{"id":15471,"date":"2012-12-17T09:05:54","date_gmt":"2012-12-17T08:05:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471"},"modified":"2012-12-17T11:28:24","modified_gmt":"2012-12-17T10:28:24","slug":"hinweise-des-tages-1783","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h01\">Eine Gesellschaft st&uuml;rzt ins Bodenlose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h02\">Arno Luik &ndash; Verdammte Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h03\">Albrecht von Lucke: Aus Arm mach Reich: George Orwell an der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h04\">US-Finanzministerium: Bericht an den Kongress die internationale wirtschaftliche Entwicklung und die Wechselkurspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h05\">Wenn unser starker Arm nicht will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h06\">Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h07\">Der Kommentar von Ingo Nathusius, HR, zur Bankenaufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h08\">Deutschland und &ldquo;EU-Troika&rdquo; trimmen Italien f&uuml;r Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h09\">Industrie will 2013 mehr exportieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h10\">Bankenvernetzung: Ansteckungsgefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h11\">Lucas Zeise: Bankenunion bleibt das Ziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h12\">Das Phantom der Euroretter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h13\">Dani Rodrik &ndash; Globale Kapitalregeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h14\">Ein Blick auf Deutschlands schwere Investitionsrezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h15\">Entwicklungen und Strukturmerkmale der atypisch Besch&auml;ftigten in Deutschland bis 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h16\">Das deutsche Rentensystem im internationalen Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h17\">Altersarmut laut Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h18\">Interview: Kritik an der reinen Profitorientierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h19\">Bundesregierung lehnt Beteiligung an Mehrkosten f&uuml;r Stuttgart 21 ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h20\">Studiengeb&uuml;hren in Bayern stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471#h21\">Nochmals: Ausgrenzung des hochschulpolitischen Programms des DGB aus der &ouml;ffentlichen Debatte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15471&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Gesellschaft st&uuml;rzt ins Bodenlose<\/strong><br>\nGeorg Pieper machte sich keine Illusion, als er nach Athen fuhr. Aber was der Traumatherapeut dort sah, hat die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen &uuml;bertroffen: Die griechische Gesellschaft explodiert unter dem Druck der Krise.<br>\nTraumata sind Georg Piepers Gesch&auml;ft. Wann immer in den vergangenen Jahrzehnten eine Katastrophe &uuml;ber Deutschland hereinbrach, war der Traumatologe zur Stelle, das war 1988 beim Grubenungl&uuml;ck in Borken so, das war so bei dem ICE-Ungl&uuml;ck in Eschede und auch beim Erfurter Amoklauf. Nach den Anschl&auml;gen in Oslo und Ut&oslash;ya ist Pieper nach Norwegen gereist und hat die Kollegen dort betreut. Georg Pieper wei&szlig;, was es hei&szlig;t, genau hinzuschauen und die Dimension einer Katastrophe zu ermessen.<br>\nErst vor wenigen Wochen, im Oktober, verbrachte Pieper einige Tage in Athen, wo er Psychologen, Psychiater und &Auml;rzte in Sachen Traumatherapie fortbildete, unentgeltlich freilich, das Land ist, wie wir alle wissen, in der Krise, weshalb sich Pieper auf einiges gefasst gemacht hatte, als er dorthin aufbrach. Doch die Realit&auml;t hat seine d&uuml;steren Erwartungen &uuml;bertroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/krise-in-griechenland-eine-gesellschaft-stuerzt-ins-bodenlose-11992352.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Ein wertvoller Artikel und seltener Lichtblick, mal wieder im Feuilleton der FAZ, der &uuml;ber die hier in Deutschland kaum wahrgenommene Realit&auml;t in Griechenland berichtet. Die &Ouml;ffentlichkeit wird hier auch im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen bewusst und vors&auml;tzlich nicht &uuml;ber solche Zust&auml;nde informiert, statt dessen erleben die Talkshow-Schwemme, bei der &uuml;ber Griechenland Stammtischparolen, Vorurteile und einseitige Meinungen ver&ouml;ffentlich werden d&uuml;rfen. Leider lesen und informieren sich zu wenige &uuml;ber die realen Verh&auml;ltnisse in Griechenland und dar&uuml;ber hinaus versteht leider nur eine Minderheit, dass vieles, was derzeit in Griechenland zu sehen und zu erleben ist, bald auch bei uns Realit&auml;t sein kann. Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, dass die EU gerade aktuell den Friedensnobelpreis erhalten hat, wo sie mit Troika Politik unter unserer Kanzlerin Merkel dabei ist, die Wiege der Demokratie zu zerst&ouml;ren. Aufwachen ist angesagt, dies ist ein Artikel der auch an Freunde, Bekannte und Kollegen weitergegeben werden sollte.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Land unter in Griechenland<\/strong><br>\n[&hellip;] F&uuml;r die Privatisierung mit zust&auml;ndig ist Konstantinos Chatzid&aacute;kis, der Minister f&uuml;r Entwicklung. Er ist ein moderater Wirtschaftsliberaler mit amerikanischen Vorbildern. Die Privatisierung, meint er, habe zwar den Sinn, die Schulden zu verringern. Sie solle vor allem aber ein Signal aussenden: &bdquo;Griechenland will kein Land mehr sein mit einem gro&szlig;en Staatsapparat, sondern es soll sich mithilfe von Investitionen weiterentwickeln. Die Privatisierung ist eine Einladung an alle Investoren der Welt, an der Entwicklung Griechenlands teilzunehmen.&ldquo;<br>\nBest&auml;rkt sieht sich die griechische Regierung durch Erfahrungen mit COSCO-Pacific. Das chinesische Staatsunternehmen hat auf 35 Jahre f&uuml;r 4,2 Milliarden Dollar einen Containerhafen in Pir&auml;us gepachtet. Als Br&uuml;ckenkopf, um k&uuml;nftig Rotterdam und Hamburg Konkurrenz zu machen. Darum haben die Chinesen auch Interesse an der griechischen Staatsbahn angemeldet. Doch der Verkauf stockt. Die Investoren fordern v&ouml;llig freie Hand f&uuml;r Arbeitsvertr&auml;ge nach ihrem Geschmack. Und die Altschulden soll sowieso der Staat &uuml;bernehmen.