{"id":15680,"date":"2013-01-04T16:41:59","date_gmt":"2013-01-04T15:41:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680"},"modified":"2013-01-04T18:05:25","modified_gmt":"2013-01-04T17:05:25","slug":"hinweise-des-tages-ii-89","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h01\">Henryk M. Broder versch&auml;rft Kritik an Jakob Augstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h02\">Fiskalklippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h03\">An amazing mea culpa from the IMF&rsquo;s chief economist on austerity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h04\">Reall&ouml;hne im dritten Quartal gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h05\">Investitionsstau von 100 Milliarden Euro &ndash; Kommunen sparen sich kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h06\">Spanien in der Krise: Pleite mit t&ouml;dlichen Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h07\">Steuererh&ouml;hungen statt Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h08\">Cambridge-&Ouml;konom Chang &ndash; Der Marktungl&auml;ubige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h09\">&ldquo;Ich habe in Abgr&uuml;nde hineingeguckt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h10\">Arm und Reich gemeinsam gegen Staat und Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h11\">Billigmalocher im Spa&szlig;paradies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h12\">Scheinwerfer &ndash; Themenschwerpunkt: Politische Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h13\">&Uuml;bergewicht und Lebenserwartung &ndash; N&uuml;tzliches Fett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h14\">Die ersch&ouml;pfte Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h15\">Willkommen im Klub der Milliard&auml;re!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h16\">Wenn Deutsche Deutsche hassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h17\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber Politikdarsteller, Korruption und die Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h18\">Simulierter Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680#h19\">zu guter Letzt: Kellnerfrust<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15680&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Henryk M. Broder versch&auml;rft Kritik an Jakob Augstein<\/strong><br>\nDie Debatte um die Antisemitismus-Vorw&uuml;rfe gegen den Verleger Jakob Augstein geht in voller Sch&auml;rfe weiter. W&auml;hrend einige Prominente den Journalisten ausdr&uuml;cklich in Schutz nehmen, legt Henryk M. Broder nach &ndash; und das sehr deutlich. [&hellip;]<br>\nSeine Kritik an Augstein versch&auml;rft Broder weiter: &bdquo;Augstein sieht sich als kritischer Journalist, so wie sich ein P&auml;dophiler als Kinderfreund ansieht. Auf die Selbstwahrnehmung kommt es dabei nicht an.&ldquo; Auch angesichts der gro&szlig;en, &ouml;ffentlichen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Augstein r&uuml;ckt Broder nicht von dieser Position ab.<br>\nDaf&uuml;r ist er vom RBB abger&uuml;ckt. Am Donnerstag hat Broder seine w&ouml;chentliche Kolumne bei Radio Eins gek&uuml;ndigt. Seiner Darstellung nach sollte er seinen Kommentar an diesem Freitag ausfallen lassen, daf&uuml;r ein Antisemitismusexperte zu Wort kommen. Dieses Verhalten sei ihm gegen&uuml;ber illoyal und sachlich durch nichts zu rechtfertigen, erkl&auml;rte Broder auf welt.de seinen Abschied.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/antisemitismus-vorwuerfe-henryk-m-broder-verschaerft-kritik-an-jakob-augstein-\/7584150.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Broder geht es nicht um Israel, nicht um Antisemitismus und auch nicht um Jakob Augstein. Broder geht es stets nur um eins &ndash; um Henryk M. Broder. Und Selbstvermarkter Broder wei&szlig; nur all zu genau, dass Krawall seinen Marktwert steigen l&auml;sst. Man muss Jakob Augstein &uuml;brigens ein Kompliment daf&uuml;r aussprechen, dass er so ruhig und gelassen bleibt und Broder auflaufen l&auml;sst, <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/henryk-m-broder\/article112394679\/Warum-ich-nicht-mehr-fuer-den-RBB-kommentiere.html\">indem er sich weigert<\/a>, sich &ouml;ffentlich zusammen mit Broder &uuml;ber die Aff&auml;re zu unterhalten. Dazu gibt es ein wunderbares Zitat von George Bernard Shaw: &bdquo;I learned long ago, never to wrestle with a pig. You both get dirty, and besides, the pig likes it.