{"id":155327,"date":"2026-08-25T12:58:42","date_gmt":"2026-08-25T10:58:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155327"},"modified":"2026-08-25T14:05:13","modified_gmt":"2026-08-25T12:05:13","slug":"annalena-eint-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155327","title":{"rendered":"Annalena eint die Welt!"},"content":{"rendered":"<p>Wie schnell doch die Zeit vergeht. Ist es wirklich erst ein Jahr her, dass Deutschlands Star-Diplomatin Annalena Baerbock <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130381\">dem Ruf der Vereinten Nationen nach New York<\/a> gefolgt ist und mit ihren <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138688\">kecken Instagram-Filmchen<\/a> einen Hauch von Berliner Glamour in die verschlafene Hudson-Metropole brachte? Bereits in zwei Wochen wird sie ihren Platz als Pr&auml;sidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen &ndash; also im Grunde als oberste Repr&auml;sentantin der Menschheit &ndash; r&auml;umen m&uuml;ssen und die noch zu schreibenden Laudationes werden sicher ganze Bibliotheken f&uuml;llen. Doch Annalena w&auml;re nicht Annalena, wenn sie nicht kurz vor ihrem Abgang mit einem Paukenschlag f&uuml;r Furore sorgen w&uuml;rde. Glaubt man einschl&auml;gigen Pressemeldungen, hat Annalena nun geschafft, was vor ihr noch niemandem gegl&uuml;ckt ist: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/uno-annalena-baerbock-und-der-seltsame-schulterschluss-von-russland-und-den-usa-a-52789d40-c48c-4a92-aee9-5725743c089d\">Sie hat die USA und Russland vereint!<\/a> &ndash; und sei es auch nur in gemeinsamer Abneigung gegen sie, Annalena Baerbock. Scheitern als Chance! Daraus k&ouml;nnte noch Gro&szlig;es erwachsen! Eine Glosse von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Vereinten Nationen sind schon ein seltsames Gebilde. Zwar mag Annalena Baerbock ja &ndash; &auml;hnlich wie der Papst oder der Dalai Lama &ndash; zweifelsohne die oberste moralische Autorit&auml;t der Menschheit sein; formal werden die Vereinten Nationen jedoch vom Generalsekret&auml;r vertreten. Den kennt zwar auch so gut wie niemand und realpolitisch hat er nicht so viel zu melden, er ist jedoch in diplomatischen Fragen immer noch eine gern zitierte Instanz. Gew&auml;hlt wird dieser Generalsekret&auml;r von der Generalversammlung, also genau jener Veranstaltung, der Annalena Baerbock vorsteht.<\/p><p>Habe ich &bdquo;gew&auml;hlt&ldquo; gesagt? Nun, das ist nicht ganz richtig. Denn eine echte Wahl haben die Vertreter nicht. Ihnen wird vielmehr ein Kandidat vorgesetzt, den sie dann bitte sch&ouml;n abzunicken haben. Aber so war es bei Annalenas &bdquo;Wahl&ldquo; ohne Gegenkandidaten ja auch &ndash; wobei man da schon schmunzeln muss, dass immerhin sieben Vertreter nicht Annalena, sondern eine gewisse <a href=\"https:\/\/digitallibrary.un.org\/record\/4084153\/files\/A_79_PV.72-EN.pdf?utm_source=chatgpt.com\">&bdquo;Helga Schmidt&ldquo; (sic!) gew&auml;hlt haben<\/a>. Diese Dame stand gar nicht auf dem Wahlzettel und hei&szlig;t eigentlich Helga Schmid, ist deutsche Karrierediplomatin mit tadellosem Ruf und war eigentlich die designierte Kandidatin f&uuml;r den Posten. B&ouml;se Zungen behaupten, dass Annalena sie von der Liste gemobbt h&auml;tte, um ihre eigene Traumkarriere bei der UN zu bef&ouml;rdern. Aber das spielt letztlich keine Rolle, denn eine Wahl hatten die Delegierten ja ohnehin nicht. Der Posten wurde &ndash; wie so viele hohe UN-Posten &ndash; im Hinterzimmer ausgekungelt.<\/p><p>Und wo wir gerade beim Auskungeln sind. Da auch der Posten des UN-Generalsekret&auml;rs am Ende des Jahres neu besetzt werden muss, l&auml;uft die Auskungel-Maschinerie in New York derzeit auf Hochtouren. Doch da der Posten des Generalsekret&auml;rs &ndash; rein formell versteht sich &ndash; etwas wichtiger als der Posten der Pr&auml;sidentin der Generalversammlung ist, haben die Strippenzieher aus Berlin hier nichts mitzureden. Die Nominierung des UN-Generalsekret&auml;rs ist vielmehr die Champions League der hohen Weltdiplomatie. Der Kandidat, der von der Generalversammlung gew&auml;hlt, also abgenickt, wird, muss n&auml;mlich zuvor vom UN-Sicherheitsrat nominiert werden. Und dort haben bekanntlich die Weltm&auml;chte USA, Russland, China und aus unerkl&auml;rlichen Gr&uuml;nden auch Frankreich und Gro&szlig;britannien ein Vetorecht. Hei&szlig;t: Jedes dieser f&uuml;nf L&auml;nder kann und wird einen Kandidaten, der ihm nicht so recht in den Kram passt, ablehnen. Ist das demokratisch? Nat&uuml;rlich nicht. Ist das transparent? Nat&uuml;rlich auch nicht. Aber war die Nominierung von Annalena Baerbock demokratisch oder transparent? Ich wei&szlig;, das ist eine rhetorische Frage.