{"id":15605,"date":"2013-01-03T09:33:42","date_gmt":"2013-01-03T08:33:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605"},"modified":"2013-01-03T09:33:42","modified_gmt":"2013-01-03T08:33:42","slug":"hinweise-des-tages-1789","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h01\">NachDenkSeiten Jahrbuch 2012\/13 &ndash; Stefen Hebel: Das Europrojekt als spannender Episodenfilm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h02\">Das bringt 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h03\">Nach der Wahl die Grausamkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h04\">Altkanzler Schr&ouml;der fordert Umdenken von Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h05\">Robert Misik &ndash; Wird 2013 das Jahr der Merkel-Rezession?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h06\">Why Jens Weidmann, president of the Bundesbank, is wrong about monetary financing and debt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h07\">DIW-&Ouml;konom verlangt sattes Lohnplus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h08\">Alle wissen, es ist illegal. Aber kaum einer wehrt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h09\">Mehr als 70 Milliarden Euro f&uuml;r Aufstocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h10\">&Auml;ltere Arbeitslose rutschen in Hartz-IV ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h11\">Berliner Sozialgericht ertrinkt in Hartz-IV-Klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h12\">Generation Working Poor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h13\">Familienministerium zahlte 139.000 Euro f&uuml;r Pflegezeit-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h14\">Politik f&uuml;r die Lebensversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h15\">Schlechte Altersvorsorge kostet 50 Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h16\">Keine sichere Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h17\">Die kr&auml;nkelnde Arbeitsgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h18\">Stille Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h19\">Heribert Prantl &ndash; R&ouml;slers neoliberaler Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h20\">R&ouml;sler und Altmaier versorgen Parteifreunde mit Posten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h21\">Wahlkampf f&uuml;r bessere Kanzler-Besoldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h22\">Peers Kalenderspr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h23\">DGB: Bildungsgipfel-Bilanz: Ziele auch 2012 verfehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h24\">Betreuungsrelation sinkt auf 1:63<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h25\">&bdquo;Eine Frau Ihres Aussehens&ldquo;: Eine Begegnung mit Thilo Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605#h26\">Tilt! 2012<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15605&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em> <\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>NachDenkSeiten Jahrbuch 2012\/13 &ndash; Stefen Hebel: Das Europrojekt als spannender Episodenfilm<\/strong><br>\nDas Jahrbuch 2012\/13 ist, wenig &uuml;berraschend, fast ausschlie&szlig;lich der Finanzkrise gewidmet &ndash;  einschlie&szlig;lich der fatalen Folgen, die sie f&uuml;r die soziale und demokratische Stabilit&auml;t in Europa hat.\n<p>Manchmal f&auml;llt das Schweigen erst auf, wenn wieder Stimmen zu h&ouml;ren sind. Ein bisschen &auml;hnlich ist es mit dem &bdquo;kritischen Jahrbuch&ldquo; der Nachdenkseiten, das jetzt zum sechsten Mal erschienen ist. Die Stimmen, die dieses Jahrbuch sammelt, geh&ouml;ren allesamt dezidierten Kritikern der derzeit herrschenden Politik. Wenn man es liest, f&auml;llt einem erst auf, wie sehr diese T&ouml;ne oft fehlen im t&auml;glichen Allerlei aus Schuldenkrisen und Rettungspaketen. Wie wenig Alternatives der Merkel&rsquo;schen (und nicht selten von fast allen Parteien getragenen) Politik gegen&uuml;bersteht &ndash; jedenfalls im Mainstream der &ouml;ffentlichen Diskussion.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/ausgelesen-das-europrojekt-als-spannender-episodenfilm,1472602,21167230.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn Sie unser Jahrbuch noch nicht im letzten Jahr bestellt haben, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=14652\">k&ouml;nnen Sie dies in diesem Jahr nachholen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das bringt 2013<\/strong><br>\nEine Zusammenfassung der wichtigsten &Auml;nderungen im Arbeits-, Sozial-, Steuer- und Verbraucherrecht im neuen Jahr.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1ab1b6a8-4b78-11e2-82ad-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nach der Wahl die Grausamkeiten<\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble muss nach der Wahl 2013 kr&auml;ftig sparen. Wie viel Geld f&uuml;r einen ausgeglichenen Haushalt fehlt, dar&uuml;ber schweigt der Minister. Seine mittlerweile dementierte Sparliste bleibt erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl-2013\/haushaltspolitik-von-schaeuble--nach-der-wahl-die-grausamkeiten-,20886784,21172302.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Der n&auml;chste &ldquo;alternativlose&rdquo; Schritt<\/strong><br>\nSeit gestern geistert ein angebliches Sparprogramm aus dem Sch&auml;uble Ministerium durch die Medien. Neben den &uuml;blichen K&uuml;rzungen wird jetzt genau das vorgeschlagen, was absehbar war und auch als n&auml;chster alternativloser Schritt den Menschen verkauft werden wird. Eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer. Jetzt beginnt die Diskussion und das Spiel &uuml;ber Bande. Besonders widerlich mal wieder das Auftreten der FDP, die vordergr&uuml;ndig Kritik &uuml;bt und eine weitere Belastung der B&uuml;rger ablehnt, obwohl sie eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer im Grundsatz und ohne mit der Wimper zu zucken mittragen w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2012\/12\/23\/naechste-alternativlose-schritt-15349021\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: IWF-Chefin Lagarde warnt Sch&auml;uble vor Sparexzessen<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland soll Konjunkturlokomotive statt Sparvorbild sein: IWF-Chefin Christine Lagarde hat Bundesfinanzminister Sch&auml;uble vor zu gro&szlig;em Konsolidierungseifer gewarnt. Deutschland m&uuml;sse die Ausgaben langsamer senken und Europa aus der Krise ziehen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/iwf-chefin-lagarde-warnt-schaeuble-vor-hartem-sparkurs-a-874705.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Im Grundtenor ist das ja alles richtig. Aber warum soll Deutschland seine Ausgaben &uuml;berhaupt senken, wenn es Europa aus der Krise ziehen soll? Frau Lagarde ist viel zu diplomatisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Altkanzler Schr&ouml;der fordert Umdenken von Frankreich<\/strong><br>\nAltkanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) hat den Umgang der franz&ouml;sischen Regierung mit der Wirtschaftskrise kritisiert und dem Land Reformen empfohlen. Frankreich habe strukturelle Wettbewerbsprobleme, sagte Schr&ouml;der der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung. Manche Entscheidung der sozialistisch gef&uuml;hrten Regierung in der Steuer- und Arbeitsmarktpolitik h&auml;tte er so nicht getroffen. &ldquo;In Frankreich wird sich nach meiner &Uuml;berzeugung die Erkenntnis durchsetzen, dass man nicht auf Dauer gegen wirtschaftliche Notwendigkeiten Politik machen kann&rdquo;, sagte Schr&ouml;der. Der Exkanzler ist in der Vergangenheit wiederholt als Kritiker der sozialistischen Regierung und des Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande aufgetreten. Generell kritisiert er fehlende Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Verwaltung.