{"id":15554,"date":"2012-12-21T16:30:31","date_gmt":"2012-12-21T15:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554"},"modified":"2012-12-22T10:34:10","modified_gmt":"2012-12-22T09:34:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-87","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h01\">Jens Berger &ndash; Keinerlei Anlass f&uuml;r Optimismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h02\">Ulrike Herrmann &ndash; Wahnsinn Wachstum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h03\">Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Wir werden uns mit Sehnsucht an 2012 erinnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h04\">Europas Banken beanspruchten 1.600.000.000.000 Euro Staatshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h05\">Alles verbaselt: &Uuml;ber das Basel-III-Abkommen zur internationalen Bankenregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h06\">Die Krise der Volkswirtschaftslehre: Was nun, Herr Smith?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h07\">Uncle Sam plays it again<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h08\">Weihnachtsgeschenk: automatischer Informationsaustausch wird kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h09\">Slowakei &ndash; Exportchampion zu sein ist nicht immer ein Vorteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h10\">Boehner&rsquo;s Failure and the GOP&rsquo;s Disgrace<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h11\">DGB-Mindestlohnforderung von 8,50 Euro liegt unter Niedriglohnschwellenwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h12\">Geschenkverbot f&uuml;r M&uuml;llm&auml;nner &ndash; &ldquo;Da nich&rsquo; f&uuml;r!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h13\">Zeitung: Vattenfall verlangt 3,5 Milliarden Euro f&uuml;r Atomausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h14\">Bundesrat versagt Zustimmung zu Streubesitzdividendenregelung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h15\">Komplexe Uno-Mission in Haiti<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h16\">&Auml;gyptischer Verfassungsstreit: Die Angst vor den Pharaonen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554#h17\">Das Allerletzte: Weihnachtsfeier und Mitgliederversammlung 2012 Junge Union M&uuml;nster<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15554&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Keinerlei Anlass f&uuml;r Optimismus<\/strong><br>\nDie Eurokrise geht nun ins dritte Jahr. Der Fl&uuml;gelschlag eines griechischen Schmetterlings hat einen Orkan entfacht, der das europ&auml;ische Haus in seinen Grundfesten ersch&uuml;ttert. Die Politik hangelt sich derweil von einem Rettungsgipfel zum n&auml;chsten und verordnet dem Patienten Gift anstelle von Medizin.<br>\nAnstatt einen deprimierenden R&uuml;ckblick &uuml;ber die verpassten Gelegenheiten und zerschlagene Porzellan des ausgehendes Jahres vorzunehmen, ist es heute wohl n&ouml;tiger denn je, sich Gedanken &uuml;ber die kommenden Krisenjahre zu machen. Europas Wirtschaft befindet sich im freien Fall. Glaubt man aktuellen Konjunkturprognosen, dann wird die Eurozone im n&auml;chsten Jahr noch tiefer in die Rezession gleiten, wobei vor allem die Daten f&uuml;r die &ouml;konomisch ohnehin schon gebeutelten Krisenstaaten rabenschwarz sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!107854\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Wahnsinn Wachstum<\/strong><br>\nWeniger w&auml;re mehr &ndash; gerade an Weihnachten. Doch so einfach ist es nicht<br>\nJesus war kein Kapitalist. Logisch, denn der moderne Kapitalismus ist erst 1.800 Jahre nach Jesu Geburt entstanden. Trotzdem ist Weihnachten l&auml;ngst zu einem Symbol f&uuml;r den &Uuml;berfluss geworden, den dieser Kapitalismus hervorgebracht hat. [&hellip;]<br>\nDa scheint sich eine simple L&ouml;sung aufzudr&auml;ngen: Jeder kauft nur noch die H&auml;lfte. Dies w&auml;re kein Verzicht, sondern Befreiung. Endlich w&auml;re der Plunder fort, den man nie anfasst. Nat&uuml;rlich w&uuml;rde unsere kapitalistische Wirtschaft nicht mehr wachsen, sondern schrumpfen, wenn die Konsumenten streiken. Aber was macht das schon? Die Umwelt w&auml;re gerettet.