{"id":154616,"date":"2026-08-06T09:00:06","date_gmt":"2026-08-06T07:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154616"},"modified":"2026-08-06T09:09:12","modified_gmt":"2026-08-06T07:09:12","slug":"china-hat-die-weltwirtschaft-einmal-mehr-gerettet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154616","title":{"rendered":"China hat die Weltwirtschaft einmal mehr gerettet"},"content":{"rendered":"<p>Der &Ouml;lpreis ist ein Mysterium. Zu Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran hatten s&auml;mtliche Experten und Branchenkenner eine mittelfristige &bdquo;Explosion&ldquo; der Roh&ouml;lpreise von 150 US-Dollar und mehr vorausgesagt. Obgleich sich die Versorgungslage seit M&auml;rz noch einmal deutlich verschlechtert hat, wird &Ouml;l zurzeit f&uuml;r rund 80 US-Dollar gehandelt, was dem langj&auml;hrigen Durchschnitt entspricht. Wie konnten die Experten so deutlich danebenliegen? Die Antwort ist ebenso einfach wie f&uuml;r viele &uuml;berraschend: China &ndash; der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te &Ouml;limporteur der Welt &ndash; hat binnen Wochen seine Importe halbiert und so das weltweite Verh&auml;ltnis von Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht gebracht. Ohne diesen Importr&uuml;ckgang w&uuml;rden die Preise tats&auml;chlich durch die Decke gehen und die Weltwirtschaft ins Chaos st&uuml;rzen. Die spannende Frage: Warum hat China so gehandelt? Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSchaut man sich den derzeitigen &Ouml;lmarkt an, m&uuml;sste einem eigentlich angst und bange werden. Iran hat die Stra&szlig;e von Hormus f&uuml;r &Ouml;lexporte aus den Golfstaaten de facto blockiert. Iranische &Ouml;lexporte &uuml;ber diesen Seeweg werden mittlerweile von den Amerikanern blockiert. Am Bab al-Mandab vor der jemenitischen K&uuml;ste sorgen die Raketenangriffe der Huthi-Miliz daf&uuml;r, dass vor allem saudische &Ouml;llieferungen in Richtung Asien gr&ouml;&szlig;tenteils gestoppt wurden, da die Versicherer sich weigern, die Risiken abzudecken. Aber auch anderenorts hat der Krieg gegen &Ouml;llieferungen eine neue Qualit&auml;t angenommen. Drohnenangriffe der Ukraine auf die russische &Ouml;linfrastruktur sorgen daf&uuml;r, dass Russlands Exporte von &Ouml;l und &Ouml;lprodukten zur&uuml;ckgehen. Die Ukraine greift jedoch nicht nur die russische, sondern auch die <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kasachstan-verurteilt-ukrainischen-angriff-auf-oelterminal-100.html\">kasachische &Ouml;linfrastruktur<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/oelimport-angriff-auf-zwei-oeltanker-im-schwarzen-meer\/100191042.html\">kasachische &Ouml;ltanker an<\/a>. In der Folge haben sich die kasachischen &Ouml;lexporte nahezu halbiert.<\/p><p>Es brennt an allen Ecken und Enden, und dennoch sieht es an den Warenterminm&auml;rkten relativ entspannt aus &ndash; ein Widerspruch, auf den viele Analysten keine Antwort haben. Der ehemalige New-York-Times-Journalist Max Fisher ist dieser Frage <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BkA0bkb6ZO0\">in seinem Podcast nachgegangen<\/a> und konnte den Widerspruch in gro&szlig;en Teilen aufkl&auml;ren. Vereinfacht gesagt: Der globale &Ouml;lmarkt ist &ndash; wie alle physischen G&uuml;term&auml;rkte &ndash; ein Markt, bei dem Angebot und Nachfrage immer exakt &uuml;bereinstimmen. Ein Barrel &Ouml;l, das exportiert wird, muss woanders importiert werden. Der wichtigste Faktor, um Angebot und Nachfrage zu steuern, ist der Preis. &Uuml;bersteigt die Nachfrage das Angebot, steigt der Preis so lange, bis die Nachfrage wieder sinkt und Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.