{"id":154500,"date":"2026-08-03T09:05:29","date_gmt":"2026-08-03T07:05:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154500"},"modified":"2026-08-03T09:10:52","modified_gmt":"2026-08-03T07:10:52","slug":"leihmutterschaft-deutsche-doppelmoral-gefoerdert-seit-angela-merkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154500","title":{"rendered":"Leihmutterschaft: Deutsche Doppelmoral, gef\u00f6rdert seit Angela Merkel"},"content":{"rendered":"<p>Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag, Jens Spahn, musste abgel&ouml;st werden, wegen seiner Doppelmoral: Er hatte bis zuletzt das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland verteidigt, diese aber schon vorher f&uuml;r sich und seine Partner-Ehe durch die Nutzung einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>In Deutschland erlaubt: &bdquo;Leihm&uuml;tter&ldquo; in der Ukraine<\/strong><\/p><p>Aber die Bundesregierung erlaubt, ja f&ouml;rdert die kommerzielle Anmietung von Frauenk&ouml;rpern, lange schon vor Spahn und auch weiter nach Spahns R&uuml;cktritt &ndash; es muss eben nur im Ausland sein, wie bei Spahn. Und der am h&auml;ufigsten genutzte Staat ist nicht die USA, sondern es ist der gegenw&auml;rtig wichtigste Verteidiger &bdquo;westlicher Werte&ldquo; in Europa, n&auml;mlich die Ukraine.<\/p><p>Auch die &ouml;ffentliche Werbung f&uuml;r diese ausgelagerte &bdquo;Leihmutterschaft&ldquo; ist seit Langem in Deutschland erlaubt und ganz normal. Im Internet das Stichwort &bdquo;Leihmutterschaft&ldquo; eingeben: Sofort ist die Ukraine da.<\/p><p>Die besonders Reichen, wie Jens Spahn und sein Ehepartner, gehen daf&uuml;r in die USA: Da ist es besonders komfortabel und sicher, aber auch sehr teuer. Deshalb gehen die meisten Deutschen, auch die nicht so reichen US-Amerikaner, auch Kanadier, Australier, Engl&auml;nder und Irl&auml;nder in die Ukraine &ndash; da sind die Frauen bzw. ihre K&ouml;rper billiger, viel billiger.<\/p><p>Schon lange vor dem Krieg und auch im Krieg wurde deshalb die in jeder Hinsicht vom Ausland abh&auml;ngige Ukraine zum Hotspot der Leihmutterschaft in der &bdquo;westlichen Zivilisation&ldquo; aufgebaut und bleibt es bis heute &ndash; zudem in der dereguliertesten Form.<\/p><p>&bdquo;Westliche Werte&ldquo;, die von der korrupten Ukraine verteidigt werden: Auch hier zeigen sie ihren konkreten Gehalt &ndash; und deshalb schweigen die deutschen Regierungen und Leitmedien dar&uuml;ber weiter verbissen, auch jetzt nach Spahns R&uuml;cktritt. Bei Spahn wird nun Doppelmoral konstatiert und kritisiert &ndash; aber die Doppelmoral bleibt. Und auch direkt zu Spahn bleibt die Kritik oberfl&auml;chlich: Seinen Platz als gut alimentierter CDU-Abgeordneter im Bundestag darf er gern behalten. Da greift der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz nicht ein. Doppelmoral geh&ouml;rt zu dieser Regierung und dieser Partei, nicht nur bei diesem Thema.<\/p><p><strong>Leih-&bdquo;Mutterschaft&ldquo;: Schon der Begriff ist eine L&uuml;ge<\/strong><\/p><p>Schon der Begriff &bdquo;Leihmutterschaft&ldquo; ist hinsichtlich der Praxis vor allem in der Ukraine eine L&uuml;ge: Die k&ouml;rperliche ukrainische Mutter, die das ihr eingepflanzte Embryo austr&auml;gt und dann das Baby gebiert, gilt von der ersten Millisekunde der Einpflanzung an nicht als Mutter. Dagegen gilt als &bdquo;Mutter&ldquo; die Auftraggeberin aus dem Ausland &ndash; selbst wenn das Ei des in ihrem Auftrag der Ukrainerin eingesetzten Embryos gar nicht von ihr selbst stammt.