{"id":157492,"date":"2026-10-13T13:00:26","date_gmt":"2026-10-13T11:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157492"},"modified":"2026-10-13T12:33:05","modified_gmt":"2026-10-13T10:33:05","slug":"merz-kuemmert-sich-um-finanzielle-resilienz-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157492","title":{"rendered":"Merz k\u00fcmmert sich um \u201efinanzielle Resilienz\u201c der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>Wie viel Geld will die deutsche Regierung der Ukraine noch zur Verf&uuml;gung stellen? Wie tief will die Regierung das Land noch in den Krieg in der Ukraine verstricken? Diese beiden Fragen aufzuwerfen, ist dringend angebracht. Gerade hat sich n&auml;mlich der ukrainische Pr&auml;sident in einem Tweet auf der Plattform <em>X<\/em> <a href=\"https:\/\/x.com\/ZelenskyyUa\/status\/2109720920776380596\">zu Wort gemeldet<\/a> und dabei kundgetan, dass Deutschland ein Treffen der &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; organisiert und er mit Friedrich Merz die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die &ndash; Achtung &ndash; &bdquo;finanzielle Resilienz der Ukraine&ldquo; diskutiert habe. Es geht also &ndash; um den Gegenstand der Diskussion zu &uuml;bersetzen &ndash; um mehr Geld. Der Bundeskanzler sollte dringend &uuml;ber die &bdquo;finanzielle Resilienz&ldquo; der Mitb&uuml;rger in Deutschland, die vor Suppenk&uuml;chen Schlange stehen, &bdquo;diskutieren&ldquo;. Oder &uuml;ber die &bdquo;finanzielle Resilienz&ldquo; der Schulen und Kinderg&auml;rten. Oder &uuml;ber &hellip; Der Krieg in der Ukraine ist zu einem Fass ohne Boden geworden. Ein Kommentar von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich sprach mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Ich bin dankbar f&uuml;r seine Solidarit&auml;t mit der Ukraine und seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r unser Volk. (&hellip;) Deutschland arbeitet daran, ein Treffen der Koalition der Willigen zu organisieren. (&hellip;) Wir diskutierten auch die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die finanzielle Resilienz der Ukraine.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Mit diesen Worten ist Selenskyj an die &Ouml;ffentlichkeit getreten. Es sind Worte, die vor allem bedeuten: Deutschland taucht noch tiefer ein in den Sumpf des Krieges. Und: Aller Voraussicht nach wird die deutsche Regierung mit ihrer als &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; deklarierten &bdquo;Hilfe&ldquo; f&uuml;r die Ukraine weitermachen.<\/p><p>Dass der ukrainische Pr&auml;sident seine Dankbarkeit gegen&uuml;ber Merz ausdr&uuml;ckt, zeigt wie unter einem Brennglas, wie &bdquo;verf&auml;lscht&ldquo; die gesamte Ukrainepolitik ist.<\/p><p>Merz mag seine Solidarit&auml;t mit der Ukraine immer wieder bekunden, aber: Die &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; kommt nicht aus seinem Geldbeutel. Sie kommt aus dem Sack, den B&uuml;rger durch ihre Steuern gef&uuml;llt haben. Eine direkte Abstimmung dar&uuml;ber, ob und wenn ja, wie viel Geld in die Ukraine flie&szlig;en soll, hat es nicht gegeben.<\/p><p>So verschleiernd der Dank an Merz ist, so verh&auml;lt es sich auch mit der hochtrabenden Formulierung &bdquo;finanzielle Resilienz&ldquo;. Geradeaus gesagt geht es um: Geld. Es geht um mehr Geld. Und noch mehr Geld.