{"id":154950,"date":"2026-08-14T11:00:15","date_gmt":"2026-08-14T09:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154950"},"modified":"2026-08-14T11:41:03","modified_gmt":"2026-08-14T09:41:03","slug":"leserbriefe-zu-faz-reagiert-auf-mehr-russische-soldaten-toeten-aussage-der-fisch-stinkt-vom-kopf-her","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154950","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eFAZ reagiert auf \u201eMehr-russische-Soldaten-t\u00f6ten\u201c-Aussage \u2013 der Fisch stinkt vom Kopf her\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154829\">kommentiert hier<\/a> die <a href=\"https:\/\/www.frankfurterallgemeine.de\/presse\/pressemitteilung\/stellungnahme-der-frankfurter-allgemeinen-zeitung-zu-einer-frage-ihres-korrespondenten-bei-der-pressekonferenz-in-belgrad\">Pressemitteilung<\/a> der <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)<\/em> anl&auml;sslich der &bdquo;Mehr-russische-Soldaten-t&ouml;ten&ldquo;-Aussage ihres Autors. Das Blatt habe von der Unternehmenskommunikation verk&uuml;nden lassen, es habe sich um eine &bdquo;missverst&auml;ndlich&ldquo; formulierte Frage gehandelt. Eine direkte Stellungnahme der Chefredaktion oder der Herausgeber finde sich in der Erkl&auml;rung nicht. Gefragt wird u.a., wie eine solche Frage (&bdquo;K&ouml;nnen Sie uns Europ&auml;ern konkret sagen, was wir tun k&ouml;nnen, um ihnen zu helfen, mehr Russen zu t&ouml;ten? Mehr russische Soldaten, nat&uuml;rlich&ldquo;) &bdquo;missverst&auml;ndlich&ldquo; formuliert sein k&ouml;nne. In Anbetracht der ungeheuerlichen Tragweite, die in der Frage liege, lasse sich die Pressemitteilung in erster Linie als eines auffassen: &bdquo;als veritable Unversch&auml;mtheit!&ldquo; Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir haben dazu zahlreiche und interessante Leserbriefe bekommen, f&uuml;r die wir uns herzlich bedanken. Die nun folgende Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>ich denke, dass dieser bewu&szlig;t plazierte menschenverachtende, verabscheuungsw&uuml;rdige verbale M&uuml;ll den diese Figur abgesondert hat insbesondere darin begr&uuml;ndet liegt, eine weitere provozierende Botschaft an Russland zu senden! Die innere Debatte &ndash; die angesichts dieses Vorfalls besch&auml;mend ist &ndash; interessiert diese Figuren glaube ich gar nicht!<\/p><p>Den sich in freiem Fall befindenden Globalisten in Politik und Medien rennt die Zeit davon um Russland zu einer heftigen (milit&auml;rischen) Reaktion zu n&ouml;tigen um weiter Eskalieren zu k&ouml;nnen &ndash; und dazu ist diesen Figuren jedes Mittel recht!<\/p><p>Ich sch&auml;me mich f&uuml;r alle diese Figuren!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>sehr geehrter Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>mit Ihren beiden Artikeln haben Sie eigentlich schon alles gesagt, was zu sagen ist.<\/p><p>Wie man diesen Herrn Martens charakterlich einzusch&auml;tzen hat, dies auszuf&uuml;hren verkneife ich mir aus Gr&uuml;nden des Anstandes.<\/p><p>Ich bin mir aber ziemlich sicher, da&szlig; ich nicht der einzige bin, der diesem Herrn gerne und unverbl&uuml;mt pers&ouml;nlich empfehlen w&uuml;rde, sich unverz&uuml;glich an der Ostfront in der Ukraine freiwillig zu melden.