<br>\nEntwicklungsminister Chatzid&aacute;kis sagt: &bdquo;Alle Schulden des Staates bei der Privatwirtschaft werden beglichen, das ist mit der Troika so abgesprochen.&ldquo;<br>\nWelchen Wert hat das griechische Staatseigentum?<br>\nBleibt die Frage, welchen Wert das griechische Staatseigentum &uuml;berhaupt hat. Der Treuhand-Fonds verweigert dazu jedes Interview. Selbst die gew&auml;hlten Abgeordneten k&ouml;nnen nur Vermutungen anstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sr\/2012\/12122012_plusminus_griechenland-102.html\">SR Plusminus<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Alexis Tsipras &ndash; &ldquo;&hellip;dass der Neoliberalismus heute die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r EU<\/strong><br>\nDie Rosa Luxemburg Stiftung er&ouml;ffnete am 9. Oktober 2012 ein Verbindungsb&uuml;ro in Griechenland. Mit ihrer Arbeit in Griechenland will die Rosa Luxemburg Stiftung die dramatischen Auswirkungen der Krisenma&szlig;nahmen auf die griechische Gesellschaft analysieren und publik machen. Auch sollen unsere griechischen PartnerInnen in ihrem Kampf gegen diese Politik unterst&uuml;tzt werden. Hierbei wird vor allem der Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und Griechenland im Mittelpunkt stehen. In 2012\/13 wird sich die Rosa Luxemburg Stiftung vor allem mit folgenden Themen auseinandersetzen: Die Krise und linke L&ouml;sungsans&auml;tze, Neo-Faschismus in Griechenland, Auswirkungen von Privatisierungen &ouml;ffentlicher G&uuml;ter, Kommunalpolitiker im Austausch und die Situation von MigrantInnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vOkup5muq7U\">Rosa Luxemburg Stiftung via YozTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Bitte klicken Sie bei YouTube auf den Button &bdquo;Untertitel&ldquo; (ganz links in der rechten Buttonleiste unter dem Video), um die deutschen Untertitel einzublenden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arno Luik &ndash; Verdammte Mitte<\/strong><br>\nDie Mittelschicht soll aufh&ouml;ren, nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Nur so gibt es MEHR GERECHTIGKEIT<br>\nSie waren keine Tr&auml;umer, sie wollten nicht das Paradies auf Erden, nicht die klassenlose Gesellschaft, aber was immer sie auch politisch trennte, die 61 V&auml;ter und vier M&uuml;tter des Grundgesetzes wollten 1949 eine soziale Republik. Sie wollten keine Republik mit obsz&ouml;nem Reichtum &bdquo;oben&ldquo; und elendiger Armut &bdquo;unten&ldquo;, sie wollten ganz gewiss nicht so ein Land, wie es sich im Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung pr&auml;sentiert: in dem das oberste Hundertstel der Haushalte 25 Prozent des gesamten Volksverm&ouml;gens besitzt, in dem die obersten zehn Prozent &uuml;ber mehr als 53 Prozent des Nettoverm&ouml;gens verf&uuml;gen &ndash; aber die H&auml;lfte der B&uuml;rger gerade einmal ein einziges Prozent des Gesamtbesitzes ihr Eigen nennen kann.<br>\nNein, solch ein Land wollten sie nicht, nicht so zerrissen, nicht so gespalten. Sie benutzten damals W&ouml;rter, die heute kaum ein Sozialdemokrat, kein<br>\nChristdemokrat, von den Gr&uuml;nen und FDP-Politikern ganz zu schweigen, also kein Politiker jedenfalls, der in seiner Partei Karriere machen m&ouml;chte, noch zu benutzen wagt: Gemeinwohl. Wohlfahrtsstaat. Sozialstaat. Wohlstand f&uuml;r alle &ndash; jahrzehntelang war das das Staatsziel aller Parteien, ein Leitbild nicht nur f&uuml;r Sonntagsreden, es war keine Phrase, sondern Anleitung f&uuml;r politisches Handeln, f&uuml;r die Gestaltung der sozialen Wirklichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/global-texte\/Luik_Essay_Verdammte_Mitte.pdf\">Stern [PDF &ndash; 93.8 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Ein guter Artikel f&uuml;r das Wahljahr 2013, den jeder W&auml;hler vor seiner Wahlentscheidung nochmals durchlesen sollte. Warum nur w&auml;hlen so viele Millionen von B&uuml;rgern die Parteien, die nichts oder kaum etwas f&uuml;r Ihre W&auml;hler tun und statt dessen die Interessen von Gro&szlig;unternehmen, Banken und Lobbyisten bedienen? Luik r&auml;umt mit vielen Vorurteilen auf, zeigt die Vers&auml;umnisse der Mittelschicht auf und erinnert auch die Wohlhabenen wieder an einen wesentlichen Satz des GG von 1949: &ldquo;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll dem Wohle der Allgemeinheit dienen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Aus Arm mach Reich: George Orwell an der Regierung<\/strong><br>\nSeit der Einf&uuml;hrung im Jahr 2000 wurden bisher drei Armutsberichte vorgelegt, 2001, 2005 und 2008, sprich: in jeder Legislaturperiode einer. Ein Jahr vor dem Ende von Schwarz-Gelb ist es also allerh&ouml;chste Zeit f&uuml;r den schwarz-gelben Armutsbericht. Und tats&auml;chlich hat das daf&uuml;r zust&auml;ndige Arbeitsministerium von Ursula von der Leyen unl&auml;ngst seinen Entwurf vorgelegt.<br>\nV&ouml;llig zu Recht hei&szlig;t es dort in der Einleitung: &bdquo;Die Privatverm&ouml;gen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt&ldquo;. Und weiter: &bdquo;Die Einkommensspreizung hat zugenommen.&rdquo; Dies, so von der Leyens Fazit, verletze &bdquo;das Gerechtigkeitsempfinden der Bev&ouml;lkerung&ldquo; und gef&auml;hrde den &bdquo;gesellschaftlichen Zusammenhalt&ldquo;.<br>\nAlles v&ouml;llig zutreffend &ndash; und von niemandem, der sich mit der Materie auskennt, wirklich bezweifelt. Aber offenbar verletzte dies allzu sehr das besonders feine Gerechtigkeitsempfinden des aus bekannten Gr&uuml;nden ohnehin stark unter Druck stehenden Wirtschaftsministers Philipp R&ouml;sler. Nach Auskunft der Bundesregierung wurde daher &ndash; in bestem Orwell-Deutsch &ndash; etwas &bdquo;gegl&auml;ttet&ldquo;.