<br>\nDoch so einfach ist es nicht, wie die Eurokrise zeigt. [&hellip;]<br>\nDer Kapitalismus funktioniert also anders, als die Werbung suggeriert: Es geht nicht um die Waren, die wir konsumieren und uns zu Weihnachten schenken. Die Produkte sind nur Hilfsmittel f&uuml;r einen h&ouml;heren Zweck. Das Endziel sind die Arbeitspl&auml;tze. Wir arbeiten, um zu arbeiten. Denn nur wer Arbeit hat, hat Einkommen, Sicherheit und Anerkennung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2012\/12\/21\/a0092\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Wir werden uns mit Sehnsucht an 2012 erinnern<\/strong><br>\nEin weiteres Jahr in der Euro-Krise geht so zu Ende, wie es anfing: mit einer Stimmung, die besser ist als die tats&auml;chliche Lage. Was k&ouml;nnen wir f&uuml;r 2013 erwarten? Die Lebensl&uuml;gen der Politiker werden in den kommenden Monaten auffliegen. Neben den strukturellen Problem, die weiter bestehen, sehe ich f&uuml;r 2013 zwei grundlegende Mechanismen, die uns im Euro-Raum die H&ouml;lle hei&szlig; machen werden. Der erste und wichtigste ist die Auswirkung der Sparpolitik auf die Konjunktur und indirekt auf den Schuldenstand. Die g&auml;ngigen Prognosemodelle haben den Effekt einer radikalen Sparpolitik in Krisenzeiten deutlich untersch&auml;tzt. Schon seit f&uuml;nf Jahren prognostizieren diese Modelle eine Trendwende f&uuml;r Griechenland im jeweils folgenden Jahr. Sie tun es jetzt schon wieder. Diese Modelle versagen, weil eine ganze Reihe von Stabilisatoren ausgefallen ist: Alle Staaten sparen gleichzeitig; der Finanzsektor ist kaputt; und die Geldpolitik hat ihre Spielr&auml;ume ausgesch&ouml;pft.<br>\nDie zweite Gefahr lauert in einer globalen Abwertungsspirale. Das wird den konjunkturellen Schock der Sparprogramme noch verst&auml;rken. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte j&uuml;ngst angek&uuml;ndigt, die Zinsen so lange bei null zu belassen, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist. Es ist das erste Mal, dass eine moderne Notenbank ihr Ziel anhand der Arbeitslosigkeit definiert. Eine derart klare Vorfestlegung w&auml;re hier in Europa v&ouml;llig undenkbar. Die EZB hingegen muss auch weiter dem alleinigen Ziel der Preisstabilit&auml;t huldigen. So steht es in den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen. Zu deren strikter Einhaltung mahnen fast jeden Tag die Bundesbank und die meisten deutschen Leitartikler. Die Folgen dieser Diskrepanz in der Geldpolitik zwischen EZB und fast allen anderen gro&szlig;en Notenbanken sind in den M&auml;rkten &uuml;berhaupt noch nicht durchgesickert. Ich erwarte eine kr&auml;ftige spekulative Aufwertung des Euro, die die Krise im Euro-Raum noch versch&auml;rfen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/ausblick-2013-die-krise-kommt-nach-europa-zurueck-a-873829.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die generelle Skepsis M&uuml;nchaus gegen&uuml;ber der weihnachtlichen Stimmung hinsichtlich der europ&auml;ischen Krise ist sicherlich angebracht. Wobei er allerdings etliche grundlegende Probleme, die hinter der Krise stehen, gar nicht anspricht. Z.B. wie soll die bestehende W&auml;hrungsunion ohne eine engere politische Union bestehen? Machen wir uns nichts vor: Ohne dauerhafte Transferunion wird diese W&auml;hrungsunion nicht halten. &ndash; M&uuml;nchau nervt, wenn er den unbegrenztem Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB als &ldquo;Schachzug eines geldpolitischen Gro&szlig;meisters&rdquo;, bezeichnet. Mario Draghi bzw. die EZB hat viel zu sp&auml;t begriffen, worauf auf den NDS seit Beginn der &ldquo;Eurokrise&rdquo; hingewiesen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europas Banken beanspruchten 1.600.000.000.000 Euro Staatshilfe<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen Banken haben von Oktober 2008 bis Ende vergangenen Jahres 1,6 Billionen Euro an staatlichen Beihilfen beansprucht. Das entspricht 13 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU, geht aus dem am Freitag von der EU-Kommission ver&ouml;ffentlichten Beihilfenanzeiger hervor. Zwei Drittel der Bankenhilfen wurden demnach in Form von staatlichen Garantien f&uuml;r Kredite zwischen den Banken gew&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1355460346634\/Banken-brauchten-16-Billionen-Euro-Krisenbeihilfen\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &Uuml;berfl&uuml;ssig zu erw&auml;hnen, was man mit dieser Summe alles sinnvolles h&auml;tte machen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alles verbaselt: &Uuml;ber das Basel-III-Abkommen zur internationalen Bankenregulierung<\/strong><br>\nIm Januar 2013 sollen mit dem Basel-III-Abkommen internationale Ma&szlig;nahmen zur erweiterten Bankenregulierung in Kraft treten. Doch die Konkurrenz der Finanzstandorte macht derartige Regelungen fast unm&ouml;glich. Die wichtigsten Neuerungen in den Richtlinien, deren Umsetzung ab 2013 verbindlich f&uuml;r alle Industrie- und Schwellenl&auml;nder geregelt wurde, bildet die Erh&ouml;hung der Kernkapitalquote von vier auf sieben Prozent bis 2019. Erste Schwierigkeiten gab es bereits im November desselben Jahres nach der Niederlage der Demokraten bei den Kongresswahlen in den USA, als die zugesagte vollst&auml;ndige Umsetzung des 2004 beschlossenen Basel-II-Abkommens mit seinen geringeren Eigenkapitalanforderungen weiter aufgeschoben wurde. Derzeit spitzt sich der Konflikt weiter zu. Seit Anfang November die federf&uuml;hrenden US-Aufsichtsbeh&ouml;rden bekannt gegeben haben, dass die Regelungen in den USA nicht wie geplant ab dem 1.