{"id":15483,"date":"2012-12-18T09:00:25","date_gmt":"2012-12-18T08:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483"},"modified":"2012-12-18T11:49:59","modified_gmt":"2012-12-18T10:49:59","slug":"hinweise-des-tages-1784","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h01\">Auf des Messers Schneide &ndash; Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h02\">Die neue Gro&szlig;e Depression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h03\">Kritik an &ldquo;Wachstum auf Pump&rdquo;: Fragw&uuml;rdige N&auml;he zwischen Merkel und manchen &ldquo;Linken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h04\">Joseph Stiglitz &ndash; Das Ende des Amerikanischen Traums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h05\">Einfach magisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h06\">Future Scenarios of a Better Society?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h07\">Schweizer stimmen f&uuml;r mehr Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h08\">London Falling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h09\">Wut auf Fitschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h10\">2,2 Milliarden Euro Mittel f&uuml;r Langzeitarbeitslose ungenutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h11\">Immobilienpreise in Deutschland:  Jetzt muss die Luft raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h12\">EU will Deutsche Bahn bis 2019 zerschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h13\">Hamburger Elbphilharmonie &ndash; Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Ruine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h14\">Ex-Steuerfahnder waren gesund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h15\">OECD-Studie zu Geschlechtergleichstellung: Deutschland auf den letzten R&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h16\">Der Kandidat bleibt Wahlkampfthema<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h17\">Die Turbo-Abiturienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h18\">Wider die marktkonforme Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483#h19\">Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15483&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auf des Messers Schneide &ndash; Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2013<\/strong><br>\nEin Riss geht durch den Euroraum. Auf der einen Seite eine steigende Anzahl von EWU-L&auml;ndern, die durch die Krise in eine Rezession oder gar in eine tiefe Depression geraten sind. Auf der anderen Seite einzelne Volkswirtschaften wie Deutschland, denen es bislang gelungen ist, sich der Krise halbwegs zu entziehen. F&uuml;r diese unterschiedliche Entwicklung gibt es zwei wesentliche Gr&uuml;nde: Ma&szlig;geblich ist zum einen, ob ein Land zu einem Austerit&auml;tskurs gezwungen ist und zum anderen, ob es ausgepr&auml;gte Handelsbeziehungen zu Volkswirtschaften au&szlig;erhalb des Euroraums unterh&auml;lt. Solange die Entwicklung der Weltwirtschaft trotz der Krise im Euroraum im Kern aufw&auml;rts gerichtet bleibt, kann eine Volkswirtschaft wie Deutschland, die au&szlig;enwirtschaftlich traditionell eng mit den USA verbunden ist und sich dar&uuml;ber hinaus in den vergangenen Jahren verst&auml;rkt nach Osteuropa und Asien orientiert hat, einen R&uuml;ckgang der Nachfrage aus dem Euroraum mit verst&auml;rkten Exporten in diese Regionen zu einem gewissen Grade auffangen. In den kommenden Monaten wird Deutschland davon profitieren, dass der Euro im Zuge der Rezession im Euroraum deutlich abgewertet hat, wodurch sich die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Unternehmen gegen&uuml;ber Konkurrenten au&szlig;erhalb der W&auml;hrungsunion verbesserte. Des Weiteren hat sich nach den Wahlen in den USA die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r einen Absturz der US-amerikanischen Konjunktur wegen des sogenannten &bdquo;Fiscal Cliff&ldquo;, bei dem der amerikanische Staat zu massiven Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen gezwungen w&auml;re, erheblich vermindert. Dies h&auml;tte die globale Nachfrage stark belastet.