{"id":155095,"date":"2026-08-19T08:40:47","date_gmt":"2026-08-19T06:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095"},"modified":"2026-08-19T08:40:47","modified_gmt":"2026-08-19T06:40:47","slug":"hinweise-des-tages-5163","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h01\">Nur Dialog mit Russland kann die Ukraine retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h02\">Ein Jahr nach dem Alaska-Gipfel: Warum Trump und Putin jetzt noch einmal verhandeln m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h03\">Konzentrationslager Ukraine? In der Diktatur des Komikers packt eine Pops&auml;ngerin aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h04\">Der n&auml;chste Vorsto&szlig; zur Mehrwertsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h05\">Regierung will beliebtestes Altersteilzeitmodell abschaffen &ndash; Linke sieht &bdquo;Fahrl&auml;ssigkeit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h06\">Homeoffice: Die moderne Form der Heimarbeit ist gekommen, um (ver&auml;ndert) zu bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h07\">Die NEETies. Von den 20- bis 24-J&auml;hrigen in Deutschland sind 10 Prozent nicht in Ausbildung oder Besch&auml;ftigung. Wo sind sie dann und was tun sie (nicht)?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h08\">Rezessionsrisiko leicht gesunken &ndash; IMK Konjunkturindikator schaltet auf gelb-gr&uuml;n &ndash; &bdquo;Erholung braucht politischen R&uuml;ckenwind&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h09\">Menschen ohne Krankenversicherung: Keine Kasse machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h10\">&bdquo;Schluss mit der Abzocke&ldquo;: BSW will Strompreise wieder staatlich kontrollieren lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h11\">Paris begr&uuml;ndet, Karlsruhe schweigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h12\">BSW streitet ums Regieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h13\">Erpressungsversuch aus dem Westen: Wenn Ossis falsch w&auml;hlen, sollen sie keine Gelder mehr erhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h14\">&raquo;Taktisch W&auml;hlen&laquo; ist keine wirksame Politik gegen die AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155095#h15\">Bosnien und Herzegowina: Dayton, Bonn Powers und der Hohe Repr&auml;sentant<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nur Dialog mit Russland kann die Ukraine retten<\/strong><br>\nDer erfahrene einstige UN-Diplomat und heute EU-Parlamentarier f&uuml;r das BSW Michael von der Schulenburg warnt eindringlich vor den Illusionen westlicher Politiker, die Ukraine k&ouml;nne f&uuml;r den Westen Russland doch noch besiegen oder wenigstens zu einem Frieden nach NATO-Bedingungen zwingen. Die Realit&auml;t widerspricht diesen Hoffnungen in westlichen Hauptst&auml;dten. Von der Schulenburg bef&uuml;rchtet, dass die Ukraine &bdquo;ein immer st&auml;rker zerst&ouml;rtes, sich entv&ouml;lkerndes und ausblutendes Land&ldquo; wird, wenn der Krieg durch Siegesillusionen gen&auml;hrt wird. Nur durch Diplomatie k&ouml;nne das verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/nur-dialog-mit-russland-kann-die-ukraine-retten\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Jahr nach dem Alaska-Gipfel: Warum Trump und Putin jetzt noch einmal verhandeln m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDer Alaska-Gipfel im August 2025 wurde wegen der L&auml;nge des roten Teppichs verspottet. Die eigentliche Substanz geriet aus dem Blick, das Verhandlungsfenster wurde l&auml;ngst wieder zugeschlagen. Wie nah ist Europa seither einem eigenen Krieg? [&hellip;]<br>\nDie F&uuml;hrung um Selenskyj k&ouml;nnte geltend machen, dass auf dem ihr verbliebenen Territorium ein handlungsf&auml;higer, prowestlicher Staat Bestand hat. Inwieweit das in der Ukraine angesichts einer halben Million von Kriegsopfern und extremer materieller Verluste tr&auml;gt, wird sich zeigen, zumal Wiederaufbau nur extern finanziert werden kann.