{"id":1567,"date":"2006-06-22T15:31:04","date_gmt":"2006-06-22T13:31:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1567"},"modified":"2006-08-31T10:24:58","modified_gmt":"2006-08-31T08:24:58","slug":"hinweise-des-tages-2-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1567","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Thema Lehrstellenmangel<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Ausbildungsmisere versch&auml;rft<\/strong><br>\nPolitiker faktenresistent. Wo es um kurzfristige Profitrealisierung geht, weigern die Unternehmen sich, in die Ausbildung von Fachkr&auml;ften zu investieren &ndash; und schreien am Ende nach dem Staat, der den schon vorhersagbaren Mangel dann beheben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/06-22\/058.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Rennen um Ausbildungspl&auml;tze beginnt<\/strong><br>\nIn der Bauwirtschaft beschlossen Gewerkschaften und Arbeitgeber 1975, dass Betriebe eine Ausbildungsabgabe zahlen. Die betrug bislang 2 Prozent der Lohnsumme und wuchs 2006 erstmals auf 2,5 Prozent. Vergangenes Jahr wurden &uuml;ber 270 Millionen Euro an 16.500 ausbildende Betriebe ausgesch&uuml;ttet. Gegen das Verfahren, sagte gestern Peter John, Abteilungsleiter f&uuml;r berufliche Bildung bei der Gewerkschaft IG BAU, gebe es seit der Einrichtung &ldquo;keinen ernst zu nehmenden Widerstand der Arbeitgeber&rdquo;. Er empfehle die &ldquo;charmante L&ouml;sung&rdquo; weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0104.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Lehrstellenpakt mit der Demografie<\/strong><br>\nMerkel, Glos &amp; Co. &uuml;bersehen, dass jedes Jahr zehntausende von Jugendlichen unversorgt bleiben und deshalb im n&auml;chsten und im &uuml;bern&auml;chsten Jahr einen neuen Anlauf starten. Diese &ldquo;Bugwelle&rdquo; von gegenw&auml;rtig &uuml;ber 1,6 Millionen jungen Menschen wird diese Regierung nicht so schnell los. Sie m&uuml;ssen aus den &ouml;ffentlichen T&ouml;pfen beschult, bema&szlig;nahmt, betreut, umgeschult und fr&uuml;her oder sp&auml;ter dann voll versorgt werden. Es d&uuml;rfte schwierig werden, sie alle zu Sozialmissbr&auml;uchlern zu stempeln &ndash; und ihnen zum Schluss noch das Arbeitslosengeld II zu streichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0179.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Thema Gesundheitsreform<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Die gesetzlichen Krankenversicherungen subventionieren die Privaten.<\/strong><br>\nWir haben in Deutschland eine geradezu perverse Situation. Der Versicherungspflichtige an der oberen Einkommensgrenze muss in der gesetzlichen Krankenversicherung, der GKV, einen hohen Beitrag zahlen und unterst&uuml;tzt damit die Einkommenschw&auml;cheren. Wenn er etwas mehr verdient &ndash; &uuml;ber der Versicherungspflichtgrenze -, dann kann er sich aus dem Solidarsystem verabschieden. Das ist ein Unding: Es ist nicht einzusehen, dass er v&ouml;llig davon befreit sein soll, die Schw&auml;cheren zu unterst&uuml;tzen. &ndash; Die gesetzlichen Versicherungen subventionieren die Privaten. Die Gesamtheit der gesetzlich Versicherten tr&auml;gt die Last derer, die zu krank sind, um von der PKV genommen zu werden. Das stellt eine massive Subventionierung der privat Versicherten dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0139.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Buhlen um die Jungen<\/strong><br>\nPKV-Chef Schulte verweist auf die 9,5 Milliarden Euro, die jedes Jahr als Subvention in das gesetzliche System flie&szlig;en. Das Landgericht Hamburg hat diese Eigenwerbung indes als Tatbestand der L&uuml;ge untersagt, sind doch in dieser Summe erhebliche staatliche Mittel f&uuml;r die Beamten enthalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0134.