{"id":154279,"date":"2026-07-29T13:00:35","date_gmt":"2026-07-29T11:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154279"},"modified":"2026-07-29T00:37:21","modified_gmt":"2026-07-28T22:37:21","slug":"indien-die-generation-die-sich-weigert-zu-kriechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154279","title":{"rendered":"Indien: Die Generation, die sich weigert, zu kriechen"},"content":{"rendered":"<p>Eine gro&szlig;e Protestbewegung hat den R&uuml;cktritt des Bildungsministers und Reformen des Bildungssystems erreicht. Doch die jungen Menschen fordern nicht nur, in den Rissen eines zerfallenden Systems zu &uuml;berleben. Sie wollen leben, arbeiten, das Gelernte einsetzen und mit W&uuml;rde zur Gesellschaft beitragen. Von <strong>Vijay Prashad<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAm 20. Juli versuchten Tausende junger Menschen in Delhi, vom <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jantar_Mantar_(Delhi)\" target=\"_top\">Jantar Mantar<\/a> zum Parlament zu marschieren. Sie trugen Plakate, skandierten Parolen und forderten den R&uuml;cktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan wegen wiederholter Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei Pr&uuml;fungen, durchgesickerter Pr&uuml;fungsfragen, abgesagter Pr&uuml;fungen und der Weigerung der Regierung, Verantwortung f&uuml;r den Schaden zu &uuml;bernehmen, der den Studierenden zugef&uuml;gt wurde.<\/p><p>Die Polizei von Delhi antwortete mit Absperrungen, Schlagst&ouml;cken und Tr&auml;nengas. Einige Demonstranten wurden festgenommen, w&auml;hrend sich andere in kleineren Gruppen neu organisierten und weiter in Richtung Parlament zogen. Die Bewegung hatte eine wichtige Schwelle &uuml;berschritten: Was als Satire in den sozialen Medien begonnen hatte, war nun als Konfrontation mit der Staatsmacht auf die Stra&szlig;e gelangt.<\/p><p>Die Demonstranten nennen sich selbst &bdquo;Cockroach Janta Party&ldquo; (CJP). Der Name kam auf, nachdem eine abf&auml;llige Bemerkung eines Richters Aktivisten und arbeitslose junge Menschen mit Kakerlaken und Parasiten verglichen hatte. Anstatt sich angesichts dieser Beleidigung zur&uuml;ckzuziehen, machten die jungen Leute sie zu einem Symbol kollektiven Widerstands. Wenn diejenigen, die Indien regieren, seine arbeitslose Jugend als Kakerlaken betrachten, dann werden sich die Kakerlaken zusammentun.<\/p><p>Der Name macht sich &uuml;ber die [regierende] Bharatiya Janata Party lustig, spiegelt aber auch etwas von der Erfahrung einer Generation wider, der immer wieder gesagt wurde, sie sei ma&szlig;los, undankbar, nicht vermittelbar und irgendwie pers&ouml;nlich verantwortlich f&uuml;r das Versagen des Wirtschaftssystems. Die Protestierenden betrachten es als ein prek&auml;res System, das ihnen Arbeitspl&auml;tze verschaffen sollte, das sie aber &ndash; als r&uuml;cksichtsloses kapitalistisches System &ndash; als &uuml;berfl&uuml;ssig behandelt.<\/p><p>Seit ihrer ersten gro&szlig;en Protestaktion in Delhi am 6. Juni hat sich die Bewegung auch auf die St&auml;dte Pune, Mumbai, Bengaluru, Lucknow und Nagpur ausgeweitet. Ihre Mitstreiter errichteten ein Zeltlager am Jantar Mantar in Delhi, wo der Klimaaktivist Sonam Wangchuk aus Solidarit&auml;t mit ihren Forderungen in den Hungerstreik trat, bevor er gewaltsam ins Krankenhaus gebracht wurde.