<br>\nEs k&ouml;nnte f&uuml;r Selenskyj reizvoller sein, so lange wie m&ouml;glich Krieg zu f&uuml;hren, um nicht in einem solchen Frieden zu landen. F&uuml;r Wladimir Putin lie&szlig;e sich als Erfolg herausstellen, dem kollektiven Ansinnen des Westens widerstanden zu haben, Russland endg&uuml;ltig in die Defensive zu dr&auml;ngen.<br>\nVorerst wurde verhindert, dass eine Ostausdehnung der NATO durch die Ukraine ihr finales Stadium erreicht. Dreieinhalb Jahrzehnte, nachdem sich die Sowjetunion selbst aufgab, kann man sich in Moskau zugutehalten, dass die damit gegen Russland entstandenen strategischen M&ouml;glichkeiten nicht ausgesch&ouml;pft wurden.<br>\nFreilich bleiben alle Erw&auml;gungen zur Interessenlage der Kriegsparteien theoretischer Natur. Entscheidend wird sein, dass eine Verhandlungsaufnahme nicht als irreversibler Vorgriff auf eine Kapitulation des einen oder anderen erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/es-gibt-keinen-grund-den-alaska-gipfel-vor-einem-jahr-zu-schmaehen\/a7f82686-4474-4692-8948-12d78d639c7f\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Konzentrationslager Ukraine? In der Diktatur des Komikers packt eine Pops&auml;ngerin aus<\/strong><br>\nEin seltener Ausbruch eines Prominenten hat die Atmosph&auml;re der Angst in der Ukraine durchbrochen und Zwangsentf&uuml;hrungen, Repression und ein Regime offengelegt, das panische Angst vor der Wahrheit hat.<br>\nAbgesehen von den ungl&uuml;cklichen Opfern westlicher Informationsblockaden und Propaganda ist es l&auml;ngst offensichtlich, dass die Ukraine unter ihrem durch Wahlen an die Macht gekommenen Pr&auml;sidenten Wladimir Selenskij keine Demokratie ist, selbst nach den niedrigen Ma&szlig;st&auml;ben der realen Welt. Selenskijs Regime ist extrem korrupt, autorit&auml;r und brutal.<br>\nKritiker wie der verstorbene Gonzalo Lira werden beispielsweise durch eine Kombination aus Folter und Vernachl&auml;ssigung inhaftiert und get&ouml;tet oder f&uuml;r 15 Jahre eingesperrt, weil sie &ndash; wie der Sozialist Bogdan Sirotjuk &ndash; die Einheit russischer und ukrainischer Arbeiter gefordert haben. Auch andere Ziele des Regimes sind Attentaten ausgesetzt, sogar im Ausland. Gerade weil das Selenskij-Regime so gesetzlos, be&auml;ngstigend und brutal ist, sprechen die Ukrainer in der Regel nicht offen dar&uuml;ber, wie schrecklich es wirklich ist.<br>\nDeshalb hat ein k&uuml;rzlich auf YouTube ver&ouml;ffentlichtes Interview mit dem Popstar Olja Poljakowa landesweit f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/288987-konzentrationslager-ukraine-in-diktatur-komikers\/\">Tarik Cyril Amar auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Vorsto&szlig; zur Mehrwertsteuer<\/strong><br>\nInnerhalb weniger Wochen liegt der dritte Vorschlag zur Mehrwertsteuer vor. Clemens Fuest wollte den erm&auml;&szlig;igten Satz abr&auml;umen und nannte das Ergebnis progressiv. Lars Feld verteidigte ihn und schob die Entlastung der Unternehmen als Begr&uuml;ndung nach. Moritz Schularick fordert jetzt drei Prozentpunkte. Aus drei Vorst&ouml;&szlig;en in dieser Dichte wird allm&auml;hlich eine Kampagne.<br>\nBei rund 16 Milliarden Euro je Prozentpunkt geht es um knapp 50 Milliarden. Es lohnt sich, die Reihenfolge anzusehen, in der diese Rechnung ankommt.