&ldquo; Augstein scheint diese Lektion auch verstanden zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fiskalklippe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Trick mit der Eine-Billion-Dollar-M&uuml;nze<\/strong><br>\nBizarr, aber legal: Dass die USA zahlungsunf&auml;hig werden, wollen Obamas Anh&auml;nger mit einem obskuren Trick verhindern. Finanzminister Geithner soll die republikanische Blockade aushebeln, indem er einfach eine Super-M&uuml;nze pr&auml;gen l&auml;sst. Wie das gehen soll. [&hellip;]<br>\nWas w&auml;hrend der ersten Debatte &uuml;ber die Schuldengrenze im Sommer 2011 nur in abseitigen Geld-Blogs diskutiert wurde, erh&auml;lt jetzt h&ouml;chste Anerkennung. Der &Ouml;konom Paul Krugman, so etwas wie Obamas oberster Wirtschaftsblogger,  schrieb f&uuml;r die New York Times, au&szlig;ergew&ouml;hnliche Probleme erforderten ebensolche L&ouml;sungen: &ldquo;Das ist zwar ein Trick &ndash; aber die Schuldengrenze ist selbst schon eine verr&uuml;ckte Sache.&rdquo;  Paradoxerweise lege schlie&szlig;lich der Kongress dem Pr&auml;sidenten mit der Schuldengrenze Fesseln an, zwinge ihn aber zugleich mit immer neuen Gesetzen zu zus&auml;tzlichen Ausgaben. [&hellip;]<br>\nGegner warnen auch vor Inflation &ndash; Billionenbetr&auml;ge auf Zahlungsmitteln erinnern an die Weimarer Republik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/haushaltsstreit-in-usa-der-eine-billion-dollar-muenztrick-1.1564755\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nat&uuml;rlich darf bei der SZ der Hinweis auf eine m&ouml;gliche Inflation nicht fehlen, obgleich diese Schlussfolgerung vollkommen absurd ist, wie &uuml;brigens auch exakt das Magazin schreibt, auf das <a href=\"http:\/\/www.businessinsider.com\/3-huge-myths-about-the-plan-to-save-the-economy-with-a-trillion-dollar-platinum-coin-2013-1\">die SZ explizit verlinkt<\/a>. Die Idee als solche ist nichts weiter als ein simpler Bilanztrick. Und hier muss man Paul Krugman wohl recht geben &ndash; warum sollte man ein unsinniges Gesetz, das niemanden n&uuml;tzt und allen schadet nicht auf kreative Art aushebeln?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Paul Krugman &ndash; Debt in a Time of Zero<\/strong><br>\n[&hellip;] We are living in weird economic times, where many of the usual rules don&rsquo;t apply and there are big free lunches to be had. But not everything is a free lunch, even now. Sorry.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2013\/01\/02\/debt-in-a-time-of-zero\/\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kreislauf der Verelendung<\/strong><br>\nEinmal mehr sind die USA daran gescheitert, einen Plan zur Schuldenreduzierung aufzustellen. Auch die Europ&auml;er finden keinen Ausweg aus ihrer Schuldenkrise. Am anderen Ende des Globus hat Japan Rekordschulden angeh&auml;uft. Etwas l&auml;uft schrecklich schief, und zwar in fast allen Industriel&auml;ndern. Die New York Times hat in ihrer Analyse des faulen Neujahrskompromisses in den USA die wesentlichen Probleme benannt: viel zu gro&szlig;z&uuml;giger Umgang mit den Reichen, viel zu geringe Steuereinnahmen, um den Bedarf an &ouml;ffentlichen Investitionen zu decken. Die Diagnose besitzt nicht nur f&uuml;r die USA G&uuml;ltigkeit. Auch hierzulande verrottet die &ouml;ffentliche Infrastruktur, an Bildung wird gespart, an sozialem Schutz ebenso, Kommunen stehen vor dem Kollaps. Daf&uuml;r haben Gro&szlig;verdiener und Konzerne so niedrige Steuers&auml;tze wie noch nie seit dem letzten Weltkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F01%2F03%2Fa0127&amp;cHash=35e82f6e5205e36ee903be5d2dd0f0f5\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Sachlage ist einfach: Die USA  geben mehr Geld aus, als sie an Steuern einnehmen. Die Antwort in den Mainstreammedien ist klar: Es muss ganz im Geist der merkelschen, schw&auml;bischen Hausfrau gespart werden. So finden sich zu den US-Beschl&uuml;ssen im Tagespiegel S&auml;tze wie: &ldquo;Sie nehmen das, was den B&uuml;rgern und der Wirtschaft wehtut, zum Gro&szlig;teil zur&uuml;ck, obwohl die Ma&szlig;nahmen dringend n&ouml;tig w&auml;ren, damit die Schulden nicht unverantwortlich weitersteigen&rdquo; oder noch deutlicher mit dem klaren Hinweis, wo gespart werden m&uuml;sse: &ldquo;Das Z&auml;hmen der galoppierenden Defizite und des wachsenden Schuldenbergs durch nachhaltige Sparmassnahmen, vor allem bei der staatlichen Krankenversicherung f&uuml;r &Auml;ltere (Medicare), wurde einmal mehr vertagt.&rdquo; Meint die Schweizer Zeitung etwa, dass ausgerechnet das US-Sozialsystem zu weit getrieben worden sei. Mehr Geld ausgeben als einnehmen bedeutet f&uuml;r die schw&auml;bische Hausfrau in der Tat sparen. Nur d&uuml;rfte die schw&auml;bische Hausfrau im Laufe der Zeit wohl kaum auf m&ouml;gliche Einnahmen verzichtet haben, wie dies viele westliche Staaten exzessiv getan haben. Solange &ldquo;Hochsteuers&auml;tze&rdquo; wie jetzt in den USA erst ab einem Einkommen von 400.000 Dollar greifen, ist die Rede von Sparen am Sozialstaat nur der Gefolgschaft gegen&uuml;ber den &ldquo;happy few in the capitalist world-economy&rdquo; geschuldet.