{"id":154371,"date":"2026-07-30T12:00:29","date_gmt":"2026-07-30T10:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154371"},"modified":"2026-07-30T13:39:25","modified_gmt":"2026-07-30T11:39:25","slug":"kann-kultur-weg-weil-sie-eh-nur-kostet-von-wegen-liebe-erbsenzaehler-kultur-ist-hochprofitabel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154371","title":{"rendered":"Kann Kultur weg, weil sie eh nur kostet? Von wegen, liebe Erbsenz\u00e4hler: Kultur ist hochprofitabel"},"content":{"rendered":"<p>Die alte Leier t&ouml;nt immerfort in den Ohren: Kultur kostet nur, Kunst ist streitbar, sie bringt wenig. In Zeiten &bdquo;klammer&ldquo; Kassen dank herrschender reaktion&auml;rer Priorit&auml;ten steht die Kultur gesichert auf den Streichlisten der Geldverwalter der Republik: Theater, Museen, Musikschulen, Konzerts&auml;le, K&uuml;nstler, Projekte, die freie Szene und so weiter und so fort. Wir m&uuml;ssen sparen, wird &bdquo;gejammert&ldquo;. Ein Grund neben dieser in Wahrheit Verachtungshaltung zur Kultur: Sie und das gesellschaftliche Engagement f&uuml;r Kunst gelten als freiwillige Leistungen der Kommunen. Pflichtaufgaben wie Ordnung, Sicherheit, Infrastruktur, Soziales, Bildung stehen zwar ebenfalls mitunter auf dem &bdquo;Pr&uuml;fstand&ldquo; (ob man sich das in der Form weiter leisten kann in Zeiten des Militarismus), doch gerade die Kultur wird wie das f&uuml;nfte Rad am Wagen behandelt. Das bekannte Argument in unserer monet&auml;r gepr&auml;gten Gesellschaft: Kultur rechnet sich nicht. Jetzt wird es interessant, denn es rechnet sich doch, und zwar viel mehr, als das den Erbsenz&auml;hlern, den &bdquo;Ihr m&uuml;sst den G&uuml;rtel enger schnallen&ldquo;-Predigern lieb ist. Die Forderung stellt sich so erneut: Kultur muss Pflichtaufgabe in der Bundesrepublik werden. Schluss mit dem Streichkonzert. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3101\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-154371-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260730_Kann_Kultur_weg_weil_sie_eh_nur_kostet_Von_wegen_liebe_Erbsenzaehler_Kultur_ist_hochprofitabel_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260730_Kann_Kultur_weg_weil_sie_eh_nur_kostet_Von_wegen_liebe_Erbsenzaehler_Kultur_ist_hochprofitabel_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260730_Kann_Kultur_weg_weil_sie_eh_nur_kostet_Von_wegen_liebe_Erbsenzaehler_Kultur_ist_hochprofitabel_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260730_Kann_Kultur_weg_weil_sie_eh_nur_kostet_Von_wegen_liebe_Erbsenzaehler_Kultur_ist_hochprofitabel_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=154371-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260730_Kann_Kultur_weg_weil_sie_eh_nur_kostet_Von_wegen_liebe_Erbsenzaehler_Kultur_ist_hochprofitabel_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260730_Kann_Kultur_weg_weil_sie_eh_nur_kostet_Von_wegen_liebe_Erbsenzaehler_Kultur_ist_hochprofitabel_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Ein Euro Investition in die Kultur bringt drei Euro f&uuml;nfzig Ertrag &ndash; und nicht nur das<\/strong><\/p><p>H&ouml;rt, h&ouml;rt, die Kulturnation (!) Deutschland kann eigentlich aufatmen, denn das Folgende ist bei der vorherrschenden Auffassung, dass Kultur sich nicht tr&auml;gt, kaum zu glauben. Eine aktuelle Studie &bdquo;Kultur als Standortfaktor in Berlin&ldquo; vom Institut f&uuml;r Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) ergab, dass jeder Euro, den Berlin in die Kulturf&ouml;rderung investiert, der Stadt 3,50 Euro einbringt. Mehr noch, bei Museen und Gedenkst&auml;tten sammelt die Hauptstadt sogar sieben Euro ein. Die Kultur erwirtschaftet nach Ergebnis des IKTf ca. 4,65 Milliarden Euro pro Jahr. Dem nicht genug, um die Ecke gedacht, steht Berlin mit dieser Erkenntnis stellvertretend f&uuml;r die ganze Republik, die auch im Prinzip der Kulturf&ouml;rderung eingebunden ist und landauf, landab &uuml;ber zahlreiche Einrichtungen verf&uuml;gt, Personal vorh&auml;lt, Menschen Arbeit, Perspektive und Verwirklichungsm&ouml;glichkeiten gibt, die unser aller Gemeinwohl dienen. Das Institut hebt