{"id":1572,"date":"2006-06-19T09:52:58","date_gmt":"2006-06-19T07:52:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1572"},"modified":"2006-08-31T10:02:42","modified_gmt":"2006-08-31T08:02:42","slug":"hinweise-des-tages-133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1572","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>&bdquo;Das Volk, welches die Macht aus&uuml;bt, ist nicht immer dasselbe Volk wie das, &uuml;ber welche sie ausge&uuml;bt wird&rdquo; (John Stuart Mill)<\/strong><br>\nWenn eine Regierung das Gegenteil von dem tut, was ihr die eigene Analyse nahelegt, scheint sie anderen Interessen zu folgen als dem Allgemeinwohl. Daf&uuml;r, da&szlig; sie sich dessen bewu&szlig;t ist, spricht, da&szlig; die SPD gegen&uuml;ber ihren W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern vor der Wahl die von der CDU im Wahlkampf angek&uuml;ndigte Mehrwertsteuererh&ouml;hung noch strikt abgelehnt hat. Die CDU wiederum hat noch im Wahlkampf damit geworben, die unter Rot-Gr&uuml;n freigestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne von Unternehmen wieder besteuern zu wollen. Beide Regierungsparteien haben ihre Wahlkampfziele im Interesse der Unternehmen und Verm&ouml;genden aufgegeben. &ndash; Von Oskar Lafontaine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/06\/16\/918251.html\">DIE WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Die Z&auml;hmung der Heuschrecken<\/strong><br>\nDer Aufstieg der Private-Equity und Hedgefonds-Industrie ist nicht vom Himmel gefallen. Der kapitalmarktorientierte Umbau der Unternehmenslandschaft war eindeutig ein nationales und europ&auml;isches Projekt: Der Finanzdienstleistungshandel wurde liberalisiert, Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne steuerfrei, die Spielr&auml;ume f&uuml;r Aktienr&uuml;ckkaufprogramme und variable Managerverg&uuml;tungen erweitert, Mehrfach- und H&ouml;chststimmrechte abgeschafft. Wer die Spielregeln so ver&auml;ndert, darf sich nicht &uuml;ber neue Spieler und einen ver&auml;nderten Spielverlauf wundern. Beteiligungsgesellschaften und Hedgefonds nahmen lediglich die Einladung dankbar an. &ndash; Von Dierk Hirschel, Chef&ouml;konom des DGB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/16\/a0203.1\/text.ges,1\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Deutschland bei Dienstleistungen Niedriglohnland<\/strong><br>\nNur in Deutschland klaffe eine riesige L&uuml;cke zwischen den L&ouml;hnen in der Industrie und dem Dienstleistungsgewerbe, schrieben die Forscher. Horn sieht den Grund f&uuml;r diesen Effekt in der schwachen Binnennachfrage. W&auml;hrend die vom Export profitierende Industrie sich die hohen L&ouml;hne leisten k&ouml;nne, st&uuml;nden die L&ouml;hne bei den Dienstleistern wegen der schwachen Inlandsnachfrage unter Druck. &bdquo;Deutschland ist von den Arbeitskosten her sehr wettbewerbsf&auml;hig&ldquo;, sagte der Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, in Berlin. In den Lohnkosten sind auch die Lohnnebenkosten enthalten, die von den Arbeitgebern f&uuml;r Gesundheitsversorgung und soziale Sicherung getragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/06\/15\/918117.html\">DIE WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zocker bedrohen Finanzsystem<\/strong><br>\nAllein seit Ende 2004 hat sich der nominale Wert der Derivate auf &Ouml;l, Metalle oder Gold mehr als verdoppelt. Es ist kein Zufall, dass genau in dieser Zeit der Roh&ouml;lpreis von rund 40 Dollar je Barrel auf derzeit &uuml;ber 70 Dollar gestiegen ist. Das Volumen spekulativer Anlagen ist bereits f&uuml;nfmal so gro&szlig; wie das Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt. Viele Experten bef&uuml;rchten ein Platzen dieser Blase. Doch die Notenbanken haben kein Rezept dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wams.de\/data\/2006\/06\/11\/909950.html?s=1\">WELT AM SONNTAG<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Gesundheitsfonds: Klingt nach wundersamer Selbstvermehrung und ist grob ungerecht<\/strong><br>\nDie