{"id":157201,"date":"2026-10-06T16:00:26","date_gmt":"2026-10-06T14:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157201"},"modified":"2026-10-06T15:22:03","modified_gmt":"2026-10-06T13:22:03","slug":"was-merz-den-deutschen-verschweigt-kritik-an-welt-artikel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157201","title":{"rendered":"\u201eWas Merz den Deutschen nicht sagt\u201c \u2013 Kritik an Welt-Artikel"},"content":{"rendered":"<p>Die <em>Welt<\/em> will in einem Artikel zum Ukraine-Krieg erkl&auml;ren, was <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus6ac3525d95c283447e862870\/ukraine-unterstuetzung-was-merz-den-deutschen-nicht-sagt.html\">&bdquo;Merz den Deutschen nicht sagt&ldquo;<\/a>. Ein Journalistenkollege aus dem Hause Springer macht auf der Plattform <em>X<\/em> auf den Beitrag <a href=\"https:\/\/x.com\/MarcFelixSerrao\/status\/2107093977077797063\">aufmerksam<\/a>. Dann hagelt es Kritik. Daraufhin schlie&szlig;t er die Kommentarfunktion mit launigen Worten. Eines der Grundprobleme, das seit Jahrzehnten besteht, kommt deutlich zum Vorschein: Weite Teile des journalistischen Mainstreams sind unf&auml;hig, Kritik anzunehmen &ndash; auch nicht bei Ver&ouml;ffentlichungen, die Kritik verdienen. Eine Kurzanalyse von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Kommentare zu. Zu viele Beleidigungen, zu viel Leseschw&auml;che, zu viel Dummheit.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Mit <a href=\"https:\/\/x.com\/MarcFelixSerrao\/status\/2107344768829378702\">diesen Worten<\/a> finden die Reaktionen unter dem Tweet des ehemaligen Chefredakteurs der <em>NZZ<\/em>, Marc Felix Serrao, ein Ende. 147 Kommentare stehen unter dem Tweet, der auf einen in vielerlei Hinsicht problembeladenen Welt-Artikel verweist.<\/p><p>Jedem Leser sei empfohlen, den Beitrag (leider hinter einer Bezahlschranke) durchzulesen, um sich dann die Kommentare anzuschauen. Manche der Kommentare sind in einem etwas aufgeregten Ton verfasst und mit einem spitzen Zungenschlag versehen. Nach &bdquo;Beleidigungen&ldquo;, &bdquo;Dummheit&ldquo; und &bdquo;Leseschw&auml;che&ldquo; muss man lange suchen. Ob man f&uuml;ndig wird, liegt offensichtlich im Auge des Betrachters.<\/p><p>Aber der Reihe nach.<\/p><p>In dem Artikel von Thorsten Jungholt, politischer Korrespondent, geht es im Kern um die Gr&uuml;nde, warum Deutschland, aber letztlich auch die anderen NATO-Staaten die Ukraine &bdquo;unterst&uuml;tzen&ldquo;. Genauer gesagt: Um einen aus Jungholts Sicht verborgenen Grund, den der Kanzler der Bundesrepublik aus politischen Gr&uuml;nden verschweigen muss.<\/p><p>Das klingt spannend und &ndash; das muss man zugeben &ndash; ein Artikel dieser Art w&auml;re in Anbetracht der machtelit&auml;ren Tiefenpolitik, die in der Ukraine sp&auml;testens seit 2014, wenn nicht gar fr&uuml;her, veranschlagt wird, dringend angebracht.<\/p><p>Doch was Jungholt abliefert, ist ein Beitrag, der vor allem durch eine Untererfassung der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse gepr&auml;gt ist.