{"id":156704,"date":"2026-09-25T14:00:42","date_gmt":"2026-09-25T12:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156704"},"modified":"2026-09-25T14:51:14","modified_gmt":"2026-09-25T12:51:14","slug":"migrationswende-mit-gefaehrlichem-erbe-serie-zu-den-sozial-reformen-folge-viii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156704","title":{"rendered":"Migrationswende mit gef\u00e4hrlichem Erbe (Serie zu den Sozial-\u201eReformen\u201c &#8211; Folge VIII)"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung verengt Schutzwege und schw&auml;cht die M&ouml;glichkeiten, Rechte durchzusetzen. Bei der Arbeitsmigration bleiben Abh&auml;ngigkeiten trotz einzelner Verbesserungen bestehen. Die Folgen treffen Menschen schon heute &ndash; und reichen &uuml;ber diese Wahlperiode hinaus. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Links zu den anderen Folgen der Serie finden sich unter dem Artikel.<\/em><\/p><p>Eine afghanische Mutter und ihre beiden minderj&auml;hrigen S&ouml;hne erhalten im September 2021 eine deutsche Aufnahmeerkl&auml;rung. In Afghanistan haben sie in Frauenh&auml;usern gelebt. Im Oktober 2024 reisen sie nach Pakistan und beantragen Visa. Im Dezember 2025 erkl&auml;rt das Bundesinnenministerium seine Abkehr von der Aufnahme; die Visaantr&auml;ge werden abgelehnt. Die Familie zieht vor Gericht. Am 22. Juli 2026 entscheidet das Bundesverfassungsgericht, dass eine pauschale Abkehr ohne Ber&uuml;cksichtigung der individuellen Umst&auml;nde gegen das Willk&uuml;rverbot verst&ouml;&szlig;t. Deutschland muss weiter Unterst&uuml;tzung leisten, bis Visa erteilt werden oder eine verfassungsgem&auml;&szlig;e Abkehr erfolgt. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Der Beschluss 2 BvR 319\/26 garantiert keine Einreise. Nach Jahren des Wartens muss eine Mutter bis nach Karlsruhe gehen, damit ihre Familie &uuml;berhaupt als eigener Fall z&auml;hlt. Der Staat darf seine Aufnahmeentscheidung &auml;ndern. Er darf Menschen dabei jedoch nicht wie erledigte Verwaltungsvorg&auml;nge behandeln.<\/p><p>Seit dem Regierungswechsel 2025 werden Schutzwege geschlossen und staatliche Eingriffsm&ouml;glichkeiten erweitert. Zugleich schwinden Sicherungen, mit denen Betroffene Beh&ouml;rdenentscheidungen &uuml;berpr&uuml;fen lassen k&ouml;nnen. Wer keinen Zugang zum Verfahren erh&auml;lt oder ohne Rechtsbeistand in Haft sitzt, muss seine Rechte unter erheblich schlechteren Bedingungen verteidigen. Diese Ver&auml;nderungen blieben auch unter einer nachfolgenden, m&ouml;glicherweise AfD-gef&uuml;hrten Bundesregierung erhalten.<\/p><p><strong>Ein Aufnahmeversprechen auf Widerruf<\/strong><\/p><p>Anfang Dezember 2025 hob der Bund rund 750 Aufnahmeerkl&auml;rungen aus Menschenrechtsliste und &Uuml;berbr&uuml;ckungsprogramm auf. Das best&auml;tigte das Innenministerium im Februar 2026. Deutschland zog sich damit aus bereits begonnenen Schutzverfahren zur&uuml;ck. Andere Aufnahmen liefen weiter: Die Regierung verwies zugleich auf 800 seit September 2025 eingereiste Personen aus Afghanistan und Pakistan. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Das International Rescue Committee (IRC) berichtete im April 2026, Betroffene in Pakistan und Afghanistan sollten ihre Aufnahmeverfahren aufgeben oder Unterkunft und Unterst&uuml;tzung verlieren. Die Hilfsorganisation berief sich auf Mitteilungen an Klienten. F&uuml;r jemanden, der an seiner Klage festh&auml;lt, entsteht so ein unmittelbares Problem: Wovon leben, w&auml;hrend das Gericht pr&uuml;ft? Karlsruhe hat im Fall der Mutter die weitere Versorgung abgesichert. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>In einem Offenen Brief vom 9. September berichten juristische Verb&auml;nde und die Kabul Luftbr&uuml;cke von neuen Ablehnungen. Sie bef&uuml;rchten, pers&ouml;nliche Belange w&uuml;rden lediglich f&ouml;rmlich erw&auml;hnt. Ob die Umsetzung den Anforderungen Karlsruhes gen&uuml;gt, bleibt damit umstritten. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>In die Gegenrichtung hat die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan verstetigt. Amnesty International z&auml;hlt bis Anfang September 246 unter der amtierenden Bundesregierung und berichtet, dass im Juli erstmals auch ein Mann ohne strafrechtliche Verurteilung abgeschoben wurde. Ein hessischer Erlass best&auml;tigt die Ausweitung der vorbereitenden Identifizierungsverfahren &uuml;ber Straft&auml;ter und Gef&auml;hrder hinaus. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Die Regierung bezeichnet ihre Kontakte zu den Taliban als technische Zusammenarbeit. Menschenrechtlich ausschlaggebend ist die Gefahr f&uuml;r die abgeschobene Person: Bei einem realen Risiko von Folter oder unmenschlicher Behandlung verbietet die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention die Abschiebung auch bei schweren Straftaten. Amnesty fordert angesichts der Lage unter den Taliban einen vollst&auml;ndigen Abschiebungsstopp. [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p><strong>Familien warten und Grenzen schlie&szlig;en<\/strong><\/p><p>Seit dem 24. Juli 2025 ist der Familiennachzug zu subsidi&auml;r Schutzberechtigten bis einschlie&szlig;lich 23. Juli 2027 ausgesetzt. Diesen Schutz erhalten Menschen, denen etwa Folter oder schwere Kriegsgewalt droht, die aber nicht als Fl&uuml;chtlinge anerkannt werden. Die Aussetzung trifft also Familien von Menschen mit anerkanntem Schutzbedarf. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Das Ausw&auml;rtige Amt begr&uuml;ndet die Ma&szlig;nahme mit der Entlastung der Aufnahme- und Integrationssysteme und verweist auf humanit&auml;re Ausnahmen. Deren bisherige Reichweite zeigt eine amtliche Antwort: Zum 19. Juni 2026 lagen 5.012 H&auml;rtefallanzeigen vor. Erteilt worden waren zehn Visa, acht davon im Rahmen gerichtlicher Vergleiche. Der Weg &uuml;ber Gerichte war f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der wenigen erteilten Visa ausschlaggebend. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>F&uuml;r Ehepartner und Kinder verl&auml;ngert sich die Trennung durch einen politischen Beschluss. Der bereits gesch&uuml;tzte Angeh&ouml;rige kann sie nicht einfach durch R&uuml;ckkehr beenden: Sein Schutzstatus besteht gerade wegen der Gefahr im Herkunftsland. Die Bundesregierung nimmt diese Folgen in Kauf, um Zuzug zu begrenzen.<\/p><p>An der Grenze geht es schon um den Zugang zur Pr&uuml;fung. Das Verwaltungsgericht Berlin erkl&auml;rte am 2. Juni 2025 in drei Eilbeschl&uuml;ssen die Zur&uuml;ckweisung somalischer Schutzsuchender nach Polen ohne das europ&auml;ische Zust&auml;ndigkeitsverfahren f&uuml;r rechtswidrig. Eine Notlage, die eine Abweichung vom europ&auml;ischen Recht tragen k&ouml;nnte, sei nicht hinreichend dargelegt. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Am 22. Mai 2026 musste das Gericht erneut eingreifen. Es hielt das Schutzgesuch eines Eritreers trotz Bestreitens der Bundespolizei f&uuml;r glaubhaft und ordnete Grenz&uuml;bertritt und Zust&auml;ndigkeitsverfahren an. Selbst die Frage, ob jemand um Asyl gebeten hat, kann zum Gegenstand eines Rechtsstreits werden. Die Bundesregierung dokumentiert f&uuml;r das erste Halbjahr 2026 weiterhin Zur&uuml;ckweisungen nach dem Asylgesetz. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p><strong>Weniger Freiheit und weniger Beistand<\/strong><\/p><p>Das reformierte Gemeinsame Europ&auml;ische Asylsystem (GEAS) wird seit Juni 2026 angewandt. Es sieht Verfahren an den Au&szlig;engrenzen vor, in denen Schutzsuchende rechtlich noch nicht als eingereist gelten. Die deutsche Regierung hat zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeiten geschaffen: L&auml;nder k&ouml;nnen besondere Einrichtungen f&uuml;r Menschen einrichten, die sich in einem anderen europ&auml;ischen Staat aufhalten sollen. PRO ASYL und Amnesty International kritisieren die zus&auml;tzlichen Beschr&auml;nkungen und Haftm&ouml;glichkeiten. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>Das Asylgesetz erlaubt dort unter bestimmten Voraussetzungen ganzt&auml;gige Verlassensbeschr&auml;nkungen f&uuml;r vollziehbar Ausreisepflichtige bis zu zw&ouml;lf Monaten. F&uuml;r Familien mit minderj&auml;hrigen Kindern und nicht vollziehbar Ausreisepflichtige gilt grunds&auml;tzlich nur die Nacht von 22 bis 6 Uhr. Die Anordnung muss verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sein und die individuelle Lage ber&uuml;cksichtigen; Ausnahmen gelten etwa f&uuml;r Schule und Gerichtstermine. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Bei Anordnung bestimmt die Beh&ouml;rde, wann jemand die Einrichtung verlassen darf. Beratung und pers&ouml;nliche Kontakte m&uuml;ssen unter diesen Bedingungen organisiert werden. Daneben schafft das Gesetz richterlich anzuordnende Asylverfahrenshaft, etwa bei bestimmten Verst&ouml;&szlig;en gegen Auflagen und fortbestehender Fluchtgefahr. Mildere Mittel sind vorrangig. Die blo&szlig;e Stellung eines Schutzantrags rechtfertigt keine Haft. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Auch die Einstufung sicherer Herkunftsstaaten wurde ver&auml;ndert. F&uuml;r den internationalen Schutz kann die Bundesregierung die Liste nun per Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates bestimmen. Die Regelung des deutschen Asylgrundrechts bleibt daneben bestehen. Die erste Verordnung vom Januar 2026 &uuml;bernahm zun&auml;chst die schon benannten zehn Staaten. Neu war der Entscheidungsweg: K&uuml;nftige &Auml;nderungen dieser Liste liegen st&auml;rker bei der Regierung. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Wer aus einem solchen Staat kommt, muss die Sicherheitsvermutung f&uuml;r seinen pers&ouml;nlichen Fall widerlegen. Gerade dann braucht es Zeit und Hilfe, um Verfolgung nachvollziehbar darzulegen. Das L&auml;nderetikett versch&auml;rft die Anforderungen an Menschen, die oftmals erst Zugang zu rechtlicher Beratung finden m&uuml;ssen.<\/p><p>Seit dem 1. Juni 2026 ist zudem die Pflicht aufgehoben, unvertretenen Menschen in Abschiebungshaft- und Ausreisegewahrsamsverfahren von Amts wegen einen Anwalt beizuordnen. Die Regierung verspricht einfachere Verfahren. Richterliche Kontrolle und Verfahrenskostenhilfe bleiben bestehen; ein Beistand wird aber nicht mehr automatisch sichergestellt. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Eine PRO-ASYL-Stellungnahme nennt f&uuml;r Juli 2025 2.764 von Rechtsanwalt Peter Fahlbusch seit 2001 vertretene Menschen, von denen 1.390 gerichtlich best&auml;tigt ganz oder teilweise rechtswidrig inhaftiert waren. Das ist eine Mandatsbilanz, keine repr&auml;sentative Deutschlandquote. Sie dokumentiert dennoch zahlreiche Eingriffe in die Freiheit, bei denen gerichtliche Gegenwehr erforderlich war. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Nun soll auch die unabh&auml;ngige Beratung weniger Geld erhalten. Im Regierungsentwurf f&uuml;r 2027 sinkt ihr Ansatz von 24,5 auf 5 Millionen Euro, also um rund vier F&uuml;nftel. Der Haushaltsbeschluss steht noch aus. W&auml;hrend neue Verfahren und Fristen entstehen, soll die Hilfe schrumpfen, mit der Menschen ihre Rechte und Pflichten verstehen k&ouml;nnen. [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p><strong>Arbeiten d&uuml;rfen und vom Betrieb abh&auml;ngen<\/strong><\/p><p>Bei der Arbeitsmigration will dieselbe