<\/p><p>Der Name der leiblichen ukrainischen Mutter darf in keinem gesetzlichen Dokument genannt werden: Rechtlich-staatlich gibt es diese Leih-&bdquo;Mutter&ldquo; gar nicht. Sie ist ein stummes Werkzeug, das benutzt und nach der Nutzung weggeworfen, unsichtbar gemacht wird. Abgesegnet nicht nur von einem &bdquo;christlichen&ldquo; Regierungschef, sondern auch abgesegnet von den beiden &bdquo;christlichen&ldquo; Gro&szlig;kirchen, die gar nichts sagen. Auch der jetzt ein bisschen &bdquo;kritisch&ldquo; auflebende Papst Leo XIV. sagt gar nix.<\/p><p>Und hat jemals eine deutsche feministische Bewegung dagegen protestiert, oder haben etwa andere Verteidigerinnen der sexuellen Freiheit und Selbstbestimmung dieses Thema mal aufgegriffen? Wer ist denn da sonst noch so doppelmoralisch?<\/p><p><strong>Delivering Dreams: ukrainische Frauenk&ouml;rper unter US-Recht<\/strong><\/p><p>Schauen wir uns das bei der f&uuml;hrenden Vermittlungsagentur an: Delivering Dreams, Center for Human Reproduction, auf jedem Laptop und Handy in Deutschland sofort pr&auml;sent. Die Agentur hat ihren Sitz in New Jersey\/USA. Sie organisiert die Vertr&auml;ge der &bdquo;Wunscheltern&ldquo; aus aller Welt mit den ukrainischen <em>surrogacies<\/em>, den &bdquo;Leihm&uuml;ttern&ldquo;. (surrogate = Ersatz)<\/p><p>Die Agentur koordiniert dann auch die Auftragserf&uuml;llung in der Ukraine mit den dortigen Testlabors, &Auml;rzten, Anw&auml;lten, Beh&ouml;rden und den Reproduktionskliniken in Kiew und Lwiw. Und am Ende koordiniert Delivering Dreams auch die Ausreise der &bdquo;Wunscheltern&ldquo; und ihres &bdquo;Wunschkindes&ldquo; mit den Botschaften ihrer Herkunftsstaaten.<\/p><p>So stellen dann zum Beispiel die Botschaften der USA oder Deutschlands dem Baby einen Reisepass aus: Das Baby ist nat&uuml;rlich ein US-Staatsb&uuml;rger oder ein deutscher Staatsb&uuml;rger, und zwar schon seit seiner Einpflanzung als Embryo in den ukrainischen Frauenk&ouml;rper.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Eine sonst &uuml;bliche Adoption ist nicht n&ouml;tig. Und die Bezahlung der ukrainischen Frauen gilt nicht als Einkommen, sondern als &bdquo;Kompensation&ldquo;, die nicht versteuert werden muss.<\/p><p>So herrscht in der Ukraine die weltweit gr&ouml;&szlig;te Deregulierung der Leihmutterschaft, verbunden mit der h&ouml;chstm&ouml;glichen Ausbeutung der ukrainischen Frauen, die von Beginn ihres Vertrages an in rechtlicher Hinsicht keine M&uuml;tter sind.<\/p><p>Hier die drei Standardangebote von Delivering Dreams, Stand 2026:<\/p><p><em>1. FET Embryos ready<\/em><\/p><p>FET, das hei&szlig;t Frozen Embryo Transfer: Die &bdquo;Wunscheltern&ldquo; aus dem Ausland liefern den schon von ihnen selbst in ihrem Heimatstaat hergestellten, eingefrorenen Embryo in die Ukraine, auf eigene Kosten. Dabei k&ouml;nnen die Spermien und\/oder Eier nicht von ihnen selbst stammen. Startkosten f&uuml;r die Abwicklung in der Ukraine: Zwischen 60.000 und 84.000 US-Dollar.<\/p><p><em>2. Own eggs program<\/em><\/p><p>Die ausl&auml;ndischen Auftraggeber lassen die In-vitro-Befruchtung der von ihnen gelieferten Spermien und Eier in der Ukraine machen: Hier wird der Embryo hergestellt. Startkosten: 70.000 bis 90.000 US-Dollar.