<\/p><p>Jungholt schreibt:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Das aus deutscher Sicht wichtigste Interesse kann der Kanzler dagegen &uuml;berhaupt nicht &ouml;ffentlich benennen: Die Ukraine kauft Deutschland und den anderen Europ&auml;ern Zeit f&uuml;r die Wiederherstellung ihrer Verteidigungsf&auml;higkeit. Weder die Bundeswehr noch viele ihrer europ&auml;ischen Partnerstreitkr&auml;fte gelten derzeit als ausreichend verteidigungs- und durchhaltef&auml;hig. Der Wiederaufbau milit&auml;rischer F&auml;higkeiten, die nach dem Ende des Kalten Krieges als Friedensdividende eingespart wurden, dauert nach einer Faustregel der Bundeswehr etwa zehn Jahre. Im Fall einer russischen Aggression gegen Nato-Gebiet w&uuml;rden sich deshalb viele Hoffnungen noch immer darauf richten, dass die USA ihren B&uuml;ndnisverpflichtungen nachkommen. Ob sie das unter Pr&auml;sident Donald Trump im Ernstfall tun w&uuml;rden, wei&szlig; niemand. Merz sagte bei seinem Besuch in Kiew: &bdquo;Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie fr&uuml;her oder sp&auml;ter gegen uns.&ldquo; Hinter vorgehaltener Hand formulieren hohe Bundeswehroffiziere den Gedanken etwas direkter: &bdquo;Wir beten jeden Abend, dass die Ukraine noch m&ouml;glichst lange durchh&auml;lt.&ldquo; Genau diesen Satz kann ein Bundeskanzler nicht sagen. Denn darin steckt unausgesprochen die Botschaft: Die Ukrainer k&auml;mpfen und sterben heute, w&auml;hrend Europa die Zeit gewinnt, um seine Streitkr&auml;fte wieder aufzubauen. Politisch w&auml;re das kaum vermittelbar. Strategisch beschreibt es jedoch ziemlich genau, warum die Unterst&uuml;tzung Kiews aus Sicht vieler Milit&auml;rs so wichtig ist.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Dieser Auszug des Artikels steht f&uuml;r seine Gesamtheit. Der komplette Beitrag bewegt sich auf jener Ebene, die der &Ouml;ffentlichkeit hinl&auml;nglich bekannt ist &ndash; und die die allgemeine politische Erz&auml;hlung (Propaganda) zum Krieg in der Ukraine zur Basis nimmt.<\/p><p>Kein kritisches Wort zur komplexen Vorgeschichte des Krieges, zu den <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Blutbad-am-Maidan-Wer-waren-die-Todesschuetzen-3364803.html?seite=all\">Todessch&uuml;ssen auf dem Maidan<\/a>, zum fr&uuml;hen Agieren der CIA in der Ukraine usw. Kritisch einordnende S&auml;tze w&auml;ren aber an dieser Stelle dringend notwendig, um nicht den Kitt f&uuml;r die propagandistische Grunderz&auml;hlung der Politik zu liefern.<\/p><p>Jungholt spricht von der &bdquo;Wiederherstellung&ldquo; der deutschen und europ&auml;ischen &bdquo;Verteidigungsf&auml;higkeit&ldquo; und davon, dass &bdquo;weder die Bundeswehr noch viele ihrer europ&auml;ischen Partnerstreitkr&auml;fte&ldquo; derzeit als &bdquo;ausreichend verteidigungs- und durchhaltef&auml;hig&ldquo; gelten.<\/p><p>Solche &bdquo;Feststellungen&ldquo; wiederzugeben, ohne kr&auml;ftig an jenem Fundament zu r&uuml;tteln, das sie st&uuml;tzt, ist journalistisch untragbar.<\/p><p>Hier wird &ndash; so wie in nahezu allen Beitr&auml;gen gro&szlig;er Medien &ndash; &uuml;ber die &bdquo;Wiederherstellung von Verteidigungsf&auml;higkeit&ldquo; gesprochen, als ob ein solches Unterfangen eine unabdingbare Notwendigkeit w&auml;re.<\/p><p>Hier wird die Betonung auf eine derzeit nicht ausreichende Verteidigungs- und Durchhaltef&auml;higkeit der Armeen Europas gelegt, so als ob selbstverst&auml;ndlich zu diesem Zeitpunkt dar&uuml;ber zu sprechen sei.<\/p><p>Da gibt der Autor wieder, was im Falle einer &bdquo;russischen Aggression&ldquo;, also einem Angriff auf NATO-Gebiet, w&auml;re, so als ob ein solches Szenario nun befreit von jeder Grundsatzkritik unwidersprochen auf dem Radarschirm der &Ouml;ffentlichkeit zu erscheinen habe.<\/p><p>Dass der Autor hier lediglich Positionen &bdquo;wiedergibt&ldquo; und im Konjunktiv formuliert, macht es nicht besser.