{"id":154955,"date":"2026-08-15T12:00:20","date_gmt":"2026-08-15T10:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154955"},"modified":"2026-08-14T20:54:34","modified_gmt":"2026-08-14T18:54:34","slug":"vertragsarbeiter-in-der-ddr-mit-fake-news-zum-preis-des-bundespraesidenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154955","title":{"rendered":"\u201eVertragsarbeiter\u201c in der DDR: mit Fake News zum Preis des Bundespr\u00e4sidenten"},"content":{"rendered":"<p>Ein von der K&ouml;rber-Stiftung angeregter Geschichtswettbewerb ist ein Beleg daf&uuml;r, wie eine jahrzehntelange bewusste Verbreitung von Fake News &uuml;ber die in den L&auml;ndern des heutigen sogenannten Globalen S&uuml;dens gesch&auml;tzten Solidarit&auml;tsleistungen der DDR-Bev&ouml;lkerung sogar an die nachfolgende Generation weitergegeben wird. Dabei bedient man sich mehr oder minder bewusst kolonialer und rassistischer Stereotype. Von <strong>Ulrich van der Heyden<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8135\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-154955-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260815_Vertragsarbeiter_in_der_DDR_mit_Fake_News_zum_Preis_des_Bundespraesidenten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260815_Vertragsarbeiter_in_der_DDR_mit_Fake_News_zum_Preis_des_Bundespraesidenten_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260815_Vertragsarbeiter_in_der_DDR_mit_Fake_News_zum_Preis_des_Bundespraesidenten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260815_Vertragsarbeiter_in_der_DDR_mit_Fake_News_zum_Preis_des_Bundespraesidenten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=154955-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260815_Vertragsarbeiter_in_der_DDR_mit_Fake_News_zum_Preis_des_Bundespraesidenten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260815_Vertragsarbeiter_in_der_DDR_mit_Fake_News_zum_Preis_des_Bundespraesidenten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Einmal im Jahr werden die Lehrer in den deutschen Schulen angeregt, mit ihren Sch&uuml;lern der oberen Klassen einen Geschichtswettbewerb durchzuf&uuml;hren. Die von der K&ouml;rber-Stiftung, die sich u.a. der F&ouml;rderung von Demokratie und Zusammenhalt, Geschichte und internationaler Politik sowie Wissenschaft verschrieben hat, angeregte und mit Preisen f&uuml;r ausgezeichnete Sch&uuml;lerarbeiten finanzierte Projektvorgabe f&uuml;r das Jahr 2025 stand unter dem Motto &bdquo;Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte.&ldquo;<\/p><p>Der Bundespr&auml;sident &uuml;berreichte im Sommer 2025 die Auszeichnungen an die Sch&uuml;ler, die den Sieg davongetragen hatten. Die fertigen Arbeiten waren nach sechsmonatiger Projektarbeit zu einem historischen Thema, das idealerweise aus ihrer Region stammen soll, eingereicht worden &ndash; angeleitet von einem Lehrer.<\/p><p>Die Ergebnisse der Sch&uuml;lerarbeiten sollen aus schriftlichen Ausarbeitungen, g&uuml;nstigstenfalls publiziert in einer Brosch&uuml;re, oder auch in Form einer Ausstellung oder sogar in einem Film- oder Radiobeitrag bestehen. Das von Historikern, zumal von Regional- und Heimathistorikern, nicht ungern gesehene Heranf&uuml;hren von jungen Menschen an die Geschichte ihres Landes, ihrer Region, ihres Ortes soll dem besseren Verst&auml;ndnis ihres unmittelbaren gesellschaftlichen, politischen Umfeldes dienen &ndash; nach dem Prinzip &bdquo;forschendes Lernen&ldquo;. Die Kinder und Jugendlichen k&ouml;nnen so lernen, in Archiven zu recherchieren, Zeitzeugen und Experten zu befragen, Anfragen bei Beh&ouml;rden und Lokalpolitikern zu stellen. Das ist so weit sehr l&ouml;blich, wenn die jungen Menschen eine entsprechende Unterst&uuml;tzung durch auf diesem Gebiet Erfahrung besitzende Lehrer erhalten und von diesen fachlich betreut werden.