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>An amazing mea culpa from the IMF&rsquo;s chief economist on austerity<\/strong><br>\nConsider it a mea culpa submerged in a deep pool of calculus and regression analysis: The International Monetary Fund&rsquo;s top economist today acknowledged that the fund blew its forecasts for Greece and other European economies because it did not fully understand how government austerity efforts would undermine economic growth.<br>\nThe new and highly technical paper looks again at the issue of fiscal multipliers &ndash; the impact that a rise or fall in government spending or tax collection has on a country&rsquo;s economic output.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/wonkblog\/wp\/2013\/01\/03\/an-amazing-mea-culpa-from-the-imfs-chief-economist-on-austerity\/?tid=wp_ipad\">Washington Post<\/a>\n<p><strong>dazu: IMF admits more mistakes<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.macrobusiness.com.au\/2013\/01\/imf-admits-more-mistakes\/\">Macro Business<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Blanchard hatte sich bereits im Oktober zu diesem Thema ge&auml;u&szlig;ert. Der Schweizer Tagesanzeiger <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/10424\/eine-iwf-box-sorgt-fur-aufregung\/%20ver%C3%B6ffentlicht\">hatte dazu einen sch&ouml;nen Blogbeitrag<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne im dritten Quartal gestiegen<\/strong><br>\nDie Reall&ouml;hne in Deutschland stiegen vom dritten Quartal 2011 bis zum dritten Quartal 2012 um durchschnittlich 1,0 %. Die Nominall&ouml;hne erh&ouml;hten sich in diesem Zeitraum um 3,0 %, die Verbraucherpreise legten um 1,9 % zu, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mit. Damit sind die Reall&ouml;hne seit dem ersten Quartal 2010 das elfte Quartal in Folge nicht gesunken &ndash; neun Quartale wiesen Reallohnsteigerungen auf, in zwei Quartalen blieben sie unver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/12\/PD12_456_623pdf.pdf?__blob=publicationFile\">Statistisches Bundesamt [PDF &ndash; 88.8 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da hat uns das Statistische Bundesamt zum Fest seine frohe Botschaft verk&uuml;ndet &ndash; und wie man oben sieht, hat sich diese bis in das &ouml;stliche Brandenburg verbreitet. Die Aussage, dass  die Reall&ouml;hne seit dem ersten Quartal 2010 das elfte Quartal in Folge nicht gesunken sind, gilt allerdings, wenn man n&auml;her hinschaut nur f&uuml;r Arbeitnehmer in leitender Stellung. Alle anderen Leistungsgruppen gingen zwischenzeitlich in das Minus bzw. verblieben wie die angelernten Arbeitnehmer mit zwei gravierenden Abst&uuml;rzen gr&ouml;&szlig;tenteils unter dem Reallohn von 2007. Wie selbst dem Statistischen Bundesamt zu entnehmen ist, verzerrt die oberste Leistungsgruppe ganz sch&ouml;n den Durchschnitt. Das Statistische Bundesamt sollte, wie dies in seri&ouml;sen Berichterstattungen zum Haushaltseinkommen geschieht, lieber auf den Median zur&uuml;ckgreifen. Ganz abgesehen davon, dass selbst ein Reallohnanstieg von 2,3 Prozent seit 2007 f&uuml;r &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo; erb&auml;rmlich ist,  wird bei einer Erweiterung des Zeitraums deutlich, dass der Gro&szlig;teil der deutschen Arbeitnehmer z.B. seit 2000 sinkende Reall&ouml;hne hatte hinnehmen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Investitionsstau von 100 Milliarden Euro &ndash; Kommunen sparen sich kaputt<\/strong><br>\nDie deutschen Kommunen haben 2012 keine neuen Schulden gemacht. Doch der Sparkurs hat eine Kehrseite: Die St&auml;dte und Gemeinden stecken viel zu wenig Geld in Schulen und Stra&szlig;en. Der Investitionsstau bel&auml;uft sich bereits auf 100 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kommunen-ohne-neue-schulden-und-ohne-investitionen-a-875742.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Dank sei der Schuldenbremse und den Durchwinkparteien im Bundestag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spanien in der Krise: Pleite mit t&ouml;dlichen Folgen<\/strong><br>\nIn Spanien hat sich ein Mann mit Benzin &uuml;bergossen und angez&uuml;ndet &ndash; aus Verzweiflung &uuml;ber die Folgen der Krise. Es ist ein besonders aufsehenerregender Fall, aber nur einer von vielen Suiziden und Selbstt&ouml;tungsversuchen, zu denen es derzeit in Spanien kommt. Laut spanischen Medien soll es sich um einen Obdachlosen gehandelt haben, der verheiratet sei und zwei Kinder habe. Vor zwei Wochen war ebenfalls in M&aacute;laga eine Frau aus dem Fenster gesprungen, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnte und von der Bank aus ihrer Wohnung geworfen werden sollte. Fast im Wochentakt berichtet die spanische Presse derzeit &uuml;ber solche F&auml;lle. Dabei hat Spanien in seiner Geschichte zahlreiche tiefe Krisen durchgestanden, eine Zunahme an Suiziden war dabei jedoch nicht beobachtet worden. Zwar ver&ouml;ffentlicht das Nationale Statistikamt seit 2010 keine Zahlen &uuml;ber Selbstmorde mehr. Doch regionale Gesundheits&auml;mter und forensische Institute melden seit zwei Jahren Rekordwerte. Grund seien Arbeitslosigkeit und Schuldenkrise, die immer mehr Menschen in komplett ausweglose Situationen bringe. Die Plattform der Hypothekengesch&auml;digten in Madrid (PAH) meldet 500 Zwangsr&auml;umungen t&auml;glich.<br>\nDie Regierung von Mariano Rajoy reagierte mit dem Statement zu diesen Zahlen allerdings erst auf den enormen sozialen Druck von B&uuml;rgerbewegungen und sozialen Netzwerken. Emp&ouml;rung l&ouml;ste vor allem aus, dass jene Banken, die selbst mit Milliarden an Steuergeld vor der Pleite gerettet wurden, ohne jede R&uuml;cksicht auf jene losgehen, die ebenfalls pleite sind &ndash; die &Auml;rmsten der Armen. Eine Gesetzes&auml;nderung, die Zwangsr&auml;umungen erschweren soll, wurde von der Regierung im Sp&auml;therbst auf den Weg gebracht. In ihren Genuss kommen jedoch nur extreme H&auml;rtef&auml;lle, wie sie die spanische Presse in den vergangenen Monaten zuhauf meldete. Andere, darunter Gro&szlig;familien, Behinderte und Rentner, die f&uuml;r Kinder und Enkel geb&uuml;rgt hatten, wurden an die Luft gesetzt &ndash; so lange, bis selbst die Richter protestierten. Die Sozialisten fordern, das Gesetz auszuweiten. Sozialverb&auml;nde verlangen zudem, dass leer stehende Wohnungen zu sozialen Mieten an Obdachlose vergeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spanien-in-der-krise-pleite-mit-toedlichen-folgen-1.1564163\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sind wir Europ&auml;er und verpflichten Europa endlich auf seine letzte gro&szlig;e Errungenschaft, die Prinzipien der Sozialstaatlichkeit, oder sind wir eben nur eine bessere Freihandelszone, deren Gesetze nur die unbegrenzten Freiheiten des europ&auml;ischen, ja  internationalen Gro&szlig;kapitals garantieren? Diese Errungenschaft wurzelt in der Einsicht, dass in dieser nach gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichem Profit ausgerichteten Konkurrenzgesellschaft nicht einfach dem einzelnen Individuum das Scheitern des Systems anzulasten ist. Hier ist nicht der Ort, um diese Zusammenh&auml;nge auszubreiten, die NachDenkSeiten haben laufend auf die systemischen Aspekte der gro&szlig;en Krise hingewiesen. Es wird Zeit, dass die Nordeurop&auml;er insbesondere Deutschland, das seinen Nachbarn nach dem gro&szlig;en Krieg so unendlich viel zu verdanken hat, begreifen und ihren Regierungen sagen: Dieser Markt ist nicht ohne die Sicherheitsleinen f&uuml;r die einzelnen Menschen, wie die Kanzlerin ihre Mitb&uuml;rger zu nennen beliebt, zu haben. Es gibt nicht nur systemische Banken, sondern wir sind das System. Die SZ hebt einzelne F&auml;lle von Solidarit&auml;t in Spanien hervor. Nur, so bewundernswert gelebte individuelle Solidarit&auml;t ist, sie ist ein R&uuml;ckfall in die Vormoderne &ndash; in der eine m&ouml;glichst gro&szlig;e Kinderzahl eine gewisse Alterssicherung bot, in der die Gro&szlig;familie Krankheit, Tod und Arbeitslosigkeit aufzufangen versuchte, in der Nachbarschaftshilfe und die Religionsgemeinschaft in Notlagen manchmal Schutz bieten konnten. Es ist die gleiche Vormoderne, in der die Macht und der Reichtum eines Volkes  in den H&auml;nden weniger ruhten. Brauchen wir schon wieder eine Revolution, um &ldquo;libert&eacute;, &eacute;galit&eacute;, fraternit&eacute;&rdquo; in Europa durchzusetzen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuererh&ouml;hungen statt Sparpolitik<\/strong><br>\nDie meisten Staaten der EU &auml;chzen unter einer hohen Schuldenlast. Doch anstatt die Steuern f&uuml;r Verm&ouml;gende zu erh&ouml;hen, werden unsoziale Sparprogramme aufgelegt. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Staatsverschuldung in den meisten L&auml;ndern der EU kr&auml;ftig angestiegen. Denn die Rettung strauchelnder Banken sowie umfangreiche Ma&szlig;nahmen zur Ankurbelung der Konjunktur haben Milliardensummen verschlungen. Von diesen teuren staatlichen Programmen haben vor allem Kapitalbesitzer profitiert. So hat sich das Geldverm&ouml;gen &ndash; ohne Sachwerte &ndash; in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2011 von 3.500 Mrd. Euro auf 4.700 Mrd. Euro erh&ouml;ht &ndash; trotz der schweren Wirtschaftskrise. Deshalb stellt es einen Akt der Gerechtigkeit dar, wenn die Wirtschaftselite durch h&ouml;here Steuern an den Kosten der Krise in angemessener Weise beteiligt wird. (&hellip;) Die Erh&ouml;hung der Umsatzsteuer hat sozial Schw&auml;chere &uuml;berproportional belastet und die Steigerung der Unternehmensgewinne ging auf Kosten der Belegschaft. Insofern stellen Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen und Verm&ouml;gende die richtige Antwort dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/kai-ruesen\/steuererhoehungen-statt-sparpolitik\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> In diesem Zusammenhang wird das Thema &ldquo;Steuerflucht&rdquo; von den Rechtskonservativen und Neoliberalen immer wieder als Rechtfertigung f&uuml;r eine angeblich &ldquo;alternativlos&rdquo; niedrige Steuerbelastung von wohlhabenden Privatpersonen sowie Unternehmen vorgeschoben. Entgegen dem von diesen politischen Kr&auml;ften erweckten Eindruck l&auml;&szlig;t sich jedoch die Ablehnung nicht aller Arten von Steuererh&ouml;hungen zu Lasten von Spitzenverdienern und Unternehmen mit der &ldquo;Steuerflucht&rdquo;-These rechtfertigen. Bei jenen Steuererh&ouml;hungen zu Lasten von wohlhabenden Privatpersonen und Unternehmen, f&uuml;r die das &ldquo;Steuerflucht&rdquo;-Argument zumindest teilweise zutrifft, w&auml;re eine von den im weitesten Sinne &ldquo;sozialdemokratischen&rdquo; Parteien innerhalb der EU (noch besser: der OECD) konzipierte gemeinsame Steuerpolitik mit dem Ziel &ldquo;Bek&auml;mpfung der Steuerflucht&rdquo; ein erfolgversprechendes gemeinsames Zukunftsprojekt. Von den konservativen und rechtsliberalen Parteien als den quasi &ldquo;nat&uuml;rlichen&rdquo; Verb&uuml;ndeten der OECD-&ldquo;Eliten&rdquo; darf diesbez&uuml;glich keine gro&szlig;e Hilfestellung erwartet werden.<\/em> <\/p>\n<p><em>Den konservativen und rechtsliberalen Parteien d&uuml;rfte es dann auch bei den l&auml;nderinternen (Wahl-)Auseinandersetzungen deutlich schwerer fallen, mit dem vorgeschobenen Einwand &ldquo;Steuerflucht&rdquo; die Bev&ouml;lkerungen der EU- und OECD-Staaten in Bezug auf eine &ouml;konomisch sinnvolle und sozial gerechte Steuerpolitik politisch zu entmutigen. Die Bek&auml;mpfung der Steuerflucht durch ein koordiniertes Vorgehen der dem sozialdemokratischen Spektrum zugeh&ouml;renden Parteien w&auml;re ein geeigneter politischer Hebel, den neoliberalen Parteien des konservativen und rechtsliberalen Spektrums ein St&uuml;ck weit die politische Meinungshoheit zu entrei&szlig;en und damit f&uuml;r die Bev&ouml;lkerungsmehrheiten innerhalb der EU- und OECD-Staaten &ouml;konomische und soziale Verbesserungen durchzusetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cambridge-&Ouml;konom Chang &ndash; Der Marktungl&auml;ubige<\/strong><br>\nHa-Joon Chang ist ein Ketzer unter den &Ouml;konomen. Er h&auml;lt freie M&auml;rkte f&uuml;r eine Illusion, fordert mehr Staatseingriffe und Protektionismus. An der Elite-Uni Cambridge war der Koreaner damit lange ein Au&szlig;enseiter &ndash; dann kamen die Krise und sein Buch &ldquo;23 L&uuml;gen, die sie uns &uuml;ber den Kapitalismus erz&auml;hlen&rdquo;.<br>\nSchon die Zugfahrt zu Ha-Joon Chang nach Cambridge schafft Sympathie f&uuml;r dessen Thesen. Sie wird nicht nur vom landestypischen Regen &uuml;berschattet, sondern auch vom notorisch komplizierten Bahnsystem. F&uuml;r jeden Abschnitt muss das Ticket eines anderen Anbieters gekauft werden, die Z&uuml;ge sind zu sp&auml;t, das Abfahrtsgleis wird erst in letzter Minute angezeigt. Dabei sollte doch alles besser werden. Damals, Mitte der achtziger Jahre, als Margaret Thatcher die Privatisierung der Bahn und anderer Staatsbetriebe vorantrieb &ndash; und der S&uuml;dkoreaner Ha-Joon Chang in einer fremden Welt landete.<br>\n&ldquo;Ich kam auf dem H&ouml;hepunkt der Thatcher-Revolution nach England&rdquo;, erinnert sich Chang an seine Ankunft als 23-j&auml;hriger Student. Die konservative Thatcher glaubte an die Weisheit des Marktes, den Staat sah sie als Bedrohung. Die &Ouml;konomen, bei denen Chang sein Handwerk lernen sollte, teilen diese Meinung. &ldquo;Ich konnte nicht glauben, wie feindselig die Menschen Staatseingriffen gegen&uuml;berstanden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/portraet-des-cambridge-oekonomen-ha-joon-chang-a-873718.