<\/p><p><em>3. Donor eggs program<\/em><\/p><p>Die ausl&auml;ndischen Auftraggeber lassen mit Eiern einer ukrainischen Frau das Embryo in der Ukraine produzieren. Zudem gibt es in der Ukraine eine Egg Bank (Eier-Bank), wo die Auftraggeber die Eier einer ihnen unbekannten Ukrainerin befruchten lassen k&ouml;nnen. Startkosten: 76.000 bis 105.000 US-Dollar.<\/p><p><em>Folge- und Zusatzkosten<\/em><\/p><p>Hinzu kommen je nach Verlauf und je nach Fall unterschiedliche weitere Kosten. So kostet nach einem Misserfolg ein weiterer Versuch eines Embryo-&bdquo;Transfers&ldquo; (Einpflanzung) 4.000 US-Dollar; falls Zwillinge entstehen: 4.500 &ndash; 10.000 US-Dollar; Zweittransfer nach einer Fr&uuml;hgeburt: 1.200 bis 3.600 US-Dollar.<\/p><p>Ferner kommen hinzu &auml;rztliche, medizinische und\/oder pflegerische Betreuung vor und nach der Geburt; Medikamente; Kosten f&uuml;r Flugreisen, Transfers, Hotel und dann die Geb&uuml;hren f&uuml;r die Geburtsdokumente der ukrainischen Beh&ouml;rden, schlie&szlig;lich in der Kiewer Botschaft z.B. der Bundesrepublik Deutschland die Geb&uuml;hren f&uuml;r den Reisepass f&uuml;r den neuen 100-prozentigen jungen deutschen Staatsb&uuml;rger oder die neue 100-prozentige deutsche Staatsb&uuml;rgerin.<\/p><p><strong>Ukraine: die neoliberale Zurichtung unter US-F&uuml;hrung<\/strong><\/p><p>Delivery Dreams, die f&uuml;hrende Agentur, wurde 2007 in den USA gegr&uuml;ndet und wird seitdem von dort betrieben. Es gibt mehrere solche Agenturen, kleinere, mit sch&ouml;nen Namen wie VittoriaVita, etwas sachlicher BioTexCom oder etwas deutlicher Surrogate Motherhood. Einige solche Agenturen haben ihren Sitz in der Ukraine.<\/p><p>Dieses Nutzen, Kaufen und Verkaufen weiblicher K&ouml;rper wurde medizinisch den drei Elite-Universit&auml;ten Harvard (USA), Cambridge (England) und Monasch (Australien) entwickelt und dann in den USA zum globalen Gesch&auml;ftsmodell gemacht. Deshalb hei&szlig;t es auf der Website von Delivering Dreams unter der &Uuml;berschrift &bdquo;World-Class Surrogacy: US Legal Security. Ukrainian Affordability&ldquo; also &bdquo;Weltklasse Ersatzmutterschaft. Sicherheit nach US-Gesetz. Bezahlbarkeit in der Ukraine&ldquo;. Dann hei&szlig;t es weiter:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Ob Sie aus New York, Berlin, London oder Sydney kommen &ndash; Ihr Ziel ist dasselbe: ein gesundes Baby und eine sichere Reise. Delivering Dreams ist die f&uuml;hrende internationale Ersatzmutter-Agentur &ndash; sie schl&auml;gt die Br&uuml;cke zwischen der Reproduktionstechnologie der Ukraine und den westlichen Sicherheitsstandards.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Wir begleiten erfolgreich die Eltern aus den USA, Deutschland, England, Irland und weiteren Staaten durch die hierf&uuml;r erforderlichen Verfahren. Dabei beruht Ihr Vertrag auf US-Recht: Es gew&auml;hrleistet eine Rechtssicherheit, die von lokalen Agenturen nicht gew&auml;hrleistet werden kann.