{"id":15759,"date":"2013-01-09T08:39:35","date_gmt":"2013-01-09T07:39:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759"},"modified":"2013-01-09T08:40:15","modified_gmt":"2013-01-09T07:40:15","slug":"hinweise-des-tages-1793","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h01\">EU-Sozialbericht zeichnet Europa in d&uuml;steren Farben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h02\">Kluft zwischen Arm und Reich gef&auml;hrdet Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h03\">Der IWF wusste es die ganze Zeit besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h04\">Die Bundesregierung muss einr&auml;umen: Sparen ist teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h05\">Hartz IV-Quoten unter Jugendlichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h06\">Spaniens gro&szlig;es Rentenpl&uuml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h07\">Die Armut der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h08\">Arbeitgeber m&uuml;ssen Millionen nachzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h09\">Irland legt bei Steueroasen-Werbung noch einen drauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h10\">Exporte: Rezession in Euro-Zone bremst Rekordjagd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h11\">Germany is not profiting from the eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h12\">Billige Pl&auml;ne kosten viel Zeit und Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h13\">Steinbr&uuml;cks N&auml;he zur Stahlindustrie sorgt f&uuml;r Unmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h14\">Profis pumpen Milliarden in deutsche Immobilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h15\">Lucas Zeise: Der vermiedene Sturz in den Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h16\">Bernd Riexinger: Lackmustest Umverteilung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h17\">US-Banken zahlen Milliarden f&uuml;r Hauspf&auml;ndungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h18\">Die Talk-Republik&ldquo; &ndash; K&ouml;pfe, Konzepte Kritiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h19\">Anwalt zeigt Richter und Klinikleiter wegen Freiheitsberaubung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h20\">Endg&uuml;ltig Redaktionsschluss? So schnell nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h21\">Kirche stoppt Aufkl&auml;rung des Missbrauchsskandals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h22\">Bild  &ndash; Geb&uuml;hrend falsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h23\">USA reduzieren Truppen in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759#h24\">Das Letzte: Samaras ist f&uuml;r Merkel derzeit der verl&auml;sslichste Partner in Europa.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15759&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Sozialbericht zeichnet Europa in d&uuml;steren Farben<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ischen Union droht eine soziale Spaltung zwischen Nord- und S&uuml;dl&auml;ndern. W&auml;hrend Staaten wie Deutschland in der anhaltenden Krise vergleichsweise gut dastehen, wachsen die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zu Sorgenkindern wie Spanien und Griechenland, wie die EU-Kommission am Dienstag in Br&uuml;ssel mitteilte. Die Spaltung spiegelt sich in der neuen Rekordarbeitslosenquote in der Eurozone von 11,8 Prozent wider.<br>\nDie EU-Kommission stellt in einem Bericht &uuml;ber Besch&auml;ftigung und die soziale Lage in Europa im Jahr 2012 einen &bdquo;besorgniserregenden Trend&ldquo; und ein &bdquo;neues Muster&ldquo; der Auseinanderentwicklung zwischen L&auml;ndern aus dem Norden und dem S&uuml;den fest: Der Unterschied bei der Arbeitslosenquote zwischen diesen beiden Regionen lag im Jahr 2000 bei 3,5 Prozentpunkten und verschwand bis 2007 sogar. Seit dem Beginn der Finanz- und Schuldenkrise ist die Spaltung aber wieder auf 7,5 Prozent gewachsen&hellip;<br>\nIn Spanien lag die Quote im November bei 26,6 Prozent, die letzte Statistik f&uuml;r Griechenland aus dem September weist eine Arbeitslosenquote von 26,0 Prozent aus.<br>\nAuch bei der Jugendarbeitslosigkeit sind Spanien und Griechenland mit Quoten von 56,5 Prozent beziehungsweise 57,6 Prozent besonders betroffen. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit in der Eurozone mit einer Quote von 11,8 Prozent und 18,82 Millionen Menschen ohne Job auf ein neues Rekordhoch. In allen 27 EU-L&auml;ndern zusammen wuchs die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der schlechten Entwicklung in der Eurozone auf mehr als 26 Millionen an.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/soziale-lage-eu-sozialbericht-zeichnet-europa-in-duesteren-farben\/7602782.html%20\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/social\/main.jsp?langId=de&amp;catId=89&amp;newsId=1774&amp;furtherNews=yes\">Zusammenfassung des &uuml;ber 470 Seiten starken EU Sozialberichts: Employment and Social Developments: growing divergence and higher risks of long-term exclusion<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/social\/main.jsp?catId=738&amp;langId=en&amp;pubId=7315\">Download der Langfassung<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was man in deutschen Medien nur ganz selten lesen konnte:<\/em><br>\n<em>Die Analyse der Mindestl&ouml;hne zeigt, dass L&auml;nder mit h&ouml;heren Mindestl&ouml;hnen haben weniger Qualifizierte nicht aus ihrem Job gedr&auml;ngt, sondern sie tendieren im Gegenteil zu h&ouml;heren Besch&auml;ftigungsraten f&uuml;r diese. Mindestl&ouml;hne haben auch das Potential die Lohnl&uuml;cke zwischen den Geschlechtern zu verringern. (S. 321 ff.)<br>\nDer Bericht zeigt auch, dass die reale Steigerung der Nettol&ouml;hne von 2001 bis 2011 mit 6,1% in kaum einem anderen so niedrig war wie in Deutschland (und &Ouml;sterreich). (S. 311)<\/em><br>\n<em>Ansonsten ist der Sozialbericht eine Bankroterkl&auml;rung der Euro-Rettungspolitik. Allen Krisengipfeln zum Trotz geht die Spirale im S&uuml;den st&auml;ndig nur abw&auml;rts.<\/em>  <\/p>\n<p><strong>Dazu die Einsch&auml;tzung aus den USA:<\/strong><\/p>\n<p><strong>EU Austerians Rely on U.S. Stimulus to Bail Them Out of Recession<\/strong><br>\nThe New York Times&rsquo; web version ran a story this morning (January 8, 2013) entitled &ldquo;Unemployment Continues to Climb in Euro Zone.