{"id":15464,"date":"2012-12-14T09:13:04","date_gmt":"2012-12-14T08:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464"},"modified":"2012-12-14T10:18:49","modified_gmt":"2012-12-14T09:18:49","slug":"hinweise-des-tages-1782","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h01\">Gustl for help! Darf man den Fall Mollath allein der Justiz &uuml;berlassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h02\">Deutschlands Mitte br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h03\">Thomas Leif &ndash; Der &bdquo;Apotheker-Alarm&ldquo; ist ein grosses Ablenkungs-Man&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h04\">Finanzmarktreformen: No, they can&rsquo;t!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h05\">Forscher erwarten Millionen Einwanderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h06\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h07\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h08\">Gro&szlig;bank HSBC zahlt Milliardenstrafe wegen Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h09\">Deutsches Finanzministerium verhindert dass EU-Zinsrichtlinie vorangebracht wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h10\">Germany displaces China as US Treasury&rsquo;s currency villain<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h11\">DGB-Marshallplan f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h12\">Personalchefs patzen im Kampf um kl&uuml;gste K&ouml;pfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h13\">Tarifbilanz 2012: H&ouml;here Tarifabschl&uuml;sse &ndash; Tarifregelungen zu Leiharbeit, &Uuml;bernahme und Demografie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h14\">Verfassungsrechtler: Volksabstimmung &uuml;ber S 21 nicht mehr verbindlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h15\">Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h16\">Europas Preis und Ehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464#h17\">Das Letzte: Auszug aus Bundestagsdebatte &uuml;ber die Strompreissteigerungen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15464&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><p><em>Unser Team hat heute seine allj&auml;hrliche Weihnachtsfeier. Bitte haben Sie daher Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass wir Ihnen heute Nachmittag nicht wie gewohnt die Hinweise des Tages II anbieten.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gustl for help! Darf man den Fall Mollath allein der Justiz &uuml;berlassen?<\/strong><br>\nDie Abschiebung des Bankenkritikers Gustl Mollath in die Psychiatrie soll neu aufgerollt werden. Das ist ein Verdienst der Unterst&uuml;tzer und einiger hartn&auml;ckiger Journalisten. Doch der Fall ist damit nicht erledigt.<br>\nNun &ndash; nach einem ganzen Jahr intensiver Berichterstattung &ndash; gibt es &bdquo;Bewegung im Fall Gustl Mollath&ldquo;. Es wird sogar gesagt, der bayerischen Justizministerin Beate Merk sei mit der Wiederaufnahme des Falles ein Befreiungsschlag gelungen. Damit wird ausgerechnet jene Politikerin zur Heldin erkl&auml;rt, die nichts, aber auch gar nichts zur Aufkl&auml;rung dieses Skandals beigetragen hat. Ganz im Gegenteil: Beate Merk mauerte in einer Weise, die fast schon an K&ouml;rperverletzung grenzte. Man muss sich nur das seltsame Interview ansehen, das Report Mainz vor wenigen Tagen mit der Ministerin f&uuml;hren durfte. Dort sagte Frau Merk in einer jedes Mitgef&uuml;hl und jeden kritischen Geist vermeidenden Endlosschleife: Wenn das zust&auml;ndige Gericht und die Sachverst&auml;ndigen zu dem Ergebnis gekommen sind, dass ein schwarzer Tisch ein wei&szlig;es Sofa ist, dann habe ich an dieser Feststellung nicht zu zweifeln. Bei diesem Interview fiel mir sofort Schwester Ratched ein &ndash; aus dem Film &bdquo;Einer flog &uuml;bers Kuckucksnest&ldquo;. Vor einer solchen Justizministerin muss man sich f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/51989\/gustl-for-help-darf-man-den-fall-mollath-allein-der-justiz-uberlassen\/\">Carta<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn Sie sich einen Eindruck &uuml;ber den Umgang der Bayerischen Justizministerin mit diesem Skandal verschaffen wollen, dann schauen Sie doch einmal in die <a href=\"http:\/\/mediathek-video.br.de\/B7Mediathek.html?bc=_184027643\">M&uuml;nchner Runde<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschlands Mitte br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nVom wachsenden Wohlstand profitiert nur eine Elite. Forscher des Berliner DIW und der Universit&auml;t Bremen widerlegen die These von der Stabilit&auml;t der Mittelschicht. Ein weiteres Studienergebnis: F&uuml;r die Einkommensschwachen ist es schwieriger geworden, nach oben aufzusteigen. (&hellip;) Eine wachsende Anzahl von Menschen, auch in der Mitte der Gesellschaft, plagen Zukunfts&auml;ngste. Eine neue Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universit&auml;t Bremen zeigt: Diese Sorgen sind berechtigt. &ldquo;Gemessen an den Reall&ouml;hnen, dem realen Haushaltsnettoeinkommen und dem Verm&ouml;gen hat die Einkommensmittelschicht in Deutschland in den vergangenen Jahren zum Teil deutliche Einbu&szlig;en erlitten&rdquo;, hei&szlig;t es in der Untersuchung, die von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben wurde und die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Die Wissenschaftler stellen fest: &ldquo;Die Ungleichheit beim Einkommen als auch beim Verm&ouml;gen hat weiter zugenommen.