&thinsp;Januar 2013 in Kraft treten werden, wird der Ton vor allem von deutscher Seite rauer. Dabei wird verschwiegen, dass in den vergangenen Jahren die meisten der 19 US-Gro&szlig;banken, die bei einem Belastungstest durch die Fed im Fr&uuml;hjahr 2013 evaluiert werden sollen, bereits ausreichende Kernkapitalr&uuml;cklagen angelegt haben. Dagegen w&uuml;rden nach Angaben des Finanzstabilit&auml;tsrats, der im Auftrag der G20-Staaten die Umsetzung der Beschl&uuml;sse &uuml;berwacht, nur sechs der 28 international wichtigsten Gro&szlig;banken in der EU p&uuml;nktlich zum Jahresstart 2013 den neuen Regeln unterliegen, da ihre Eigenkapitalisierung noch nicht weit genug fortgeschritten sei. Das Unterlaufen dieser &raquo;einheitlichen Standards&laquo;, um den Finanzinstituten der einzelnen Standorte Wettbewerbsvorteile zu sichern, war in der j&uuml;ngeren Vergangenheit allerdings nicht nur eine US-amerikanische Spezialit&auml;t. Bereits im Oktober waren Pl&auml;ne der britischen Finanzaufsicht FSA bekannt geworden, die sehr strengen Regelungen in Gro&szlig;britannien &ndash; die geforderte Eigenkapitalquote liegt dort bei zehn Prozent &ndash; durch Pauschalr&uuml;cklagen, die im Fall gro&szlig;er Banken weit unter dieser Quote liegen w&uuml;rden, zu ersetzen. Und auch Deutschland war im vergangenen Jahr nicht unt&uuml;chtig. Im Januar hatte Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble gemeinsam mit seinem franz&ouml;sischen Amtskollegen Fran&ccedil;ois Baroin weitere Ausnahmeregelungen eingefordert. Vor diesem Hintergrund erscheint es derzeit mehr als fraglich, ob die Regelungen &uuml;berhaupt jemals in Kraft treten werden. G&auml;nzlich unwillkommen d&uuml;rfte dies nur wenigen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/50\/46784.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Zeit geht in das Land und sowohl Basel III, einst als &ldquo;Herzst&uuml;ck der Finanzsektorreform&rdquo; (Wolfgang Sch&auml;uble) verkauft, als auch viele andere angedachte Finanzmarktreformen werden verw&auml;ssert oder gehen endg&uuml;ltig den Bach hinunter. Wir brauchen keinen gro&szlig;en Weltuntergang. Was in der gro&szlig;en Krise abl&auml;uft ist f&uuml;r viele, die f&uuml;r die Krise bezahlen, durchaus ein Untergang ihrer Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Krise der Volkswirtschaftslehre: Was nun, Herr Smith?<\/strong><br>\nDie Finanzkrise stellt alte Dogmen der Volkswirtschaftslehre in Frage. Der Glaube an die Selbstheilungskr&auml;fte der M&auml;rkte ist verflogen. Das Fach von Adam Smith steht vor seiner gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung seit Jahrzehnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/die-krise-der-volkswirtschaftslehre-was-nun-herr-smith-\/7188670.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Dieser sehr lesenswerte Beitrag der Handelsblatt-Redakteure Olaf Storbeck und Norbert H&auml;ring wurde vom Handelsblatt bereits am 30.09.2012 ver&ouml;ffentlicht. Die beiden Handelsblatt-Redakteure schreiben gegen Ende ihres Beitrags:<\/em><\/p>\n<p>&ldquo;Heute setzt sich unter Wirtschaftswissenschaftlern die Erkenntnis durch, dass das Fach seine selbst gew&auml;hlte Isolation &uuml;berwinden muss. &bdquo;Wir m&uuml;ssen mehr mit unseren Kollegen aus der Psychologie, der Soziologie und der Neurowissenschaft reden&ldquo;, sagt der Yale-&Ouml;konom Robert Shiller. Auch INET-Direktor Robert Johnson ist &uuml;berzeugt, dass sich die Disziplin langsam, aber sicher bewegt. &bdquo;Ich sp&uuml;re gelegentlich noch Widerstand von Mainstream-&Ouml;konomen, aber ich sehe auch sehr viele, die anfangen, ihre Forschungsagenda zu ver&auml;ndern.