<br>\nNun hei&szlig;t es doch tats&auml;chlich: Die sinkenden Reall&ouml;hne seien &bdquo;Ausdruck struktureller Verbesserungen&ldquo; am Arbeitsmarkt. Denn zwischen 2007 und 2011 h&auml;tten Erwerbslose durch die Schaffung neuer Vollzeitjobs im unteren Lohnbereich eine Arbeit bekommen. Keine Rede davon, dass es sich bei diesen &bdquo;neuen Vollzeitjobs&ldquo; in unz&auml;hligen F&auml;llen um Jobs handelt, die ohne Aufstockung durch Hartz IV nicht einmal zum &Uuml;berleben reichen.<br>\nDamit erf&uuml;llt dieser Armutsbericht exakt den Anspruch des Orwellschen Neusprech: Begriffe werden bewusst v&ouml;llig unklar oder sogar diametral entgegen ihrer urspr&uuml;nglichen Bedeutung gebraucht, damit man so ihren wahren Inhalt nicht mehr erkennt&hellip;<br>\nHeute gilt es, dieser Diskriminierung der neuen Armen endlich entgegenzuwirken. Am Anfang m&uuml;sste daher die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die neuen Formen unverschuldeter Armut stehen. Diesem Aufkl&auml;rungsauftrag handelt die Bundesregierung mit ihrem gegl&auml;tteten Armuts- und Reichtumsbericht jedoch aktiv zuwider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/18-2012\/++co++1e1728e2-4528-11e2-8e9c-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Finanzministerium: Bericht an den Kongress die internationale wirtschaftliche Entwicklung und die Wechselkurspolitik<\/strong><br>\n&hellip;Growth momentum in the euro area turned negative in late in 2011 as output contracted by 1.3 percent on an annualized basis in the fourth quarter. Declining domestic demand, particularly inventory destocking and private consumption, was the main contributor to the drop in output, but exports also fell, reflecting weaker global demand.<br>\nThese trends continued in the first half of 2012, as real GDP stagnated in the first quarter and contracted 0.7 percent at an annualized rate in the second quarter. The divergence between countries in the core and periphery also has worsened, with countries such as Germany and the Netherlands returning to positive growth in 2012, while Italy and Spain remained in recession and economic growth in France stagnated. During the first half of 2012, the German economy grew by 1.6 percent on an annualized basis, relying on rising net exports as domestic demand weakened. Output contracted in Italy by 3.3 percent, by 1.5 percent in Spain, and was little changed in France. High-frequency business surveys, such as the Purchasing Managers Index suggested further deterioration in the third quarter.<br>\nThe euro area&rsquo;s current account has been close to balance since early 2009. In 2011 the euro area had a current account deficit averaging 0.3 percent of GDP. In the first half of 2012, the current account moved into a surplus of 1 percent of GDP. The euro area current account, however, masks substantial imbalances among euro area countries. The Netherlands and Germany continued to run substantial current account surpluses through mid-2012, averaging 9.5 and 6.3 percent of GDP, respectively. The current accounts of the other major euro area economies (France, Italy, and Spain) remained in deficit. Stronger domestic demand growth in European economies with current account surpluses would help to reduce imbalances in the euro area. The Macroeconomic Imbalances Procedure, developed as part of the EU&rsquo;s increased focus on surveillance, should help increase the amount of attention paid to building external and internal imbalances; however, the procedure is somewhat asymmetric and does not appear to give sufficient attention to countries with large and sustained external surpluses like Germany.<br>\nIn 2012, the euro area, in aggregate, is undertaking the most aggressive fiscal consolidation of the advanced economies despite having the smallest cyclically-adjusted fiscal deficit and the lowest growth prospects. Most of the major euro area economies have committed to reducing their general government budget deficits to less than 3.0 percent of GDP by 2013; Germany achieved this target in 2011. However, concerns are mounting about the aggregate pace of consolidation in the euro area amid signs that the euro area remains in recession. Several euro area countries have the capacity to take advantage of available room for countercyclical policy responses while still ensuring credible paths to fiscal consolidation. Euro area leaders have noted they must develop proposals to balance austerity with growth; however, they have not yet made any concrete proposals capable of yielding meaningful near term results. In its October 2012 World Economic Outlook, the IMF presented analysis that suggests that the impact of large-scale fiscal adjustment may have a larger detrimental impact on growth than previously thought&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/121217_foreign_exchange_report_november_2012.pdf\">U.S. Department of Treasury\/ Office of Internal Affairs, November 27,2012 [PDF &ndash; 296.4 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Bericht an den Kongress kritisiert &ndash; wie sollte es angesichts der Datenlage auch anders sein &ndash; die aggressive Wettbewerbspolitik Deutschlands mit ihren Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen und ihre negativen Auswirkungen auf das makro&ouml;konomische Ungleichgewicht innerhalb der europ&auml;ischen &Ouml;konomien und stellt fest, dass eine st&auml;rkere Binnennachfrage helfen w&uuml;rde diese Ungleichgewichte zu reduzieren. Er kritisiert die Austerit&auml;tspolitik und beklagt, dass es keinerlei konkrete Vorschl&auml;ge Wachstumsimpulse zu setzen, die Europa wieder aus der Rezession f&uuml;hren k&ouml;nnten.<\/em><br>\n<em>Anders <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/currency\/9709882\/Germany-displaces-China-as-US-Treasurys-currency-villain.html\">als in England<\/a> liest man dar&uuml;ber in deutschen Medien kaum eine Zeile.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn unser starker Arm nicht will<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften h&auml;tten mehr Einfluss, wenn sie an einem Strang ziehen w&uuml;rden. Doch nicht mal in Deutschland praktizieren sie die Solidarit&auml;t, die sie t&auml;glich proklamieren. Warum?