&rdquo; Von den zus&auml;tzlichen Wohlstandsgewinnen habe in den vergangenen Jahren nur &ldquo;eine Elite in der Gesellschaft&rdquo; profitiert. &ldquo;Das Versprechen von Ludwig Erhard eines &lsquo;Wohlstands f&uuml;r alle&rsquo; wird damit seit geraumer Zeit in Deutschland nicht mehr so eingel&ouml;st wie noch in der langen Phase seit den 1950er-Jahren.&rdquo; Die neue Analyse best&auml;tigt Erkenntnisse, die bereits in der urspr&uuml;nglichen Fassung des vierten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung enthalten, aber vor allem auf Druck der FDP zum Teil daraus gel&ouml;scht oder gegl&auml;ttet worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-des-diw-und-der-universitaet-bremen-deutschlands-mitte-broeckelt-1.1549259\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Damit ist der &ldquo;Armuts- und Reichstumsbericht&rdquo; der Bundesregierung bereits heute Makulatur. Die asoziale sowie &ouml;konomisch und gesellschaftspolitisch sch&auml;dliche Politik der wachsenden gesellschaftlichen Spaltung in Arm und Reich soll nun auf Druck der hiesigen neoliberalen Interessenvertreter in Politik, Medien und Wirtschafts-&ldquo;Wissenschaften&rdquo; auch den &uuml;brigen Staaten und Bev&ouml;lkerungen der Eurozone &uuml;bergest&uuml;lpt werden.<br>\nUlrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz, analysiert in ihrem Buch &ldquo;Hurra, wir d&uuml;rfen zahlen &ndash; Der Selbstbetrug der Mittelschicht&rdquo; (2010) die wachsende Reichtumskonzentration in Deutschland, die auch medial angeheizte Verachtung der Unterschicht durch die Mittelschicht, den fatalen Glauben der Mittelschicht, sie sei &ldquo;pivilegiert&rdquo; sowie den ausbleibenden Protest der Mittelschicht dagegen, da&szlig; ein wachsender Anteil des Volkseinkommens auf die sogenannten &ldquo;Eliten&rdquo; entf&auml;llt. Siehe hierzu auch Wolfgang Liebs <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5626\">Rezension<\/a> zu Ulrike Herrmanns Buch.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Die Mittelschicht in Deutschland schrumpft seit 15 Jahren<\/strong><br>\nDie Mittelschicht in Deutschland schrumpft. Seit 1997 ist ihr Anteil an der Gesamtbev&ouml;lkerung um 5,5 Millionen Menschen oder von 65 auf 58 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Besonders ausgepr&auml;gt ist dieser R&uuml;ckgang in der unteren H&auml;lfte der Einkommensmittelschichten, deren Anteil sogar um 15 Prozent geringer ist. Umgekehrt ist der Anteil der Menschen in den unteren und untersten Einkommensschichten um knapp vier Millionen Personen gewachsen. Gleichzeitig macht sich in den Mittelschichten inzwischen jeder Vierte latente Sorgen, seinen heutigen Status zu verlieren. Das sind deutlich mehr Deutsche als noch vor 10 Jahren. Der Grund f&uuml;r die Entwicklung: Immer weniger Menschen gelingt der Aufstieg aus den unteren Einkommen in die Mittelschicht. Und selbst eine gute Ausbildung ist heute kein Garant mehr f&uuml;r ein Leben in gesichertem Wohlstand. Der Befund ist das Ergebnis einer umfangreichen Analyse der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universit&auml;t Bremen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-4834CAA9-41ABEB87\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_114585.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-F9070D2E-C4824B3C\/bst\/xcms_bst_dms_37155_37156_2.pdf\">Bertelsmann Stiftung [PDF &ndash; 30 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-des-diw-und-der-universitaet-bremen-deutschlands-mitte-broeckelt-1.1549259\">SZ schreibt<\/a> noch, &ldquo;ob die Mittelschicht in Deutschland schrumpft und das Verm&ouml;gen ungerechter verteilt wird, ist unter &Ouml;konomen umstritten. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft konnte im Sommer in einer Studie kein &ldquo;besorgniserregendes Schrumpfen der Mittelschicht&rdquo; entdecken. Die Konrad-Adenauer-Stiftung stellte Anfang der Woche ebenfalls fest: Deutschlands Mitte ist und bleibt stabil.