Bundesregierung Abl&auml;ufe beschleunigen. Die geplante Work-and-Stay-Agentur soll Einwanderungsverfahren digital b&uuml;ndeln. Schnellere Visa und Anerkennungen k&ouml;nnen auch Besch&auml;ftigten n&uuml;tzen. Wie frei sie ihren Arbeitsplatz w&auml;hlen und verlassen k&ouml;nnen, ist eine andere, ebenso wichtige Frage. [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Viele Besch&auml;ftigte aus Staaten au&szlig;erhalb der EU ben&ouml;tigen f&uuml;r den Arbeitgeberwechsel eine &Auml;nderung ihrer Besch&auml;ftigungserlaubnis. Bei der Westbalkanregelung entf&auml;llt die erneute Zustimmung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auch nach zwei Besch&auml;ftigungsjahren nicht, wenn die erstmalige Zulassung seit 2021 erfolgte. Die Regelung er&ouml;ffnet Menschen aus sechs Staaten einen grunds&auml;tzlich qualifikationsunabh&auml;ngigen Arbeitszugang. Ein Wechsel bleibt beh&ouml;rdlich vermittelt. [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p>Eine qualitative Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zum Bausektor beschreibt vorenthaltene L&ouml;hne, Arbeitszeitverst&ouml;&szlig;e und Besch&auml;ftigung unterhalb der Qualifikation. Wer bei einer K&uuml;ndigung zugleich um seinen Aufenthalt f&uuml;rchten muss und f&uuml;r den neuen Betrieb eine Genehmigung braucht, hat weniger Spielraum im Konflikt um Lohn oder Arbeitsbedingungen. Die Studie erkl&auml;rt diesen Mechanismus, beziffert aber nicht seine H&auml;ufigkeit. [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p>Diese Abh&auml;ngigkeit ist &auml;lter als die amtierende Regierung. Seit dem 29. Juli 2026 gibt es zudem eine Verbesserung: Nach gemeldetem vorzeitigen Besch&auml;ftigungsende darf die Beh&ouml;rde den Titel grunds&auml;tzlich nur so verk&uuml;rzen, dass er bis mindestens sechs Monate danach gilt; bei hinreichenden Gr&uuml;nden f&uuml;r besonders ausbeuterische Arbeitsbedingungen sind es neun Monate. Der Schutz reicht h&ouml;chstens bis zum urspr&uuml;nglichen Ablaufdatum. [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p>Das verschafft Zeit f&uuml;r die Stellensuche und tr&auml;gt europ&auml;ischen Vorgaben Rechnung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte im Mai mindestens zw&ouml;lf Monate Fortgeltung nach K&uuml;ndigung oder Vertragsbruch des Arbeitgebers gefordert. Auch die neue Frist beseitigt die Genehmigungspflichten beim Wechsel und das Machtgef&auml;lle im laufenden Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis nicht. [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p>Seit Anfang 2026 ist au&szlig;erdem die unentgeltliche Beratung &bdquo;Faire Integration&ldquo; f&uuml;r Besch&auml;ftigte aus Drittstaaten gesetzlich verstetigt. Arbeitgeber m&uuml;ssen angeworbene Besch&auml;ftigte sp&auml;testens am ersten Arbeitstag dar&uuml;ber informieren. Das Angebot war bereits unter der Vorg&auml;ngerregierung vorbereitet worden. Seine praktische St&auml;rke h&auml;ngt davon ab, ob Besch&auml;ftigte es erreichen und ihre Anspr&uuml;che verfolgen k&ouml;nnen. [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]<\/p><p>In der Landwirtschaft hat die Regierung gleichzeitig die kurzfristige Besch&auml;ftigung ausgeweitet: Seit Januar 2026 kann sie bis zu 15 Wochen oder 90 Arbeitstage dauern, statt grunds&auml;tzlich drei Monate oder 70 Arbeitstage. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen fallen daf&uuml;r keine Beitr&auml;ge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an. Unfallversicherung und Mindestlohn bleiben bestehen. Eine Krankenabsicherung etwa im Herkunftsland muss gesondert betrachtet werden. [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>]<\/p><p>Der Bericht der Initiative Faire Landarbeit &uuml;ber die Saison 2025 dokumentiert hohe Kosten f&uuml;r Unterbringung und Verpflegung sowie rechtswidrige Lohnabz&uuml;ge. Besch&auml;ftigte k&ouml;nnen zugleich von Arbeitsplatz und Unterkunft desselben Betriebs abh&auml;ngen; das betrifft auch Saisonkr&auml;fte aus der EU ohne aufenthaltsrechtliche Arbeitgeberbindung. Nach der im Bericht wiedergegebenen Zollstatistik gab es 2024 in der Landwirtschaft 274 Arbeitgeberpr&uuml;fungen, 2021 noch 839. Dieser R&uuml;ckgang liegt vor dem Regierungswechsel. Die neue Regierung verl&auml;ngert ein Modell, dessen Schutzprobleme l&auml;ngst dokumentiert sind. [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>]<\/p><p>F&uuml;r Integrationskurse sollen die Mittel 2027 von rund 1,064 Milliarden auf 590 Millionen Euro sinken, um etwa 44,5 Prozent. Der Haushaltsentwurf verweist auf eine Reform der Kurse und das Einsparziel der Bundesregierung. Fehlende Sprachkenntnisse erschweren beruflichen Aufstieg und die Verst&auml;ndigung &uuml;ber Arbeitsrechte. Der Staat verlangt Integration und plant zugleich, eine ihrer Voraussetzungen erheblich knapper zu finanzieren. [<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p><strong>Was eine sp&auml;tere Regierung &uuml;bernehmen w&uuml;rde<\/strong><\/p><p>Asylrecht und Arbeitsmigration haben unterschiedliche Zwecke. Ihre Verbindung liegt in den M&ouml;glichkeiten der Betroffenen, gegen&uuml;ber Beh&ouml;rden und Betrieben eigenst&auml;ndig zu handeln. Anwaltlicher Beistand und erreichbare Beratung begrenzen fremde Macht. Eine geschlossene Schutzroute oder ein kaum erreichbares Ausnahmeverfahren verst&auml;rken sie.<\/p><p>Eine sp&auml;tere AfD-gef&uuml;hrte Bundesregierung k&ouml;nnte auf die erweiterte M&ouml;glichkeit zugreifen, Herkunftsstaaten per Verordnung als sicher einzustufen. Sie tr&auml;fe auf neue Befugnisse zur Bewegungsbeschr&auml;nkung und Haftverfahren ohne automatische anwaltliche Beiordnung. W&uuml;rden die Beratungsk&uuml;rzungen beschlossen, g&auml;be es weniger Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Menschen, die staatliche Entscheidungen anfechten wollen. Bei der Arbeitsmigration best&uuml;nden die beschriebenen Abh&auml;ngigkeiten fort, soweit sie bis dahin nicht reformiert w&uuml;rden.<\/p><p>Gerichte, Grundrechte und europ&auml;ische Verpflichtungen blieben bestehen. Ihre praktische Wirksamkeit h&auml;ngt aber davon ab, ob Menschen Rechtsverst&ouml;&szlig;e erkennen und Verfahren f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><p>Die afghanische Mutter hat erreicht, dass Karlsruhe der pauschalen Behandlung ihrer Familie eine Grenze setzte. Eine humane Politik darf ihren Erfolg nicht daran messen, wie viele Menschen die Kraft f&uuml;r einen solchen Rechtsweg aufbringen. Wer &uuml;ber ihren Schutz und ihre Freiheit entscheidet, muss sich wirksam kontrollieren lassen. Diese Kontrolle zu erschweren, ist schon heute ein Unrecht an den Betroffenen. Einer sp&auml;teren autorit&auml;ren Politik w&uuml;rde es die Arbeit erleichtern.<\/p><p><small>Titelbild: FGC \/ shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155731\">Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge I: Die Zerst&ouml;rung des sozialen Friedens (Einf&uuml;hrung)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=155798\">Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge II: Rente nach Kassenlage, W&uuml;rde nach Verm&ouml;gen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156073\">Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge III: Armut unter Generalverdacht &ndash; wie aus sozialer Sicherung strafende Kontrolle wird<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156141\">Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge IV: Wie die &Auml;nderungen des Arbeitsrechts Grundrechte