{"id":155803,"date":"2026-09-06T09:00:42","date_gmt":"2026-09-06T07:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803"},"modified":"2026-09-04T12:36:17","modified_gmt":"2026-09-04T10:36:17","slug":"hinweise-der-woche-475","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h01\">Erst der hybride Krieg, dann die Beweise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h02\">Roland Popp: &bdquo;Selten haben sich Europas Eliten so einseitig gegen Russland positioniert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h03\">Westliche Dystopie: Was ist Realit&auml;t, was M&auml;rchen? Ein Friedens-Narrativ fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h04\">Wie deutsche Politik und Medien das T&ouml;ten normalisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h05\">Deutschland tr&auml;gt eine Mitschuld an den Folgen der Atomtests: Internationaler Tag gegen Atomwaffentests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h06\">Der gr&ouml;&szlig;te Raub: Venezuelas &Ouml;l und ein Imperium im Niedergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h07\">Br&uuml;ssel verschl&auml;gt es die Sprache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h08\">Der Kanzler macht Wahlkampf f&uuml;r die AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h09\">Wer soll das bezahlen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803#h10\">Mieter am Limit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Erst der hybride Krieg, dann die Beweise?<\/strong><br>\nWie aus einem ungekl&auml;rten Anschlagsversuch die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Umbau der inneren Sicherheit wird [&hellip;]<br>\nNun ist eine Abschreckungsdrohung, die ihren Adressaten nicht nennt, nach au&szlig;en wirkungslos. Wer nicht angesprochen wird, muss sich nicht angesprochen f&uuml;hlen. Ihre Wirkung entfaltet sie dort, wo das Publikum ohnehin wei&szlig;, wer gemeint ist. [&hellip;]<br>\nBemerkenswert ist, womit die Bundesregierung ihre Abschreckungsank&uuml;ndigung unterlegt. Als wichtiges Ziel des Vorhabens nannte Merz in Neuhardenberg das Gesetzespaket zu den Nachrichtendiensten, das das Kabinett am 12. August beschlossen hatte.<br>\nDie angek&uuml;ndigte Antwort auf einen &auml;u&szlig;eren Angriff mit unbekanntem Urheber ist also ein Inlandsgesetz. Auf &uuml;ber siebenhundert Seiten erhalten Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz erstmals aktive Eingriffsbefugnisse. Der BND soll in IT-Systeme etwa von Drohnenfabriken eindringen d&uuml;rfen, um die Fertigung zu sabotieren, Server von Hackergruppen und Desinformationsakteuren abschalten, Warenlieferungen manipulieren. Erhobene Daten darf er sechs Monate ungesichtet speichern, Metadaten bis zu zw&ouml;lf. Das Kanzleramt nennt es die grundlegendste Reform der Dienste seit ihrem Bestehen.<br>\nEntscheidend ist der Zeitpunkt. Der Entwurf lag Anfang Juli &ouml;ffentlich vor, vier Wochen vor Leipzig. Der Anschlagsversuch hat dieses Gesetz nicht ausgel&ouml;st. Er hat ihm das Fenster ge&ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/erst-der-hybride-krieg-dann-die-beweise\/\">Arno Gottschalk auf Blog der Republik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Es ist &uuml;berlebensnotwendig, potenziell kriegsausl&ouml;sende &bdquo;Beweise&ldquo; kritisch zu hinterfragen<\/strong><br>\nFriedrich Merz &ndash; als selbsternanntes Oberhaupt einer europ&auml;ischen Koalition der Willigen &ndash; ergriff (nach vier Wochen Bedenkzeit!) die Gelegenheit beim Schopf und nutzt die Leipziger Drohne f&uuml;r eine &bdquo;geopolitische&ldquo; Zuspitzung. Sie dient ihm als Mittel zum Zweck. Zum einen ist sie Gelegenheit, um von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken, zum anderen bietet sie die Chance, die Gangart gegen&uuml;ber Moskau zu versch&auml;rfen.<br>\nDer Grund daf&uuml;r liegt auf der Hand: Die Entwicklungen in der Ukraine (wiederholte Entlassungen in der ukrainischen Regierungs- und Armeef&uuml;hrung, sich h&auml;ufende Korruptionsskandale, aufbrechende innerukrainische Richtungsk&auml;mpfe, zunehmende Angriffe Russlands auf die milit&auml;rische und zivile Infrastruktur) haben auch den letzten Ukraine-Optimisten vor Augen gef&uuml;hrt, dass sich das Land &ndash; ohne massive Unterst&uuml;tzung von au&szlig;en &ndash; nicht mehr lange halten kann, ja dass die ukrainischen Milit&auml;rs Schwierigkeiten haben, &uuml;berhaupt noch gen&uuml;gend Soldaten f&uuml;r den Krieg zu mobilisieren.