{"id":156294,"date":"2026-09-15T16:00:07","date_gmt":"2026-09-15T14:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156294"},"modified":"2026-09-15T16:14:53","modified_gmt":"2026-09-15T14:14:53","slug":"leserbriefe-zu-wadephul-ueber-ukrainische-kriegsdienstverweigerer-wir-koennen-daten-zur-verfuegung-stellen-politik-eiskalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156294","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWadephul \u00fcber ukrainische Kriegsdienstverweigerer: \u201eWir k\u00f6nnen Daten zur Verf\u00fcgung stellen\u201c \u2013 Politik eiskalt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156095\">Hier<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> u.a. den Satz &bdquo;Wir arbeiten ja schon mit der Ukraine zusammen und wir k&ouml;nnen schon Daten zur Verf&uuml;gung stellen.&ldquo; von Au&szlig;enminister Johann Wadephul im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8CqHfI1EsbA\">Podcast Ronzheimer<\/a>. Dadurch soll die Ukraine Kriegsdienstverweigerer, die in Deutschland Schutz suchen, &bdquo;heranziehen&ldquo; k&ouml;nnen. Es gehe jedoch nicht um &bdquo;Daten&ldquo;, die der Au&szlig;enminister bereit ist, zur &bdquo;Verf&uuml;gung&ldquo; zu stellen. Hier gehe es um Menschen, die nicht mit der Waffe andere Menschen t&ouml;ten wollen. Es gehe um Menschen, die nicht verst&uuml;mmelt und schwer traumatisiert aus einem Krieg kommen wollen. Wadephul spreche &uuml;ber das Ungeheuerliche wie ein B&uuml;rokrat. Die deutsche &Ouml;ffentlichkeit werde Zeuge einer Politik, die l&auml;ngst eiskalt geworden sei und &uuml;ber Leichen gehe. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten. Wir haben dazu zahlreiche und interessante Zuschriften erhalten. Daf&uuml;r bedanken wir uns. Die nun folgende Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>Soweit ich informiert bin, gilt das Recht auf Kriegsdienstverweigerung auch f&uuml;r wehrpflichtige junge M&auml;nner\/Frauen aus der Ukraine.<\/p><p>Gru&szlig;,<\/p><p>K. Ulrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>sollte Herr Wadephul wirklich Ukrainer an die Ukraine in welcher Form auch immer ausliefern wollen, so k&ouml;nnen alle diese Ukrainer unter Berufung auf den Artikel 4, Satz 3 des Grundgesetzes &ldquo;Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.&rdquo; Asyl beantragen. Jeder einzelne dieser Asylantr&auml;ge ist erfolgreich, weil jeder Antragsteller in der Ukraine zum Kriegsdienst eingezogen w&uuml;rde. Denn der Artikel 4 Satz 3 macht keine Einschr&auml;nkungen bzgl. der Staatsangeh&ouml;rigkeit, des Geschlechts oder sonst etwas: Dieses Recht ist universell und gilt f&uuml;r jeden Menschen!<\/p><p>Sollten Herr Wadephul oder Herr Dobrindt trotzdem ukrainische Kriegsdienstverweigerer an die Ukraine ausliefern, w&auml;re dies ein massiver Versto&szlig; gegen das Grundgesetz, der vor keinem einzigen deutschen Gericht Bestand haben d&uuml;rfte.<\/p><p>Es ist ein Skandal, dass Politiker, die offensichtlich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, &uuml;berhaupt Minister und Abgeordnete in Parlamenten sein d&uuml;rfen!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Martin Blasczyk<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>jetzt sind es ukrainische M&auml;nner, bald werden es deutsche M&auml;nner sein.