&rdquo;&hellip;<br>\nHere are the most prominent forms of madness discussed in the article. First, &ldquo;Economists surveyed by Reuters expect the E.C.B. to leave policy unchanged Thursday, as the central bank waits for a clearer picture of the economic situation to emerge.&rdquo; How many millions must be must lose their jobs and how many kids have to emigrate before the ECB can see &ldquo;a clearer picture?&rdquo; How many Eurozone nations have to be forced into Great Depressions? We need a new Marshall Plan to send Windex to the ECB.<br>\nSecond, the article concedes that:<br>\nAttacking joblessness may require governments to ease back on austerity measures that many economists, including some at the International Monetary Fund, say might have gone too far.<br>\n&ldquo;Might&rdquo; &ndash; &ldquo;may&rdquo; &ndash; &ldquo;too far&rdquo; &ndash; &ldquo;ease back&rdquo; &ndash; each of these terms is misleading. The worst possible response to the Great Recession was austerity &mdash; which is what Berlin, using the leverage of its de facto control over the ECB, inflicted on the Eurozone. Austerity is a pro-cyclical policy that makes a recession or depression worse by causing already inadequate demand to become even more inadequate. Austerity in response to the Great Recession is an act of economic malpractice equivalent to the medical practice of bleeding patients. The proper response, which economists overwhelmingly support, is counter-cyclical policies (&ldquo;automatic stabilizers&rdquo;) that respond to a recession by increasing private and public sector demand through a combination of tax decreases and government spending increases.<br>\nThere is no &ldquo;may&rdquo; or &ldquo;might&rdquo; about austerity causing recessions to worsen &mdash; we have run a &ldquo;natural experiment&rdquo; and it has produced the results predicted by economic theory and repeatedly demonstrated by history. The Eurozone tried austerity and the U.S. used (a very limited stimulus). The Eurozone was promptly forced back into a gratuitous recession &mdash; with much of the periphery forced into depression. The U.S.&rsquo;s policy of (modest) stimulus (relative to the size of the demand shortfall) produced a modest but persistent recovery.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/william-k-black\/europe-austerity-measures_b_2432521.html\">Huffington Post<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kluft zwischen Arm und Reich gef&auml;hrdet Weltwirtschaft<\/strong><br>\nKlimawandel, Staatspleiten, Wassermangel: Weltweit w&auml;chst die Krisengefahr, zeigt eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Die insgesamt tausend befragten Experten warnen vor allem vor extremen Unterschieden beim Einkommen &ndash; weil sie der &Ouml;konomie schaden.<br>\nAls gr&ouml;&szlig;tes Risiko wird eine stark zunehmende Einkommensungleichheit genannt. Von allen Szenarien werde dieses am wahrscheinlichsten in den kommenden zehn Jahren eintreten. Das Thema Ungleichheit sorgt seit einiger Zeit f&uuml;r verst&auml;rkte Diskussionen &ndash; auch weil die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich als ein wesentlicher Ausl&ouml;ser von m&ouml;glichen Krisen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/weltwirtschaftsforum-global-risks-report-zeigt-groesste-gefahren-a-876236.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Es ist eines der R&auml;tsel des aktuellen Zeitgeschehens, obwohl inzwischen fundiert belegt ist, dass die neoliberale Ideologie eigentlich nur soziale und &ouml;konomische Katastrophen produziert, wird gerade von den politischen Verantwortlichen in Deutschland eisern an dieser absurden Ideologie festgehalten.<\/em><br>\n<em>Das gerade aus der Ecke des World Economic Forum eine stark zunehmende Einkommensungleichheit als gro&szlig;es Risiko eingestuft wird, erstaunt. Galt doch bisher das World Economic Forum als Hochburg der neoliberalen Ideologie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der IWF wusste es die ganze Zeit besser<\/strong><br>\nEin gro&szlig;es Rauschen geht durch den Bl&auml;tterwald: Nach drei Jahren Dauersparen in den europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern hat der Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Olivier Blanchard, eingestanden, dass der Fonds die negativen Effekte der Sparpolitik auf die Wirtschaftsleistung deutlich untersch&auml;tzt und damit &ndash; ups &ndash; die Krise noch weiter versch&auml;rft hat&hellip;<br>\nIm Mittelpunkt von Blanchards Analyse steht der sogenannte &ldquo;fiskalische Multiplikator&rdquo;, der den Effekt staatlicher Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen auf das Wirtschaftswachstum misst. In der Vergangenheit hat der IWF diese Gr&ouml;&szlig;e immer wieder untersch&auml;tzt &ndash; jetzt gibt Blanchard zu, dass dies auch im Fall von Griechenland und anderen Krisenstaaten geschehen ist. Grunds&auml;tzlich gilt: Je h&ouml;her der Multiplikator ist, desto st&auml;rker f&auml;llt das Wachstum, wenn der Staat spart &ndash; und desto st&auml;rker steigen auch die staatlichen Schulden. Denn wenn die Wirtschaftsleistung f&auml;llt, sinken auch die Steuereinnahmen und die Staatsausgaben steigen, was am Ende die Schulden nach oben treibt: Firmen gehen pleite, Menschen verlieren ihren Job und m&uuml;ssen Arbeitslosen- und Sozialhilfe in Anspruch nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/01\/07\/der-iwf-wusste-es-die-ganze-zeit-besser_5609\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Bundesregierung muss einr&auml;umen: Sparen ist teuer<\/strong><br>\nWeitergespart werden soll trotzdem &ndash; gewerkschaftsnahe &Ouml;konomen warnen.