<br>\nZuerst zahlen die Verbraucher, am h&auml;rtesten die mit der h&ouml;chsten Konsumquote. Wer sein ganzes Einkommen ausgibt, zahlt auf jeden Euro davon, w&auml;hrend der gesparte Teil unbelastet bleibt. Eine Familie mit zwei Kindern und niedrigem Bruttoeinkommen zahlt je Prozentpunkt gut zehn Euro im Monat mehr.<br>\nDann die Unternehmen, die ihr Geld im Inland und bei privater Kundschaft verdienen. Unter Unternehmen ist die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten, sie wirkt dort, wo der private Endkunde steht. Also im Handwerk, im Einzelhandel, in der Gastronomie. Diese Betriebe stehen bei Schularick auf der Entlastungsseite, weil ihre Inhaber weniger Einkommensteuer zahlen sollen. Gegenzurechnen ist der Auftrag, der dann nicht mehr kommt. Vor der Erh&ouml;hung von 2007 haben ZDH, DIHK, HDE und DEHOGA genau davor gewarnt, auch vor wachsender Schattenwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/ArnoGottschalk\/status\/2089743978966970601\">Arno Gottschalk via Twitter\/X<\/a>\n<p>dazu: <strong>Top-&Ouml;konom will Mehrwertsteuer von 19 auf 22 Prozent anheben &ndash; und K&uuml;ndigungsschutz abschaffen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft in Kiel h&auml;lt die Steuerreform der Bundesregierung f&uuml;r mutlos. Moritz Schularick schl&auml;gt vor: Um B&uuml;rger bei der Einkommensteuer zu entlasten, sollte die Mehrwertsteuer deutlich steigen.<br>\nSoll die Mehrwertsteuer von 19 auf 22 Prozent steigen? Der &Ouml;konom Moritz Schularick, Pr&auml;sident des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft in Kiel, schl&auml;gt eine solche Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer vor, um eine umfassende Einkommensteuerreform in Deutschland zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6a842d6e9fcb5798aae3a589\/top-oekonom-will-mehrwertsteuer-von-19-auf-22-prozent-anheben-und-kuendigungsschutz-lockern.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist ja ein toller &ldquo;Top-&Ouml;konom&rdquo;, der die deutsche Volkswirtschaft so richtig reinrei&szlig;en will, und der kein Problem damit hat, jetzt schon arme Menschen durch weitere Steuererh&ouml;hungen nochmals zu belasten. Es fehlt in der deutschen Volkswirtschaft weit und breit an Nachfrage, <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/geschaeftsaufgabe-in-welchen-branchen-besonders-viele-unternehmen-schliessen\/100247942.html\">laut Handelsblatt<\/a> (liest der Herr &ldquo;Top-&Ouml;konom&rdquo; vielleicht nicht?) sind 2025 fast 190.000 (vorwiegend binnenmarktorientierte) Unternehmen pleite gegangen (die h&ouml;chste Zahl der letzten 18 Jahre), und der &ldquo;Top-&Ouml;konom&rdquo; m&ouml;chte die Nachfrage durch Steuererh&ouml;hungen und durch wachsende Angst vor (dann leichteren) K&uuml;ndigungen noch weiter kaputt machen. Allerdings ist Schularick auch einer der &ldquo;Top-&Ouml;konomen&rdquo;, die uns die Aufhebung der Schuldenbremse <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/oekonom-moritz-schularick-fordert-umdenken-bei-verteidigungsausgaben-a-677e178c-3821-44d4-b6eb-021b01b2e93d\">f&uuml;r die wahnsinnige Aufr&uuml;stung eingehandelt haben<\/a>, und insofern ist sein Gedankengang konsequent: wenn schon die deutsche Wirtschaft *und* die Staatsfinanzen ruinieren, dann auch richtig. &Uuml;brigens w&uuml;rden 3 Prozentpunkte mehr bei der Mehrwertsteuer etwa 48 Milliarden Euro im Jahr bringen &ndash; die doppelte Menge Geld k&ouml;nnte man durch die K&uuml;rzung der R&uuml;stungsausgaben f&uuml;r 2027 um 2\/3 auf immer noch f&uuml;rstliche 