<\/p><p>Diese ganze Politik ist nicht nur Eiskalt, sondern zutiefst b&ouml;sartig&hellip;<\/p><p>Ich kann nur hoffen, dass diese Menschen irgendwann den Zorn des Volkes zu sp&uuml;ren bekommen, einen Zorn der sie alle zum Teufel jagt, denn :<\/p><p>&ldquo;Die Vernunft kann sich mit gr&ouml;&szlig;erer Wucht dem B&ouml;sen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.&rdquo;<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>T. Rath<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>zun&auml;chst m&ouml;chte ich Ihnen f&uuml;r den Artikel: &bdquo;Wadephul &uuml;ber ukrainische Kriegsdienstverweigerer&ldquo; danken. Beim Lesen schoss mir sofort Hannah Arendt in den Kopf. Sie w&uuml;rde sicherlich weder ihre Hand noch ihren Mund still halten und ihre Abhandlungen &uuml;ber &bdquo;Die Banalit&auml;t des B&ouml;sen&ldquo; erweitern. Gen&uuml;gend Stoff bietet sich in unserer Gesellschaft. Einen Platz au&szlig;erhalb einer extra Brandmauer w&uuml;rde H. Arendt auch einnehmen d&uuml;rfen.<\/p><p>Herr Wadephul ist ein h&ouml;riger B&uuml;rokrat, er m&ouml;chte cool und klar sein, ist er aber nicht. Wie viele Menschen schon seit jeher verf&uuml;gt er nicht &uuml;ber Empathie und ein Vorstellungsverm&ouml;gen hat er scheinbar nie besessen, oder es wurde geschickt aus seinem Kopf verbannt. Ich verstehe sein Tun, denn er kann nicht anders. Verst&auml;ndnis habe ich nicht das Geringste.<\/p><p>Ich w&uuml;nsche dem Team der Nachdenkseiten alles Gute.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en Regina Fedeler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>liebe nachdenkseiten<\/p><p>ich gebe herrn kloeckner vollkommen recht.<\/p><p>man kann es wie folgt zusammenfassen:<\/p><ul>\n<li>russland darf nicht gewinnen (mantra der deutschen politik)<\/li>\n<li>dazu braucht die ukraine waffen und soldaten<\/li>\n<li>wir haben beides: waffen und ukrainische maenner<\/li>\n<li>also liefern wir<\/li>\n<\/ul><p>ist doch eigentlich konsequent.<\/p><p>wie waers noch mit in deutschland lebenden ukrainerinnen: haben denn nicht schon einige politiker (kaja kallas, ben hodges, ben wallas) eine mobilisierung der frauen gefordert?<\/p><p>mit freundlichen gruessen<\/p><p>horst rudolf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Marcus Kl&ouml;ckner sehr geehrtes NachDenSeiten-Team<\/p><p>Krieg ist keine Spieleinlage auf einem Kindergeburtstag der auf einem Ponyhof stattfindet!!! Das vergisst &ldquo;man&rdquo; leicht bzw. das kommt einem erst gar nicht in den Sinn, wenn die &ldquo;Kriegsberichterstattung&rdquo; in den Medien neben der Reklame, der Prommi-Berichterstattung und den Sportnachrichten und von seri&ouml;s wirkenden Nachrichtensprechern untermalt vorgestellt und von fr&ouml;hlicher Musik begleitet zwischen Oktoberfest und Auslandsurlaub &uuml;ber uns kommt, wie Geschichten aus Tausend-und-einer-Nacht.<\/p><p>Ebenso wenig sind dies Zwangsrekrutierungen, die f&uuml;r einen Krieg erfolgen, auch wenn sie fr&uuml;her und offensichtlich auch heute gang und g&auml;be waren und sind. Wer geht schon freiwillig in den Krieg um zu t&ouml;ten und sich t&ouml;ten zu lassen, wenn man ihn nicht vorher entsprechend verbl&ouml;det hat oder er aus sonstigen Gr&uuml;nden keine andere M&ouml;glichkeit sieht, sein Leben ertr&auml;glich zu leben.<\/p><p>Das wissen Politiker alles sehr genau, auch wenn sie eben erst aus dem Sommerurlaub gekommen sind. Insofern sind sie tats&auml;chlich mehr als &ldquo;eiskalt&rdquo;, auch wenn sie sich bieder geben und den erwarteten seri&ouml;s wirkenden Dresscode einhalten.