<br>\nDas Schweigen war ohrenbet&auml;ubend. Als am 14. November die Gewerkschaften von Spanien und Portugal zu einem Generalstreik aufriefen, Besch&auml;ftigte in Griechenland und Italien die Arbeit niederlegten und in Belgien keine Z&uuml;ge verkehrten, h&ouml;rte man von den deutschen Gewerkschaften fast nichts. Keine Streiks, keine Aktionen, h&ouml;chs&shy;tens die eine oder andere d&uuml;rre Sympathiebekundung. Die Industriegewerkschaft Metall ver&ouml;ffentlichte nicht einmal den Streikaufruf des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbunds.<br>\nIm internationalen Bereich sind es vor allem Standortorientierung und die Konzentration auf die &laquo;eigenen&raquo; &shy;Arbeitspl&auml;tze, die grenz&uuml;berschreitende Soli&shy;darit&auml;t verhindern. Doch auch innerhalb Deutschlands gibt es eher ein Gegen- als ein Miteinander. Das f&uuml;hrt zu einer eklatanten politischen Schw&auml;che, wie das Verh&auml;ltnis der zwei gr&ouml;ssten Einzelgewerkschaften &ndash; der IG Metall und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) &ndash; zeigt. Die beiden Organisationen geben in der Gewerkschaftsbewegung (vgl. &laquo;Weniger Organisierte&raquo; im Anschluss an diesen Text) den Ton an, sind sich aber wenig zugetan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1250\/deutsche-gewerkschaften\/wenn-unser-starker-arm-nicht-will\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bank<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Gesch&auml;ftsmodell Pl&uuml;nderei<\/strong><br>\nNur die Deutsche Bank hat offenbar noch nicht bemerkt, dass sich die Stimmung ver&auml;ndert hat. Ganz selbstverst&auml;ndlich griff Bankchef J&uuml;rgen Fitschen zum Telefon, um sich beim hessischen Ministerpr&auml;sidenten Volker Bouffier (CDU) zu beschweren, dass Staatsanw&auml;lte sehr telegen diverse Bankfilialen durchsucht hatten. Es ging um Steuerhinterziehung bei CO2-Emissions-Rechten. M&ouml;glicher Schaden f&uuml;r den Staat: bis zu 850 Millionen Euro. Aber Fitschen ist trotzdem emp&ouml;rt, dass es eine Razzia gab.<br>\nVor einigen Jahren h&auml;tte diese Wut wohl noch gewirkt. Da w&auml;re ein hessischer Ministerpr&auml;sident gern behilflich gewesen, die Standortinteressen der Deutschen Bank zu verteidigen. Unvergessen sind die vier hessischen Steuerfahnder, die zwangspensioniert wurden, nachdem ihnen ein windiges psychiatrisches Gutachten &bdquo;Paranoia&ldquo; bescheinigt hatte. Sie hatten sich nicht an die Weisung gehalten, wohlhabende Steuerhinterzieher im Gro&szlig;raum Frankfurt am Main zu schonen. Doch inzwischen gilt Steuerhinterziehung nicht mehr als Kavaliersdelikt, wie Fitschen nun erfahren muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Deutsche-Bank\/%21107540\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann &ndash; Topmanager sollten pers&ouml;nlich haften m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie Ermittlungen gegen die Deutsche Bank k&ouml;nnten auch deren Topmanager treffen. Das ist selten, denn eigentlich sind deutsche Staatsanw&auml;lte eher zur&uuml;ckhaltend, was Ermittlungen gegen Kreditinstitute angeht. Dabei w&auml;re eine Abschaffung dieser Straflosigkeit dringend notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bankenkriminalitaet-topmanager-sollten-persoenlich-haften-muessen\/7518856.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank soll belastendes Material gel&ouml;scht haben <\/strong><br>\nIn der Steueraff&auml;re bei der Deutschen Bank vermuten die Ermittler nach Informationen der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, dass bei einer Vertuschungsaktion relevante E-Mails vernichtet wurden. Zudem wurde ein Geldw&auml;scheexperte des Instituts festgenommen. Die Bank weist die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. Aus der Bank und deren Umfeld hei&szlig;t es dazu, niemand habe manipuliert. In den riesigen Datenmengen sei es zu unbeabsichtigten L&uuml;cken gekommen. Bei den fraglichen E-Mails handle es sich um &ldquo;ein Tausendstel&rdquo; des gesamten Schriftverkehrs zu diesen Handelsgesch&auml;ften. Die Vorw&uuml;rfe seien absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steueraffaere-deutsche-bank-soll-belastungsmaterial-geloescht-haben-1.1550218\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sehr witzig, die Argumentation der Deutschen Bank: Die wenigen verschwundenen E-Mails k&ouml;nnen genau diejenigen sein, die die Bank belasten. Als seinerzeit die US-B&ouml;rsenaufsicht SEC Anklage gegen Goldman Sachs erhob bzw. bei der Untersuchung des US-Senats belegten nur wenige E-Mails, dass die Bank im Gegensatz zu ihren &ouml;ffentliche Aussagen mit Wetten gegen den Wohnimmobilienmarkt enorme Gewinne gemacht hatte. Abgesehen davon wurde nur in einer einzigen, der bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5249#h01\">legend&auml;ren E-Mail von Fabrice Tourre<\/a>, deutlich, wie durch geknallt das Management von  Goldman Sachs agierte. &ndash; Zum Gesamtvorgang hat sich inzwischen der Co-Vorstandsvorsitzende J&uuml;rgen Fitschen in der Bild&raquo;-Zeitung ge&auml;u&szlig;ert: &ldquo;In dem Bestreben, als deutsche Bank auch international erfolgreich zu sein, hat mein Institut sich auch auf neue M&auml;rkte und Produkte konzentriert. Dabei ist in einigen F&auml;llen das rechte Ma&szlig; verloren gegangen.&rdquo; So kann man das auch nennen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Kommentar von Ingo Nathusius, HR, zur Bankenaufsicht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesthemen.de\/multimedia\/video\/video1230618.html\">Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Der Kommentator unterschl&auml;gt v&ouml;llig, dass ein nicht unbedeutender Teil der Staatsverschuldung aus der Rettung taumelnde Zockerbanken resultiert.<\/em><br>\n<em>Mehr Aufsicht und weniger Regulierung der Finanzbranche h&auml;tten da sicher nicht geschadet.<\/em><br>\n<em>Dass ausgerechnet der Kommentar des Hessischen Rundfunks die initiale Banken- und Finanzkrise in eine Staatsschuldenkrise umdeutet spricht B&auml;nde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland und &ldquo;EU-Troika&rdquo; trimmen Italien f&uuml;r Rechtspopulismus<\/strong><br>\nIn einem Video der Nachrichtenagentur Reuters (&hellip;) sieht Westerwelle nicht nur so aus wie Bundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann, er redet auch so. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Berlusconi gei&szlig;elt deutsche Sparpolitik&rdquo; hei&szlig;t es: &ldquo;Kritische Wahlkampft&ouml;ne aus Italien haben die deutsche Bundesregierung ver&auml;rgert.&rdquo; (&hellip;) Ich bin der letzte, der sich einen Berlusconi zur&uuml;ckw&uuml;nscht; steht es aber einem deutschen Politiker an, einem Politiker im Ausland den Verzicht auf eine Kandidatur f&uuml;r welches Amt auch immer nahezulegen? Ich meine nicht. Dieses Gebahren, diese neue deutsche &Uuml;berheblichkeit, ist allein dazu geeignet, rechtem Populismus T&uuml;r und Tor zu &ouml;ffnen. Wir konnten das bereits in Griechenland beobachten. Man muss sich dazu nur mal den Auftritt Westerwelles anschauen. Wenn die unter den ma&szlig;geblich von der deutschen Bundesregierung vorangetriebenen &ldquo;Reformen&rdquo; &ndash; also K&uuml;rzungen von staatlichen Ausgaben und L&ouml;hnen &ndash; darbenden Menschen in Italien, Griechenland und anderswo diesen feinen Pinkel zu sehen und zu h&ouml;ren bekommen, ist es schlimm aber naheliegend, dass sie sich in ihrer Verzweiflung Rechtspopulisten wie Berlusconi zuwenden. Wie sieht die von Deutschland, der EU-Kommission, der EZB und dem IWF geforderte &ldquo;Reformpolitik&rdquo; konkret aus und wie lassen sich die Auswirkungen der &ldquo;Reformpolitik&rdquo; auf die in Italien lebenden Menschen und die italienische Wirtschaft messen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7410\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Selbst das Handelsblatt sieht in seinem  aktuellen Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15430#h01\">Euro-Retter: Zwangsdi&auml;t nach Fehldiagnose<\/a>&rdquo; die desastr&ouml;sen Folgen des ma&szlig;geblich von den hiesigen Dogmatikern diktierten europaweiten &ldquo;Spar&rdquo;-Kurs sehr kritsch.<\/em><\/p>\n<p><em>Irgendwann wird selbst in den europ&auml;ischen Krisenstaaten trotz der oktroyierten Lohn- und Sozialk&uuml;rzungen, der &ldquo;Deregulierung&rdquo; und &ldquo;Flexibilisierung&rdquo; der Arbeit, des Abbaus des K&uuml;ndigungsschutzes sowie des aus diesen Kahlschlagprogrammen resultierenden Anwachsens der Altersarmut eine &ldquo;Stabilisierung&rdquo; der Wirtschaft auf sehr niedrigem Niveau erfolgen. Eines kann man bereits heute so sicher wie das Amen in der Kirche voraussagen: Nahezu alle deutschen Medien werden sich dann nicht daf&uuml;r sch&auml;men, unsere Kanzlerin als &ldquo;Retterin Europas&rdquo; hochzujubeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Industrie will 2013 mehr exportieren<\/strong><br>\nDie deutsche Industrie setzt 2013 auf weiteres Exportwachstum. Unter dem Strich d&uuml;rften die Ausfuhren nach deren Sch&auml;tzung um drei Prozent zulegen, nach plus vier Prozent 2012, berichtet die &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; unter Berufung auf einen bislang unver&ouml;ffentlichten Au&szlig;enwirtschaftsreport des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).<br>\nGetragen werde die Exportwirtschaft 2013 vor allem von der Nachfrage nach Maschinen, chemischen Erzeugnissen und Elektroprodukten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/bdi-bericht-industrie-will-2013-mehr-exportieren\/7527042.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Na dann wird ja alles gut. Auch wenn laut Artikel 2012 immer noch 57% der Exporte in die EU gegangen sind, die gerade in der Rezession versinkt. Leider wird man nicht von einem Exportboom, sondern von einem &ldquo;Verschenkboom&rdquo; sprechen m&uuml;ssen &ndash; schlie&szlig;lich wird ein Gro&szlig;teil der Forderungen aus dem Au&szlig;enhandels&uuml;berschu&szlig; uneinbringlich sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bankenvernetzung: Ansteckungsgefahr<\/strong><br>\nZ&uuml;rcher Physiker und die vernetzte Wirtschaft: &ldquo;Durch die enge Vernetzung k&ouml;nnen Finanzinstitute, die in Not geraten, einander anstecken&rdquo;, so der Z&uuml;rcher Physiker Stefano Battiston. &ldquo;Das hat sofort globale Auswirkungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=33758\">nano<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gestern erinnerte 3sat in der Sendung &ldquo;nano&rdquo; an die Forschungen der Wissenschaftler um Stefano Battiston zur Finanzkrise, die auch heute, eher gerade heute, von erheblicher Relevanz sind. Die allgemeine Diskussion wird immer noch von der Auffassung dominiert, dass die Gr&ouml;&szlig;e einer Bank im Falle ihres Zusammenbruchs die Auswirkungen f&uuml;r das Finanzsystem bestimme. F&uuml;r die Forscher der ETH Z&uuml;rich k&ouml;nnen Banken aber nicht nur &ldquo;too big&rdquo;, sondern auch &ldquo;too central to fail&rdquo; sein, pr&auml;ziser &ldquo;too connected to fail&rdquo;.  Sie haben herausgefunden, dass die  Systemrelevanz einer Bank auch von der  Verflechtung der Bank mit anderen Finanzinstituten abh&auml;ngt. Damit k&ouml;nnen auch kleine Banken &uuml;ber die Vernetzung mit anderen Finanzinstituten ein Risiko f&uuml;r das Weltfinanzsystem darstellen. Ihr Ergebnis deckt sich weitgehend mit anderen Analysen. Sie betonen allerdings, dass man mit ihrer Methode systemrelevante Banken schon fr&uuml;her h&auml;tte ermitteln k&ouml;nnen (<a href=\"http:\/\/www.nature.com\/srep\/2012\/120802\/srep00541\/pdf\/srep00541.pdf\">Stefano Battiston u.a.: DebtRank: Too Central to Fail? Financial Networks, the FED and Systemic Risk, Scientific Reports (Nature), 02 August 2012 [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>)<\/em><br>\n<em>Allerdings liegt in den Daten auch der Haken. Einmal sind die Fed-Daten aus dem Notkredit-Programm, welches von 2007 bis 2010 die bedrohten Finanzinstitute in den USA zu Gute kam, nur deshalb bekannt, weil die Fed sich im Zeichen der Krise Zugang zu diesen verschaffen konnte. Zum anderen gab die Fed diese Daten erst Preis, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA entschieden hatte, dass diese publik zu machen w&auml;ren, <a href=\"http:\/\/www.ethlife.ethz.ch\/archive_articles\/120802_DebtRank_mf\">da das amerikanische Finanzsystem mit &ouml;ffentlichen Mitteln saniert worden ist<\/a>.