&rdquo;<br>\nNun ja, man muss Statistiken auch lesen. Das IW definiert die Zugeh&ouml;rigkeit zur Mittelschicht zwischen 60 und  250 Prozent des mittleren Einkommens. Je weiter man aber die Grenze nach oben schiebt, desto mehr Besserverdienende werden mit einbezogen und stabilisieren dadurch die so ausgew&auml;hlte Gruppe. In der neuen Studie  werden die Haushalte als Mittelschicht erfasst, deren Einkommen zwischen 70 und 150 Prozent des mittleren Einkommens liegt. Auch das Pew Research Centre, das ein Absinken der Einkommen der US-Mittelschicht zwischen 2001 und 2010 konstatiert, setzt einen engeren Bezugsrahmen. Als mittelst&auml;ndisch bezeichnen die Autoren all jene Haushalte, die 66 bis 200 Prozent des nationalen Durchschnitts (Median) verdienen. Nimmt man nun die Zahlen und nicht die heroischen Aussagen des IW zur Hand, erweitert den Zeitraum von 2000 bis 2009 und definiert als Mittelschicht den Anteil der mittleren Mitte also die, die zwischen 80 und 150 Prozent der Einkommensmitte liegen, so geh&ouml;rten 2000 noch 53,5 Prozent der Bev&ouml;lkerung zur Mittelschicht. Im Jahr 2009 waren es nur noch 48,7 Prozent. Also wenn man sich nur die Zahlen vorlegt, ist das Absinken der Mittelschicht mitnichten umstritten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Thomas Leif &ndash; Der &bdquo;Apotheker-Alarm&ldquo; ist ein grosses Ablenkungs-Man&ouml;ver<\/strong><br>\nLobbyismus als Schatten-Management der Politik widerspricht demokratischen Grund-Prinzipien. Die unsichtbare Hand der `Stillen Macht` zehrt die Legitimation des parlamentarischen Betriebs auf.<br>\n&bdquo;Politik-Spionage&ldquo; sei wohl eine neue Form des Lobbyismus, so ahnungslos kommentiert eine Spitzen-NGO-Vertreterin, (die selbst Lobbyisten ausbildet), die Weitergabe von illegal beschafften, internen Daten an die Apotheker-Lobby. Die Medien sind pl&ouml;tzlich alarmiert und berichten so prominent wie nie zuvor auf allen Kan&auml;len . Die Geschichte ist einfach, klar und l&ouml;st ein verborgenes Ressentiment gegen den &uuml;berm&auml;chtigen Lobbyismus in einer simplen Droh-Botschaft auf. Dabei brauchen professionelle Lobbyisten keine Spionage-Helfer; sie sitzen ohnehin am Tisch der Macht. Politik und Lobby leben in einer Symbiose, sind eng<br>\nverzahnt und tauschen ihr Personal aus. Nur &ndash; diese Praxis wird weder von den betroffenen Akteuren, noch von der sogenannten Zivilgesellschaft oder den aufgebrachten Medien angemessen thematisiert.<br>\nDas lautlose Mitregieren, die stille Beteiligung an wichtigen politischen Entscheidungen und die beachtliche Gestaltungs- und Verhinderungsmacht der &bdquo;F&uuml;nften Gewalt&ldquo; zehrt die Legitimation des politischen Betriebs auf. Die Vertrauens- und Handlungskrise von Parlament und Regierung ist eng verbunden mit den nicht legitimierten Einflusszonen des wachsenden Lobby-Marktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Leif-Apotheker-Alarm.pdf\">Thomas Leif [PDF &ndash; 225 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzmarktreformen: No, they can&rsquo;t!<\/strong><br>\nGro&szlig; war die Hoffnung auf grundlegende Ver&auml;nderungen des Finanzsystems nach dem Lehman-Crash. Vier Jahre danach ist die Bilanz sehr ern&uuml;chternd: Zu inkonsequent, zu z&ouml;gerlich, zu wirkungslos sind die Reformen. Jetzt liegen mit dem Liikanen-Report zur Trennung von Investment- und Gesch&auml;ftsbanking und dem Bericht des Financial Stability Board (FSB) zu Schattenbanken zwei neue Vorschl&auml;ge auf dem Tisch. Ob sie eine neue Dynamik in den Reformprozess bringen, analysiert Peter Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Peter-Wahl-Finanzmarktreformen.pdf\">WEED [PDF &ndash; 85 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Forscher erwarten Millionen Einwanderer<\/strong><br>\nDeutschland steht am Beginn der gr&ouml;&szlig;ten Einwanderungswelle seit Jahrzehnten. Forscher rechnen mit 2,2 Millionen Menschen, die bis 2017 in die Bundesrepublik kommen &ndash; vor allem wegen der Krise in S&uuml;deuropa. In der Wirtschaft sind die Zuwanderer hochwillkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/einwanderer-immer-mehr-suedeuropaeer-kommen-nach-deutschland-a-872688.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mit der alten Leier des Fachkr&auml;ftemangels soll hier wieder ein weiterer unertr&auml;glicher Aspekt, der Austerit&auml;tspolitik die ganz Europa durch Deutschland oktroiert wird, besch&ouml;nigt werden. Mit &ldquo;billigen&rdquo; Arbeitskr&auml;ften aus den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern l&auml;&szlig;t sich die industrielle Reservearmee trefflich auff&uuml;llen um hier die L&ouml;hne weiter zu dr&uuml;cken und die deutsche Industrie noch &ldquo;konkurrenzf&auml;higer&rdquo; zu machen mit all den bekannten Problemen, die letzendlich wieder den Exodus der Fachkr&auml;fte aus den betroffenen L&auml;ndern ausl&ouml;sen. Zudem ist diese Haltung Deutschlands nur als parasit&auml;r zu bezeichnen, da die Ausbildung dieser Menschen bereits durch die Steuerzahler dieser L&auml;nder finanziert wurde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Jetzt haben wir schon nicht mehr nur einen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;, sondern sogar eine &ldquo;Arbeitskr&auml;fteknappheit&rdquo;. Bei Massenarbeitslosigkeit (4 Millionen Arbeitslose) und rechnerisch &uuml;ber 8 Millionen fehlenden Vollzeitarbeitspl&auml;tzen, und am Anfang einer schweren Rezession. Die &ldquo;Reservearmee&rdquo; soll also weiter vergr&ouml;&szlig;ert werden, um noch mehr Lohndruck nach unten aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich sind die Zuwanderer der Wirtschaft f&uuml;r diesen Zweck hochwillkommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Italien ist Europas wahrer Zahlmeister<\/strong><br>\nAlexander Dobrindt w&auml;hlt gerne drastische Worte. &ldquo;Wer den Leistungsgedanken hinter die H&auml;ngematten-Politik der S&uuml;deurop&auml;er zur&uuml;ckstellt, gef&auml;hrdet den europ&auml;ischen Gedanken&rdquo;, schrieb der CSU-Generalsekret&auml;r im Juni auf seiner Facebook-Seite. Ein Spruch wie direkt vom Stammtisch, der wiedergibt, was viele denken: Die im S&uuml;den liegen nur faul auf der Haut, wir im Norden arbeiten hart und bezahlen auch noch ihre Schulden. In diesen Wochen wird der EU-Haushalt f&uuml;r die kommenden Jahre verhandelt. Viel Gelegenheit also, um den vermeintlich Faulen mehr Leistung abzuverlangen. Doch wenn heute die Staats- und Regierungschefs der EU zu ihrem Gipfeltreffen zusammenkommen, steht schon fest, wem der Titel des Zahlmeisters geb&uuml;hrt: Italien. Gemessen an der Wirtschaftsleistung trug 2011 kein anderes Land netto mehr zum Budget der Europ&auml;ischen Union bei als Italien. Sein Anteil betrug im vergangenen Jahr 0,38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Und wo steht Deutschland in der Rangfolge? Selbst Belgien und die Niederlande leisten gemessen an ihrem Wohlstand einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil am Netto-EU-Budget als die Bundesrepublik. Deutschland folgt gleichauf mit D&auml;nemark und Finnland auf Platz drei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/italien-zahlt-hoechste-nettobeitraege-zum-eu-budget-a-872604.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Willkommen zur&uuml;ck, Cavaliere!<\/strong><br>\nSollte Silvio Berlusconi wieder italienischer Regierungschef werden? Nat&uuml;rlich nicht! Aber seine Kandidatur ist eine gute Nachricht: Endlich wird in einem Wahlkampf der verh&auml;ngnisvolle Sparkonsens zum Thema, der Europa schon viel zu lange beherrscht. Der Grund meiner Freude liegt darin, dass er im bevorstehenden Wahlkampf den hartn&auml;ckigen politischen Sparkonsens brechen wird. Durch seine R&uuml;ckkehr in die Politik erleben wir jetzt zum ersten Mal, dass die Krisenpolitik zum Kernthema eines Wahlkampfs in einem gro&szlig;en Land wird. Das war bei den spanischen Wahlen 2011 nicht der Fall, auch nicht 2012 in Frankreich. Und Peer Steinbr&uuml;ck und Angela Merkel unterscheiden sich in ihrer Krisenpolitik eher durch rhetorische Nuancen. In Italien wird es nun eine politische Auseinandersetzung dar&uuml;ber geben, ob es richtig ist, in eine Rezession hinein zu sparen und ob man sich dem deutschen Spardiktat f&uuml;gen sollte. Ich finde das gro&szlig;artig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/berlusconis-comeback-durchbricht-sparkonsens-in-europa-a-872452.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Greek Debt Buyback &ndash; another sad verdict, surrounded by much merriment<\/strong><br>\nGreek authorities have announced that the Dutch auction has produced offers of 31.9 billion worth of (post-PSI) Greek government bonds at an averaged price of 33.8% of face value. The same sources reveal that the Greek banks were strong-armed into offering all their holdings (against their better judgment), a total of around 17 billion. Which means that hedge funds and other privateers chipped in another 14 billion approximately. At this high price, the Greek government cannot afford to accept all the offered bonds, as it has only 10 billion to spend. Thus, unless it borrows more from the EFSF, it will accept around 29.5 billion of the offered bonds and will, thus, achieve a net debt reduction of around 19.5 billion. The Greek media, as is their wont, are celebrating the success of the buyback (just as they were celebrating the successful PSI last February and all the loans that Greece received in the past three years). Is there a foundation for these celebrations? None whatsoever, I say. Here is why:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2012\/12\/12\/greek-debt-buyback-another-sad-verdict-surrounded-by-much-merriment\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief aus Thessaloniki<\/strong><br>\nThessaloniki im Winter ist ohnehin eine melancholische Stadt, die Stimmung mutet eher balkanisch an als mediterran. Grau und Mattsilber sind ihre dominanten Farben: dunkle Wolken &uuml;ber dem meistens aufgew&uuml;hlten Meer. Dazu feuchte K&auml;lte und verdreckte Luft. Der Dreck kam fr&uuml;her von den Abgasen der Autos, die in der Innenstadt f&uuml;r einen Dauerstau sorgten. Heute stehen viele dauerparkend am Rand der schmalen Stra&szlig;en, weil Benzin f&uuml;r ihre Besitzer unbezahlbar geworden ist. Die Luft in diesem Winter stinkt anders. Fr&uuml;her heizten die meisten Haushalte mit Heiz&ouml;l. Das ist im Oktober um 50 Prozent teurer geworden, deshalb riecht Thessaloniki im November 2012 wie das winterliche Berlin der 1980er Jahre: nach Briketts.