<br>\nDamit stellt sich das weltwirtschaftliche Umfeld au&szlig;erhalb des Euroraums  als relativ stabil dar. Das gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Krise im Euroraum sich nicht in einer Weise versch&auml;rft, die die Weltwirtschaft insgesamt sp&uuml;rbar in Mitleidenschaft zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_78_2012.pdf\">IMK Report [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_imk_2012_12_17.pdf\">Pressmitteilung mit Tabellenanhang [PDF &ndash; 496 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die neue Gro&szlig;e Depression<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre dauert diese Weltwirtschaftskrise nun schon, und ein Ende ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Seit dem 15. November ist es amtlich, die Eurozone und die EU insgesamt stecken tief in der Rezession. Auch wenn die deutsche Wirtschaft bisher noch zulegt, die Wirtschaft aller Eurol&auml;nder zusammen genommen schrumpft, im dritten Quartal 2012 um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Wirtschaft der EU insgesamt w&auml;chst zwar ein ganz klein wenig, um 0,1 Prozent, schrumpft aber im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent.[1] Und das vierte Quartal sieht noch schw&auml;cher aus.<br>\nDie Aussichten f&uuml;r 2013 sind also d&uuml;ster. Das Einzige, was in der europ&auml;ischen Wirtschaft derzeit w&auml;chst, sind die Schlangen vor den Arbeits&auml;mtern und die Ungleichheiten und Disparit&auml;ten zwischen den L&auml;ndern und Regionen. Griechenland steckt seit &uuml;ber vier Jahren in der Dauerkrise, seine Wirtschaft ist inzwischen um mehr als ein F&uuml;nftel geschrumpft worden. Auch Belgien, Finnland, die Niederlande und &Ouml;sterreich schrumpfen, und Gro&szlig;britannien steht nach dem gef&uuml;rchteten double-dip, der Zweifach-Rezession, nun vor dem triple-dip. Wohin man also auch blickt in Europa: Es herrschen Stagnation und Depression, ohne Aussicht auf Besserung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/dezember\/die-neue-grosse-depression\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kritik an &ldquo;Wachstum auf Pump&rdquo;: Fragw&uuml;rdige N&auml;he zwischen Merkel und manchen &ldquo;Linken&rdquo;<\/strong><br>\nDie abwertende Formel &ldquo;Wachstum auf Pump&rdquo; wird in j&uuml;ngster Zeit wiederholt gebraucht, um bestimmte &ndash; im Detail verschiedene &ndash; Vorkommnisse im Kontext der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise zu kritisieren. Im Kern haben sie alle mit Krediten oder Verschuldung zu tun. Diese Formel wird dabei sowohl von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wie auch von sich als links und kritisch verstehenden K&ouml;pfen gebraucht. Ein guter Grund, sich diese Argumente und Diskussionen ein wenig genauer anzusehen.<br>\nEine Sache sei dabei allerdings vorausgeschickt: Nicht bei Merkel, wohl aber bei manchen &ldquo;Linken&rdquo; findet sich in Verbindung mit Kritik an &ldquo;Wachstum auf Pump&rdquo; eine Neigung zur Zinskritik. VertreterInnen dieser Position sehen in der Existenz des Zinses das Grund&uuml;bel des modernen Kapitalismus. Ich werde auf diese Argumentation, die ich f&uuml;r fragw&uuml;rdig halte, in diesem Artikel nicht genauer eingehen. Schlie&szlig;lich hat Jens Berger auf den Nachdenkseiten schon alles gesagt, was aus meiner Sicht dazu zu sagen ist. Und wer es noch ein wenig grunds&auml;tzlicher mag, der m&ouml;ge sich erg&auml;nzend Nadja Rakowitz&rsquo; marxistische Kritik an der Zinskritik durchlesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1028\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; Das Ende des Amerikanischen Traums<\/strong><br>\nVor vier Jahren gab es einen Moment, in dem die meisten Amerikaner die K&uuml;hnheit besa&szlig;en zu hoffen. Es schien m&ouml;glich zu sein, Trends, die seit mehr als 25 Jahren anhielten, umzukehren. Stattdessen verschlimmerten sie sich. Heute ist diese Hoffnung, ungeachtet der Wiederwahl Barack Obamas, zu einem Flackern verkommen.