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Ich habe in Abgr&uuml;nde hineingeguckt&rdquo;<\/strong><br>\nRegisseur inszeniert Theaterst&uuml;ck &uuml;ber die Finanzwelt<br>\nAndres Veiel im Gespr&auml;ch mit Liane von Billerbeck<br>\n&Ouml;ffentlich wollten die Banker nicht &uuml;ber ihre riskanten Gesch&auml;ftspraktiken mit Andres Veiel sprechen. Nur unter Wahrung der Anonymit&auml;t gaben sie Informationen &uuml;ber ihre Geldgesch&auml;fte preis. Dieses brisante Material kommt ab Januar in Stuttgart auf die B&uuml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1961127\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arm und Reich gemeinsam gegen Staat und Demokratie<\/strong><br>\nWalter W&uuml;llenweber zur Erosion der Gesellschaft durch die Ober- und Unterschicht<br>\nDie Schere zwischen arm und reich geht in Deutschland immer weiter auseinander. Walter W&uuml;llenweber, Autor des Buches Die Asozialen &ndash; Wie Ober- und Unterschicht unser Land ruinieren und wer davon profitiert erblickt einen wesentlichen Grund f&uuml;r diese Entwicklung darin, dass die Politik massiv dazu beigetragen hat, diese Verh&auml;ltnisse zu schaffen und zu zementieren. Nach seinen Ausf&uuml;hrungen sind damit am oberen wie am unteren Rand der Gesellschaft gewaltige Erosionskr&auml;fte entstanden, die &auml;hnliche Mentalit&auml;tsmuster aufweisen und in einer Zangebewegung die Grundfeste der Gesellschaft &ndash;Mittelstand und Leistung &ndash; ersch&uuml;ttern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38246\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Das Interview mit dem Buchautor W&uuml;llenweber ist ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r gezielte Desinformation und auch die weitere Stigmatisierung der gesellschaftlich Abgeh&auml;ngten. Fassungslos steht man vor der Aussage, dass auch die Unterschicht unser Land ruiniere (bei der Oberschicht ist es ja offensichtlich, das kann auch keiner mehr leugnen). Wenn man sich die gesellschaftlichen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse einmal anschaut, so erkennt man doch, dass die &ldquo;Unterschicht&rdquo; ein Spielball der herrschenden Kr&auml;fte ist, die aufgrund vielf&auml;tliger Unterdr&uuml;ckungs- und Ausgrenzungsma&szlig;nahmen an den gesellchaftlichen Rand und existenziellen Abgrund gedr&auml;ngt wurde. Mit welcher gesellschaftlichen Gestaltungsmacht dieses Heer der Ohnm&auml;chtigen &uuml;berhaupt irgendwen sch&auml;digen soll, bleibt v&ouml;llig unklar. Es kann ja auch gar nicht sein. So entwirft der Autor das Bild der ungesund lebenden Unterschicht, die dadurch die Gesellschaft sch&auml;digt. Wieder werden aus den Opfern der gesellschaftlichen Verdr&auml;ngungs- und Ausbeutungsprozesse die T&auml;ter, die mit ihren begrenzten, aber laut Autor ja eigentlich ausreichenden Mitteln einfach kein vern&uuml;nftiges Leben f&uuml;hren wollen, eine Perversion der tats&auml;chlichen gesellschaftlichen Zust&auml;nde. Und wenn der Autor dann noch anmerkt, dass das durchschnittliche Lohneinkommen zu nah am Hartz-IV-Satz sei, weswegen dieser ja eigentlich zu hoch sein m&uuml;sse, dann ist es endg&uuml;ltig vorbei. Niemand k&auml;me ja auf die Idee, dass die L&ouml;hne zu niedrig seien. Paradoxerweise bemerkt der Autor ja, dass Kapitalertr&auml;ge zu wenig besteuert werden im Vergleich zu &ldquo;Arbeitsertr&auml;gen&rdquo;, aber das die Arbeitsertr&auml;ge auch insgesamt und insbesondere im mittleren und unteren Lohnbereich zu gering sind, dass entgeht ihm. Genauso wie die explizite Absicht der Politik, die L&ouml;hne niedrig zu halten und die gesellschaftliche Realit&auml;t so zu schaffen, wie wir sie aktuell vorfinden. Da wurde nichts mit den besten Absichten f&uuml;r alle eingef&uuml;hrt, es ging um die Verarmung weiter Teile der Gesellschaft, nicht anders kann man z.B. Schr&ouml;ders Lob &ldquo;eines der besten Niedriglohnsektoren&rdquo; interpretieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Billigmalocher im Spa&szlig;paradies<\/strong><br>\nOb Legoland oder Gruselkabinett &ndash; die Mitarbeiter von Deutschlands Freizeitattraktionen verdienen so mies wie in kaum einer anderen Branche. Und das trotz saftiger Eintrittspreise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/niedrigloehne-in-freizeitparks-empoeren-angestellte-und-gewerkschaften-a-874759.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leseres J.A.:<\/strong> Und im n&auml;chsten Artikel berichtet SpOn gleich wieder &uuml;ber das &ldquo;German job miracle&rdquo; und kommentiert die segensreiche Wirkung der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; mit Niedrigl&ouml;hnen, befristeten Stellen, Minijobs und &ldquo;Flexibilisierung des verkrusteten Arbeitsmarkts&rdquo;&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Scheinwerfer &ndash; Themenschwerpunkt: Politische Korruption<\/strong><br>\n28 Seiten zum Thema &bdquo;Politische Korruption&ldquo; im Rundbrief von Transparency International.