<br>\nDie im Westen hochgelobten, letztlich aber hilflosen Versuche der Ukraine, Russland mit weitreichenden Drohnen- und Raketenangriffen empfindlich zu schw&auml;chen oder mit geheimdienstlichen Sabotageaktionen und Attentaten zu verunsichern, haben das Gegenteil bewirkt: Russland wird seine Anstrengungen verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/bundesregierung-dreht-wegen-drohne-die-eskalationsspirale-mit-russland-weiter\/7ea9cd44-8378-4822-9716-116d4e9c0716\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Drohne war nur der Z&uuml;nder<\/strong><br>\nEin missgl&uuml;ckter Anschlag erkl&auml;rt nicht, warum Berlin Konsulate und Kulturkan&auml;le kappt. Wer den Blick hebt, sieht eine Ukraine unter milit&auml;rischem, personellem und finanziellem Druck, eine ver&auml;nderte russische Kriegf&uuml;hrung und ein Deutschland, das immer tiefer in die ukrainische R&uuml;stungs- und Nachschubstruktur hineinr&uuml;ckt. Die Drohne zwischen Leipzig und Halle an der Saale detonierte nicht. Politisch war ihre Sprengkraft jedoch bemerkenswert. [&hellip;]<br>\nBesonders eigent&uuml;mlich ist, wie die Bundesregierung diese L&uuml;cke kommuniziert. Noch am 31. August hatte Regierungssprecher Stefan Kornelius angek&uuml;ndigt, eine Attribution werde erst vorgenommen, wenn sie &bdquo;umfassend schl&uuml;ssig&ldquo; sei, &bdquo;in sich ruht und f&uuml;r sich spricht&ldquo;. Auf die naheliegende Nachfrage, ob das bedeute, dass die &Ouml;ffentlichkeit anschlie&szlig;end auch Beweise zu sehen bekomme, antwortete er, &bdquo;das &uuml;berlasse ich nach der Attribuierung dann Ihrem Urteil.&ldquo; Auf die erneute Frage nach Beweisen verwies er darauf, dass staatsanwaltliche Ermittlungen schlie&szlig;lich dazu dienten, Beweise &bdquo;zu sichern und zu sammeln&ldquo;.<br>\nEinen Tag sp&auml;ter war die Attribution da. Die angek&uuml;ndigte Schl&uuml;ssigkeit wurde allerdings nicht konkreter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-drohne-war-nur-der-zuender\/\">Globalbridge<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Leipzig-Drohne: Wie Medien die Politik vor sich her treiben<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155629\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Roland Popp: &bdquo;Selten haben sich Europas Eliten so einseitig gegen Russland positioniert&ldquo;<\/strong><br>\nGerade reiste CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau. Medienberichten zufolge soll er Putin vor einem Angriff auf NATO&#8209;Gebiet gewarnt haben. Milit&auml;rhistoriker Roland Popp ordnet die Lage ein &ndash; und kritisiert Br&uuml;ssel scharf. Ein Gespr&auml;ch [&hellip;]<br>\nEs scheint, hinter den T&uuml;ren gibt es viel Bewegung. Gerade reiste CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau. Medienberichten zufolge soll er Putin vor einem Angriff auf NATO-Territorium gewarnt haben. Wie ordnen Sie das Treffen ein?<br>\nDie Amerikaner befinden sich nun selbst in einem l&auml;ngeren, nicht enden wollenden Krieg mit dem Iran. Insofern werden Drohungen die Russen kaum &uuml;berzeugen. CIA-Direktoren werden sehr selten f&uuml;r diplomatische Missionen eingesetzt. Deshalb wird spekuliert, dass es sich bei Ratcliffs Reise um einen &auml;hnlichen Vorgang wie bei der Reise des damaligen CIA-Direktors William Burns Ende 2021 handelt, der kurz vor der Invasion dem Kreml erkl&auml;rte, dass die USA w&uuml;ssten, was geplant sei, und eine Warnung aussprach. Nun wird spekuliert, dass Ratcliff den Kreml vor einem milit&auml;rischen Abenteuer im Baltikum warnte. Ich habe dabei allergr&ouml;&szlig;te Zweifel. Mir ist strategisch &uuml;berhaupt nicht klar, was irgendeine, auch eine begrenzte russische Operation im Baltikum bringen sollte, au&szlig;er die Siegchancen der Russen in der Ukraine zu minimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/simon-zeise\/roland-popp-im-interview-ueber-hybriden-krieg\/df40eb04-5525-46dc-b63f-af28e484b0e2\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wollen Europas Eliten den Krieg mit Russland?