Verbraucherverb&auml;nde haben errechnet, dass sich mit einem derart ausgestalteten Gesundheitsfonds die ohnehin nicht mehr gleich verteilte Last zwischen Unternehmen und Versicherten auf ein Verh&auml;ltnis von einem Drittel zu zwei Dritteln ann&auml;hern w&uuml;rde. Es w&auml;re das endg&uuml;ltige Ende der parit&auml;tischen Versicherung. Unklar und strittig ist derzeit noch, ob und in welcher Form die Privatversicherten in das Fondsmodell integriert werden. Diese Frage ist deshalb entscheidend, weil der Gesundheitsfonds absehbar so teuer wird, dass sich der Zug der J&uuml;ngeren zu den Privaten noch verst&auml;rkt und die Gesetzlichen auf den so genannten &ldquo;schlechten Risiken&rdquo; &ndash; Kranke, Arme und Alte &ndash; sitzen bleiben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/24\/06240102.php\">FREITAG<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Atombranche plant Pakt gegen Ausstieg<\/strong><br>\nDie Betreiber der deutschen Atomkraftwerke planen einen Ringtausch von Restlaufzeiten, um den Atomausstieg auszuhebeln. Durch ein Tauschgesch&auml;ft wollen RWE, Eon, Vattenfall und EnBW erreichen, dass in dieser Legislaturperiode bis 2009 m&ouml;glichst gar kein Kernkraftwerk stillgelegt werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/84956.html\">Financial Times<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zuerst die ganzen Organe<\/strong><br>\nDie Entnahme, Verarbeitung und Verwertung von K&ouml;rperteilen wie zum Beispiel Hornh&auml;uten, Blutgef&auml;&szlig;en oder Hautzellen soll jetzt gesetzlich geregelt werden. F&uuml;r viele Gewebebanken in den kleineren Krankenh&auml;usern k&ouml;nnte es das Ende bedeuten. Die Kliniken werden nicht mithalten k&ouml;nnen, ahnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft: &ldquo;Dieses Gesch&auml;ftsfeld wird daher ausschlie&szlig;lich von pharmazeutischen Unternehmen &uuml;bernommen werden. Die Krankenh&auml;user werden die weiterverarbeiteten Produkte zu entsprechend hohen Preisen zur&uuml;ck kaufen m&uuml;ssen.&rdquo; Das Bundesgesundheitsministerium hat es pl&ouml;tzlich sehr eilig: Der Referentenentwurf k&ouml;nnte noch vor der parlamentarischen Sommerpause vom Kabinett abgenickt werden. Eine &ouml;ffentliche Expertenanh&ouml;rung ist bislang nicht vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/06\/16\/a0268.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Von der Business-Class aufs Sozialticket<\/strong><br>\nArbeitslosigkeit trifft auch F&uuml;hrungskr&auml;fte, die weiblichen unter ihnen sehen sich mit alten Vorurteilen konfrontiert. Drei Erfahrungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/24\/06240401.php\">FREITAG<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Eichmann, Globke, Adenauer <\/strong>CIA-Aktenfunde &ndash; Warum die rechte Hand von Bundeskanzler Adenauer geschont werden musste. Von Otto K&ouml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/24\/06240601.php\">FREITAG<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Die Familie als Staat<\/strong><br>\nDas innere Ziel der Herrschaft des Alten M&auml;dchens und des Parteisoldaten ist die Stabilit&auml;t der neuen Klassengesellschaft. Die von der Leyensche Familie ist keine Auffang-Institution, kein sozialer Untergrund des b&uuml;rgerlichen Staates mehr, sie ist der Staat selbst. Sie schafft, zumindest als Ideal, den vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llten Menschen, der zwischen den Pflichten wechseln kann: Zeuge und arbeite! Jene Begriffe, die in der Zeit des Kapitalismus mit menschlichem Antlitz zentral waren, wie &raquo;Gl&uuml;ck&laquo;, &raquo;Geborgenheit&laquo; oder auch nur &raquo;Freizeit&laquo;, kommen im Fantasma der neuen Familienpolitik gar nicht mehr vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2006\/24\/7916.php\">Jungle World<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1572","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1572"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1572\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}