{"id":154657,"date":"2026-08-07T09:20:24","date_gmt":"2026-08-07T07:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154657"},"modified":"2026-08-07T09:25:30","modified_gmt":"2026-08-07T07:25:30","slug":"buendnisfreiheit-oder-realpolitik-das-spielchen-fuer-die-oeffentlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154657","title":{"rendered":"B\u00fcndnisfreiheit oder Realpolitik \u2013 das Spielchen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit"},"content":{"rendered":"<p>In der auch in Deutschland kontrovers gef&uuml;hrten Debatte &uuml;ber den Krieg und seine Ursachen in und um die Ukraine gibt es Stimmen, die fordern, dass der Krieg sofort beendet sein k&ouml;nnte, wenn nur Russland sich aus der Ukraine zur&uuml;ckz&ouml;ge und die B&uuml;ndnisfreiheit der Ukraine akzeptierte. Diese Argumentationen sind richtig und falsch zugleich. Warum? Von <strong>Alexander Neu<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>V&ouml;lkerrechtliche Grundlagen<\/strong><\/p><p>Unter v&ouml;lkerrechtlichem Aspekt ist die Argumentation richtig, denn alle Mitgliedsstaaten der UNO genie&szlig;en per UN-Charta eine formale Souver&auml;nit&auml;t, d.h. eine souver&auml;ne Gleichheit. Eine Staatenhierarchie ist aus dieser Norm nicht begr&uuml;ndbar:<\/p><blockquote><p>\n    <em>&bdquo;Artikel 2<\/em><\/p>\n<p>    <em>(&hellip;) 1. Die Organisation beruht auf dem Grundsatz der souver&auml;nen Gleichheit aller ihrer Mitglieder.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>In der Politikwissenschaft hingegen kennt man neben der Kategorie der formalen Souver&auml;nit&auml;t noch die der politischen Souver&auml;nit&auml;t. Die politische Souver&auml;nit&auml;t ist die machtbasierte Souver&auml;nit&auml;t; sie beschreibt jenseits der formalen Gleichheit die wahre souver&auml;ne Qualit&auml;t eines Staates im internationalen Staatenverkehr. Der politische Souver&auml;nit&auml;tsbegriff stellt sodann einen Qualit&auml;tsnachweis &uuml;ber den Grad der unabh&auml;ngigen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik dar.<\/p><p>Die USA und die Russische F&ouml;deration verf&uuml;gen &uuml;ber eine weitgehend unabh&auml;ngige au&szlig;en- und sicherheitspolitische Handlungsf&auml;higkeit und somit &uuml;ber die h&ouml;chste politische Souver&auml;nit&auml;t. Die Republik China in vergleichbarer Qualit&auml;t bereits schon nicht mehr: Zwar geh&ouml;rt Taiwan v&ouml;lkerrechtlich zu China, unterliegt also dem formalen Souver&auml;nit&auml;tsanspruch Pekings, jedoch besitzt China keinerlei Hoheitsgewalt &uuml;ber die Insel. Mehr noch: Taiwan verf&uuml;gt &uuml;ber ein eigenes Milit&auml;r und ist sogar bilateral mit einer raumfremden Macht (den USA) sicherheitspolitisch verbunden. China kann also bislang keine uneingeschr&auml;nkte Hoheitsgewalt auf seinem gesamten Staatsgebiet aus&uuml;ben. Zwischen souver&auml;nem Anspruch auf das Gesamtterritorium und politscher Realit&auml;t klafft bereits eine L&uuml;cke.<\/p><p>Die politische Souver&auml;nit&auml;t ist also der wahre Souver&auml;nit&auml;tsbegriff. Und das wird bereits auch in der Struktur der UNO respektive der UN-Charta selbst deutlich. Denn in der UNO gibt es zwei Klassen von Staaten: Die gro&szlig;e Menge an &bdquo;normalen&ldquo; Mitgliedern und die P-5, mithin die f&uuml;nf Veto- und offiziellen Atomm&auml;chte (USA, Russland, China, Frankreich und Gro&szlig;britannien), die in der UNO eine entscheidungsrelevante und somit privilegierte Sonderstellung in einem eigens daf&uuml;r