<\/p><p>In der Regel scheint das auch zu klappen, denn immer wieder beteiligen sich Sch&uuml;ler aus verschiedenen Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet an dem Geschichtswettbewerb. Im Jahr 2025 hatte es bereits die 29. Ausschreibung des Bundespr&auml;sidenten gegeben und dieses Jahr steht die 30. Ausschreibung an.<\/p><p><strong>Grenzen in der Geschichte und Geschichtserz&auml;hlung<\/strong><\/p><p>Vom 1. September 2024 bis zum 28. Februar 2025 waren &uuml;ber 6.720 Kinder und Jugendliche auf historische Spurensuche gegangen und haben 2.289 Beitr&auml;ge eingereicht. Damit war die aktuelle Wettbewerbsrunde die erfolgreichste seit 30 Jahren.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Viele der eingereichten Projekte setzten sich mit der ehemaligen innerdeutschen Grenze auseinander. Oft spielten dabei die eigene Familiengeschichte und pers&ouml;nliche Grenzerfahrungen eine tragende Rolle, hei&szlig;t es in einem Res&uuml;mee der K&ouml;rber-Stiftung. Forschungen zur eigenen Familie f&uuml;hrten aber auch nach Ungarn, S&uuml;dkorea oder in s&uuml;damerikanische L&auml;nder. Nicht selten stehen dabei Themen wie Flucht und Migration im Fokus. &bdquo;Die eingereichten Arbeiten zeigen in beeindruckender Vielfalt, dass Grenzen weit mehr sind als geografische Linien. Sie k&ouml;nnen gesellschaftlich-ethischer, politisch-rechtlicher oder materiell-r&auml;umlicher Natur sein. Dabei wirken sie nicht nur als Barrieren oder Hindernisse, sondern auch als R&auml;ume der Begegnung, des Schutzes oder der &Uuml;berwindung&ldquo;, hei&szlig;t es dort. Es wurden 250 Beitr&auml;ge mit einem Landessieg ausgezeichnet und 250 weitere Beitr&auml;ge erhielten einen F&ouml;rderpreis. In jedem Bundesland gibt es zudem jeweils einen Preis f&uuml;r die erfolgreichste Gruppe ab zehn Personen und eine Auszeichnung f&uuml;r die landesbeste Schule. Die f&uuml;nf Ersten Preise auf Bundesebene wurden am 11. November 2025 von Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin &uuml;berreicht.<\/p><p>Dass so eine gut gemeinte schulische Projektarbeit auch einmal danebengehen kann, zeigt ein Beispiel aus Berlin. Es ist ein Beleg daf&uuml;r, wie eine jahrzehntelange bewusste Verbreitung von Fake News &uuml;ber die in den L&auml;ndern des heutigen sogenannten Globalen S&uuml;dens gesch&auml;tzten Solidarit&auml;tsleistungen der DDR-Bev&ouml;lkerung sogar an die nachfolgende Generation weitergegeben wird. Dabei bedient man sich mehr oder minder bewusst kolonial-paternalistischer und rassistischer Stereotype.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Was ist passiert?<\/p><p><strong>Voll daneben?<\/strong><\/p><p>Noch kurz vor Beginn der Sommerferien des Jahres 2025 hatte die Gutenberg-Oberschule in Berlin-Lichtenberg vor allem f&uuml;r die Sch&uuml;ler der 10. Klasse die erfreuliche Nachricht erreicht, dass sie einen der begehrten Preise beim Geschichtswettbewerb des Bundespr&auml;sidenten gewonnen haben. Laut einem Artikel in einer Berliner Tageszeitung nahmen die Sch&uuml;ler die erfreuliche Nachricht sehr locker. Sie hatten einen 20-min&uuml;tigen Film zum Thema des Einsatzes von sogenannten Vertragsarbeitern in der DDR-Volkswirtschaft gedreht und ganz offensichtlich mit Erfolg eingereicht. In dem Film geht es um einige von insgesamt mehreren 10.000 in der Regel jungen Menschen &ndash; vornehmlich aus Mosambik, Vietnam, Kuba und Angola, zun&auml;chst auch aus Algerien und zum Ende der DDR auch aus China &ndash;, die in der DDR einen Beruf erlernten und arbeiteten. Sie wurden in der DDR als &bdquo;ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte&ldquo; bezeichnet; erst nach der Wende erfanden westdeutsche Journalisten und Historiker den Begriff &bdquo;Vertragsarbeiter&ldquo;, der sich heute durchgesetzt hat.<\/p><p>Wie es in dem Artikel der <em>Berliner Zeitung<\/em>[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] dazu hei&szlig;t, wurde in dem Filmprojekt kolportiert, dass die Vertragsarbeiter f&uuml;r &bdquo;schmutzige, unbeliebte&ldquo; T&auml;tigkeiten in Betrieben der DDR-Volkswirtschaft eingesetzt wurden. Und, so wurde in dem Artikel mitgeteilt: &bdquo;Wer als Vertragsarbeiter schwanger wurde oder ein Kind zeugte, wurde umgehend ins Heimatland zur&uuml;ckgeschickt.&ldquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Es wurde sogar behauptet, dass sie in der &Ouml;ffentlichkeit &bdquo;nicht in Erscheinung treten&ldquo; durften. Wie das h&auml;tte umgesetzt werden k&ouml;nnen, wird nicht erkl&auml;rt.<\/p><p>Wer das h&ouml;rt oder liest, muss bei etwas Kenntnis von den Gr&uuml;nden und dem Verlauf ausl&auml;ndischer Arbeiter in deutschen Landen vielleicht an die folgende Einsch&auml;tzung denken: &bdquo;Wenn Ausl&auml;nder [&hellip;] von der einheimischen Bev&ouml;lkerung als Konkurrenten um Arbeitspl&auml;tze [&hellip;] und als Bedrohung der Sicherheit [&hellip;] wahrgenommen werden, dann erh&ouml;ht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gef&uuml;hl.&ldquo; Es ist nur &auml;rgerlich, dass diese Beschreibung aus der Bundesrepublik aus dem Jahre 1979 von einem Forschungsverbund mit Namen &bdquo;Probleme der Ausl&auml;nderbesch&auml;ftigung&ldquo; stammt.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Die Realit&auml;t der Vertragsarbeiter in der DDR sah ganz anders aus.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Mehrfach sind in der wissenschaftlichen Literatur solche die gesamte ehemalige DDR-Bev&ouml;lkerung desavouierende Unterstellungen durch quellenbasierte Entgegenstellungen zur&uuml;ckgewiesen worden.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Die Sch&uuml;ler h&auml;tten sich von solchen unrealistischen Fiktionen auch selbst &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, denn unweit ihrer Schule stand ein gro&szlig;es Wohnheim f&uuml;r die Vertragsarbeiter aus Mosambik mit Standards, wie es sie als Studenten- und Arbeiterwohnheime in der DDR viele gab.<\/p><p>Laut Sch&uuml;lerfilm lebten die Vertragsarbeiter &bdquo;in abgeriegelten Wohnheimen und Fabriken&ldquo;. F&uuml;r diese und &auml;hnliche Behauptungen l&auml;sst sich kein historischer Beleg finden, aber eine Unmenge von solchen unrealistischen Behauptungen, die in vielen Publikationen immer wieder seit Jahren von Neuem aufgestellt werden. Statt solcher unsinnigen Auffassungen h&auml;tte man auf die durchaus vorliegenden Aussagen von Zeitzeugen zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Man h&auml;tte nur einige Mitglieder der in Berlin noch vorhandenen Mosambik-Community befragen oder sich seri&ouml;se Fachliteratur in den Bibliotheken anschauen m&uuml;ssen.<\/p><p>Allerdings &ndash; es waren ja Kinder, die sich auf das in den meisten Medien gepflegte, verschrobene Bild von der Vertragsarbeit st&uuml;tzten. Aber h&auml;tten nicht Lehrer, die Verantwortlichen der K&ouml;rber-Stiftung und die zust&auml;ndigen Beamten des Bundespr&auml;sidialamtes sich kundig machen k&ouml;nnen und sollen? Die mit Fake News heranwachsenden Jugendlichen konnten sich letztendlich nur auf das st&uuml;tzen, was im allgemeinen Narrativ verbreitet wird &ndash; m&ouml;gen die dort aufgestellten Widerspr&uuml;che zur Realit&auml;t noch so irrelevant sein.<\/p><p>Die mit den historischen Realit&auml;ten wenig &uuml;bereinstimmenden Erz&auml;hlungen in dem Sch&uuml;lerfilm werden, so der Journalist Alexander Reich, nicht aufgel&ouml;st. Obwohl der Film von einer Schule stammt, die das Label &bdquo;Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage&ldquo; tr&auml;gt, deren Zehntkl&auml;ssler &bdquo;bei der Filmerei in ihrem Antirassismus&ldquo; angeblich gest&auml;rkt worden sind, scheint ihnen und ihren Lehrern wie auch den anderen daf&uuml;r Verantwortlichen entgangen zu sein, dass sie genau dem rassistischen Gedankengut mit ihren ungepr&uuml;ften Unterstellungen verfallen sind. Sie tragen das rassistische Gedankengut ideologisch verpackt weiter und tun damit das, was sie eigentlich mit ihrer Sch&uuml;lerarbeit bek&auml;mpfen wollten. Denn wie sonst soll man es verstehen, wenn dargestellt wird, wie L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens ihre B&uuml;rger solchen, wie geschilderten, rassistisch konnotierten Situationen &uuml;berlassen haben.