50 Milliarden Euro gewinnen. Oder 10 bis 20 Milliarden j&auml;hrlich durch die Wiedereinf&uuml;hrung der Erbschaftsteuer auf Millionenverm&ouml;gen, die Schularick aber ablehnt, weil sie nur reiche Leute treffen w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Regierung will beliebtestes Altersteilzeitmodell abschaffen &ndash; Linke sieht &bdquo;Fahrl&auml;ssigkeit&ldquo;<\/strong><br>\nVier von f&uuml;nf Besch&auml;ftigten in Altersteilzeit nutzen das Blockmodell &ndash; doch die Rentenkommission m&ouml;chte es abschaffen. Die Linke warnt: Das sei &bdquo;mehr als fahrl&auml;ssig&ldquo;.<br>\nBisher nutzen etwa vier von f&uuml;nf Besch&auml;ftigten in Altersteilzeit das Blockmodell, das k&uuml;nftig abgeschafft werden soll. Dies geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sarah Vollath hervor. 2023 machten demnach rund 284.000 &auml;ltere Menschen Gebrauch von der Option Altersteilzeit, davon im langj&auml;hrigen Durchschnitt 82 Prozent im Blockmodell.<br>\nBlockmodell hei&szlig;t: Arbeitnehmer arbeiten in einer ersten Phase der Altersteilzeit zun&auml;chst einige Jahre voll, bekommen aber nur einen Teil des Lohns. Danach erhalten sie in einer zweiten Phase dasselbe Geld weiter, m&uuml;ssen aber nicht mehr arbeiten. Die Rentenkommission empfiehlt, dieses Modell nicht mehr zuzulassen. Zudem soll der m&ouml;gliche Start einer Altersteilzeit von 55 auf 58 Jahre angehoben werden. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition pl&auml;dieren daf&uuml;r, die Vorschl&auml;ge eins zu eins umzusetzen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Mit dem Blockmodell will die Regierung nicht nur ein beliebtes, sondern vor allem auch ein bew&auml;hrtes Instrument des sozial abgesicherten und flexiblen &Uuml;bergangs in den Ruhestand abschaffen&ldquo;, kritisierte Vollath. &bdquo;Gerade vor dem Hintergrund des massiven Stellenabbaus in der Industrie ist eine so drastische Einschr&auml;nkung der Altersteilzeit mehr als fahrl&auml;ssig.&ldquo; Betriebe und Besch&auml;ftigte seien verunsichert. Vollath warnt, dass die Abschaffung des Modells zu einem Anstieg betriebsbedingter K&uuml;ndigungen f&uuml;hren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a83f5e5a87e8142c31d3780\/rente-regierung-will-beliebtestes-altersteilzeitmodell-abschaffen-linke-sieht-fahrlaessigkeit.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> ich kann nicht erkennen, dass die Nutzung des Teilzeitmodells anstelle des Blockmodells bei der Altersteilzeit irgendwelche Vorteile f&uuml;r die Sozialversicherungen oder den Staat (Steuerzahlungen) h&auml;tte &ndash; schlie&szlig;lich werden in allen F&auml;llen ca. 80 Prozent des fr&uuml;heren Bruttolohns gezahlt. Der einzige Sinn scheint darin zu bestehen, die Menschen, die irgendwann wirklich genug vom Arbeiten haben und den Ruhestand genie&szlig;en m&ouml;chten, noch zwei Jahre l&auml;nger an den Arbeitsmarkt zu fesseln. Denkbar ist auch, dass der erste Schritt, die Abschaffung des Blockmodells, die Vorbereitung f&uuml;r den zweiten Schritt, die Abschaffung der Altersteilzeit, darstellt, denn wer halbtags arbeiten kann, kann auch ganztags arbeiten, steigende Arbeitslosigkeit und weiter schrumpfende Jobchancen f&uuml;r junge Menschen und f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose hin oder her.