<\/p><p>So ziemlich alles, was in diesem Abschnitt wiedergegeben wird, sind hochgradig propagandistisch kontaminierte Positionen. Dass &uuml;berhaupt diese Positionen zur &bdquo;Debatte&ldquo; stehen (eine echte Debatte gibt es ohnehin nicht), wird nicht im Ansatz hinterfragt &ndash; genau so wenig wie die macht- und geopolitischen Pr&auml;missen, auf die sie bauen.<\/p><p>Dass in einem solchen Beitrag, wo es hei&szlig;t, &bdquo;Die Ukrainer k&auml;mpfen und sterben heute, w&auml;hrend Europa die Zeit gewinnt, um seine Streitkr&auml;fte wieder aufzubauen&ldquo;, nicht einmal der Begriff <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise\/interview-mit-michel-wyss-es-ist-der-erste-stellevertreter-krieg-zwischen-russland-und-der-nato-in-europa_id_94392173.html\">Stellvertreterkrieg<\/a> auftaucht, verweist wie ein blinkender roter Pfeil auf die eklatanten Inhaltsl&uuml;cken des Artikels.<\/p><p>Doch es wird noch besser &ndash; genauer gesagt: schlimmer.<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Strategisch beschreibt es jedoch ziemlich genau, warum die Unterst&uuml;tzung Kiews aus Sicht vieler Milit&auml;rs so wichtig ist.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Idiotie, die in dieser Skizzierung der angeblichen &bdquo;Realit&auml;t&ldquo; liegt, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.<\/p><p>Zun&auml;chst unterl&auml;sst man es, einen Krieg, der auch ein Stellvertreterkrieg ist, als solchen zu bezeichnen, um dann zu dem Schluss zu kommen, dass aus Sicht vieler Milit&auml;rs die Unterst&uuml;tzung der Ukraine deshalb so wichtig sei, um selbst Zeit f&uuml;r den Wiederaufbau des eigenen Milit&auml;rs zu gewinnen.<\/p><p><em>Warum <\/em>aber sich Deutschland <em>&uuml;berhaupt<\/em> in einer Situation befindet, die dazu f&uuml;hrt, dass Milit&auml;rs &ndash; offensichtlich mit einem sehr beschr&auml;nkten Horizont &ndash; glauben, die Ukraine unterst&uuml;tzen zu m&uuml;ssen, um dann die eigene Armee hochr&uuml;sten zu k&ouml;nnen, wird v&ouml;llig ausgeblendet.<\/p><p>Diese beschr&auml;nkte Sicht setzt auf den Grundgedanken, dass Russland die Ukraine &uuml;berfallen hat, also aggressiv sei und deshalb Europa hochr&uuml;sten m&uuml;sse.<\/p><p>Allerdings: Dieser Blickwinkel bedingt dummerweise genau die Verh&auml;ltnisse, von denen Milit&auml;rs nun meinen, sie m&uuml;ssten sich damit auseinandersetzen.<\/p><p>Wer nicht die Tiefenpolitik begreift, die &uuml;berhaupt erst dazu gef&uuml;hrt hat, dass dieser Krieg in der Ukraine seit bald f&uuml;nf Jahren am Laufen ist, agiert wie ein Maurer, der versucht, einen Anbau f&uuml;r ein Luftschloss zu bauen.<\/p><p>Hinzu kommt: Nur weil etwas aus &bdquo;Sicht vieler Milit&auml;rs so wichtig ist&ldquo;, hei&szlig;t das nicht, dass man als Journalist nicht einmal kr&auml;ftig auf das Brett vor dem Kopf der Milit&auml;rs klopfen darf.<\/p><p>Und noch etwas: Ob Merz nun diese &bdquo;unbequeme Wahrheit&ldquo; &uuml;ber Deutschlands angeblich &bdquo;wahre&ldquo; Absichten offen oder verklausuliert ausspricht, ist l&auml;ngst egal.<\/p><p>Hat der Autor nicht mitbekommen, dass seit langem selbst die Spatzen mit bissiger Ironie den Kampf &bdquo;bis zum letzten Ukrainer&ldquo; von den D&auml;chern pfeifen?<\/p><p>Anders gesagt: Wer wei&szlig; ernsthaft noch nicht, dass die Ukraine aus &bdquo;Gr&uuml;nden&ldquo; vonseiten der NATO massiv gegen Russland geschoben wird?