<\/p><p>Mit Sicherheit hat man da noch eine passende Uniform mit Stahlhelm und Gewehr &uuml;brig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPatrick Meiser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>In diesen Zeiten bin ich mir recht sicher, dass es schnell rechtliche Konsequenzen h&auml;tte, wenn dieser Satz sich auf andere Nationalit&auml;ten\/Gruppen bez&ouml;ge. Auch ein &bdquo;missverst&auml;ndlich&ldquo; (die gestellte Frage ist deutlich zu detailliert formuliert) w&uuml;rde dann vor Konsequenzen nicht sch&uuml;tzen.<\/p><p>Wir sind sehr schnell sehr weit gekommen in den letzten Jahren, Licht am Ende eines Tunnels ist nicht zu erkennen, volle Fahrt in den Abgrund!<\/p><p>MfG<br>\nV. N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>da gibt es keine Einsicht, weil da was siecht&hellip;<\/p><p>Die Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der ein &bdquo;Journalist&rdquo; allein diese Frage stellt, offenbart alles, n&auml;mlich die ganze Verkommenheit des Mainstream und das ist tats&auml;chlich unmissverst&auml;ndlich !<\/p><p>Es sollte klar sein, f&uuml;r was das F in FAZ steht. (&hellip;)<\/p><p>Da fragt doch tats&auml;chlich jemand wie man mehr Russen t&ouml;ten kann&hellip;<\/p><p>Warum greift da der Tatbestand der Volksverhetzung nicht? <\/p><p>Weil : Unterm Strich will das ja der Mainstream, wie auch die Politik&hellip; . Sie alle sind die wirklichen und wahren Volksverhetzer.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nT. Rath<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Deutsche Sprache &ndash; schwere Sprache, da haben Korrespondenten schon mal Schwierigkeiten mit Formulierungen&hellip; .<\/p><p>Michael Wrazidlo <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS,<\/p><p>typisch hohle schreih&auml;lserische Liedsinger-Mentalit&auml;ten, die die Drecksarbeit f&uuml;r die Brotgeber oben (und noch weiter oben) machen. Ich w&uuml;nsche herzlichst (auch) der FAZ weiterhin freien Fall in den ABO-(und Leser-)Zahlen.<\/p><p>Claudia Limlahi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>was Herr Martens da von sich gegeben hat, ist das nicht offen ausgesprochener Rassismus? Und dar&uuml;ber emp&ouml;rt sich in unseren Mainstream-Medien niemand? Erinnert das nicht sehr an die Nazizeit? So geht Menschenverachtung und scheinbar werden solche Menschen gebraucht um Russland weiter zu provozieren. Das muss die Lust am Untergang sein. Es macht einen schon fassungslos wes Geistes Kinder in dieser Republik herum laufen. Von Morgens bis Abends h&ouml;re ich in unseren Mainstream-Medien &uuml;ber die Gefahr durch die extremen Rechten. Aber &uuml;ber die Gefahr die von solchen Menschen wie Herrn Martens ausgeht beklagt sich niemand? Ich wei&szlig; nicht ob es mehr die Frage des Herrn Martens ist die mich anwidert oder ob es nicht die Person Michael Martens ist?  Dass Russland Deutschland noch nicht angegriffen hat ist aus meiner Sicht schon erstaunlich. Insofern muss man Russland dankbar sein. Je mehr diese Journalisten und Politiker gegen Russland hetzen, desto mehr Sympathien empfinde ich f&uuml;r Russen, obwohl ich nicht einen Russen pers&ouml;nlich kenne.