<\/p><p>F&uuml;r die Ukraine mag die finanzielle Resilienz wichtig sein &ndash; das ist sie aber auch f&uuml;r die Mitb&uuml;rger in Deutschland, die vor Suppenk&uuml;chen Schlange stehen.<\/p><p>Auch die Armen im Land w&uuml;rden gerne einen Notgroschen aufbauen. Sie w&uuml;rden gerne ihre eigene &bdquo;Finanzbildung st&auml;rken&ldquo;. Sie w&uuml;rden gerne &bdquo;langfristig finanziell planen&ldquo; k&ouml;nnen &ndash; nicht zur Sicherheit der Ukraine, sondern zu ihrer eigenen Lebenssicherheit.<\/p><p>Wie sieht es mit der finanziellen Resilienz an Schulen aus? Stichworte: Investitionsr&uuml;ckstand, Sanierungsstau. Alleine die Kosten f&uuml;r Geb&auml;udesanierungen, Renovierungen der R&auml;ume, die Digitalausstattung &hellip; sind immens.<\/p><p>Wie sieht es im Allgemeinen mit der finanziellen Resilienz der Gemeinden und Kommunen aus?<\/p><p>Dort ist mitnichten alles im gr&uuml;nen Bereich &ndash; im Gegenteil!<\/p><p>Wie sieht es mit der finanziellen Resilienz der arbeitenden Bev&ouml;lkerung aus, die unter hohen Miet- und Mietnebenkosten leidet?<\/p><p>Wie sieht es mit &hellip; aus?<\/p><p>Die Liste an Brennpunkten in Deutschland, wo dringend die Finanzbildung gest&auml;rkt werden m&uuml;sste, ist lang. Sehr lang.<\/p><p>In Anbetracht der schier gigantischen Summen, die Politiker f&uuml;r die Ukraine locker machen, ist dringend eine echte Grundsatzdiskussion n&ouml;tig.<\/p><p>Die Rechtfertigung der Bundesregierung ist hinl&auml;nglich bekannt: Eine Unterst&uuml;tzung der Ukraine solle Deutschland billiger kommen, als ihr nicht zu helfen &ndash; weil dann die Gefahr eines Krieges mit Russland Realit&auml;t werden k&ouml;nnte.<\/p><p>Gewiss: Eine wahnsinnige These.<\/p><p>Dass die Politik ein Feindbild Russland im Kopf hat, ist das Eine. Das Andere ist, dass sie ihre Feindbildpolitik mit gigantischen Summen &ndash; f&uuml;r die sie Verantwortung tr&auml;gt &ndash; untermauert.<\/p><p>2023 hat Jens Berger in einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98036\">Beitrag<\/a> ausgerechnet, dass es zu knapp greift, &bdquo;nur&ldquo; die direkte &bdquo;Hilfen&ldquo; an die Ukraine zu betrachten.<\/p><p>Die Russland- und Ukrainepolitik der Bundesregierung f&uuml;hrt zu indirekten Kosten, die schon damals riesig waren.<\/p><p>Zu beachten sind unter anderem die Kosten aus den sanktionsbedingt angestiegenen Energiepreisen f&uuml;r Wirtschaft und Verbraucher, Steuermindereinnahmen aus der Folge des Konjunktureinbruchs, Kosten, die im Zusammenhang mit den in Deutschland schutzsuchenden Ukrainern entstehen usw.<\/p><p>Berger kam damals auf die Zahl von 577,4 Milliarden Euro.<\/p><p>Was hier passiert, ist durch nichts mehr zu rechtfertigen.<\/p><p><small>Titelbild: President Of Ukraine \/ <a class=\"nolity\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Volodymyr_Zelenskyy_and_Friedrich_Merz_Discussed_Military_Assistance_and_Steps_to_Establish_a_Just_Peace.jpg\">wikimedia<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/en:Creative_Commons\">Creative Commons<\/a> <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/deed.en\">CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication<\/a><\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/7755a20661cd4a02a15a8cce0f238d27\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie viel Geld will die deutsche Regierung der Ukraine noch zur Verf&uuml;gung stellen? 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