<\/p><p>Die unmittelbaren Fragen sind ernst genug: die Integrit&auml;t der Aufnahme- und Einstellungspr&uuml;fungen, Entsch&auml;digungen f&uuml;r die Familien der Sch&uuml;ler, die sich das <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Nach-Pruefungsskandal-in-Indien-Angehende-Medizinstudenten-begehen-Selbstmord-id31125077.html\" target=\"_top\">Leben genommen<\/a> haben, die Reform eines von Korruption durchzogenen Pr&uuml;fungssystems und der R&uuml;cktritt des Bildungsministers.<\/p><p>Doch hinter diesen Forderungen verbirgt sich eine viel gr&ouml;&szlig;ere soziale Krise, denn ein Pr&uuml;fungsbogen ist nicht einfach nur ein Blatt Papier voller Fragen. F&uuml;r Millionen von Familien aus der Arbeiterklasse steht er f&uuml;r jahrelanges Sparen, Opfer, Lernen und Hoffnung. Wenn diese Pr&uuml;fungsunterlage geleakt oder die Pr&uuml;fung abgesagt wird, zerbricht der fragile Plan eines ganzen Familienhaushalts.<\/p><p>Die Medien haben die &bdquo;Kakerlaken&ldquo;-Bewegung eifrig als Indiens ersten &bdquo;Protest der Generation Z&ldquo; bezeichnet. Diese Beschreibung enth&auml;lt etwas Wahres. Ihre Sprache ist aus den sozialen Medien hervorgegangen, und daher setzt sie Memes, Satire, Parodien, Kurzvideos und selbstironischen Humor mit gro&szlig;em Geschick ein. Viele ihrer Teilnehmer kennen keine andere Regierung als die unter F&uuml;hrung von Premierminister Narendra Modi. Ihr politisches Vokabular hat sich unter Bedingungen entwickelt, in denen sich die Fernsehnachrichten weitgehend der Macht unterworfen haben, Dissens kriminalisiert wird und das Internet sowohl zu einem &Uuml;berwachungsinstrument als auch zu einem der wenigen verbliebenen R&auml;ume geworden ist, in denen Wut schnell verbreitet werden kann.<\/p><p>Doch der Begriff &bdquo;Gen Z&ldquo; erkl&auml;rt weit weniger, als er zu erkl&auml;ren scheint. Es handelt sich um eine Marketingkategorie, die sich als Soziologie tarnt. Sie umfasst die Tochter eines Landarbeiters und den Sohn eines Milliard&auml;rs lediglich deshalb, weil sie im selben Zeitraum geboren wurden.<\/p><p>Generationen legen nicht Pr&uuml;fungen ab, suchen nicht nach Arbeitspl&auml;tzen, liefern keine Lebensmittel aus und leihen sich kein Geld f&uuml;r Ausbildungsgeb&uuml;hren, aber soziale Klassen tun dies. Die entscheidende Frage ist nicht, wann diese jungen Menschen geboren wurden, sondern welche Art von Wirtschaftsordnung sie geerbt haben und welchen Platz, wenn &uuml;berhaupt, diese Ordnung f&uuml;r sie bereith&auml;lt.<\/p><p>Die jungen Protestierenden rebellieren nicht, weil sie k&uuml;rzere Aufmerksamkeitsspannen h&auml;tten oder eine besondere kulturelle Abneigung gegen Autorit&auml;ten. Sie rebellieren, weil der Kapitalismus sie nicht in ein w&uuml;rdiges wirtschaftliches Leben integrieren kann.<\/p><p>Ihnen wurde gesagt, sie sollen studieren, Abschl&uuml;sse erwerben, neue F&auml;higkeiten erlernen, wettbewerbsf&auml;hig bleiben und &bdquo;Unternehmer&ldquo; werden. Ihre Familien haben Kredite aufgenommen, Land verkauft, medizinische Behandlungen aufgeschoben und den Haushaltskonsum eingeschr&auml;nkt, um Bildung und Coaching[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] zu finanzieren.