{"id":15509,"date":"2012-12-19T09:26:22","date_gmt":"2012-12-19T08:26:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509"},"modified":"2012-12-19T09:26:22","modified_gmt":"2012-12-19T08:26:22","slug":"hinweise-des-tages-1785","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h01\">Fitschen trifft Steinbr&uuml;ck &ndash; Der Banker und sein B&auml;ndiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h02\">Lindner will Belastungsbremse gegen Steuererh&ouml;hungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h03\">Faul, Frech, Dreist &ndash; Die Rolle der Bild und die Diskriminierung von Erwerbslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h04\">EuroMemorandum 2013: The deepening crisis in the European Union: The need for a fundamental change<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h05\">Kriminelle Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h06\">Anzeichen f&uuml;r geldpolitischen Regimewechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h07\">Neue Wirtschaftswissenschaften?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h08\">Bausparen bei W&uuml;stenrot: &bdquo;Das ist Kundenverrat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h09\">&bdquo;Pflege-Bahr&ldquo;: Werbung f&uuml;r Pflegereform kostet 120 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h10\">Gutachten &ndash; Jeder Dritte f&uuml;rchtet Altersarmut &ndash; zu Unrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h11\">&Uuml;berarbeitete Postboten: &ldquo;Sie fallen um wie die Fliegen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h12\">Nur mit guten Leuten macht man gute Gesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h13\">Energie in B&uuml;rgerhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h14\">Fairer Handel: Licht und Schatten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h15\">Umk&auml;mpftes Copyright<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h16\">OECD-Studie: Deutschland ganz unten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h17\">Sendeschluss: &Ouml;ffentlich-rechtliche Sender vs. &ouml;ffentlich-rechtlicher Journalismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h18\">SWR-Literatur-Geschw&auml;tz &ndash; oder Die angeblich unpolitische Literaturkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509#h19\">Leserbrief zu Jens Berger: Angela Merkel ungeschminkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15509&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information <\/a>hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fitschen trifft Steinbr&uuml;ck &ndash; Der Banker und sein B&auml;ndiger<\/strong><br>\nEin Symposium in Essen hat Deutsche-Bank-Chef J&uuml;rgen Fitschen und Peer Steinbr&uuml;ck zusammengef&uuml;hrt. Eine Bankenschelte des SPD-Kanzlerkandidaten h&auml;tte sich angeboten. Doch es kam ganz anders. [&hellip;]<br>\nDoppelpass statt Attacke<br>\nJ&uuml;rgen Fitschen sitzt in der ersten Reihe, h&ouml;rt zu, kann beruhigt sein. Steinbr&uuml;ck ist zahm, angriffsunlustig. Er mimt dieses Mal nicht den Haudrauf. Seine Stimme galoppiert nicht, er bleibt sachlich. Keine Spur von Wahlkampfget&ouml;se.<br>\nDass die beiden auch anders k&ouml;nnen, haben sie erst vor zwei Monaten auf einer Tagung des Bankenverbandes bewiesen. Da echauffierte sich Fitschen &uuml;ber Steinbr&uuml;cks Vorsto&szlig;, ein Trennbanken-System einf&uuml;hren zu wollen. Auch bei den Themen Eigenkapitalanforderungen, Hochfrequenzhandel und Boni schenkten sie sich nichts.<br>\nIn Essen spielen sich die beiden stattdessen die B&auml;lle zu. &bdquo;Mich &auml;rgert es, dass Markt und Staat immer als etwas Antagonistisches gesehen wird. Ich m&ouml;chte Markt und Staat gerne als etwas Partnerschaftliches sehen&ldquo;, sagt Steinbr&uuml;ck. &bdquo;Richtig!&ldquo;, sagt Fitschen.<br>\nSo ger&auml;t der Deutsche-Bank-Chef an diesem Abend nicht weiter in Erkl&auml;rungsnot. Bei seiner eigenen Ansprache gibt er sich dem&uuml;tig ohne Klartext zu reden. Er bittet um Vertrauen und will selbst den Regulierern vertrauen, die dem Bankensektor Schranken setzen. Die schwarze Woche f&uuml;r sein Institut handelt er in einem Satz ab: &bdquo;Wir haben die Vergangenheit, die gerade die Schlagzeilen bestimmt, aufzuarbeiten.&ldquo; Allgemeiner l&auml;sst es sich nicht formulieren.<br>\nDie Podiumsdiskussion, die sich anschlie&szlig;t, bringt mehrere Bekenntnisse zu Europa. Man ist sich einig. Dissonanzen scheinen in der Philharmonie verp&ouml;nt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/fitschen-trifft-steinbrueck-der-banker-und-sein-baendiger-seite-all\/7535338-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist erstaunlich, dass das Handelsblatt dar&uuml;ber erstaunt ist, dass zwischen Steinbr&uuml;ck und Fitschen kein Blatt passt. Schon Fitschens Vorg&auml;nger Ackermann war stets voll des Lobes f&uuml;r seinen Freund Peer Steinbr&uuml;ck. Und dies nicht nur w&auml;hrend Steinbr&uuml;cks Zeit als bankenfreundlicher Finanzminister, sondern auch sp&auml;ter, als Steinbr&uuml;ck bereits die Sprechproben f&uuml;r seine neue Rolle als Bankenschreck-Darsteller einge&uuml;bt hat. Der Ururgro&szlig;neffe des Deutsche-Bank-Mitgr&uuml;nders Adelbert Delbr&uuml;ck ist nicht der Kandidat der B&uuml;rger, sondern der Kandidat der Banken und dies geht weit &uuml;ber seine umstrittenen Vortragshonorare hinaus.