<br>\nIm M&auml;rz 2012 befanden sich rund 24 Millionen US-Amerikaner auf der Suche nach einer Vollzeitstelle.[1] In den Vereinigten Staaten werfen wir Millionen von Menschen aus ihren Eigenheimen. Wir haben auf der einen Seite Leerstand und auf der anderen Obdachlose. Nat&uuml;rlich ist dies eine Folge der seit 2008 anhaltenden gewaltigen Finanzkrise. Aber selbst vor der Krise hielt die amerikanische Wirtschaft nicht, was sie versprochen hatte: Obwohl das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs, mussten die meisten B&uuml;rger eine Senkung ihres Lebensstandards hinnehmen. Schon vor Beginn der Rezession waren die Einkommen der meisten amerikanischen Familien inflationsbereinigt niedriger als zehn Jahre zuvor. Amerika hatte eine fabelhafte Wirtschaftsmaschine erschaffen, die jedoch offensichtlich nur f&uuml;r diejenigen funktioniert, die sich an der Spitze der Einkommenspyramide befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/dezember\/das-ende-des-amerikanischen-traums\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Einfach magisch<\/strong><br>\nEin kleines Beispiel des inzwischen tief verankerten deutschen Chauvinismus gegen&uuml;ber Griechenland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/shows-im-ersten\/einfach-magisch?documentId=12828906\">ARD (gestern um 20.15)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Darauf weist uns der Nachdenkseitenleser M.G. hin. Was er im Folgenden beschreibt, finden Sie in der Sendung bei 1 h, 29 min:<br>\nEine neue TV-Show (&ldquo;Einfach magisch&rdquo;) mit Tagesschausprecherin Judith Rakers. Es geht, genau, um Magie. Das Format: Jeweils ein prominenter Gast steht als Assistent einem Illusionisten zur Seite. ARD-Wetterfee Claudia Kleinert schlie&szlig;lich assistiert bei einem Trick, bei dem durch einen t&uuml;rgro&szlig;en Spiegel unglaublicherweise Gegenst&auml;nde durchgereicht werden sollen. Um zu demonstrieren, dass der Spiegel echt ist, wird er von allen Seiten begutachtet und beklopft. Bei der Begutachtung des hinteren Teils jenes Spiegels entf&auml;hrt es dann Frau Kleinert gut gelaunt und w&ouml;rtlich:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Alles leer! So leer wie die Versprechen eines griechischen Finanzministers!&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das Publikum reagiert nicht, es hat den wie eine Wetteransage aufgesagten Satz gar nicht mitbekommen.<\/em><br>\n<em>Gerade diese Mini-Begebenheit zeigt, wie allt&auml;glich, wie normal dieser Chauvinismus gegen&uuml;ber Griechenland geworden ist, wie auch Frau Kleinert diese vergiftete, &uuml;berhebliche neoliberale Wolke tief in sich eingesogen hat, die in ihrem Sender wabert. Warum sagt sie sowas? Nun, sie f&uuml;hlt sich schlicht und einfach in ihrem Nachplappern des Mainstreams auf ganz sicherem und auch dankbaren Parkett mit diesem verungl&uuml;ckten Witz. Sie gibt einfach nur die Stimmung, die Meinung in ihrem Sender, in diesem Land wieder. Und sie wei&szlig;, h&auml;tte das Publikum diesen Satz mitbekommen, h&auml;tte es wohlwollend gelacht. Und genau das ist das Bedr&uuml;ckende an dieser an sich vollkommen nebens&auml;chlichen Begebenheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Future Scenarios of a Better Society?<\/strong><br>\nEine neue Erz&auml;hlung werde dringend ben&ouml;tigt, lautet eine immer wiederkehrende Forderung in den Diskussionsprozessen zur Neuausrichtung der europ&auml;ischen Sozialdemokratie. Nur wie soll diese neue Erz&auml;hlung aussehen? Die Autoren analysieren f&uuml;r neun europ&auml;ische L&auml;nder, wie die jeweilige Sozialdemokratie auf der Grundlage von Zukunftsbildern einer besseren Gesellschaft &raquo;Neue Antworten in ver&auml;nderter Zeit&laquo; zu geben vermag &#150; und, nicht zuletzt, wie diese Antworten lauten. Die Publikation stellt beachtenswerte Ans&auml;tze zur Neukonzeption der Sozialdemokratie dar und zeigt auf, wie &uuml;berkommene Konfliktlinien und Gruppengegens&auml;tze aufgel&ouml;st werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09550.