hervor, dass Kultur eben viel mehr ist als ein Posten im Haushalt, der kritischer betrachtet wird als die, die sich &bdquo;rechnen&ldquo;, die gesellschaftlich wichtiger angesehen werden und anerkannt sind. <a href=\"https:\/\/www.iktf.berlin\/forschungs-projekte\/kultur-als-standortfaktor\/\">Die Studie<\/a> fasst zusammen, dass Kultur viel Gutes bringt f&uuml;r die &Ouml;konomie, Soziales, Gesundheit (!) und mehr:<\/p><blockquote><p>\n<em>Kultur ist f&uuml;r Berlin ein zentraler Standortfaktor mit vielf&auml;ltigen &ouml;konomischen, gesellschaftlichen und stadtgestaltenden Effekten, doch fehlt bisher ein integriertes Modell, das diese Wirkungsebenen zusammenf&uuml;hrt. Die rund 70 vorliegenden deutschen Studien konzentrieren sich vor allem auf &ouml;konomische Effekte wie Umwegrentabilit&auml;t einzelner Einrichtungen oder Bruttowertsch&ouml;pfung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die IKTf-Studie schlie&szlig;t diese L&uuml;cke: Sie erhebt erstmals &ouml;konomische, soziale, gesundheitliche und touristische Effekte des Berliner Kultursektors gemeinsam. Ausgangspunkt ist die Umwegrentabilit&auml;t im gesamtst&auml;dtischen Ma&szlig;stab, erg&auml;nzt um Kapitel zur Bruttowertsch&ouml;pfung der k&uuml;nstlerisch-kulturellen Teilm&auml;rkte, zu Effekten Kultureller Teilhabe auf Lebenszufriedenheit und Gesundheit, zu Kultur als Standortfaktor f&uuml;r Unternehmen und zu touristischen Effekten.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>In Kultur investieren lohnt, sie zahlt vielf&auml;ltig zur&uuml;ck und wirkt sogar wie Medizin<\/strong><\/p><p>Angesichts dessen, dass in Berlin und &uuml;berall im Land gern und zuverl&auml;ssig dar&uuml;ber geklagt wird, dass Kultureinrichtungen zu viel Geld kosten, dass die Kultur-Mitarbeiter engagiert mitwirken m&uuml;ssten, auf dass die Lohnschraube sich nicht weiter nach oben dreht, dass ein Ticket f&uuml;r die Oper zwar viel kostet, aber die Kosten dennoch nur durch Subventionen &bdquo;reingespielt&ldquo; werden k&ouml;nnen &ndash; angesichts dessen und anderer g&auml;ngiger Argumente ist der Perspektivwechsel der Studie geradezu revolution&auml;r. Die Leiterin der Studie Vera Allmanritter wird <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/unterhaltung\/kultur-bringt-berlin-bis-zu-465-milliarden-euro-im-jahr\">in Medien zitiert<\/a>, ihre Worte wirken wie ein Aufruf, Kunst und Kultur endlich einen geb&uuml;hrenden Stellenwert zu verleihen:<\/p><blockquote><p>\n<em>Vera Allmanritter: &bdquo;Man sieht, dass Kulturf&ouml;rderung sich f&uuml;r Berlin ma&szlig;los an verschiedenen Stellen auszahlt. Sogar bei der Gesundheit der Berliner Bev&ouml;lkerung sei eine &ouml;konomische Wirkung messbar, so Allmanritter. Vier oder mehr Kulturbesuche im Jahr steigern das individuelle Wohlbefinden und die Gesundheit etwa so stark wie ein bis zu 2 700 Euro erh&ouml;htes Jahreseinkommen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Statt Streichkonzert volle Kraft voraus f&uuml;r Kunst und Kultur<\/strong><\/p><p>Deutschland wird noch Kulturnation genannt, die Zahl an Theatern, Museen und vielf&auml;ltigen kulturellen Einrichtungen gilt in Europa und &uuml;ber den Ozean hinaus trotz der Streichkonzerte und der Infragestellung dieser wichtigen Infrastruktur als einzigartig. Doch dieser Schatz ist permanent unter Beobachtung, latent fragil, leidet unter einer seltsamen Herablassung: Kultur ist Luxus. K&ouml;nnen wir uns Kultur leisten? Das Theater ist nicht so wichtig. Die Musikschule schreibt rote Zahlen. Ins Museum gehen zu wenige Leute. Ist das Kunst oder kann das weg?<\/p><p>Die allzu bekannte Antwort in Richtung junger Menschen, die vielleicht verraten, dass sie Schauspieler oder K&uuml;nstler werden wollen, lautet: &bdquo;Was? Das ist doch brotlose Kunst, lerne lieber etwas Ordentliches.&ldquo; Dem nicht genug, wenn vielleicht der junge Mensch auf der Karriereleiter stecken bleibt, in der Schule nicht die geforderten Notendurchschnitte erzielt, folgt noch ein weiterer Schlag in die Nierengegend: &bdquo;Wenn Du Dich nicht anstrengst, dann wirst Du Kellner.