<br>\nDer Austerit&auml;tskurs der Bundeskanzlerin f&uuml;r Europa ist zwar nicht alternativlos, aber er f&uuml;hrt unweigerlich in die Krise. Das belegen Zahlen, die die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag und das gewerkschaftsnahe Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie (IMK) jetzt vorgelegt haben. Doch nach wie vor ist die Bundesregierung von ihrem Kurs &uuml;berzeugt. Mit einer anderen Politik w&auml;re alles viel schlimmer gekommen, und obendrein w&uuml;rde Griechenland sein Anpassungsprogramm nicht ordentlich umsetzen&hellip;<br>\nAuch die Bundesregierung kommt nicht mehr umhin festzustellen, dass Sparprogramme eine teure Angelegenheit sein k&ouml;nnen. In ihrer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion gesteht sie ein, dass Investitionen und Konsum &ldquo;durch die hohe wirtschaftliche Unsicherheit und die angespannte Finanzierungssituation eingeschr&auml;nkt&rdquo; werden. In den Jahren 2012 und 2013 w&uuml;rde der private Konsum voraussichtlich um 7,7 und 6, 9 Prozent zur&uuml;ckgehen, die Einfuhren gar um 10 und 6 Prozent. Was davon direkt auf die aufoktroyierten &ldquo;Anpassungsma&szlig;nahmen&rdquo; zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei, k&ouml;nne jedoch nicht unmittelbar abgeleitet werden, so die Regierung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38312\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz IV-Quoten unter Jugendlichen<\/strong><br>\nIm September 2012 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 8,6 Prozent (778.000) der insgesamt etwa 9,0 Millionen jungen Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV). Die vom Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) berechneten SGB II-Quoten (15 bis unter 25 Jahre) reichen in den L&auml;ndern von 19,9 Prozent in Berlin bis 3,2 Prozent in Bayern und in den 402 Kreisen von 21,8 Prozent in Gelsenkirchen, 19,9 Prozent in Bremerhaven und Berlin, 18,7 Prozent im Landkreis Uckermark und Salzlandkreis und 18,5 Prozent in Essen und Delmenhorst bis 0,9 Prozent in den Landkreisen Unterallg&auml;u und Freising und 0,8 Prozent im Landkreis Eichst&auml;tt. Duisburg belegt in diesem Negativ-Ranking Rang 15 (17,2 Prozent), Dortmund Rang 25 (15,9 Prozent).<br>\n31.000 (4,0%) der 778.000 Leistungsberechtigten im Alter von 15 bis unter 25 Jahren gelten rechnerisch als &bdquo;nicht erwerbsf&auml;hig&ldquo;, 747.000 als &bdquo;erwerbsf&auml;hig&ldquo;. Im September 2012 waren 156.000 Jugendliche im Alter von 15 bis unter 25 Jahren als Arbeitslose im Rechtskreis SGB II registriert. Gemessen an den 747.000 erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten in dieser<br>\nAltersgruppe entsprach dies einer Quote von 20,9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-01-08_sgb2-u25-alo-nichtalo-092012.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 195 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spaniens gro&szlig;es Rentenpl&uuml;ndern<\/strong><br>\nSpanien hat in seiner Finanznot klammheimlich das noch prallste Sparschwein des Landes gepl&uuml;ndert, den Reservefonds der Sozialversicherung. Fast unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit hat die Regierung damit die eigenen, zunehmend riskanten Staatsschuldenpapiere gekauft und einen Teil des Geldes f&uuml;r dringende Sofortzahlungen verwendet.<br>\nDas gro&szlig;e Pl&uuml;ndern aber wird kaum l&auml;nger so weitergehen k&ouml;nnen, denn inzwischen ist der Topf fast leer. Mindestens 90 Prozent des urspr&uuml;nglich<br>\n65 Milliarden Euro schweren Fondsverm&ouml;gens sind zweckentfremdet worden.<br>\nUnd obwohl es bisher keine &ouml;ffentliche Kontroverse &uuml;ber die Geldentnahme gab, kommen nun Zweifel auf, ob der Reservefonds seine Aufgabe als Garant k&uuml;nftiger Rentenzahlungen &uuml;berhaupt noch erf&uuml;llen kann&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424127887323374504578220451246215078.html\">Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Armut der Politik<\/strong><br>\nDas Menschenrecht auf Nahrung &ndash; und der Irrweg der Tafelbewegung<br>\n&bdquo;Wir werden Leistungen des Staates k&uuml;rzen, Eigenverantwortung f&ouml;rdern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern m&uuml;ssen&ldquo;. Mit diesen markigen Worten brachte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der vor nun bald zehn Jahren, n&auml;mlich am 14. M&auml;rz 2003, seine Agenda-2010- und Hartz-IV-Politik im Bundestag auf den Punkt. Seither wurde die deutsche Exportrate in erstaunlichem Ma&szlig;e gesteigert &ndash; immer zu Lasten auch der europ&auml;ischen Konkurrenten; gleichzeitig wurden L&ouml;hne und Geh&auml;lter dramatisch gesenkt &ndash; mit erheblichen Folgen f&uuml;r den &bdquo;gesellschaftlichen Zusammenhalt&ldquo;, wie es die j&uuml;ngste Vorlage des Armuts- und Reichtumsberichts aus dem Hause von der Leyen treffend zum Ausdruck brachte (allerdings nur vor ihrer &bdquo;Gl&auml;ttung&ldquo; durch das Bundeswirtschaftsministerium Philipp R&ouml;slers).<br>\nDie Bundesrepublik verf&uuml;gt zwar &uuml;ber einen ausgebauten Sozialstaat und eine lange Tradition der sozialen Sicherung, die f&uuml;r nicht wenige Staaten vorbildlich ist. Dennoch hat die Armut in diesem reichen Land in den letzten Jahren erheblich zugenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/januar\/die-armut-der-politik\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitgeber m&uuml;ssen Millionen nachzahlen<\/strong><br>\nArbeitgeber sparen j&auml;hrlich Millionen, weil sie keine oder zu geringe Sozialabgaben f&uuml;r ihre Besch&auml;ftigten bezahlen. Vergangenes Jahr trieb die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRVB) bei den Unternehmen erneut eine Rekordsumme an Nachforderungen f&uuml;r nicht gezahlte Beitr&auml;ge ein. Die Nachforderungen h&auml;tten sich auf 432 Millionen Euro belaufen, erkl&auml;rte ein DRVB-Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sozialabgaben102.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Irland legt bei Steueroasen-Werbung noch einen drauf<\/strong><br>\nSofort hat die Irische Ratspr&auml;sidentschaft sich noch gegen meine Vorw&uuml;rfe (<a href=\"http:\/\/bit.ly\/12XI2j5\">hier<\/a>) ihre EU Rats-Pr&auml;sidentschaft f&uuml;r aggressiven Steuerwettbewerb zu missbrauchen, verteidigt. Die Steuergesetze entspr&auml;chen allen internationalen Standards.<br>\nJetzt aber wurde die Unterseite auf der Homepage, die eigentlich &uuml;ber die Pr&auml;sidentschaft informieren soll, noch aufpoliert. Mit dieser anschaulichen Grafik (s.u.) soll noch einmal verdeutlicht werden, dass ausl&auml;ndische Investitionen nirgendwo besser aufgehoben w&auml;ren als in Irland. Respekt vor den europ&auml;ischen Partnern und eine Form der Kommunikation, die einer EU-Pr&auml;sidentschaft angemessen integrativ ist:<br>\nFehlanzeige.<br>\nIrland legt es sich zurecht, wie es gerade passt. Hier im Werbemodus wird stark betont, wie gro&szlig; der Unterschied zwischen den 12,5% Unternehmenssteuer in Irland und zum Beispiel 33,33% in Frankreich ist: http:\/\/bit.ly\/VPYI65  (Irland: erster Kreis in Gr&uuml;n, Frankreich: vierter<br>\nKreis)<br>\nWenn es in unangenehmer Lage aber darum geht den irischen Dumpingsatz zu verteidigen, wird schnell Bezug auf eine Studie vom Beratungsunternehmen PWC genommen (http:\/\/bit.ly\/UxTXh5), die ausgerechnet hat, dass der effektive Satz in Frankreich nur 8,2% sein.