<\/p><p>Am Ende dieser beschwerlichen Reise stellen viele fest, dass der versprochene Arbeitsplatz nicht existiert. Andere finden nur befristete Vertr&auml;ge, unbezahlte Praktika, Dienstleistungen &uuml;ber webbasierte Plattformen oder Jobs, deren L&ouml;hne in keinem Verh&auml;ltnis zu ihren Qualifikationen stehen.<\/p><p>Selbst die offiziellen Zahlen verdeutlichen das Ausma&szlig; des Problems. Die <a href=\"https:\/\/www.mospi.gov.in\/uploads\/latestReleases\/latest_release_1774607827733_3e8964a9-268b-4cc9-ad65-cfc8a9e32f08_Press_note_AR_PLFS_2025_23032025_V2.1_26032026_final.pdf\" target=\"_top\">regelm&auml;&szlig;ige Arbeitskr&auml;fteerhebung<\/a> der Regierung f&uuml;r das Jahr 2025 bezifferte die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 29-J&auml;hrigen auf 9,9 Prozent; bei den Jugendlichen in st&auml;dtischen Gebieten stieg sie auf 13,6 Prozent. Au&szlig;erdem geht daraus hervor, dass ein Viertel der Inder zwischen 15 und 29 Jahren weder erwerbst&auml;tig noch in Aus- oder Weiterbildung war.<\/p><p>Hinter diesen Gesamtzahlen verbergen sich jedoch weitreichende Unterbesch&auml;ftigung, unbezahlte Familienarbeit und die Verzweiflung, die Menschen dazu zwingt, jede T&auml;tigkeit als Arbeit anzunehmen.<\/p><p>Nur 23,6 Prozent der indischen Erwerbst&auml;tigen waren in einem regul&auml;ren Lohn- oder Gehaltsverh&auml;ltnis besch&auml;ftigt. 56,2 Prozent wurden als &bdquo;selbstst&auml;ndig&ldquo; eingestuft &ndash; eine Kategorie, die von wohlhabenden Fachkr&auml;ften bis hin zu Stra&szlig;enh&auml;ndlern und unbezahlten Arbeitskr&auml;ften in Familienbetrieben reicht.<\/p><p>Der vom Institut f&uuml;r menschliche Entwicklung und der Internationalen Arbeitsorganisation erstellte <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/publications\/india-employment-report-2024-youth-employment-education-and-skills\" target=\"_top\">Indien-Besch&auml;ftigungsbericht<\/a> vermittelt ein noch klareres Bild. Im Jahr 2022 lag die Arbeitslosenquote unter jungen Hochschulabsolventen bei 29,1 Prozent &ndash; das Neunfache der Quote unter jungen Menschen, die weder lesen noch schreiben konnten. Nahezu 82 Prozent der Erwerbsbev&ouml;lkerung waren im informellen Sektor t&auml;tig, w&auml;hrend fast 90 Prozent ohne schriftliche Arbeitsvertr&auml;ge besch&auml;ftigt waren.<\/p><p>Die Reall&ouml;hne f&uuml;r festangestellte Arbeitnehmer stagnierten entweder oder gingen zur&uuml;ck, und die Plattformarbeit hatte sich als digital &uuml;berwachte Erweiterung der informellen Arbeit ausgebreitet, weitgehend ohne soziale Absicherung.<\/p><p>Der Bericht stellte fest, dass die durchschnittliche Wartezeit auf eine erste Anstellung mehr als ein Jahr betrug und dass viele fachlich qualifizierte junge Leute Arbeiten verrichteten, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung stehen.<\/p><p>Dies ist das bittere Paradoxon im Zentrum der Proteste. Bildung hat die Anspr&uuml;che und F&auml;higkeiten junger Inder erweitert, aber die Wirtschaft hat die Zahl der ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden w&uuml;rdigen Arbeitspl&auml;tze nicht erweitert. Je mehr sie studieren, desto deutlicher sehen sie die Kluft zwischen dem, was die Gesellschaft versprochen hat, und dem, was sie tats&auml;chlich aufbieten kann.