&ldquo;<\/p><p><strong>Weitere Expansion: auch Angela Merkel half mit<\/strong><\/p><p>Dabei ist dieser Gesch&auml;ftszweig nur ein Teil der extrem neoliberalen Zurichtung des US-Stellvertreterkriegers Ukraine seit Mitte der 1990er-Jahre, vor allem durch die USA. Allerdings half ab 2009 auch die EU mit: Unter F&uuml;hrung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde die &bdquo;&Ouml;stliche Partnerschaft&ldquo; gegr&uuml;ndet. Dieses Soft-Format bedeutet bis heute: Die sechs Mitgliedsstaaten aus Osteuropa &ndash; etwa Moldawien, Georgien und allen voran die viel gr&ouml;&szlig;ere und geopolitisch wichtigere Ukraine &ndash; haben zwar keine Aussicht, in die EU aufgenommen zu werden, aber sie werden in den Bereichen, die f&uuml;r die EU vorteilhaft sind, schon in die EU integriert.<\/p><p>So wurde die Ukraine auch durch die EU und die Merkel-Regierung nach den USA zum zweitwichtigsten westlichen Land f&uuml;r die gesch&auml;ftliche Nutzung von Frauenk&ouml;rpern, und zwar nach US-Recht. Das wurde seit der westlich bef&ouml;rderten politischen Rechtsentwicklung 2014 noch weiter ausgebaut: Einige Staaten wie Indien, Nepal und Thailand verboten die Leihmutterschaft, einige Staaten erlaubten nur die &bdquo;altruistische&ldquo; Leihmutterschaft, bei der die austragende Frau und k&ouml;rperliche Mutter dies freiwillig und ohne Bezahlung macht &ndash; aber die <em>surrocacy companies<\/em> in den USA und der Ukraine nutzten das aus und warben erfolgreich um Kunden, die in Indien usw. keine M&ouml;glichkeiten mehr fanden.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p><strong>Vorteil Ukraine: die billigsten Frauen(k&ouml;rper)<\/strong><\/p><p>F&uuml;r diesen Ausbau bietet die Ukraine einen weiteren unschlagbaren Vorteil: Die Frauen sind ungleich billiger als in den anderen Anbieterstaaten. W&auml;hrend in den USA, wo es ja auch viele f&uuml;r dieses Gesch&auml;ft nutzbare arme Frauen gibt, die Gesamtkosten f&uuml;r ein solches k&uuml;nstliches Menschenkind trotzdem die 200.000 Dollar weit &uuml;bersteigen k&ouml;nnen, sind es in der Ukraine weniger als die H&auml;lfte.<\/p><p>Das hat damit zu tun, dass die Ukraine die niedrigsten Frauenrechte hat, verbunden mit dem niedrigsten Arbeitsrecht in Europa. So liegt etwa der gesetzliche Mindestlohn bei 1,10 Euro (seit 2025, vorher bei 80, dann 90 Cent pro Stunde). Das wird seit drei Jahrzehnten von Zulieferfirmen der Textil-, Pharma-, Auto-, Zigaretten- und Agrobusiness-Konzerne genutzt.<\/p><p>Deshalb arbeiten Millionen arbeitsf&auml;higer Ukrainer und Ukrainerinnen hier f&uuml;r 200 bis 400 Euro im Monat, und deshalb arbeiten Millionen als Arbeitsmigranten in benachbarten EU-Staaten, zeitweise oder f&uuml;r immer, auch etwa als Prostituierte im &bdquo;Bordell Deutschland&ldquo;.<\/p><p>Die aus verschiedenen Gr&uuml;nden in der Ukraine zur&uuml;ckbleibenden Frauen sind vielfach arm, darunter auch Frauen vom Land, wo auf der fruchtbaren Schwarzerde l&auml;ngst das roboterisierte US-Agro-Gro&szlig;gesch&auml;ft den Betrieb beherrscht und viele Bauernfamilien nur zwischendurch mal einen befristeten Minijob kriegen.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p><strong>Ukraine: viele arme Frauen, auch Akademikerinnen<\/strong><\/p><p>Zu dieser Verarmung vieler Frauen kommt noch hinzu: Mit der von US-Agenturen wie USAID und der Open Society Foundation (George Soros) gef&ouml;rderten politischen Rechtsentwicklung wurde auch der Patriarchalismus gest&auml;rkt.