<br>\nSo zum Beispiel hier: http:\/\/bit.ly\/11bbbbm  (Minister for Enterprise Richard Bruton has defended Irelands corporation tax system).<br>\n<a href=\"http:\/\/bit.ly\/UTgpE8\">Hier gibt es die Werbegraphik in voller Sch&ouml;nheit<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/irland-legt-noch-einen-drauf-und-misst-mit-zweierlei-mas\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Exporte: Rezession in Euro-Zone bremst Rekordjagd<\/strong><br>\nDie Rezession im Euroraum hat die deutsche Exportwirtschaft auf ihrem Weg zu neuen Rekorden gebremst, aber nicht gestoppt. Im November 2012 gaben die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent auf 94,1 Milliarden Euro nach, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.<br>\nDennoch bleiben Deutschlands Exporteure auf Rekordkurs: Schon in den ersten elf Monaten lieferten sie Waren im Wert von mehr als einer Billion Euro in alle Welt. 2011 hatten sie diese magische Schallmauer erstmals &uuml;bersprungen &ndash; allerdings erst am Nikolaustag.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2013-01\/08\/aussenhandel-exporte-rezession-in-euro-zone-bremst-rekordjagd-08125408\">Zeit.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/01\/PD13_005_51.html;jsessionid=8EF933EA81D8543A5BB8214133E8CFCA.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Germany is not profiting from the eurozone<\/strong><br>\nThe export boom may benefit German industry, but wages and living standards have stagnated and poverty is rising<br>\nBetween 1998 and 2011, German exports grew by over 115%. Export growth, however, did not translate into economic growth. According to Eurostat, during 1998-2011 Germany grew at an average annual rate of close to 1.4%, compared to around 1.5% for France, 1.8% for the Netherlands, 2.7% for Sweden, 2% for Britain, and average growth of 1.7 % for the EU as whole. Germany also lagged significantly behind the United States which achieved over 2%. Only Japan, Italy, Portugal and, according to some calculations, Denmark performed worse than Germany.<br>\nWhile German industry has enjoyed record export and profit growth, ordinary Germans have not had much economic joy over the past 13 years. As Charles Dumas of Lombard Street Research has demonstrated, real personal disposable income per capita rose by just over 7% from 1998 to 2011, compared to growth of 13% for Spain and around or over 18% for Britain, France and the US. German income growth lagged behind almost all OECD countries; only Italy and Japan performed worse. Germany today is a poorer country compared to many EU members than it was in 1998.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2013\/jan\/07\/germany-not-profiting-eurozone-export-boom\">Guardian<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In seiner Analyse wandelt der Guardian-Autor allerdings auf Hans-Werner Sinns Spuren mit der Behauptung die Bundesbank finanziere &uuml;ber Target 2-Krediten den Export. Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14175\">Die SPD, Hans Werner Sinn und die Billionenfrage<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Billige Pl&auml;ne kosten viel Zeit und Geld<\/strong><br>\nZum vierten Mal muss der Er&ouml;ffnungstermin f&uuml;r den neuen Hauptstadtflughafen wohl verschoben werden: Aus dem 30. Oktober 2011 wurde fr&uuml;hestens 2014. Auf die urspr&uuml;nglich geplanten Kosten von 2,8 Milliarden Euro m&uuml;ssen 1,5 Milliarden Euro draufgeschlagen werden. Wie kann so etwas passieren? Fragen und Antworten.<br>\nDie entscheidenden Fehler passieren bereits vor dem ersten Spatenstich, die Planung ist das Problem. Und hier liege die Verantwortung vor allem beim Bauherren. Er m&uuml;sse vor der Ausschreibung des Auftrags an die Baufirmen festlegen, welche Leistungen diese erbringen m&uuml;ssten und das vertraglich vereinbaren. Sp&auml;tere &Auml;nderungen werden teuer, wie das Beispiel Berlin zeigt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/berliner-flughafen-billige-plaene-kosten-viel-zeit-und-geld-1.1566924\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;cks N&auml;he zur Stahlindustrie sorgt f&uuml;r Unmut<\/strong><br>\nDass SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck in seiner Zeit als Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat dem Stahlkonzern seine politische Hilfe f&uuml;r g&uuml;nstigere Strompreise angeboten hat, st&ouml;&szlig;t auf breite Kritik. Vor allem den Gr&uuml;nen rei&szlig;t der Geduldsfaden mit dem Spitzen-Genossen. Sie SPD reagiert gereizt und spricht von einer Kampagne gegen ihren Kandidaten. Und auch Thyssen-Krupp geht in die Offensive.<br>\nHintergrund ist ein Bericht des Handelsblatts vom Dienstag. Steinbr&uuml;cks Angebot an ThyssenKrupp geht demnach aus einem Protokoll des Aufsichtsrats vom 31. Januar 2012 hervor. W&auml;hrend der Sitzung hat danach ein Vertreter der Arbeitnehmerseite die hohen Stromkosten f&uuml;r deutsche Industriekunden kritisiert.<br>\nSteinbr&uuml;ck hat laut Protokoll ge&auml;u&szlig;ert, &ldquo;wenn aus dem Kreis des Aufsichtsrats eine Initiative (&hellip;) ergriffen werde, sei er gerne zur politischen Unterst&uuml;tzung bereit&rdquo;. Als energieintensives Unternehmen w&uuml;rde ThyssenKrupp von einer Senkung der Strompreise erheblich profitieren. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme nahm laut Sitzungsprotokoll Steinbr&uuml;cks &ldquo;Anregung gerne auf&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/-thyssen-krupp-steinbruecks-naehe-zur-stahlindustrie-sorgt-fuer-unmut\/7601052.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jedermann wei&szlig; doch, warum Politiker in Aufsichtsr&auml;te berufen werden. Es geht doch immer darum, dass die Interessen des jeweiligen Unternehmens auf der politischen Ebene eingebracht und vertreten werden. Insofern ist die Emp&ouml;rung von CDU und vor allem der Klientelpartei FDP reine Heuchelei. Wenn etwa der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Volker Wissing, Steinbr&uuml;ck vorwirft, &bdquo;immer offensichtlicher Politik f&uuml;r Banken und die Gro&szlig;industrie&ldquo; zu machen, so ist das aus dem Munde eines FDP-Politikers nur noch l&auml;cherlich. Der Vorgang zeigt, wie wichtig eine Karenzzeit f&uuml;r Politiker bei der &Uuml;bernahme von Funktionen in Unternehmen w&auml;re und das Verbot f&uuml;r Politiker Aufsichtsratsmandate annehmen zu d&uuml;rfen.