&ldquo;<\/p><p>Die Kulturnation Deutschland zeigt als sture Leistungsgesellschaft, als Rendite-Unternehmen, als Gebilde der Arroganz und in Wahrheit ihre Unwissenheit, ihr gegenw&auml;rtiges Wesen, das sich &uuml;ber Jahre und Generationen entwickelt hat. Standesd&uuml;nkel, Engstirnigkeit, Dummheit, die als Weisheit getarnt daherkommt, sie sind &uuml;berall zu finden: Statt Dinge zu schaffen, die lebenswert und lebenswichtig sind, wird die Industrie umgebaut und das als rosige Zukunft verkauft. Das viele vorhandene Geld flie&szlig;t in ein Konstrukt der Gewalt statt des Friedens, Gemeinwohls und Gl&uuml;cks. Doch das ist kein Naturgesetz. Zum Beispiel in Kunst und Kultur zu investieren, und zwar mit voller Kraft voraus, lohnt sich und gr&uuml;be anderen Investitionsvorhaben bellizistischer Art das Wasser einfach ab. Ja, ich h&ouml;re den h&auml;misch fragenden Spruch: Wie naiv bist Du denn? Nicht naiv ist das, es ist humanistisch, die wichtigen Strukturen, Einrichtungen, Menschenziele, Aufgaben entsprechend zu unterst&uuml;tzen, sicher zu finanzieren. Die Ernte wird gewiss sein und &uuml;ppig ausfallen &ndash; siehe Studie.<\/p><p>Ich denke an eine Aussage der Studienleiterin, die ein Beispiel aus dem beileibe nicht gerade sozialen Gro&szlig;britannien (GB) nannte. Dort gab es Untersuchungen, die belegten, dass Kultur die Lebensqualit&auml;t und Gesundheit steigerten, sodass man sich in GB Kulturbesuche als Rezept verschreiben lassen kann.<\/p><p><strong>Und die Kulturmacher, die Lage, die Perspektiven? Was muss getan werden?<\/strong><\/p><p>Wie so oft wird der Mensch in unserer kapitalistischen Verwertungsgesellschaft als n&uuml;chterner, anonymer Faktor betrachtet. Wenn beim Thema &bdquo;Sparma&szlig;nahmen Theater&ldquo; von Kosten gesprochen wird, sind Menschen, Schauspieler, welch brotlose Kunst, stets zur Disposition stehende Posten der Ausgabenliste. So wie &uuml;berall. Einsparungen durchzusetzen, hei&szlig;t dann mitunter auch &ndash; Menschen freizustellen (feuern klingt zu b&ouml;se). Wenn sie nicht frei von ihrer Arbeit gestellt sind, nehmen zum Beispiel K&uuml;nstler heroisch, voller ideeller Herrlichkeit und Selbstausbeutungsgeduld in Kauf, in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen ihrer Arbeit nachzugehen, sich von Job zu Job zu hangeln, mit wenig Geld auszukommen. Und doch sind sie eine immense Bereicherung f&uuml;r die sie ungen&uuml;gend wertsch&auml;tzende Gesellschaft. Das sind sie auch gerade f&uuml;r die, die auf der Sonnenseite unseres reichen Deutschlands leben, gern in Theater, Konzerte, ins Museum, zu Vernissagen gehen &ndash; und danach ins Restaurant (wo sie von Kellnerinnen und Kellnern bedient werden &hellip;).<\/p><p>Die Studie hat sich mit den beschriebenen K&uuml;nstlern in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen besch&auml;ftigt. Die bringen, wie oben geschildert, Reichtum ein. Die Freie Szene, in der in Berlin 32.420 Solo-Selbstst&auml;ndige erfasst sind, bringt dazu rund 614 Millionen Euro Einkommen zusammen. Drei Viertel von ihnen m&uuml;ssen mit einem Jahreseinkommen unter 22.000 Euro auskommen. Armes Deutschland.<\/p><p><strong>Was daraus folgt: Kultur muss Pflichtaufgabe werden<\/strong><\/p><p>Angesichts der Ergebnisse der Berliner Studie, die abgewandelt nach regionalen Unterschieden f&uuml;r die ganze Republik signalgebend ist, w&auml;re es an der Zeit, der Kunst und der Kultur den geb&uuml;hrenden Rang in unserer Gesellschaft zu geben. Kultur bringt eben nicht nur Zeitvertreib, ist nicht nur sch&ouml;n und gut und kostet dennoch nur und ist in harten Zeiten (wer auch immer das festlegt, was hart ist) entbehrlich. Nein. Kultur braucht Perspektive. Landauf, landab steht Kultur immer zur Disposition, stehen Einrichtungen vor der Schlie&szlig;ung oder werden geschlossen. Sind sie erst mal dicht &ndash; dann f&uuml;r immer.