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2012-12\/schroeder-kanzler-frankreich\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Schr&ouml;ders neoliberal motivierte Kritik an der franz&ouml;sischen Regierungspolitik zeigt einmal mehr dessen eindimensionales und schematisches &ldquo;Agenda&rdquo;-Denken. Wenn Schr&ouml;der von &ldquo;strukturellen Wettbewerbsproblemen&rdquo; Frankreichs spricht und die Steuer- und Arbeitsmarktpolitik der franz&ouml;sischen Regierung kritisiert, dann hei&szlig;t dies im Klartext: Schr&ouml;der fordert &ndash; ganz im Sinne der rot-gr&uuml;nen, schwarz-roten und schwarz-gelben &ldquo;Reformpolitik&rdquo; &ndash; eine Ausweitung des franz&ouml;sischen Niedriglohnsektors, die Lockerung des dortigen K&uuml;ndigungsschutzes, die &ldquo;Flexibilisierung&rdquo; des franz&ouml;sischen Abeitsmarktes (hierzulande: Leiharbeit, Mini-\/Teilzeitjobs, befristete Arbeitsvertr&auml;ge), die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit, Steuersenkungen f&uuml;r Reiche sowie Unternehmen und damit letztendlich &ndash; dem deutschen Schema folgend &ndash; eine wachsende gesellschaftliche Spaltung sowie eine zunehmende Altersarmut in Frankreich. Der in eitler &ldquo;Agenda&rdquo;-Selbstzufriedenheit schwelgende Ex-Kanzler Schr&ouml;der sollte selbstkritisch pr&uuml;fen, ob seine an den &ouml;konomischen Interessen der &ldquo;Eliten&rdquo; orientierten Forderungen auch nur ansatzweise mit den Zielen der Sozialdemokratie vereinbar sind.<\/em><\/p>\n<p>An dieser Stelle sollen die Argumente gegen die aus Kreisen der hiesigen Neoliberalen immer wieder vorgeschobenen Schuldzuweisungen an Frankreich nicht im Einzelnen wiederholt werden. Wir verweisen auf folgende Ver&ouml;ffentlichungen der NachDenkSeiten:<\/p>\n<ul>\n<li><em>die NDS-Leseranmerkungen zu dem &ldquo;Welt&rdquo;-Artikel &ldquo;Franzosen arbeiten 225 Stunden weniger als Deutsche&rdquo; im unteren Teil der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h03\">hier verlinkten &ldquo;Hinweise des Tages, Nr. 3&Prime; vom 18. Januar 2012<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Albrecht M&uuml;ller: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15211\">Deutschland &ndash; der Elefant im Euro-Porzellanladen. Frankreich m&uuml;sste mit den S&uuml;dl&auml;ndern eine Koalition bilden, um den Elefanten zur Vernunft zu bringen.<\/a>&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Blog &ldquo;Wirtschaft und Gesellschaft&rdquo;: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15268#h03\">Gutachten des deutschen Sachverst&auml;ndigenrats f&uuml;r Frankreich?&rdquo; sowie die NDS-Leser-Anmerkungen<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Es darf vermutet werden, da&szlig; nach der kommenden Bundestagswahl auch hierzulande eine vom Springer-Blatt &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; f&uuml;r Deutschland geforderte <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14262\">&ldquo;Agenda 2020&rdquo; auf die politische Tagesordnung gehoben wird<\/a>.<\/p>\n<p><em>Zu Griechenland zitiert die &ldquo;Zeit&rdquo; Ex-Kanzler Schr&ouml;der wie folgt: &ldquo;Ich will es nicht Agenda 2020 nennen, aber die Wettbewerbsf&auml;higkeit muss gest&auml;rkt und der Staatsbereich reduziert werden.&rdquo; Eine OECD-Analyse zum prozentualen Anteil der im &ouml;ffentlichen Dienst und in den &ouml;ffentlichen Unternehmen Griechenlands Besch&auml;ftigten (in Prozent von der Gesamtbesch&auml;ftigung) zeigt, da&szlig; dieser den deutschen Wert unterschreitet und deutlich unterhalb der entsprechenden Werte f&uuml;r die skandinavischen Staaten (Schweden, Finnland, D&auml;nemark) liegt.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/%C3%96ffentlicher-dienst-Griechenland-OECD1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/030113_oeffentlicher-dienst-griechenland-oecd1.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Gerade mit Blick auf die &ouml;komomisch und sozialpolitisch erfolgreichen skandinavischen Staaten scheint somit nicht die Gr&ouml;&szlig;e, sondern vielmehr die Effizienz des &ouml;ffentlichen Sektors sowie der vom &ouml;ffentlichen Sektor gestiftete &ouml;konomische, gesellschftliche und soziale Nutzen zu sein. Das zeigen die hervorragend ausgebauten Gesundheits-, Bildungs-, Alten-, Kinder- und Jugendbetreuungssysteme der skandinavischen Staaten, die nicht nur einen hohen gesellschaftlichen Nutzen, sondern dar&uuml;ber hinaus auch eine ausk&ouml;mmlich entlohnte Besch&auml;ftigung erm&ouml;glichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Wird 2013 das Jahr der Merkel-Rezession?<\/strong><br>\nK&auml;ufliche Politiker, ein Dritter Nationalratspr&auml;sident, der Omis um ihr Erspartes bringt, einer Kanzler, der sich vor dem U-Ausschuss dr&uuml;ckt, Griechenlandkrise, Obama-Wahl und Hollande-Wahlsieg &ndash; FS Misik l&auml;sst das Jahr 2012 Revue passieren und wagt einen Ausblick auf das kommende Jahr. Austerit&auml;tspolitik und Flickschusterei haben die &ouml;konomischen Probleme in Europa nicht gel&ouml;st, sondern nur noch schlimmer gemacht. Schon jetzt schrumpft Europas Wirtschaftsleistung. Was haben wir da f&uuml;r 2013 zu erwarten? Alles wie immer, nur schlimmer?\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1356426472871\/Wird-2013-das-Jahr-der-Merkel-Rezession\">derStandard.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Why Jens Weidmann, president of the Bundesbank, is wrong about monetary financing and debt<\/strong><br>\nAccording to this speech, Jens Weidmann is obsessed with government deficits as a government deficit might entice politicians to use monetary financing to finance it. But it wasn&rsquo;t the monetary financing of government deficits which got Europe in trouble. Monetary financing of real estate booms did, in combination with a flawed design of the monetary system, did. Monetary financing of real estate booms led to large deficits on current accounts, increases in private debts which were not matched by increases in wages, house price inflation and, when the bubble burst, house price declines without matching debt relieve. Debts are the largest rigidity in our economy &ndash; a flaw in the design of out monetary system.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/12\/31\/why-jens-weidmann-president-of-the-bundesbank-is-wrong-about-monetary-financing-and-debt\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Why Mario Draghi, president of the European Central Bank, is right about monetary financing and debt<\/strong><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/12\/31\/why-mario-draghi-president-of-the-european-central-bank-is-right-about-monetary-financing-and-debt\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DIW-&Ouml;konom verlangt sattes Lohnplus<\/strong><br>\nZwei Prozent, drei Prozent oder gar vier? Die Debatte &uuml;ber den Spielraum f&uuml;r Lohnerh&ouml;hung gewinnt in Deutschland an Fahrt. W&auml;hrend DIW-Chef Wagner f&uuml;r &ldquo;vier Prozent oder mehr&rdquo; wirbt, mahnt Wirtschaftsweiser Franz zu &ldquo;besch&auml;ftigungsfreundlicher Tarifpolitik&rdquo;.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kontroversen-ueber-den-spielraum-lohnerhoehungen-in-deutschland-a-874596.