<\/p><p>Vor dem Krieg lagen Angebot und Nachfrage bei rund 100 Millionen Barrel pro Tag. Allein durch die beidseitige Blockade der Stra&szlig;e von Hormus fielen jedoch angebotsseitig rund 20 Prozent davon, also 20 Millionen Barrel pro Tag, weg. Nun geh&ouml;rt aber gerade &Ouml;l zu den G&uuml;tern, die eine besonders niedrige Nachfrageelastizit&auml;t aufweisen &ndash; das hei&szlig;t, die Nachfrage geht bei steigenden Preisen nur sehr langsam zur&uuml;ck. W&auml;hrend der ersten &Ouml;lkrise in den fr&uuml;hen 1970ern f&uuml;hrte eine Drosselung des weltweiten Angebots um rund acht Prozent durch die OPEC-Staaten dazu, dass der Preis f&uuml;r ein Barrel &Ouml;l sich vervierfachte. Gemessen an diesen Vergleichszahlen h&auml;tte also der Wegfall von 20 Prozent des Angebots in der Tat zu einer schwer im Detail zu beziffernden, aber sehr gro&szlig;en Steigerung des &Ouml;lpreises f&uuml;hren m&uuml;ssen. Doch das blieb aus.<\/p><p>Ein Grund daf&uuml;r sind alternative Lieferrouten. Sowohl <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/East%E2%80%93West_Crude_Oil_Pipeline\">Saudi-Arabien<\/a> als auch die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Habshan%E2%80%93Fujairah_oil_pipeline\">Vereinigten Arabischen Emirate<\/a> verf&uuml;gen &uuml;ber leistungsstarke Pipelines, mit denen sie die blockierten Lieferwege zum Teil umgehen k&ouml;nnen. Zusammen kommen diese Pipelines auf eine F&ouml;rderleistung von sieben Millionen Barrel pro Tag, was rund ein Drittel der durch die Blockaden wegfallenden Mengen ausgleicht. Hinzu kommt die Freigabe der nationalen &Ouml;lreserven durch die USA, Japan und mehrere EU-Staaten, die rund 2,5 Millionen Barrel pro Tag entspricht und damit die n&ouml;tige Importmenge abermals reduziert. Doch auch mit diesen Notma&szlig;nahmen bleibt noch ein Defizit von zehn Millionen Barrel pro Tag &uuml;brig. Und hier kommt China ins Spiel.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260806-berger-china-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260806-berger-china-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>China hat seine &Ouml;limporte auf dem Seeweg seit Beginn des Irankriegs von rund zw&ouml;lf Millionen auf rund f&uuml;nf Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Das sind <a href=\"https:\/\/www.api.org\/energy-insights\/charts-analysis\/china-crude-imports-have-declined\">rund 60 Prozent<\/a> und entspricht in der Summe mehr als zwei Drittel des noch offenen Defizits. Um diese unglaubliche Menge einmal zum besseren Verst&auml;ndnis einzuordnen: Der R&uuml;ckgang der chinesischen &Ouml;limporte entspricht in Summe fast der gesamten Menge an &Ouml;l, das die EU importiert, und ist mehr als die kompletten &Ouml;limporte Indiens.<\/p><p>Aus 20 Millionen Barrel pro Tag Defizit durch den Irankrieg wurden so drei Millionen Barrel pro Tag, die am Ende &uuml;brig bleiben und f&uuml;r die leichte Preissteigerung und physische Knappheiten in einigen s&uuml;dostasiatischen Staaten verantwortlich sind. Man sollte diese Zahl auch nicht allzu w&ouml;rtlich nehmen, da phasenweise &uuml;ber die iranische Schattenflotte und offenbar auch &uuml;ber vereinzelte Tanker, die Iran die verlangte Maut zahlten, ja sehr wohl &Ouml;llieferungen durchkamen. Klar ist jedoch auch: Ohne den massiven R&uuml;ckgang der chinesischen Importe w&auml;re die Weltwirtschaft heute eine andere. Und was f&uuml;r westliche Beobachter besonders merkw&uuml;rdig erscheint, ist, dass China diesen Importstopp offenbar still und leise und ohne eine echte Notlage vollzogen hat.<\/p><p>Doch wie hat China dies &uuml;berhaupt hinbekommen? Zum Teil verfolgt China klassische Einsparmethoden. So wurden zahlreiche Inlandsfl&uuml;ge gestrichen und durch das in China hocheffiziente Netz von Schnellz&uuml;gen ersetzt. Mehr G&uuml;tertransporte gingen offenbar auch von der Stra&szlig;e auf die Bahn. Hinzu kommt, dass China bereits am ersten Tag des Krieges seine Exporte von raffinierten &Ouml;lprodukten wie Benzin, Diesel und Kerosin eingestellt hat. Aber das ist bei Weitem nicht alles. Sicher, China verfolgt seit L&auml;ngerem strategische Pl&auml;ne, sich unabh&auml;ngiger vom &Ouml;l zu machen. So hat beispielsweise die Fokussierung auf E-Mobilit&auml;t zwar zweifelsohne auch industrie- und umweltpolitische Gr&uuml;nde, aber auch die Autarkie bei der Stromerzeugung aus regenerativen Energien spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Die USA k&ouml;nnen &ndash; wenn es hart auf hart kommt &ndash; zwar die Stra&szlig;e von Malakka, &uuml;ber die fast alle chinesischen &Ouml;limporte aus dem Nahen Osten transportiert werden, mit ihrer Marine blockieren; Sonne und Wind &uuml;ber China k&ouml;nnen sie jedoch nicht &bdquo;ausschalten&ldquo;.