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Wirtschaft wendet sich von Steinbr&uuml;ck ab<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck will auch im Unternehmerlager Stimmen sammeln, doch die Wirtschaft geht auf Distanz. F&uuml;hrende Manager greifen den Sozialdemokraten an, Umfragen zufolge setzen die Firmenchefs klar auf Angela Merkel. [&hellip;]<br>\nBei den eigenen Leuten ist Peer Steinbr&uuml;ck neuerdings gut gelitten. Seine Vorschl&auml;ge zur Bankenregulierung, zu h&ouml;heren Steuers&auml;tzen f&uuml;r Spitzenverdiener sowie sein Bekenntnis zur Frauenquote haben viele in der SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten vers&ouml;hnt. Allerdings gibt es pl&ouml;tzlich ein anderes Problem: Die Wirtschaft geht zum einst als Pragmatiker gelobten Steinbr&uuml;ck mehr und mehr auf Distanz.<br>\nVon dessen Comeback als Sozialdemokrat ist unter Managern offenbar kaum einer begeistert. &ldquo;Steinbr&uuml;ck bedient Neidreflexe, indem er die Besteuerung von Verm&ouml;gen und Personenunternehmen ganz oben auf die Agenda setzt&rdquo;, sagt Lencke Wischhusen, neue Chefin des Verbandes der Jungen Unternehmer. Wischhusens Vorwurf an Steinbr&uuml;ck: &ldquo;Dabei vergisst er, dass diese wachstumsfeindliche Politik den Unternehmen die M&ouml;glichkeit nimmt zu reinvestieren, Eigenkapital aufzubauen und so langfristig Arbeitspl&auml;tze zu schaffen und auch in der n&auml;chsten Krise f&uuml;r Stabilit&auml;t zu sorgen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/steinbrueck-wirtschaft-wendet-sich-von-spd-kanzlerkandidat-ab-a-873540.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was f&uuml;r eine &Uuml;berraschung, den Kapitalisten ist eine &ldquo;marktkonforme&rdquo; Demokratie &agrave; la Merkel lieber als Steinbr&uuml;cks geheuchelte soziale Ader. Warum sollte man auch die Kopie dem Original vorziehen? Wobei es an Steinbr&uuml;cks stramm neoliberaler Gesinnung doch eigentlich keinen Zweifel geben d&uuml;rfte.<br>\nAllerdings erscheint es etwas fr&uuml;h, dass die Mainstreampresse schon beginnt Steinbr&uuml;ck zu demontieren. Einmal sehen wie sich diese erbarmungsw&uuml;rdige Farce mit Steinbr&uuml;ck weiter entwickelt? Mit ihm hat die SPD einen Kandidaten, der zwischen allen St&uuml;hlen sitzt. Das eintreten f&uuml;r soziale Gerechtigkeit kauft ihm niemand ab, und die herrschenden Eliten brauchen die Sozialdemokratie h&ouml;chstens als willige Handlanger wenn es darum geht den Sozialstaat radikal zu zerst&ouml;ren, da eine konservativ-neoliberale Regierung es nie h&auml;tte wagen k&ouml;nnen die Agenda 2010 durchzusetzen.<br>\nEigentlich hat die SPD so oder so keine Chance. Selbst eine radikal auf den Aspekt sozialer Gerechtigkeit ausgerichtete Kampagne unter Einbeziehung der Linken w&uuml;rde dann wieder einen gro&szlig;en Teil der besserverdienenden Klientel der Gr&uuml;nen verschrecken.<br>\nHerzig ist allerdings der Kommentar von Lencke Wischhusen, der neue Chefin des Verbandes der Jungen Unternehmer, der zeigt, dass die Jungen Unternehmer von Volkswirtschaft keine Ahnung haben. Wischhusen m&uuml;sste uns dann einmal erkl&auml;ren wann Unternehmen anfangen zu investieren? Dies h&auml;ngt offenbar mehr davon ab ob es eine sozialdemokratische Regierung gibt oder nicht und ob diese gedenkt eine Verm&ouml;genssteuer zu erheben oder nicht, als davon ob ein Unternehmen gute Absatzm&ouml;glichkeiten f&uuml;r seine Produkte sieht. Was wiederum m&ouml;glicherweise davon abh&auml;ngt ob die Masse der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber gen&uuml;gend Ressourcen verf&uuml;gt die angebotenen G&uuml;ter auch zu kaufen &ndash; n&rsquo;est-ce pas Frau Wischhusen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lindner will Belastungsbremse gegen Steuererh&ouml;hungen<\/strong><br>\nChristian Lindner hat im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z. eine Grundgesetz&auml;nderung gefordert. Der Vorsitzende der FDP in Nordrhein-Westfalen verlangt &bdquo;neben der Schuldenbremse eigentlich noch eine Belastungsbremse als Leitplanke im Grundgesetz&ldquo;.<br>\nDer Vorsitzende der nordrhein-westf&auml;lischen FDP, Christian Lindner, bringt mit Blick auf die Pl&auml;ne von SPD und Gr&uuml;nen, nach einem Sieg bei der Bundestagswahl Steuern zu erh&ouml;hen, eine Grundgesetz&auml;nderung ins Gespr&auml;ch. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe) sagte Lindner: &bdquo;Die rot-gr&uuml;nen Pl&auml;ne laufen darauf hinaus, dass der Fiskus in der Spitze mehr als die H&auml;lfte des Einkommens beansprucht. Das widerspricht meiner Vorstellung von Leistungsgerechtigkeit. Deshalb brauchen wir neben der Schuldenbremse eigentlich noch eine Belastungsbremse als Leitplanke im Grundgesetz.&ldquo; Seiner eigenen Partei empfahl Lindner weniger steuerpolitische Orthodoxie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/fdp-lindner-will-belastungsbremse-gegen-steuererhoehungen-11995547.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die FDP wird immer mehr zur Parodie ihrer selbst. Wollen die ehemals stolzen Liberalen wirklich mit derlei Klamauk die 5%-H&uuml;rde angehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Faul, Frech, Dreist &ndash; Die Rolle der Bild und die Diskriminierung von Erwerbslosen<\/strong><br>\n&Uuml;ber keine deutsche Zeitung wird soviel diskutiert, keine Zeitung ist so sehr verschrieen, keine Zeitung wird aber auch soviel gelesen wie sie: die Bild. Die Zeitung, die die deutsche Linke wohl am meisten hasst. Vor wenigen Monaten ist ein Buch von Christian Baron und Britta Steinwachs &uuml;ber die Bildzeitung und ihre Arbeitsweise erschienen, es tr&auml;gt den Titel &ldquo;Faul, Frech, Dreist &ndash; Die Diskriminierung von Erwerbslosigkeit durch BILD-Leser*innen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Ich habe meinen Frieden mit Bild gemacht&rdquo;, erkl&auml;rt Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der vor wenigen Wochen in der Geburtstausgabe der Bild, eine wenig &uuml;berraschende Aussage, pr&auml;gte doch Schr&ouml;der den Satz &ldquo;Bild, BamS und Glotze&rdquo;. Bild k&ouml;nne &ldquo;nur Trends verst&auml;rken, aber keine eigenen setzen. Es muss immer eine Stimmung da sein, an die Bild ankn&uuml;pfen kann&rdquo;, so der ehemalige Bundeskanzler.