{"id":15565,"date":"2012-12-27T14:01:27","date_gmt":"2012-12-27T13:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15565"},"modified":"2019-07-25T11:06:56","modified_gmt":"2019-07-25T09:06:56","slug":"erziehung-zum-klassenhass-waldorfschuler-verspotten-ihre-chorweiler-nachbarn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15565","title":{"rendered":"Erziehung zum Klassenhass? Waldorfsch\u00fcler verspotten ihre Chorweiler Nachbarn"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Waldorfsch&uuml;ler verspotten ihre Chorweiler Nachbarn&ldquo; &ndash; so lautete eine <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/chorweiler\/abi-zeitung-waldorfschueler-verspotten-chorweiler,15187566,21161774.html\">Schlagzeile des &bdquo;K&ouml;lner Stadtanzeigers&ldquo; vom 20. Dezember 2012<\/a>. In dem Artikel wird berichtet, wie K&ouml;lner Waldorfsch&uuml;ler den Stadtteil Chorweiler sehen, in dem sich ihre Schule befindet. &bdquo;Das Viertel f&auml;rbt ab&ldquo; &ndash; so lautete das Thema eines Mottotages der Abiturienten der Waldorfschule. Teilergebnisse davon sind in der Abi-Zeitung der Sch&uuml;ler ver&ouml;ffentlicht worden, darauf abgebildet: eine junge Schwangere mit Zigarette, Gro&szlig;familien mit &bdquo;10 Kus&auml;&auml;ngs und 19 Kusin&auml;&auml;n&ldquo;, gewaltbereite Jugendliche, posende M&auml;dchen in Jogginghosen. Die Abi-Zeitung hat im Stadtteil Chorweiler f&uuml;r viel Aufregung gesorgt, da sie auf einem Adventsbasar verkauft wurde. F&uuml;r die Bezirksb&uuml;rgermeisterin ist unverst&auml;ndlich, &bdquo;dass die beteiligten Lehrer augenscheinlich nicht im Vorfeld der Mottotage &uuml;ber die diskriminierenden Aspekte und das m&ouml;gliche Konfliktpotenzial des Mottotags gesprochen haben.&ldquo; Ein ganzes Stadtviertel und seine Bewohner seien abgewertet, Hohn und Spott &uuml;ber Gleichaltrige ausgesch&uuml;ttet worden. Die Abiturienten h&auml;tten ein &bdquo;Unreifezeugnis&ldquo; verdient. Von <strong>Joke und Petra Frerichs<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nChorweiler z&auml;hlt zu den sozialen Brennpunkten der Stadt:  mit einem Migrantenanteil von &uuml;ber 40 % und hoher Jugend-Arbeitslosigkeit. Jugendliche, die aus Chorweiler kommen, sind bei der Suche nach Ausbildungspl&auml;tzen stark benachteiligt, berichtet die Bezirksb&uuml;rgermeisterin.<\/p><p>Die Reaktionen in der &Ouml;ffentlichkeit haben die Schulleitung zu einer Stellungnahme veranlasst. Die Sch&uuml;ler h&auml;tten sich zwischenzeitlich entschuldigt; auch habe an der Schule eine Debatte dar&uuml;ber begonnen, &bdquo;wie man neue Verbindungen in den Stadtteil schaffen kann. Wir sind st&auml;rker gefordert, als wir das vermutet hatten. Wir sind vor 15 Jahren mit der Schule nach Chorweiler gegangen mit der festen Absicht, uns dem Viertel gegen&uuml;ber zu &ouml;ffnen und mit ihm zusammenzuleben.&ldquo;  Auch nach 15 Jahren k&auml;men  zwar Sch&uuml;ler aus der ganzen Region in die Waldorfschule nach Chorweiler &ndash; &bdquo;nur aus Chorweiler selbst ist nach Angaben der Schule so gut wie nie jemand dabei.&ldquo; Immerhin wird die Privatschule zu rund 90 Prozent mit j&auml;hrlich 2,6 Millionen Euro aus Steuermitteln finanziert; wohingegen &ndash; gar nicht weit entfernt &ndash; der Jugendclub &bdquo;Escher Stra&szlig;e&ldquo;, der viel f&uuml;r die Integration junger Leute geleistet hat,  geschlossen wird.