<\/p><p>Auf die einzelnen genannten Unsinnigkeiten der Darstellung der Vertragsarbeit einzugehen, kann ich mir ersparen; dazu ist schon mehrfach nachgewiesen worden, dass diese erst nach der deutschen staatlichen Vereinigung durch Journalisten entstanden sind, die die Praxis der Vertragsarbeit nicht kannten und diese anhand der ihnen bekannten Probleme mit den Gastarbeitern aus dem Westen Deutschlands zu erkl&auml;ren versuchten.<\/p><p>Die betroffenen Ausl&auml;nder, die die DDR erlebten, haben im Regelfall ganz andere Erinnerungen zu Papier gebracht. Allein der Titel des Filmes zeugt von Unwissenheit und didaktischer Unverantwortlichkeit der Lehrer gegen&uuml;ber den Sch&uuml;lern: &bdquo;Vertragsarbeiter in der DDR &ndash; Gelungene Integration oder Ausgrenzung&ldquo;. Niemand, wie allgemein bekannt sein sollte, ist in die DDR als Vertragsarbeiter gekommen, um sich dauerhaft zu integrieren. Das hat man sich erst sp&auml;ter ausgedacht, was nunmehr an junge Menschen als rassistisch konnotierte L&uuml;ge weitergereicht wird.<\/p><p>Zudem, die &bdquo;Vertragsarbeiter&ldquo;, die aus dem heute sogenannten Globalen S&uuml;den in die DDR kamen, wurden auch nicht als &bdquo;Gastarbeiter&ldquo;, wie es im Westen &uuml;blich war, von der DDR &bdquo;angeworben&ldquo;, um die Wirtschaft anzukurbeln, sondern um eine kostenfreie berufliche Ausbildung zu erhalten und dann nach einigen Jahren des &bdquo;learning by doing&ldquo; in ihre Heimat zur&uuml;ckzukehren, wo in der Zwischenzeit der Bau von Produktionsbetrieben geplant war. Darum war die DDR von den entsprechenden Regierungen der jungen Nationalstaaten gebeten worden, die diesen Hilferuf aus solidarischem Selbstverst&auml;ndnis auch nachkam. Westlich sozialisierte Medienvertreter k&ouml;nnen dies nicht verstehen und stellen diese Tatsache infrage. Dabei w&uuml;rde ein Blick in die historischen Quellen oder die seri&ouml;se Literatur ausreichen, um sich hier&uuml;ber konkret kundig zu machen.<\/p><p><strong>Kann man es den Berliner Sch&uuml;lern ver&uuml;beln?<\/strong><\/p><p>Nach R&uuml;ckkehr in ihre Entsendestaaten sollten dann die fachlich ausgebildeten Heimkehrer aus der DDR eine neue &Ouml;konomie in den von Kolonialismus und Krieg befreiten L&auml;ndern aufbauen, um die Folgen der Kolonialzeit oder von Kriegen, z.B. des Bombenterrors der USA in Vietnam, zu &uuml;berwinden.<\/p><p>Vor allem am Beispiel dieser Kategorie der &bdquo;ausl&auml;ndischen Werkt&auml;tigen&ldquo; hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten nicht nur in der &Ouml;ffentlichkeit, sondern auch in der Wissenschaft ein Narrativ festgesetzt, welches mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun hat.<\/p><p>So hei&szlig;t es etwa, die Vertragsarbeiter w&auml;ren in die DDR geholt worden, um hier die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Dabei machten diese bis Mitte der 1980er-Jahre in der materiellen Produktion weniger als ein Viertel Prozent der Industriearbeiter aus; im Jahr 1989 war es ein Prozent. Die DDR hatte auf Bitten der genannten L&auml;nder reagiert und tausende junge Leute aufgenommen, um ihnen zun&auml;chst eine kostenfreie berufliche Ausbildung zu erm&ouml;glichen &ndash; was die Entsendestaaten urspr&uuml;nglich gar nicht wollten. Ihnen ging es darum, so viel wie m&ouml;glich von der j&uuml;ngeren Generation vor blutigen B&uuml;rgerkriegen bzw. den Folgen des v&ouml;lkerrechtswidrigen Einsatzes von biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen durch die USA, wie Agent Orange und Napalm, im Vietnamkrieg zu retten.