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung, International Policy Analysis [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schweizer stimmen f&uuml;r mehr Steuern<\/strong><br>\nGeldprobleme in der Schweiz? Jahrelang unterboten sich Gemeinden und Kantone mit immer niedrigeren Steuers&auml;tzen. Nun hat Luzern als erste gr&ouml;&szlig;ere Stadt der Zentralschweiz in einer Volksabstimmung die Steuern erh&ouml;ht. Auch in anderen Niedrigsteuerkantonen beginnt das Umdenken. [&hellip;]<br>\nMit einer Mehrheit von 64 Prozent billigten Luzerner nun, dass ihre steuerliche Belastung k&uuml;nftig im Schnitt um drei Prozent ansteigt. Die Alternative w&auml;ren massive Sparma&szlig;nahmen im st&auml;dtischen Haushalt gewesen. Statt wie geplant 15 Millionen Franken m&uuml;ssen nun nur noch vier Millionen eingespart werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/abstimmung-in-luzern-schweizer-stimmen-fuer-mehr-steuern-1.1553321\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>London Falling<\/strong><br>\nDas Finanzzentrum London k&auml;mpft um seine Vormachtstellung &ndash; nicht immer auf die feine englische Art. Politiker und Aufseher geben dem Druck der Lobby nach und weichen die Regulierung auf. So verteidigt die City ihren Status als Oase f&uuml;r Finanzakrobaten.<br>\nLondon &ndash; Dass Banker im K&ouml;nigreich Gro&szlig;britannien keinen guten Ruf mehr genie&szlig;en, ist Dietrich Becker (49) k&uuml;rzlich wieder einmal auf drastische Weise klar geworden. In einem Spiel, das der Londoner Partner der Investmentbank Perella Weinberg seiner kleinen Tochter zu Weihnachten besorgt hatte, war der B&ouml;se pl&ouml;tzlich ein Geldmanager. So etwas, sagt Becker, begegne ihm h&auml;ufiger.<br>\nDie Zeiten sind ungem&uuml;tlich geworden &ndash; nicht nur f&uuml;r den hageren Kapitalmarktprofi, der seit 20 Jahren in London lebt. Der Ruf der &ldquo;City Boys&rdquo; ist sp&auml;testens nach dem Skandal um die Manipulation des Libor-Zinssatzes ruiniert. Bei der Bev&ouml;lkerung sind die Banker unten durch; auch Politiker und Beh&ouml;rden in aller Welt bedr&auml;ngen die Briten, ihre au&szlig;er Kontrolle geratene Finanzbranche zu b&auml;ndigen. Regierungschef David Cameron (46) und die britischen Finanzaufseher haben &ouml;ffentlich harte Schritte gegen die Geldh&auml;user angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/0,2828,872016,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wut auf Fitschen<\/strong><br>\nDie Kritik des Deutsche-Bank-Chefs Fitschen an dem Vorgehen der Ermittlungsbeh&ouml;rden emp&ouml;rt die Politik. Die Linke bringt sogar einen Untersuchungsausschuss ins Gespr&auml;ch. Fitschen selbst ist wohl nur knapp einer Razzia in seinem Privathaus entgangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-in-der-kritik-wut-auf-fitschen-1.1552494\">SZ<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Deutsche Bank ignorierte Warnungen<\/strong><br>\nBereits 2009 warnte der britische Fiskus das Geldinstitut vor kriminellen Gesch&auml;ften beim Emissionshandel. Doch anstatt intern durchzugreifen, weitete die Bank diese Gesch&auml;fte sogar noch aus und lie&szlig; sich dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit dubiosen Firmen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kriminelle-geschaefte-bei-emissionshandel-deutsche-bank-ignorierte-warnungen-1.1552404\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>2,2 Milliarden Euro Mittel f&uuml;r Langzeitarbeitslose ungenutzt<\/strong><br>\nDer Bund spart in diesem Jahr rund 2,2 Milliarden Euro an Eingliederungshilfen f&uuml;r Langzeitarbeitslose, weil die Mittel nicht abgerufen werden. Das seien fast 15 Prozent der vorgesehenen rund 15,4 Milliarden Euro, hei&szlig;t es in einem Medienbericht.