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/fileadmin\/pdfs\/Rundbriefe\/Scheinwerfer_57_IV_2012_Politische_Korruption.pdf\">Transparency International [PDF &ndash; 736 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Uuml;bergewicht und Lebenserwartung &ndash; N&uuml;tzliches Fett<\/strong><br>\nViele Menschen st&ouml;ren sich an &uuml;bersch&uuml;ssigen Pfunden. Doch &Uuml;bergewicht und sogar geringe Fettleibigkeit erh&ouml;hen offenbar die Lebenserwartung. Das zeigt eine &Uuml;bersichtsstudie mit fast drei Millionen Teilnehmern weltweit. [&hellip;]<br>\nEs geht aber auch weniger schwarzmalend. Denn dieses Drittel der Bev&ouml;lkerung kann hoffen, etwas l&auml;nger zu leben als jene H&auml;lfte der Deutschen, die laut g&auml;ngiger Definition normalgewichtig sind. Wissenschaftlich untermauern l&auml;sst sich diese Hoffnung durch die bislang wohl umfangreichste Studie, die den Zusammenhang von Body-Mass-Index (BMI) und Sterblichkeit untersucht hat (Jama, Bd. 309, S. 71, 2013). [&hellip;]<br>\nDen Forschern zufolge war die Sterblichkeit unter den &Uuml;bergewichtigen am geringsten &ndash; sie lag sechs Prozent unter jener der sogenannten Normalgewichtigen. Nicht einmal in der ersten Stufe der Fettleibigkeit (BMI 30 bis 34,9) war die Sterblichkeit erh&ouml;ht, sondern um f&uuml;nf Prozent geringer. Von einem BMI von 35 an jedoch war das Sterberisiko deutlich gestiegen, es lag 29 Prozent &uuml;ber dem der Normalgewichtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/uebergewicht-und-lebenserwartung-vom-nutzen-des-fettes-1.1563403\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die gesamte Diskussion ist ziemlich verquer, da der BMI das Alter der Menschen nicht ber&uuml;cksichtigt. Die statistische Grundlage f&uuml;r den <a href=\"http:\/\/www.brigitte.de\/figur\/ernaehrung\/gesund-bio\/udo-pollmer-570709\/3.html\">BMI ist das Gewicht von Rekruten<\/a>. Der Mensch nimmt aber, wie jedes S&auml;ugetier, im Laufe des Alters zu &ndash; es ist daher v&ouml;llig normal, dass ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung einen h&ouml;heren BMI hat als J&uuml;nglinge, die noch nicht einmal ausgewachsen sind, daf&uuml;r aber paradoxerweise nicht nur unser Sch&ouml;hnheitsideal darstellen, sondern &uuml;ber den BMI auch als Ideal in Sachen K&ouml;rpergewicht definiert werden. Sich nun dar&uuml;ber zu wundern, dass Normalgewichtige (also Menschen, die im Erwachsenenalter einen erh&ouml;hten BMI haben) l&auml;nger leben als Untergewichtige (also Menschen, die im Erwachsenenalter die physische Konstitution eines Heranwachsenden haben) zeugt schon von ein merkw&uuml;rdigen Weltbild.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die ersch&ouml;pfte Demokratie<\/strong><br>\nDie Politiker werden immer m&uuml;der, die B&uuml;rger immer frustrierter, die Tempo- und Handlungsvorgaben der Finanzm&auml;rkte immer dominanter &ndash; H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine Strategie der Entschleunigung<br>\nDie Demokratie als Staatsform, deren Recht vom Volk ausgeht, hat nach dem Empfinden einer wachsenden Zahl von Europ&auml;ern aufgeh&ouml;rt zu existieren. Das Recht geht nicht mehr vom Volk aus. Es ist blo&szlig; noch aufgefordert, an Wahlen teilzunehmen. Unabh&auml;ngig davon, ob dies bedeutet, tats&auml;chlich eine Wahl zu haben.<br>\nDenn ein Gespenst geht um in Europa: das Gespenst der Fremdbestimmtheit. Die europ&auml;ischen B&uuml;rger, allen voran Griechen, Irl&auml;nder und Portugiesen, nehmen ihre Regierungen nicht mehr als ihre Regierung wahr, sondern als Interessenvertreter oder gar Sachwalter von internationalen Organisationen, wie etwa dem IWF, dessen Existenz nicht demokratisch legitimiert ist. Die Politik, auch in jenen europ&auml;ischen L&auml;ndern, die &ouml;konomisch durchaus passabel dastehen, verh&auml;lt sich folgsam nach den Zurufen der &ldquo;Finanzm&auml;rkte&rdquo; aus Angst, internationale Ratingagenturen k&ouml;nnten die Bonit&auml;tsbewertung ihres Landes herabstufen oder gar empfehlen, den Zinssatz f&uuml;r die Staatsanleihen hinaufzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1355460417008\/Die-erschoepfte-Demokratie\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Willkommen im Klub der Milliard&auml;re!<\/strong><br>\nWer sind die 100 Reichsten der Welt? Auf dem Bloomberg-Barometer f&uuml;r Superreiche l&auml;sst sich das t&auml;glich nachlesen. Der Gewinner des vergangenen Jahres ist ausgerechnet ein Boss aus dem schuldengeplagten S&uuml;deuropa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/bloomberg-billionaires-index-willkommen-im-klub-der-milliardaere-1.1563657\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und liebe S&uuml;ddeutsche, wo bleibt die Erkl&auml;rung des Zusammenhangs? Wer sind diese Superreichen neben den ansatzweise portraitieren F&auml;llen und in welchen Branchen erzielen sie womit ihre Gewinne? Welche Zusammenh&auml;nge gibt es zwischen den Gewinnen in bestimmten Gesch&auml;ftsfeldern und den Finanzkrisen