<\/strong><br>\nStatt Besonnenheit nach dem Drohnen-Zwischenfall in Leipzig dreht Europa weiter an der Eskalationsspirale. Viele Entscheidungstr&auml;ger halten den Krieg mit Russland l&auml;ngst f&uuml;r n&ouml;tig. Aufhalten k&ouml;nnen ihn nur die B&uuml;rger Europas.<br>\nIn einem W&auml;ldchen nahe Berlin wird ein Waffendepot gefunden &ndash; immerhin zwei ganze Faustfeuerwaffen &ndash; und obwohl der Fund schon letzten Herbst geschah, schwillt die Kriegsstimmungsmache pl&ouml;tzlich akut an. Anfang August gab es einen Zwischenfall mit zwei (oder vielleicht doch drei?) Drohnen am Flughafen Leipzig, eine davon mit Sprengstoff best&uuml;ckt. Nun hat die deutsche Regierung Russland daf&uuml;r offiziell verantwortlich gemacht und Konsequenzen angek&uuml;ndigt. Am Wochenende davor wurde in anonymen Quellen gemunkelt, dass es eine wahre Zeitenwende 2.0 werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/russland-leipzig-drohne-putin-europa\/\">Jacobin<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Eskalation im deutsch-russischen Verh&auml;ltnis: Bundesregierung will das Russische Haus schlie&szlig;en<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155706\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Westliche Dystopie: Was ist Realit&auml;t, was M&auml;rchen? Ein Friedens-Narrativ fehlt<\/strong><br>\nIm britischen Nationalarchiv wurden 2022 Dokumente aus den Jahren 1995 bis 1999 freigegeben, die sich mit der Frage der Nato-Erweiterung besch&auml;ftigen. Aktuell sind sie nicht online, sondern m&uuml;ssen vor Ort eingesehen werden. Marc Curtis von Declassified UK hat das getan. Sein Bericht l&auml;sst keinen Zweifel daran, dass auch die britischen Regierungschefs (erst John Major, dann Tony Blair) genau wussten, dass die Erweiterung der Nato f&uuml;r Russland ein neuralgischer Punkt war, oder wie es der US-Botschafter Burns in seinem ber&uuml;hmten Bericht &bdquo;Njet means njet&ldquo; formulierte, als es um die Nato-Einladung der Ukraine ging: Es war &bdquo;die r&ouml;teste aller roten (russischen) Linien&rdquo;. Es ging nicht um pathologische russische Hirngespinste. Nein, die Briten analysierten im September 1999 messerscharf:\n<blockquote><p>&ldquo;The underlying reason for this disquiet (which is genuine) is a feeling that the United States and Nato are a law unto themselves. The idea that the West takes little account of Russian interests and that the process of Nato enlargement is intended to constrain Russia still further.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>&Uuml;bersetzung: Der eigentliche Grund f&uuml;r diese (durchaus berechtigte) Besorgnis ist das Gef&uuml;hl, dass die Vereinigten Staaten und die NATO sich &uuml;ber jedes Gesetz hinwegsetzen. Die Vorstellung, dass der Westen den russischen Interessen kaum Rechnung tr&auml;gt und dass der Prozess der NATO-Erweiterung darauf abzielt, Russland noch weiter einzuschr&auml;nken.&ldquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.declassifieduk.org\/nato-expansion-would-provoke-russians-uk-understood\/\">declassifieduk.org\/nato-expansion-would-provoke-russians-uk-understood\/<\/a><br>\nDas war zu einer Zeit, als Russland politisch, &ouml;konomisch und sozial am Boden lag, und im Westen mit Vorliebe gedacht wurde, man k&ouml;nne Russland und seine Reaktionen irgendwie &bdquo;managen&ldquo;, kurz, Russland unter die westliche Knute zwingen. Auch das geht aus der Berichterstattung &uuml;ber die freigegebenen britischen Dokumente eindeutig hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/westliche-dystopie-was-ist-realitat\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie deutsche Politik und Medien das T&ouml;ten normalisieren<\/strong><br>\nErich Fromms Begriff der Nekrophilie wirft ein verst&ouml;rendes Licht auf die zunehmende Entwertung menschlichen Lebens.