<\/p><p>Wir wissen nicht, welche Intentionen die Lehrer der privaten Waldorfschule mit ihrer Aufgabenstellung verfolgt haben. Man k&ouml;nnte achselzuckend zur Tagesordnung &uuml;bergehen, wenn es sich lediglich um ein singul&auml;res Ereignis handeln w&uuml;rde. Aber der &bdquo;Fall Chorweiler&ldquo; ist nur ein Beispiel f&uuml;r die sich verst&auml;rkende gesellschaftliche Tendenz, sozial Benachteiligte zu diskriminieren. Man denke nur an die Kampagnen der Bildzeitung (Stichwort: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/news\/aktuell\/news\/sozial-abzocke-karibik-klaus-46656.bild.html\">&bdquo;Karibik-Klaus&ldquo;<\/a> oder &bdquo;Florida-Rolf&ldquo; ) und einiger Privatsender, die regelrechte Hetzjagden auf sozial Benachteiligte wie Sozialhilfe- oder Hartz IV-Bezieher veranstalteten. Publizistisch begleitet wurden derartige Kampagnen z.B. durch Thesen G&ouml;tz Alys, der 2004 auf dem H&ouml;hepunkt der Anti-Hartz IV-Proteste davon sprach, es sei die historische Aufgabe der Politik, den langen Abschied von der &bdquo;Volksgemeinschaft&ldquo; zu vollziehen. Mit &bdquo;Volksgemeinschaft&ldquo; meinte er die sozialen Sicherungssysteme als angebliches Erbe des NS-Staates. Oder denken wir an neo-konservative &bdquo;Vordenker&ldquo; wie Paul Nolte oder Heinz Bude, die die Errungenschaften des Sozialstaats daf&uuml;r verantwortlich machten, dass Arbeitslose sich in der sozialen H&auml;ngematte ausruhten und ihnen daher die Motivation fehlte, sich um Arbeit zu bem&uuml;hen. Zu nennen sind auch die &bdquo;Propagandisten der sozialen Ungleichheit&ldquo; (A. v. Lucke) wie Thilo Sarrazin und Peter Sloterdijk, die den Sinn von Transferleistungen f&uuml;r die Unterschicht insgesamt infrage stellen; hierin einer Meinung mit Gunnar Heinsohn, der u.a. eine Reduzierung der &bdquo;Unterschichtengeburten&ldquo; forderte und kritisierte, dass Arbeitslose Elterngeld erhalten. Derartigen Thesen wurde h&ouml;chste &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit geschenkt; sie wurden gewisserma&szlig;en zur Legitimationsfassade der Agenda-Politik. Erinnert sei in diesem Zusammenhang ebenfalls an den medial-inszenierten Aufruhr, als der damalige SPD-Vorsitzende Beck eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, in der vom &bdquo;abgeh&auml;ngten Prekariat&ldquo; die Rede war, mit der Formulierung kommentierte: &bdquo;Manche nennen es ein Unterschichten-Problem.&ldquo; Der damalige SPD-Generalsekret&auml;rs Hubertus Heil bem&uuml;hte sich klarzustellen, dass seine Partei sich einen solchen Begriff nicht zu eigen mache. Franz M&uuml;ntefering lie&szlig; verlauten, es g&auml;be keine Schichten in Deutschland (Gl&uuml;ck auf!, m&ouml;chte man ausrufen). Wer die Gesellschaft in Kategorien und Schichten aufzuteilen versuche, stigmatisiere die Menschen. Die das tun, seien weltfremde Soziologen. Wohl gemerkt: Nicht die Tatsache, dass die Pole der Gesellschaft immer weiter auseinanderdriften, wurde von ihm skandalisiert, sondern der <em>Begriff<\/em>  Unterschicht. Frei nach dem Motto: schaffen wir die Begriffe ab, dann beseitigen  sich die Probleme ganz von selbst. W&auml;hrend Magret Thatcher seinerzeit behauptete, es g&auml;be  keine Gesellschaft, sondern nur Individuen, gibt es f&uuml;r Franz M&uuml;ntefering nur Gesellschaft, aber keine Schichten. Beiden sei ins Stammbuch geschrieben, was Marx schon vor 150 Jahren kritisierte: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Bev&ouml;lkerung ist eine Abstraktion, wenn ich z.B. die Klassen, aus denen sie besteht, weglasse. Diese Klassen sind wieder ein leeres Wort, wenn ich die Elemente nicht kenne, auf denen sie beruhn. Z.B. Lohnarbeit, Kapital etc.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Auch der jetzige Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbr&uuml;ck, meldete sich in der Debatte zu Wort. In einem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2003\/47\/Steinbr_9fck\/seite-5\">Interview mit der ZEIT<\/a> vom 13.11.2003 definierte er, was er unter einer sozial gerechten Politik versteht. Das sei eine Politik f&uuml;r jene, <em>&bdquo;die etwas f&uuml;r die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitspl&auml;tze schaffen, kurzum, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um sie &ndash; und nur um sie, muss sich Politik k&uuml;mmern.