<br>\nBritta Steinwachs und Christian Baron w&uuml;rden Schr&ouml;der zumindest in diesem Punkt zustimmen. Die beiden haben im Rahmen der Reihe Kritische Wissenschaften in der Edition Assemblage ein Buch mit dem Titel &ldquo;Faul, frech, dreist&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Der Subtitel  &ldquo;Diskriminierung von Erwerbslosen durch Bild-Leserinnen und -leser&rdquo; zeigt schon, in welche Richtung das Buch geht. Die Untersuchung wird am Beispiel von &ldquo;Deutschlands frechsten Arbeitslosen&rdquo;, Arno D&uuml;bel, aufgenommen und die systematische Stimmungsmache gegen ihn in Print- und Onlinemedium gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/faulfrech-dreist-die-rolle-der-bild-und-die-diskriminierung-von-erwerbslosen\">Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EuroMemorandum 2013: The deepening crisis in the European Union: The need for a fundamental change<\/strong><br>\nThe European Union is facing an increasingly severe crisis. The EuroMemorandum 2013 critically analyses recent economic developments in Europe and emphasises the need for an alternative economic policy. Neo-liberal policies adopted by European and national authorities in response to the crisis have exacerbated unemployment and social hardship across much of Europe. The EuroMemorandum is intended as a contribution to developing initiatives by intellectual and social movements to promote greater coordination among movements at a European level and a different Europe that is based on the principles of democratic participation, social justice and environmental sustainability.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euromemo.eu\/euromemorandum\/euromemorandum_2013\/index.html\">The EuroMemorandum 2013<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine deutsche &Uuml;bersetzung der Kurzfassung wird im Januar erscheinen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kriminelle Schweiz<\/strong><br>\nDie Banken und alle Schweizer Regierungen in den Jahrzehnten seit dem Zweiten Weltkrieg waren &ndash; und sind es teils immer noch &ndash; aktive Mitt&auml;ter und Beihelfer zu Kapital-und Steuerflucht aus Deutschland und vielen anderen L&auml;ndern. Das ist nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten der 193 UNO-Staaten ein strafbewehrtes Verbrechen. In der Debatte innerhalb der Schweiz wird dieses Verbrechen aber immer noch als Kavaliersdelikt verharmlost. Zur Rechtfertigung und Verharmlosung dieses Delikts wird gern auf die &ldquo;zu hohe Steuerbelastung&rdquo; in anderen L&auml;nder verwiesen oder darauf, dass schlie&szlig;lich auch schon einmal ein deutscher Bundeskanzler mithilfe des heutigen Finanzministers illegale Parteispenden bei Schweizer Banken versteckt habe. Gegen diese vor allem in der Deutschschweiz nach wie vor ausgepr&auml;gte Wagenburg- und Rosinenpickermentalit&auml;t hilft nur verst&auml;rkter Druck, wie die letzten 20 Jahre zeigen. Nur auf erheblichen Druck aus Washington gaben die Schweizer Banken und die Regierung Anfang der 90er Jahre endlich die skandal&ouml;se Ausraubung angeblich &ldquo;nachrichtenloser&rdquo; Konten j&uuml;discher B&uuml;rgerInnen aus der NS-Zeit zu und erkl&auml;rten sich zu einer &ldquo;Wiedergutmachungszahlung&rdquo; in H&ouml;he von 1,2 Milliarden Franken bereit. Ebenfalls nur unter massivem Druck US-amerikanischer Steuerbeh&ouml;rden beendeten UBS, Credit Suisse und andere Schweizer Banken in den letzten zwei Jahren ihre aktive Mitt&auml;terschaft bei der Steuerflucht von US-B&uuml;rgerInnen. Dabei r&auml;umte die Schweiz in immer schnelleren Wendungen eine Position nach der anderen, die kurz zuvor noch als &ldquo;rote Linie&rdquo; oder &ldquo;unaufgebbar&rdquo; galt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F12%2F15%2Fa0169&amp;cHash=a6f3380fa66ff7c87aec8cc18ed042c5\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn da Andreas Zumach bez&uuml;glich des Drucks aus Deutschland nicht allzu optimistisch ist. Noch vertreten der Bund und nicht die L&auml;nder Deutschland gegen&uuml;ber der Schweiz oder in Br&uuml;ssel. Und Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, an dem Steuerabkommen nicht vorbei entschieden werden kann, hat mit zwei klassischen Rationalit&auml;ten zu k&auml;mpfen. Als Politiker, der Deutschland vor Schaden zu bewahren hat, m&uuml;sste erkennen, dass er die Lage falsch eingesch&auml;tzt hat, und zu Plan B kommen, der in Br&uuml;ssel bereits vorliegt. Als Politiker, der Wahlen gewinnen m&ouml;chte, hat er wie die meisten Politiker die Unfehlbarkeitsdoktrin gefressen, die da hei&szlig;t: Gegen&uuml;ber dem Wahlvolk ist es des Teufels, Fehler einzugestehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Anzeichen f&uuml;r geldpolitischen Regimewechsel<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat die Bank von England wie andere Notenbanken zu einer Reorientierung gezwungen. Gouverneur Mervyn King wechselte in eine Politik der Expansion der Bilanz der Notenbank und liess einen Ausbruch der Inflation aus dem Zielbereich nach oben zu. Es wird deshalb von einem flexiblen &laquo;Inflationsziel&raquo; gesprochen. Nun deutet sich der n&auml;chste Umbau an. So zumindest wird in Finanzmarktkreisen eine Rede von Kings designiertem Nachfolger, dem Notenbankchef von Kanada, Mark Carney, interpretiert. In einem geldpolitischen Regimewechsel