<br>\nDie d&uuml;nne Decke der humanistischen Zivilisation zeigt tiefe Risse. Wo das kalkulierte T&ouml;ten offen eingefordert, technokratisch bem&auml;ntelt oder medial &auml;sthetisiert wird, bricht sich eine Geisteshaltung Bahn, die das menschliche Leben systematisch entwertet. Um diese moralische Enthemmung zu verstehen, erweist sich die psychologische Analyse von Erich Fromms Verm&auml;chtnis als erhellendes Erkl&auml;rungsmodell. Seine Unterscheidung zwischen Biophilie &ndash; der leidenschaftlichen Liebe zum Lebendigen &ndash; und Nekrophilie &ndash; der pathologischen Fixierung auf das Tote, Starre und Mechanische &ndash; dient als dringendes Warnsignal f&uuml;r die Gegenwart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/wie-deutsche-politik-und-medien-das-toeten-normalisieren\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland tr&auml;gt eine Mitschuld an den Folgen der Atomtests: Internationaler Tag gegen Atomwaffentests<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Internationalen Tages gegen Atomwaffentests am 29. August fordert die &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW die Bundesregierung auf, sich entschieden f&uuml;r das Verbot von Atomtests und die Unterst&uuml;tzung der Betroffenen einzusetzen. Weltweit leben unz&auml;hlige Menschen mit den langfristigen gesundheitlichen, sozialen und &ouml;kologischen Folgen der radioaktiven Verseuchung ihrer Heimat. Die wenigsten wurden entsch&auml;digt oder erhalten eine ausreichende medizinische Versorgung.<br>\n&bdquo;Der Internationale Tag gegen Nuklearversuche gibt den Betroffenen der jahrzehntelangen Testreihen eine Stimme und erinnert daran, dass Atomtests keine abgeschlossene Geschichte sind. Ihre Folgen wirken &uuml;ber Generationen fort&ldquo;, erkl&auml;rt Dr. Lars Pohlmeier, Vorsitzender der IPPNW. &bdquo;In Deutschland m&uuml;ssen wir endlich den Menschen zuh&ouml;ren, die bereits heute mit den Folgen leben.&ldquo;<br>\nIn der Geschichte der Atomwaffentests steht Deutschland nicht nur an der Seitenlinie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/presse\/artikel\/de\/deutschland-traegt-eine-mitschuld-an.html\">IPPNW<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Im Zeitalter der Atomwaffen (III)<\/strong><br>\nIn Berlin werden &Uuml;berlegungen angestellt, mit den Nuklearstreitkr&auml;ften Gro&szlig;britanniens zu kooperieren. Dies berichtet die Tageszeitung The Telegraph. Dies k&ouml;nnte Deutschland Einfluss auf, vielleicht gar Mitsprache &uuml;ber den Einsatz von Atomwaffen verschaffen. Im ersten Schritt ist im Gespr&auml;ch, die Nuklearstreitkr&auml;fte des Vereinigten K&ouml;nigreichs nichtnuklear zu unterst&uuml;tzen &ndash; etwa durch die Entsendung von Patriot-Luftabwehrbatterien an die schottische U-Boot-Basis Faslane, wo nuklar bewaffnete Atom-U-Boote stationiert sind. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nne man auf lange Sicht die US-Elemente der britischen Nuklearstreitkr&auml;fte &ndash; beispielsweise die Trident-Raketen &ndash; durch deutsch-britische Waffensysteme ersetzen. Grundlage der &Uuml;berlegungen ist der Ausbau der deutsch-britischen R&uuml;stungskooperation, der sich vor allem seit dem vergangenen Jahr beschleunigt und umfassende Investitionen deutscher Waffenschmieden im Vereinigten K&ouml;nigreich umfasst, von Rheinmetall bis zu Helsing. In R&uuml;stungskreisen ist schon von einem &bdquo;goldenen Zeitalter&ldquo; der deutsch-britischen Zusammenarbeit in der Herstellung von Waffensystemen aller Art die Rede &ndash; von Panzern bis zu KI-gesteuerten Drohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10514\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Atomare Zeitenwende? Redebeitrag von Claudia Haydt in Freudenstadt am 09.08.2026 anl&auml;sslich der Kundgebung &ndash; 81 Jahre Hiroshima Nagasaki<\/strong><br>\n&bdquo;Nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg&ldquo; dieser Schwur von Buchenwald scheint heute wichtiger dann je. Er mahnt uns genauso wie der Artikel 9 der japanischen Verfassung der festh&auml;lt: &bdquo;Ein Recht des Staates zur Kriegf&uuml;hrung wird nicht anerkannt.&ldquo;<br>\nDoch leider steht der japanische Grundsatz genauso unter Druck wie das Friedensgebot im Grundgesetz.<br>\nWir leben in einer Zeit der absurden Gleichzeitigkeiten.