<\/p><p>So umwerben Delivery Dreams, VittoriaVita und BioTexCom schlecht verdienende und arbeitslose Frauen. Mit Hashtags &uuml;ber Apps verbreiten die Unternehmen &uuml;ber die asozialen Medien die <em>dreams<\/em>, die Tr&auml;ume: Fotos h&uuml;bscher, gl&uuml;cklich l&auml;chelnder schwangerer Frauen, umrahmt von Symbolen ihres neuen Reichtums, etwa einer ultramodern renovierten K&uuml;che, einem neuen Auto vor dem Haus, mit Juwelen um Hals und Arme.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Die Frauen m&uuml;ssen schon mindestens ein Kind geboren haben. Nach Pr&uuml;fung ihres k&ouml;rperlichen Zustandes und ihrer Lebensumst&auml;nde bekommen dann weniger als die H&auml;lfte der Bewerberinnen einen Vertrag von Delivering Dreams &amp; Co. Dar&uuml;ber haben einige westliche Medien manchmal berichtet, vereinzelt und nicht zur Hauptsendezeit, vor dem Krieg oder noch kurz nach dem Krieg, seitdem nicht mehr.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Die Leihmutter bekommt nach der erfolgreichen Geburt meist zwischen 12.000 und 15.000 Euro. Das ist aber kein Arbeitsentgelt, sondern eine &bdquo;Kompensation&ldquo;. Bei Fehlgeburt, wenn das Kind behindert ist oder dessen Annahme verweigert wird, bekommen die Leihm&uuml;tter nichts. Wenn ein behindertes Kind nicht angenommen wird, wird es meist in ein staatliches Kinderheim eingeliefert. Wie viele solcher F&auml;lle es gibt, wird vom ukrainischen Staat verheimlicht, fand die <em>BBC<\/em> heraus.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p><strong>Auch im Krieg geht es weiter, noch mehr<\/strong><\/p><p>In den Jahren vor dem Krieg wurden pro Jahr etwa 2.000 bis 2.500 solche Surrogat-Babys in der Ukraine &sbquo;produziert&lsquo; und exportiert. In den ersten zwei Kriegsjahren gingen die Zahlen zur&uuml;ck, danach haben sie sich wieder angeglichen und wurden sogar gesteigert.<\/p><p>Weil es immer weniger ukrainische Soldaten gibt &ndash; Hunderttausende wurden get&ouml;tet, Hunderttausende Wehrpflichtige sind ins Ausland gefl&uuml;chtet &ndash;, m&uuml;ssen die verbleibenden Soldaten immer l&auml;nger dienen, jahrelang. Deshalb nehmen auch allein lebende Soldatenfrauen diese Leihmutter-Dienste an. Auch der wirtschaftliche Niedergang wegen des Krieges, wegen Arbeitslosigkeit und Inflation zwingt Frauen, irgendeine (Neben)Besch&auml;ftigung zu finden. Das m&uuml;ssen sogar auch Frauen aus akademischen Berufen annehmen, etwa die schlecht bezahlten Lehrerinnen. Nicht wenige sind verheiratet.<\/p><p>Dazu gibt es in der Ukraine Kritik und Proteste. So erkl&auml;rt eine Frauenrechtlerin nach Berichten der <em>BBC<\/em>: &bdquo;Wegen des Krieges nimmt die Zahl der verzweifelten Frauen zu &ndash; und die Surrogat-Kliniken werben um sie, denn Paare aus dem Westen wollen billige Babys kaufen!&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Die von der BBC interviewte Ukrainerin Tarina Karasenko ist verheiratet, hat eine anderthalbj&auml;hrige Tochter. Aber, sagt sie, weil sie wegen der Inflation und der Arbeitslosigkeit nicht genug Geld f&uuml;r Brot und Windeln hat, wurde sie Ersatzmutter, ist jetzt im sechsten Monat schwanger. Wenn die Geburt erfolgreich sein wird, wird sie 12.500 Euro ausbezahlt bekommen. Das ist das Doppelte dessen, was sie verdienen w&uuml;rde, wenn sie einen Job h&auml;tte. Aber sie hat keinen, deshalb ist sie darauf eingestellt, nach dieser ersten Auftragsschwangerschaft auch weitere solche Auftr&auml;ge anzunehmen.