sollten Notenbanken ihre Orientierung an Preisen aufgeben und als neue Zielgr&ouml;sse das nominale Bruttoinlandprodukt (BIP) verwenden. Eine solche Ausrichtung auf Wachstum und Inflation erlaube eine aggressivere Geldpolitik in einer wirtschaftlichen Schr&auml;glage. Zwar will Carney seine &Auml;usserungen nicht als Hinweis auf die zuk&uuml;nftige Geldpolitik der Bank von England verstanden haben. Aber sie haben die durch Finanzkrise und Nullzinsen entstandene Debatte &uuml;ber Reformen der an Grenzen gestossenen Geldpolitik &ouml;ffentlich gemacht. Manche Kommentatoren halten allerdings diese Reorientierung zumindest f&uuml;r die Bank von England nicht f&uuml;r fundamental. F&uuml;r Brian Reading von Lombard Street Research (LSR) ist das flexibel interpretierte &laquo;Inflationsziel&raquo; bereits eine Politik des nominalen BIP. Gavyn Davies von Fulcrum Asset Management erkennt nur Interpretationsunterschiede. Aber Kommentatoren wie Jim Leaviss von M&amp;G Investments erinnern an den eingeschr&auml;nkten Spielraum beim Schuldenabbau: Kr&auml;ftiges reales Wachstum zeichne sich nicht ab, Austerit&auml;t sei kontraproduktiv. Ausser Default bleibe nur h&ouml;here Inflation. Auch die von der US-Notenbank nun in leicht revidierter Form &uuml;bernommene &laquo;Evans-Regel&raquo; deutet auf eine gr&ouml;ssere Duldung von Inflation, zumindest bis das Ziel einer auf 6,5% reduzierten Arbeitslosigkeit erreicht ist. Der Wechsel zu asymmetrischen Zielen &ndash; Wachstum bzw. Besch&auml;ftigung sind wichtiger als Inflation &ndash; stellt die Frage nach den Konsequenzen. Jene Kommentatoren, die vor extrem lockerer Notenbankpolitik warnen, f&uuml;rchten ein Platzen der Blase am Kapitalmarkt, da die Realverzinsung immer schlechter wird. Andere hoffen dagegen, dass sich die Schuldenkrise durch nominales Wachstum &uuml;berwinden lasse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/anzeichen-fuer-geldpolitischen-regimewechsel-1.17894877\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kann sich jemand vorstellen, dass in Deutschland auch nur im Ansatz &uuml;ber die Evans-Regel diskutiert w&uuml;rde? Charles Evans, Pr&auml;sident der Chicagoer Fed, hatte sich daf&uuml;r ausgesprochen, die  Leitzinsen mindestens so lange niedrig zu halten, wie die Arbeitslosenquote &uuml;ber 7 Prozent verharrt und die Inflationserwartung f&uuml;r die n&auml;chsten ein bis zwei Jahre bei h&ouml;chstens 3 Prozent liegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Wirtschaftswissenschaften?<\/strong><br>\nSeit vier Jahren besch&auml;ftigt sie uns schon: Die Finanzkrise, die zur Krise der Wirtschaft, dann zur Staatsschuldenkrise und inzwischen zur Krise der Demokratie aufgestiegen ist. Fast alle erdenklichen &ldquo;Schuldigen&rdquo;  wurden von den Medien in die Mangel genommen: Gierige Manager, korrupte Bankberater, faule Beamte, populistische Politiker. Nur eine Gruppe Beteiligter ist bisher vergleichsweise gut davon gekommen: Die Wirtschaftswissenschaftler. Dabei sind sie es, die vermeintliche &ldquo;Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten&rdquo; der M&auml;rkte benennen, die eine bestimmte Sicht auf das Funktionieren des Wirtschaftssystems manifestieren.<br>\nAuch wenn viele Menschen fordern, auch in den Elfenbeint&uuml;rmen der Wissenschaft m&uuml;sse sich etwas &auml;ndern &ndash; viel passiert ist bislang nicht, wie Johannes Zuber herausgefunden hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugier-genuegt\/s\/d\/18.12.2012-10.05\/b\/neue-wirtschaftswissenschaften.html\">WDR5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bausparen bei W&uuml;stenrot: &bdquo;Das ist Kundenverrat&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bausparkasse W&uuml;stenrot lockte massenhaft Sparer gezielt in schlechter verzinste Vertr&auml;ge. Unter dem Codenamen &bdquo;Kampf um Gold&ldquo; konnten Vertreter auf Kosten der Kunden Millionen verdienen. W&uuml;stenrot verteidigt sich.<br>\nDer Bausparanbieter W&uuml;stenrot hat nach einem Bericht des Handelsblattes in den vergangenen f&uuml;nf Jahren massenhaft hochverzinste Bausparvertr&auml;ge vorzeitig aufgel&ouml;st. Wie der Konzern dem Handelsblatt auf Anfrage best&auml;tigte, wurden insgesamt 728.000 Vertr&auml;ge aufgel&ouml;st, bei denen den Kunden Zinsen von 3,5 Prozent und mehr zustanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/bausparen-bei-wuestenrot-das-ist-kundenverrat\/7534590.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Pflege-Bahr&ldquo;: Werbung f&uuml;r Pflegereform kostet 120 Millionen Euro<\/strong><br>\nMit einem Werbeetat von 120 Millionen Euro will die Bundesregierung auf die Pflegereform aufmerksam machen. Die Opposition kritisiert die hohen Kosten: Es werde eine Reform betrommelt, die kaum Ver&auml;nderungen bringe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/pflege-bahr-werbung-fuer-pflegereform-kostet-120-millionen-euro\/7526330.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gutachten &ndash; Jeder Dritte f&uuml;rchtet Altersarmut &ndash; zu Unrecht<\/strong><br>\nArmut im Alter ist in Deutschland derzeit nach Experteneinsch&auml;tzung kein generelles gesellschaftliches Problem. Das steht im Gegensatz zur Einsch&auml;tzung der Bev&ouml;lkerung: 38 Prozent haben Angst davor. Von Dorothea Siems<br>\nDie Warnungen vor einer steigenden Altersarmut sind &uuml;bertrieben. Dies ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin vorgelegt hat.