<\/p><p>Im Hinblick auf 28 Millionen tote Russen durch Nazi-Deutschland und der Erm&ouml;glichung der deutschen Einheit mit dem Abzug s&auml;mtlicher russischer Milit&auml;reinheiten aus Deutschland:<\/p><p>Sie sagen*<br>\nRussland bedroht uns<br>\nIch glaube es nicht<\/p><p>Sie sagen*<br>\ndie Ukraine k&auml;mpft f&uuml;r unsere Freiheit und Demokratie<br>\nIch glaube es nicht<\/p><p>Sie sagen*<br>\nmit Putin kann man nicht reden<br>\nIch glaube es nicht<\/p><p>Sie sagen*<\/p><p>Russland muss diesen Krieg verlieren<br>\nIch glaube es nicht<\/p><p>* in Anlehnung eines Textes aus dem Jahr 1955 von H.D. H&uuml;sch  <\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t Sie<br>\nRals Glahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Danke, dass Sie dieses Beispiel aus den LohnschreiberLingInnenStuben der F.A.Z. aufgegriffen haben.<\/p><p>Das alles wundert mich hingegen nicht, hat doch die F.A.Z. immer die M&auml;r vom schrecklichen &sbquo;Ewigen Iwan&lsquo; bedient. Und ich kenne dieses ( fr&uuml;her einmal sehr konservative CDU-Wirtschafts-) Hetzblatt seit meinen Oberstufentagen Ende der 70er Jahre.<\/p><p>Damit folgt die F.A.Z. weiterhin jener Doktrin, welche die Nationalsozialisten grausam begr&uuml;ndeten. 27 Millionen get&ouml;teter \/ ermordeter Russinnen und Russen waren u. a. die Folge. Ich frage ferner: Wo bleibt da die besondere Verantwortung Deutschlands angesichts der Verbrechen, welche in der ehemaligen Sowjetunion in deutschem Namen begangen wurden?<\/p><p>Dieser Lohnschreiberling Michael Martens geh&ouml;rt irgendwann vor ein Menschenrechtstribunal in Den Haag gestellt. Das, was dieser Mensch gefragt hat, nenne ich Hetz-Lumpenjournalismus (&hellip;). <\/p><p>Gleichwohl: &laquo;Ich f&uuml;rchte mich nicht vor der R&uuml;ckkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der R&uuml;ckkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.&raquo; ( Verfasser mir unbekannt ) &ndash; Die beiden deutschen Staatskirchen geh&ouml;ren ebenfalls in diesen Kontext.<\/p><p>Und ja: Wieder einmal sind wir in Deutschland auf einem guten Weg &ndash; geradeaus in den Untergang ziehen wir wie in einen Gottesdienst.<\/p><p>(&hellip;)<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e sendet Roland Weinert.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Ich sehe nichts Skandal&ouml;ses in der Frage des FAZ-Journalisten &bdquo;&hellip;zu helfen, mehr Russen zu t&ouml;ten? Mehr russische Soldaten, nat&uuml;rlich.&ldquo; Im Gegenteil, alle Pazifisten und f&uuml;r den Frieden engagierten Menschen wie Sie sollten dankbar f&uuml;r diese Frage sein.<\/p><p>Endlich eine klare Aussage. Endlich kein verbr&auml;mtes Schwurbeln.<\/p><p>Alle Soldaten werden geschult und trainiert, m&ouml;glichst effizient zu zerst&ouml;ren und zu t&ouml;ten, ohne im Idealfall selbst get&ouml;tet und verst&uuml;mmelt zu werden. Sie lernen, im Nahkampf und aus kurzer Entfernung direkt zu t&ouml;ten und Hightec-Maschinen zu bedienen, die aus der Distanz Tod und Zerst&ouml;rung bringen. Zu Lande, im Wasser und der Luft. Gewalt aus&uuml;ben, t&ouml;ten und zerst&ouml;ren &ndash; um nichts anderes geht es im Soldatenhandwerk.<\/p><p>Hinter abstrakten Begriffen wie &bdquo;Territorium erobern&ldquo;, &bdquo;Feind zur&uuml;ckdr&auml;ngen&ldquo;, &bdquo;Frontlinien begradigen&ldquo; etc. steht das T&ouml;ten und Verst&uuml;mmeln von Soldaten und Zivilisten, die das Pech haben, vor die Rohre oder ins Visier zu geraten. Wer Waffen liefert, hilft zu zerst&ouml;ren, zu verletzen und zu t&ouml;ten. Das ist ein Fakt. M&ouml;glichst effiziente, m&ouml;glichst moderne Waffen liefern hei&szlig;t, m&ouml;glichst viel Zerst&ouml;rung, m&ouml;glichst viel Tod liefern. Wir &bdquo;helfen&ldquo; mit Waffen, wir helfen, m&ouml;glichst viele Russen zu t&ouml;ten.