<\/p><p>Welche Bedingungen die in Berlin-Lichtenberg lernenden und arbeitenden jungen Mosambikaner dazu veranlasst hatte, in die DDR zu kommen, macht eine Dokumentation &uuml;ber die damaligen Zust&auml;nde in ihrem Heimatland w&auml;hrend des B&uuml;rgerkrieges, der von 1977 bis 1992 mit &auml;u&szlig;erst grausamen Methoden gef&uuml;hrt wurde, deutlich. Die Situation war dort f&uuml;r die Menschen so katastrophal[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>], dass die Regierung in Maputo darauf dr&auml;ngte, weitere ihrer jungen Menschen in die DDR zu schicken, wo sie &uuml;berleben konnten und zudem einen Beruf erlernen sollten, den sie dann anschlie&szlig;end in der Heimat f&uuml;r den Aufbau einer eigenen Industrieproduktion nutzen konnten. Dadurch nahm in den letzten Jahren der DDR in manchen Betrieben die Anzahl der Ausbildungsstunden ab, damit sie mehr Geld verdienen konnten, um ihre Familien in der Heimat so besser unterst&uuml;tzen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Ein h&auml;ufiger Vorwurf von einigen Journalisten ist, dass die Vertragsarbeiter unterbezahlt worden w&auml;ren. Doch als Produktionsarbeiter verdienten sie genauso viel wie ein DDR-Arbeiter; oftmals war dies sogar mehr als &Auml;rzte oder Angeh&ouml;rige anderer akademischer Berufsgruppen. Au&szlig;erdem hei&szlig;t es h&auml;ufig, sie w&auml;ren ausgebeutet worden und h&auml;tten die schlechteren Arbeiten in den Betrieben erledigen m&uuml;ssen. Man muss indes bedenken, dass die oft nur eine 4-Klassen-Schulbildung besitzenden Afrikaner, die nicht immer den Abschluss als Facharbeiter erlangten, &auml;hnlich den Deutschen als Hilfsarbeiter besch&auml;ftigt und entlohnt wurden. Die Mehrheit erlangte jedoch die kostenfreien Qualifizierungen, bis hin zum Lehrmeister.<\/p><p>Waren die ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;fte gesellschaftlich isoliert? Wie die Betroffenen selbst nach 1989 zu Protokoll gaben, trifft dies nicht zu. Hunderte Kinder sind allein aus Beziehungen zwischen deutschen Frauen und mosambikanischen M&auml;nnern entstanden; kollegiale Freundschaften halten bis heute. 77 Prozent der Ausl&auml;nder gaben nach der Wende an, dass sie Kontakte zu deutschen Kollegen und deren Familien unterhielten; ein Viertel verbrachte &uuml;berwiegend seine Freizeit mit Deutschen.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Gern wird selbst noch heute behauptet, die Vertragsarbeiter w&auml;ren oftmals Opfer von rassistischen Gewaltverbrechen geworden. Nat&uuml;rlich gab es Reibereien und Schl&auml;gereien unter jungen Menschen auch in der DDR, etwa bei Tanzveranstaltungen. Auch rassistische Ressentiments und vereinzelt t&auml;tliche &Uuml;bergriffe kamen vor. Solche F&auml;lle wurden jedoch juristisch geahndet. Verfassung und Gesetzgebung sagen das eindeutig aus. Wo man solche &bdquo;rassistischen Taten&ldquo; nicht finden konnte, dachte man sich welche aus, wie den angeblichen Mord an Manuel Diogo, der durch alle Medien gen&uuml;sslich kommentiert wurde, um der DDR Rassismus zu unterstellen. Jedoch stellte es sich nach eingehenden kritischen Recherchen bald heraus, dass es sich um eine Erfindung von Journalisten handelte. Eine Klarstellung erfolgte jedoch nur in wenigen der Medien, die zuvor die L&uuml;ge verbreitet hatten. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Schwer wiegt der Vorwurf, die DDR habe von schwangeren Vertragsarbeiterinnen gefordert, abzutreiben oder nach Hause zur&uuml;ckzukehren. Doch dies waren Bedingungen der entsendenden Seiten, die nach Z&ouml;gern von der Ostberliner Regierung akzeptiert worden sind.<\/p><p>Wenn solche wie die angef&uuml;hrten Behauptungen von in Westdeutschland sozialisierten Journalisten oder Historikern aufgestellt wurden, ohne oder kaum dass diese die historischen Quellen oder die Erfahrungen der Betroffenen ber&uuml;cksichtigen, dann ist es kein Wunder, dass statt einer realistischen Sicht auf die DDR-Vertragsarbeiter nach jahrzehntelanger Indoktrination so ein Film von Sch&uuml;lern entstehen konnte, der solche rassistisch konnotierte Fake News weiterverbreitet.