<br>\nMerz forderte Anfang 2025: &ldquo;Whatever it takes&rdquo; f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr zur st&auml;rksten Armee Europas. Bis 2029 wird sich der Milit&auml;retat im Verh&auml;ltnis zu 2024 verdoppelt haben. Im Verh&auml;ltnis zu 2018 sogar mehr als vervierfacht. Gleichzeitig stehen die Kommunen landauf landab vor dem Kollaps.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2026\/08\/31\/atomare-zeitenwende\/\">IMI Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der gr&ouml;&szlig;te Raub: Venezuelas &Ouml;l und ein Imperium im Niedergang<\/strong><br>\n65 Milliarden Barrel Roh&ouml;l, ein entf&uuml;hrter Pr&auml;sident und ein Imperium im Niedergang. etos.media-Redakteur Jakob Reimann beschreibt in seinem Kommentar die historische Dimension eines Raubzugs mit Billionenpotenzial.<br>\nNun haben sie es endlich geschafft: Die herrschende Klasse in den USA hat sich einen bedeutenden Teil des venezolanischen Erd&ouml;ls geraubt. Zumindest, wenn man ihrem Erf&uuml;llungsgehilfen im Oval Office Glauben schenken mag: &bdquo;Trump sagt, die USA werden die Kontrolle &uuml;ber 65 Milliarden Barrel venezolanischen &Ouml;ls &uuml;bernehmen&ldquo;, titelte die Financial Times am sp&auml;ten Freitagabend. Dieser Raub umfasst potenziell mehrere Billionen US-Dollar, die in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten umgesetzt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/etosmedia.de\/politik\/der-groesste-raub-venezuelas-oel-und-ein-imperium-im-niedergang\/\">etos.media<\/a>\n<p>dazu: <strong>Was wir &uuml;ber das &Ouml;lgesch&auml;ft zwischen Venezuela und den USA wissen<\/strong><br>\nDonald Trump verk&uuml;ndet den &raquo;gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;ldeal der Weltgeschichte&laquo; &ndash; und behauptet, nun Teile der venezolanischen &Ouml;lindustrie zu kontrollieren. Stimmt das? (&hellip;)<br>\nInterimspr&auml;sidentin Delcy Rodr&iacute;guez begr&uuml;&szlig;te den Deal &ouml;ffentlich und erkl&auml;rte, er werde der Staatskasse 209 Milliarden Dollar einbringen. Sie rechne mit einer deutlichen Produktionssteigerung durch die Erschlie&szlig;ung von 17 strategisch wichtigen &Ouml;lfeldern.<br>\n&raquo;Diese Investitionen werden nicht nur zur Erholung und Modernisierung unserer Industrie beitragen, sondern auch zum Wirtschaftswachstum unseres Landes, zur Energiesicherheit unserer Hemisph&auml;re und zu einem besseren Gleichgewicht auf den internationalen M&auml;rkten&laquo;, erkl&auml;rte sie. US-Au&szlig;enminister Marco Rubio schrieb parallel im Onlinedienst X, die Vereinbarung werde Venezuela fast 100 Milliarden Dollar (85,8 Milliarden Euro) an privaten Investitionen bringen. Rubio erkl&auml;rte, der Deal bedeute f&uuml;r Venezuela &raquo;Tausende gut bezahlte Jobs&laquo; und einen Beitrag zum &raquo;Wiederaufbau von Venezuelas Wirtschaft&laquo;.<br>\nExperten und Analysten melden aber Zweifel an, dass das realistisch ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2026-08\/usa-venezuela-oel-industrie-vorkommen-vereinbarung-faq\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155579\">Trumps Venezuela-Deal &ndash; in der EU sollten die Alarmglocken schrillen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der gr&ouml;&szlig;te Raubzug der Weltgeschichte. Fortbestand der imperialistischen Monroe-Doktrin als Scheinlegitimation<\/strong><br>\nAm 28. August 2026 verk&uuml;ndete der US-Pr&auml;sident &bdquo;DEN GR&Ouml;SSTEN &Ouml;L-DEAL DER WELTGESCHICHTE&ldquo;: Washington habe sich die Mehrheitskontrolle &uuml;ber mehr als 65 Milliarden Barrel venezolanischer &Ouml;lreserven gesichert &ndash; rund ein F&uuml;nftel der nationalen Reserven des Landes. 