<\/p><p>Der &bdquo;Skandal&ldquo; in der Aussage unseres Qualit&auml;tsjournalisten und der FAZ ist keiner. Wer die Aussage skandalisiert, verdr&auml;ngt oder vertuscht, worum es im Krieg geht. Es ist kein Skandal, dies unmissverst&auml;ndlich auszusprechen, ohne abstrakte Distanzierung und Verbr&auml;mung. Der Skandal ist nicht die Aussage des FAZ Journalisten, der Skandal ist, dass wir Waffen liefern, dass wir mit Waffenlieferungen einverstanden sind, diese mit- und\/oder ertragen. Er hat sehr plump, sehr direkt gesagt, worum es mit unseren Waffenlieferungen, worum es in diesem und allen Kriegen geht. Gerade als Kriegsgegner bin ich ihm dankbar daf&uuml;r.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en.<br>\nRals Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<br>\nsehr geehrtes Nachdenkseitenteam<\/p><p>Ich finde diese Emp&ouml;rung &uuml;ber die &bdquo;Mehr-russische-Soldaten-t&ouml;ten-Aussage&ldquo; des FAZ-Journalisten eigentlich l&auml;cherlich ja geradezu propagandistisch aufgeladen. Ich bin auch entschieden gegen diesen Krieg und gegen jeden Krieg, aber diese Art des Umgangs mit derartigen Ausagen dazu ist verfehlt.<\/p><p>Es ist doch so, dass dieser Krieg (jeder Krieg) nur gewonnen werden kann, wenn einer Seite nicht mehr genug notwendige Ressourcen zur Verf&uuml;gung stehen, um ihn erfolgreich weiter zu f&uuml;hren, heisst ihn zu gewinnen. Also ist das Ziel beider Kriegsparteien schneller und nachhaltiger als die andere Kriegspartei deren Ressourcen zu vernichten und den Nachschub der Ressourcen zu unterbinden, als man selbst davon betroffen ist. Und zu diesen Ressourcen geh&ouml;ren nat&uuml;rlich auch ganz wesentlich die Soldaten (human ressources). Das bedeutet doch, dass Ziel jeden Krieges ist, neben der Zerst&ouml;rung der Waffensysteme des Kriegsgegners m&ouml;glichst viele Soldaten des Kriegsgegners zu t&ouml;ten oder so schwer zu verletzen, dass sie nicht mehr kriegstauglich sind. <\/p><p>Diese Emp&ouml;rung reiht sich implizit ein, in eine implizite Verharmlosung dieses Krieges, so als ginge es dabei nicht wesentlich ums Sterben. Viele viele Soldaten sind schon gestorben und werden noch sterben in diesem Krieg, und wir erfahren fast nichts dar&uuml;ber. Wir erhalten keine Zahlen und keine Bilder &uuml;ber die vielen toten Soldaten, die auch nicht zuletzt mit deutschen Waffen und mit deutschem Geld get&ouml;tet wurden. Es wird implizit von unseren Politikern und Medien so getan, als handele es sich ausschlie&szlig;lich um pathetische Ideale (Souver&auml;nit&auml;t, territoriale Integrit&auml;t) und Gelder etc., die hierbei eine Rolle spielen w&uuml;rden. Das schreckliche Leiden und Sterben wird nicht thematisiert. Selbst wenn die oben angesprochenen nationalen Ideale ihre Berechtigung h&auml;tten, so m&uuml;ste selbst in einer rein rationalen Kosten-Nutzen- Rechnung jedem klar sein, dass die realen Kosten den vermeintlichen ideelen Nutzen l&auml;ngst um ein vielfaches &uuml;berschritten haben. <\/p><p>Wenn nun ein FAZ-Journalist daherkommt und auf das bislang medial versteckte Sterben als wesentliches Ziel (als notwendiges Mittel zum Zweck, Kosten, die hinzunehmen seien) dieses Krieges thematisiert, dann geben sich viele emp&ouml;rt. Einerseits zurecht, weil