<\/p><p>Ihr Abschluss ist kein Beweis f&uuml;r ihre eigene Unzul&auml;nglichkeit, sondern f&uuml;r die eines &ouml;konomischen Modells, das sich um Kapitalmarktgesch&auml;fte, kapitalintensive Produktion, Privatisierung und die Bereicherung einer kleinen Unternehmenselite herum organisiert.<\/p><p>Die Krise begann nicht mit der Modi-Regierung, doch zw&ouml;lf Jahre BJP-Regierung haben sie versch&auml;rft. Die Demonetisierung und die schlecht konzipierte Waren- und Dienstleistungssteuer haben Kleinunternehmen geschadet, die traditionell eine gro&szlig;e Zahl von Arbeitern aufgenommen haben. Einstellungen im &ouml;ffentlichen Dienst wurden verz&ouml;gert oder reduziert, offene Stellen bleiben unbesetzt, und sichere Arbeitspl&auml;tze wurden durch Leih- und Vertragsarbeit ersetzt.<\/p><p>Das produzierende Gewerbe ist nicht in dem notwendigen Umfang gewachsen, um die Millionen von Menschen zu besch&auml;ftigen, die jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt kommen.<\/p><p>W&auml;hrenddessen wurde die &ouml;ffentliche Bildung geschw&auml;cht, und die Coaching-Industrie hat sich ausgeweitet und aus Angst eine &auml;u&szlig;erst profitable Ware gemacht.<\/p><p>Die Regierung feiert das BIP-Wachstum, Autobahnen, digitale Zahlungsmethoden, &bdquo;Unicorns&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] und den Reichtum indischer Milliard&auml;re, doch keine dieser Statistiken beantwortet die Frage, die in unz&auml;hligen Haushalten zu h&ouml;ren ist: Wo ist der Arbeitsplatz?<\/p><p>Das Durchsickern von Pr&uuml;fungsfragen muss daher als mehr als nur administrative Korruption verstanden werden. Es geht um konzentrierte Ausdrucksformen einer umfassenderen Klassenungerechtigkeit. Millionen konkurrieren um eine geringe Anzahl von Stellen, da sichere Arbeitspl&auml;tze bewusst verknappt wurden.<\/p><p>Jeder Studienbewerber muss Geb&uuml;hren zahlen, weite Strecken zur&uuml;cklegen, Lernmaterial kaufen und manchmal Jahre in Coaching-Zentren verbringen. Wenn eine Pr&uuml;fung kompromittiert wird, spricht der Staat von technischen St&ouml;rungen und Untersuchungsaussch&uuml;ssen. Dem Kandidaten hingegen wurde die Zeit selbst geraubt. Eine Altersobergrenze r&uuml;ckt n&auml;her, die Schulden der Familie h&auml;ufen sich, ein weiteres Jahr ist verloren.<\/p><p>Die Regierung m&ouml;chte die Proteste als emotionalen Ausbruch einer ungeduldigen Generation abtun. Sie wechselt zwischen Spott, Repression, Versprechen von Konsultationen und Versuchen, die Bewegung zu spalten, hin- und her. Den jungen Menschen wird vorgehalten, dass ihnen die Erfahrung fehlt, dass ausl&auml;ndische Kr&auml;fte sie irref&uuml;hren oder dass ihr Protest dem Ansehen der Nation schadet. Doch es ist keineswegs gegen die Nation gerichtet, zu fordern, dass ein Land seine Jugend mit sinnvoller Arbeit versorgt.<\/p><p>Was Indien schadet, ist eine Ordnung, in der junge Menschen als Konsumenten, messbare Informationseinheiten, Lieferpersonal und Wahlmassen gebraucht werden, aber nicht als Arbeitnehmer mit Rechten, B&uuml;rger mit einer Stimme und Menschen, die ein Recht auf eine Zukunft haben.