieles ist schief gelaufen in den letzten 60 Jahren.<br>\nVor kurzem hat der deutsche Bundesrat das Abgeltungsteuerabkommen mit der Schweiz abgelehnt. Ob es sich dabei tats&auml;chlich um ein sinnvolles Konstrukt handelt, bleibe vorerst dahin gestellt. Unbestritten ist, dass das f&uuml;r unser Land negative Steuerstreit-Gezerre in die n&auml;chste Runde geht. Und schon zeichnen sich weitere &bdquo;Nebenkriegsschaupl&auml;tze&ldquo; im Steueroptimierungdrama ab.<br>\nHaben Sie sich nicht auch schon gefragt, warum in unserem Land in den einzelnen Kantonen laufend neue Steuergeschenke &bdquo;erfunden&ldquo; werden? Ob Pauschalsteuern, Unternehmenssteuerreform oder Holdingsteuern &ndash; in erster Linie profitieren in der Schweiz niedergelassene Ausl&auml;nder, hochrentable, reiche Unternehmen oder ausl&auml;ndische Holdinggesellschaften. Dieser &uuml;berbordende Steuerf&ouml;deralismus schafft viel b&ouml;ses Blut. Er ist auch die Folge eines unzeitgem&auml;&szlig;en helvetischen Kant&ouml;nligeistes aus dem letzten Jahrhundert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journal21.ch\/flagrante-ungerechtigkeit-gegen%C3%BCber-einheimischen\">Journal 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>It&rsquo;s official: Austerity Enconomics doesn&acute;t work<\/strong><br>\nWith all the theatrics going on in Washington, you might well have missed the most important political and economic news of the week: an official confirmation from the United Kingdom that austerity policies don&rsquo;t work.<br>\nIn making his annual Autumn Statement to the House of Commons on Wednesday, George Osborne, the Chancellor of the Exchequer, was forced to admit that his government has failed to meet a series of targets it set for itself back in June of 2010, when it slashed the budgets of various government departments by up to thirty per cent. Back then, Osborne said that his austerity policies would cut his country&rsquo;s budget deficit to zero within four years, enable Britain to begin relieving itself of its public debt, and generate healthy economic growth. None of these things have happened. Britain&rsquo;s deficit remains stubbornly high, its people have been suffering through a double-dip recession, and many observers now expect the country to lose its &ldquo;AAA&rdquo; credit rating.<br>\nOne of the frustrations of economics is that it is hard to carry out scientific experiments and prove things beyond reasonable doubt. But not in this case. Thanks to Osborne&rsquo;s stubborn refusal to change course&mdash;&ldquo;Turning back would be a disaster,&rdquo; he told Parliament&mdash;what has been happening in Britain amounts to a &ldquo;natural experiment&rdquo; to test the efficacy of austerity economics. For the sixty-odd million inhabitants of the U.K., living through it hasn&rsquo;t been a pleasant experience&mdash;no university institutional-review board would have allowed this kind of brutal human experimentation. But from a historical and scientific perspective, it is an invaluable case study.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/online\/blogs\/comment\/2012\/12\/austerity-economics-doesnt-work.html?mobify=0\">The New Yorker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bankenkrise &ndash; Siechtum mit System<\/strong><br>\nDie Finanzwirtschaft ist dabei, sich umzubringen. An die Bankvertreter richtet sich die Frage: Wollen sie weiterhin Sterbehilfe leisten? Was zu tun ist.<br>\nDie Banken der beginnenden Neuzeit gr&uuml;ndeten ihren Erfolg auf einem einfachen Gesch&auml;ftsmodell: Zahle vier bis f&uuml;nf Prozent f&uuml;r Einlagen und leihe zu sechs Prozent aus. Das war so vor &uuml;ber einem halben Jahrtausend und hatte dem Prinzip nach Bestand &uuml;ber die Jahrhunderte. Aber sp&auml;testens seit der gro&szlig;en Krise vor vier Jahren bietet sich ein g&auml;nzlich anderes Bild von dem, was Bankgesch&auml;ft ausmacht: Da geht es um undurchsichtige Transaktionen, wenig transparente Angebote, nebul&ouml;se Methoden, mitunter begleitet von Betrug und Korruption. Wir, die Verfasser dieses Beitrags, die lange Zeit in der Finanzwirtschaft t&auml;tig waren und sind, wissen, dass die heute zu