<\/p><p>Aber die Sch&uuml;ler h&auml;tten sich fragen k&ouml;nnen, warum es weder in der UNO oder in NGOs in der Zeit der deutschen Zweistaatlichkeit oder in den Zeitungen entsprechende Vorw&uuml;rfe &uuml;ber eine angebliche rassistische Behandlung der Ausl&auml;nder in der DDR gab. Oder dass solche Anschuldigungen in den ver&ouml;ffentlichten Selbstzeugnissen von Vertragsarbeitern nicht zu lesen sind. H&auml;tten sich nicht Sch&uuml;ler und Lehrer fragen m&uuml;ssen, warum erst seit etwa Mitte der 1990er-Jahre solche unbewiesenen Behauptungen auftauchten?<\/p><p>Die ehemaligen Vertragsarbeiter &auml;u&szlig;ern sich jedenfalls deutlich anders zu ihren Erfahrungen in der DDR. Denn warum sonst sollten sie nach der deutschen Einheit einer Reihe von Journalisten anderes berichtet haben? Einige Zitate: &bdquo;Alle sind zufrieden. Das Leben im Land der Deutschen ist angenehm und sch&ouml;n &hellip; Das ist wirklich eine andere Welt.&ldquo; F&uuml;r andere war die DDR &bdquo;das Zentrum des Universums&ldquo;. Oder: &bdquo;Ich habe dort gute Erfahrungen gemacht &hellip;&ldquo;. &bdquo;Wir hatten in unserem Plattenbau Zentralheizung, warmes Wasser, wir waren mehr als zufrieden.&ldquo; &bdquo;Wir gingen Biertrinken und feierten viel, kn&uuml;pften auch Kontakte zu Deutschen.&ldquo; &bdquo;Auf Betriebsausfl&uuml;gen lernten wir das Land kennen.&ldquo; &bdquo;Wir haben gut verdient.&ldquo; Hierbei handelt es sich nur um eine kleine Auswahl entsprechender Erinnerungen von Afrikanern und Vietnamesen.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>Da man in dem vom Bundespr&auml;sidenten pr&auml;mierten Sch&uuml;lerfilm wohl nicht ganz auf die Meinungen ehemaliger Vertragsarbeiter verzichten wollte, kommt dort zumindest ein Vietnamese zu Wort, der ausf&uuml;hrte, dass er von &bdquo;Rassismus oder Ausgrenzung nix mitbekommen&ldquo; habe. Von einer gescheiterten Integration sei ihm auch nichts bekannt, weil eine Integration &uuml;berhaupt &bdquo;nicht vorgesehen&ldquo; war. Das wussten offenbar weder die Sch&uuml;ler noch die Lehrer.<\/p><p>Der in dem Film an mehreren Stellen sichtbar werdende Widerspruch zwischen den wenigen verwendeten Zeitzeugenaussagen und den dazu gezogenen Schlussfolgerungen ist schier unverst&auml;ndlich. Denn die die Realit&auml;t verleumdenden Darstellungen der Gr&uuml;nde und des konkreten Verlaufs des Lernens und Arbeitens von tausenden jungen Leuten aus dem Globalen S&uuml;den inmitten der DDR-Gesellschaft wird schlichtweg ausgeklammert. Das verweist auf eine heute verst&auml;rkt zu beobachtende paternalistisch-koloniale Sicht solcher Anschauungen auf die weltweit bis heute anerkannte solidarische Einstellung gro&szlig;er Teile der DDR-Bev&ouml;lkerung.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] So eine verletzende heutige Beurteilung des humanit&auml;ren Engagements gegen&uuml;ber denjenigen Menschen, die ihre Hilfe und Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigten, stellt eine Beleidigung f&uuml;r viele DDR-B&uuml;rger dar, deren solidarische Grundhaltung in der internationalen Wissenschaft l&auml;ngst best&auml;tigt[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] worden ist und im Widerspruch zur offiziellen Haltung der alten Bundesrepublik stand, die die alten Kolonialm&auml;chte in Afrika wie Portugal und das Rassistenregime in S&uuml;dafrika unterst&uuml;tzte.<\/p><p>Die DDR-B&uuml;rger brachten &ndash; mehr oder minder intensiv gelebt &ndash; f&uuml;r ihre Solidarit&auml;t Opfer. Denn die &bdquo;Vertragsarbeit&ldquo; bereitete letztendlich dem Staatshaushalt der DDR mehr finanzielle Aufwendungen (pro Person j&auml;hrlich etwa 7.500 Mark) als finanzielle Gewinne. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind die Kosten f&uuml;r die &Uuml;bernahme von Heimreisen, f&uuml;r Ausstattung mit Kleidung und der Unterk&uuml;nfte, Nutzung kultureller und sportlicher Einrichtungen, Ausgleich geringerer Arbeitsproduktivit&auml;t (ca. 80 Prozent eines deutschen Arbeiters), Trennungsgelder, Teilhabe an den schon eng bemessenen sozialen Absicherungen f&uuml;r die Allgemeinheit in der &bdquo;Planwirtschaft&ldquo; wie medizinische und Urlaubsversorgung und einiges andere.