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Alle wissen, es ist illegal. Aber kaum einer wehrt sich<\/strong><br>\nImmer mehr Arbeitsvertr&auml;ge seien rechtswidrig, sagt Peter Sch&uuml;ren, Professor f&uuml;r b&uuml;rgerliches Recht und Arbeitsrecht an der Universit&auml;t M&uuml;nster: &ldquo;Da steht etwa drin, &Uuml;berstunden sind freiwillig und werden nicht bezahlt. Oder es gibt nur Lohn, wenn ein t&auml;glicher Mindestumsatz erreicht wird. Regaleinr&auml;umen oder Hotelzimmerreinigen im Pseudoakkord f&uuml;r vier Euro Stundenlohn, habe ich auch schon gesehen. &hellip; alle wissen, dass es illegal ist. Aber die Arbeitgeber wissen, dass sich kaum jemand wehrt. Klagt doch jemand, vergleicht man sich vor Gericht, der Besch&auml;ftigte bekommt sein Geld und es wird bei den anderen weitergemacht. &hellip; Nach meiner Erfahrung hilft Abschreckung. Wir brauchen einen eigenen Bu&szlig;geldtatbestand f&uuml;r die Nutzung rechtswidriger Arbeitsbedingungen zur Kostensenkung. Dann kann man denen, die ihre Mitarbeiter &uuml;ber den Tisch ziehen, ein t&uuml;chtiges Bu&szlig;geld verpassen und den gesamten rechtswidrig erzielten Gewinn absch&ouml;pfen. Wer 250.000 Euro Bu&szlig;geld und f&uuml;nf Millionen Euro Gewinnabsch&ouml;pfung hinter sich hat, verzichtet vermutlich auf Pseudoakkord und unbezahlte &Uuml;berstunden. &hellip; Es gibt wieder Billigtarife von dubiosen Gewerkschaften. Ein Beispiel ist der Tarifvertrag der christlichen Berufsgewerkschaft DHV mit dem Arbeitgeberverband Instore und Logistik Services, der einen Stundenlohn im Bereich von sechs Euro festlegt. Den Tarifvertrag haben f&uuml;r die DHV die gleichen Leute unterschrieben, die die Dumpinglohntarife in der Leiharbeit abgeschlossen haben. Es ist dringend Zeit, dass ein Bundesland oder das Bundesarbeitsministerium die Tariff&auml;higkeit der DHV vor Gericht &uuml;berpr&uuml;fen l&auml;sst. Dieser Weg steht ihnen offen, er wird aber viel zu selten genutzt &hellip;  Wir brauchen beispielsweise einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r alle Menschen, die in Deutschland arbeiten. Wir m&uuml;ssen unterbinden, dass Scheinwerkvertr&auml;ge praktisch folgenlos bleiben. \n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F12%2F29%2Fa0150&amp;cHash=61ba41dc2dd589556fd63e9bef59ab06\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr als 70 Milliarden Euro f&uuml;r Aufstocker<\/strong><br>\nDer Staat hat zwischen 2007 und 2011 mehr als 53 Milliarden Euro ausgegeben, um niedrige L&ouml;hne durch Hartz-IV-Leistungen aufzubessern. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die &ldquo;Passauer Neue Presse&rdquo; berichtet.\n<p>Danach wurden im vergangenen Jahr an mehr als 1,21 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit sogenannten Aufstockern 10,73 Milliarden Euro ausgezahlt. Das seien durchschnittlich 737 Euro monatlich.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/hartziv222.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Auml;ltere Arbeitslose rutschen in Hartz-IV ab<\/strong><br>\nDie Chancen f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose auf einen neuen Job sind schlecht. Immer mehr rutschen in Hartz-IV ab. Der Staat muss Milliardensummen f&uuml;r Geringverdiener aufwenden, weil deren karger Lohn zum Leben nicht reicht. Geringverdiener haben zwischen 2007 und 2011 mehr als 53 Milliarden Euro Hartz-IV-Leistungen erhalten, das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die &bdquo;Passauer Neue Presse&ldquo;  am Samstag berichtete. Seit dem Start von Hartz IV seien es gar mehr als 70 Milliarden Euro, rechnete Linke-Parteichef Bernd Riexinger vor. SPD, Linke und Gr&uuml;ne sehen in den Zahlen einen weiteren Beleg f&uuml;r die Notwendigkeit eines fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes. Allein im vergangenen Jahr wurden an mehr als 1,21 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit sogenannten Aufstockern 10,73 Milliarden Euro ausgezahlt, geht aus der Antwort auf die Linke-Anfrage hervor. &bdquo;Da werden Milliarden verpulvert, um Hungerl&ouml;hne aufzuf&uuml;llen&ldquo;, sagte Riexinger der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;. (&hellip;) Unterdessen w&auml;chst auch das Risiko f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose, keine neue Stelle zu finden und so in die staatliche Grundsicherung abzurutschen. Nach einer aktuellen &Uuml;bersicht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit waren im Vormonat rund 291.000 arbeitslose Hartz-IV-Empf&auml;nger im Alter ab 55 Jahre registriert, berichtete die &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo;  am Samstag. Das seien rund 40.000 mehr als noch im November 2010 gewesen, was einem Zuwachs von 16 Prozent entspreche.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/hartz-iv-aeltere-arbeitslose-rutschen-in-hartz-iv-ab,1473632,21171636.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Zum obigen Bericht ist zu erg&auml;nzen, da&szlig; im Niedriglohnsektor besch&auml;ftigte Arbeitnehmer im Falle von Arbeitslosigkeit wegen  ihres niedrigen Arbeitslosengeldes 1 (67% vom Nettogehalt bei Arbeitslosen mit Kind, 60% bei kinderlosen Arbeitslosen) mit Beginn der Arbeitslosigkeit sofort auf Hartz IV-Niveau absacken.<\/em><\/p>\n<p><em>Die SPD-&ldquo;Linke&rdquo; Andrea Nahles sowie die gr&uuml;ne Spitzenkandidatin Katrin G&ouml;ring-Eckardt kritisieren zu Recht die wahltaktischen Spielchen der Union in Sachen Mindestlohn. Andrea Nahles: &ldquo;Merkels Geschwurbel und Willensbekundungen sind nicht als hei&szlig;e Luft. Sie erkennt die Probleme der Menschen nicht.&ldquo; Die Frage sei jedoch gestattet: Wieso hat Rot-Gr&uuml;n w&auml;hrend ihrer Regierungszeit statt der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohnes eine massive Ausweitung des deutschen Niedriglohnsektors betrieben?<\/em><\/p>\n<p><em>Das wachsende Risiko f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose, keine neue Stelle zu finden und damit in Hartz IV abzurutschen, der vergleichsweise geringe Anteil sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse bei &auml;lteren Besch&auml;ftigten sowie die gesch&ouml;nten Arbeitslosendaten f&uuml;r  &auml;ltere Besch&auml;ftigte (zahlreiche der &uuml;ber 58-j&auml;hrigen Arbeitslosen werden nicht mehr in den offiziellen Arbeitslosendaten ausgewiesen) machen die &ldquo;Rente mit 67&rdquo; zur Farce. Dies w&uuml;rde erst recht f&uuml;r die lt. &ldquo;Spiegel&rdquo; in einer &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/schaeuble-plant-umfangreiches-sparprogramm-nach-der-bundestagswahl-a-874178.html\">Giftliste<\/a>&rdquo; des Bundesfinanzministeriums angedachte Erh&ouml;hung des Rentenalters auf 68 oder gar 69 Jahre gelten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berliner Sozialgericht ertrinkt in Hartz-IV-Klagen<\/strong><br>\nKlagen ohne Ende und genervte Arbeitslose &ndash; die Hartz IV-Verfahren haben Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Sozialgericht in Berlin fest im Griff. Dabei wurde die Zahl der Richter seit 2005 mehr als verdoppelt.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.suedkurier.de\/nachrichten\/politik\/schwerpunkte\/brennpunkte\/Berliner-Sozialgericht-ertrinkt-in-Hartz-IV-Klagen;art407,5831067\">S&uuml;dkurier<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Arme sollen weniger klagen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Gesetzesentwurf des FDP-gef&uuml;hrten Justizministeriums sieht vor, den Zugang zur Beratungs- und Prozesskostenhilfe f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen einzuschr&auml;nken. Die von der Bundesregierung &uuml;berarbeitete Fassung liegt mittlerweile im Bundesrat und im Bundestag vor.