<br>\n&Uuml;ber Wochen roch es noch strenger, nachdem die M&uuml;llm&auml;nner lange gestreikt hatten, um gegen die K&uuml;rzung ihrer Geh&auml;lter und Entlassungen zu protestieren. In den Stra&szlig;en wuchsen die M&uuml;llberge, an denen die Menschen einfach vorbeiliefen, als ob der Dreck verschwinden w&uuml;rde, wenn man ihn lange genug ignoriert.<br>\nNachts sind die meisten Wohnviertel stockfinster. In den Stra&szlig;en sind viele Leuchtk&ouml;rper ausgefallen, weil die Stadtkasse kein Geld mehr hat, um die kaputten Lampen zu ersetzen. Selbst der weihnachtliche Lichterschmuck in der Stadtmitte wirkt dieses Jahr funzelig und stimmt eher melancholisch &ndash; als ob die wenigen leuchtenden Sterne fehl am Platz w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/12\/14.mondeText1.artikel,a0013.idx,3\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Heute erscheint die <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Dezemberausgabe der Le Monde Diplomatique<\/a> mit Beitr&auml;gen etwa von Ulrike Herrmann &bdquo;Das Gesetz der Wall Street&ldquo; oder von Perry Anderson &bdquo;Europas Preis und Ehre&ldquo;. NachDenkSeiten-Autor Niels Kadritzke setzt sich als begeisterter Fu&szlig;ballanh&auml;nger unter dem Titel &bdquo;Wo das Geld spielt&ldquo; kritisch mit der neuen &Ouml;konomie des Fu&szlig;balls <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/12\/14.mondeText1.artikel,a0005.idx,1\">auseinander<\/a>. F&uuml;r jeden der diesen Sport mag eine herbe Ern&uuml;chterung.<br>\nAm Freitag, den 14. Dezember liegt die Zeitung der taz.die tageszeitung bei.<br>\nAb dem 15. Dezember gibt es Le Monde diplomatique separat am Kiosk.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gro&szlig;bank HSBC zahlt Milliardenstrafe wegen Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nDie britische Gro&szlig;bank HSBC transferierte &uuml;ber Jahre fragw&uuml;rdige Gelder aus Iran, Mexiko oder Saudi-Arabien, nun muss sie daf&uuml;r zahlen: Das Institut hat sich mit der US-Regierung auf eine Strafe in H&ouml;he von fast zwei Milliarden Dollar geeinigt &ndash; eine Rekordsumme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/hsbc-zahlt-1-9-milliarden-dollar-strafe-wegen-geldwaesche-a-872119.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kaum ein Tag vergeht, wo nicht eine der Gro&szlig;banken mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht wird.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>William Black &ndash; Why did Obama and Cameron save a Criminal Enterprise like HSBC?<\/strong><br>\nWhy is HSBC still in operation?  On the same day (December 10, 2012) that the Obama administration leaked the story of the HSBC settlement a story ran in the New York Times that was full of self-praise by the Obama and Cameron (U.K.) governments for their &ldquo;cooperative approach&rdquo; to cracking down on systemically dangerous institutions (SDIs).  SDIs are treated as &ldquo;too big to fail&rdquo; because they pose a global systemic risk when they fail.  The HSBC settlement puts the lie to the Obama\/Cameron crack-down on the SDIs for it revealed a disgrace &ndash; Obama and Cameron treat the SDIs as too big to prosecute.  Indeed, HSBC demonstrates that the SDIs&rsquo; senior officers are treated by Obama and Cameron as too elite to prosecute.   The propaganda meme of the NYT story &ndash; that the SDIs would never again be given special favors due to reforms being adopted by Obama and Cameron &ndash; lasted four hours before it was destroyed by the disgraceful reality of the Obama and Cameron governments&rsquo; refusal to prosecute HSBC and its officers for their tens of thousands of felonies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neweconomicperspectives.org\/2012\/12\/why-did-obama-and-cameron-save-a-criminal-enterprise-like-hsbc.html\">New Economic Perspectives<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>More News From the Financial Front: We&rsquo;re Not Out of the Woods Yet<\/strong><br>\nWhat happens if you help Mexican drug lords launder $7 Billion of drug profits through US bank branches, and you finance purchases for international terrorists committed to attacks on America, and you have processed $60 Trillion (Yes, with a &ldquo;T&rdquo;) of questionable activity in 17,000 suspicious accounts?