<br>\n&ldquo;Selbst bei einer ung&uuml;nstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt wird der Anteil der Empf&auml;nger von Grundsicherung im Alter bis 2030 h&ouml;chstens von jetzt 2,6 auf f&uuml;nf Prozent steigen&rdquo;, sagte Studienleiter Axel B&ouml;rsch-Supan. Eine Umfrage zeige aber, dass 38 Prozent der Haushalte f&uuml;rchten, im Alter in die Armut abzurutschen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Unzureichende Erwerbsbiografien&rdquo;<br>\nDer Vorsitzende des Beirats, Achim Wambach, sagte, die Absenkung des Rentenniveaus sei nicht der Hauptgrund f&uuml;r Altersarmut. Die Ursache geringer Rentenanspr&uuml;che liege in &ldquo;unzureichenden Erwerbsbiografien&rdquo;. Konkret f&uuml;hren lange Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunterbrechungen zu Rentenl&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article112099525\/Jeder-Dritte-fuerchtet-Altersarmut-zu-Unrecht.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dorothea Siems &uuml;bertrifft sich selbst. Realistischer ist wohl, da&szlig; jeder Dritte v&ouml;llig zu Recht Angst hat, weil er im Alter arm sein <strong>wird<\/strong>. Nat&uuml;rlich sind die Senkung des Rentenniveaus (um ca. 1\/3 gegen&uuml;ber dem Stand von 1996) sowie die Senkung des Lohnniveaus die Hauptproblem. Jemand mit z. B. 8 Euro brutto pro Stunde kann in 50 Arbeitsjahren keinen Rentenanspruch erwerben, der &uuml;ber der Grundsicherung liegt.<br>\n&Uuml;brigens: wenn laut B&ouml;rsch-Supan die Altersarmut nur minimal steigt, wozu dann die &uuml;berteuerten privaten Rentenprodukte?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmkerung JB:<\/strong> Zu Frau Siems, die ich vor wenigen Wochen in Berlin auf einer <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FtYqQKNz9lI&amp;w=640&amp;h=360\">Podiumsdiskussion<\/a> traf, hat sich auch Thomas Hild von &bdquo;Wirtschaft und Gesellschaft&ldquo; schon mehrfach (u.a. <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7243\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7478\">hier<\/a>) seine Gedanken gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;berarbeitete Postboten: &ldquo;Sie fallen um wie die Fliegen&rdquo;<\/strong><br>\nLange Touren, massenhaft &Uuml;berstunden, keine Pause &ndash; Zusteller der Deutschen Post beklagen harte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Weihnachtszeit steigt das Pensum der Postboten. Die Stimmung ist mies, viele halten den Job nicht mehr aus. Immer h&auml;ufiger bekommen Kunden ihre Briefe zu sp&auml;t. [&hellip;]<br>\nDass der Konzern seiner Mitarbeiterin viel abverlangt, wird dennoch schnell klar, wenn man Kiesel in die Gr&uuml;nderzeitbauten hinein begleitet. Im Laufen sortiert die 46-J&auml;hrige auf dem Weg vom Fahrrad zum Fahrstuhl drei verschiedene Werbesendungen zwischen die Briefe. Gut, dass sie inzwischen genau wei&szlig;, wer Reklame akzeptiert und wer nicht. Sonst k&ouml;nnte sie die Zeitvorgaben f&uuml;r ihre Tour kaum schaffen. Im Laufschritt eilt sie die Treppen hinab und sagt, dass sie ihre Arbeit mag, auch wenn sich ihr t&auml;gliches Pensum stetig erh&ouml;ht habe: Ihr Bezirk umfasst mittlerweile viermal so viele Stra&szlig;en wie fr&uuml;her, Pausen macht sie nicht mehr.<br>\nWas den Arbeitsdruck angeht, ist Kiesel kein Einzelfall bei der Post. Was die gute Stimmung angeht, offenbar schon: Wer mit Brieftr&auml;gern spricht, die nicht von der Pressestelle vorgeschlagen wurden, bekommt tief sitzenden Frust zu h&ouml;ren, manche sind regelrecht verzweifelt. [&hellip;]<br>\nAnonyme Klagen im Internet<br>\nFakt ist: Viele Bezirke sind so gro&szlig;, dass die Zusteller sie nicht mehr innerhalb der H&ouml;chstarbeitszeit von zehn Stunden und 45 Minuten schaffen. Dann m&uuml;ssen sie laut Betriebsvereinbarung mit Ver.di die Tour abbrechen &ndash; und den nicht bew&auml;ltigten Abschnitt am n&auml;chsten Tag zus&auml;tzlich bedienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/zusteller-der-deutschen-post-klagen-ueber-die-arbeitsbedingungen-a-872264.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Soviel zu den Gl&uuml;cklichen (?), die einen Job haben und nicht arbeitslos sind. Das ist ja heute der einzige Ma&szlig;stab und &ldquo;gute Arbeit&rdquo; eine verblassende Erinnerung (oder eine phantastische Vision, je nachdem).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nur mit guten Leuten macht man gute Gesch&auml;fte<\/strong><br>\nWenn Mitarbeiter gut bezahlt werden, profitieren die Unternehmen von einer besseren Leistung. Doch trotzdem sei ein fl&auml;chendeckender Mindestlohn kein Allheilmittel f&uuml;r einen stabilen Arbeitsmarkt, sagt Frank-J&uuml;rgen Weise, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Denn: &ldquo;Lieber Arbeit und die aufgestockt, als keine Arbeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-handwerks-zeitung.de\/nur-mit-guten-leuten-macht-man-gute-geschaefte\/150\/3099\/196461\/\">Deutsche Handwerkszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Ein entlarvendes Interview mit dem Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. dapd-Korrespondentin Brigitte Caspary gibt Weise in nahezu jeder Frage die Steilvorlage, die positive Wirkung steigender L&ouml;hne herauszuheben. Weise, ganz Unternehmer, umschifft diese Klippen geschickt und verweist lieber auf die Mitwirkungspflicht der Arbeitnehmer: &ldquo;Es ist gut, etwas f&uuml;r sich zu tun, um in Arbeit zu bleiben. Also eine Fortbildung mit eigener Zeitinvestition.