<\/p><p>Ein mindestens ebenso wichtiger Faktor ist jedoch die Kohle. Auch bei der Kohle ist China als weltgr&ouml;&szlig;ter Produzent, der f&uuml;r mehr als die H&auml;lfte der Weltf&ouml;rderung steht &ndash; autark. Genau aus diesem Grund hat China seit L&auml;ngerem eine parallele industrielle Wertsch&ouml;pfungskette aufgebaut, bei der petrochemische durch carbochemische Prozesse ersetzt werden. Historisch interessierte Leser werden hier Parallelen zur deutschen Strategie vor und w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs erkennen. Auch Deutschland setzte aufgrund des in Kriegszeiten sehr eingeschr&auml;nkten Zugriffs auf &Ouml;limporte damals im gro&szlig;en Stil auf Technologien wie die Kohleverfl&uuml;ssigung mittels Fischer-Tropsch-Synthese. Das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leuna-Benzin\">&bdquo;Leuna-Benzin&ldquo;<\/a> ist ja sicher einigen heute noch ein Begriff.<\/p><p>Heute geht in China mehr Kohle in die carbochemische Industrie, <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/opinion\/articles\/2025-06-02\/commodities-china-s-coal-industry-has-a-big-dirty-secret\">als die USA und die EU insgesamt verbrauchen<\/a>. Carbochemische Produkte k&ouml;nnen, angefangen bei der Kunststoffherstellung bis zur D&uuml;ngerproduktion, petrochemische Produkte eins zu eins ersetzen. F&uuml;r die &bdquo;Fabrik der Welt&ldquo; ist das ein sehr wichtiger Punkt. Erst in den letzten Jahren gingen in den inneren Provinzen die mit gro&szlig;em Abstand <a href=\"https:\/\/regional.chinadaily.com.cn\/ningxia\/2026-07\/16\/c_1197933.htm\">weltgr&ouml;&szlig;ten Anlagen dieser Art in Betrieb<\/a>. Das Besondere: China hat auch in diesem Bereich &Uuml;berkapazit&auml;ten aufgebaut, sodass es offenbar ohne gro&szlig;e Vorlaufzeit zwischen petrochemischer und carbochemischer Produktion umschalten kann. Genau das erlebten wir in den letzten Wochen.<\/p><p>Doch auch dies erkl&auml;rt in der Summe noch nicht die gigantischen Importr&uuml;ckg&auml;nge. Des R&auml;tsels L&ouml;sung d&uuml;rften die strategischen &Ouml;lreserven Chinas sein. China hat bereits offiziell die gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven der Welt &ndash; mehr als der Rest der Welt zusammen. Hinzu kommt eine unbekannte Menge, die China in &bdquo;geheimen&ldquo; Kavernen gebunkert hat. Gerade f&uuml;r westliche Thinktanks war die Leistungsf&auml;higkeit dieses Reservesystems stets ein gro&szlig;es Thema, geht es dabei doch unter anderem auch um die Abschreckungsdoktrin der USA. Konkret: Kann die USA mit ihrer Seemacht China durch eine &Ouml;lblockade lahmlegen? Und wenn ja &ndash; wie lange k&ouml;nnte China einer solchen Blockade widerstehen? Die Antwort: Wahrscheinlich sehr lange, wenn nicht sogar endlos. Zum Vergleich: Die indischen Reserven w&uuml;rden f&uuml;r vier Tage reichen, die Reserven der EU f&uuml;r maximal 20 Tage.<\/p><p>Eine interessante Frage ist freilich, wo diese schier unglaublichen Mengen von &Ouml;l herkommen, &uuml;ber die China als Reserve verf&uuml;gt. Max Fisher geht in seiner Analyse davon aus, dass es wohl vor allem russische und iranische &Ouml;llieferungen waren, die im Rahmen der &bdquo;Schattengesch&auml;fte&ldquo; dieser beiden Staaten abseits des westlichen &bdquo;Dollar-Systems&ldquo; importiert wurden. Das ist jedoch zum Teil Unsinn. China hat sich nie an den Sanktionen gegen Russland beteiligt und wickelt seit vielen Jahren seine &Ouml;limporte aus Russland, das Chinas gr&ouml;&szlig;ter &Ouml;llieferant ist, ganz offiziell &uuml;ber sein eigenes Bankensystem