<\/p>\n<p>Verschlechterungen gibt es vor allem an drei Punkten: F&uuml;r einkommensarme Menschen soll es keinen ungehinderten Zugang zu einem Rechtsanwalt mehr geben, stattdessen muss ein Rechtspfleger den Antrag vorab bewilligen. Die Einkommensschwelle f&uuml;r den Zugang zu Rechtshilfen soll um rund 100 Euro in Richtung Hartz-IV-Niveau gesenkt werden. Die Kostenr&uuml;ckzahlung soll auf sechs Jahre verl&auml;ngert werden.<\/p>\n<p>Diese Ma&szlig;nahmen werden von Juristen- und Erwerbslosenorganisationen, Sozial- und Frauenverb&auml;nden und der Dienstleistungsgewerkschaft verdi scharf kritisiert. Verdi hat mittlerweile eine Unterschriftenaktion gegen den Gesetzentwurf gestartet.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153416?zanpid=1718220503594120192\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Generation Working Poor<\/strong><br>\nObwohl die Jugendarbeitslosigkeit offiziell gesunken ist, gibt es in Deutschland mehr als eine halbe Million 15- bis 24j&auml;hrige, die auf die staatliche Grundsicherung (Hartz IV) angewiesen sind. Dies geht aus einer Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes hervor, berichtete die S&uuml;ddeutsche Zeitung am Donnerstag.\n<p>Immer h&auml;ufiger ist Bed&uuml;rftigkeit nicht die Folge von Jobverlust, sondern Konsequenz niedriger Erwerbseinkommen, von denen immer mehr Menschen abh&auml;ngig sind: Sei es, da&szlig; die Heranwachsenden selbst nur noch im Dumpinglohnsektor unterkommen, sei es, da&szlig; schon ihre Eltern Probleme haben, mit ihrer Arbeit die Familie zu ern&auml;hren. Der DGB-Auswertung zufolge waren &raquo;nur&laquo;  300000 der insgesamt 534000 Hartz-IV-Bezieher im Alter von 15 bis 24 Jahren arbeitslos gemeldet. &raquo;Das Verarmungsrisiko dieser Jugendlichen ist offensichtlich l&auml;ngst nicht immer Ausdruck nur eigener beruflicher Integrationsprobleme, sondern relativ oft auf das Fehlen existenzsichernder Arbeitspl&auml;tze der Eltern zur&uuml;ckzuf&uuml;hren&laquo;, bewerten die Autoren die Zahlen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/12-28\/055.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Familienministerium zahlte 139.000 Euro f&uuml;r Pflegezeit-Gesetz<\/strong><br>\nFamilienministerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) hat f&uuml;r das umstrittene Pflegezeit-Gesetz Auftr&auml;ge im Umfang von rund 139.000 Euro vergeben&hellip;F&uuml;r eine Machbarkeitsstudie der MaschmeyerR&uuml;rup AG zu Zeitwertkontenmodellen wurden nach Angaben aus Schr&ouml;ders Haus mehr als 56.000 Euro ausgegeben. Au&szlig;erdem zahlte das Ministerium f&uuml;r zwei Umfragen des Instituts f&uuml;r Demoskopie Allensbach 43.000 und 39.000 Euro. Damit sollte festgestellt werden, ob und wie sich die Deutschen die Pflegezeit w&uuml;nschen&hellip;\n<p>Wie am Freitag bekannt geworden war, findet die zu Beginn des Jahres eingef&uuml;hrte Pflegezeit bislang kaum Anklang. Einem Medienbericht zufolge ist die Leistung gerade einmal in rund 200 F&auml;llen in Anspruch genommen worden.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news3\/article112294365\/Familienministerium-zahlte-139-000-Euro-fuer-Pflegezeit-Gesetz.html\">Welt.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die staatlichen Kosten f&uuml;r die Gutachten waren wahrscheinlich h&ouml;her als die &ouml;ffentlichen Zusch&uuml;sse (zinslose Kredite f&uuml;r die vorgeschossenen Geh&auml;lter und Ausfallversicherungen) f&uuml;r die Wahrnehmung der Pflegezeit. Aufgrund der Gutachten ging Schr&ouml;der davon aus, dass 44.000 Arbeitnehmer eine (teilweise) bezahlte Auszeit von pflegenden Angeh&ouml;rigen in Anspruch nehmen w&uuml;rden. Tats&auml;chlich stellte sich jetzt heraus, dass gerade einmal 200 Familien von dem Gesetz Gebrauch machten. Mehr kann ein Gesetz wohl an der Wirklichkeit nicht vorbeigehen. Das l&auml;sst nur zwei Schl&uuml;sse zu: Das Gesetz ist weder finanziell (wer kann sich eine Gehaltseinbu&szlig;e von 25% leisten?) noch praktisch (Pflege kein Halbtagsjob) attraktiv f&uuml;r Arbeitnehmer, die ihre Angeh&ouml;rige pflegen m&ouml;chten. Vor allem aber zeigt sich, dass die Arbeitgeber, ohne dass die Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf die Wahrnehmung der Pflegezeit haben, gegen&uuml;ber solchen familienpolitischen Ma&szlig;nahmen nicht das geringste Interesse haben. Warum sollten sie auch, der Arbeitsmarkt bietet alle M&ouml;glichkeiten, jemand der Pflegezeit beanspruchen m&ouml;chte, durch eine Vollzeitkraft zu ersetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politik f&uuml;r die Lebensversicherer<\/strong><br>\nPolitik und Versicherungswirtschaft sind durch die Rentenreformen zu einer Schicksalsgemeinschaft geworden&hellip;.\n<p>Immerhin sind die deutschen Lebensversicherer sp&auml;testens seit den Rentenreformen 2001 der bevorzugte Partner des Staats, der stabile Alternativen f&uuml;r die Altersvorsorge braucht, die er selbst nicht mehr bereitstellen zu k&ouml;nnen glaubt.<\/p>\n<p>Bei dem lautlosen Vorgehen vergisst man manchmal, wie intensiv die Politik die Branche seit Ausbruch der Finanzkrise schon unterst&uuml;tzt hat. Als die Hypo Real Estate staatlich (und mit Geld aus der Versicherungsbranche) aufgefangen wurde, ging es nicht zuletzt um die Milliardeninvestitionen der Assekuranz in den deutschen Pfandbrief. Mehr als 20 Prozent der Kapitalanlage von rund 740 Milliarden Euro deutscher Lebensversicherer liegen in solchen Wertpapieren. Auch die Beteiligung an der Commerzbank half der Branche &ndash; ihr Primus, die Allianz, konnte nur dadurch seine von toxischen Papieren verseuchte Dresdner Bank loswerden.<\/p>\n<p>Auch wenn es um die neuen Aufsichtsregeln Solvency II geht, werden Ideen aus den Versicherungsvorst&auml;nden bereitwillig aufgenommen. Nachdem ein Testlauf verheerende Ergebnisse zutage gef&ouml;rdert hatte, passte die EU-Kommission die Modelle auf deutsches Betreiben an ihre Vorstellungen an. Doch selbst das reichte nicht, so dass weiter an einer Zinsstrukturkurve gebastelt wird, mit der das Modell lebenslanger Garantien erhalten werden kann&hellip;<\/p>\n<p>Politik und Versicherungswirtschaft sind durch die Rentenreformen zu einer Schicksalsgemeinschaft geworden. Geriete ein Lebensversicherer in Schieflage, w&uuml;rde das auch die Ausrichtung der deutschen Sozialpolitik in Frage stellen. So ist es zu verstehen, dass Berlin das Augenmerk darauf lenkt, die Risikotragf&auml;higkeit der Unternehmen um jeden Preis zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/unterstuetzung-fuer-versicherungsbranche-politik-fuer-die-lebensversicherer-12006257.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn auch der Autor dieses Kommentars, Philipp Krohn, eine &bdquo;Politik f&uuml;r die Lebensversicherer&ldquo; f&uuml;r richtig h&auml;lt, so best&auml;tigt er die These, die wir auf den NachDenkSeiten seit langer Zeit untermauern, n&auml;mlich dass die Politik sich bei den Rentenreformen zur Geisel der Finanzwirtschaft gemacht hat. So jetzt auch bei dem zun&auml;chst im Bundesrat gestoppten und jetzt im Vermittlungsausschuss gelandeten Gesetz zur Stabilisierung der Lebensversicherungen. Durch dieses Gesetz soll eine zu hohe Auszahlung von Bewertungsgewinnen an Versicherte vermieden werden. Diese Bewertungsgewinne sind dadurch entstanden, dass die derzeitig niedrigen Zinsen zu einem Anstieg der Wertpapierkurse gef&uuml;hrt haben und damit zu einem Anstieg der Bewertungsreserven. Mit dem von Schwarz-Gelb vorgelegten Gesetz, sollen die Belastungen der Versicherungsbranche durch die niedrigen Zinsen ausgeglichen werden, dies aber einseitig zu Lasten der Versicherten. Diese mussten schon deutliche R&uuml;ckg&auml;nge bei der &Uuml;berschussbeteiligung hinnehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schlechte Altersvorsorge kostet 50 Milliarden<\/strong><br>\nEine aktuelle Studie l&auml;sst private Altersvorsorgesparer aufhorchen. Verbrauchern entsteht bei der privaten Altersvorsorge wegen Falschberatung ein j&auml;hrlicher Schaden in H&ouml;he von mindestens 50 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens des Bamberger Finanzwissenschaftlers Professor Andreas Oehler, das von der Gr&uuml;nen-Bundestagfraktion in Auftrag gegeben worden war.