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Stephan Hebel: Mehr Politik, weniger Steinbr&uuml;ck <\/strong><br>\nBeim Nominierungsparteitag im Dezember hat Peer Steinbr&uuml;ck einen sch&ouml;nen Satz gesagt: &bdquo;Deutschland braucht wieder mehr Wir und weniger Ich.&ldquo; Damals ging es um soziale Gerechtigkeit. Heute muss der Satz ein wenig abgewandelt werden: &bdquo;Steinbr&uuml;ck braucht mehr Wir und weniger Ich.&ldquo; Mehr Politik und weniger Steinbr&uuml;ck &ndash; dann w&auml;re er wirklich eine starke Figur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel--mehr-wir--weniger-steinbrueck,1472602,21407500,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Profis pumpen Milliarden in deutsche Immobilien<\/strong><br>\nMehr als 25 Milliarden Euro steckten Gro&szlig;anleger im vergangenen Jahr in deutsche Gewerbeimmobilien. Der Wert liegt je nach Art der Messung um 8 bis 11 Prozent &uuml;ber dem des Vorjahres.<br>\nAusschlaggebend war nach Angaben der Experten vor allem ein fulminantes Schlussquartal mit Portfoliodeals im Milliardenbereich. Beispiele sind die Verk&auml;ufe der TLG Immobilien und des Karstadt-Pakets inklusive KaDeWe f&uuml;r jeweils rund 1,1 Milliarden Euro. Zudem h&auml;tten gro&szlig;e Einzeltransaktionen wie der Verkauf des B&uuml;rohauses &ldquo;Frankfurter Welle&rdquo; f&uuml;r gut 400 Millionen Euro sowie des &ldquo;Kranzler Ecks&rdquo; in Berlin f&uuml;r rund 375 Millionen Euro eine wichtige Rolle gespielt. Laut CBRE wurde allein in den letzten drei Monaten 2012 mehr investiert als im gesamten Investmentjahr 2009&hellip;<br>\nBemerkenswert: Insbesondere Investoren aus dem Ausland haben offenbar wieder zunehmendes Interesse am Kauf hiesiger Gewerbeobjekte. Laut CBRE gehen alleine acht der zehn gr&ouml;&szlig;ten Portfoliotransaktionen auf das Konto ausl&auml;ndischer Investoren. Dementsprechend habe sich deren Anteil am gesamten Transaktionsvolumen von 32 Prozent im Vorjahr auf 42 Prozent erh&ouml;ht.<br>\nAber nicht nur Gewerbeimmobilien sind gefragt wie lange nicht. Auch am deutschen Wohnimmobilienmarkt herrscht gro&szlig;e Nachfrage. Vor allem umfangreiche Paketdeals haben es den institutionellen Investoren dort offenbar angetan. Je nach Messmethode lag das Umsatzplus bei den Wohnungsportfolios gegen&uuml;ber dem Vorjahr bei knapp 50 bis 84 Prozent, letzteres ermittelt von CBRE. Das Handelsvolumen beziffern die Experten unisono auf zehn bis elf Milliarden Euro, den h&ouml;chsten Wert seit f&uuml;nf Jahren, wie unter anderem Helge Scheunemann, Leiter Research JLL Deutschland, feststellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/immobilien\/0,2828,876068,00.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kein Wunder, dass die Preise f&uuml;r Immobilien explodieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Der vermiedene Sturz in den Abgrund<\/strong><br>\nDer Absturz vom &raquo;fiscal cliff&laquo;, wie die Medien den Vorgang in den USA nennen, war Ergebnis eines politischen Kompromisses, ganz so wie das Vermeiden des Absturzes ein solcher war. Der geplante Crash ist das, was bei uns in &auml;hnlich verdrehter Namensgebung &raquo;Schuldenbremse&laquo; genannt wird. So wie hier die staatstragenden Parteien mit satter, das Grundgesetz &auml;ndernder Mehrheit einen Beschluss gefasst hatten, der die Entscheidungen k&uuml;nftiger Parlamente vorfestlegen soll, so hatten auch die US-Parlamentarier mit satter, partei&uuml;bergreifender Mehrheit einen Automatismus in die Budgetentscheidung von Regierung und Parlament eingebaut. Das war damals eine reife politische Leistung. In der Neujahrsnacht bestand die reife Leistung der politischen Elite des Landes darin, den Automatismus zu umgehen. Kr&auml;ftige Steuererh&ouml;hungen und z&uuml;gige Ausgabenk&uuml;rzung (also genau die Politik, die Angela Merkel dem europ&auml;ischen S&uuml;den vorschreibt) sind nun vermieden. Sie h&auml;tten, folgt man der US-amerikanisch gepr&auml;gten Meinungsbildung, zum Absturz der Wirtschaft gef&uuml;hrt. Die B&uuml;rger, reich und arm gleicherma&szlig;en, h&auml;tten noch weniger Geld zum Ausgeben zur Verf&uuml;gung gehabt, zudem h&auml;tte der Staat auch weniger ausgegeben und verteilt. Kurz, die effektive Nachfrage w&auml;re um einige zehn oder auch hundert Milliarden eingebrochen. Noch immer sind &ndash; trotz ihrer Wirtschaftskrise &ndash; die USA der bei weitem gr&ouml;&szlig;te Absatzmarkt des Globus. Ganz wie 2007\/08 h&auml;tte ein solcher Einbruch der Nachfrage zum Absturz der meisten Volkswirtschaften gef&uuml;hrt. &ndash; Harmlos war und ist das Ganze dennoch nicht. Es ist auch kein Trost, dass in Europa die Lage noch schlimmer ist. Was das Wandeln am Abgrund, den Umgang mit Schuldenbremse und Fiskalpakt und die befohlene K&uuml;rzung von Ausgaben betrifft, ist die herrschende Truppe im deutsch dominierten Europa so schlimm wie der rechte Fl&uuml;gel der Republikaner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/01-05\/019.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenigstens in einem Punkt muss sich Lucas Zeise vertan haben: Mir w&auml;re nicht aufgefallen, dass die Kanzlerin in Deutschland oder in Europa f&uuml;r kr&auml;ftige Steuererh&ouml;hungen eingetreten w&auml;re &ndash; schon gar nicht bei den Verm&ouml;genden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bernd Riexinger: Lackmustest Umverteilung<\/strong><br>\nIn getrennten Interviews pl&auml;dierten vor wenigen Wochen der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber mehr oder weniger direkt f&uuml;r eine Wiederauflage der gro&szlig;en Koalition. Zwei wichtige Gewerkschaftsf&uuml;hrer zeigen der &Ouml;ffentlichkeit, da&szlig; sie keinesfalls gewillt sind, ihre Organisationen f&uuml;r einen Politikwechsel im Bundestagswahljahr 2013 zu mobilisieren, sondern da&szlig; sie mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin und der SPD als Juniorpartnerin durchaus leben k&ouml;nnen. (&hellip;) In Wirklichkeit sind Millionen Menschen nicht gut durch die Krise gekommen. &Uuml;ber acht Millionen Menschen m&uuml;ssen im Niedriglohnbereich arbeiten, davon 1,5 Millionen unter f&uuml;nf Euro die Stunde. Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse wie Leiharbeit, Befristungen, Minijobs, unfreiwillige Teilzeitarbeit bzw. Werkvertr&auml;ge dehnen sich krebsartig aus. Die Tarifbindung der ostdeutschen Besch&auml;ftigten ist unter 40 Prozent und der westdeutschen unter 60 Prozent gefallen. (&hellip;) Unter gewerkschaftlichen und gewerkschaftsnahen &Ouml;konomen gibt es keinen Zweifel, da&szlig; die wirtschaftlichen Ungleichgewichte zwischen den L&auml;ndern und Regionen eine Ursache f&uuml;r die &raquo;Schuldenkrise&laquo; sind. Deutschland tr&auml;gt mit seinen immer noch wachsenden Export&uuml;bersch&uuml;ssen, gest&uuml;tzt auf eine geringe, wenn nicht gar stagnierende Lohnst&uuml;ckkostenentwicklung erheblich zu diesen Ungleichgewichten bei. Sinkende Reall&ouml;hne in einem politisch gewollten, extrem gespaltenen, auseinanderdifferierenden und deregulierten Arbeitsmarkt sind neben einer hochproduktiven und weltmarktorientierten Industrie eine wesentliche Basis f&uuml;r diese Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/01-08\/008.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Auch jenen &Ouml;konomen, die den Unternehmerverb&auml;nden nahestehen, d&uuml;rfte entgegen ihrer in der &Ouml;ffentlichkeit abgegebenen Stellungnahmen ganz unmissverst&auml;ndlich klar sein, dass die seit der Fixierung der Euro-Umtauschkurse der einstmals eigenst&auml;ndigen europ&auml;ischen W&auml;hrungen im Jahre 1999 massiv angestiegenen deutschen Exporte und Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse ganz ma&szlig;geblich die Folge des hiesigen Lohn- und Sozialdumping sind. Nicht umsonst f&uuml;rchten sich auch diese &Ouml;konomen vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone und einer Wiedereinf&uuml;hrung der DM.<br>\nBernd Riexinger schreibt in seinem obigen Beitrag: &ldquo;Relativ gut durch die Krise sind also, wenn &uuml;berhaupt, die &raquo;Kernbesch&auml;ftigten&laquo; der gut verdienenden Industrie und der noch besser verdienenden Exportindustrie gekommen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die vergleichsweise &ndash; gemessen an den auch im europ&auml;ischen Ma&szlig;stab miserabel entlohnten Besch&auml;ftigten des deutschen Dienstleistungssektors &ndash; &ldquo;gut&rdquo; verdienenden Arbeitnehmer der hiesigen (Export-)Industrie werden von den deutschen Neoliberalen immer f&uuml;r deren abwegige Behauptung ins Feld gef&uuml;hrt, hierzulande g&auml;be es kein Lohndumping. Denn die dem Arbeitgeberlager nahestehenden &Ouml;konomen unterschlagen zwei wesentliche Aspekte:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der IMK-Report <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_77_2012.pdf\">&ldquo;Zu schwache deutsche Arbeitskostenentwicklung belastet Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion und soziale Sicherung&rdquo; [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a> zeigt, dass die Entwicklung der industriellen Lohnst&uuml;ckkosten des &ouml;konomisch dominierenden EU-Staates Deutschland seit dem Jahre 2000 lediglich von Irland unterboten wird (siehe Seite 10, Abbildung 8). Die deutschen Industrieunternehmen haben den Produktivit&auml;tsfortschritt nicht im gebotenen Ma&szlig;e an ihre Besch&auml;ftigten weitergegeben. Die industriellen Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland liegen heute sogar knapp unterhalb des Niveaus vom Jahre 2000. Die Arbeitskosten je Stunde (d.h. ohne Ber&uuml;cksichtigung der vergleichsweise hohen deutschen Produktivit&auml;t) liegen im europ&auml;ischen Vergleich f&uuml;r die in der deutschen Industrie besch&auml;ftigten Arbeitnehmer unter Einbeziehung des nicht zur EU geh&ouml;renden Norwegen lediglich an sechster Position.<\/em><\/li>\n<li><em>Die behauptete &ldquo;gute Bezahlung&rdquo; trifft allenfalls &ndash; darauf weist Bernd Riexinger in seinem obigen Beitrag hin &ndash; auf die Kernbelegschaften zu. Und: Die vom miserabel entlohnten Dienstleistungssektor bezogenen Vorleistungen werden in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Industrieunternehmen nicht als Personalkosten, sondern als Betriebs-, Verwaltungs- oder Vertriebskosten ausgewiesen. Erinnert sei hier beispielsweise an die Zeitarbeitsfirmen (die vom Statistischen Bundesamt unter der Rubrik &ldquo;Unternehmensnahe Dienstleistungen&rdquo; innerhalb des Dienstleistungssektors abgebildet werden) oder an Bewachungs- und Reinigungsdienste sowie Callcenter. Das seit Jahren von der Industrie betriebene &ldquo;Outsourcing&rdquo; von Dienstleistungen (z.B. Betriebskantinen) hat diese Entwicklung weiter beschleunigt. Die von der deutschen Exportindustrie betriebene Dumpingpolitik wird somit vom miserablen Lohnniveau innerhalb des deutschen Dienstleistungssektors mit angefeuert. F&uuml;r den gesamten deutschen Dienstleistungssektor liegen die Arbeitskosten je Stunde im europ&auml;ischen Vergleich (einschlie&szlig;lich Norwegens) lediglich an neunter Position.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>In diesem Zusammenhang ist ein Disput innerhalb des Arbeitgeberlagers von Interesse, &uuml;ber den das Handelsblatt im Januar 2012 unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/mittelstand-macht-gegen-dax-chefreitzlemobil\/6073214.html\">Mittelstand macht gegen Dax-Chef Reitzle mobil<\/a>&rdquo; berichtete:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Linde-Chef Wolfgang Reitzle hatte einen Austritt Deutschlands aus dem Euro ins Spiel gebracht &ndash; und erntet daf&uuml;r reichlich Kritik. Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft warnen vor dramatischen Folgen einer Abkehr. (&hellip;) &bdquo;Die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der mittelst&auml;ndischen Unternehmer in Deutschland will den Euro&ldquo;, sagte Mario Ohoven, Pr&auml;sident des Bundesverbands der mittelst&auml;ndischen Wirtschaft, Handelsblatt Online. 87 Prozent der mittelst&auml;ndischen Unternehmen h&auml;tten sich in einer Umfrage klar zum Euro bekannt, f&uuml;gte Ohoven hinzu. Michael H&uuml;ther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warnte vor den dramatischen Folgen, die ein Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone h&auml;tte. &bdquo;Die Aufwertung w&uuml;rde st&auml;rker als alle in fr&uuml;heren Zeiten erlebten, so dass erhebliche Minderungen des Exports und der daran h&auml;ngenden Besch&auml;ftigung drohten&ldquo;, sagte H&uuml;ther Handelsblatt Online.