<\/p><p>Die Energie der &bdquo;Kakerlaken&ldquo;-Bewegung ist wichtig, doch Spontaneit&auml;t und digitale Reichweite allein k&ouml;nnen fest verwurzelte Machtverh&auml;ltnisse nicht &uuml;berwinden. Ihre langfristige St&auml;rke wird davon abh&auml;ngen, ob sie die Reform des Pr&uuml;fungssystems mit dem Kampf um Besch&auml;ftigung, &ouml;ffentliche Bildung, Arbeitnehmerrechte und wirtschaftliche Umverteilung verkn&uuml;pft.<\/p><p>Die Studierenden am Jantar Mantar teilen eine Zukunft mit Lehrkr&auml;ften auf Zeit, Projektbesch&auml;ftigten, Lieferpersonal, Auszubildenden in Fabriken, arbeitslosen Hochschulabsolventen und Landarbeitern.<\/p><p>Der Name &bdquo;Kakerlake&ldquo; birgt eine unbeabsichtigte historische Wahrheit. Kakerlaken &uuml;berleben, weil sie schwer auszurotten sind.<\/p><p>Doch die jungen Menschen auf den Stra&szlig;en fordern nicht blo&szlig;, in den Rissen eines zerfallenden Systems zu &uuml;berleben. Sie wollen leben, arbeiten, das Gelernte einsetzen und mit W&uuml;rde zur Gesellschaft beitragen.<\/p><p>(Leicht gek&uuml;rzt)<\/p><p>Nachtrag: Am 25. Juli hat Bildungsminister Pradhan <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/526769.wut-der-jugend-kakerlaken-siegen-in-indien.html\" target=\"_top\">seinen R&uuml;cktritt erkl&auml;rt<\/a>. Er reagierte damit auf ein 24-Stunden-Ultimatum der Protestierenden. Vertreter der CJP und der Regierung erzielten eine umfassende Einigung. Regierungschef Modi <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-07\/kakerlaken-bewegung-indien-proteste-pruefungsskandal-dharmendra-pradhan-narendra-modi\" target=\"_top\">k&uuml;ndigte<\/a> eine Reform von Pr&uuml;fungen im Bildungssystem an. Die &bdquo;Kakerlaken&ldquo;-Bewegung hat ihre Proteste <a href=\"https:\/\/x.com\/Cockroachisback\" target=\"_top\">ausgesetzt<\/a>.<\/p><p><em>Der Beitrag ist im Original <a href=\"https:\/\/breakthroughnews.org\/2026\/07\/22\/the-generation-that-refuses-to-crawl-gen-z-is-a-class-struggle\/\" target=\"_top\">bei Breakthrough News erschienen<\/a>, aus dem Englischen &uuml;bersetzt von <strong>Marta Andujo<\/strong>.<\/em><\/p><p><em>&Uuml;ber den Autor: <strong>Vijay Prashad<\/strong> ist ein indischer Historiker, Autor und Leiter des&nbsp;Tricontinental: Institute for Social Research.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Talukdar David \/ Shutterstock<\/small><em><\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] &bdquo;Coaching&ldquo; bedeutet in Indien Nachhilfeunterricht in Privatinstituten. Sie bereiten Sch&uuml;ler und Studenten intensiv auf extrem umk&auml;mpfte Aufnahmepr&uuml;fungen f&uuml;r Elite-Universit&auml;ten (wie Ingenieurwesen und Medizin) oder den Staatsdienst vor. Millionen Jugendliche lernen dort unter hohem Leistungsdruck. Siehe Beitrag von <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/indien-kota-bildung-100.html\" target=\"_top\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Unicorns (Einh&ouml;rner) sind nicht b&ouml;rsennotierte Unternehmen, die eine Bewertung von &uuml;ber einer Milliarde US-Dollar erlangen und meist im Technologiebereich t&auml;tig sind. Der Begriff &bdquo;Unicorn&ldquo; verweist auf ihre Seltenheit und ihren besonderen Status in der Unternehmenswelt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gro&szlig;e Protestbewegung hat den R&uuml;cktritt des Bildungsministers und Reformen des Bildungssystems erreicht. 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