<\/em><br>\n<em>Heute stellt sich die Situation so dar, dass zwar eine Methode besteht, systemrelevante Banken zu bestimmen, aber f&uuml;r solche Analysen die Daten fehlen. Die meisten Gesch&auml;ftsverbindungen zwischen den Finanzinstituten sind heute wie damals  den Zentralbanken bzw. anderen Regulierungsinstanzen nicht bekannt. &ndash; Die Banken haben also nicht nur den Anreiz, &ldquo;too big to fail&rdquo; zu werden, es reicht, Teil des hochvernetzten Kerns des Finanzmarktes zu sein, um im Notfall von den Notenbanken gerettet zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Bankenunion bleibt das Ziel<\/strong><br>\nMan habe einen fairen Ausgleich erzielt, hie&szlig; es. Die deutsche Position sei aber im wesentlichen best&auml;tigt worden. Danach w&uuml;rden nicht alle Banken der Euro-Zone sofort von der Europ&auml;ischen Zentralbank kontrolliert, sondern nur die gr&ouml;&szlig;ten etwa 150. Auch werde das oberste EZB-Gremium, der Zentralbankrat, nicht das letzte Wort &uuml;ber Schlie&szlig;ung, Fortf&uuml;hrung und staatliche St&uuml;tzung einer Bank haben. Es werde daf&uuml;r ein weiteres Gremium aus Delegierten der Finanzministerien der L&auml;nder eingesetzt, das Einvernehmen zwischen der Regierung des Landes, in dessen Sprengel die betreffende Bank angesiedelt ist, und der neuen EZB-Bankenaufsicht herstellen solle. So wie es auf dem Papier steht, kann es nicht funktionieren. Das ist ein kleiner Lichtblick. Denn das, was die Euro-Regierenden eigentlich vorhaben, die europ&auml;ische Bankenunion, wird damit verz&ouml;gert. &ndash; Die Entscheidung, ob eine Bank gerettet werden sollte oder nicht, konnte man schlecht der jeweiligen nationalen Bankenaufsicht &uuml;berlassen. Die w&uuml;rde automatisch ja sagen. Also wurde der Plan geboren, eine Bankenaufsicht im gesamten Euro-Raum zu schaffen und mit dieser Aufgabe ausgerechnet die EZB zu betrauen.  Diese Institution, die sich vor keiner Regierung und keinem Parlament verantworten mu&szlig;, sollte und soll entscheiden, ob und wieviel Geld aus den &ouml;ffentlichen Hilfskassen in den darbenden Finanzsektor und in welche Institute flie&szlig;en soll. Von besserer oder gar rigoroserer Aufsicht &uuml;ber die Banken ist bei der ganzen Angelegenheit gar nicht die Rede.  La&szlig;t uns eine Bankenunion, ein Europa der Banken schaffen, das vom Rat der EZB regiert wird und &uuml;ber die Staatshaushalte verf&uuml;gen kann. Das bleibt der Kurs der Regierenden im Euro-Gebiet, der Bundesregierung und ihrer (bis auf die b&ouml;se Linke) stets folgsamen Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/12-15\/026.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Phantom der Euroretter<\/strong><br>\nDie Euroretter wollen sich mal wieder um die Wettbewerbsf&auml;higkeit k&uuml;mmern. Im Juni sollen dazu neue &ldquo;Reformvertr&auml;ge&rdquo; eingef&uuml;hrt werden, beschloss der EU-Gipfel in Br&uuml;ssel. Zwar blieb offen, ob diese Vertr&auml;ge f&uuml;r alle Eurol&auml;nder Pflicht werden, wie es Kanzlerin Merkel w&uuml;nscht. Doch klar ist, dass die neoliberale Agenda fortgesetzt wird &ndash; dabei ist sie selbst bei &Ouml;konomen umstritten.<br>\nIch habe nie verstanden, wie man die Wettbewerbsf&auml;higkeit von L&auml;ndern messen kann; die meisten &Ouml;konomen halten dies auch f&uuml;r Unsinn. Wie irref&uuml;hrend das W-Wort ist, zeigt ein Blick auf das Ranking des Weltwirtschaftsforums in Davos. In diesem Jahr steht Holland wieder ganz oben auf der Liste. Dabei steckt das Land tief in der (Immobilien-)Krise; die Wirtschaft schrumpft sogar schneller als in Italien!<br>\n&Auml;hnliches gilt f&uuml;r Gro&szlig;britannien, das ebenfalls einen Spitzenplatz h&auml;lt. Oder f&uuml;r Finnland, das derzeit massiv Marktanteile verliert (Stichwort Nokia-Krise). In Wahrheit gibt es gar keine verl&auml;sslichen Indikatoren f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit. Man m&uuml;sse erst einmal entsprechende Kriterien entwickeln, hie&szlig; es beim EU-Gipfel. Ein &ldquo;Scoreboard&rdquo;, das die EU-Kommission nutzt, sei nicht praktikabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/das-phantom-der-euroretter\/\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dani Rodrik &ndash; Globale Kapitalregeln<\/strong><br>\nEs ist offiziell. Der Internationale W&auml;hrungsfonds hat Kapitalkontrollen sein Plazet gegeben und damit den Einsatz von Steuern und sonstigen Beschr&auml;nkungen in Bezug auf grenz&uuml;berschreitende Finanzstr&ouml;me legitimiert.<br>\nEs ist noch nicht lange her, dass der IWF hart darauf dr&auml;ngte, dass sich alle L&auml;nder &ndash; reiche wie arme &ndash; f&uuml;r ausl&auml;ndische Finanzmittel &ouml;ffnen sollten. Jetzt hat er die Realit&auml;t anerkannt, dass die Finanzglobalisierung ein St&ouml;rfaktor sein kann, der Finanzkrisen und wirtschaftlich nachteilige W&auml;hrungsbewegungen hervorruft.<br>\nDie unendliche Geschichte unserer Hassliebe zu Kapitalkontrollen ist damit um eine weitere unerwartete Wendung reicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/the-imf-s-timid-embrace-of-capital-controls-by-dani-rodrik\/german\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein Blick auf Deutschlands schwere Investitionsrezession<\/strong><br>\nIn den meisten realen Makrodaten hat sich der konjunkturelle Abschwung in Deutschland bislang ja nur unscharf gespiegelt. Das BIP legte selbst im Herbst leicht zu, gleiches gilt f&uuml;r Konsum und Exporte. Erst f&uuml;rs Jahresende bef&uuml;rchten die meisten Auguren ein gesamtwirtschaftliches Minus. Dabei &uuml;berdeckt die nackte BIP-Zahl den teils rasanten Absturz, der vor allem die deutschen Unternehmen in arge N&ouml;te bringt: Seit Herbst vergangenen Jahres sind die Investitionen in neue Anlagen und Maschinen bis heute um satte 12 Prozent gesunken.