&rdquo;<\/em><br>\n<em>F&uuml;r den Fall der Wiedereinf&uuml;hrung der DM warnen also auch der Pr&auml;sident des Bundesverbands der mittelst&auml;ndischen Wirtschaft und der Chef des arbeitgebereigenen Instituts der deutschen Wirtschaft wegen der dann im Vergleich zum Euro und zu den &uuml;brigen Weltw&auml;hrungen erfolgenden Aufwertung der wieder eingef&uuml;hrten DM vor einer Abschaffung des Euro und &ldquo;erheblichen Minderungen des Exports und der daran h&auml;ngenden Besch&auml;ftigung&rdquo; (H&uuml;ther). Auch die genannten Herren scheinen von der immer wieder vorgeschobenen Behauptung nicht sonderlich &uuml;berzeugt zu sein, der seit 1999 eingetretene massive Anstieg der deutschen Exporte und des deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;berschusses sei v.a. das Resultat innovativer Produkte und einer st&auml;rkeren Kundenorientierung der deutschen Exportwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>US-Banken zahlen Milliarden f&uuml;r Hauspf&auml;ndungen<\/strong><br>\nIm Streit um kritische Hypotheken hat sich die Bank of America mit dem Hausfinanzierer Fannie Mae geeinigt. Das kostet Milliarden. Und wegen fehlerhafter Hauspf&auml;ndungen zahlen gleich mehrere US-Banken Entsch&auml;digung&hellip;<br>\nDie US-Banken stehen seit Jahren wegen fragw&uuml;rdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt. &Uuml;bersetzt bedeutet dies &bdquo;roboterhaftes Unterschreiben&ldquo;. Gemeint ist damit, dass &uuml;berlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der F&auml;lle kaum Zeit f&uuml;r eine eingehende Pr&uuml;fung der Unterlagen genommen haben, sondern stattdessen im Minutentakt die Pf&auml;ndungsbescheide erstellten&hellip;<br>\nViele Schuldner landeten dabei zu Unrecht auf der Stra&szlig;e, wie die Bankenregulierer sagen. Bereits im Februar 2012 gab es deshalb einen 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich zwischen den Generalstaatsanw&auml;lten der US-Bundesstaaten sowie Gro&szlig;banken. Weitere Vergleiche sollen nach Auskunft der Notenbank Fed folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/bank-of-america-und-co-sachbearbeiter-zeichneten-pfaendungen-im-minutentakt-ab\/7597148-2.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Talk-Republik&ldquo; &ndash; K&ouml;pfe, Konzepte Kritiker<\/strong><br>\nStudierende der Universit&auml;t Koblenz &ndash; Landau nehmen die Talk-Landschaft im deutschen Fernsehen unter die Lupe &ndash; Das Politikvermittlungs-Potential  von Polit-Talks wird  meist nicht ausgesch&ouml;pft &ndash; Analyse von 22 Talk-Formaten<br>\nEs wird ununterbrochen geredet auf Deutschlands TV-Kan&auml;len, oder besser: getalked. Kein Abend, an dem nicht auf irgendeinem Programm eine Runde von Politikern, Wirtschafts-Vertretern, Experten oder Betroffenen, garniert mit TV-prominenten Journalisten zusammenkommt, um die aktuelle Lage Deutschlands und   der Welt zu verhandeln.  Die hohe Schlagzahl der Gespr&auml;chsrunden, eine gef&uuml;hlte Talk-Inflation, scheint die Zuschauer schier zu &uuml;berrollen, inszenierte Unterhaltung im Rahmen zugewiesener Meinungs-Rollen  verdr&auml;ngt meist die argumentativ unterlegte Analyse. Studierende der Universit&auml;t Landau haben sich im Sommersemester 2012 intensiv mit dem Genre der Talkshow unter dem Aspekt der Politikvermittlung besch&auml;ftigt. Entstanden ist eine Dokumentation mit  genauen Beobachtungen und detaillierte Analysen von 22 sehr unterschiedlichen Talk-Formaten. Die Studierenden kommen in ihren Analysen, die sich auf das gesamte Talk-Angebot beziehen,  zu &auml;hnlichen Ergebnissen wie der ARD-Programmbeirat in seiner internen Untersuchung von Mitte 2012: zuviel Gleichf&ouml;rmigkeit bei K&ouml;pfen und Konzepten,  zuwenig Tiefe bei der Pr&auml;sentation der Argumente, kurz: zuviel Show und zuwenig Substanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.talk-republik.de\/\">talk-republik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Anwalt zeigt Richter und Klinikleiter wegen Freiheitsberaubung an<\/strong><br>\nGustl Mollaths Anwalt h&auml;lt die Zwangseinweisung seines Mandanten in die Psychiatrie f&uuml;r verfassungswidrig. Von &ldquo;verbotenen Vernehmungsmethoden&rdquo; und &ldquo;Aussageerzwingungshaft&rdquo; spricht Gerhard Strate. Dadurch sollte Mollath m&uuml;rbe gemacht werden. Einen Amtsrichter und einen Klinikarzt hat Strate jetzt angezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fall-mollath-anwalt-zeigt-richter-und-klinikleiter-wegen-freiheitsberaubung-an-1.1567223\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Endg&uuml;ltig Redaktionsschluss? So schnell nicht<\/strong><br>\n&bdquo;Das hier ist nur der Auftakt. Wo immer die SPD ihren Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck im Wahlkampf pr&auml;sentieren wird, werden wir auf der Matte stehen.&ldquo; Marcel Bathis, Betriebsratsvorsitzender der insolventen Frankfurter Rundschau, und die Besch&auml;ftigten der &uuml;berregionalen Tageszeitung geben nicht auf. Eine Woche vor Weihnachten sind sie nach K&ouml;ln gereist, um dem Hauptgesellschafter ihrer Zeitung, der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg (50 Prozent plus eine Aktie), einen Besuch abzustatten. Endg&uuml;ltig Redaktionsschluss? So schnell nicht.<br>\nDennoch ist die Zukunft f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte in der Branche zum Jahresende 2012 unsicher: Neben der Frankfurter Rundschau hat auch die Nachrichtenagentur dapd Insolvenz angemeldet, die Financial Times Deutschland wurde eingestellt und weitere Medienh&auml;user wollen Stellen streichen oder haben K&uuml;ndigungen ausgesprochen. Betroffen sind zus&auml;tzlich zu den Festangestellten auch eine gro&szlig;e Zahl von freien Journalistinnen und Journalisten. Die Ursachen sind vielf&auml;ltig, Schuld sind nicht nur sinkende Anzeigenaufkommen und einbrechende Auflagen, teilweise wurden auch eklatante Managementfehler begangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/arbeit\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Kirche stoppt Aufkl&auml;rung des Missbrauchsskandals<\/strong><br>\nDer Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche wird vorerst nicht umfassend aufgekl&auml;rt. Das gro&szlig; angelegte Forschungsprojekt, das F&auml;lle sexueller &Uuml;bergriffe durch Priester und weitere Kirchenangeh&ouml;rige seit dem Jahr 1945 untersuchen sollte, ist gescheitert.