ab. Ein wenig anders verh&auml;lt es sich in der Tat mit dem Iran. China beteiligt sich zwar nicht an den Sanktionen gegen den Iran, hat jedoch aus Sorge vor US-Sanktionen gegen chinesische Konzerne, die iranisches &Ouml;l importieren, in der Tat eine Umgehungsstrategie. So importiert China beispielsweise nach offiziellen Zahlen rund zehnmal so viel &Ouml;l aus Malaysia wie der s&uuml;dostasiatische Staat &uuml;berhaupt f&ouml;rdert. Klar &ndash; es handelt sich hier um iranisches &Ouml;l, das auf dem Meer in malaysisches &Ouml;l umdeklariert wird. Die Abwicklung erfolgt dabei selbstverst&auml;ndlich nicht &uuml;ber das dollarbasierte amerikanische Finanzsystem, sondern &uuml;ber chinesische Banken und Bartergesch&auml;fte &ndash; China liefert also G&uuml;ter oder baut im Iran Infrastruktur im Austausch f&uuml;r &Ouml;l. Transatlantischen Falken ist dies ein Dorn im Auge &ndash; aber ohne diese &bdquo;Umgehungsgesch&auml;fte&ldquo; s&auml;he der &Ouml;lpreis heute wohl anders aus und sowohl die EU als auch die USA w&uuml;rden in einer handfesten Wirtschaftskrise stecken.<\/p><p>Das f&uuml;hrt zur spannendsten aller Fragen: Warum tut China das? Warum nimmt China die zweifelsohne hohen Mehrkosten, die mit der Importdrosselung verbunden sind, einseitig in Kauf? Westliche Strategen fokussieren sich in ihren Erkl&auml;rungsversuchen vor allem auf den Konflikt der Weltm&auml;chte. China demonstrierte den USA, dass es autark ist und selbst im Falle eines Kriegs um Taiwan nicht durch die USA durch eine &Ouml;lblockade schachmatt gesetzt werden k&ouml;nne. Es gibt auch die Erkl&auml;rung, dass China durch seine Strategie der Welt beweise, dass es &ndash; &auml;hnlich wie Saudi-Arabien auf der Seite der F&ouml;rderer &ndash; als einziger relevanter flexibler Abnehmer die Macht habe, den &Ouml;lpreis zu diktieren. Das mag alles ein Beweggrund sein, &uuml;berzeugend sind diese Erkl&auml;rungen aber nicht.<\/p><p>Viel plausibler ist die Erkl&auml;rung, dass China ein gro&szlig;es eigenes Interesse daran hat, dass die Weltwirtschaft stabil bleibt. China ist als &bdquo;Fabrik der Welt&ldquo; darauf angewiesen, dass den eigenen Kunden das Geld nicht ausgeht, weil sie es bei horrenden &Ouml;lpreisen in die Kassen der &ouml;lexportierenden Staaten &uuml;berweisen m&uuml;ssen. Wie kein anderer Staat der Welt denkt China strategisch im gro&szlig;en Rahmen und hat &ndash; wohl auch als einziger Staat der Welt &ndash; auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, solche &bdquo;Gro&szlig;strategien&ldquo; &uuml;berhaupt umzusetzen. Im von &ouml;konomischen Einzelinteressen gepr&auml;gten Westen w&auml;re dies vollkommen undenkbar. Ja, China hat &bdquo;uns&ldquo; einmal mehr den Allerwertesten gerettet. Ohne die chinesische Strategie, den &Ouml;lpreis zu b&auml;ndigen, indem man die eigenen Importe quasi &uuml;ber Nacht implodieren l&auml;sst, s&auml;&szlig;en wir heute in einer Weltwirtschaftskrise.<\/p><p>F&uuml;r unsere Transatlantiker zum Mitschreiben: W&auml;hrend die USA weltweit z&uuml;ndelt und Trump aus purem kurzsichtigem Eigeninteresse drauf und dran ist, die Weltwirtschaft ins Chaos st&uuml;rzen, ist China der Anker f&uuml;r Stabilit&auml;t. W&auml;re es da nicht an der Zeit, die deutsche Au&szlig;en- und Wirtschaftspolitik diesen Realit&auml;ten anzupassen?<\/p><p><small>Titelbild: Rawpixel.com\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/3d7f488868154e9da9d0d407e84ffbb7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &Ouml;lpreis ist ein Mysterium. Zu Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran hatten s&auml;mtliche Experten und Branchenkenner eine mittelfristige &bdquo;Explosion&ldquo; der Roh&ouml;lpreise von 150 US-Dollar und mehr vorausgesagt. Obgleich sich die Versorgungslage seit M&auml;rz noch einmal deutlich verschlechtert hat, wird &Ouml;l zurzeit f&uuml;r rund 80 US-Dollar gehandelt, was dem langj&auml;hrigen Durchschnitt entspricht. 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