<\/p><p>Auf diese uns&auml;glichen Zust&auml;nde kann man nicht oft und nicht eindringlich genug immer wieder hinweisen.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>wenn eine Politik eiskalt gegen die eigene Bev&ouml;lkerung vorgeht, darf man sich nicht wundern, wenn sie es tut gegen kriegsfl&uuml;chtige Ukrainer.<\/p><p>Man sollte sich vergegenw&auml;rtigen, dass im Falle eines totalen Kriegs von Deutschland gegen Russland, Menschenf&auml;nger auch in Deutschland die Stra&szlig;en unsicher machen w&uuml;rden.<\/p><p>Wir leben in einer Zeit, in der die Sehenden und Denkenden das unmaskierte Gesicht der Politik wahrnehmen, ein traumatisierende Erfahrung.<\/p><p>Prof. Mearsheimer hat mal gesagt und geschrieben, dass es in einer multipolaren Welt zu mehr Machtk&auml;mpfen kommt als in einer unipolaren oder bipolaren. Sieht danach aus, dass er recht haben k&ouml;nnte.<\/p><p>Tats&auml;chlich befinden wir uns in einem zerst&ouml;rerischem Wettlauf: wer die Menschheit zuerst vernichtet, die Politik oder die Natur &uuml;ber das Klima.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<\/p><p>Patrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Kl&ouml;ckner<\/p><p>Es l&auml;&szlig;t einen erschauern Wadephul zuzuh&ouml;ren. Ich mu&szlig;te das 45 min&uuml;tige Interview nach ca. 10 Minuten abschalten, obwohl ich mir vorgenommen hatte, es ganz zu h&ouml;ren, um mich eine Stunde sp&auml;ter dennoch ganz durchzuqu&auml;len.<\/p><p>Ihr Beitrag, in dem durchaus die verachtende Denkweise des Au&szlig;enministerdarstellers unseres Landes durchscheint, ist meiner Meinung nach allerdings viel zu kurz gedacht, denn konsequent weitergedacht er&ouml;ffnet sich ein ersch&uuml;tternderes Panorama. Darzustellen, da&szlig; ukrainische Kriegsdienstverweigerer durch Dazutun der Machtelite in Berlin das Schutzbed&uuml;rfnis eventuell abhanden kommen k&ouml;nnte, alleine schon dadurch, da&szlig; die Kriegsaktivisten in der Ukraine deren Aufenthaltsorte kennen um, ich denke mal zwei Schritte weiter, ggf. auch ausgeliefert werden k&ouml;nnten, ist nur der Prolog zu dem, was im Falle eines Falles Kriegsdienstverweigerern in unserem Lande, die sich nach Art 4, Abs. 3 unseres Grundgesetzes einer Gewissenserforschung und Gewissensentscheidung unterzogen haben und, was sch&auml;big genug ist, sich ihre Gewissensentscheidung den Kriegsdienst mit der Waffe entgegenzutreten, dieses auch noch bundesbeh&ouml;rdlich -sozusagen als Gnadenzugest&auml;ndnis- anerkennen lassen zu m&uuml;ssen, bl&uuml;ht, sollte diese Machtelite weiter mit dem Friedensgebot des Grundgesetzes so sch&auml;ndlich umgehen wie diese dieses seit dem eufemistischen Abkommen von Minsk II getan hat. Ich wei&szlig; wovon ich hier schreibe, denn als Beistand f&uuml;r Kriegsdienstverweigerer blicke ich in so manche Begr&uuml;ndung eines KDV-Antrags.<\/p><p>Schlu&szlig;endlich sagt Wadephul h&ouml;chst verklausuliert: sch&hellip; drauf, da&szlig; uns das Grundgesetz ein Friedensgebot vorzeichnet und wir als Regierung strenggenommen diesem Gebot Priorit&auml;t einzur&auml;umen haben. Sch&hellip; drauf, da&szlig; es auch in der Ukraine Menschen gibt, die sich nicht dem sinnlosen Schlachtfest unterwerfen wollen um korrupten Machteliten in ihrem und anderen L&auml;ndern als Kanonenfutter zu dienen. Und in letzter Konsequenz&hellip;. sch&hellip; drauf, da&szlig; das Grundgesetz jedem das Recht gibt den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Denn wer ukrainische Kriegsdienstverweigerer in den Sch&uuml;tzengraben schicken wird, der tut das auch mit anerkannten Kriegsdienstverweigerern im Lande &lsquo;ihrer Demokratie&rsquo;. Dies zu thematisieren w&auml;re Ihre journalistische Pflicht gewesen.