<br>\nVon den f&uuml;r Eingliederungshilfen f&uuml;r Langzeitarbeitslose f&uuml;r 2012 eingeplanten Mitteln werden rund 2,2 Milliarden Euro ungenutzt bleiben. Das geht nach einem Bericht der &ldquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&rdquo; vom Samstag aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann forderte deswegen die Bundesregierung auf, die Mittel auf das n&auml;chste Jahr zu &uuml;bertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/2-2-milliarden-euro-mittel-fuer-langzeitarbeitslose-ungenutzt-id7396607.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Ich bin langzeitarbeitslos und bat neulich mein Jobcenter um eine Fortbildungsma&szlig;nahme in meinem Beruf ( EIB = Europ&auml;ischer Intallationsbus), um wieder Anschluss zu finden und um meine Chance einer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu erh&ouml;hen. Es ist kein Geld f&uuml;r so was vorhanden. Wir m&uuml;ssen sparen, war die Antwort. Wer oder was wird hier eigentlich gef&ouml;rdert?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Immobilienpreise in Deutschland:  Jetzt muss die Luft raus<\/strong><br>\nDas hat es noch nie gegeben, und es erzeugt Nervosit&auml;t. Niemals zuvor in der bundesdeutschen Geschichte sind die Preise f&uuml;r Wohnimmobilien in den Ballungszentren so rasant geklettert. Die Statistiker messen ein Plus von zw&ouml;lf Prozent in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten, auf zwei Jahre sind es etwa 20 Prozent. Das Angebot in M&uuml;nchen, Berlin, Hamburg, K&ouml;ln, Stuttgart, Frankfurt und D&uuml;sseldorf wird knapp, Makler schleusen bei Besichtigungsterminen Horden von Kaufinteressenten durch die Objekte. Die Leute wollen ein Haus, zu fast jedem Preis. Sie bieten um die Wette, sind bereit, hohe Schulden aufzunehmen, denn die Zinsen sind niedrig. In Spanien und den USA waren diese Umst&auml;nde Ausl&ouml;ser der sp&auml;teren Katastrophe, die direkt in die globale Finanzkrise und das Euro-Schuldendilemma f&uuml;hrten. Erlebt Deutschland eine Immobilienblase? &ndash; Viele &Ouml;konomen haben sich schon daran versucht, &uuml;bertriebene Preisniveaus, sprich Blasen, zu identifizieren. Aber noch immer gilt vielerorts die Regel: Eine Blase offenbart sich erst, wenn sie platzt. Es ist ein komplexes Thema, auch jetzt, bezogen auf den deutschen Immobilienmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/immobilienpreise-in-deutschland-jetzt-muss-die-luft-raus-1.1550502\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU will Deutsche Bahn bis 2019 zerschlagen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will bei der Deutschen Bahn einem Bericht zufolge fr&uuml;her als bisher bekannt eine Trennung von Netz und Bahnbetrieb erzwingen. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas wolle im Januar seine Pl&auml;ne f&uuml;r eine Zerschlagung des Unternehmens mit dem Zieldatum 2019 vorlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/eu-will-deutsche-bahn-bis-2019-zerschlagen-1.3108399\">RP Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hamburger Elbphilharmonie &ndash; Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Ruine<\/strong><br>\nWieder 200 Millionen Euro teurer, wieder ein Jahr Verz&ouml;gerung &ndash; warum wollen die Hamburger ihre Elbphilharmonie eigentlich fertig bauen? Bei einem endg&uuml;ltigen Baustopp w&auml;re die Stadt wieder fl&uuml;ssig und h&auml;tte zudem das weltweite erste Mahnmal gegen Image-Idiotie und politische Geltungssucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/der-bau-der-hamburger-elbphilharmonie-sollte-endgueltig-gestoppt-werden-a-873232.