<\/p><p>Was soll daran ein &bdquo;Geheimnis&ldquo; sein?<\/p><p>Ferner ist es mitnichten so, dass deutsche Politiker die angeblich verborgene Grundintension &ouml;ffentlich verschweigen.<\/p><p>Im M&auml;rz dieses Jahres sagte etwa Roderich Kiesewetter (CDU): &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Kiesewetter-Ukraine-schuetzt-uns-und-gewinnt-Zeit-article25638182.html\">Ukraine sch&uuml;tzt uns und gewinnt Zeit<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Der damalige Minister in NRW, Nathanael Liminski, sagte im Oktober 2025: <a href=\"https:\/\/table.media\/security\/news\/nrw-minister-liminski-die-ukraine-hat-dem-westen-zeit-verschafft\">&bdquo;Die Ukraine hat dem Westen Zeit verschafft&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Vonseiten Marie-Agnes Strack-Zimmermann hei&szlig;t es etwas allgemeiner formuliert: <a href=\"https:\/\/www.fdp.de\/die-ukraine-kaempft-auch-fuer-uns\">&bdquo;Die Ukraine k&auml;mpft auch f&uuml;r uns&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Mit anderen Worten: Die Position, wonach die Ukraine &bdquo;uns&ldquo; Zeit zur Aufr&uuml;stung verschaffe, steht seit langem klar im Raum &ndash; von den diversen weiteren &Auml;u&szlig;erungen aus milit&auml;rischen und sicherheitspolitischen Kreisen gar nicht erst angefangen.<\/p><p>Deutlich wird: Der Artikel erweckt den Eindruck, eine &bdquo;unbequeme Wahrheit&ldquo; auszusprechen &ndash; die aber l&auml;ngst oft genug auf die eine oder andere Weise offen bekundet wurde. Es geht hier nicht um ein Tabu &ndash; es ist das zentrale Argument f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Ukraine.<\/p><p>Au&szlig;erdem: Nachdem Boris Pistorius das Ziel &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; vorgegeben hat, Johann Wadephul sagte, &bdquo;Russland wird immer ein Feind f&uuml;r uns bleiben&ldquo;, und Merz davon sprach, dass es Frieden auf &bdquo;jedem Friedhof&ldquo; gibt, sind doch ohnehin die Tabus gebrochen.<\/p><p>Was in dem Artikel zum Vorschein kommt, ist im Grunde genommen hei&szlig;e Luft &ndash; allerdings eben auch fehlende Grundsatzkritik.<\/p><p>Daran entz&uuml;ndet sich die Kritik in dem Tweet von Serrao.<\/p><p>Eine Stefanie <a href=\"https:\/\/x.com\/Quo_vadis_BRD\/status\/2107125751094940083\">schreibt<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Nicht Ihr Ernst????!? Deshalb soll die m&auml;nnliche Bev&ouml;lkerung der Ukraine also ausradiert werden?&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Kritik zielt wohl auch darauf, dass in dem Artikel kein Wort zu den brutalen Rekrutierungsmethoden in der Ukraine zu finden ist und ziemlich n&uuml;chtern eine im Grunde genommen eiskalte Politik skizziert wird.<\/p><p>&bdquo;spom&ldquo; <a href=\"https:\/\/x.com\/spom_heike\/status\/2107116324627325204\">schreibt<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;&bdquo;Im Fall einer russischen Aggression gegen Nato-Gebiet&ldquo; Schon hier beginnt der Denkfehler schon. Kein vern&uuml;nftig denkender Mensch glaubt doch, dass die Russen einmarschieren. Seit Jahrzehnten wird immer wieder vor dem Einmarsch der Russen gewarnt. Dabei waren die es, die nach dem Fall der Mauer unser Land verlassen haben. Und selbst wenn die Gefahr eines milit&auml;rischen Konflikts bestehen w&uuml;rde, w&auml;re es Aufgabe von Politikern alles zu tun, um diese Eskalation zu verhindern. Doch stattdessen wird verbal und technisch aufger&uuml;stet. W&auml;hrend Handwerker mit dem Lastenrad fahren sollen, werden Panzer, Kriegsschiffe uva milit&auml;risches Ger&auml;t gebaut, dessen Herstellung schon klimasch&auml;dlicher ist, als alles andere. Wem Klima und Frieden wichtig sind, der setzt auf Abr&uuml;stung und Diplomatie.