&ldquo;&rdquo;<\/p>\n<p>Diese Aussage ist f&uuml;r zahlreiche Staaten innerhalb und au&szlig;erhalb Europas sicherlich zutreffend, nicht jedoch f&uuml;r die &uuml;bergro&szlig;e Mehrzahl der deutschen Wirtschafts-&ldquo;Wissenschaftler&rdquo;, die mehr denn je die neoliberalen Dogmen wie eine Monstranz vor sich hertragen. Sie verk&uuml;nden tagt&auml;glich die f&uuml;r die deutsche (Wahl-)Bev&ouml;lkerung in wohlklingende Worth&uuml;lsen verpackte und h&auml;ufig zus&auml;tzlich chauvinistisch angereicherte Parole vom deutschen Wesen, an dem die Welt wieder einmal genesen soll. Diese Wirtschafts-&ldquo;Wissenschaftler&rdquo; finden in Politik und Medien willige Abnehmer f&uuml;r ihre einseitigen &ldquo;Rezepte&rdquo; im Dienste der deutschen, teilweise auch der europ&auml;ischen &ldquo;Eliten&rdquo; (auch diesen ist oftmals an Lohnk&uuml;rzungen und Sozialabbau in ihren jeweiligen L&auml;ndern gelegen). <\/p>\n<p>Da eine kritische Gegen&ouml;ffentlichkeit in unseren Mainstream-Medien so gut wie nicht stattfindet, haben diese neoliberalen Ideologen zur Zeit ein leichtes Spiel: Sie erkl&auml;ren das parasit&auml;re, auf Lohn-, Sozial- und Unternehmenssteuerdumping basierende deutsche &ldquo;Exportmodell&rdquo; zum europ&auml;ischen Allheilmittel, verschweigen aber, da&szlig; dessen &Uuml;bertragung auf ganz Europa aus vielerlei Aspekten heraus scheitern w&uuml;rde. Sie preisen den &ldquo;ausgeglichenen deutschen Staatshaushalt&rdquo;, verschweigen aber, da&szlig; dies zu einem erheblichen Teil auf die von der &ldquo;schw&auml;bischen Hausfrau&rdquo; Merkel oktroyierte Kaputtsparpolitik in den europ&auml;ischen Krisenstaaten, der daraus f&uuml;r Deutschland resulierenden Ausgabe nahezu zinsfreier Staatsanleihen (Deutschland als &ldquo;Fluchtland&rdquo; f&uuml;r Kapitalanleger) und dem aus der hiesigen Dumpingpolitik resultierenden Export von Arbeitslosigkeit sowie dem dadurch bedingten Anstieg der Auslandsverschuldung der darunter leidenden Krisenstaaten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. <\/p>\n<p>In ihrer geradezu &ldquo;unwissenschaftlichen&rdquo; Kurzsichtigkeit blendet die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der deutschen Wirtschafts-&ldquo;Wissenschaftler&rdquo; die von ihrer Fixierung auf die neoliberale Ideologie ausgehenden mittel- und langfristigen &ouml;konomischen, gesellschaftlichen und sozialen Sch&auml;den, welche auch auf Deutschland zur&uuml;ckschlagen werden, nahezu vollst&auml;ndig aus.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Uncle Sam plays it again<\/strong><br>\nKakophonie statt Einstimmigkeit, jeder f&uuml;r sich und gegen alle anderen. Duckm&auml;usertum und Gewusel statt Einigeln und Wagenburg. Resultat: Jetzt hat&rsquo;s die Staatsbank ZKB erwischt. War v&ouml;llig vorhersehbar.<br>\nZwei Kader- und ein ehemaliger Mitarbeiter der ZKB wurden vom New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara wegen Beihilfe zu Steuerbetrug von US-B&uuml;rgern angeklagt. Sie sollen dabei geholfen haben, 420 Millionen Dollar vor dem US-Fiskus versteckt zu haben. Nicht nur ich habe seit der Anklage gegen drei Wegelin-Mitarbeiter und dann gegen die Bank selbst davor gewarnt, dass nichts die USA daran hindert, dieses Drehbuch beliebig oft nochmals durchzuspielen. Denn die bisherige Reaktion der Schweizer Regierung, Schweizer Beh&ouml;rden, der Bankiervereinigung und der mehr als 300 Schweizer Banken ist gleichbedeutend mit nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journal21.ch\/uncle-sam-plays-it-again?utm_source=Newsletter+Journal+21&amp;utm_campaign=52ff949837-Newsletter_vom_21_Dezember_201212_21_2012&amp;utm_medium=email\">Journal 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Weihnachtsgeschenk: automatischer Informationsaustausch wird kommen<\/strong><br>\nIm Vorfeld der Ablehnung des Steuerabkommens im Bundesrat wurde von Schweizer Seite und aus Regierungskreisen in Deutschland wiederholt die Alternativlosigkeit des Abkommens bem&uuml;ht. Entweder dieses Abkommen, oder keines. Entweder die Abgeltungssteuer, oder nichts. Der automatische Informationsaustausch wurde kategorisch ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2012\/12\/weihnachtsgeschenk-automatischer.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Slowakei &ndash; Exportchampion zu sein ist nicht immer ein Vorteil<\/strong><br>\n&bdquo;Die Slowakei produziert schon zu viel f&uuml;r die Welt&ldquo;, hei&szlig;t es in der Pravda. Die Tageszeitung erkl&auml;rt, dass die Exporte nunmehr 94 Prozent des Bruttoinlandprodukts ausmachen. Durch dieses Verh&auml;ltnis wird die Slowakei nach Malta, Luxemburg und Ungarn zu einem der meistexportierenden EU-Staaten sowie zu einem der handelsoffensten L&auml;ndern der Welt. Die slowakische Wirtschaft wird von der Automobilbranche unterst&uuml;tzt: 2012 wurden 850.000 Fahrzeuge hergestellt, also 157 pro 1000 Einwohner [&hellip;]<br>\nDie Wirtschaftsexperten betonen, dass das Wirtschaftswachstum