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Ab und an hat auch die Spiegel Online Redaktion einen wertvollen Impuls &ndash; gerade in Zeiten der von der Bankenkrise verursachten EU-weit steigenden Verschuldung sollten solche angeblichen Prestige-Projekte in der Tat gestoppt werden und wenn &uuml;berhaupt nur noch realisiert werden, wenn die Risiken und Kosten komplett privat getragen werden. Auch die Alternative, die 200 Millionen in dringend ben&ouml;tigen sozialen Wohnraum in der deutschen Million&auml;rshauptstadt Hamburg zu investieren stimmt sicherlich, gerade wenn man sich &uuml;berlegt das dieses Geld von allen Steuerzahlern (dazu geh&ouml;ren auch die &Auml;rmsten, die die Elbphilharmonie mit ihren von der Allgemeinheit hoch subventionierten Eintrittskarten mangels verf&uuml;gbarem Einkommen wahrscheinlich sowieso nie von innen sehen werden) in Hamburg aufgebracht werden muss. Daf&uuml;r steigen dann sicherlich bald wieder Kindergarten und KITA-Geb&uuml;hren, Grundabgaben und weitere kommunal erhobene Geb&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Gr&uuml;nen-Politiker sieht bewusste T&auml;uschung des Parlaments bei prestigetr&auml;chtigen Gro&szlig;bauten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/435054_morgenmagazin\/12819368_grossbauten-hofreiter-sieht-bewusste-taeuschung\">Das Erste, Morgenmagazin, Mediathek<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ex-Steuerfahnder waren gesund<\/strong><br>\nEin Gutachten bringt Hessens Regierung unter Druck: Die vor mehreren Jahren f&uuml;r dienstunf&auml;hig erkl&auml;rten hessischen Steuerfahnder sind offenbar psychisch gesund gewesen. Die SPD fordert eine Entschuldigung von Ministerpr&auml;sident Bouffier. [&hellip;]<br>\nDie Gutachten setzen die hessische Landesregierung unter Druck. Das Land hatte die Steuerfahnder zwischen 2007 und 2009 aufgrund falscher Expertisen des Frankfurter Psychiaters Thomas H. zwangsweise in den Ruhestand geschickt, der den Beamten unheilbare &bdquo;paranoid-querulatorische&ldquo; St&ouml;rungen attestierte. Sie hatten 2001 mit zahlreichen Kollegen gegen eine Amtsverf&uuml;gung protestiert, die nach ihrer Ansicht zur Schonung reicher Steuers&uuml;nder f&uuml;hrte. Regierung und schwarz-gelbe Koalition behaupten, H.s Gutachten h&auml;tten nur an &bdquo;formellen Fehlern&ldquo; gelitten. Diese Haltung wird durch die neuen Gutachten ersch&uuml;ttert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/steuerfahnder-affaere\/steuerfahnder-affaere-ex-steuerfahnder-waren-gesund,1477340,21128716.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>OECD-Studie zu Geschlechtergleichstellung: Deutschland auf den letzten R&auml;ngen<\/strong><br>\nSo liegt Deutschland, was das Lohngef&auml;lle zwischen M&auml;nnern und Frauen angeht, unter allen 34 OECD-L&auml;ndern auf dem drittschlechtesten Platz. 22 Prozent weniger Gehalt bekommen Frauen bei den mittleren Einkommen&hellip;Dabei sind gerade junge Frauen laut den Ergebnissen der Studie besser ausgebildet als M&auml;nner&hellip;<br>\nMehr als die H&auml;lfte des Einkommensunterschieds sei auf Teilzeitarbeit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, sagte die Leiterin der OECD-Abteilung f&uuml;r Sozialpolitik, Monika Queisser. In Deutschland arbeiten 62 Prozent der Frauen zwischen 25 und 54 Jahren in Teilzeit, im Nachbarland Frankreich sind es nur 26 Prozent. Einen Ausweg aus der hohen Teilzeitquote sieht Queisser in &ldquo;guter und bezahlbarer Kinderbetreuung&rdquo;.<br>\nNoch schlechter als bei den Gehaltsunterschieden schneidet Deutschland aber beim geschlechterbedingten Rentengef&auml;lle ab: Dort belegt es unter allen OECD-L&auml;ndern den letzten Platz mit dem gr&ouml;&szlig;ten Unterschied zwischen den Geschlechtern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/oecd-studie-zu-geschlechtergleichheit-deutschland-auf-den-letzten-raengen-1.1550780\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/gender\/Closing%20the%20Gender%20Gap%20-%20Germany%20FINAL.pdf\">OECD Closing the Gender Gap: Act Now [PDF &ndash; 503 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/gender\/Closing%20the%20Gender%20Gap%20-%20Germany%20FINAL.pdf\">Gleichstellung der Geschlechter &ndash; Zeit