<\/p><p>Wie der hier im Mittelpunkt stehende Sch&uuml;lerfilm aufzeigt, werden, statt sich mit der Realit&auml;t des Lebens in der DDR zu besch&auml;ftigen, einfach die negativen Erfahrungen im Umgang mit den Gastarbeitern in der alten Bundesrepublik auf die ostdeutschen Verh&auml;ltnisse projiziert.<\/p><p>Es trifft auch in diesem Fall zu, was der Theaterwissenschaftler Siegfried Wein wie folgt zutreffend formuliert: &bdquo;Irgendwann sprach Marx davon, dass die Geschichte viele Beispiele kenne, wo versucht werde, einen toten Hund zu erschlagen. So ergeht es auch dem einstmals existierenden anderen deutschen Staat. Mit Vehemenz, und geradezu t&ouml;richter Aggressivit&auml;t, m&ouml;glicherweise geboren aus Hilflosigkeit, wird versucht, alles umzuschreiben, was diese deutsche Geschichte betrifft. Es darf nicht geben, was es einst gegeben hat. Nicht nur Geb&auml;ude, Einrichtungen verschwinden. Verschwinden soll auch eine von Generation zu Generation weitergegebene Erinnerung.&ldquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Es sollte Preisverleihern, Stiftern und Sch&uuml;lern bewusst sein, dass die Verbreitung solcher eigentlich leicht zu durchschauender und zu widerlegender Fake Facts, denen sie &ndash; zum Teil aus erkl&auml;rbaren Gr&uuml;nden &ndash; verfallen sind, die bereits weit fortgeschrittene Spaltung der Deutschen in Ost und West weiter vorantreibt. Das ist umso bedauerlicher, da mehrere Versuche des Verfassers dieser Zeilen, die betreffende Schulleitung auf die Verbreitung von Unwahrheiten &ndash; letztlich zu Lasten der Kinder &ndash;, als auch der Hinweis[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] an eine verantwortliche Mitarbeiterin der K&ouml;rber-Stiftung, was sie da gef&ouml;rdert haben, ohne Reaktion geblieben sind. Das kann auch als Beleg daf&uuml;r angesehen werden, dass sich zunehmend Medien weigern, sich dieser historischen Thematik aus einem objektiven Blickwinkel zuzuwenden.<\/p><p><small>Titelbild: Wasan Tita \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/koerber-stiftung.de\/projekte\/geschichtswettbewerb\/\">koerber-stiftung.de\/projekte\/geschichtswettbewerb\/<\/a> (letzter Zugriff: 14.11.2025).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Vgl. ausf&uuml;hrlicher van der Heyden, Ulrich: Antikolonial und Antirassismus &ndash; eine L&uuml;ge? Pers&ouml;nliche Bemerkungen zur aktuellen Literatur und &uuml;ber das verzerrte Bild von der Solidarit&auml;t der DDR. Dargelegt am Beispiel der Vertragsarbeiter, Berlin 2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Reich, Alexander: Mit offenen Armen, in: Berliner Zeitung, 18.07.2025.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Immerhin wurden mehr als 1.500 Kinder von Mosambikanern gezeugt. Die Kinder suchen noch heute nach ihren V&auml;tern, die weder bestraft, noch kastriert worden sind. Die Kinder suchen diese, weil sie zu Beginn der 1990er-Jahre in ihr Heimatland zur&uuml;ckgeschickt worden sind. Vgl. hierzu das Video unter der URL: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/hcgy2yZ-IPE?si=-zUkzzSkkLY8Dgxt\">youtu.be\/hcgy2yZ-IPE?si=-zUkzzSkkLY8Dgxt<\/a> (letzter Zugriff: 8.08.2025).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Zitiert in: Gastarbeiter als mobile Verf&uuml;gungsmasse &ndash; Zitate, in: Ossietzky. Zweiwochenschrift f&uuml;r Politik, Kultur, Wirtschaft, Nr. 15-16, D&auml;hre 2025: URL: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/ausgabe\/2025-15-16\/\">ossietzky.net\/ausgabe\/2025-15-16\/<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Vgl. van der Heyden, Ulrich: Das gescheiterte Experiment. Vertragsarbeiter aus Mosambik in der DDR-Wirtschaft, Leipzig 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Vgl. van der Heyden, Ulrich: Die Darstellung der sogenannten Vertragsarbeit in der DDR in einigen aktuellen deutschen Periodika &ndash; vornehmlich der mosambikanischen Vertragsarbeiter<em>, <\/em>in: Beitr&auml;ge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Nr. 2, Berlin 2024, S. 121 &ndash; 150.