der Slowakei nur auf dem Papier besteht: Es reduziert die Arbeitslosigkeit nicht und f&uuml;llt auch nicht die Staatskassen. Die Automobilhersteller profitieren von einem niedrigen Steuersatz und da der Gro&szlig;teil der Produktion exportiert wird, bezieht die Slowakei keine Steuern auf die Abs&auml;tze. Das Land ist zu sehr vom Handel abh&auml;ngig und erzeugt nur wenig f&uuml;r den eigenen Markt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/news-brief\/3190011-exportchampion-zu-sein-ist-nicht-immer-ein-vorteil?xtor=RSS-18\">Pravda via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Boehner&rsquo;s Failure and the GOP&rsquo;s Disgrace<\/strong><br>\nRemarkably, John Boehner couldn&rsquo;t get enough House Republicans to vote in favor of his proposal to keep the Bush tax cuts in place on the first million dollars of everyone&rsquo;s income and apply the old Clinton rates only to dollars over and above a million.<br>\nWhat? Even Grover Norquist blessed Boehner&rsquo;s proposal, saying it wasn&rsquo;t really a tax increase. Even Paul Ryan supported it.<br>\nWhat does Boehner&rsquo;s failure tell us about the modern Republican party?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/robertreich.org\/post\/38434115463\">Robert Reich<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>DGB-Mindestlohnforderung von 8,50 Euro liegt unter Niedriglohnschwellenwert<\/strong><br>\nDas europ&auml;ische Amt f&uuml;r Statistik, Eurostat, hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben, die den Anteil der Niedriglohnempf&auml;nger in der EU nach Geschlecht, Bildung und Art des Arbeitsvertrages ausweist. Zur Berechnung wurde ein so genannter Niedriglohnschwellenwert zugrunde gelegt.<br>\n&ldquo;Als Niedriglohnempf&auml;nger gelten diejenigen Arbeitnehmer, deren Bruttostundenverdienst zwei Drittel oder weniger des nationalen Medianverdienstes betr&auml;gt. Folglich sind die Schwellen, die bestimmen, ob ein Arbeitnehmer als Niedriglohnempf&auml;nger gilt, vor dem nationalen Hintergrund festgelegt und spezifisch f&uuml;r jeden Mitgliedstaat&rdquo;, definiert Eurostat. F&uuml;r Deutschland wird ein Niedriglohnschwellenwert von 10,20 Euro ausgewiesen.<br>\nDie H&ouml;he eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro, wie der DGB und auch die SPD ihn seit Jahren fordern, w&auml;re hieran gemessen nicht geeignet, den Niedriglohnsektor in Deutschland wirksam zu bek&auml;mpfen. Selbst Die Linke bleibt mit ihrer Forderung nach einem fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro unter dem Niedriglohnschwellenwert.<br>\nDas ist umso bedauerlicher, weil Deutschland obendrein unter den L&auml;ndern der Eurozone nach den Daten von Eurostat den drittgr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor hat (nur f&uuml;r Griechenland sind keine Zahlen angegeben). Gr&ouml;&szlig;er ist er nur noch in Zypern und in Estland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=7567\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Auch hinsichtlich der Vermeidung von Altersarmut ist ein Mindeslohn in H&ouml;he von 8,50 Euro nicht hinreichend. Weiter hei&szlig;t es in Thorsten Hilds Aufbereitung des statistischen Datenmaterials von Eurostat: &ldquo;Menschen mit niedrigem Bildungsstand haben in Deutschland schlie&szlig;lich EU-weit die schlechtesten Verdienstm&ouml;glichkeiten; nur in der Slowakei und Rum&auml;nien gibt es einen h&ouml;heren Anteil Niedriglohnempf&auml;nger mit niedrigem Bildungsstand.&rdquo; Der deutsche Niedriglohnsektor ist laut Analyse des Instituts f&uuml;r Arbeit und Qualifikation (IAQ) jedoch auch dadurch gekennzeichnet, da&szlig; ein sehr hoher Anteil der dort Besch&auml;ftigten &uuml;ber eine Ausbildung verf&uuml;gt: Nur 19,4 Prozent der im Niedriglohnsektor Besch&auml;ftigten haben keine Berufsausbildung, 70,1 Prozent verf&uuml;gen &uuml;ber eine Berufsausbildung, 10,5 Prozent haben sogar einen Universit&auml;ts- oder Fachhochschulabschlu&szlig;. Bildung ist also hierzulande mitnichten eine Garantie f&uuml;r eine ausk&ouml;mmliche Entlohnung. In Anlehnung an Merkel kann man mit etwas Sarkasmus formulieren: &ldquo;Deutschland geht es gut!&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geschenkverbot f&uuml;r M&uuml;llm&auml;nner &ndash; &ldquo;Da nich&rsquo; f&uuml;r!