aush&ouml;hlen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156364\">Wohnen, W&auml;rme und Infrastruktur: Wie die Bundesregierung am Volk vorbeiregiert (Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge V)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156416\">Steuersenkungen, Deutschlandfonds, Industriestrom: Milliarden f&uuml;r das Kapital, aber nur &bdquo;Hoffnung&rdquo; f&uuml;r die B&uuml;rger (Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge VI)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156670\">Massive Angriffe auf den Datenschutz geplant (Serie zu den Sozial-&bdquo;Reformen&ldquo; &ndash; Folge VII)<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Bundesverfassungsgericht (2026): Beschluss vom 22. Juli 2026, 2 BvR 319\/26. Rn. 2&ndash;6, 10&ndash;13, 81&ndash;90 und 93; Tenor.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Bundesregierung (2026): Regierungspressekonferenz vom 4. Februar 2026. Themenblock Aufnahme von Afghaninnen und Afghanen, Antworten Zanetti\/BMI.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] International Rescue Committee Deutschland (2026): Trotz laufender Gerichtsverfahren zur Aufnahme in Deutschland: Bundesregierung entzieht afghanischen Schutzsuchenden Unterkunft und Unterst&uuml;tzung, 14. April. Abs. 1&ndash;6 und Fu&szlig;note 2.; Bundesverfassungsgericht (2026): Beschluss vom 22. Juli 2026, 2 BvR 319\/26. Rn. 2&ndash;6, 10&ndash;13, 81&ndash;90 und 93; Tenor.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht im DAV u. a. (2026): Umsetzung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Juli 2026 &ndash; Aufnahmeverfahren Afghanistan, offener Brief vom 9. September. Einleitung; &bdquo;Die betroffenen Fallgestaltungen&ldquo;; &bdquo;Fortsetzung der Unterst&uuml;tzung in Pakistan&ldquo;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Amnesty International Deutschland (2026): Abschiebungen nach Afghanistan: Fakten, Recht und Forderungen, Stand Anfang September. &bdquo;Abschiebungen aus Deutschland&ldquo;, Fragen nach Zahl und aktuell betroffenen Personen.; Hessisches Ministerium des Innern, f&uuml;r Sicherheit und Heimatschutz (2026): Identifizierung und Passersatzbeschaffung Afghanistan, Erlass vom 10. Juli, Gz. 0005-LPP4-24r07.01-00002#2026-00001. S. 1, erster Absatz.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Bundesregierung (2026): Antwort auf eine Kleine Anfrage zu Afghanistan-Abschiebungen, BT-Drs. 21\/6802. S. 2, Vorbemerkung und Antwort 1.; Europ&auml;ischer Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte, Gro&szlig;e Kammer (2008): Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar, Beschwerde 37201\/06. Rn. 125, 127 und 138&ndash;139.; Amnesty International Deutschland (2026): Abschiebungen nach Afghanistan: Fakten, Recht und Forderungen, Stand Anfang September. &bdquo;Abschiebungen aus Deutschland&ldquo;, Fragen nach Zahl und aktuell betroffenen Personen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Bundesrepublik Deutschland (2026): Aufenthaltsgesetz, geltende Fassung am 17. September. &sect; 104 Abs. 14.; Ausw&auml;rtiges Amt (o. J.): Wichtige Information: Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidi&auml;r Schutzberechtigten. &bdquo;Wichtiger Hinweis&ldquo;, erste f&uuml;nf Abs&auml;tze und Hinweise zur H&auml;rtefallpr&uuml;fung; Abruf 17.09.2026.; Informationsverbund Asyl &amp; Migration (2026): Subsidi&auml;rer Schutz, Stand August. Einleitung und Aufz&auml;hlung zu Art. 15 Statusverordnung (EU) 2024\/1347.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Ausw&auml;rtiges Amt (o. J.): Wichtige Information: Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidi&auml;r Schutzberechtigten. &bdquo;Wichtiger Hinweis&ldquo;, erste f&uuml;nf Abs&auml;tze und Hinweise zur H&auml;rtefallpr&uuml;fung; Abruf 17.09.2026.; Deutscher Bundestag (2026): Plenarprotokoll 21\/85, 24. Juni. S. 10406, schriftliche Antwort Serap G&uuml;ler auf Frage 38 von Clara B&uuml;nger; Stichtag 19.06.