das T&ouml;ten im Krieg, wie auch generell, zu verurteilen ist, andererseits zu unrecht, weil ja damit nur das bewusst gemacht wird, was tats&auml;chlich stattfindet, nur hat das bislang noch niemand so klar ausgesprochen und auch noch nicht mit der impliziten Botschaft, dass diese Blutm&uuml;hle w&uuml;nschenswert ist und weiter perfektioniert werden muss, weil damit vermeintlich hehre Ziele verfolgt werden w&uuml;rden. Dabei geht es doch nur um die vollumf&auml;ngliche Integration der Ukraine in NATO und EU und eventuell noch darum die Atommmacht Russland zu ruinieren, eventuell auch nur darum, sie in ihre Schranken zu weisen.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Auch wenn einzelne Leser die Stirn runzeln werden, bleibe ich bei meiner Auffassung, dass die Emp&ouml;rung &uuml;ber die &Auml;u&szlig;erungen des Herrn Martens nicht erstaunlich ist. Man wird sich schon daran gew&ouml;hnt haben, dass ich deutsche Leidkultur schreibe, denn es ist eine Kultur des Leidens, die zur festen Erbmasse dieses Volkes geh&ouml;rt und schon gar nicht ausgeMerzt werden kann. Warum auch, diese Mischung aus blankem Sadismus und Weinerlichkeit ist keine Folge einer jemals existierenden Nation, sondern es ist der pure Untertanengeist der dem deutschen Volk eigen ist. Dieses Volk war stets zersplittert in zahllose F&uuml;rstent&uuml;mer, F&uuml;rstbischofst&uuml;mer, Herzogst&uuml;mer, K&ouml;nigst&uuml;mer und Grafschaften, so dass man getrost von deutscht&uuml;melnden &bdquo;Unget&uuml;mern&ldquo; sprechen konnte. Kein Mensch kann st&auml;ndig devot und dienstbeflissen sein, selbst wenn die Kirchen bei Widersetzlichkeit mit H&ouml;llenstrafen drohen. So suchte man sich eben Zeitgenossen, welche die Obrigkeit als Abschaum bezeichnete und konnte an diesen armen Wesen seinen Hass, seine Aggressionen abladen. Judenpogrome bis hin zur Vernichtung von Mitb&uuml;rgern mosaischen Glaubens sind historisch der bedeutendste Beweis. Doch als Bismarck nach 1871 eine deutsche Nation zusammen h&auml;kelte, war es nicht opportun die j&uuml;dischen Mitb&uuml;rger offen zu diskriminieren, denn das w&auml;re ja Wasser auf die M&uuml;hlen der Arbeiter gewesen, die doch mit dem Motto: &bdquo;Alle f&uuml;r Einen &ndash; Einer f&uuml;r Alle&ldquo; eingefangen werden sollten. Deshalb galt es &auml;u&szlig;ere Feinde zu suchen. &bdquo;Jeder Sto&szlig; ein Franzos&rsquo;, jeder Tritt ein Brit, jeder Schuss ein Russ!&ldquo; Jetzt sind wir in der &uuml;berschaubaren Geisteswelt des Herrn Martens gelandet. Wie in Heinrich Manns Roman &bdquo;der Untertan&ldquo; sind wir bei dem Zeitungsschreiberling angekommen, der wie Kurt Tucholski in dem Text &bdquo;Kurzer Aufenthalt&ldquo; beschreibt, &lsquo;am Stammtisch auch gelegentlich ein Bier mittrinken darf&rsquo;. Ein Stammtisch in irgendeinem Ort mit der Endung &bdquo;&rsquo;menau&ldquo;, was ebenso &bdquo;Brilon&ldquo; hei&szlig;en k&ouml;nnte, wo die Honoratioren im &bdquo;Gasthof deutsche Eiche&ldquo; einen Stammtisch samt Glocke unterhalten. Das kitzelt den Nerv des deutschen Untertans, wenn er nicht dabei sein darf, wo die &bdquo;Gro&szlig;en&ldquo; in ihrer kleinen Welt etwas zu sagen haben. Der Nationalsozialismus f&ouml;rderte diesen Menschentyp, der sich bis heute in dieser Art erhalten hat. Ein Blick auf die Biografien der SS-Verbrecher offenbart, dass neben den rechtsextremen Akademikern, sehr viele Versager in F&uuml;hrungspositionen gelangten und dort die schlimmsten Verbrechen begingen.