&rdquo;<\/strong><br>\nKein Geschenk, das mehr wert ist als zehn Euro, und erst recht kein Geld: Hamburger M&uuml;llm&auml;nner m&uuml;ssen gro&szlig;z&uuml;gigere weihnachtliche Dankesgesten in diesem Jahr ablehnen. Sie wurden eigens mit erkl&auml;renden K&auml;rtchen ausgestattet &ndash; und zum Thema Korruption geschult. [&hellip;]<br>\nDie neue Linie wurde nicht nur mit den kleinen K&auml;rtchen und einer unauff&auml;lligen Medienkampagne zur Information der B&uuml;rger begleitet, sondern vor allem von einem Wort mit Durchschlagskraft: Korruption. Die rund 2500 Kollegen der Stadtreinigung wurden von einem Mitarbeiter des Dezernats Interne Ermittlungen (DIE) der Hamburger Innenbeh&ouml;rde geschult und bekamen gleich zwei Faltbl&auml;tter zur &ldquo;Korruptionsbek&auml;mpfung&rdquo; in die Hand gedr&uuml;ckt: die seit 1. Juni 2012 geltenden &ldquo;Wichtigen Informationen&rdquo; der Stadtreinigung sowie eine Brosch&uuml;re des DIE. Darin wird erkl&auml;rt, dass Korruption kein Kavaliersdelikt sei, weil sie j&auml;hrlich enorme volkswirtschaftliche Sch&auml;den verursache, seri&ouml;sen Wettbewerb verdr&auml;nge, Arbeitspl&auml;tze vernichte &ndash; und direkt in die Strafbarkeit f&uuml;hre. &ldquo;Uns wurde sogar gesagt, wie viel Haft daf&uuml;r droht&rdquo;, so Rot &uuml;ber die Schulung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/hamburger-muellmaenner-duerfen-keine-geldgeschenke-mehr-annehmen-a-874122.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.W.:<\/strong> Um den immensen volkswirtschaftlichen Schaden n&auml;her beziffern zu k&ouml;nnen: Die Geb&uuml;hren f&uuml;r die Entsorgung eines 120 L M&uuml;llsacks 1x w&ouml;chentlich betragen laut <a href=\"https:\/\/www.srhh.de\/srhh\/opencms\/privatkunden\/gebuehren.html\">Hamburger Stadtreinigung 16,12 &euro; pro Monat<\/a>, das macht pro Woche ca. 4,00 &euro; pro Sack.<\/em><br>\n<em>Es fehlt mir leider die Information, wie viele illegale M&uuml;lls&auml;cke pro Woche dank Bestechung entsorgt werden. Vor dem Hintergrund, dass sich die Stadt Hamburg neben einer M&uuml;llverbrennungsanlage, die nat&uuml;rlich unterhalten werden muss, auch eine 575 Mio. &euro; teure Philharmonie leistet, ist der volkswirtschaftliche Schaden durch die dank Bestechung der M&uuml;llm&auml;nner illegal mitgenommenen M&uuml;lls&auml;cke nat&uuml;rlich gewaltig.<\/em><br>\n<em>Allein f&uuml;r die letzte Preissteigerung der Elbphilharmonie von 200 Mio. &euro; k&ouml;nnte man grob gesch&auml;tzt 50.000.000 120 L- M&uuml;lls&auml;cke gratis entsorgen&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zeitung: Vattenfall verlangt 3,5 Milliarden Euro f&uuml;r Atomausstieg<\/strong><br>\nDer schwedische Energiekonzern Vattenfall verlangt nach Medienangaben aus der deutschen Staatskasse rund 3,5 Milliarden Euro Schadenersatz f&uuml;r den Atomausstieg. Die Stockholmer Wirtschafts-Tageszeitung &laquo;Dagens Industri&raquo; nannte die Zahl ohne Angaben von Quellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-2\/zeitung-vattenfall-verlangt-3-5-milliarden-euro-fuer-atomausstieg-x1x\">Badische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesrat versagt Zustimmung zu Streubesitzdividendenregelung<\/strong><br>\nDer Bundesrat hat seine Zustimmung zu dem vom Bundestag am 29. November 2012 beschlossenen Gesetz zur Umsetzung des EuGH-Urteils vom 20. Oktober 2011 in der Rechtssache C-284\/09 (17\/11314, 17\/11711, 17\/11718) versagt. Dies teilt der Bundesrat in einer Unterrichtung (17\/11940) mit.<br>\nNach dem Bundestagsbeschluss sollten sogenannte Streubesitzdividenden, die an ausl&auml;ndische Unternehmen gezahlt werden, steuerfrei sein. Damit sollte ein Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) vom 20. Oktober 2011 in der Rechtssache C-284\/09 (Kommission gegen Bundesrepublik Deutschland) umgesetzt werden. Das Gericht hatte die Erhebung der Abgeltungsteuer auf Dividendenzahlungen an ausl&auml;ndische Unternehmen untersagt, wenn die Beteiligung unter zehn Prozent liegt und damit die sogenannte &bdquo;Mutter-Tochter-Richtlinie&ldquo; keine Anwendung findet. In diesen F&auml;llen war bisher Kapitalertragsteuer von 25 Prozent einbehalten worden, bei Vorhandensein eines Doppelbesteuerungsabkommens 15 Prozent. Bei inl&auml;ndischen Unternehmen wurde zwar auch die Kapitalertragsteuer erhoben, sie wurde jedoch mit der K&ouml;rperschaftsteuer verrechnet. Die unterschiedliche Behandlung in- und ausl&auml;ndischer Unternehmen war vom EuGH als Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Recht angesehen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_12\/2012_602\/02.html\">Deutscher  Bundestag <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Komplexe Uno-Mission in Haiti<\/strong><br>\nDie Cholera-Epidemie hat die Uno-Mission in Haiti in Misskredit gebracht. Deren vielf&auml;ltige Dienste in den Bereichen Sicherheit, Staatsaufbau, Infrastruktur und humanit&auml;re Hilfe