<\/p><p>Wer sich als Friedensaktivist mit dem Thema der &lsquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&rsquo; befa&szlig;t, erkennt schnell was das Anliegen der Machtelite in Berlin und Br&uuml;ssel ist: abgreifen, was abzugreifen ist. So lange das politische Mandat meines ist, so lange mu&szlig; ich eh den Kopf selbst nicht hinhalten. Es w&uuml;rde mich nicht wundern, wenn diese Machtelite nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die Eskalationsspirale noch weiter ankurbelt um den innerstaatlichen Vertrauensentzug au&szlig;enpolitisch zu neutralisieren und auf die Ausrufung des Spannungsfalles dr&auml;ngt.<\/p><p>Bleibt zu hoffen, da&szlig; der Deutsche Michel baldigst auf die Stra&szlig;e str&ouml;mt um dem Treiben in Berlin Einhalt zu gebieten. Die NDS m&ouml;gen eine Plattform der tats&auml;chlichen und perspektivischen Wahrheitsverbreitung sein. Denn &ldquo;Kriegsverrat ist eine Friedenstat&rdquo; (Ludwig Baumann).<\/p><p>Einen friedliebenden Gru&szlig;<\/p><p>Daniel Krabatsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Herr Wadephul redet lediglich &uuml;ber einen &ldquo;ganz normalen&rdquo; Vorgang in Kriegszeiten, der genau so dann auch in Deutschland ablaufen wird. Dar&uuml;ber sollte sich jeder Mann und jede Frau in Deutschland klar sein.<\/p><p>Zum ersten Mal davon geh&ouml;rt habe ich &uuml;brigens in einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch mit einem Bundeswehrangeh&ouml;rigen.<\/p><p>Warum bittesch&ouml;n sollte Herr Wadephul sich &uuml;ber Busifizierung in der Ukraine aufregen? Damit w&uuml;rde er ja offensichtlich geltendes deutsches Recht in Frage stellen. Oder interpretiere ich das falsch? Menschlichkeit geh&ouml;rt m.E. nicht unbedingt zu den Prim&auml;rtugenden von Politikern.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Susanne Nitze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,<\/p><p>sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Ihr Beitrag &ldquo;Wadephul &uuml;ber ukrainische Kriegsdienstverweigerer: &ldquo;Wir k&ouml;nnen Daten zur Verf&uuml;gung stellen&rdquo; &ndash; Politik eiskalt&rdquo; hat mich nicht nur als Kriegsdienstverweigerer und aus der Evangelischen Kirche ausgetretener Kirchenmusiker, Jahrgang 1954, w&uuml;tend gemacht. Mir fiel spontan ein M&auml;rchen der Br&uuml;der Grimm ein.<\/p><p>&ldquo;Etwas Besseres als den Tod finden wir &uuml;berall&rdquo;.<\/p><p>Das dachten sich die Tiere im M&auml;rchen &ldquo;Die Bremer Stadtmusikanten&rdquo;, die vor den Misshandlungen ihrer &ldquo;Besitzer&rdquo; fliehen wollten, weil sie es nicht mehr l&auml;nger aushielten. Sie wollten frei sein, dem sicheren Tod entgehen, und fl&uuml;chteten vor ihren Peinigern.<\/p><p>Das m&ouml;gen sich auch Menschen in aller Welt denken, die vor anderen Artgenossen fliehen, die sie eiskalt und emotionslos an die Kriegsfronten dieser Welt treiben und opfern wollen. Opfern f&uuml;r alle m&ouml;glichen und unm&ouml;glichen Zwecke. Ihre Entscheidungen treffen sie nicht mit christlichen Hintergedanken, sondern im Gegenteil mit teuflischer Eisesk&auml;lte und emotionsloser Berechnung. Sie f&uuml;hlen sich auch eher als &ldquo;Besitzer&rdquo; ihrer Untertanen denn als &ldquo;Diener&rdquo; des Volkes, das sie gew&auml;hlt hat (bei dem Wort &ldquo;Diener&rdquo; w&uuml;rden die Herren und Damen Politiker vom Schlag eines Johann Wadephul in schallendes Gel&auml;chter ausbrechen). Und dieser Johann Wadephul ist nur einer von inzwischen vielen skrupel- und gewissenlosen Kriegstreibern im Land der &bdquo;Dichter und Denker&ldquo;, die vollkommen emotionslos Menschen in den sicheren Tod an der Front zu schicken bereit sind. Vollkommen sinnlose Menschenopfer im 21. Jahrhundert? Rendite wichtiger als Barmherzigkeit? Eigentlich ein R&uuml;ckfall in l&auml;ngst vergangene Zeiten und &uuml;berwunden geglaubte Methoden und Weltbilder.<\/p><p>Es gibt Menschen, die gehen buchst&auml;blich &uuml;ber Leichen. Und es sind wahrlich nicht nur gew&ouml;hnliche Verbrecher, sondern es finden sich unter diesen auff&auml;llig viele Menschen in feinen Ma&szlig;anz&uuml;gen und mit stilvollen Krawatten, die in &auml;u&szlig;erst bequemen Sesseln sitzen und in der Gesellschaft R&auml;nge ergattert haben, die sie selbst nahezu unangreifbar machen. Wer einmal auf dem Sessel sitzt, ist von dort so schnell nicht wieder zu vertreiben. Sie sitzen auf sicheren Positionen, die es ihnen erlauben, sich im Ernstfall schnell und ger&auml;uschlos aus dem Staub zu machen und grunds&auml;tzlich immer andere f&uuml;r ihre eigenen oder fremde Interessen verrecken zu lassen, gnadenlos und unbarmherzig.<\/p><p>An den leibhaftigen Teufel glauben heute wohl nur noch hartgesottene Katholiken. Aber das B&ouml;se existiert durchaus. Es manifestiert sich in vielerlei Form und Verkleidungen. Das B&ouml;se steckt in Menschen wie jenen, die w&auml;hrend der Nazizeit von ihren Schreibtischen aus eiskalt andere Menschen in den Tod bef&ouml;rderten. Zu Hunderttausenden, ja Millionen mussten sie an den Kriegsfronten oder in Konzentrationslagern elendiglich verrecken. Das B&ouml;se steckt in mit Orden geschm&uuml;ckten oder mit Friedensnobelpreisen ausgezeichneten Menschen wie Barack Obama, der von seinem Schreibtisch aus eiskalt heimt&uuml;ckische Drohnenmorde anordnete und dabei den Tod vollkommen unbeteiligter Zivilisten in Kauf nahm. Kollateralsch&auml;den nennen die Technokraten das. Das B&ouml;se steckt in Menschen wie diesem uns&auml;glichen Johann Wadephul, der von seinem Schreibtisch aus eiskalt Menschen, die in dem Land, dem er &ldquo;dient&rdquo;, einem Land, das einmal das Land der &ldquo;Dichter und Denker&rdquo; war, Zuflucht vor dem sicheren Tod an der ukrainischen Front gesucht haben, per Datenaustausch mit einem Terrorregime an diese Front beordert. Der Tod kommt als unblutiger Verwaltungsakt. Als Knopfdruck auf eine PC-Tastatur.<\/p><p>Die solcherlei Ungeheuerlichkeiten ver&uuml;benden Verwaltungsbeamten in hohen und h&ouml;chsten Positionen vom Schlag eines Johann Wadephul sind eiskalte Technokraten, die keinerlei Scham kennen. Sie haben auch nichts, das man guten Gewissens als &ldquo;Gewissen&rdquo; bezeichnen k&ouml;nnte. Was aber nicht hei&szlig;t, dass sie sich nicht gerne auf evangelischen und katholischen Kirchentagen tummeln und wirkungsvoll in Szene zu setzen wissen und Mitglieder dieser Vereine sind, die zu Aufr&uuml;stung, Kriegsert&uuml;chtigung und V&ouml;lkermord vornehm schweigen und so als zeitgen&ouml;ssische J&uuml;nger Jesu diesen schamlos verh&ouml;hnen. Was dem einen sein Kirchentag, das ist dem anderen sein Bayreuth. Je emotionsloser die Politik ist, die sie vertreten und machen, umso gr&ouml;&szlig;er scheint bei ihnen das Bed&uuml;rfnis zu sein, sich als feinf&uuml;hlige Kunstsachverst&auml;ndige oder &uuml;berzeugte Religionsanh&auml;nger mit besonders hohem moralischem Anspruch zu pr&auml;sentieren. Denn, wer Wagner verehrt und\/oder sich als gl&auml;ubiger Christ pr&auml;sentiert, wie kann der b&ouml;se sein? Nun, wir wissen es nicht erst seit Adolf Hitler &amp; Gesinnungsgenossen eigentlich besser.