<br>\nWell, obviously you do not go to prison, much less face the electric chair. Indeed, if you are at a big bank, US State and Federal authorities decide you should not even be indicted with criminal charges. Why? Because that might shake confidence in your bank. You see, no bank has ever survived criminal charges against top management.<br>\nAnd so we read that HSBC, perhaps the biggest money-laundering racketeer in world history (and I say perhaps only because there are another half dozen banks big enough to rival HSBC and thus potential candidates for first prize in the money-laundering business), won&rsquo;t be prosecuted.<br>\nInstead, in yet another vigorous rump-kissing by President Obama&rsquo;s Justice Department, HSBC will just pay a settlement. The Justice Department&rsquo;s Lanny Breuer trumpeted the $2 billion settlement he worked out with the fraudsters, bringing the running total that he&rsquo;s got from global money-launderers to $4 billion. Folks, these are Trillion Dollar Plus banks. A trillion is a thousand billion. The Chicago mob would have considered this a real steal&mdash;buy the cops a couple of donuts and you are free to launder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economonitor.com\/lrwray\/2012\/12\/12\/more-news-from-the-financial-front-were-not-out-of-the-woods-yet\/\">Economonitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsches Finanzministerium verhindert dass EU-Zinsrichtlinie vorangebracht wird<\/strong><br>\nF&uuml;r alle, welche den Polit-Thriller um mehr Steuertransparenz in Europa verfolgen, gibt es heute nicht sehr erbauliche Nachrichten. Die EU-Zinsrichtlinie, das einzige multilaterale Abkommen zum automatischen Informationsaustausch von Steuerinformationen, das zur Zeit existiert, soll seit 2008 &uuml;berholt werden. Wichtige Schlupfl&ouml;cher sollen dabei geschlossen werden, wie z.B. f&uuml;r Bankkonten im Namen von trusts und anonymen Gesellschaften, auch die ber&uuml;hmten Delaware LLC&rsquo;s w&auml;ren fortan kein Schutz mehr vor Entdeckung, so lange deren Management im EU-Gebiet sitzt. Der Vorschlag wird seit langem im EU-Finanzministerrat ECOFIN diskutiert. &Ouml;sterreich und Luxemburg blockierten den Vorstoss, weil im Ergebnis der Paketl&ouml;sung enthalten w&auml;re, das &Ouml;sterreich und Luxemburg den automatischen Austausch einf&uuml;hren m&uuml;ssten, nicht aber die Schweiz: die Schweiz w&uuml;rde weiterhin die (drastisch verbesserte) Quellensteuerl&ouml;sung anwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2012\/02\/deutsches-finanzministerium-verhindert.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Germany displaces China as US Treasury&rsquo;s currency villain<\/strong><br>\nThe US Treasury has issued a damning criticism of Germany&rsquo;s chronic trade surplus in its annual report on worldwide exchange rate abuse, although it stopped short of labelling the country a currency manipulator.<br>\nThe US Treasury&rsquo;s shift in focus away from China &ndash; and towards Germany&rsquo;s disguised mercantilism &ndash; reflects mounting irritation in Washington over North Europe&rsquo;s &ldquo;free-rider&rdquo; strategy, which relies on exploiting global demand rather than generating it at home.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/currency\/9709882\/Germany-displaces-China-as-US-Treasurys-currency-villain.html\">Telegraph<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>DGB-Marshallplan f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nAuf Europa kommen tr&uuml;be Zeiten zu: Die Konjunkturaussichten f&uuml;r 2013 verschlechtern sich und die Politik nimmt die Folgen der Spardiktate und Sozialk&uuml;rzungen bewusst in Kauf. Doch statt weiterer Einschnitte braucht die EU langfristige Investitionen &ndash; f&uuml;r mehr Arbeit und Wohlstand f&uuml;r alle. Mit seinem Marshallplan f&uuml;r Europa hat der DGB seinen Entwurf f&uuml;r ein Zukunftsprogramm vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/-\/5Bv\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Personalchefs patzen im Kampf um kl&uuml;gste K&ouml;pfe<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen suchen verzweifelt Ingenieure und Programmierer. Was tun die Personalabteilungen? Offenbar viel zu wenig. Das zeigt eine aktuelle Studie. Allzu h&auml;ufig vertrauen Personaler auf das alte Rezept: Stellenanzeige schalten &ndash; und beten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsstart\/fachkraeftemangel-personaler-versagen-im-kampf-um-die-besten-koepfe-a-872259.