beklagenden Missst&auml;nde kein Zufall, sondern zwangsl&auml;ufige Folge einer Entwicklung sind, die wir mit wachsender Sorge beobachtet haben. [&hellip;]<br>\nDer Beweis? Er ist mit einer einfachen &Uuml;berlegung zu f&uuml;hren: Wie viel Eigenkapital w&auml;re notwendig gewesen, um das Bankhaus Lehman Brothers vor dem Kollaps zu bewahren? Das Doppelte, das Dreifache oder ein Vielfaches des tats&auml;chlich damals vorhandenen? Die Gr&ouml;&szlig;enans&auml;tze, die als &bdquo;ausreichend&ldquo; in einem der vielen Stresstests unterstellt werden, entbehren jeglichen Wirklichkeitsverst&auml;ndnisses. [&hellip;]<br>\n Es ist weder Sache der Banken, spekulative Handelsgesch&auml;fte zu kreditieren, noch Sache der Banken, Strukturpolitik zu betreiben und durch aggressives M &amp; A-Gesch&auml;ft in die Unternehmenslandschaft hineinzuregieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bankenkrise-siechtum-mit-system-11984440.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sicher fehlen in diesem Artikel einige wichtige Punkte, andere Punkte werden aus der Brille eines Privatbankers gesehen. Dennoch beinhaltet der Artikel sehr viele interessante Argumente, so dass wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>UDE: MIndestlohn wirkt<\/strong><br>\nWie wirken sich Mindestl&ouml;hne auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt aus? Sie f&uuml;hren nicht zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit. Entscheidend ist jedoch, wie sie ausgestaltet und eingef&uuml;hrt werden. Dies zeigt eine aktuelle Expertise aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE). Au&szlig;erdem gibt es beachtliche politische Handlungsspielr&auml;ume, um Schieflagen in der Lohnverteilung zu korrigieren. Arbeitspl&auml;tze gehen dabei aber nicht verloren.<br>\nIn der Studie f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung bilanzieren die IAQ-Direktoren Prof. Dr. Gerhard Bosch und Dr. Claudia Weinkopf die Ergebnisse der Evaluationen von acht Branchen-Mindestl&ouml;hnen. Sie wurde 2011 von sechs unterschiedlichen Forschungsinstituten durchgef&uuml;hrt. Die Spannweite der Lohnuntergrenzen reicht von 7 Euro bei W&auml;schereien und Wachdiensten bis zu 13,40 Euro f&uuml;r Fachwerker im westdeutschen Bauhauptgewerbe. Es stellte sich heraus, dass sich die Mindestl&ouml;hne in keiner der acht Branchen negativ auf die Besch&auml;ftigung auswirkten.<br>\nProf. Bosch: &bdquo;Bemerkenswert ist, dass die Sozialpartner die Lohnuntergrenzen teilweise deutlich h&ouml;her vereinbarten, als f&uuml;r einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn politisch gefordert wird.&ldquo; Der Hauptansto&szlig; f&uuml;r Arbeitgeber scheint der Lohndruck durch nicht tarifgebundene Betriebe und niedriger entlohnte Leiharbeitskr&auml;fte zu sein. &bdquo;Das zugrunde liegende Arbeitnehmer-Entsendegesetz hat sich zu einem Instrument entwickelt, das Lohnunterbietungen nicht nur von au&szlig;en, sondern auch innerhalb Deutschlands verhindert&ldquo;, stellt Prof. Bosch fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news510748\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit: Arbeitsmarktforscher schreiben S&uuml;deuropa ab<\/strong><br>\nDie hohe Arbeitslosigkeit in den Krisenstaaten Europas wird sich nach Ansicht von Experten zementieren. Nach Berechnungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die der FTD vorliegen, hat die Rezession verheerende Auswirkungen auf die dortigen Arbeitsm&auml;rkte. Selbst wenn sich die Konjunktur irgendwann wieder erholt, d&uuml;rften die Erwerbslosenzahlen nicht mehr auf Vorkrisenniveau sinken. Allein in Spanien lag die strukturelle Arbeitslosigkeit &ndash; also die Quote, aus der konjunkturelle Einfl&uuml;sse herausgerechnet sind &ndash; zu Ende 2011 bei &uuml;ber 16 Prozent. Das ist rund ein Drittel h&ouml;her als noch vor der Finanzkrise 2007 &ndash; und ein extrem hoher Wert. Griechenlands bereinigte Erwerbslosenrate liegt bei fast 13 Prozent, in den baltischen Staaten hat die Quote gar um die H&auml;lfte zugelegt &ndash; auf &uuml;ber zw&ouml;lf Prozent. Tendenz: &uuml;berall steigend. Die S&uuml;dl&auml;nder sind f&uuml;r Investoren inzwischen