<\/p><p>Unter den westdeutschen Journalisten ist dieser Typ sehr h&auml;ufig anzutreffen. Er mordet keineswegs, nein er beschreibt und ebnet nur den Weg dort hin. Oppositionelle werden als Hassprediger gebrandmarkt, man selbst ist nat&uuml;rlich moralisch &uuml;ber jeden erhaben. Da gab es einen Herrn J&uuml;rgen Liminski, der dem &bdquo;opus dei&ldquo; sehr nahe stand und zugleich bei Kundgebungen &ouml;ffentlich gegen Homosexuelle wetterte, der im Deutschlandfunk die Sympathien des Herrn Steul besa&szlig; und gleichzeitig in der &bdquo;junge freiheit&ldquo; mit Beitr&auml;gen gl&auml;nzte. Es sind keine Journalisten im strengen Sinn, denn sie besitzen ein Ziel vor Augen, das sie mit Hilfe ihrer Propaganda erreichen wollen. Da wird &bdquo;im Sinne der guten Sache&ldquo; gelogen, verdreht und manipuliert. Vor drei&szlig;ig Jahren h&auml;tte mich daf&uuml;r der Chef vom Dienst achtkantig aus der Redaktion geworfen. Wie es mit der Standhaftigkeit des Herrn Martens bestellt ist, zeigt seine Reaktion auf die Kritik. Er meinte, dass es doch keinen etwas anginge, welche Fragen er auf einer Pressekonferenz stellen und wir er sie formulieren w&uuml;rde. Da w&auml;hnt sich jemand wohl schon ganz nahe dran zu sein, um am Bundesregierungshof st&auml;ndigen Zutritt zu erhalten und meint er k&ouml;nne bereits schon jetzt sich das feudal-arrogante Benehmen, was nicht nur der Bundeskanzler zeigt, gegen&uuml;ber dem &bdquo;P&ouml;bel&ldquo; ausleben.<\/p><p>Wenn er eine Schweigepflicht &uuml;ber das, was er von sich gibt, wirklich erreichen will, so empfehle ich ihm, sich einen Psychotherapeuten zu suchen, den er bestimmt schnell finden wird im Gegensatz zu den piefigen Kassenpatienten. Dort ist die Schweigepflicht garantiert. Besser w&auml;re es aber, wenn er nun schweigen w&uuml;rde. Dann h&ouml;rt auch die unbotm&auml;&szlig;ige Kritik auf.<\/p><p>Stephan Ebers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>vielen Dank, dass sie diesen Vorgang so intensiv begleiten. Aber er ist nur eine logische Folge dessen, was man in Deutschland aktuell wieder zusammenmischt.<\/p><p>Wer hat eigentlich den Rechtsgrundsatz definiert man d&uuml;rfe keine Vergleiche mit dem 3. Reich anstellen, da man &bdquo;es&ldquo; sonst verharmlosen w&uuml;rde? Ich w&uuml;rde meinen, man verharmlost so eher die aktuellen Zust&auml;nde.<\/p><p>Die Liste der von damals &uuml;bernommenen Vorgehensweisen wird immer l&auml;nger&hellip;<\/p><ol>\n<li>Sich als Opfer darstellen, um Handlungsbedarf geltend zu machen (ganz wichtige Grundlage f&uuml;r absolut alles!)<\/li>\n<li>Menschenverachtendes Denken juckt oder hat niemanden mehr zu jucken, sofern es die &bdquo;Richtigen&ldquo; trifft.<\/li>\n<li>Pauschale Ver&auml;chtlichmachung von Kritikern, z.B. der &bdquo;Freunde von Sputnik&ldquo; wird mehr und mehr salonf&auml;hig<\/li>\n<li>Die faktische Gleichschaltung des weitesten Teils der Medien ist erreicht<\/li>\n<li>Die Abschaffung der Gewaltenteilung, ist so fern notwendig, inklusive Willk&uuml;rherrschaft (z.B. EU-Sanktionen), g&auml;ngige Praxis<\/li>\n<li>Immer weiter reichende Bespitzelung und &Uuml;berwachung der B&uuml;rger<\/li>\n<li>Die gute alte Ideologie-Endlosplatte nudelt wieder ununterbrochen vor sich hin<\/li>\n<li>Aufr&uuml;stung