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Homeoffice: Die moderne Form der Heimarbeit ist gekommen, um (ver&auml;ndert) zu bleiben<\/strong><br>\nDas Arbeiten zu Hause gibt es schon sehr lange, aber die moderne Form des Homeoffice hat w&auml;hrend der Corona-Pandemie einen enormen Schub erhalten1 &ndash; und zugleich eine neuartige mindestens Zweiteilung des Arbeitsmarktes eingeleitet, entlang des Unterscheidungsmerkmals der konkreten T&auml;tigkeiten nach ihrem M&ouml;glichkeitsgehalt, diese auch von zu Hause auszu&uuml;ben. Bei der intensiven medialen Diskussion &uuml;ber Homeoffice wurde zuweilen &bdquo;vergessen&ldquo;, dass es Millionen Jobs gibt, von der M&uuml;llentsorgung &uuml;ber Pflege\/Betreuung, Polizei und LKW-Fahrer bis hin zur Arbeit auf Baustellen oder im station&auml;ren Einzelhandel, die nicht nach Hause ausgelagert werden k&ouml;nnen &ndash; was vielleicht auch daran lag, dass diejenigen, die &uuml;ber das Thema berichtet haben und auch diejenigen, die dar&uuml;ber forschen, selbst ganz &uuml;berwiegend von zu Hause zoomen und schreiben konnten und viele machen das auch heute noch weitaus intensiver als vor der Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2026\/08\/16\/homeoffice-wird-bleiben\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die NEETies. Von den 20- bis 24-J&auml;hrigen in Deutschland sind 10 Prozent nicht in Ausbildung oder Besch&auml;ftigung. Wo sind sie dann und was tun sie (nicht)?<\/strong><br>\n&raquo;Der Anteil junger Menschen, die nicht in Ausbildung oder Besch&auml;ftigung sind, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. In Deutschland lag er unter den 20- bis 24-J&auml;hrigen im Jahr 2025 bei 10,0 %&laquo;, hat uns das Statistische Bundesamt auf Basis internationaler Vergleichsdaten der europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat mitgeteilt. Und einen ersten Eindruck von der Entwicklung bekommen wir auch:<br>\n&raquo;In den vergangenen Jahren ist der Anteil hierzulande kontinuierlich leicht gestiegen: Im Jahr 2022 waren noch 8,8 % der 20- bis 24-J&auml;hrigen nicht in Ausbildung oder Besch&auml;ftigung.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2026\/08\/17\/die-neeties\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rezessionsrisiko leicht gesunken &ndash; IMK Konjunkturindikator schaltet auf gelb-gr&uuml;n &ndash; &bdquo;Erholung braucht politischen R&uuml;ckenwind&ldquo;<\/strong><br>\nDie konjunkturellen Aussichten f&uuml;r die kommenden Monate hellen sich auf, die deutsche Wirtschaft d&uuml;rfte weiter moderat wachsen. Das signalisiert der monatliche Konjunkturindikator des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der die neuesten verf&uuml;gbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngr&ouml;&szlig;en b&uuml;ndelt. F&uuml;r den Zeitraum von August bis Ende Oktober 2026 weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 24,6 Prozent aus. Anfang Juli betrug sie f&uuml;r die folgenden drei Monate noch 26,8 Prozent. Zus&auml;tzlich ist die statistische Streuung im Indikator gesunken von 10,2 auf 7,2 Prozent, was auf eine geringere Verunsicherung unter Wirtschaftsakteuren hindeutet. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator schaltet deshalb von &bdquo;gelb-rot&ldquo; (erh&ouml;hte konjunkturelle Unsicherheit) auf die g&uuml;nstigere Phase &bdquo;gelb-gr&uuml;n&ldquo; (moderater Wachstumspfad).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-imk-konjunkturindikator-august-2026-rezessionsrisiko-leicht-gesunken-78407.