<\/p><p><strong>Frauenrechtlerinnen in der Ukraine: endlich unterst&uuml;tzen!<\/strong><\/p><p>Auch in der Ukraine gibt es Friedensbewegungen, Gewerkschaften, Menschenrechtsbewegungen (noch ein paar wenige), die aber in Deutschland und der EU nicht geh&ouml;rt, sondern verleugnet werden. Das muss ge&auml;ndert werden, und eben auch im Bereich dieser menschenrechtswidrigen, dauerhaften Ausbeutung Tausender Frauen und ihrer K&ouml;rper!<\/p><p>Dazu gibt es schon aktive und kundige Frauen in der Ukraine. So hat die Parlamentsabgeordnete Viktoria Vahnier mit weiteren Abgeordneten 2023 einen Gesetzentwurf eingebracht, damit das surrogacy business wenigstens im Krieg verboten wird &ndash; die Selenskyj-Mehrheit verhinderte das, auch weil die Doppelmoraler wie Spahn, Merz, von der Leyen &amp; Co. und unsere so westlich-werte-schwangeren Leitmedien das durchgehen lie&szlig;en.<\/p><p>Wenn der R&uuml;cktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn nicht nur eine Best&auml;tigung der herrschenden deutschen Doppelmoral darstellt, auch weil Spahn weiter Bundestagsabgeordneter bleibt &ndash; dann muss auch in Deutschland gegen die exzessive, menschenrechtswidrige Leih&bdquo;Mutter&ldquo;-Praxis gerade in der Ukraine vorgegangen werden!<\/p><p><small>Titelbild: Mahmoud Mahdi Photo \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/international-surrogancy.com\/blog\/ukraine-surrogancy-cost-breakdown-2026\">international-surrogancy.com\/blog\/ukraine-surrogancy-cost-breakdown-2026<\/a>, abgerufen 29.7.2026<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>]  Ukraine&rsquo;s &lsquo;baby factories&rsquo;: The human cost of surrogacy. After India, Nepal and Thailand banned surrogacy, Ukraine soaks up demand, Al Jazeera 13.9.2026<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>]  Werner R&uuml;gemer: Ukraine &ndash; Extremes Muster neoliberaler Neuordnung, in: Hannes Hofbauer \/ Stefan Kraft (Hrsg.): Kriegsfolgen. Wien 2023, Seite 183 &ndash; 194<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>]  Lili Rutai: Surrogacy During War, <a href=\"https:\/\/www.thedial.world\/articles\/news\">thedial.world\/articles\/news<\/a>, January 7, 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>]  Gesch&auml;ft mit dem Babygl&uuml;ck &ndash; Leihm&uuml;tter in der Ukraine, arte-TV 29.1.2021; Babys f&uuml;r die Welt. Das Gesch&auml;ft mit ukrainischen Leihm&uuml;ttern, DLF\/SWR\/ORF 30.11.2021; In der Ukraine boomte das Gesch&auml;ft mit der Leihmutterschaft. Dann kam der Krieg, Stern 25.3.2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>]  Ukraine war &lsquo;led me to surrogacy&rsquo; to earn money but a new law could end those plans, BBC News Ukrainian 7.5.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>]  Ukraine war &lsquo;led me to surrogacy&rsquo; to earn money, <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/clyp4kp687go\">bbc.com\/news\/articles\/clyp4kp687go<\/a>,7.5.2025<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag, Jens Spahn, musste abgel&ouml;st werden, wegen seiner Doppelmoral: Er hatte bis zuletzt das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland verteidigt, diese aber schon vorher f&uuml;r sich und seine Partner-Ehe durch die Nutzung einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen. 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