geschaffenen Gremium, dem UN-Sicherheitsrat einnehmen:<\/p><blockquote><p>\n    <em>&bdquo;Aufgaben und Befugnisse<\/em><\/p>\n<p>    <em>Artikel 24<\/em><\/p>\n<p>    <em>(1) Um ein schnelles und wirksames Handeln der Vereinten Nationen zu gew&auml;hrleisten, &uuml;bertragen ihre Mitglieder dem Sicherheitsrat die Hauptverantwortung f&uuml;r die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit und erkennen an, da&szlig; der Sicherheitsrat bei der Wahrnehmung der sich aus dieser Verantwortung ergebenden Pflichten in ihrem Namen handelt.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Bereits die UN-Charta kennt also den Balanceakt zwischen formalem Anspruch und politischen Realit&auml;ten.<\/p><p>Und so kann zwar die Ukraine v&ouml;lkerrechtskonform eine formale Souver&auml;nit&auml;t f&uuml;r sich beanspruchen, was auch die Entscheidungsfreiheit &uuml;ber den Wunsch eines Beitritts zu diversen internationalen Regierungsorganisationen wie einem Verteidigungsb&uuml;ndnis (&bdquo;kollektive Selbstverteidigung&ldquo; &ndash; Art. 51 UN-Charta) beinhaltet. Und tats&auml;chlich argumentieren die ukrainische F&uuml;hrung wie auch die NATO mit dieser Argumentationsfigur.<\/p><p><strong>K&ouml;nig sticht Buben oder Realpolitik sticht V&ouml;lkerrecht<\/strong><\/p><p><em>&bdquo;(&hellip;) da ihr so gut wi&szlig;t wie wir, da&szlig; im menschlichen Verh&auml;ltnis Recht gilt bei Gleichheit der Kr&auml;fte, doch das M&ouml;gliche der &Uuml;berlegene durchsetzt, der Schwache hinnimmt.&ldquo; (<\/em>Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, &uuml;bersetzt und herausgegeben von Georg Peter Landmann (= Rowohlts Klassiker der Literatur und der Wissenschaft, herausgegeben von Ernesto Grassi, Griechische Literatur, Band 3), Reinbek: Rowohlt Verlag, 1964, S. 249-255.)<\/p><p>Jedoch gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft eine Gro&szlig;macht, die Russische F&ouml;deration, die sich f&uuml;r diese Ambition nicht so recht erw&auml;rmen kann. Russland akzeptiert nicht den Beitritt der Ukraine in ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis (NATO), welches in den Augen Moskaus auch und vor allem gegen Russland ausgerichtet sei. Moskau argumentiert au&szlig;enpolitisch (Versprechen der Nichterweiterung der NATO &uuml;ber die deutsche Ostgrenze hinaus sowie der Charta von Paris mit der Zusage der ungeteilten Sicherheit), sicherheitspolitisch (Wer nicht in der NATO ist, ist drau&szlig;en und gegen den wendet sich die NATO) wie auch milit&auml;rpolitisch (angeblich zw&ouml;lf CIA-St&uuml;tzpunkte entlang der russischen Grenze, US-Bioforschungslabore in der Ukraine sowie massive Ausr&uuml;stung und Anpassung der ukrainischen Streitkr&auml;fte an NATO-Standards).<\/p><p>Um den Beitrittswunsch Kiews und die forcierte Beitrittsbef&uuml;rwortung (&bdquo;<em>Open-Door Policy&ldquo;<\/em>) der NATO nach einem realen Beitritt der Ukraine zu verhindern, entschied sich Moskau &ndash; nachdem diplomatische Initiativen keinen Erfolg versprachen &ndash; f&uuml;r eine v&ouml;lkerrechtswidrige milit&auml;rische Intervention &ndash; zun&auml;chst wohl, um einen Counter-Regimewechsel (um den pro-westlichen Putsch von 2014 wieder umzukehren) milit&auml;risch basiert umzusetzen. Angesichts des Scheiterns der Counter-Regimewechsel-Operation wurden die russischen Kriegsziele auf territoriale Gewinne und personelle sowie materielle Ersch&ouml;pfung der Ukraine abge&auml;ndert, um das &uuml;bergeordnete Ziel, die Ukraine als NATO-Bastion an der Westgrenze Russlands, zu verhindern.