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Menschen ohne Krankenversicherung: Keine Kasse machen<\/strong><br>\nHunderttausende leben in Deutschland ohne Krankenversicherung. In einer Hamburger Praxis versuchen ehrenamtliche &Auml;rzt:innen, ihnen trotzdem zu helfen. [&hellip;]<br>\nIn den gedr&auml;ngten R&auml;umen von westend open.med gibt es jede Woche eine allgemeinmedizinische und alle zwei Wochen eine gyn&auml;kologische Sprechstunde. Kinder und Erwachsene, die aus dem Regelsystem herausgefallen sind und nicht einfach zum Haus- oder zur Fach&auml;rztin gehen k&ouml;nnen, kommen hierher. &Auml;rzt:innen, Pfleger:innen, Medizinstudierende behandeln sie hier ehrenamtlich, kostenlos und wenn sie wollen auch anonym. [&hellip;]<br>\nManchen Patientinnen k&ouml;nnen sie durch eine ebenfalls angebotene Sozialberatung sogar wieder zur&uuml;ck in die regul&auml;re Krankenversicherung helfen.<br>\nSeit 2009 gilt in Deutschland die Versicherungspflicht. Doch laut Statistischem Bundesamt leben mindestens 62.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Die Dunkelziffer d&uuml;rfte sogar weit h&ouml;her liegen. Die Organisation &Auml;rzte der Welt sch&auml;tzt, dass es Hunderttausende sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Menschen-ohne-Krankenversicherung\/!6171675\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Schluss mit der Abzocke&ldquo;: BSW will Strompreise wieder staatlich kontrollieren lassen<\/strong><br>\nBis 1998 mussten Energieversorger den Staat fragen, bevor die Preise erh&ouml;ht wurden. Dieses System will das BSW laut einem Konzeptpapier, das dieser Zeitung exklusiv vorliegt, zur&uuml;ck.<br>\nDie Energiepreise in Deutschland verharren auf einem Niveau, das viele Haushalte und Unternehmen an ihre Belastbarkeit f&uuml;hrt. Doch w&auml;hrend die Kosten bereits hoch sind, l&auml;sst der Blick auf den Nahen Osten Schlimmeres bef&uuml;rchten. Wichtige F&ouml;rderkapazit&auml;ten sind dauerhaft besch&auml;digt und durch die weiterhin volatile Lage in der Stra&szlig;e von Hormus droht ein Versorgungsschock, der die bisherigen Preissteigerungen weit in den Schatten stellen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/bsw-gegen-energiepreisabzocke-forderung-nach-notbremse-durch-staatliche-preiskontrollen-10302988\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paris begr&uuml;ndet, Karlsruhe schweigt<\/strong><br>\nDie Chatkontrolle, die Besorgnis der Befangenheit Harbarths und die Grenzen begr&uuml;ndungsloser Nichtannahme<br>\nDer franz&ouml;sische Verfassungsrat hat am 14. August 2026 gezeigt, wie verfassungsgerichtliche Kontrolle im digitalen Raum aussehen kann. Er blockierte zentrale Teile eines Gesetzes, das sozialen Netzwerken den Zugang f&uuml;r unter 15-J&auml;hrige untersagen sollte und daf&uuml;r praktisch Altersnachweise aller Nutzer verlangt h&auml;tte. Beanstandet wurden insbesondere unzureichend bestimmte Bedingungen und Grenzen der Altersverifikation sowie fehlende Garantien f&uuml;r Meinungs- und Kommunikationsfreiheit und Privatleben.<br>\nDer Conseil constitutionnel hat damit nicht den Kinderschutz verworfen. Er hat begr&uuml;ndet, warum Kinderschutz auch im digitalen Raum an Freiheit, Bestimmtheit und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit gebunden bleibt.<br>\nFast zeitgleich hat das Bundesverfassungsgericht zur EU-Chatkontrolle geschwiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/drmartinweigele704391.substack.com\/p\/paris-begrundet-karlsruhe-schweigt\">Dr. Martin Weigele via Substack<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Meta scheint zu merken: Dieses Mal ist ernsthaft Gefahr im Verzug&ldquo;<\/strong><br>\nDer K&ouml;lner Medienwissenschaftler Martin Andree erkl&auml;rt im Interview, was Meta-CEO Mark Zuckerberg zu bef&uuml;rchten hat und welche Rolle eine Whistleblowerin spielt.