braucht das Land jedoch weiterhin. Ein allein an milit&auml;rischen und polizeilichen Kriterien orientierter Begriff von Sicherheit w&auml;re gerade in Haiti fehl am Platz. Gewalt gedeiht hier vor allem auf dem Boden sozialer und wirtschaftlicher Fehlentwicklungen, mangelhafter oder inexistenter Institutionen, von Rechtsunsicherheit und Straflosigkeit. Oder wie es der Humanit&auml;re Koordinator der Uno, der Kanadier Nigel Fisher, unverbl&uuml;mt ausdr&uuml;ckt: &laquo;Warum ist Haiti, wie es ist? Ein schwacher Staat, eine Elite, der das Schicksal der breiten Bev&ouml;lkerung egal ist, eine von Embargos und subventionierten Billigimporten zerst&ouml;rte Wirtschaft, unkontrolliertes Bev&ouml;lkerungswachstum.&raquo; Die Unterscheidung zwischen humanit&auml;rer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sei hier nicht sinnvoll, meint Fisher; jedes Jahr bringe neue Katastrophen. 2012 gab es zun&auml;chst eine D&uuml;rre, dann Hurrikane und starke Regenf&auml;lle, die wegen der fast vollst&auml;ndigen Entwaldung und der prek&auml;ren Lebensverh&auml;ltnisse viel st&auml;rkeren Schaden anrichten als in den Nachbarl&auml;ndern. Weil die Ernte im Oktober zerst&ouml;rt wurde, rechnet die Uno bei rund 10 Millionen Einwohnern mit 1,5 Millionen &laquo;in extremer Nahrungsunsicherheit&raquo;, also Hunger. F&uuml;r Nothilfe ist die Minustah nicht zust&auml;ndig. Der zivile Arm der Mission leistet aber unter dem Titel der Gewaltpr&auml;vention Hilfe mit l&auml;ngerfristiger Perspektive. In gef&auml;hrdeten Gemeinden werden die Bewohner in arbeitsintensiven Infrastrukturprojekten besch&auml;ftigt. Frauen erhalten Coaching und Startkapital als Kleinunternehmerinnen. In einem Ausbildungs- und Sozialisierungsprojekt sollen Jugendliche aus Elendsvierteln dem Teufelskreis von Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalit&auml;t entzogen werden. Von ihren Gemeinden ausgew&auml;hlte Buben und M&auml;dchen ohne Schulabschluss lernen die Grundlagen des Handwerks eines Maurers, K&uuml;hlungstechnikers oder Elektroinstallateurs. Wo n&ouml;tig, werden sie alphabetisiert, psychologisch betreut und &uuml;ber die Gefahren von Alkohol und Drogen aufgekl&auml;rt; auch vermittelt man ihnen einen Begriff von B&uuml;rgersinn und Allgemeinwohl. Ein &auml;hnliches Programm gibt es f&uuml;r junge H&auml;ftlinge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/komplexe-uno-mission-in-haiti-1.17903600?extcid=Newsletter_21122012_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts der selbstverschuldeten und in der Folge mehr schlecht als recht gemanagten Finanzkrise und des dadurch verursachten Wohlstandsverlustes gro&szlig;er Bev&ouml;lkerungsteile in der westlichen Welt, st&ouml;&szlig;t es einen bitter auf, wenn ein Herr Niebel meint die deutsche Entwicklungshilfe-Quote mit der Griechenlandhilfe aufrechnen zu k&ouml;nnen: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/interview-mit-entwicklungsminister-niebel----wir-duerfen-mali-nicht-verlieren-,1472596,21125402.html\">Man k&ouml;nnte durchaus fragen, warum die Hilfen f&uuml;r Griechenland hier nicht eingerechnet werden. Athen hat doch die gleichen Probleme wie viele Entwicklungsl&auml;nder. Dann w&auml;re die Quote l&auml;ngst &uuml;bererf&uuml;llt.<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Bislang werden Milliarden f&uuml;r die Rettung auch deutscher Banken  zur Verf&uuml;gung gestellt, w&auml;hrend die Bev&ouml;lkerung nicht nur in den sogenannten Krisenl&auml;ndern ausgepresst wird. Sowohl Deutschland bzw. Europa oder die USA  werden nach dem Austerit&auml;tsregime als Antwort auf diese Finanzkrise in der Tat Probleme haben, die wir bisher nur von Entwicklungsl&auml;ndern kannte. Wie gut h&auml;tte man die Bankenrettungsgelder im Kampf gegen die auch ohne Krise viel zu hohe Arbeitslosigkeit und die soziale Deprivation ganzer Bev&ouml;lkerungsteile in Deutschland einsetzen k&ouml;nnen. &ndash; Und in L&auml;ndern, deren Not die unsere (europ&auml;ische) bei weitem &uuml;bertrifft. Schon vergessen? Haiti ist ein solches Land. Die wirklich hervorragende Auslandsberichterstattung der NZZ erinnert daran.