<\/p><p>Im Skat nennt man die Machthierarchie &bdquo;K&ouml;nig sticht Buben&ldquo;, und in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik bezeichnet man dies als Realpolitik: Realpolitik sticht V&ouml;lkerrecht.<\/p><p>Hinzu kommt die Frage, inwieweit die Ukraine tats&auml;chlich Mitglied der NATO werden wollte? Damit ist nicht der Wille der durch einen pro-westlichen Putsch 2014 installierten neuen F&uuml;hrungselite in Kiew gemeint, sondern der Volkswille. Und hier zeigen diverse Umfragen &uuml;ber die Jahre bis 2013 eine deutliche Ablehnung eines NATO-Beitritts. Erst mit der Zuspitzung ab 2014 &auml;ndern sich die Umfragen tendenziell. Auch wurden seitens der NATO <a href=\"https:\/\/www.nato.int\/en\/news-and-events\/articles\/news\/2017\/05\/19\/the-nato-information-and-documentation-centre-in-ukraine-celebrates-its-20th-anniversary\">in der Ukraine<\/a>, <a href=\"https:\/\/infocenter.md\/biroul-de-legatura-nato\/\">in der Republik Moldau<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.gov.me\/en\/article\/117524--nato-info-centre-to-bring-euro-atlantic-accession-closer-to-montenegro-citiyens\">in Montenegro<\/a> jahrelange PR-Kampagnen durch entsprechende NATO-&bdquo;Informationsb&uuml;ros&ldquo; durchgef&uuml;hrt, die darauf abzielten, das Stimmungsbild in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r eine Ann&auml;herung bzw. einen Beitritt zur NATO zu &bdquo;bef&ouml;rdern&ldquo;. Unter realpolitischem Aspekt soll und sollte der Volkswille auf diese Weise in Richtung der vom Westen unterst&uuml;tzten pro-westlichen F&uuml;hrungseliten geformt werden. Die Ma&szlig;nahmen selbst werden seitens der NATO selbstverst&auml;ndlich mit einer rein altruistischen Gro&szlig;z&uuml;gigkeit der legitimen Informations- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit begr&uuml;ndet &ndash; wer machtpolitische Geostrategie dahinter ahnt, ist ein Verschw&ouml;rungstheoretiker.<\/p><p><strong>Realpolitik &ndash; Ukraine und Kuba<\/strong><\/p><p>Zu Beginn der 1960er-Jahre stand die Welt ebenfalls am Abgrund eines nuklearen Armageddon. Der Kalte Krieg erlebte einen seiner gef&auml;hrlichsten Momente. Die UdSSR lieferte nuklear best&uuml;ckte Mittelstreckenraketen nach Kuba. US-Aufkl&auml;rungsdaten zeigten die Lieferung und den Aufbau der daf&uuml;r notwendigen Infrastruktur auf der Insel. Die USA sahen sich als Supermacht vor ihrer eigenen Haust&uuml;r von Kuba respektive der UdSSR bedroht. So eine, die eigene Existenz bedrohende, Unversch&auml;mtheit konnten sich die USA nicht bieten lassen. Kuba wurde buchst&auml;blich milit&auml;risch abgeriegelt (Seeblockade); keine weiteren sowjetischen Schiffe unter Androhung ihrer Versenkung durch die USA konnten die H&auml;fen Kubas anlaufen. Und die UdSSR sollte die bereits gelieferten Raketen wieder einpacken und zur&uuml;ck in die UdSSR verbringen. Eine m&ouml;gliche Weigerung der UdSSR wurde mit der US-Drohung einer erneuten Invasion Kubas beantwortet. Zugleich wurden die Nuklearwaffen auf beiden Seiten einsatzbereit gestellt. Letztlich gaben die Sowjets nach, um die Gefahr einer nuklearen Eskalation zu bannen. Allerdings verlief der sowjetische R&uuml;ckzug nicht ohne erhebliche Konzessionen an die UdSSR:<\/p><p>Erstens versicherten die USA, Kuba nicht erneut &ndash; wie kurz zuvor in der Schweinebucht &ndash; anzugreifen, um das Land wieder unter US-Kontrolle zu bringen. Damit &bdquo;konzedierten&ldquo; die USA Kuba ein Mindestma&szlig; an Souver&auml;nit&auml;t &ndash; &uuml;brigens heute wieder ein aktuelles Thema angesichts der massiven Abschn&uuml;rungs- und Erdrosselungspolitik bis hin zur angedrohten Invasion Kubas durch die Trump-Administration.