<\/p><p>Fand unsere Superdiplomatin diese undemokratischen und intransparenten Prozesse bei ihrer eigenen Wahl noch ganz dufte, ging sie nun bei der anstehenden Wahl des Generalsekret&auml;rs jedoch auf die Barrikaden. Die Einzelheiten erspare ich Ihnen, geht es dabei doch um ziemlich langweilige Formalien und UN-Gewohnheitsrecht &ndash; fest steht jedoch, dass Annalena Baerbock sich &uuml;ber s&auml;mtliche vorherigen Absprachen hinwegsetzte, indem sie lauthals postulierte, dass die Kandidaten, die beim Gekungel im Sicherheitsrat in die engere Auswahl kommen, sich in der Generalversammlung zu einer Mischung aus Befragung und Elefantenrunde vorzustellen h&auml;tten. Sie wolle, so Baerbock, die &bdquo;Transparenz&ldquo; des Auswahlprozesses st&auml;rken. Das ist aus dem Mund der Frau, die selbst ihr Amt durch intransparentes Geschacher und Intrigen zugeschustert bekam, nat&uuml;rlich mal eine echt steile Ansage. Das Ausw&auml;rtige Amt konnte es sich noch nicht einmal verkneifen, in einem Statement darauf hinzuweisen, dass Deutschland ja der &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Beitragszahler&ldquo; der UN sei und &bdquo;unser&ldquo; Wort damit offenbar besonderes Gewicht haben m&uuml;sste. Damit erreichte man schon mal 9 von 10 Punkten auf der Fremdsch&auml;mskala. Annalena selbst machte dann die 10 Punkte voll, als sie noch nachschob, der kommende Kandidat solle &ndash; was auch sonst &ndash; eine Frau sein.<\/p><p>Doch dann geschah das Wunder. Annalena wurde zwar nicht er-, aber dennoch geh&ouml;rt. Als erstes wagte sich Jennifer Locetta, ihres Zeichens stellvertretende UN-Botschafterin f&uuml;r die USA und Trumps M&auml;dchen f&uuml;rs Grobe bei der UN, aus der Deckung und machte sich gen&uuml;sslich &uuml;ber den &bdquo;diplomatischen Superstar&ldquo; aus Germany lustig. Deren Vorgehen bei der Nominierung des Generalsekret&auml;rs sei &bdquo;&uuml;bergriffig&ldquo; und &bdquo;heuchlerisch&ldquo;. Nun gibt es ja nicht viele Punkte, bei denen man der Trump-Regierung vorbehaltslos recht geben muss. Hier trifft sie jedoch zweifelsohne voll ins Schwarze. Doch nicht nur das. Kaum war der rhetorische Steilpass aus Washington gespielt, verwandelte Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja ihn mit einem fulminanten Volley ins Tor &ndash; auch er sei &bdquo;besorgt &uuml;ber die Rolle&ldquo;, die sich Baerbock mit ihrem Verhalten verschaffen wolle. Weniger diplomatisch sollte das wohl hei&szlig;en, die komische Frau aus Deutschland solle doch lieber ihre Klappe halten und besser Instagram-Storys dar&uuml;ber posten, wie aufregend das Diplomatenleben in New York doch sein kann.<\/p><p>Da war es: Die beiden gr&ouml;&szlig;ten Atomm&auml;chte der Welt, die sich jahrzehntelang spinnefeind gegen&uuml;berstanden, waren vereint. Vereint in ihrer Abneigung gegen Annalena Baerbock. Ein gro&szlig;diplomatisches Wunder war geschehen. Washington und Moskau Seit&rsquo; an Seit&rsquo;. War der Weltfriede jemals so nahe?<\/p><p>Ich h&auml;tte da ja eine Idee. Laut <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-08\/annalena-baerbock-professorin-new-york-columbia-university\">Medienberichten<\/a> soll unsere Annalena ja nun Professorin werden. Nicht am &bdquo;Annalena-Baerbock-Zentrum f&uuml;r Kinder, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nOMW8Kn4OLw\">die eher aus dem V&ouml;lkerrecht kommen<\/a>&ldquo;, sondern an der echten Columbia University. Fragen Sie mich nicht, wer das ausgekungelt hat. Aber nein, man darf doch das gr&ouml;&szlig;te diplomatische Talent seit Talleyrand nicht an irgendeiner Uni verschimmeln lassen. Ich fordere: <strong>Annalena for Generalsekret&auml;r!<\/strong> Die USA m&ouml;gen sie nicht, Russland hasst sie und auch in China ist die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96479\">&bdquo;oberste deutsche Wolfskriegerin&ldquo;<\/a> ungef&auml;hr so beliebt wie Pest und Cholera zusammen. Wie w&auml;re es also, wenn man die Weltm&auml;chte durch ein gemeinsames Feindbild an einen Tisch bringt? Gemeinsamkeit durch Abneigung &ndash; das w&auml;re doch ein Slogan, der unseren Planeten dem Weltfrieden n&auml;herbringen sollte. Nun muss man nur noch eins und eins zusammenz&auml;hlen und die Antwort liegt auf dem Tisch: Annalena Baerbock muss die n&auml;chste UN-Generalsekret&auml;rin werden!<\/p><p><small>Titelbild: ChatGPT, erstellt mit k&uuml;nstlicher Intelligenz<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/3d7f488868154e9da9d0d407e84ffbb7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie schnell doch die Zeit vergeht. Ist es wirklich erst ein Jahr her, dass Deutschlands Star-Diplomatin Annalena Baerbock <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130381\">dem Ruf der Vereinten Nationen nach New York<\/a> gefolgt ist und mit ihren <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138688\">kecken Instagram-Filmchen<\/a> einen Hauch von Berliner Glamour in die verschlafene Hudson-Metropole brachte? 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