&ldquo;<\/em><\/p><p>Da fragt sich nur, was eigentlich mit dem Rest der Gesellschaft geschehen soll, wenn sich die Politik f&uuml;r sie nicht mehr zust&auml;ndig f&uuml;hlt. Derartige Formulierungen verraten eine sozialdarwinistische Denkweise, die einer <em>&bdquo;Biologisierung des Sozialen&ldquo;<\/em> (Christoph Butterwegge) Vorschub leisten. In diesem Zusammenhang weist der Bielefelder Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer mit Bezug auf eigene Untersuchungen zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auf den Umstand hin, dass Menschen zunehmend nach ihrer wirtschaftlichen N&uuml;tzlichkeit bewertet w&uuml;rden. Dies f&uuml;hre insbesondere zu einer Abwertung von Arbeitslosen. In einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-69821798.html\">Interview mit dem SPIEGEL<\/a> v. 3.4.2010 f&uuml;hrt er aus: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir k&ouml;nnen belegen, dass die Mittelschicht seit Einf&uuml;hrung von Hartz IV massive Angst hat. Das f&uuml;hrt dazu, dass Mitmenschen vor allem nach ihrer N&uuml;tzlichkeit bewertet und damit auch abgewertet werden. Der autorit&auml;re Kapitalismus hat es geschafft, seine Verwertungskriterien ohne Widerstand der ganzen Gesellschaft &uuml;berzust&uuml;lpen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Michael Hartmann <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-04\/hartz-IV-eliten\/komplettansicht\">res&uuml;miert<\/a> seine Forschungsergebnisse zu den Einstellungen von Angeh&ouml;rigen der Elite dahingehend, dass eine <em>in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie dagewesene Radikalisierung der Eliten<\/em> stattgefunden habe und diese <em>den Kontakt mit anderen Lebenswirklichkeiten weitgehend verloren<\/em> h&auml;tten.<br>\nZu &auml;hnlichen Ergebnissen f&uuml;r die englische Gesellschaft kommt der Sozialhistoriker Owen Jones. In seinem Buch: <a href=\"http:\/\/www.vat-mainz.de\/buecher\/sachbuch\/jones-prolls.php\">Prolls. Die D&auml;monisierung der Arbeiterklasse<\/a> diagnostiziert er einen um sich greifenden Klassenhass in der britischen Gesellschaft &ndash; nur sind es nicht die Linken und die Gewerkschaften, die den Klassenkampf predigen, sondern Konservative, <em>distinguierte Herren in Ma&szlig;anz&uuml;gen<\/em>, wie Jones erkl&auml;rt. Sie sind es, <em>die den Prolls die Fresse polieren<\/em> m&ouml;chten und ihre sozialrassistischen Thesen ungeniert in aller &Ouml;ffentlichkeit verbreiten. Jones weist nach, dass auf die einst so stolze Arbeiterklasse nur noch mit Verachtung herabgeschaut wird. Das sei das Ergebnis einer gigantischen Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums und einer gezielten De-Industrialisierungspolitik Thatchers, in deren Folge nicht nur viele Traditionsbetriebe und  Institutionen, sondern auch Werte der Arbeiterklasse wie Zusammenhalt und Solidarit&auml;t zerschlagen wurden. <\/p><p>Albrecht M&uuml;ller und Wolfgang Lieb haben in den &bdquo;Hinweisen des Tages&ldquo; der NachDenkSeiten vom <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14465#h10\">18.9.<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h13\">20.9. 