bis zum Staatsbankrott<\/li>\n<li>Folter, Unrecht und V&ouml;lkermord werden blind unter Berufung auf eine &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; (mit so einer hat man damals auch den Holocaust sauber begr&uuml;nden k&ouml;nnen) unterst&uuml;tzt, bis man gef&uuml;hlt schon die Hacken zusammenknallen h&ouml;rt<\/li>\n<li>Demokratische Standards gibt es nicht mehr, das Volk SOLL nur noch die richtigen Parteien w&auml;hlen, damit diese danach machen k&ouml;nnen was sie wollen<\/li>\n<\/ol><p>Letzteres kann man wohl nicht anders bezeichnen, wenn man die alte Regierung wegen 17 fehlenden Milliarden aufl&ouml;st, als Nachfolger die Einhaltung der Schuldenbremse verspricht und dann gef&uuml;hlt die hundertfache Menge Geld in Rekordzeit zum Fenster hinauswirft, unter Anderem.<\/p><p>Wie z.B. der allgemeinen Krisenbew&auml;ltigung, diese haben die Nazis ihrerzeit vor der Macht&uuml;bernahme auch versprochen. Ironischerweise mit &auml;hnlich unlogischen\/falschen Aussagen wie heutzutage. Dies k&ouml;nnte man also sogar als Punkt 11 auff&uuml;hren. Doch selbst dies wird mit den geplanten R&uuml;stungsausgaben (im Vergleich des Umfangs der jeweils gegen&uuml;berstehenden Konsumm&auml;rkte und dem notwendigen Arbeitskr&auml;fteeinsatz) ganz sicher nicht einmal ansatzweise funktionieren wie damals.<\/p><p>Klar, es ist noch nicht so schlimm wie damals zum Ende hin. Doch weder ist bisher der Spannungsfall ausgerufen worden (eine kleine Schwester des Erm&auml;chtigungsgesetzes), noch hat der Krieg begonnen. Vor dem Krieg und sogar bis in den Krieg hinein sollte das Volk damals auch etwas &bdquo;gewinnen&ldquo;. Zum &bdquo;Volk&ldquo; geh&ouml;ren freilich immer nur die, welche dazu geh&ouml;ren d&uuml;rfen. &bdquo;Freunde Putins&ldquo; &amp; Co z&auml;hlen heute offensichtlich schon nicht mehr dazu.<\/p><p>Erst sp&auml;ter wurde diese Maske &uuml;ber die industrielle Massenvernichtung, bis zum Nero-Befehl fallen gelassen. Da sollte man sich also lieber nicht zu fr&uuml;h freuen, denn die atomare Eskalation war auch im Kalten Krieg bereits State of the Art. Das ist der Nero im Turbomodus.<\/p><p>Und die Ironie der Geschichte: Herr Martens meint gegen das B&ouml;se zu k&auml;mpfen, genau wie die Nazis oder die &bdquo;Freunde der Ukraine&ldquo; auch. Damit kann man alles begr&uuml;nden und dies wird man St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck auch in die Praxis umsetzen. Daran besteht nur wenig Grund f&uuml;r Zweifel, zumindest wenn man seine Sinne noch beieinanderhat und sehen kann, was heutzutage schon kompatibel mit der deutschen Staatsr&auml;son IST und sich an fr&uuml;here Zeiten noch erinnern kann&hellip;<\/p><p>Sich demonstrativ komplett im neuen &bdquo;Zeitalter&ldquo; verlieren, das w&auml;re schon Punkt 12. Ich h&ouml;re besser auf.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKai P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-154950","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=154950"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154965,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154950\/revisions\/154965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=154950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=154950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=154950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}