&rdquo;<br>\nKaum zu fassen: In Zeiten, in denen Monats-Bruttol&ouml;hne von 1800 Euro schon bald als feudal gelten, soll die Verantwortung der Weiterqualifizierung auch noch auf die Besch&auml;ftigten abgew&auml;lzt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Energie in B&uuml;rgerhand<\/strong><br>\nDas EEG folgt einer bestimmten Philosophie, die &uuml;ber mehrere Jahrzehnte von Denkern und Praktikern in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt wurde. Es will die k&uuml;nstliche Trennung von Energieproduzenten und Energiekonsumenten &uuml;berwinden. Stattdessen setzt es auf &bdquo;Prosumenten-Netzwerke&ldquo;: Mal ist man Energieverbraucher, mal Energieerzeuger, mal zieht man Strom aus dem Netz, mal speist man ihn ein. Nicht einige gro&szlig;e Konzerne sollen in einigen gro&szlig;en Kraftwerken fernab der Siedlungszentren den Strom erzeugen, sondern er soll von Millionen Solard&auml;chern, Windr&auml;dern, Biogasanlagen, Wasser- und Erdw&auml;rmekraftwerken kommen und m&ouml;glichst erzeugungsnah und effizient verbraucht werden.<br>\nDie erneuerbaren Energien sind also ihrem Wesen nach Mitmachenergien, B&uuml;rgerenergien, ja man k&ouml;nnte sogar sagen demokratische Energien. Man zielt auf &bdquo;Energieautonomie&ldquo; (nicht -autarkie) und will die Eigentumsformen breit streuen, wobei Stadtwerke, Energiegenossenschaften, Haushalte oder Betreibergemeinschaften besonders willkommen sind. &bdquo;Energie in B&uuml;rgerhand&ldquo; ist das Leitbild, das EEG das passende Instrument dazu. Profitieren sollen m&ouml;glichst viele: vom Handwerker bis zur Solarfabrik, vom Bauherrn bis zum Bauern, vom Ingenieurb&uuml;ro bis zur Hochschule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/dezember\/energie-in-buergerhand\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fairer Handel: Licht und Schatten<\/strong><br>\nSchokolade ist in der Vorweihnachtszeit in Verruf geraten: Experten beklagen die Armut von Kakaobauern und ausbeuterische Kinderarbeit auf den Plantagen. Sind die Verbraucher mit S&uuml;&szlig;igkeiten aus fairem Handel auf der sicheren Seite? Eine Studie des Evaluierungsinstitutes CEval gibt nicht v&ouml;llig Entwarnung. Aber die Wissenschaftlerinnen stellen fest: Insgesamt tr&auml;gt Fairtrade dazu bei, die Armut in l&auml;ndlichen Regionen zu verringern &ndash; und zwar nicht nur bei den Produzenten, sondern auch in ihrem weiteren Umfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt-sichten.org\/brennpunkte\/4557\/fairer-handel-licht-und-schatten\">welt-sichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Magazin &ldquo;welt-sichten&rdquo;, das aus den Zeitschriften &ldquo;eins Entwicklungspolitik&rdquo; und &ldquo;der &uuml;berblick&rdquo; hervorgegangen ist, bietet einen Schwerpunkt mit weiteren Artikeln zu &ldquo;Fairtrade&rdquo;. Auch wenn jetzt  Aldi vor kurzem mit fairem Kaffee ein Fair gehandeltes Produkt in sein Sortiment aufgenommen hat, mit zwei Prozent ist der Anteil dieser Produkte am deutschen Lebensmittelmarkt mehr als bescheiden. Neben Geschmacksfragen spielt allerdings der h&ouml;here Preis f&uuml;r fair gehandelte Produkte eine Rolle. &ndash; Fairtrade ist letztlich der verzweifelte Versuch dem &lsquo;Missing Link&rsquo; in den Handelsabkommen mit den Entwicklungsl&auml;nder etwas entgegen zusetzen. Dabei sind es meist die Entwicklungsl&auml;nder selbst, z. B. im EU-Handelsabkommen mit Indien, welche soziale oder Umweltstandards verhindern. Bleibt die Frage, ob nationale oder europ&auml;ische gesetzliche Auflagen, die sich an die Handelsunternehmen direkt wenden, diese zwingen k&ouml;nnten, ihre Lieferketten hinsichtlich bestimmter Standards <a href=\"http:\/\/www.welt-sichten.org\/artikel\/6297\/zwang-zur-fairness-bei-supermarktriesen\">zu kontrollieren<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Umk&auml;mpftes Copyright<\/strong><br>\nDas geplante internationale Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) hat im vergangenen Jahr weltweit heftigen Widerstand provoziert &ndash; sowohl im Netz als auch auf der Stra&szlig;e. Die teilnehmenden Staaten planten damit, global g&uuml;ltige Standards zum Schutz geistigen Eigentums und scharfe Sanktionen im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen zu etablieren. Die Kritiker bef&uuml;rchteten, dass das Abkommen massive Eingriffe in die Privatsph&auml;re und Einschnitte in die Grundrechte der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nach sich ziehen w&uuml;rde. Auch wenn das Europ&auml;ische Parlament das Abkommen schlie&szlig;lich dank der Proteste mit gro&szlig;er Mehrheit ablehnte &ndash; der Konflikt um das Urheberrecht in der digitalen Welt ist damit nicht vom Tisch. Im Gegenteil: Anfang Oktober wurde bekannt, dass daas geplante Europ&auml;isch-Kanadische Handelsabkommen CETA &auml;hnliche Strafen f&uuml;r Copyright-Verletzungen vorsieht wie zuvor ACTA.[1] Der Streit um das Urheberrecht geht damit in eine neue Runde. Derzeit ist keine L&ouml;sung in Sicht, die den unterschiedlichen Interessensgruppen &ndash; Nutzern, Verwertern und Urhebern &ndash; gerecht werden k&ouml;nnte. Im Zentrum des Konflikts steht dabei der Begriff des geistigen Eigentums und das Recht des Urhebers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/dezember\/umkaempftes-copyright\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>OECD-Studie: Deutschland ganz unten<\/strong><br>\nBeim Kinderkriegen, bei der Gleichberechtigung, bei der Rentengerechtigkeit: Im Vergleich mit anderen OECD-L&auml;ndern landet Deutschland regelm&auml;&szlig;ig am unteren Ende der Statistik. Wirtschaftlich scheint Deutschland ein Mustersch&uuml;ler zu sein, in Sachen Sozialkompetenz jedoch ein Komplettversager. (&hellip;) Unter 34 OECD-L&auml;ndern liegt Deutschland auf dem drittschlechtesten Rang, was das Lohngef&auml;lle zwischen M&auml;nnern und Frauen betrifft, so eine neue Studie der Organisation. Bei den Einkommen betr&auml;gt die Gehaltsl&uuml;cke durchschnittlich 22 Prozent &ndash; das ist eine bittere Erkenntnis. Richtig finster sieht es dann beim Rentengef&auml;lle