<br>\nDer US-Internetkonzern Meta muss sich derzeit in einem gro&szlig;en Prozess in Kalifornien wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Instagram und Facebook Minderj&auml;hrige abh&auml;ngig und damit psychisch krank zu machen. Was ist das Besondere an diesem Prozess?<br>\nAndree: Ich finde daran vor allem interessant, dass sich die Einstellung zu den Plattformen wirklich zu &auml;ndern scheint. Die USA haben aufgrund ihres extrem harten Haftungsrechts au&szlig;erdem ganz andere rechtliche Mittel als wir in Europa. In Sammelklagen oder &ndash; wie hier &ndash; in einem Multidistrikt-Verfahren &ndash; lassen sich die Anspr&uuml;che ganz vieler Betroffener b&uuml;ndeln. Dann kommt in den USA noch zus&auml;tzlich der Strafschadensersatz hinzu, und dadurch erkl&auml;ren sich die ber&uuml;chtigten riesigen Schadenssummen. Deswegen haben die Kl&auml;ger auch die Mittel, die n&ouml;tigen riesigen Kosten f&uuml;r umf&auml;ngliche Beweisf&uuml;hrungen aufzubringen. Das macht die Situation f&uuml;r Meta jetzt sehr unangenehm. Im Verh&auml;ltnis zu den USA haben es Gesch&auml;digte in Deutschland dagegen viel schwerer, Schadensersatz einzuklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/martin-andree-meta-scheint-zu-merken-dieses-mal-ist-ernsthaft-gefahr-im-verzug-1351394\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Social-Media-Sucht: Meta droht Strafzahlung von bis zu 1,4 Billionen US-Dollar<\/strong><br>\nMeta sieht sich ab Dienstag einem weiteren Verfahren wegen m&ouml;glicher Sch&auml;den durch Facebook und Instagram gegen&uuml;ber. Ein Schuldspruch k&ouml;nnte f&uuml;r den Konzern nicht nur rechtliche, sondern auch erhebliche finanzielle Folgen haben: Die Kl&auml;ger sollen Strafzahlungen von bis zu 1,4 Billionen Dollar ins Spiel gebracht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.computerbase.de\/news\/wirtschaft\/social-media-sucht-meta-droht-strafzahlung-von-bis-zu-1-4-billionen-us-dollar.98893\/\">ComputerBase<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BSW streitet ums Regieren<\/strong><br>\nTh&uuml;ringer Landevorsitzende h&auml;lt an &raquo;Brombeerkoalition&laquo; fest. Verdi l&auml;dt Berliner Abgeordneten von Veranstaltung aus<br>\nKurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt spitzt sich der Streit zwischen dem Bundesvorstand des BSW und dem Landesverband Th&uuml;ringen weiter zu. Die Th&uuml;ringer BSW-Chefin Katja Wolf erkl&auml;rte am Dienstag gegen&uuml;ber dem MDR, sie gehe davon aus, dass ihre Partei die &raquo;Brombeerkoalition&laquo; mit CDU und SPD fortsetzen werde. Man arbeite vertrauensvoll zusammen, betonte Wolf. Den Vorschlag von BSW-Gr&uuml;nderin Sahra Wagenknecht lehnte sie ab. Wagenknecht hatte sich in Th&uuml;ringen wie auch in Sachsen-Anhalt f&uuml;r das Modell eines &raquo;&uuml;berparteilichen&laquo; Regierungschefs ausgesprochen, der auch unter Einbeziehung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren und damit die sogenannte Brandmauer beenden w&uuml;rde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/528187.th%C3%BCringen-und-sachsen-anhalt-bsw-streitet-ums-regieren.html\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/verdi-laedt-bsw-aus-alexander-king-will-trotzdem-kommen-10305292\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erpressungsversuch aus dem Westen: Wenn Ossis falsch w&auml;hlen, sollen sie keine Gelder mehr erhalten<\/strong><br>\nSpiegel und Focus schicken dem Osten kurz vor den Herbstwahlen eine Rechnung und eine Drohung. Diese Zeitung nimmt die Zahlen unter die Lupe &ndash; und kommt zu anderen Ergebnissen.