\n<p>Der Wissenschaftler gibt an, &bdquo;konservativ&ldquo; gerechnet zu haben. Demnach liegt der Schaden bei Riester-Vertr&auml;gen bei rund einer Milliarde Euro. Diese Produktgruppe habe &bdquo;gro&szlig;e Schwachstellen hinsichtlich Transparenz, Verst&auml;ndlichkeit, Kostenbelastung und Leistungsverm&ouml;gen gezeigt&ldquo;.<\/p>\n<p>Deutlich h&ouml;her als bei den Riester-Vertr&auml;gen sollen laut Studie der Schaden bei privaten Kapitallebens- und Rentenpolicen sein. Hier taxiert die Studie den Schaden auf 16 Milliarden Euro&hellip;<\/p>\n<p>&bdquo;Bleiben die Reformen unver&auml;ndert in Kraft, werden erhebliche Teile der Erwerbsbev&ouml;lkerung in Altersarmut gleiten&ldquo;, warnten die Experten. Angesichts der inzwischen bereits mehr als zehnj&auml;hrigen Erfahrung mit dem im Jahr 2001 eingef&uuml;hrten Riester-System bestehe kein Zweifel mehr daran, dass es &bdquo;keinesfalls geeignet&ldquo; sei, den Menschen ein sicheres Auskommen im Alter in Erg&auml;nzung zur gesetzlichen Rente zu garantieren.<\/p>\n<p>Grund f&uuml;r die Entwicklung sei, dass im Zuge der Riester-Einf&uuml;hrung zwar das Versorgungsniveau der gesetzlichen umlagefinanzierten Rentenversicherung abgesenkt worden sei, die meisten Betroffenen aber nicht in der Lage seien, diesen Verlust durch privates Riester-Sparen wieder auszugleichen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/recht-steuern\/anleger-und-verbraucherrecht\/riester-lebenpolicen-immobilien-schlechte-altersvorsorge-kostet-50-milliarden-\/7562862.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung: Riester:<\/strong> &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/ratgeber-hintergrund\/ex-minister-im-interview-es-ist-wichtig-dass-es-sich-auch-fuer-die-versicherer-lohnt\/6995732-2.html\">Es ist wichtig, dass sich das Produkt auch f&uuml;r die Versicherer wirtschaftlich rechnet und sie es aktiv vertreiben.<\/a>&ldquo;<\/p>\n<p><strong>Dazu: Abzocke bei der Altersvorsorge<\/strong><\/p>\n<p>Vorzeitige K&uuml;ndigungen sind bei Lebensversicherungen laut dem Finanzwissenschaftler Andreas Oehler wegen der meist sehr langen Laufzeiten eher die Regel als die Ausnahme. Drei Viertel aller Vertr&auml;ge mit einer Laufzeit von 30 Jahren w&uuml;rden in Deutschland vorzeitig beendet, so der Experte. Selbst bei lediglich 20-j&auml;hriger Laufzeit liege der Anteil der vorzeitigen K&uuml;ndigungen bei 55 Prozent&hellip;<\/p>\n<p>Offenbar werde den Kunden nicht deutlich gemacht, dass Lebensversicherungen eine extrem unflexible und dauerhaft gebundene Form der Altersvorsorge seien. Zudem belasteten hohe Kosten f&uuml;r Vertrieb, Provision und Verwaltung die Rendite, wor&uuml;ber viele Kunden nur unzureichend unterrichtet w&uuml;rden. Dass auch die Stornogeb&uuml;hren mit zumeist vier bis sechs Prozent sehr hoch angesetzt sind, bleibe den Kunden ebenfalls in vielen F&auml;llen verborgen. &bdquo;Es bestehen zumindest grundlegende Zweifel, ob Verbraucherinnen und Verbraucher definitiv im Klartext und in Euro vor Vertragsschluss wissen, welche Verluste entstehen, wenn ein Vertrag vorzeitig endet&ldquo;, schreibt Oehler. Anders die Versicherungsunternehmen: Diese kalkulierten vorzeitige K&uuml;ndigungen fest ein: &bdquo;Bereits mit dem Abschluss des Vertrages ist bei K&uuml;ndigungsquoten von 55 bis 75 Prozent ein Verlust regelrecht absehbar&ldquo; &ndash;  ein Verlust f&uuml;r die Kunden wohlgemerkt, nicht f&uuml;r die Versicherer.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/rente-abzocke-bei-der-altersvorsorge,10808230,21181926.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu noch: Verbraucher verlieren Milliarden bei Vorsorge<\/strong><\/p>\n<p>Verbraucher zahlen laut einer Studie bei der privaten Altersvorsorge und anderen Finanzprodukten j&auml;hrlich 50 Milliarden Euro zu viel. Der Grund: schlechte Beratung, mangelnde Kundenorientierung, keine wirksamen Verbraucherschutzregeln. [&hellip;]<\/p>\n<p>Das von der Bundesregierung eingebrachte Altersversicherungsverbesserungsgesetz und das geplante Gesetz zu Honorarberatungen reichten nicht aus, um eine sachgerechte, verst&auml;ndliche und vollst&auml;ndige Information der Verbraucher zu gew&auml;hrleisten, kritisierte Maisch. &Uuml;berh&ouml;hte Geb&uuml;hren und Provisionen d&uuml;rften nicht l&auml;nger an der Rente der Sparer zehren. Solche Belastungen auf Kosten der Vorsorge m&uuml;ssten gesetzlich begrenzt werden.<\/p>\n<p>Maisch forderte zugleich ein einfaches und &ouml;ffentlich organisiertes &bdquo;Basisprodukt&ldquo; f&uuml;r die private Altersvorsorge. Damit k&ouml;nnten &bdquo;Standards im Markt&ldquo;  gesetzt werden. Dies k&ouml;nne auch mehr &Uuml;bersichtlichkeit bei Riester-Produkten schaffen, von denen derzeit rund 5000 angeboten w&uuml;rden.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/studie-verbraucher-verlieren-milliarden-bei-vorsorge-12006801.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Gr&uuml;ne Maisch versteht offenbar die Politik ihrer eigenen Partei nicht: &ldquo;&uuml;berh&ouml;hte Geb&uuml;hren und Provisionen&rdquo; zulasten der Sparer und zugunsten der Versicherer sind schlie&szlig;lich nicht ein unbeabsichtigtes Problem, sondern die gew&uuml;nschte Folge der &ldquo;privaten&rdquo; Altersvorsorge (die im &Uuml;brigen &uuml;berhaupt nicht privat ist, sondern im volkswirtschaftlichen Ma&szlig;stab auf den &ouml;ffentlichen Finanzm&auml;rkte abgewickelt wird). Und ein &ldquo;einfaches und &ouml;ffentlich organisiertes Basisprodukt f&uuml;r die &hellip; Altersvorsorge&rdquo; &ndash; hmm, was k&ouml;nnte das wohl sein? Gibt es das nicht schon seit &uuml;ber 50 Jahren? Zwar nicht privat organisiert, wie sinnloserweise von Maisch gefordert, aber preisg&uuml;nstig und renditestark &ndash; und leider von den Gr&uuml;nen ruiniert. Die Frau sieht den Wald vor lauter B&auml;umen nicht. Man fa&szlig;t die Dummheit irgendwann nicht mehr&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Keine sichere Bank<\/strong><br>\nRiester-Vertr&auml;ge sind in der Regel pf&auml;ndbar entgegen &uuml;blicher Werbung von Finanzh&auml;usern.\n<p>Finanzh&auml;user, also Banken und Versicherungen, und deren Lobbyvereinigungen  behaupten in ihrer Werbung und den  Schulungsunterlagen f&uuml;r ihre Berater  und Vermittler, das in Riestervertr&auml;gen  angesparte Verm&ouml;gen sei nicht pf&auml;ndbar.  Das Gegenteil ist richtig, wie ein  Urteil des Amtsgericht M&uuml;nchen vom  12.12.2011 (Az. 273 C 8790\/11) belegt.<\/p>\n<p>S&auml;mtliches Verm&ouml;gen in Riestervertr&auml;gen, soweit es auf Beitr&auml;gen beruht, welche (noch) nicht gef&ouml;rdert wurden, kann ein Gl&auml;ubiger bzw. Insolvenzverwalter jederzeit pf&auml;nden und an sich ausbezahlen lassen. Das AG M&uuml;nchen schlie&szlig;t dies aus dem klaren Wortlaut des &sect;97 EStG, wo eindeutig nicht von f&ouml;rderf&auml;higen, sondern nur von gef&ouml;rderten Beitr&auml;gen gesprochen wird. Bei den nicht gef&ouml;rderten Beitr&auml;gen handelt es sich nicht nur um solche Beitr&auml;ge, die von Anfang als nicht f&ouml;rderf&auml;hige &Uuml;berzahlungen vertraglich vereinbart wurden, sondern auch um s&auml;mtliche Beitr&auml;ge, f&uuml;r die eine F&ouml;rderung zum Pf&auml;ndungszeitpunkt tats&auml;chlich noch nicht erfolgt ist. Jeder Riester-Interessent kann sich die verschiedenen Online-Rechner der Anbieter im Internet ansehen und wird feststellen dass so gut wie kein RiesterRechner identische Ergebnisse liefern d&uuml;rfte &ndash; damit stellt sich jeder Kunde die Frage, welches Finanzhaus denn nun richtig rechnen kann, und damit auch richtig &uuml;ber die Zulagen informieren und beraten.