<br>\nNach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung will die Kirche den Vertrag &uuml;ber die Aufarbeitung k&uuml;ndigen. Ein entsprechendes Schreiben des Verbandes der Di&ouml;zesen Deutschlands (VDD) als Vertreter der Bisch&ouml;fe soll in diesen Tagen an das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) gehen, welches das Vorhaben im Auftrag der Kirche umsetzen sollte.<br>\nDessen Direktor Christian Pfeiffer erhob schwere Vorw&uuml;rfe gegen die katholische Kirche. Das Projekt sei &ldquo;an den Zensur- und Kontrollw&uuml;nschen der Kirche gescheitert&rdquo;, sagte er der SZ. Entgegen der urspr&uuml;nglichen Vereinbarung habe die Kirche darauf beharrt, &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung der Forschungsergebnisse sowie &uuml;ber die Auswahl der beteiligten Wissenschaftler bestimmen zu d&uuml;rfen. Die Kirche wies die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck und machte ihrerseits das KFN f&uuml;r das Scheitern verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/querelen-um-forschungsprojekt-kirche-stoppt-aufklaerung-des-missbrauchsskandals-1.1568320\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Bild  &ndash; Geb&uuml;hrend falsch<\/strong><br>\nSeit Wochen versucht &ldquo;Bild&rdquo;, einen Volksaufstand gegen den neuen Rundfunkbeitrag herbeizuschreiben. Fast jeden Tag wartet das Blatt mit einem neuen Artikel auf, der einen Skandal im neuen System anprangert. Die vermeintlichen Enth&uuml;llungen werden von anderen Medien begeistert ungepr&uuml;ft &uuml;bernommen.<br>\nWie macht die &ldquo;Bild&rdquo; das?&hellip;<br>\nIhre Kampagne gegen ARD und ZDF basiert zum gro&szlig;en Teil auf zwei einfachen Taschenspielertricks: Bekannte und &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Dokumente werden wie neue und geheime Fundsachen behandelt. Und jede potentielle Mehreinnahme f&uuml;r ARD und ZDF durch das neue System wird erw&auml;hnt; jede potentielle Mindereinnahme wird verschwiegen&hellip;<br>\nDie Ministerpr&auml;sidenten wollten die Reform des Finanzierungssystems so gestalten, dass sie &ldquo;aufkommensneutral&rdquo; ausf&auml;llt. Und selbst wenn mehr Geld als geplant hereink&auml;me, d&uuml;rften ARD und ZDF es nicht behalten. Es w&uuml;rde mit zuk&uuml;nftigen Geb&uuml;hren verrechnet.<br>\nDas sind Informationen, die so wesentlich f&uuml;r das Verst&auml;ndnis des ganzen Verfahrens ist, dass &ldquo;Bild&rdquo; sie lieber nicht erw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/ressort\/bild\/\">Bildblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>USA reduzieren Truppen in Afghanistan<\/strong><br>\nDie Regierung Obama m&ouml;chte nach dem Nato-Abzug 2014 deutlich weniger US-Truppen in Afghanistan stationieren als bisher bekannt. Das Verteidigungsministerium plane jetzt in drei Varianten mit 3000, 6000 oder 9000 US-Soldaten, schreiben US-Zeitungen unter Berufung auf Quellen im Pentagon. Im Herbst hatte der Oberbefehlshaber in Afghanistan, General John Allen, noch von bis zu 15 000 US-Soldaten gesprochen. Die reduzierten Kontingente haben weitreichende Folgen sowohl f&uuml;r die milit&auml;rischen Aufgaben der US-Streitkr&auml;fte in der neuen Phase nach 2014 als auch f&uuml;r die diplomatische Pr&auml;senz der USA in dem Land. Sie beeinflussen zudem die Debatte um die Rolle der Nato-Verb&uuml;ndeten, darunter Deutschlands. Nach Darstellung amerikanischer Experten gibt es eine Absprache, derzufolge die USA zwei Drittel der reduzierten Schutzmacht stellen, die nach dem Abzug der Nato weiter afghanische Truppen ausbilden und sie im Extremfall bei Angriffen der Taliban unterst&uuml;tzen soll. Wenn die Zahl der US-Soldaten sinkt, verringern sich auch die Erwartungen an die Verb&uuml;ndeten. Die neuen Planungen spiegeln ein generelles Umdenken wider. 2010 hatte noch die Sicherheitslage in Afghanistan Priorit&auml;t. Damals plante das Pentagon mit 40 000 US-Soldaten nach dem Nato-Abzug. Nun gewinnen die Haushaltsprobleme und Sparzw&auml;nge an Gewicht. Zum Ausgleich m&ouml;chte die amerikanische Regierung der afghanischen Armee Ausr&uuml;stung im Wert von 700 Millionen Dollar liefern, darunter russische MI-17-Helikopter, mit denen &auml;ltere Offiziere dort vertraut sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/usa-reduzieren-truppen-in-afghanistan\/v_print\/7593634.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bei 3000 US-Soldaten w&auml;ren das etwas 600 deutsche Soldaten, die im Lande verblieben. Man kann nur hoffen, dass wir es im Gegensatz zu Saigon damals schaffen, die afghanischen Mitarbeiter der Deutschen zu evakuieren, bevor wir ganz rausfliegen. &ndash; Die Taliban werden sich &uuml;ber die neuen Waffen freuen.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Machtpolitik per Joystick<\/strong><br>\nIsolation statt Invasion, Cyberangriffe statt Soldateneins&auml;tze: Obamas Politik des R&uuml;ckzugs ist ein Produkt der Kriegsskepsis, aber auch der finanziellen Ersch&ouml;pfung. Nun sinken zwar die Kosten, doch die Kriegsf&uuml;hrung des Pr&auml;sidenten ist nicht weniger grausam als die seines Vorg&auml;ngers&hellip;<br>\nEs w&auml;re naiv, Amerikas Machtpolitik mit der Fernbedienung nicht f&uuml;r interessengeleitet &ndash; und oft auch grausam &ndash; zu halten. Das Kalk&uuml;l hinter Brennans Drohnenkrieg ist eben ein Kalk&uuml;l mit positivem Ergebnis aus US-Sicht, weil Feinde sterben, ohne dass Amerikaner sterben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/militaereinsaetze-unter-obama-machtpolitik-per-joystick-1.1568213\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Das Letzte: &bdquo;Samaras ist f&uuml;r Merkel derzeit der verl&auml;sslichste Partner in Europa.&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Er ist kein Reichenhasser wie Fran&ccedil;ois Hollande, kein Narzist wie Silvio Berlusconi und die b&uuml;rokratischen Ideen der Br&uuml;sseler EU-Kommission sind ihm ebenfalls fremd&ldquo;, schreibt Gabor Steingart im Handelsblatt Morning Briefing von gestern.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15759","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15759"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15763,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15759\/revisions\/15763"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}