<br>\nwestdeutscher Kolumnist so ehrlich vorgef&uuml;hrt, wie schnell aus der Sonntagsrede vom &bdquo;Zusammenwachsen, was zusammengeh&ouml;rt&ldquo; eine Erpressung wird: W&auml;hlt der Osten falsch, wird die Kasse zugesperrt. &bdquo;Dann macht euer Zeug halt allein&ldquo;, ruft Blome gen Osten &ndash; und Gabor Steingart legt nach mit dem h&uuml;bschen Wort von der &bdquo;Dankbarkeitsl&uuml;cke&ldquo;. Dankbar sollen wir sein. F&uuml;r harte Euro auf weiche DDR-Mark. F&uuml;r Rentenzahlungen und den L&auml;nderfinanzausgleich. Nun denn: Reden wir &uuml;ber Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ostdeutscheallgemeine.com\/article\/erpressungsversuch-aus-dem-westen-wenn-ossis-falsch-waehlen-sollen-sie-keine-gelder-mehr-erhalten-10302846\">Ostdeutsche Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Taktisch W&auml;hlen&laquo; ist keine wirksame Politik gegen die AfD<\/strong><br>\nTaktisches W&auml;hlen ist die Kapitulationserkl&auml;rung des progressiven Lagers, das nicht mehr glaubt, Menschen f&uuml;r etwas gewinnen zu k&ouml;nnen, sondern nur noch, sie von etwas fernhalten zu m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem verkehrt es den Sinn einer Wahl. Wer aus taktischen Erw&auml;gungen eine Partei w&auml;hlt, die er eigentlich nicht will, gibt sein ureigenes demokratisches Recht auf, n&auml;mlich zu sagen, wie er sich die Politik eigentlich vorstellt. Das Kreuz wird dann zu einem Mittel zum Zweck statt zu einem echten Statement.<br>\nGenau das leistet ein Tool wie das von Taktisch W&auml;hlen: Postleitzahl eingeben, Empfehlung erhalten, w&auml;hlen gehen. Es ist dieselbe Logik, mit der Onlineshops Kaufentscheidungen vorsortieren. Nur dass es hier nicht um eine Produktwahl geht, sondern demokratische Selbstbestimmung zur Konsumentscheidung verwandelt wird. Solche Kampagnen disziplinieren W&auml;hlerverhalten im Sinne des Status quo, w&auml;hrend sie sich selbst als alternativlose Notwehr gegen den Faschismus inszenieren.<br>\nGenau darin liegt die politische Schieflage. Die AfD wird nicht stark, weil zu wenige Menschen klug w&auml;hlen. Sie wird stark, weil soziale Verunsicherung, Deindustrialisierung, der Kahlschlag &ouml;ffentlicher Infrastruktur in Ostdeutschland und das Fehlen einer &uuml;berzeugenden progressiven Antwort auf diese Verunsicherung ein Vakuum geschaffen haben, das die extreme Rechte f&uuml;llt. Aber eine &auml;hnliche Kampagne zur Sicherung von Industriearbeitspl&auml;tzen im Osten werden wir wohl trotzdem nicht erleben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/taktisch-waehlen-afd-sachsen-anhalt\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bosnien und Herzegowina: Dayton, Bonn Powers und der Hohe Repr&auml;sentant<\/strong><br>\nNach dem Ende von Christian Schmidts Amtszeit als Hoher Repr&auml;sentant f&uuml;r Bosnien und Herzegowina im Mai dieses Jahres ist die Nachfolge f&uuml;r das Spitzenamt des &bdquo;Office of the High Representative&ldquo; (OHR) ungekl&auml;rt. Der Friedensimplementierungsrat der Vereinten Nationen konnte sich bislang nicht auf einen Nachfolger einigen. Der Hohe Repr&auml;sentant verf&uuml;gt &uuml;ber weitreichende Befugnisse, um in die politische Ordnung des Landes einzugreifen. W&auml;hrend das Amt nun &uuml;bergangsweise weitergef&uuml;hrt wird, versch&auml;rfen politische Spannungen im Land sowie Uneinigkeit zwischen der EU und den USA die Debatte &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens und die Rolle des OHR.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/etosmedia.de\/politik\/bosnien-und-herzegowina-dayton-bonn-powers-und-der-hohe-repraesentant\/\">etos.media<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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