<\/p>\n<p>Weil wegen der Pf&auml;ndbarkeit im Wortlaut der gesetzlichen Vorschriften nur auf die tats&auml;chlich gef&ouml;rderten, aber nicht die prinzipiell &bdquo;f&ouml;rderf&auml;higen&ldquo; Beitr&auml;ge und das daraus aufgebaute Verm&ouml;gen abgestellt wird &ndash; ist das gesamte angesparte Riesterkapital aus Beitr&auml;gen, f&uuml;r die noch keine F&ouml;rderung geleistet wurde, pf&auml;ndbar. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die F&ouml;rderung endg&uuml;ltig nicht mehr m&ouml;glich ist, weil z. B. Antragsfristen vers&auml;umt wurden. Vielmehr erfolgt die Pf&auml;ndung auch insoweit, als Antragsfristen noch nicht abgelaufen sind und die F&ouml;rderung daher grunds&auml;tzlich noch m&ouml;glich w&auml;re.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fiala.de\/no_cache\/oeffentlichkeitsarbeit\/veroeffentlichungen\/veroeffentlichungen-artikel\/artikel\/Keine_sichere_Bank.html\">Dr. Johannes Fiala, Peter A. Schramm<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die kr&auml;nkelnde Arbeitsgesellschaft<\/strong><br>\nDie zunehmende Krisenkonkurrenz f&uuml;hrt zu einer raschen Zunahme psychischer Erkrankungen bei Lohnabh&auml;ngigen.\n<p>&ldquo;Arbeit h&auml;lt gesund&rdquo; &ndash; auf diesen Nenner brachte die Bild-Zeitung die Ausf&uuml;hrungen des Pr&auml;sidenten der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA), Dieter Hundt, der in einem Gespr&auml;ch mit dem Boulevardblatt behauptete, dass Lohnarbeit unter keinen Umst&auml;nden psychisch krank machen k&ouml;nne.<\/p>\n<p>Dabei wandte sich Hundt mit seiner Intervention gegen eine F&uuml;lle von Studien und Berichten, die genau das best&auml;tigen, was der Arbeitgeberpr&auml;sident so vehement verneint: Arbeit macht krank. Um 120 Prozent sei die Zahl der psychischen Erkrankungen unter Deutschlands &ldquo;Arbeitnehmern&rdquo; seit 1994 angestiegen, meldete etwa das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) Mitte August.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Zunahme seelischen Leidens an den sp&auml;tkapitalistischen Zust&auml;nden sollen der AOK im vergangenen Jahr Kosten in H&ouml;he von 9,5 Milliarden Euro entstanden sein. Diese Behandlungskosten seien binnen eines Jahres um eine Milliarde Euro angestiegen, lamentierte AOK-Vorstand Uwe Deh. Im Jahr 2011 befanden sich 130.000 Menschen allein wegen des Burnout-Syndroms in Behandlung, wobei hier die gr&ouml;&szlig;ten Steigerungsraten zu verbuchen waren: Binnen der vergangenen sieben Jahre sind die auf Burnout zur&uuml;ckgef&uuml;hrten Krankheitstage um das Elffache auf 2,7 Millionen explodiert.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38240\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Stille Macht<\/strong><br>\nVon den vier gro&szlig;en Internetunternehmen ist Amazon das unscheinbarste &ndash; und das unumstrittenste. Schlie&szlig;lich ist der Konzern gut zu seinen Kunden. Billige Produkte, bester Service. Das aber hat seinen Preis.\n<p>Seit 2010 verlangt Amazon, dass die H&auml;ndler per Vertrag versprechen, dass sie ihre Sachen bei Amazon so g&uuml;nstig verkaufen wie nirgends sonst im Internet. Seit diesem Herbst setzt Amazon diese Klauseln durch, indem es H&auml;ndler abmahnt, die anderswo billiger sind, bei hood.de etwa, bei einem der anderen kleinen Marktpl&auml;tze oder bei eBay. Es haben sich einige bei Hood gemeldet und gesagt, dass sie bei ihm wohl nicht mehr anbieten k&ouml;nnen. Er verlange zwar niedrigere Geb&uuml;hren, f&uuml;r die Standardkonten gar keine. Aber trotz der hohen Amazon-Geb&uuml;hren w&uuml;rden sie dort mehr verdienen, weil sie mehr verkaufen.<\/p>\n<p>Amazon, der gr&ouml;&szlig;te Online-H&auml;ndler, ist, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen, auch zum gr&ouml;&szlig;ten Online-Marktplatz in Deutschland geworden, gr&ouml;&szlig;er noch als eBay. Jetzt scheint es seine Marktmacht gegen die kleinen H&auml;ndler ausspielen zu wollen, indem es sie zu den niedrigen Preisen zwingt. Ryan Hood will das verhindern. Auch das Bundeskartellamt ermittelt, sagt ein Sprecher, &ldquo;vor dem Hintergrund vieler Beschwerden&rdquo;.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2012%2F12%2F29%2Fa0056&amp;cHash=080c5505609731f11c43af7debe350cf\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Heribert Prantl &ndash; R&ouml;slers neoliberaler Irrweg<\/strong><br>\nDer Markt reguliert sich selbst &ndash; sp&auml;testens der Banken-Crash im Herbst 2008 hat diese Botschaft ad absurdum gef&uuml;hrt. Doch FDP-Chef Philipp R&ouml;sler hat aus dieser Geschichte offenbar nichts gelernt: Er will den Ausverkauf der Staatlichkeit &ndash; und ignoriert damit den Willen der B&uuml;rger.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/privatisierungsplaene-des-wirtschaftsministers-roeslers-neoliberaler-irrweg-1.1559256\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Privatisierungspl&auml;ne sind nicht nur &bdquo;gegen den Willen der B&uuml;rger&ldquo; sondern auch volkswirtschaftlich h&ouml;chst sch&auml;dlich. In die Enge getrieben, wird die FDP immer gef&auml;hrlicher. Es bleibt zu hoffen, dass sie bei den n&auml;chsten Wahlen an der 5%-H&uuml;rde scheitert und als radikal-marktliberale APO ins Abseits geschickt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: World Future Council: Offener Brief anl&auml;sslich der Pl&auml;ne, Staatsunternehmen wie die Bahn zu verkaufen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Verkauf von Staatsunternehmen wie der Bahn f&uuml;hrt ausschlie&szlig;lich dazu, die Staatseinnahmen kurzfristig zu erh&ouml;hen. Zugleich wird eine zukunftsgerechte &ndash; &ouml;kologisch, sozial und gesamtwirtschaftlich verantwortliche &ndash; Politik blockiert. Die bisherige Privatisierungspraxis der Deutschen Bahn hat dies, als ein repr&auml;sentatives Beispiel von vielen, eindrucksvoll belegt.<\/p>\n<p>Bereits mit der Umwandlung der Bahn in eine AG 1994 ging eine betriebswirtschaftliche Gewinnorientierung einher, die massive Einsparungen und Verschlechterungen zur Folge hatte: Tausende Bahnh&ouml;fe wurden geschlossen, tausende Kilometer Schienennetz stillgelegt; drastische Preiserh&ouml;hungen haben die Bahn f&uuml;r viele Menschen unerschwinglich gemacht. Sparma&szlig;nahmen an der Wartung haben die Sicherheit und Zuverl&auml;ssigkeit der Bahn verschlechtert. Ihr Parteikollege Patrick D&ouml;ring formulierte dies mit den treffenden Worten, es k&ouml;nne nicht sein, dass der mitteleurop&auml;ische Winter zu kalt f&uuml;r die Bahn und der mitteleurop&auml;ische Sommer zu hei&szlig; sei. Doch genau das ist der Fall.<\/p>\n<p>Die Bahn ist eines der klimafreundlichsten Verkehrsmittel. Die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene ist daher dringend geboten. Dazu z&auml;hlt der gute Anschluss auch d&uuml;nn besiedelter l&auml;ndlicher Gebiete unabh&auml;ngig davon, ob dies einzelwirtschaftlich lukrativ ist.