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Duales Gesundheitssystem hat sich &laquo;&uuml;berlebt&raquo;<\/strong><br>\nDer Direktor des Instituts f&uuml;r Medizinische Soziologie an der Universit&auml;t Frankfurt am Main, Thomas Gerlinger, warnt davor, das Fondsmodell wie derzeit er&ouml;rtert umzusetzen. &laquo;Mit den bisher bekannten Eckpunkten &ndash; vor allem dem Einfrieren des Beitragssatzes f&uuml;r die Arbeitgeber und der Verlagerung der vermutlich steigenden Kosten auf die Versicherten &ndash; bringt das Modell eine soziale Umverteilung von unten nach oben&raquo;, kritisiert Gerlinger im Gespr&auml;ch mit der Netzeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/spezial\/zukunftdesalters\/409636.html\">Netzeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Familiensplitting w&auml;re Irrweg&rdquo;<\/strong><br>\nDie Ex-Verfassungsrichterin Renate Jaeger h&auml;lt das deutsche Kinderbetreuungsangebot f&uuml;r verfassungswidrig und favorisiert die (in den meisten anderen, europ&auml;ischen L&auml;ndern &uuml;bliche) Individualbesteuerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0111.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Halbierte Modernisierung<\/strong><br>\nAuch f&uuml;r diese Bundesregierung gilt: Sie nimmt das Geld auf die falsche Weise ein und gibt es auf die falsche Weise aus. Das eine kostet, das andere schafft keine Arbeitspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0175.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<p><em>Kommentar: Viele Schlagworte, wenig Substanz. Beispiel:<br>\n&ldquo;Ein Sozialstaat, &uuml;ber Beitr&auml;ge finanziert, untersp&uuml;lt fortlaufend seine eigenen Fundamente. Ein Sozialstaat hingegen, steuerfinanziert, der vor allem in Bildung und in Dienstleistungen investiert, schafft Arbeitspl&auml;tze und neues Wissen und Produkte und sichert so seine eigene Zukunft.&rdquo;<br>\nDas schreibt Warnfried Dettling ohne weitere Begr&uuml;ndung einfach so dahin. Er m&uuml;sste doch wenigstens sagen, welche Beitr&auml;ge und welche Steuern er meint. Als Leser gewinnt man den Eindruck, der Autor habe nur fl&uuml;chtig davon geh&ouml;rt, dass der schwedische Sozialstaat irgendwie besser und au&szlig;erdem steuerfinanziert sei. Das gen&uuml;gt aber nicht, um 241 Zeilen mit substanziellem Inhalt zu f&uuml;llen, geschweige denn, einen Beitrag zu einer differenzierten Diskussion &uuml;ber Sinn und Zweckm&auml;&szlig;igkeit der verschiedenen Formen der Sekund&auml;rverteilung zu leisten.<\/em><br>\nIn der TAZ ist etwas mehr &uuml;ber den Autor zu erfahren:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Warnfried Dettling, in den Siebzigerjahren CDU-Vordenker, lebt heute als Publizist und Politikberater in Berlin. Seine Schwerpunkte sind der Wohlfahrtsstaat und die Parteien. Zuletzt erschien sein Buch &ldquo;Die Stadt und ihre B&uuml;rger&rdquo;.&ldquo;<br>\nNa denn.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Heimlich im Widerstand<\/strong><br>\nHat das K&ouml;lner Verlagshaus M. DuMont Schauberg von Arisierungen profitiert? Der Verlag geht juristisch gegen Journalisten und Historiker vor, die das behaupten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2006\/25\/7971.php\">Jungle World<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Die Nato in Afrika &ndash; im Eigeninteresse<\/strong><br>\nEingreiftruppen in Afrika sind wieder in Mode. Aber wo in Deutschland findet die &ouml;ffentliche Diskussion dar&uuml;ber statt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0058.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Kritik muss konstruktiv sein&rdquo;<\/strong><br>\nUmweltaktivisten in China leben gef&auml;hrlich, sagt Lo Sze Ping von Greenpeace in China. Sie k&auml;mpfen vor allem mit Problemen auf lokaler Ebene. Eine differenzierte Darstellung der gegenw&auml;rtigen Situation in China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/22\/a0181.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Ein Mann der gro&szlig;en Worte<\/strong><br>\nS&ouml;ren Jessen-Petersen, der Verwalter der UN-Mission in Kosovo, tritt zur&uuml;ck. Unter seiner &Auml;gide wurden mit den Kommandanten der UCK auch die mit ihnen verbundenen Netzwerke der organisierten Kriminalit&auml;t gest&auml;rkt. Die Straffreiheit f&uuml;r Kriegsverbrecher &ndash; wenn sie der albanischen Seite zugeh&ouml;ren &ndash; wurde faktisch zum Prinzip erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2006\/25\/7979.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1567","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1567\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}