<br>\nDas geht aus Details der gestern vorgestellten Konjunkturprognose das Essener Forschungsinstituts RWI hervor. Ein solches Minus gab es bei den gerne mal schwankenden, weil konjunktursensiblen Ausr&uuml;stungsinvestitionen sonst nur in schweren Rezessionen. So etwa 2002\/03, als der R&uuml;ckgang &auml;hnlich hoch ausfiel. Heftiger bergab ging es in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland allerdings nur 2008\/09: Die Investitionen in Ausr&uuml;stungen brachen doppelt so stark ein. Grafisch sieht das so aus (habe den letzten Wert, 4. Quartal 2012, auf Basis von RWI- und Bundesbank-Daten selbst kalkuliert, keine Gew&auml;hr f&uuml;r etwaige Unsch&auml;rfefehler):<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/12\/12\/ein-blick-auf-deutschlands-schwere-investitionsrezession\/#more-21429\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Entwicklungen und Strukturmerkmale der atypisch Besch&auml;ftigten in Deutschland bis 2010<\/strong><br>\nAtypische Besch&auml;ftigung ist auf dem Vormarsch, das Normalarbeitsverh&auml;ltnis verliert an Boden. Mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ist von Leiharbeit, Mini- und Midijobs betroffen, arbeitet in Teilzeit oder befristet. Nur ein Teil entscheidet sich freiwillig daf&uuml;r. 58 Prozent erhalten nur einen Niedriglohn. Das zeigt eine aktuelle Auswertung im Auftrag des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nDie Arbeitsmarktforscher Prof. Dr. Berndt Keller, Susanne Schulz und Dr. Hartmut Seifert geben darin einen &Uuml;berblick, wie sich Ausma&szlig; und Struktur der atypischen Besch&auml;ftigung in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelt haben. Ihre Analyse f&uuml;r das WSI basiert auf den aktuellsten verf&uuml;gbaren Daten des Sozio-oekonomischen Panels, des Statistischen Bundesamts und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nDer Studie zufolge haben s&auml;mtliche Formen atypischer Besch&auml;ftigung seit den 1990er-Jahren zugenommen. Der Anteil der Leiharbeiter, Mini- und Midijobber, befristet oder in Teilzeit Besch&auml;ftigten hat sich bis 2010 von etwa 20 Prozent auf knapp 38 Prozent aller Arbeitnehmer erh&ouml;ht. Am weitesten verbreitet ist TEILZEITARBEIT mit &uuml;ber 26 Prozent der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten. Ihre kontinuierliche Ausweitung f&uuml;hren die Arbeitsmarktexperten auf die zunehmende Erwerbst&auml;tigkeit von Frauen zur&uuml;ck, die &uuml;ber 80 Prozent der Teilzeitbesch&auml;ftigten ausmachen. Hinzu komme ein erh&ouml;hter Bedarf an zeitlicher Flexibilit&auml;t vor allem bei Dienstleistungsbetrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_disp_182.pdf\">Berndt Keller, Susanne Schulz, Hartmut Seifert, WSI &ndash; Diskussionspapier Nr. 182 &ndash; Oktober 2012 [PDF &ndash; 344 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das deutsche Rentensystem im internationalen Vergleich<\/strong><br>\nIm MERCER GLOBAL PENSION INDEX 2012 wurde die Altersversorgung im Hinblick auf ihre Angemessenheit (40 %), Nachhaltigkeit (35 %) und Integrit&auml;t (25 %) untersucht und bewertet. Dabei wurden nicht nur die staatlichen Rentensysteme ber&uuml;cksichtigt, sondern auch die erg&auml;nzende betriebliche Altersversorgung&hellip;<br>\nIm direkten Vergleich der Rentensysteme in 18 ausgesuchten L&auml;ndern, darunter die wichtigsten Industriestaaten, liegt Deutschland auf dem blamablen Platz 12. Asiatische L&auml;nder wie Singapur und China und S&uuml;dkorea liegen dahinter, Japan und Indien sind die Schlusslichter. Den Spitzenplatz nimmt D&auml;nemark ein, gefolgt von den Niederlanden und Australien. Schweden, die Schweiz und Gro&szlig;britannien liegen auch noch vor Deutschland. Wieso stehen die Rentensysteme &ndash; und beschr&auml;nken wir uns auf die beiden ersten &ndash;  in D&auml;nemark und den Niederlanden an der Spitze? Einige Rahmendaten illustrieren das: In D&auml;nemark (4) wie in Holland (5) steht das Rentensystem auf drei S&auml;ulen, der steuerfinanzierten Grundrente, einer betrieblichen Altersrente, von Unternehmen und Besch&auml;ftigten gemeinsam finanziert, und der privaten Vorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/18-2012\/++co++dd9f0c80-444b-11e2-8b2d-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Altersarmut laut Gesetz<\/strong><br>\nViele der heute aktiven Arbeitnehmer werden trotz jahrzehntelanger T&auml;tigkeit im Alter arm sein. plusminus zeigt auf: Es wird noch schlimmer kommen als offiziell zugegeben. N&ouml;tig w&auml;re ein kompletter Neustart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/432744_plusminus\/12780738_altersarmut-laut-gesetz\">SR Plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Interview: Kritik an der reinen Profitorientierung<\/strong><br>\n&bdquo;Krankenh&auml;user geh&ouml;ren nicht an die B&ouml;rse&ldquo; &ndash; das sagt kein Verdi-Funktion&auml;r, sondern Manfred Georg Krukemeyer, immerhin Alleingesellschafter des privaten Krankenhausbetreibers Paracelsus-Kliniken GmbH, im Interview mit dem Deutschen &Auml;rzteblatt: &bdquo;Ich kann nicht auf Dauer im Krankenhaus die Gewinne maximieren, wie es von den Aktion&auml;ren erwartet wird.&ldquo; Wenn das m&ouml;glich w&auml;re, sei das System falsch, so Krukemeyer.<br>\nDer Chirurg und Inhaber der Paracelsus-Kliniken, die mit 311 Millionen Euro Umsatz und circa 5.000 Besch&auml;ftigten zu den zehn gr&ouml;&szlig;ten privaten Krankenhausbetreibern Deutsch&shy;lands geh&ouml;ren, verweist auf die gescheiterte Rh&ouml;n-&Uuml;bernahme durch Fresenius: Bei einem Kaufpreis von drei Milliarden Euro m&uuml;sse man sich fragen, wie und wovon das refinanziert werden solle. Denn: &bdquo;Die Fallpauschalen decken die Kosten der Behandlung ab, nicht aber den Kapitaldienst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/52751\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bundesregierung lehnt Beteiligung an Mehrkosten f&uuml;r Stuttgart 21 ab<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will sich an Mehrkosten f&uuml;r das Bahnhofsprojekt &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; auf keinen Fall beteiligen. In einer Sondersitzung des Ausschusses f&uuml;r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erkl&auml;rte ein Vertreter der Bundesregierung am Freitagmorgen: &bdquo;Wir tragen keinerlei Mehrkosten.