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Verwaltungsgericht Berlin (2025): Zur&uuml;ckweisungen bei Grenzkontrollen sind rechtswidrig, Pressemitteilung Nr. 32\/2025, 2. Juni. Abs. 1&ndash;6; Beschl&uuml;sse vom 02.06.2025, VG 6 L 191\/25 u. a.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Verwaltungsgericht Berlin (2026): Beschluss vom 22. Mai, 28 L 270\/26 A. Rn. 28&ndash;39.; Bundesregierung (2026): Zur&uuml;ckweisungen an den Binnengrenzen im ersten Halbjahr 2026, BT-Drs. 21\/7782, 28. August. S. 9 und 12, Antwort auf Frage 5 und 6d.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Bundesregierung (2026): Gemeinsame europ&auml;ische L&ouml;sungen in der Migrationspolitik, 12. Juni. &bdquo;Welche Neuerungen bringt das GEAS?&ldquo;; &bdquo;Gab es im parlamentarischen Verfahren noch &Auml;nderungen?&ldquo;.; PRO ASYL und Amnesty International (2026): Deutschland: PRO ASYL und Amnesty International fordern Abgeordnete zur Ablehnung des GEAS-Umsetzungsgesetzes auf, 26. Februar. Abs. 1&ndash;7 und &bdquo;Forderungen von PRO ASYL und Amnesty International&ldquo;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Bundesrepublik Deutschland (2026): Asylgesetz, &sect; 68, geltende Fassung am 17. September. Abs. 1&ndash;5.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Bundesrepublik Deutschland (2026): Asylgesetz, &sect; 69, geltende Fassung am 17. September. Abs. 1, besonders Nr. 2, und Abs. 2.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Bundesregierung (2026): Neue Regelung zur Einstufung sicherer Herkunftsstaaten, 21. Januar. Abs&auml;tze nach dem Bild; &bdquo;Individuelle Pr&uuml;fung bleibt erhalten&ldquo;; &bdquo;Rechtsfolgen der Regelung&ldquo;.; Bundesrepublik Deutschland (2026): Asylgesetz, &sect; 29b, geltende Fassung am 17. September. Abs. 1 und 3.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Bundesregierung (2026): Neuregelungen in der Migrationspolitik, 22. Juni. Einleitung; &bdquo;Welche Ziele verfolgt der Gesetzgeber damit?&ldquo;; &bdquo;Was bedeutet das konkret?&ldquo;.; Bundesrepublik Deutschland (2026): Aufenthaltsgesetz, geltende Fassung am 17. September. &sect; 62d (weggefallen), &sect; 104 Abs. 20; Rechts&auml;nderung zum 01.06.2026.; Bundesrepublik Deutschland (2026): Gesetz &uuml;ber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, &sect; 78. Abs. 2; im Zusammenhang mit &sect; 76 FamFG.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Judith, Wiebke \/ PRO ASYL (2025): Stellungnahme zur Anh&ouml;rung &uuml;ber sichere Herkunftsstaaten und anwaltliche Vertretung bei Abschiebungshaft, 2. Oktober. S. 12&ndash;14, insbesondere S. 12 und Fn. 34; Statistik Stand Juli 2025.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Bundesregierung (2026): Entwurf des Bundeshaushaltsplans 2027, Einzelplan 06. Kapitel 0603: Titel 684 62, S. 42; Titel 684 12, S. 39&ndash;40, Erl&auml;uterung S. 40. Betr&auml;ge in 1.000 Euro.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (2025): Mehr Fachkr&auml;fte mit der Work-and-Stay-Agentur gewinnen, 10. November. Abs. 1&ndash;4.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Landesamt f&uuml;r Einwanderung Berlin (o. J.): Aufenthaltstitel zur Besch&auml;ftigung &ndash; Wechsel des Arbeitgebers. &bdquo;Wichtige Hinweise&ldquo; A\/B und Ausnahme; Verfahrensablauf 1&ndash;3; Abruf 17.09.2026.; Bundesrepublik Deutschland (2026): Besch&auml;ftigungsverordnung, &sect; 26, geltende Fassung am 17. September. Abs. 2, insbesondere Ausnahme von &sect; 9 BeschV.