17 &Ouml;lfelder, mehr als 100 Milliarden Dollar Investitionen, angeblich 209 Milliarden Dollar Steuereinnahmen f&uuml;r Caracas, ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit 55 Prozent US-Kontrolle &uuml;ber den Ertrag und einer 100-j&auml;hrigen Konzession. Zahlen ohne ver&ouml;ffentlichten Vertragstext, ohne genannten Partnerkonzern, verk&uuml;ndet mit der Marktschreierei eines Immobilienmoguls, der das gr&ouml;&szlig;te Gesch&auml;ft seines Lebens gemacht zu haben glaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/etosmedia.de\/politik\/der-groesste-raubzug-der-weltgeschichte-fortbestand-der-imperialistischen-monroe-doktrin-als-scheinlegitimation\/\">etos.media<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Berlin deckt US-Gewaltpolitik<\/strong><br>\nDie Bundesregierung deckt die US-Gewaltpolitik gegen&uuml;ber Lateinamerika auch nach dem De-facto-Raub der venezolanischen Erd&ouml;lvorr&auml;te durch Washington und ungeachtet der sich zuspitzenden humanit&auml;ren Notlage im von den USA strangulierten Kuba. Hatte Bundeskanzler Merz bereits nach dem US-&Uuml;berfall auf Venezuela und der Verschleppung des venezolanischen Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro behauptet, die &bdquo;rechtliche Einordnung&ldquo; des Gewaltverbrechens sei &bdquo;komplex&ldquo;, so hie&szlig; es zu Wochenbeginn mit Blick auf den De-facto-Raub umfangreicher venezolanischer Erd&ouml;lvorr&auml;te durch die Trump-Administration von der Bundesregierung, man wisse nicht Bescheid &ndash; schlie&szlig;lich sei man &bdquo;nicht Partei dieser Abmachung&ldquo;. Zur Strangulierung Kubas durch die USA, die seit Jahrzehnten eine umfassende Wirtschaftsblockade gegen das Land oktroyieren und es nun auch noch von der &Ouml;lversorgung abschneiden, hatte Au&szlig;enminister Johann Wadephul im Juni erkl&auml;rt: &bdquo;Eine derartige Blockade &hellip; sehe ich nicht.&ldquo; In einer Stellungnahme der Bundesregierung hie&szlig; es vor kurzem, Kubas humanit&auml;re Notlage werde durch &bdquo;Misswirtschaft, Reformunwillen und wiederkehrende[&hellip;] Naturkatastrophen&ldquo; verursacht. Jede Kritik an der v&ouml;lkerrechtswidrigen US-Blockade blieb aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10523\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel verschl&auml;gt es die Sprache<\/strong><br>\nBetretenes Schweigen in der Europ&auml;ischen Kommission, lautes Bedauern im Europaparlament: Der Ausgang der Volksabstimmung in Island hat die EU kalt erwischt. Br&uuml;ssel hatte auf eine neue Beitritts-Dynamik gehofft. &bdquo;2026 k&ouml;nnte zum Rekordjahr f&uuml;r die EU-Erweiterung werden&ldquo;, frohlockte Erweiterungs-Kommissarin Marta Kos letzte Woche. Neben Island stehen auch Montenegro, Serbien, die Ukraine und Moldau auf ihrer Priorit&auml;tenliste.<br>\nNun m&uuml;ssen die EU-Politiker erkennen, dass es mit der Begeisterung f&uuml;r ihren Club doch nicht so weit her ist. Manch einer f&uuml;hlt sich sogar an den Brexit erinnert. Auch beim britischen Referendum 2016 hatten die Europ&auml;er bis zuletzt auf ein &bdquo;Ja&ldquo; gehofft. &Auml;hnlich wie in Island war die Stimmung erst auf den letzten Metern gekippt.<br>\nDas Endergebnis aus Reykjavik kam f&uuml;r Br&uuml;ssel so &uuml;berraschend, dass es vielen die Sprache verschlug. Der EU-Kommission war zun&auml;chst gar kein Statement zu entlocken. Man wolle die Pressekonferenz der isl&auml;ndischen Regierung abwarten, erkl&auml;rte ein Kommissionssprecher. Erst danach wollte sich die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Islands-Nein-zur-EU\/!6208554\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Island hat zu Recht &bdquo;Nein&ldquo; zur EU gesagt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155640\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Kanzler macht Wahlkampf f&uuml;r die AfD<\/strong><br>\nWeder mit seiner Art noch mit seiner Wirtschaftspolitik kann Friedrich Merz der rechten Konkurrenz etwas entgegensetzen. Im Gegenteil &ndash; er st&auml;rkt sie. (&hellip;)<br>\nMit seiner Wirtschaftspolitik hilft der Kanzler der AfD beim Wahlkampf. Dabei wollte er die Rechtsextremen einst halbieren. Doch daf&uuml;r h&auml;tte er in Geschichte aufpassen m&uuml;ssen. Denn immer, wenn in Krisenzeiten gespart wird, st&auml;rkt das rechtsextreme Parteien.<br>\nSo hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung berechnet, wie die Sparma&szlig;nahmen von Hungerkanzler Heinrich Br&uuml;ning einst den Aufstieg der NSDAP beg&uuml;nstigten. Und auch die j&uuml;ngere Geschichte sollte der Politik ein abschreckendes Beispiel sein: Als zum Beispiel die Troika Gl&auml;ubiger Griechenland w&auml;hrend der Eurokrise zu harten Sparma&szlig;nahmen zwang, konnten auch die Faschisten der Goldenen Morgenr&ouml;te gro&szlig;e Wahlerfolge feiern.