derart unattraktiv, dass sich in den kommenden Jahren kaum Besserung am Arbeitsmarkt ergeben wird. Hinzu kommen ein Bildungssystem, das im europ&auml;ischen Vergleich nicht mithalten kann, und eine Bev&ouml;lkerung, die ob der jahrelangen Krise resigniert hat. Viele &Ouml;konomen begr&uuml;&szlig;en daher den Vorsto&szlig; der EU-Kommission f&uuml;r eine Jobgarantie in der Euro-Zone. &ldquo;Das ist ein wichtiger Weckruf &ndash; selbst wenn noch unklar ist, wie es umgesetzt wird&rdquo;, sagte Clemens Fuest, &Ouml;konom an der Uni Oxford, der FTD. Staatliche Intervention scheint heute dringender denn je: Nach Berechnungen der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werden heute gut 20 Prozent weniger Stellen neu geschaffen als vor der globalen Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:arbeitslosigkeit-arbeitsmarktforscher-schreiben-suedeuropa-ab\/70125253.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Clemens Fuest scheint in der Krise einige Positionen ge&auml;ndert zu haben. 2010 sprach er sich noch daf&uuml;r aus, zur Sanierung des Haushalts die Sozialausgaben k&uuml;rzen.  Der <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:arbeitslosigkeit-weckruf-vor-der-katastrophe\/70125230.html\">europ&auml;ische Sozialkommissar Laszlo Andor schlug vor<\/a>, alle Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu verpflichten, ihre jugendlichen Arbeitslosen so schnell wie m&ouml;glich zur&uuml;ck an den Arbeitsmarkt zu bringen. Sp&auml;testens vier Monate nach Beendigung einer Ausbildung oder nach dem Verlust des Arbeitsplatzes m&uuml;ssen die unter 25-J&auml;hrigen entweder weiterqualifiziert werden oder ein Folgearbeitsverh&auml;ltnis eingehen. Solch ein Programm d&uuml;rfe ganz gewiss der zus&auml;tzlichen finanziellen Unterst&uuml;tzung der starken Eurostaaten bed&uuml;rfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wir m&uuml;ssten diesen Riester-Unfug stoppen<\/strong><br>\nHolger Balodis hat das Buch &ldquo;Die Vorsorgel&uuml;ge&rdquo; geschrieben und ist ausgewiesener Rentenexperte. Er meint, das Problem der Altersarmut wird sich in Zukunft noch versch&auml;rfen. Denn die private Absicherung, wie sie unter Schr&ouml;der eingef&uuml;hrt wurde, reicht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/bayerisches-fernsehen\/sendungen\/quer\/121206-quer-studiogespraech-102.html\">BR Quer<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rhetorik der Selbstt&auml;uschung<\/strong><br>\nBeim Klimagipfel in Doha arbeitet der diplomatische Reparaturtrupp nur noch daran, den Verhandlungsmodus nicht abrei&szlig;en zu lassen. Sch&ouml;n, dass wir geredet haben, hei&szlig;t es nach jedem Klima-Gipfel im Herbst.<br>\nDas Haus brennt. Aber die Eigent&uuml;mer-Gemeinschaft diskutiert, wie man am besten l&ouml;scht, wer damit anf&auml;ngt und aus welcher Kasse das L&ouml;schwasser bezahlt wird. Das war der Klimagipfel von Doha. Wenn es nicht um die Erde ginge, man m&uuml;sste &uuml;ber die Konferenz als Farce lachen. Die Verhandler haben die letzte Nacht durchgemacht und einen Tag drangeh&auml;ngt, um doch noch einen Kompromiss zusammenzuschustern. Das Ergebnis ist schwach. Dem Weltklima, das derzeit durch beschleunigt ansteigende Treibhausgas-Frachten destabilisiert wird, hilft das alles nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-rhetorik-der-selbsttaeuschung,1472602,21066724,view,asFirstTeaser.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zeitungen: Lieber Staat, rette uns!<\/strong><br>\nDie &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; ist Geschichte, die &ldquo;Rundschau&rdquo; insolvent. Jetzt rufen Politiker wie Verleger nach Subventionen f&uuml;r Zeitungen. Doch taugen die Modelle in Europa als Vorbilder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=tz&amp;dig=2012%2F12%2F07%2Fa0128&amp;cHash=96c0418dfd4836b2a712df0fa7c22d56\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15405","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15405"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15409,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15405\/revisions\/15409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}