in Europa in Kombination mit einer f&uuml;r Superreiche vorteilhaften Steuer- und Finanzpolitik? Die mehr oder weniger blo&szlig;e Aufz&auml;hlung der F&auml;lle ist so informativ wie die Aussage, dass es drau&szlig;en nur K&auml;nnchen gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn Deutsche Deutsche hassen<\/strong><br>\nDas Hickhack zwischen Schwaben und Wolfgang Thierse in Berlin ist nur eines von vielen Beispielen f&uuml;r den t&auml;glichen Kleinkrieg: In der Gesellschaft beharken sich Kinderreiche und Kinderlose, St&auml;dter und Reihenhausbewohner, Auto- und Radfahrer. Wer hasst wen? Der &Uuml;berblick. [&hellip;]<br>\nDeutsche Geh&auml;ssigkeiten &ndash; so kann man es wohl nennen, was sich hierzulande oft im Alltag niederschl&auml;gt. Manchmal gen&uuml;gt daf&uuml;r ein Satz &uuml;ber Schrippen und Wecken oder eine andere Kleinigkeit. Es ist die deutsche Mentalit&auml;t des Sich-Be&auml;ugens, des Besserwissens, des Abwertens von Andersdenkenden. Eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten Konflikte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/die-deutschen-und-ihre-gesellschaftlichen-konflikte-a-875566.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Teile und herrsche? Wahrscheinlich lebe ich in einem anderen Deutschland als die SPON-Redakteure, aber mir sind die aufgef&uuml;hrten &bdquo;Schlachtfelder des Kleinkriegs&ldquo; vollkommen neu und ich bin mir ziemlich sicher das es abseits des Mario-Barth-Humors den meisten Deutschen &auml;hnlich geht. Da stellt sich nat&uuml;rlich die Frage nach dem cui bono. Warum versucht SPON Konflikte aufzubauschen, die allenfalls am Rande der Gesellschaft existieren? Oder geht es den, in letzter Zeit <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/miserable-wochen-fuer-den-spiegel\/2013\/01\/04.html\">nicht gerade von Erfolg verw&ouml;hnten<\/a>, SPIEGEL-Machern einmal mehr nur um die Quote? Wie dem auch sei, auf der nach unten offenen Niveauskala stellt SPON auch im neuen Jahr einen Minusrekord nach dem anderen auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber Politikdarsteller, Korruption und die Deutsche Bank<\/strong><br>\nAm 17.12.2012 traf ich Sarah Wagenknecht zu einem spontanen Interview.<br>\nNachdem sie meine Fragen zu den Ursachen menschlicher Gier, zu Regional- und Parallelw&auml;hrungen und den grundlegenden Problemen des Finanzsystems beantwortet hatte, erl&auml;uterte die Spitzenpolitikerin der LINKEN die Ausgestaltung einer von ihr geforderten Verm&ouml;gensabgabe und eines erneuten Lastenausgleichs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rasendereporterin.de\/?p=871\">rasendeReporterin.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Simulierter Journalismus<\/strong><br>\nDer Anspruch der Medien, wichtige und verl&auml;ssliche Informationen &uuml;ber die Politik zu vermitteln, wird oft nur durch rhetorische Tricks aufrechterhalten.<br>\nDa den meisten B&uuml;rgern der direkte Zugang zur Politik fehlt, brauchen sie die Medien, um etwas &uuml;ber Gesetzesvorhaben und die politischen Akteure zu erfahren. Die Medien rechtfertigen ihre Preise bzw. Geb&uuml;hrenzahlungen durch den von ihnen gebotenen Mehrwert. Sie beanspruchen f&uuml;r sich, ihrem Publikum wichtige und verl&auml;ssliche Informationen &uuml;ber das politische Geschehen zu vermitteln. Diese Informationen sollen weder auf Ger&uuml;chten noch auf reinen Vermutungen beruhen. Ihr Wahrheitsgehalt soll abgesichert sein durch methodische Recherche. Nicht immer k&ouml;nnen die Medien diesen Anspruch auch einl&ouml;sen. Mal fehlen Zeit und Geld f&uuml;r eine echte Recherche, mal gibt das Thema nichts her. In solchen F&auml;llen nutzen manche Journalisten rhetorische Tricks, mit denen sie einen Qualit&auml;tsjournalismus lediglich simulieren. Im Folgenden m&ouml;chte ich einige dieser Tricks am Beispiel des Artikels &bdquo;Graf Zahl&ldquo; aus der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 10.\/11. November 2012 aufzeigen. In diesem Seite-Drei-Artikel, der sich mit den Aussichten Steinbr&uuml;cks als Kanzlerkandidat besch&auml;ftigt, kommen folgende rhetorische Mittel zum Einsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/8786\/simulierter-journalismus\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Kellnerfrust<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130104_02.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/szmagazin\">via SZ-Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15680"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15680\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15685,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15680\/revisions\/15685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}