2012<\/a>, auf ausf&uuml;hrliche Rezensionen des Buches von Owen Jones hingewiesen. Man sollte sich &uuml;berhaupt ihre Empfehlung zu eigen machen, &ouml;fter einmal auf &auml;ltere Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zur&uuml;ckzugreifen. Neben den hier genannten Texten w&auml;ren (nur beispielhaft) zu nennen:<\/p><ul>\n<li>Hans Otto R&ouml;&szlig;er: &bdquo;Krieg dem P&ouml;bel&ldquo;. Die neuen Unterschichten in der Soziologie deutscher Professoren (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3503\">NDS v. 10. Okt. 2008<\/a>)<\/li>\n<li>G&ouml;tz Eisenberg: Schulen: Verl&auml;ssliche Orte oder Zulieferbetriebe f&uuml;r Markt und Industrie (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12995\">NDS v. 26.4.2012<\/a>)<\/li>\n<li>G&ouml;tz Eisenberg: Die gro&szlig;e Wut der &Uuml;berz&auml;hligen (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10602\">NDS v. 2.9.2011<\/a>)<\/li>\n<li>Christoph Butterwegge: &Uuml;ber die ideologische Entsorgung des Armutsproblems (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1946\">NDS v. 18.12.2006<\/a>)<\/li>\n<\/ul><p>Liest man die genannten Beitr&auml;ge nach, wundert man sich gar nicht mehr so sehr, dass Waldorfsch&uuml;ler ihre Altersgenossen in Chorweiler verh&ouml;hnen und verspotten. Sie liegen ganz im gesellschaftlichen Trend; einem Trend, dem energisch entgegenzutreten ist: im eigenen Alltag und wo immer sich Tendenzen zur Diskriminierung anderer zeigen. So darf man gespannt sein, welche Schritte die Schulleitung in Chorweiler unternimmt, um einen Beitrag zum besseren Zusammenleben im Viertel zu leisten. <\/p><p>Gerade hinsichtlich der sozialen Integration haben Schulen und Lehrkr&auml;fte einen immens wichtigen p&auml;dagogisch-sozialen und schulpolitischen Auftrag zu erf&uuml;llen und jeder Form von Sozialrassismus mit geeigneten und m&ouml;glichst phantasievollen p&auml;dagogischen Konzepten entgegenzuwirken. Wenn Sch&uuml;ler der Waldorfschule mit Verachtung auf ihre Altersgenossen herabblicken, ist zu fragen, woraus derartige Ressentiments resultieren. Sind es lediglich Vorurteile oder beruhen sie auf Alltagserfahrungen? Beides m&uuml;sste zum Unterrichtsgegenstand erhoben werden, zumal sich die Freie Waldorfschule in einem sozial unterprivilegierten Stadtteil befindet, in dem soziale Spannungen unvermeidlich sind. Im Rahmen von Unterrichts-Projekten w&auml;ren die Ursachen sozialer Ungleichheit aufzuarbeiten, und zwar so konkret wie m&ouml;glich; vielleicht anhand von Fallbeispielen benachteiligter Jugendlicher. Auf diese Weise k&ouml;nnten vergleichsweise privilegierte Waldorfsch&uuml;ler erfahren, was es hei&szlig;t, wenig oder keine sozialen Chancen zu haben. Eine &auml;hnliche Intention verfolgt der Film <a href=\"http:\/\/www.stadtsender.de\/extra\/info\/50765.html#\">&bdquo;Leben in Chorweiler. Eine Untergrundreportage&ldquo;<\/a>, der am Beispiel eines jungen Mannes die prek&auml;re Lage in der Unterschicht konkret aufzeigt. Der Film k&ouml;nnte &ndash; wenn es denn erw&uuml;nscht w&auml;re &ndash; zur sozialen Sensibilisierung der Waldorfsch&uuml;ler beitragen und m&ouml;glicherweise einen Bewusstseins- und Gesinnungswandel unter ihnen einleiten. Statt &bdquo;Ein Viertel f&auml;rbt ab&ldquo; sollte es dann hei&szlig;en: &bdquo;Du bist Chorweiler&ldquo;!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Waldorfsch&uuml;ler verspotten ihre Chorweiler Nachbarn&ldquo; &ndash; so lautete eine <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/chorweiler\/abi-zeitung-waldorfschueler-verspotten-chorweiler,15187566,21161774.html\">Schlagzeile des &bdquo;K&ouml;lner Stadtanzeigers&ldquo; vom 20. Dezember 2012<\/a>. In dem Artikel wird berichtet, wie K&ouml;lner Waldorfsch&uuml;ler den Stadtteil Chorweiler sehen, in dem sich ihre Schule befindet. &bdquo;Das Viertel f&auml;rbt ab&ldquo; &ndash; so lautete das Thema eines Mottotages der Abiturienten der Waldorfschule. 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