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Im ganzen Text kein einziges Wort davon, da&szlig; die Unternehmen es mal mit h&ouml;heren Geh&auml;ltern (oder wenigstens Karrierem&ouml;glichkeiten oder angehmere Arbeitsbedingungen) versuchen sollten. Nicht einmal der Gedanke an Lohnerh&ouml;hungen wird im Text als L&ouml;sungsm&ouml;glichkeit (f&uuml;r ein ohnehin nicht existierendes &ldquo;Problem&rdquo;) erw&auml;hnt. Arbeitnehmer arbeiten anscheinend gerne f&uuml;r Luft und Liebe, und nur Unternehmen d&uuml;rfen sich am h&ouml;chstm&ouml;glichen Profit orientieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tarifbilanz 2012: H&ouml;here Tarifabschl&uuml;sse &ndash; Tarifregelungen zu Leiharbeit, &Uuml;bernahme und Demografie<\/strong><br>\nDie Tarifabschl&uuml;sse im Jahr 2012 liegen erkennbar &uuml;ber denen des Vorjahres. In zahlreichen Branchen sehen die Abschl&uuml;sse f&uuml;r dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen 3 und 4 Prozent vor. In der Metall- und Elektroindustrie setzte die IG Metall im Mai eine Tariferh&ouml;hung von 4,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten durch, in der chemischen Industrie vereinbarte die IG BCE kurz darauf eine Tariferh&ouml;hung von 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten&hellip; Der Anstieg der Verbraucherpreise bleibt in diesem Jahr mit rund 2 Prozent moderat. &bdquo;Auf das ganze Jahr gerechnet ist daher mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste zu rechnen&ldquo; sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2012_12_13.pdf\">WSI [PDF &ndash; 160 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verfassungsrechtler: Volksabstimmung &uuml;ber S 21 nicht mehr verbindlich<\/strong><br>\nDie Kostensteigerung bedeutet, dass die Volksabstimmung von damals keine Verbindlichkeit mehr hat. Die Regierung Kretschmann ist nicht mehr an die Volksabstimmung von 2011 mehr gebunden.<br>\nDie tats&auml;chlichen Gegebenheiten haben sich ge&auml;ndert. Dann kann entweder das Parlament entscheiden oder man kann das Volk erneut befragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/plusminus\/kostenexplosion-bei-stuttgart-21-verfassungsrechtler-prof?documentId=12778110\">ARD Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will<\/strong><br>\nDie EU verpflichtet die Krisenl&auml;ndern Portugal und Griechenland, Teile ihrer Wasserversorgung zu privatisieren. So soll m&ouml;glichst schnell m&ouml;glichst viel Geld in die maroden Staatshaushalte gesp&uuml;lt werden. Weder Griechen noch Portugiesen wollen das. Denn die Erfahrung zeigt: Wo Wasser privatisiert wird, steigen die Preise und sinkt die Qualit&auml;t. Doch die EU-Kommission geht noch einen riesigen Schritt weiter: Mit einer neuen Richtlinie sollen europ&auml;ische Kommunen &ndash; mithin auch deutsche &ndash; gezwungen werden, private Unternehmen ins Wassergesch&auml;ft einsteigen zu lassen. So soll die Wasserversorgung europaweit privatisiert werden. Ein Milliardengesch&auml;ft f&uuml;r multinationale Konzerne, f&uuml;r das deren Lobbyisten in Br&uuml;ssel jahrelang gek&auml;mpft haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2012\/1213\/wasser.php5\">Monitor<\/a>\n<p>dazu passend: <strong>&ldquo;Br&uuml;ssel, Wien und der Kampf ums Wasser&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Will Br&uuml;ssel unser Wasser privatisieren? &ndash; Nein. Es geht nicht um Zwangsprivatisierung, sondern um Transparenz bei der Auftragsvergabe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1353209139947\/Bruessel-Wien-und-der-Kampf-ums-Wasser\">derStandard.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser M.W.:<\/strong> Wieder einmal soll ein &uuml;berlebenswichtiges Gut zur Handelsware gemacht werden, dieses Mal ist es unser aller Wasser. Der Kommentar vom zust&auml;ndigen EU-Kommissar Michel Barnier spart mal wieder nicht an dem typischen neoliberalen Vokabular und den Schlagw&ouml;rtern Transparenz, wettbewerbsgest&uuml;tzte Weise etc. &ndash; komisch nur, dass die Troika bereits in Portugal und Griechenland den L&auml;ndern die Privatisierung Ihrer Wasserwerke aufzwingt, da ist dann nichts mehr von Freiwilligkeit und Selbstbestimmung der L&auml;nder die Rede. Und dank Schuldenbremse und Austerit&auml;tspolitik wird dieses Schicksal wohl in Zukunft noch weitere EU-L&auml;nder betreffen. Emp&ouml;rt und wehrt Euch jetzt, bevor unser Gemeingut Wasser mal wieder f&uuml;r Privatinteressen kommerzialisiert wird!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Europas Preis und Ehre<\/strong><br>\nMit dem Friedensnobelpreis erreicht die europ&auml;ische Selbstgef&auml;lligkeit ihren Gipfel. Und w&auml;hrend deutsche Vordenker von einer vorbildlichen Gemeinschaft der Weltb&uuml;rger tr&auml;umen, macht die Krise innerhalb der Eurozone gerade &uuml;beraus sichtbar, welche elementaren Konstruktionsfehler die Union von Anfang an hatte&hellip;<br>\nDeutschland ist nicht nur der Staat, der mehr als die anderen Eurol&auml;nder f&uuml;r die Eurokrise verantwortlich ist, indem es ein System durchgesetzt hat, das Lohnsenkungen im eigenen Lande mit erleichterter Kapitalaufnahme f&uuml;r das Ausland verbindet. Deutschland ist auch die Hauptkraft bei den Bem&uuml;hungen, die Kosten der Krise den Schw&auml;chsten aufzub&uuml;rden. In diesem Sinne ist offenbar die Stunde f&uuml;r eine neue europ&auml;ische Hegemonialmacht gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/12\/14\/a0037.text\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Auszug aus Bundestagsdebatte &uuml;ber die Strompreissteigerungen<\/strong><br>\nCaren Lay (DIE LINKE):<br>\nHerr Pr&auml;sident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Stellen Sie sich das einmal vor: Sie kommen heute Abend nach Hause, das Licht geht nicht an, und Sie k&ouml;nnen sich weder einen Tee noch eine warme Suppe kochen. Sie k&ouml;nnen weder fernsehen noch lesen, und Sie waschen sich und Ihre Kinder mit kaltem Wasser. Die W&auml;sche waschen Sie mit der Hand. Das Telefon funktioniert nicht, und an das Smartphone ist erst recht nicht zu denken. Auch das Backen f&uuml;r Weihnachten muss in diesem Jahr leider ausfallen. Das ist kein Film &uuml;ber das Leben im 19. Jahrhundert, das ist f&uuml;r &uuml;ber<br>\n300 000 Haushalte in Deutschland leider bittere Realit&auml;t; denn diesen Haushalten wurde im letzten Jahr der Strom gesperrt. Ich finde das einfach unmenschlich.<br>\nW&auml;hrend die einen im Dunkeln sitzen, gibt es woanders Grund f&uuml;r eine Festbeleuchtung. Allein drei der vier gro&szlig;en Energiekonzerne, Eon, RWE und EnBW, haben in sieben Jahren &uuml;ber 100 Milliarden Euro Gewinne ein- gefahren. In dieser Situation ist es ausgerechnet Bundesumweltminister Altmaier, der die Schuld f&uuml;r die Strompreiserh&ouml;hung allein auf die erneuerbaren Energien schiebt. Er schweigt zu den massenhaften Gewinnen der Konzerne. Auch hier sagen wir als Linke: So geht es einfach nicht. \n<p>Dazu die CDU <\/p>\n<p>Thomas Barei&szlig; (CDU\/CSU):<br>\nHerr Pr&auml;sident! Meine sehr verehrten Damen! Meine Herren! Liebe Kollegin Lay, Ihre Rede und Ihr Antrag &bdquo;Energiewende sozial gestalten &ndash; Stromsperren gesetzlich untersagen&ldquo; zeigen deutlich, dass Sie immer noch nicht in der Marktwirtschaft angekommen sind.<br>\n(Beifall der Abg. Marie-Luise D&ouml;tt [CDU\/ CSU] &ndash; Alexander S&uuml;&szlig;mair [DIE LINKE]:<br>\nMeine G&uuml;te! &ndash; Weitere Zurufe von der LINKEN)<br>\nIhr Feldzug gegen die soziale Marktwirtschaft ist fast schon unertr&auml;glich. Deshalb sage ich zu Beginn meiner<br>\n(C)<br>\nRede: Wenn jemand in unserem Land eine Leistung in Anspruch nimmt, muss er f&uuml;r diese Leistung auch zahlen. Wenn er das nicht tut, dann wird ihm der Anspruch auf diese Leistung versagt.<br>\n(Alexander S&uuml;&szlig;mair [DIE LINKE]: Das ist ein Grundrecht!)<br>\nAu&szlig;erdem verh&auml;lt er sich gegen&uuml;ber all denjenigen, die f&uuml;r diese Leistung bezahlen, unsozial und unsolidarisch.<br>\n(J&ouml;rn Wunderlich [DIE LINKE]: Warum bezahlen wir denn dann die Regierung? &ndash; Heiterkeit bei Abgeordneten der LINKEN) Ein solches Verhalten entspricht nicht unserem Bild von einer sozialen Marktwirtschaft, und es entspricht auch nicht unserem Bild von richtiger und sozialer Energiepolitik.<br>\nWir wollen keinen Freifahrtschein erteilen, sondern wir wollen einen Sozialstaat, der denjenigen, der sozial schwach ist, in die Lage versetzt, seine Stromrechnung zu bezahlen. Deshalb haben wir einen ausgedehnten Sozialstaat&hellip;<br>\n Deshalb kann ich nur begr&uuml;&szlig;en, dass Bundesumweltminister Peter Altmaier die Stromsparinitiative auf den Weg gebracht und durch ganz konkrete Ma&szlig;nahmen verst&auml;rkt hat. Die Mittel werden um weitere 30 Millionen Euro f&uuml;r die n&auml;chsten zehn Jahre erh&ouml;ht, sodass jeder Haushalt in die Lage versetzt wird, sich zu &uuml;berlegen, wo er Strom einsparen, sich effizienter verhalten und damit Geld sparen kann.<br>\n(Beifall der Abg. Marie-Luise D&ouml;tt [CDU\/CSU])<br>\nDadurch haben wir auch etwas f&uuml;r die Sozialpolitik getan. Durch die Teilnahme am Stromspar-Check kann jeder Haushalt mit geringf&uuml;gigem Einkommen Strom und somit Geld sparen. An 80 Standorten wurden rund 200 Langzeitarbeitslose zu Energieberatern ausgebildet.<br>\nPro Haushalt investieren wir auf diesem Wege 65 Euro, sparen aber jedes Jahr pro Haushalt 86 Euro ein. Das ist ein Modell, das einerseits Langzeitarbeitslosen dabei hilft, sich zum Energiesparer ausbilden zu lassen, das andererseits aber auch Geringverdienern hilft, Strom und somit Geld zu sparen. Das ist ein Modell, das, wie ich glaube, Schule machen und in den n&auml;chsten Jahren sogar ausgebaut wird; die Mittel sollen verdoppelt werden.&ldquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btp\/17\/17211.pdf\">Deutscher Bundestag, Stenografischer Bericht, 211. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 29. November 2012, Seite 25744  A ff. [PDF &ndash; 6.5 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15464","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15464"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15469,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15464\/revisions\/15469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}