<br>\nWas Merz nicht kapiert: Es geht den Menschen nicht in erster Linie ums Wirtschaftswachstum. Es geht ihnen darum, was bei ihnen ankommt, ob sie Angst haben m&uuml;ssen, etwas zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/ARD-Sommerinterview-mit-Merz\/!6204845\/\"> taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Debatte &uuml;ber Sozialreformen: 81 Prozent der Erwachsenen sorgen sich um ihre Absicherung, 42 Prozent schr&auml;nken Konsum ein<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber Sozialreformen, die von Seiten vieler Politiker*innen oder Wirtschaftsvertreter*innen vor allem als Debatte &uuml;ber Einschnitte bei gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung, bei der Rente oder der Bezahlung im Krankheitsfall gef&uuml;hrt wird, hat die gro&szlig;e Mehrheit der Menschen in Deutschland verunsichert. Rund 81 Prozent machen sich deshalb einige oder sogar gro&szlig;e Sorgen um ihre finanzielle Absicherung &ndash; l&auml;ngst mit konkreten Folgen: Als Konsequenz dieser Debatte schr&auml;nken rund 42 Prozent ihre Konsumausgaben ein, was der Konjunktur in Deutschland wichtige Impulse entzieht. Zudem belastet die Debatte das Vertrauen der Menschen in die Regierung, insbesondere bei jenen mit gro&szlig;en Sorgen um ihre finanzielle Absicherung. Das ergibt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf Basis einer repr&auml;sentativen Befragung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-debatte-ueber-sozialreformen-schraenken-konsum-ein-78523.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Finanzsorgen von Eltern in Deutschland nehmen zu<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Eltern sind laut einer Umfrage M&ouml;bel, Ausfl&uuml;ge oder Restaurantbesuche kaum finanzierbar. Mehr als ein Viertel sorgt sich zudem, in den kommenden zw&ouml;lf Monaten Grundbed&uuml;rfnisse ihrer Familie nicht mehr decken zu k&ouml;nnen.<br>\nGut ein Viertel der Eltern minderj&auml;hriger Kinder in Deutschland macht sich einer Umfrage zufolge Sorgen, in den kommenden zw&ouml;lf Monaten Grundbed&uuml;rfnisse der Familie wie Heizen, Kleidung oder Essen nicht mehr decken zu k&ouml;nnen. Der Anteil stieg im Vergleich zum September 2025 leicht von 25 auf 27 Prozent. Im Januar 2025 hatte er noch bei 15 Prozent gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geldsorgen-eltern-fuerchten-um-grundbeduerfnisse-ihrer-familien-a-7030a415-9399-44ea-ac30-2eda19fa17d8\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Warum Friedrich Merz scheitern muss<\/strong><br>\nFriedrich Merz wollte die Union nach den Merkel-Jahren wirtschaftsliberaler, konservativer und f&uuml;hrungsst&auml;rker machen. Jetzt steht er vor den Tr&uuml;mmern seiner Kanzlerschaft &ndash; denn dieser Kurs f&uuml;hrt nicht zu Prosperit&auml;t, sondern nur zu weiterem Abstieg. [&hellip;]<br>\nMedial wurde die Schnieder-Aff&auml;re als F&uuml;hrungskrise verhandelt: Merz&rsquo; Politikstil, so der Tenor, rei&szlig;e bereits bei der ersten Belastungsprobe. Der Brandbrief der Industrie wiederum wurde als Ausdruck wachsender Ungeduld mit der ausbleibenden Reformdynamik gelesen. Doch beides greift zu kurz: Hinter Merz&rsquo; Fall steckt mehr als ein Stilproblem, das sich mit dem versprochenen &raquo;Herbst der Reformen&laquo; schon l&ouml;sen lie&szlig;e.<br>\nVielmehr sind sein F&uuml;hrungsstil, die Lage der deutschen Wirtschaft und die Krise seines politischen Projekts keine drei getrennten Geschichten. Sie alle sind Symptome desselben strukturellen Problems des konservativen Projektes, das eine Koalition unvereinbarer &ouml;konomischer Interessen zusammenhalten und ein ersch&ouml;pftes Entwicklungsmodell wiederbeleben soll &ndash; mit den Mitteln von gestern. Doch die versuchte R&uuml;ckkehr in die Nachkriegszeit-Prosperit&auml;t f&uuml;hrt nicht in den Wohlstand, sondern den verwalteten Abstieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/friedrich-merz-anti-merkel\/\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wer soll das bezahlen?