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Auml;gyptischer Verfassungsstreit: Die Angst vor den Pharaonen<\/strong><br>\nGegen den Verfassungsentwurf der Muslimbruderschaft gibt es viele Einw&auml;nde. Es gibt aber auch Argumente f&uuml;r ihn: Von den religi&ouml;sen Bezugnahmen auf die famili&auml;re Rolle der Frau hat man sich verabschiedet. Der zuletzt besonders von Frauen ge&auml;u&szlig;erte Vorwurf, der Entwurf sei noch frauenfeindlicher als die Verfassung von 1971, ist indes kaum haltbar. Ein Vergleich der beiden Fassungen ergibt, dass man sich in der neuen Version sogar von religi&ouml;sen Bezugnahmen auf die gesellschaftliche wie famili&auml;re Rolle der Frau verabschiedet hat. So hie&szlig; es im Hinblick auf die Bem&uuml;hungen des Staates, Frauen die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu erleichtern, 1971 noch in Artikel 11, dass dies ohne &bdquo;Verst&ouml;&szlig;e gegen die islamische Rechtsprechung&ldquo; erfolgen solle. Diese Auflage findet sich im jetzigen Verfassungsentwurf nicht mehr. Hier garantiert der &auml;gyptische Staat mittlerweile sogar kostenlose medizinische Versorgung f&uuml;r Mutter und Kind. Auch wird in der neuen Fassung die Gleichberechtigung der Frau ausdr&uuml;cklich in den Vordergrund gestellt.<br>\nUnverkennbar ist jedoch das Bestreben, dem Verfassungswerk und damit auch der k&uuml;nftigen &auml;gyptischen Regierung eine deutlichere religi&ouml;se Note zu verleihen, und dies nicht nur im Hinblick auf den Islam. Dieser ist zwar wie bisher Staatsreligion, nun aber sichert die neue Verfassung Christen wie Juden nicht nur Religionsfreiheit, sondern auch eine weitgehend autonome Rechtsprechung in internen religi&ouml;sen und familienbezogenen Angelegenheiten zu. Damit folgt man dem einstigen pluralistischen Modell des Osmanischen Reiches. Die hin und wieder ge&auml;u&szlig;erte Kritik, die Freiheit nichtabrahamitischer Religionen sei hiermit nicht garantiert, entbehrt jeder Grundlage: Artikel 43 definiert die Glaubensfreiheit als ein fundamentales Menschenrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/aegyptischer-verfassungsstreit-die-angst-vor-den-pharaonen-11999247.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Meisten von uns d&uuml;rften von der neuen Verfassung in &Auml;gypten nur &uuml;ber die Medien informiert sein. Und hier dominieren Aufmerksamkeit erregende Schlagzeilen wie &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/51\/Al-Aswani-Interview\">Faschistische Verfassung<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Insofern ist es f&uuml;r uns von Nutzen, wenn jemand etwas tiefer in die Details dieser Verfassung zu geht, wie es Joseph Croitoru versucht. Allerding wird es sehr darauf ankommen, wer die Verfassung auslegen wird. Wenn Croitrou dem Vorwurf, dass in der neuen &auml;gyptische Verfassung der islamischen Al-Azhar-Universit&auml;t ein Einspruchsrecht einger&auml;umt werde, entgegnet dass dies nur f&uuml;r Angelegenheiten der Scharia gilt, so hilft uns das auch nicht weiter. Denn in  Artikel zwei steht: &ldquo;Die Grunds&auml;tze der Scharia, also des islamischen Rechts sind die Hauptquelle der Gesetzgebung.&rdquo; Dass man hier aber auch hier auf jedes Wort achten muss, zeigt sich darin, dass mit dem Wort &ldquo;Die Grunds&auml;tze&rdquo; die Bestrebungen der Salafisten gekontert wurden, die dort verankert haben wollten, dass die Scharia die Quelle des &auml;gyptischen Rechts wird. Ein ganz wesentlicher Unterschied. &ndash; Sicherlich wichtig, aber dieses Schariadiskussion nervt ein wenig. Wie steht es mit der Macht des Pr&auml;sidenten? Welche Rolle ist dem Milit&auml;r vorgeschrieben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Weihnachtsfeier und Mitgliederversammlung 2012 Junge Union M&uuml;nster<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/121221_hinweis_17.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=537126906298039&amp;set=a.537126532964743.132953.446626912014706&amp;type=1\">JU M&uuml;nster via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch die <a href=\"http:\/\/www.ju-muenster.de\/lokal_1_1_184_Stellungnahme-der-JU-Muenster.html\">Stellungnahme der JU M&uuml;nster<\/a> macht die Sache nicht besser &ndash; im Gegenteil. Jungpolitikern, die unter der schwarz-wei&szlig;-roten Flagge posieren darf man durchaus eine mangelnde Sensibilit&auml;t f&uuml;r die deutsche Geschichte absprechen. In einer Partei, in der man die &bdquo;Ausgrenzung&ldquo; der NPD auch schon mal mit <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2012\/12\/20\/eklat-in-anklam-cdu-politiker-vergleicht-npd-ausgrenzung-mit-judenverfolgung_10913\">der Judenverfolgung vergleicht<\/a>, sind sie jedoch offenbar gut aufgehoben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15554","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15554"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15554\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15563,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15554\/revisions\/15563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}