<\/p><p>Nat&uuml;rlich geht von Wadephul auch ein deutliches und un&uuml;berh&ouml;rbares Signal an alle potentiellen Kriegsdienstverweigerer im eigenen Land aus. Liebe Sch&uuml;ler, die ihr in den n&auml;chsten Jahren fronttauglich werdet, ihr solltet euch sehr genau und sehr gr&uuml;ndlich &uuml;berlegen, ob ihr euer Schicksal in die H&auml;nde von eiskalten Verwaltungsbeamten wie Johann Wadephul legen wollt, in die H&auml;nde von skrupellosen und gewissenlosen Politikern, die mit aller Macht Vorbereitungen treffen f&uuml;r einen erneuten Feldzug gegen den altb&ouml;sen Feind Russland. Denn im Ernstfall werden solche Herrschaften mit Sicherheit Mittel und Wege finden, euch auch gegen euren Willen an die Front zu schaffen. Wie das geht, macht uns ja gerade das Land vor, dem Deutschland bedingungslos Waffen liefert, um den Krieg um jeden Preis verl&auml;ngern zu k&ouml;nnen, ja, dem sogar Terrorakte nachgesehen und so gestattet werden. Rekrutierungsbusse k&ouml;nnten auch einmal in Deutschland f&uuml;r Angst und Schrecken sorgen, wenn die Propaganda der Bundeswehr in den Schulen nicht verf&auml;ngt. &ldquo;Busifizierung&rdquo; in der Ukraine. Menschenjagd auf offener Stra&szlig;e. Niemand ist sicher. Nirgends!<\/p><p>Es regt sich (noch?) kein erkennbarer Protest gegen die absolut unmenschliche und absolut unchristliche Ungeheuerlichkeit, Schutz suchende Menschen, die den Kriegseinsatz ablehnen, gegen ihren Willen an die Kriegsfront zu schaffen. Was ist nur aus diesem Land, dem einstigen Land der &bdquo;Dichter und Denker&ldquo;, geworden? Ein Land der gekauften Richter und skrupellosen Henker?<\/p><p>&ldquo;Etwas Besseres als den Tod finden wir &uuml;berall&rdquo;.<\/p><p>Leider ist es in der Realit&auml;t oft anders als im M&auml;rchen. Denn skrupellose Verwaltungsbeamte wie Johann Wadephul gibt es in allen L&auml;ndern dieser Welt. Sie schaffen es irgendwie immer wieder, auf die bequemen Sessel der Macht zu gelangen. Sogar in sogenannten &ldquo;demokratischen&rdquo; Systemen, wo solcherlei Schreibtischt&auml;tern vom Volk eigentlich keinerlei Verantwortung &uuml;bertragen werden sollte. Dennoch, es bleibt die Utopie: Irgendwann werden die Teufel vom Volk zum Teufel gejagt werden, die Herrschaft der R&auml;uber &uuml;ber das Volk, dem zu dienen sie verpflichtet gewesen w&auml;ren, wird zu Ende sein.<\/p><p>&ldquo;Von nun an getrauten sich die R&auml;uber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiel&rsquo;s aber so wohl darin, da&szlig; sie nicht wieder heraus wollten.&rdquo;<\/p><p>Ekkehard May<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-156294","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=156294"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156294\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":156295,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156294\/revisions\/156295"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=156294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=156294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=156294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}