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Vgl. van der Heyden, Ulrich: Dokumentation zu den Ursachen des solidarischen Engagements der DDR f&uuml;r die mosambikanischen Vertragsarbeiter, Berlin 2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Vgl. Elsner, Eva-Maria\/Elsner, Lothar: Ausl&auml;nderpolitik und Ausl&auml;nderfeindschaft in der DDR (1949&ndash;1990), Leipzig 1994, S. 37.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Vgl. van der Heyden, Ulrich: Der Fall Diogo &ndash; Die Geschichte einer falschen Mordthese findet ihren juristischen Abschluss<em>, <\/em>in:<em> <\/em>Jahrbuch Wissenschaftsfreiheit, Bd. 2, Berlin 2025, S. 123-143.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Siehe diese und weitere durchweg positive Beurteilungen &uuml;ber ihre DDR-Zeit bei: van der Heyden, Ulrich: Das gescheiterte Experiment&hellip;, a.a.O., S. 395 pp. und passim sowie ders.\/Semmler, Wolfgang\/Stra&szlig;burg, Ralf (Hrsg.): Mosambikanische Vertragsarbeiter in der DDR-Wirtschaft. Hintergr&uuml;nde &ndash; Verlauf &ndash; Folgen, M&uuml;nster 2014, passim.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Vgl. van der Heyden, Ulrich: GDR International Development Policy Involvement. Doctrine and Strategies between Illusions and Reality 1960 &ndash; 1990. The Example (South) Africa, M&uuml;nster 2013.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Vgl. etwa B&ouml;sch, Frank\/Moine, Caroline\/Senger, Stefanie (Hrsg.): Internationale Solidarit&auml;t. Globales Engagement in der Bundesrepublik und der DDR, G&ouml;ttingen 2018; Burton, Eric: In Diensten des afrikanischen Sozialismus. Tansania und die globale Entwicklungsarbeit der beiden deutschen Staaten, 1961-1990, Boston\/Berlin 2021; Bohne, Andreas\/H&uuml;ttner, Bernd\/Schade, Anja (Hrsg.): Apartheid No! Facetten von Solidarit&auml;t in der DDR und der BRD, Berlin 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Wein, Siegfried: Die unsichtbaren Grenzen, in: Berliner Zeitung, 10.\/11.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Der auch medial vorgetragen wurde, etwa durch van der Heyden, Ulrich: Ein Preis f&uuml;r Fake News<em>, <\/em>in: Ossietzky. Zweiwochenschrift f&uuml;r Politik, Kultur, Wirtschaft, Nr. 3, Berlin 2026, S. 85 &ndash; 87.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein von der K&ouml;rber-Stiftung angeregter Geschichtswettbewerb ist ein Beleg daf&uuml;r, wie eine jahrzehntelange bewusste Verbreitung von Fake News &uuml;ber die in den L&auml;ndern des heutigen sogenannten Globalen S&uuml;dens gesch&auml;tzten Solidarit&auml;tsleistungen der DDR-Bev&ouml;lkerung sogar an die nachfolgende Generation weitergegeben wird. Dabei bedient man sich mehr oder minder bewusst kolonialer und rassistischer Stereotype. Von <strong>Ulrich van der<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154955\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":154956,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,165,11],"tags":[277,1532,2005,2603,753,2581,3502,826,252],"class_list":["post-154955","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-ddr","tag-entwicklungslaender","tag-fake-news","tag-gastarbeiter","tag-integration","tag-mosambik","tag-preisverleihung","tag-rassismus","tag-steinmeier-frank-walter"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/shutterstock_2734196041.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=154955"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154955\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":155017,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154955\/revisions\/155017"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/154956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=154955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=154955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=154955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}