zu handeln, Deutschland [PDF &ndash; 503 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Kandidat bleibt Wahlkampfthema<\/strong><br>\nSo sehr sich die SPD danach sehnt, endlich wieder das soziale Gewissen der Republik verk&ouml;rpern zu k&ouml;nnen: Viele in ihren Reihen m&ouml;gen nicht glauben, dass ihr dies mit Steinbr&uuml;ck gelingt. Er hat sich als rigoroser Anh&auml;nger und Verfechter der Agenda-Politik profiliert, die dazu beitrug, die Gr&auml;ben in der Gesellschaft zu vertiefen. Dass er nun f&uuml;r soziale Gerechtigkeit streitet, vermittelt sich nur schwer. Manche in der SPD &ndash; und viele in der Bev&ouml;lkerung &ndash; halten ihn bei diesem Thema nicht f&uuml;r glaubw&uuml;rdig.<br>\nDen Agenda-Anh&auml;ngern in der SPD behagt es wiederum nicht, dass Steinbr&uuml;ck die soziale Gerechtigkeit so stark ins Zentrum des Wahlkampfes schiebt. Fraktionschef Steinmeier, der Architekt der Agenda-Politik, warnt die Partei bereits, sich auf das Thema Gerechtigkeit zu verengen. Die SPD k&ouml;nne nicht nur &uuml;ber Steuerh&ouml;hungen f&uuml;r Spitzenverdiener reden, wenn sie die Wahl gewinnen wolle. Die Partei m&uuml;sse sich auch mit der Wirtschafts- und Industriepolitik befassen&hellip;<br>\nInzwischen wird &uuml;ber sein Verhalten bei den Krisen von WestLB und ThyssenKrupp diskutiert, deren Aufsichtsgremien er angeh&ouml;rte. Und ob er als Finanzminister aus dem Kontakt zu Party-K&ouml;nig Schmidt geldwerte Vorteile zog. Und welche Rolle er bei der schleppenden Bewilligung von Ghetto-Renten spielte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/12\/17\/der-kandidat-bleibt-wahlkampfthema\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Turbo-Abiturienten<\/strong><br>\nEine Hamburger Studie zeigt: Die Schulzeitverk&uuml;rzung am Gymnasium (G8) hat die Leistungen der Abiturienten nicht vermindert, sondern sogar verbessert.<br>\nDie zweite gute Nachricht: Diese leichte Leistungssteigerung wurde erreicht, obwohl die Zahl der Abiturienten in Hamburg deutlich gestiegen ist. Waren es 2005 erst 4.826 (32,5 Prozent der Sch&uuml;ler machten Abitur), so waren es im Jahr 2011 beachtliche 7.482 (52,7 Prozent der Sch&uuml;ler machten Abitur). Dabei ver&auml;nderte sich auch die soziale Zusammensetzung der Abiturienten; der Anteil der Sch&uuml;ler aus sogenannten bildungsfernen Schichten hat sich verdoppelt. Trotzdem f&uuml;hrt die Steigerung der Zahl der Abiturienten also nicht, wie von vielen bef&uuml;rchtet, zu einem Leistungsabfall.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2012-11\/schulstudie-abiturienten\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article111556245\/Turbo-Abitur-verbessert-Leistungen-der-Schueler.html#dsq-reply\">welt.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung G.L.:<\/strong> Man kann sich ausmalen, welche M&ouml;glichkeiten dies f&uuml;r die Bildungspolitik er&ouml;ffnet: Je mehr man die Schulzeit k&uuml;rzt, umso besser schneiden die Sch&uuml;ler im Abitur ab (Achtung: das war Satire!).<\/em><br>\n<em>Diesen Jubelberichten liegen zwei Tatsachen zugrunde, die man fraglos akzeptieren kann: 1. Die Schulzeit wurde um ein Jahr gek&uuml;rzt, und 2. die vom Hamburger Landesinstitut ermittelten Testwerte liegen 2012 h&ouml;her als die Testwerte, die es 2006 berechnet hat.<\/em><br>\n<em>Aber alles andere ist fragw&uuml;rdig. Die Tests werden unter Verschluss gehalten, so dass die &Ouml;ffentlichkeit nicht sehen kann, was da in beiden Jahren getestet wurde. Wir wissen nicht, ob wirklich anspruchsvolles Wissen und K&ouml;nnen, also Kompetenz im eigentlichen Sinne getestet wurde, oder wieder nur auswendig gelerntes Wiedererkennungswissen. Wir wissen nicht, welche Hilfen im Test gegeben wurden, die es Sch&uuml;lern ohne jeden Unterricht in den gepr&uuml;ften Fachgebieten erm&ouml;glicht, das Abitur zu bestehen (wie das Hans Peter Klein im Biologie-Abitur in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen hat). Wir wissen nicht, ob die Aufgaben so voll gepumpt mit Distraktoren waren, dass Testteilnehmer mit guten Ratestrategien im Vorteil waren. Schulleistungstests sanktionieren oft Sch&uuml;ler, die Testaufgaben zu genau nehmen. Es kann sein, dass die in Hamburg verwendeten Schulleistungstests &auml;hnlich wie das Memory-Spiel Sch&uuml;ler benachteiligen, die zu viel wissen. Wer als Erwachsener schon einmal gegen einen Grundsch&uuml;ler Memory gespielt hat, wei&szlig; wovon ich spreche. Wir wissen auch nicht, wie die Abituranforderungen ge&auml;ndert wurden, um gute Ergebnisse zu erzielen.