<\/p><p>Einen Weg heraus aus dem Skandal zeigt die Forderung, Kultur von einer freiwilligen Leistung zu einer gesetzlichen Pflichtaufgabe der Kommunen zu machen. Was das br&auml;chte? Theater wie Museen st&uuml;nden wie die Feuerwehr, das Rathaus, die Schule nicht zur Disposition, deren Finanzierung w&auml;re verl&auml;sslich in den staatlichen Planungen eingebunden. Unsere Kultur, unsere Einrichtungen, die Menschen dort, die uns alle bereichern, erlebten eine Aufwertung ihrer sozialen wie gesellschaftlichen Position. Kultur ist Allgemeinwohl, ist Daseinsvorsorge, die &uuml;berall garantiert werden muss, so wie Bildung und soziale Standards. Die Kommunen, 11.000 in Deutschland, sind die Basis. Die Finanzierungsfrage steht dennoch im Raum, werden Kritiker sagen. Und ja, viele Kommunen sind verschuldet, weil die gro&szlig;e Politik (Bund und L&auml;nder) versagt, weil die Basis von diesem &Uuml;berbau allein gelassen wird. Deshalb schlie&szlig;t die Forderung nach einer Pflichtaufgabe ein, dass Bund und L&auml;nder diesen Umbau finanziell entsprechend der anderen, schon bestehenden Aufgaben absichert, und zwar aus diesem Grund: Deutschland ist reich, dank seiner Menschen, es gibt genug zu verteilen, ohne dass die Menschen auf Marmorb&ouml;den laufen und mit goldenen L&ouml;ffeln essen wollten &ndash; von wegen Luxus. Tats&auml;chlich ist Kunst, ist Kultur kein Luxus, sondern Lebensmittel. Kultur macht uns als Menschen aus, ist essenziell.<\/p><p><strong>Zur&uuml;ck zum Kern der Studie: Die Pflichtaufgabe Kultur kostet viel viel weniger als sie einbringt<\/strong><\/p><p>Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Der alte Schlager erklingt passend zum Klagen der Kritiker und Erbsenz&auml;hler, die gern und geschickt die Effekte verschleiern, die die Berliner Studie grandios offenbart: Kultur lohnt sich sogar finanziell, nicht nur ideell. Da kommen die Zyniker und sagen: &bdquo;Ideell, ach Gottchen, das k&ouml;nnen wir uns schon in guten Zeiten leisten, und in schlechten leisten die Eliten sich das auch weiter, aber sonst? Nein.&ldquo;<\/p><p>Doch so l&auml;uft das eben nicht, liebe Erbsenz&auml;hler. Die Forderungen nach der Pflichtaufgabe Kultur, nach sicheren und planbaren Finanzierungsstrukturen, nach einem Perspektivwechsel, Kunst und Kultur nicht als Luxus zu sehen, sondern als Gemeingut, allt&auml;glich, immer da und als essenziell wertzusch&auml;tzen, diese Forderungen m&uuml;ssen so energisch, intensiv und engagiert von den Entscheidungstr&auml;gern der Gesellschaft und in der Folge von den B&uuml;rgern umgesetzt werden &ndash; nach und nach und fest verankert. Deutschland ist doch Kulturnation, oder nicht? Wenn das Umsetzen nicht auf die Tagesordnung kommt, alles beim Alten bleibt, dann kann der Titel Kulturnation getrost gestrichen werden. Die Erbsenz&auml;hler und bellizistischen Fanatiker wird das vielleicht freuen, denn auf anderen Gebieten sind wir ja wieder &bdquo;wer&ldquo;.<\/p><p><small>Titelbild: nadia_acosta\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die alte Leier t&ouml;nt immerfort in den Ohren: Kultur kostet nur, Kunst ist streitbar, sie bringt wenig. In Zeiten &bdquo;klammer&ldquo; Kassen dank herrschender reaktion&auml;rer Priorit&auml;ten steht die Kultur gesichert auf den Streichlisten der Geldverwalter der Republik: Theater, Museen, Musikschulen, Konzerts&auml;le, K&uuml;nstler, Projekte, die freie Szene und so weiter und so fort. Wir m&uuml;ssen sparen, wird<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154371\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":154372,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,123,156,145],"tags":[423,1806,633,2397],"class_list":["post-154371","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-schulden-sparen","category-sozialstaat","tag-austeritaetspolitik","tag-patriotismus","tag-politikerverdrossenheit","tag-suchterkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/shutterstock_2555937019.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=154371"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154376,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154371\/revisions\/154376"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/154372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=154371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=154371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=154371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}