<\/p><p>Zweitens zogen die USA zeitverz&ouml;gert ihre nuklear best&uuml;ckten Jupiter-Mittelstreckenraketen aus der T&uuml;rkei ab. Dies geschah weitgehend heimlich, um den Deal nicht als f&uuml;r die USA gesichtsverlierend erscheinen zu lassen. Diese Jupiter-Raketen waren ab 1961 in der T&uuml;rkei einsatzbereit mit einer Reichweite, die auch Moskau abdecken sollte. Und selbstverst&auml;ndlich wurde die Stationierung der Jupiter-Raketen seitens der UdSSR als unmittelbare Bedrohung perzipiert. Die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba stellte gewisserma&szlig;en eine spiegelbildliche Ma&szlig;nahme zur Wiederherstellung des nuklearen Gleichgewichts dar.<\/p><p>Kann man die Bedrohungsargumentation der USA mit Blick auf die Stationierung sowjetischer nuklear best&uuml;ckter Mittelstreckenraketen argumentativ nachvollziehen?<\/p><p>Ja und nein:<\/p><p>Ja, weil die Stationierung von Atomwaffen mittlerer und kurzer Reichweite nichts weniger als das Messer an der Kehle eines Staates darstellt. Die Reaktionszeiten (nuklearer Zweitschlag) f&uuml;r den bedrohten Staat sind enorm kurz, sodass die Gefahr der ausschlie&szlig;lich eigenen Enthauptung\/Vernichtung erdr&uuml;ckend ist. Das Abschreckungssystem der &bdquo;MAD&ldquo; (&bdquo;mutal assured destruction&ldquo;) wird auf diese Weise faktisch au&szlig;er Kraft gesetzt.<\/p><p>Daher die Lehre, die f&uuml;r Washington und Moskau jahrzehntelang galt: Atomm&auml;chte stationieren keine Atomwaffen oder strategisch vergleichbare konventionelle Waffensysteme, also mit konventionellen Sprengk&ouml;pfen ausgestatte Hyperschallwaffen in die r&auml;umliche bzw. die taktische N&auml;he anderer Atomm&auml;chte.<\/p><p>Und nein, da die USA zuvor genau diese nuklearen Waffensysteme nahe der sowjetischen Grenzen stationierten und damit eine massive Bedrohung f&uuml;r die UdSSR schufen, auf die die UdSSR dann reagierte. Die US-amerikanische Emp&ouml;rung &uuml;ber die sowjetische Stationierung war pure Heuchelei. Erst unter dem Eindruck sowjetischer Atombomben zog man die eigenen Massenvernichtungswaffen vor der Haust&uuml;r der UdSSR ab. Inwiefern der Fall Jupiter-Raketen in der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit &uuml;berhaupt bekannt ist, wei&szlig; ich nicht. Ich h&ouml;rte erstmals in einer sicherheitspolitischen Vorlesung an der Uni Bonn davon.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Die Kuba-Krise wurde entsch&auml;rft, da beide nukleare Superm&auml;chte angesichts spiegelbildlicher Ma&szlig;nahmen erkannten, dass eine Fortsetzung der Stationierung von nuklear best&uuml;ckten oder best&uuml;ckbaren Mittelstreckenraketen direkt vor der Haust&uuml;r des anderen zu einem Atomkrieg f&uuml;hren w&uuml;rde, da dies die &bdquo;MAD&ldquo; au&szlig;er Kraft setzt.<\/p><p>Kuba seinerseits war &ndash; unter dem steten Invasionsdruck der USA &ndash; bereit f&uuml;r die Stationierung sowjetischer Atomraketen als Abschreckung. Es war eine souver&auml;ne Entscheidung Havannas. Aber die USA als nuklearer Anrainerstaat lehnte die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen direkt vor ihrer Haust&uuml;r als existenzielle Bedrohung f&uuml;r sich ab. Die Ablehnung beinhaltete auch die Androhung &ndash; und teilweise Anwendung (Seeblockade) &ndash; milit&auml;rischer Gewalt bis hin zum nuklearen Schlagabtausch. Die USA wirkten sehr entschlossen, die souver&auml;ne Entscheidungsfreiheit Kubas nicht zu akzeptieren. Die Sowjets stoppten die Eskalationsspirale. Letztlich trafen Washington und Moskau (die K&ouml;nige) &uuml;ber den Kopf Havannas (der Bube) hinweg die Entscheidungen.