zwischen Mann und Frau aus. Hier liegt Deutschland in der Statistik auf dem allerletzten Platz. Es ist kein Zufall, dass in diversen Studien zur &ouml;konomischen und sozialen Lage der Geschlechter fast identische Gr&uuml;nde f&uuml;r Deutschlands Dasein am unteren Ende der Skala angegeben werden. Die OECD benennt ausdr&uuml;cklich den Mangel an qualifizierter, liebevoller und bezahlbarer Kinderbetreuung (der die Frauen in schlechter bezahlte Teilzeitjobs treibt) sowie die fehlende Gleichstellung der Geschlechter &ndash; exakt so argumentiert auch das Bundesinstitut f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsforschung in seiner soeben ver&ouml;ffentlichten Untersuchung zur konstant niedrigen Geburtenrate. Es sind simple Fakten und drastische Folgen aus ihnen, die zu diesen selben Schl&uuml;ssen f&uuml;hren. So leben zehn Prozent der Frauen hierzulande mittlerweile in Altersarmut. Die niedrigen Renten und die niedrigen Geh&auml;lter sind laut der OECD-Studie ganz klar eine Folge der stetig hohen Teilzeitquote. Denn 62 Prozent der Frauen arbeiten der Kinder wegen nicht mit voller Kraft; angesichts fehlender Kita-Pl&auml;tze k&ouml;nnen sie sich das nicht erlauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/oecd-studie-deutschland-ganz-unten-1.1553035\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Hierzulande sollten jene Teile der Bev&ouml;lkerung, denen an einer gedeihlichen Entwicklung unserer Gesellschaft gelegen ist, dar&uuml;ber nachdenken, ob die gerade in Deutschland um sich greifende &Ouml;konomisierung nahezu aller Lebensbereiche nicht die eigentliche Ursache f&uuml;r die im internationalen Vergleich erschreckend schwache &ldquo;Sozialkompetenz&rdquo; ist. Ist nicht gerade die von den deutschen &ldquo;Eliten&rdquo; und den diesen nahestehenden Medien in die Hirne der Menschen hineingepflanzte Ideologie vom &ldquo;wirtschaftlichen Wettkampf der Nationen&rdquo;, dem auf nationaler Ebene eine durch diverse Gesetze (Hartz IV etc.) praktizierte &ouml;konomische und soziale Ausgrenzung jener Menschen entspricht, die als angeblich &ldquo;nicht ausreichend leistungsf&auml;hig&rdquo; an den Rand der Gesellschaft gedr&auml;ngt werden, die eigentliche Ursache dieser besch&auml;menden Entwicklung? Sind nicht gerade die dem &ldquo;erfolgreichen&rdquo; deutschen Exportmodell zugrundeliegenden Faktoren &ndash; Lohndumping, Prekarisierung der Arbeit, Einschnitte in die soziale Sicherheit (Hartz IV, &ldquo;Rente mit 67&rdquo;, drohende Altersarmut etc.) &ndash; ma&szlig;geblich daf&uuml;r verantwortlich, da&szlig; beispielsweise der Kinderwunsch f&uuml;r zu viele junge Menschen zu einem unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risiko geworden ist? Sollte dieses &ldquo;erfolgreiche&rdquo; deutsche Wirtschaftsmodell nun den &uuml;brigen Staaten &uuml;bergest&uuml;lpt werden, dann droht auch in diesen Staaten ein Abbr&ouml;ckeln der &ldquo;Sozialkompetenz&rdquo;. Mit etwas Sarkasmus k&ouml;nnte man sagen, da&szlig; Deutschland hinsichtlich der &ldquo;Sozialkompetenz&rdquo; dann wieder n&auml;her an die &uuml;brigen Staaten heranr&uuml;cken w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sendeschluss: &Ouml;ffentlich-rechtliche Sender vs. &ouml;ffentlich-rechtlicher Journalismus?<\/strong><br>\nDie Financial Times Deutschland ist tot, die Frankfurter Rundschau ist pleite, der Berliner Verlag streicht Stellen, der Spiegel baut ab. Die Hierarchen rufen sich zu: Wir h&auml;tten unseren Journalismus nur zahlbar machen m&uuml;ssen, dann w&uuml;rde es wieder laufen. Als sei ihr Journalismus nicht stets zahlbar geblieben! FAZ, SZ und die meisten anderen Medien stellen nur geringe Ausz&uuml;ge ihrer Printprodukte kostenlos ins Netz. Falls die Hierarchen glauben sollten, was sie sagen, ist die Diagnose nur noch betr&uuml;blicher. Sie l&uuml;gen sich was in die Tasche. Bisher haben sie noch kein Gesch&auml;ftsmodell f&uuml;r die digitale &Auml;ra gefunden. &ndash;  In dem Moment, in dem s&auml;mtliche private Medien egal welchen Genres &ndash; Internet, Print, Fernsehen &ndash; bange Fragen nach ihrem Gesch&auml;ftsmodell stellen, erh&auml;lt das &ouml;ffentlich-rechtliche System in Deutschland eine automatische Absicherung. Ab n&auml;chstem Jahr muss jeder zahlen, der ein internetf&auml;higes Ger&auml;t besitzt. Ist es nicht tats&auml;chlich so, dass die &Ouml;RA [&ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten] ihre Existenzgarantie genau in dem Moment erhalten, wo sie vollends obsolet zu werden drohen? Dieser Apparat verbraucht jetzt schon acht Milliarden Euro im Jahr, eine davon aus Werbung, die die privaten Medien dringend gebrauchen k&ouml;nnten, der Rest aus Geb&uuml;hren. Man muss sich einmal klar machen, was das hei&szlig;t: Acht Milliarden Euro &ndash; das ist in etwa so viel wie s&auml;mtliche Kultursubventionen aller deutschen L&auml;nder und Gemeinden, s&auml;mtliche Museen, Theater und Bibliotheken. Es ist nur unwesentlich weniger als die Kirchensteuer, deren Aufkommen bei neun Milliarden Euro liegt. Die &Ouml;RA sind uns fast so viel wert wie der liebe Gott.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/blog\/279_sendeschluss\">Perlentaucher<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Thierry Chervel verweist u.a. auf den von C.W. Anderson, Emily Bell und Clay Shirky verfassten <a href=\"http:\/\/towcenter.org\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/TOWCenter-Post_Industrial_Journalism.pdf\">Report &uuml;ber den &ldquo;postindustriellen Journalismus&rdquo; [PDF &ndash; 765 KB]<\/a>, in dem dargelegt wird, dass Journalismus noch nie aus sich heraus profitabel war bzw. dass der Erfolg der Zeitungen des vor-digitalen Zeitalters darauf basierte, dass diese im wesentlichen durch Anzeigen subventioniert wurden. Ob das schon immer so war, m&uuml;sste man empirisch untersuchen, aber zweifellos wird heute die Reichweite des klassischen Zeitungsgesch&auml;fts und damit auch von Werbung durch das Netz &uuml;bertroffen. Hinzukommt, dass Online-Werbung den werbetreibende Unternehmen billiger kommt und mehr M&ouml;glichkeiten bieten. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r das Anzeigengesch&auml;ft bis hin zu den Online-Kleinanzeigen. Sicherlich ist Shirky u.a. zuzustimmen, dass werbetreibende Unternehmen vor allem ihre Produkte verkaufen wollen und dass guter Journalismus f&uuml;r diese nachrangig ist. Manchmal dr&auml;ngt sich einem auch die Frage auf, ob nicht guter Journalismus  bzw. ob nicht auch das Interesse an gutem Journalismus auf den R&uuml;ckzug ist &ndash; und zwar sowohl in den Printmedien wie auch online. Die NDS belegen zwar mit ihren Hinweisen  durchaus, dass es guten Journalismus gibt, sie zeigen aber auch wie fragmentiert die Medienlandschaft inzwischen ist. Da treten Makro&ouml;konomen neben talentierten Universalamateuren, Spezialisten mit vertieften Kenntnissen in wenigen Schwerpunkten und diverse Blogger auf. In diesem Umfeld kann sich letztlich nur Qualit&auml;tsjournalismus behaupten. Insofern ist der Medienwissenschaftler Jan Krone von der FH St. P&ouml;lten zuzustimmen, wenn er bez&uuml;glich der US-Analyse meint: &ldquo;Die T&auml;tigkeit der Journalisten &auml;ndert sich in Wahrheit nicht. Der Beruf wird in Zukunft sogar notwendiger sein denn je&rdquo;. Nur bietet Krone auch keine Antwort auf die auf die Frage, wie diese Journalisten bezahlt werden k&ouml;nnen, bzw. <a href=\"http:\/\/www.pressetext.com\/news\/20121130004\">seine Antwort f&auml;llt wenig &uuml;berzeugend aus<\/a>: &ldquo;M&auml;zenentum, der zu Hobby-Journalismus f&uuml;hrt, kann nicht die L&ouml;sung sein, genauso wenig wie eine Ausweitung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Sektors, da beide Varianten anf&auml;llig f&uuml;r Einflussnahme von au&szlig;en sind. Ich sehe ebenfalls eine Tendenz zur weiteren Konzentration im Mediensektor. Gro&szlig;e Verlage k&ouml;nnen sich ein journalistisches Flaggschiff aus &Uuml;berzeugung eher leisten, etwa durch Querfinanzierung&rdquo;.<br>\nWenn es Bertelsmann, dem gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzern Europas, nicht gelang oder gelingen wollte, das Qualit&auml;tsblatt Financial Times Deutschland  quer zu finanzieren, was verbleibt dann?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>SWR-Literatur-Geschw&auml;tz &ndash; oder Die angeblich unpolitische Literaturkritik<\/strong><br>\nDie Literaturkritikerin und Moderatorin Thea Dorn lud zum 13. Dezember die Literaturkritiker Denis Scheck (ARD-Druckfrisch) und Ijoma Mangold (Die Zeit) sowie die Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg (FAZ) zum SWR-Talk Literatur im Foyer ein. Sechzig Minuten Eitelkeit, Geschw&auml;tz und Spiegelfechterei, hin und wieder durchaus kurzweilig, aber absolut nicht tendenzfrei.<br>\nDieses Quartett hat wieder einmal den Eindruck best&auml;tigt, dass Kritiker hierzulande zumeist egozentrische, selbstverliebte und ideologisch fixierte Zeitgenossen sind, die tote oder ausl&auml;ndische Autoren und Autorinnen lieben und lebende deutschsprachige, insbesondere solche mit unangepasstem politischen Bewusstsein, gern ignorieren. Der polnische Lyriker Julian Tuwim (1894-1953) hat resigniert geschrieben: &bdquo;Am besten man ist ein ausl&auml;ndischer perverser Toter.&ldquo; Es hat den Anschein, als gelte das seit jeher und &uuml;berall, seit einigen Jahren aber besonders in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201212142390\/hintergrund\/medien\/swr-literatur-geschwaetz-oder-die-angeblich-unpolitische-literaturkritik.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer sich wie der Autor Paul Spitzer emp&ouml;ren will oder meint, sich an dem Gekasper erg&ouml;tzen zu wollen, kann die Sendung in der <a href=\"http:\/\/swrmediathek.de\/player.htm?show=d3947820-45c6-11e2-9b03-0026b975f2e6\">Mediathek des SWR<\/a> anschauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Leserbrief zu Jens Berger: Angela Merkel ungeschminkt<\/strong><br>\nUnsers Leser E.J. schreibt uns: \n<blockquote><p>Nicht zum ersten Mal beruft sich Merkel zur Begr&uuml;ndung ihrer Politik auf ihre Erfahrungen beim Ende der DDR. Ihr politisches Glaubensbekenntnis lautet, dass Deutschland und neuerdings Europa verhindern muss, wie die DDR im internationalen Wettbewerb &bdquo;unterzugehen&ldquo;. Um das zu erreichen, muss Europa lernen, zu Gunsten der Produktion Verzicht zu &uuml;ben. Dass dieser Verzicht einhergeht mit unglaublicher Vergeudung an Potential und menschlicher Existenz kann und will sich Merkel als protestantische Pfarrerstochter nicht vorstellen: Nachfragepolitik ist unseri&ouml;ser Schabernack und nur wer sich selbst erniedrigt, wird erh&ouml;ht werden. Mit dem d&uuml;ster geraunten Credo der Angela Merkel, dass wir nur dann, wenn wir jetzt (fast) alle verzichten, den Zukunftskampf bestehen, schlie&szlig;t sich der Kreis zu ihrer DDR-Vergangenheit. Dort war allerdings als Ausgleich f&uuml;r gegenw&auml;rtigen Verzicht der Sozialismus f&uuml;r sp&auml;tere Generationen versprochen, Angela Merkel verspricht absehbar nichts als Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen. Auch damit ist auf Dauer kein Staat und schon gar nicht Europa zu machen. Wiederholt Merkel auch hier ihre DDR-Vergangenheit?<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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