<\/em><br>\n<em>Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass wir das Niveau unserer Schulen nicht dem niedrigen Niveau der Tests anpassen, die unsere Testindustrie derzeit zu konstruieren vermag. Dann entsteht n&auml;mlich genau der paradoxe Effekt, der sich in den USA eingestellt hat, dass n&auml;mlich nach 50 Jahren Testkampagnen das Schulleistungsniveau stagniert, statt sich weiterzuentwickeln.<\/em><br>\n<em>Wir m&uuml;ssen auch aufpassen, dass wir die &Uuml;berpr&uuml;fung von h&ouml;heren kognitiven Funktionen nicht verwechseln mit der Erschwerung von Tests durch mehr Zeitdruck und mehr Distraktoren, wodurch nur &ldquo;Nervenst&auml;rke&rdquo;, und nicht Kompetenz gemessen wird.<\/em><br>\n<em>Es kann nicht hingenommen werden, dass dieselben Institute, die schulische Reformen instruieren, diese auch bewerten, ohne dass unabh&auml;ngige Wissenschaftler hinzugezogen werden und ohne dass die Tests und die Daten f&uuml;r unabh&auml;ngige Forscher zug&auml;nglich sind. Damit wird jede &ouml;ffentliche Kontrolle au&szlig;er Kraft gesetzt und einer sozialsch&auml;dlicher Testeritis T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet.<\/em><br>\n<em>Noch ein Tipp an die Redakteure, die solche Berichte unkritisch an die &Ouml;ffentlichkeit transportieren: Es gibt viele kompetente Experten, die Hilfestellung f&uuml;r eine kritische Analyse von Testergebnissen geben k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wider die marktkonforme Demokratie<\/strong><br>\nDer Schriftsteller Ingo Schulze erh&auml;t den Bertolt-Brecht-Preis 2013 [&hellip;]<br>\nDen Brecht-Preis 2013 von Augsburg, der Geburtsstadt des Dichters, erh&auml;lt Ingo Schulze (der am vergangenen Samstag 50 wurde). Schulze (&raquo;33 Augenblicke des Gl&uuml;cks&laquo;, &raquo;Simple Storys&laquo;, &raquo;Neue Leben&laquo;) &ndash; ein Polemiker &raquo;Wieder die marktkonforme Demokratie&laquo; und &raquo;Gegen die Auspl&uuml;nderung der Gesellschaft&laquo; &ndash; sei, so die Jury, der &raquo;hartn&auml;ckigste Chronist der deutschen Wiedervereinigung&laquo;. Ein Portr&auml;tist der Wendegewinnler und Wendeopfer, derer, die beides zugleich sind. Ein Neudeutschlandmaler. &raquo;Das Chaos ist aufgebraucht. Es war die beste Zeit.&laquo; Einer der sch&ouml;nsten S&auml;tze Brechts. Er k&ouml;nnte &uuml;ber dem Werk Ingo Schulzes stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/807487.wider-die-marktkonforme-demokratie.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die NachDenkSeiten gratulieren! Allen Lesern sei an dieser Stelle noch einmal Schulz ganz wunderbare Rede &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12373\">Unsere sch&ouml;nen neuen Kleider<\/a>&ldquo; empfohlen, die wir im Februar dieses Jahres ver&ouml;ffentlichen durften.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nZu Gast in der traditionell l&auml;ngeren Festtagssendung kurz vor Weihnachten sind Rainald Grebe, Michael Hatzius, Jochen Malmsheimer und Nico Semsrott.<br>\nDienstag, 18. Dezember 2012 um 22:15 Uhr im ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15483","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15483"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15483\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15495,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15483\/revisions\/15495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}