<\/strong><br>\nDer demokratische Kapitalismus steckt in der Polykrise &ndash; Bahn, Schulen und Wohnungen verfallen, weil der Staat pleite ist. Brandmauern gegen die AfD &auml;ndern daran wenig. Es braucht nicht einfach eine Offensive gegen rechts, sondern auch gegen das Kapital.<br>\nWas ist gemeint, wenn gesagt wird, dass wir uns in einer &raquo;Polykrise&laquo; befinden? Alle Staaten des immer weniger demokratischen Kapitalismus sind heute mit einem &auml;hnlichen B&uuml;ndel von mehr oder weniger im Stillen aufgewachsenen Krisen konfrontiert. Ihnen zugrunde liegt eine lange schw&auml;rende, nunmehr endg&uuml;ltig ins Tageslicht ausgebrochene Finanzkrise des Staates, bei der wachsende Anforderungen des sich entwickelnden Kapitalismus an die Gesellschaft auf eine sinkende F&auml;higkeit demokratischer Politik sto&szlig;en, sich die f&uuml;r deren Bedienung ben&ouml;tigten Finanzmittel zu beschaffen. Eine der Folgen ist ein bemerkenswert paralleler Aufstieg in allen einschl&auml;gigen L&auml;ndern von neuartigen staatskritischen Oppositionsparteien, die die alt gewordenen Staatsparteien der Nachkriegszeit von der Macht zu verdr&auml;ngen drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/wolfgang-streeck-polykrise-demokratischer-kapitalismus\/\">Wolfgang Streeck auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mieter am Limit<\/strong><br>\nFast ein Drittel bef&uuml;rchtet Zahlungsunf&auml;higkeit, jeder zweite, keine neue Wohnung zu finden: Gef&auml;hrdet sind Millionen Menschen und der Sozialstaat<br>\nDas war deutlich: Die anhaltende Wohnungskrise habe sich mittlerweile zu einer handfesten Sozialstaatskrise entwickelt. Diese drastische Formulierung w&auml;hlte die Pr&auml;sidentin des Deutschen Mieterbundes (DMB), Melanie Weber-Moritz, anl&auml;sslich der Pr&auml;sentation des &raquo;Mietenreports 2026&laquo; am Dienstag vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Es werde immer klarer, dass das Problem in &raquo;der Mitte der Gesellschaft angekommen&laquo; sei, denn immerhin leben 52,8 Prozent der Bundesb&uuml;rger in Mietwohnungen.<br>\nF&uuml;r den Report hat der DMB amtliche Statistiken sowie aktuelle wissenschaftliche Studien ausgewertet und mehr als 1.000 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte Mieter durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragen lassen. Das Ergebnis: Die Sorgen vor weiter steigenden Mieten und daraus resultierendem Wohnungsverlust greifen um sich. 58 Prozent der Befragten mussten w&auml;hrend des zur&uuml;ckliegenden Jahres eine Erh&ouml;hung der Wohnkosten verkraften. 29 Prozent &auml;u&szlig;erten die Sorge, ihre Miete k&uuml;nftig nicht mehr zahlen zu k&ouml;nnen. Jeder zweite bef&uuml;rchtet, keine neue Wohnung zu finden, falls er die bisherige aufgeben muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/529015.mietenwahnsinn-mieter-am-limit.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mietenreport 2026<\/strong><br>\nDer Mietenreport 2026 zeigt: Die Wohnungskrise wird zunehmend zur Sozialstaatskrise. 29 Prozent der Mieter:innen sorgen sich, ihre Miete k&uuml;nftig nicht mehr zahlen zu k&ouml;nnen, jede:r Zweite f&uuml;rchtet, keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. Steigende Wohnkosten zwingen viele bereits heute, bei R&uuml;cklagen, Anschaffungen, Ern&auml;hrung oder Gesundheit zu sparen. Entlastung schafft nicht der Abbau sozialer Leistungen, sondern wirksamer Mieter:innenschutz und mehr dauerhaft bezahlbarer Wohnraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mieterbund.de\/themen-und-positionen\/studien\/mietenreport-2026-2\/\">Deutscher Mieterbund<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155803\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-155803","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/155803","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=155803"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/155803\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":155806,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/155803\/revisions\/155806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=155803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=155803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=155803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}