<\/p>\n<p>Die &bdquo;Bahn der Zukunft&ldquo;  muss f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger erreichbar, sicher, attraktiv und erschwinglich sein. Der Verkauf &ouml;ffentlichen Eigentums darf nicht immer wieder unter dem Vorwand der Haushaltskonsolidierung durchgedr&uuml;ckt werden. Die Bundesregierung muss ihren Auftrag nach Artikel 87e des Grundgesetzes, die Bahn am Wohl der Allgemeinheit zu orientieren, konsequent erf&uuml;llen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/43.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=31486&amp;cHash=2d04248e1d\">scharflinks<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>R&ouml;sler und Altmaier versorgen Parteifreunde mit Posten<\/strong><br>\nNach SPIEGEL-Informationen versorgen die Ressortchefs R&ouml;sler und Altmaier verdiente FDP- und CDU-Mitglieder mit Posten. Andere Mitarbeiter und der Personalrat sind emp&ouml;rt.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/aktion-abendsonne-roesler-und-altmaier-verteilen-posten-a-875117.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sicherste Zeichen, dass Minister mit einem f&uuml;r ihre Partei ung&uuml;nstigen Ausgang der Wahl rechnen, sind die Aktionen &bdquo;Abendsonne&ldquo;. D.h. man bef&ouml;rdert Parteifreunde in den Ministerien auf lukrative Posten, damit sie nach einem eventuellen Abgang gut versorgt sind. Entwicklungsminister Niebel hat das schon von Anfang an zum System gemacht. Aber nun scheint auch der FDP-Vorsitzende selbst nicht mehr daran zu glauben, dass er in ein Ministeramt zur&uuml;ckkehren wird. Wenn er &uuml;berhaupt bis zur Wahl Minister bleiben darf.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/category\/nebeneinkunfte\/\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Wahlkampf f&uuml;r bessere Kanzler-Besoldung<\/strong><br>\nBei der Bundestagswahl 2009 landete die SPD bei mickrigen 23 Prozent. Der SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck will offenbar nachweisen, dass es noch Luft nach unten gibt. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um bei der Wahl 2013 zu scheitern. Er schreckt nicht einmal davor zur&uuml;ck, aus seiner Bewerbung f&uuml;r das Kanzleramt eine Lachnummer zu machen.\n<p>Mit seinen stattlichen Vortragshonoraren zog er sich den Verdacht zu, er missbrauche sein Bundestagsmandat, um seine Raffgier zu befriedigen. Dabei scheute sich der Honorar-Redner nicht, in einer besonders armen Kommune besonders viel Geld abzustauben. Auch daf&uuml;r wurde er massiv kritisiert, selbst in den eigenen Reihen.<\/p>\n<p>Wer in der SPD meinte, das m&uuml;sste gen&uuml;gen, um ihm beim Thema Eink&uuml;nfte und Tantiemen den Mund zu schlie&szlig;en, hat sich get&auml;uscht. Steinbr&uuml;ck macht weiter, ohne R&uuml;cksicht auf Verluste. Es scheint so, als habe er sein Wahlkampfthema gefunden: seine Bezahlung&hellip;<\/p>\n<p>SPD-Chef Gabriel und Fraktionschef Steinmeier k&ouml;nnen Steinbr&uuml;cks Treiben gelassen zuschauen. Geht die Wahl verloren, steht er als der Schuldige fest. Gabriels und Steinmeiers Stunde schl&auml;gt nach der Wahl. Wenn Steinbr&uuml;ck das Wahlziel Rot-Gr&uuml;n verfehlt und sich dann aus dem F&uuml;hrungstrio verabschiedet, werden sie unter sich ausmachen, wie es mit der SPD weitergehen soll&hellip;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/12\/30\/wahlkampf-fur-bessere-kanzler-besoldung\/\">Post von Horn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber die zu geringe Bezahlung des Amts des Bundeskanzlers ist zwar eine Petitesse. Selbst wenn Steinbr&uuml;ck Recht h&auml;tte, belegt diese Nebens&auml;chlichkeit, dass er alles andere als ein politisch kluger Kopf ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Jemand der wegen &uuml;ppiger und teilweise anr&uuml;chiger (Freshfields, Stadtwerke Bochum) Honorare als Beutelschneider ins Gerede gekommen ist, setzt nun noch einen drauf und verlangt eine bessere Bezahlung f&uuml;r ein Amt auf das er sich selbst bewirbt. Nicht zu ahnen, dass solche &Auml;u&szlig;erungen in seiner Situation nur H&auml;me ausl&ouml;sen w&uuml;rden, belegt nur, dass Steinbr&uuml;ck offenbar jedes politische Gesp&uuml;r abgeht. Das h&auml;tten auch Gabriel und Steinmeier wissen k&ouml;nnen, als sie Steinbr&uuml;ck als Kanzlerkandidaten auskungelten. Und vermutlich wussten sie es sogar. Die Vermutung liegt nahe, dass Steinmeier deswegen nicht kandidieren wollte, weil er sich kein besseres Ergebnis als bei der letzten Wahl mit 23% ausrechnen konnte. Gabriel war schlau genug zu kalkulieren, dass er mit dem derzeitigen personellen und politischen Angebot der SPD niemals Kanzler werden kann. Wenn Steinbr&uuml;ck sich an sein Wort h&auml;lt und niemals (mehr) Minister unter einer Kanzlerin Merkel sein will, kann er sich nach der Wahl &ndash; vielleicht sogar mit einem h&ouml;heren &bdquo;Marktwert&ldquo; &ndash; seinen eintr&auml;glichen Vortragst&auml;tigkeiten widmen. Steinmeier  und Gabriel k&ouml;nnten dann unbelastet um die Gunst von Angela Merkel buhlen. Merkel kann sich dann aussuchen, auf wen sie sich f&uuml;r die Fortsetzung ihrer Politik mehr verlassen kann, auf die SPD oder die Gr&uuml;nen. Nach ihrer Erfahrung in der Gro&szlig;en Koalition, d&uuml;rfte ihre Antwort klar sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Peers Kalenderspr&uuml;che<\/strong><br>\nWer im kommenden September bei der Bundestagswahl die SPD w&auml;hlt, votiert f&uuml;r eine Anhebung aller m&ouml;glichen Spitzensteuers&auml;tze, eine deutliche Ausweitung des Sozialstaats, die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns und die Aussetzung der Rente mit 67. Als Peer Steinbr&uuml;ck noch selbst denken durfte, hielt der Finanzfachmann noch ganz andere Dinge f&uuml;r notwendig.\n<p>&ldquo;Im &uuml;brigen bin ich skeptisch, was die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen, fl&auml;chendeckenden Mindestlohns angeht. Ich sehe einfach nicht, wie der funktionieren soll.&rdquo; (2006, &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;)<\/p>\n<p>&ldquo;Zur&uuml;ck zum Mythos der zu geringen Besteuerung der &lsquo;Reichen&rsquo;. Auch er verliert seine Ausstrahlung durch trockene Statistik. Das oberste Einkommensf&uuml;nftel leistet 68 Prozent aller Steuerzahlungen. Die unteren 50 Prozent aller Einkommensteuerpflichtigen tragen hingegen gerade einmal 6,5 Prozent und die untersten 20 Prozent lediglich 0,1 Prozent zum Steueraufkommen bei. Soll man das einen verteilungspolitischen Skandal nennen?&rdquo; (2010, &ldquo;Unterm Strich&rdquo;)<\/p>\n<p>&ldquo;Soziale Gerechtigkeit muss k&uuml;nftig hei&szlig;en, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, die etwas f&uuml;r die Zukunft unseres Landes tun, die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitspl&auml;tze schaffen, kurzum, die Leistung f&uuml;r sich und die Gesellschaft erbringen. Um die &ndash; und nur um sie &ndash; muss sich Politik k&uuml;mmern.&rdquo; (2003, &ldquo;Die Zeit&rdquo;)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kolumne-von-jan-fleischhauer-mit-peer-steinbrueck-durchs-jahr-a-874738.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &Uuml;ber Fleischhauer muss man keine weiteren Worte verlieren. Allerdings darf man davon ausgehen, dass die zitierten Statements von Steinbr&uuml;ck der SPD noch &ouml;fters von der Mainstreampresse w&auml;hrend des Wahklkampfes auf das Butterbrot geschmiert werden. Und ja, ein Gro&szlig;teil davon ist unertr&auml;glich und zeugt von einer unglaublichen Arroganz gegen&uuml;ber den Menschen, deren Interessen die SPD eigentlich vorgibt zu vertreten. Die soziale Nummer kauft der SPD mit Steinbr&uuml;ck keiner ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>DGB: Bildungsgipfel-Bilanz: Ziele auch 2012 verfehlt<\/strong><br>\nBeim Dresdner Bildungsgipfel 2008 hatten Bund und L&auml;nder konkrete Ziele festgelegt: Bis 2013 sollten f&uuml;r Kinder unter drei Jahren ausreichend Krippenpl&auml;tze bereitstehen, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss sollte bis 2015 halbiert sein. Der Bildungsforscher Klaus Klemm hat untersucht, wie weit die Beschl&uuml;sse bisher umgesetzt sind.