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;R_&ldquo; <a href=\"https:\/\/x.com\/RKuhn34308\/status\/2107209828519354794\">ist der Ansicht<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Ukraine kauft &uuml;berhaupt nichts. Sie verblutet in einem von den USA eingef&auml;delten sinnlosen Stellvertreterkrieg, den sie nicht gewinnen kann und nicht gewinnen soll. Und wir zahlen die Rechnung. Das ist alles. Es ist widerw&auml;rtig.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Siegmund Reichel <a href=\"https:\/\/x.com\/ReichelSigmund\/status\/2107103550371426643\">&auml;u&szlig;ert sich mit den Worten<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;&bdquo;Wir&ldquo; bezahlen, die Ukrainer sterben! Und wenn wir dann mit der Aufr&uuml;stung fertig sind und von der Ukraine kaum etwas &uuml;brig ist, werden wir &bdquo;dem Russen&ldquo; den Hintern versohlen? Das ist bewusst salopp formuliert. Klartext: Krieg in Europa endet im Armageddon! JEDER wei&szlig; das!&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;Halvar&ldquo; <a href=\"https:\/\/x.com\/Halvartius\/status\/2107130449852059990\">sagt<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Erkl&auml;re doch erst mal jemand schl&uuml;ssig, warum die Russen ein Land angreifen sollten, dass keine Bodensch&auml;tze hat, dessen Bildungssystem am Ende ist und B&uuml;rger irr sind. Ein Grund fiele mir selbst ein: Hier werden die Waffen produziert, mit der die Ukraine Russland angreift.&ldquo;<\/em><em> <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Beispiele sollen gen&uuml;gen. Was daran &bdquo;dumm&ldquo;, &bdquo;beleidigend&ldquo; oder von &bdquo;Leseschw&auml;che&ldquo; gepr&auml;gt sein soll, erschlie&szlig;t sich nicht.<\/p><p>Daf&uuml;r erschlie&szlig;t sich etwas anderes: F&uuml;r einen kritikw&uuml;rdigen Beitrag gibt es nun mal Kritik. Angenommen wird sie nicht. Der Kommentarbereich ist geschlossen. Ein Sinnbild entsteht.<\/p><p>Weite Teile der gro&szlig;en Medien ver&ouml;ffentlichen Beitr&auml;ge, die aufgrund ihrer Einseitigkeit auf Kritik sto&szlig;en. Auf Kritik folgt Empfindlichkeit, einem Dialog mit den Kritikern wird sich verschlossen. So ist es bei nahezu allen gro&szlig;en politischen Themen. Gerade in einer Zeit, in der die Politik hochgef&auml;hrliche Weichenstellungen in Richtung Krieg vornimmt, ist eine Presse, die blind und noch taub dazu ist, ein Problem.<\/p><p><small>Titelbild: WELT<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/e8f8b2c971fa4a0da4ba272b761b2ad7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die <em>Welt<\/em> will in einem Artikel zum Ukraine-Krieg erkl&auml;ren, was <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus6ac3525d95c283447e862870\/ukraine-unterstuetzung-was-merz-den-deutschen-nicht-sagt.html\">&bdquo;Merz den Deutschen nicht sagt&ldquo;<\/a>. Ein Journalistenkollege aus dem Hause Springer macht auf der Plattform <em>X<\/em> auf den Beitrag <a href=\"https:\/\/x.com\/MarcFelixSerrao\/status\/2107093977077797063\">aufmerksam<\/a>. Dann hagelt es Kritik. Daraufhin schlie&szlig;t er die Kommentarfunktion mit launigen Worten. 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