&ldquo; Die von der Deutschen Bahn bekannt gegebenen Mehrkosten w&uuml;rden keine Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben. Ebenso sehe man keine Auswirkungen auf die Dividendenzahlungen der Bahn an den Bund. Nach einer von der Bundesregierung dem Ausschuss vorgelegten Unterrichtung &uuml;bernimmt der Bund mit einem Festbetrag in H&ouml;he von 563,8 Millionen Euro f&uuml;r das Projekt &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; den Anteil, der f&uuml;r die Einbindung der Neubaustrecke Wendlingen-Um in den Knoten Stuttgart auch ohne Verwirklichung von Stuttgart 21 erforderlich gewesen w&auml;re. Dar&uuml;ber hinaus &uuml;bernehme der Bund die Gesamtfinanzierung der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.<br>\nEin Vertreter der Deutschen Bahn AG berichtete in der Sitzung, der Kostenrahmen f&uuml;r den Bahnhofsneubau sei um 1,1 Milliarden Euro erh&ouml;ht worden. Der bisher schon vorgesehene Risikopuffer sei von 760 auf 930 Millionen Euro erh&ouml;ht worden. Die Gesamtkosten w&uuml;rden jetzt 5,6 statt bisher 4,5 Milliarden Euro betragen. Zu den Gr&uuml;nden f&uuml;r die Kostensteigerung erkl&auml;rte der Bahn-Vertreter unter anderem, es seien auf dem Gel&auml;nde der Bahntrasse bisher nicht bekannte Leitungen gefunden worden. Das f&uuml;hre zu Kosten, die vorher nicht h&auml;tten eingeplant werden k&ouml;nnen, weil man von ihnen nichts gewusst habe. Nach Angaben des Bahn-Vertreters will das Unternehmen die Mehrkosten alleine tragen.<br>\nAuf Fragen der Fraktionen von SPD und FDP nach dem Kosten-Nutzen-Verh&auml;ltnis beziehungsweise der Wirtschaftlichkeit erkl&auml;rte der Bahn-Vertreter, ein Weiterbau sei aus heutiger Sicht wirtschaftlicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_12\/2012_596\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das d&uuml;rfte nicht das letzte Mal sein, dass Mehrkosten entstehen. Die Argumentation bei solchen Kostenexplosionen ist dann immer die Gleiche: Ein Weiterbau sei wirtschaftlicher als ein Stopp.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren in Bayern stoppen<\/strong><br>\nWir wollen das Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren unterst&uuml;tzen. Innerhalb von nur zwei Wochen m&uuml;ssen im Januar knapp eine Million Wahlberechtigte ihre Unterschrift Leisten. Das schaffen wir nur, wenn auch Sie mit anpacken!<br>\nUnterzeichnen Sie jetzt unsere Erkl&auml;rung!<br>\nBayern und Niedersachsen sind die einzigen Bundesl&auml;nder, in denen es noch Studiengeb&uuml;hren gibt. &Uuml;berall sonst wurden sie l&auml;ngst wieder abgeschafft &ndash; zuletzt in Nordrhein-Westfalen und Baden-W&uuml;rttemberg. Denn die Geb&uuml;hren haben sich &uuml;berall als kontraproduktiv erwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.campact.de\/studiengebuehren\/appell\/teilnehmen\/\">campact.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Wolfgang Lieb: Ausgrenzung des hochschulpolitischen Programms des DGB aus der &ouml;ffentlichen Debatte<\/strong><br>\nIn meinem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15460\">oben genannten Beitrag<\/a> schrieb ich: \n<blockquote><p><em>&bdquo;Nicht einmal der &bdquo;Informationsdienst Wissenschaft&ldquo; (idw), wo sonst nahezu jede Presseerkl&auml;rung einer einzelnen Hochschule einen Eintrag wert ist, ist bisher darauf (auf das hochschulpolitische Programm des DGB (WL)) eingegangen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In einer Mail vom 14.12.2012 beschwerte sich das idw-Team &uuml;ber meine Darstellung: <\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) ist ein Serviceinstrument f&uuml;r die Wissenschaft. Der idw ist jedoch nur technischer Dienstleister, er unterh&auml;lt selbst keine Redaktion. Der Versand von Pressemitteilungen und der Eintrag von Veranstaltungen in den Wissenschaftskalender ist den Pressesprechern der an den idw angeschlossenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorbehalten.<\/em><br>\n<em>Berufsverb&auml;nde, wie z.B. der DGB k&ouml;nnen keine idw-Mitgliedschaft erwerben.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Ich gestehe freim&uuml;tig, dass ich bei einer Website mit dem Titel &bdquo;Informationsdienst Wissenschaft&ldquo; nicht ahnte, dass es sich dabei um ein reines Verlautbarungsorgan von angeschlossenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen handelt.<br>\nWenn das so ist, so ist der Namen dieses &bdquo;Informationsdienstes Wissenschaft&ldquo; eine glatte Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit. Die Website sollte schleunigst auf Namensklarheit und Namenswahrheit achten und sich nicht als &bdquo;eine der wichtigsten Plattformen f&uuml;r wissenschaftliche Nachrichten im deutschsprachigen Raum&ldquo; im Internet r&uuml;hmen.<\/p>\n<p>Schaut man im &Uuml;brigen auf <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/de\/cooperation\">die Kooperationspartner<\/a>, so findet man dort z.B. den &bdquo;Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft&ldquo;. Der Stifterverband weist sich ganz offen als &bdquo;eine Gemeinschaftsaktion der deutschen Wirtschaft aus&ldquo;. Ist das also etwa kein Interessenverband? Warum werden Meldungen des privat finanzierten Berlin-Instituts, einem Institut, das f&uuml;r seine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1077\">tendenzi&ouml;sen Meinungskampagnen bekannt geworden ist<\/a>,  und der <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/de\/event40286\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ver&ouml;ffentlicht<\/a>?<br>\nSeit wann ist das Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung, als Kooperationspartner, eine Hochschule oder eine Forschungseinrichtung?<br>\nWarum arbeitet idw mit dem Verlautbarungsorgan des Ausw&auml;rtigen Amtes &bdquo;Deutschland.de&ldquo; zusammen?<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15471","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15471"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15477,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15471\/revisions\/15477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}