<\/p><p>So, wie auch die Russische F&ouml;deration (K&ouml;nig) sich unter Anwendung massiver milit&auml;rischer Gewalt entschlossen zeigt, die souver&auml;ne Entscheidungsfreiheit der Ukraine (Bube) nur bis zu einem gewissen Grad zu akzeptieren, n&auml;mlich bis zur Frage der NATO-Mitgliedschaft, die sie als existenzielle Bedrohung perzipiert.<\/p><p>Kleinere Staaten m&ouml;gen auf dem Papier &ndash; hier der UN-Charta &ndash; eine formal gleiche Souver&auml;nit&auml;t innehaben. Realpolitisch schaut es anders aus. Das wissen alle politischen Entscheidungstr&auml;ger. Gegenteiligen &Auml;u&szlig;erungen kommt lediglich ein scheinemp&ouml;rter, ein instrumenteller Charakter zu.<\/p><p>Diese Lehre aus der Kuba-Krise muss das zentrale Entscheidungskriterium aller politischen Entscheidungstr&auml;ger im Westen wie auch in Russland und China sein, sollte es bei dem einen oder anderen politischen Hasardeur um &Uuml;berlegungen zur Stationierung von Atomwaffen oder in der strategischen Bedeutung vergleichbarer konventioneller Waffensysteme in der r&auml;umlichen, der taktischen N&auml;he einer anderen Atommacht gehen.<\/p><p>Die Lehre aus der Frage einer freien Entscheidung zur B&uuml;ndniszugeh&ouml;rigkeit, die einer angrenzenden Atommacht das Gef&uuml;hl existenzieller Bedrohung vermitteln kann, liefert der Ukraine-Krieg mit Hunderttausenden, m&ouml;glicherweise Millionen an Menschenleben.<\/p><p>Diese beiden Lehren m&uuml;ssen nun gezogen und der blutige Krieg endlich beendet werden.<\/p><p><small>Titelbild: Darryl Fonseka \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der auch in Deutschland kontrovers gef&uuml;hrten Debatte &uuml;ber den Krieg und seine Ursachen in und um die Ukraine gibt es Stimmen, die fordern, dass der Krieg sofort beendet sein k&ouml;nnte, wenn nur Russland sich aus der Ukraine zur&uuml;ckz&ouml;ge und die B&uuml;ndnisfreiheit der Ukraine akzeptierte. Diese Argumentationen sind richtig und falsch zugleich. Warum? Von <strong>Alexander<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154657\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":154658,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171],"tags":[2035,1519,2102,1268,1368,466,2147,3415,260,3438,639,1556,1703,2181],"class_list":["post-154657","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-abschreckungsstrategie","tag-atomwaffen","tag-geostrategie","tag-kalter-krieg","tag-kuba","tag-nato","tag-sowjetunion","tag-staatliche-souveraenitaet","tag-ukraine","tag-un-charta","tag-uno","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-wettruesten"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/shutterstock_2113922090.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=154657"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154657\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154661,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154657\/revisions\/154661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/154658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=154657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=154657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=154657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}