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Sperneac-Wolfer, Christian; Baumgarten, Michael; Egenberger, Vera (2026): Die Westbalkanregelung im Bausektor. Zu den Folgen eines niedrigschwelligen Migrationsweges f&uuml;r die Rechte der Besch&auml;ftigten. Working Paper Forschungsf&ouml;rderung 413. D&uuml;sseldorf: Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, Juni. S. 16&ndash;19 (Methode), 21&ndash;26 und 28&ndash;34 (Befunde und Arbeitgeberwechsel).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Bundesrepublik Deutschland (2026): Aufenthaltsgesetz, &sect; 18, Fassung nach Art. 13 MDWG vom 22. Juli 2026, BGBl. I Nr. 222. &sect; 18 Abs. 4 und 5; &Auml;nderung wirksam seit 29.07.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Europ&auml;isches Parlament und Rat (2024): Richtlinie (EU) 2024\/1233 vom 24. April, ABl. L vom 30. April. Art. 11 Abs. 4&ndash;6; Art. 18 Abs. 1.; Deutscher Gewerkschaftsbund (2026): F&uuml;r faire Migration: Frauen aus Drittstaaten vor Ausbeutung sch&uuml;tzen, sie als Fachkr&auml;fte anerkennen und ihre gesellschaftliche Mitbestimmung st&auml;rken. Antrag B10, 23. Ordentlicher Bundeskongress, 10.&ndash;13. Mai, angenommen in ge&auml;nderter Fassung. S. 1&ndash;2, Forderung zur Fortgeltung des Aufenthalts bei K&uuml;ndigung bzw. Vertragsbruch.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (2026): Start des Beratungsangebots &bdquo;Faire Integration&ldquo;, 2. Januar. Abs. 1&ndash;3.; Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (2025): Faire Integration, 10. Februar. Darstellung des k&uuml;nftigen Beratungsangebots und seiner Verstetigung.; Bundesrepublik Deutschland (2026): Aufenthaltsgesetz, &sect; 45c, geltende Fassung am 17. September. S&auml;tze 1&ndash;3.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (o. J., aktualisiert 2026): Kurzfristige Besch&auml;ftigung. Erl&auml;uterungen zu Zeitgrenzen, Berufsm&auml;&szlig;igkeit und Versicherungszweigen; Abruf 17.09.2026.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Initiative Faire Landarbeit (2026): Saisonarbeit in der Landwirtschaft. Bericht 2025. Berlin. S. 26&ndash;29, insbesondere Abbildung zu Zollpr&uuml;fungen S. 28.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Bundesregierung (2026): Entwurf des Bundeshaushaltsplans 2027, Einzelplan 06. Kapitel 0603: Titel 684 62, S. 42; Titel 684 12, S. 39&ndash;40, Erl&auml;uterung S. 40. Betr&auml;ge in 1.000 Euro.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung verengt Schutzwege und schw&auml;cht die M&ouml;glichkeiten, Rechte durchzusetzen. Bei der Arbeitsmigration bleiben Abh&auml;ngigkeiten trotz einzelner Verbesserungen bestehen. Die Folgen treffen Menschen schon heute &ndash; und reichen &uuml;ber diese Wahlperiode hinaus. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":156705,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,37,165],"tags":[1952,351,1171,2255,1359,288,312,3055,3143,340],"class_list":["post-156704","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-globalisierung","category-innen-und-gesellschaftspolitik","tag-abschiebung","tag-afghanistan","tag-asyl","tag-befristete-arbeit","tag-pakistan","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-reformpolitik","tag-saisonarbeiter","tag-visum","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/shutterstock_2091810088-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=156704"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":156751,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156704\/revisions\/156751"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/156705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=156704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=156704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=156704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}