\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++efce25fa-4b47-11e2-afae-00188b4dc422\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++efce25fa-4b47-11e2-afae-00188b4dc422\">Download der Expertise von Klaus Klemm<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei Krippenausbau, bei der Senkung der Zahl junger Menschen ohne Schul- oder ohne Berufsabschluss, bei der Weiterbildungsquote wurden die Ziele l&auml;ngst nicht erreicht. Nur die angestrebte Studienanf&auml;ngerquote erh&ouml;hte sich deutlich, aber ohne dass der Staat daf&uuml;r etwas getan h&auml;tte, geschweige denn, dass er f&uuml;r angemessene Studienbedingungen gesorgt h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><em>Zwar sind die &ouml;ffentlichen und privat getragenen Bildungsausgaben auf 9,5 % gemessen am BIP gestiegen, aber nach dem international vergleichbaren Teil des Bildungsbudgets entfielen in Deutschland im Jahr 2009 beispielsweise 126,4 Milliarden Euro auf die Ausgaben f&uuml;r Kinderg&auml;rten, Schulen, Hochschulen und die Berufsbildung. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt entsprach dies einem Anteil von 5,3 %. Damit lag Deutschland bei den Ausgaben f&uuml;r diese <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/12\/PD12_438_217.html\">Bildungseinrichtungendeutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 6,2 %<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Betreuungsrelation sinkt auf 1:63<\/strong><br>\nDie Zahl der Universit&auml;tsprofessuren hat sich im Jahr 2011 gegen&uuml;ber dem Vorjahr leicht erh&ouml;ht. Dies geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Zeitschrift &ldquo;Forschung &amp; Lehre&rdquo; in ihrer Januar-Ausgabe exklusiv als &ldquo;Universit&auml;tsbarometer 2012&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Demnach lehrten 25.628 Professoren an deutschen Universit&auml;ten und ihnen gleichgestellten Hochschulen. Das sind 748 mehr als im Jahr 2010.\n<p>&Uuml;ber den Zeitraum von zehn Jahren (2001: 23.744 Professoren) sind sogar 1.938 Professuren hinzugekommen. Mit dem Zuwachs bei den Studierendenzahlen halten die Professorenzahlen allerdings nicht Schritt. Die Zahl der Studierenden ist gegen&uuml;ber 2010 um mehr als 100.000 gestiegen, gegen&uuml;ber dem Jahr 2001 sogar um 223.000. Damit hat sich das Betreuungsverh&auml;ltnis &ndash; wie in den vergangenen Jahren &ndash; weiter verschlechtert. Es liegt im Durchschnitt bei 63 Studierenden pro Hochschullehrer. 2010 waren es noch 60, im Jahr 2001 58 Studierende. Wie bereits in den letzten Jahren hat sich die Zahl der Abschlusspr&uuml;fungen weiter erh&ouml;ht: gegen&uuml;ber 2010 um etwa 47.000 auf nunmehr 326.552.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/86386\/betreuungsrelation-sinkt-auf-163\/\">bildungsklick<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>&bdquo;Eine Frau Ihres Aussehens&ldquo;: Eine Begegnung mit Thilo Sarrazin<\/strong><br>\nAm 10. Dezember war Thilo Sarrazin im Amsterdamer Debattiertheater De Balie eingeladen, um &uuml;ber Europa und Migration zu diskutieren. Die Autorin dieses Texts kam dabei mit ihm ins Gespr&auml;ch. [&hellip;]\n<p>Das Gespr&auml;ch am Tisch dreht sich bald um andere Themen, wie zum Beispiel die NSU-Aff&auml;re und das Versagen des Staats. Auch hier hat Sarrazin eine klare Meinung: &bdquo;Das ganze Geschehen w&auml;re nicht so ausgeartet, h&auml;tten wir starke F&uuml;hrer an der Macht.&ldquo; Und schon wieder blicken alle entsetzt von ihren Tellern hoch.<\/p>\n<p>Hat er das gerade wirklich gesagt? Weder &auml;u&szlig;ert er sein Mitgef&uuml;hl f&uuml;r die Hinterbliebenen der neun ermordeten M&auml;nner, die in den Jahren 2000 bis 2006 der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle zum Opfer fielen. Noch betrachtet er die Zusammenarbeit zwischen dem Verfassungsschutz und den Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds kritisch, welche erst die Beschaffung der Tatwaffen und somit die Mordserie erm&ouml;glichte.&bdquo;Die enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Rechtsextremisten ist auch in anderen L&auml;ndern &uuml;blich&ldquo;, argumentiert Sarrazin, so als bereue er nur, dass die Aff&auml;re &uuml;berhaupt aufgedeckt wurde. [&hellip;]<\/p>\n<p>Ein Asylbewerber lebt in Deutschland vom monatlichen Grundleistungsbeitrag von ca. 130 bis 200 Euro. Dieser Beitrag liege weit unter dem Harz IV-Satz, und somit auch weit unter dem menschenw&uuml;rdigen Existenzminimum. In der Urteilsbegr&uuml;ndung des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2012, das diese Praxis verbietet, hei&szlig;t es: &bdquo; Die Menschenw&uuml;rde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.&ldquo; Was er, Sarrazin, dazu sage?<\/p>\n<p>&bdquo;Das Karlsruher Urteil halte ich f&uuml;r absoluten Schwachsinn!&ldquo;, antwortet er mit einer unglaublichen Gleichg&uuml;ltigkeit. &bdquo;Die Menschenrechte sollten in Deutschland nur f&uuml;r Deutsche gelten. F&uuml;r Migranten sollten die Gesetzt ihres Herkunftslandes g&uuml;ltig sein.&ldquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/52511\/eine-frau-ihres-aussehens-eine-begegnung-mit-thilo-sarrazin\/\">Carta<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Schilderungen sind einfach nur noch ersch&uuml;tternd.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Deutschland schafft Sarrazin ab<\/strong><\/p>\n<p>Ein ausgewiesener Verwaltungs- und Finanzspezialist schreibt ein Buch wie &ldquo;Deutschland schafft sich ab&rdquo;, in dem er unter dem Vorwand, &uuml;ber Sozial-, Bildungs- und Bev&ouml;lkerungspolitik zu reden, latent eine schichtspezifische und ethnische Segregation propagiert. Warum tut er das, und warum findet er damit eine derart breite gesellschaftliche Zustimmung? Offensichtlich erregt die Problematik so manches Gem&uuml;t. Der vorliegende Sammelband, herausgegeben von dem Medienwissenschaftler Michael Haller und dem Hamburger Redakteur Martin Niggeschmidt, legt nun das Messer an das Dickicht aus Halbwahrheiten und einseitiger Rhetorik, das in der Diskussion herangewachsen ist.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/alias\/der-mythos-vom-niedergang-der-intelligenz\/deutschland-schafft-sarrazin-ab\/1178889\">spektrum.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Tilt! 2012<\/strong><br>\nDer etwas andere Jahresr&uuml;ckblick von und mit Urban Priol: Was f&uuml;r ein Jahr! Und was f&uuml;r einer, der es durch den Pointenh&auml;cksler dreht! Urban Priol, der fr&auml;nkische Kabarett-Anarcho, dreht und wendet die Ereignisse von 2012.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=34084\">3sat<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/JB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15605","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15605","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15605"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15605\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15612,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15605\/revisions\/15612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15605"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15605"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15605"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}