{"id":157818,"date":"2026-10-21T12:32:57","date_gmt":"2026-10-21T10:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157818"},"modified":"2026-10-21T14:56:29","modified_gmt":"2026-10-21T12:56:29","slug":"die-jugend-rebelliert-und-die-eliten-verstehen-die-welt-nicht-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157818","title":{"rendered":"Die Jugend rebelliert \u2013 und die Eliten verstehen die Welt nicht mehr"},"content":{"rendered":"<p>Frankreich im Ausnahmezustand. Hunderttausende Jugendliche gehen auf die Stra&szlig;e. Vereinzelt kommt es auch zu Stra&szlig;enschlachten, Pl&uuml;nderungen und brennenden Barrikaden. Auch in Deutschland sind die politischen und medialen Eliten &uuml;ber so viel Ungehorsam entsetzt. Biologisch und geistig alte M&auml;nner p&ouml;beln in den sozialen Netzwerken. Wie k&ouml;nnen die jungen Menschen nur so undankbar sein? Haben sie denn keinen Respekt mehr vor dem Eigentum anderer Leute? Doch wer diese Fragen stellt, hat das Problem offenbar nicht verstanden. Eine Gesellschaft, die ihrer Jugend systematisch die Zukunft nimmt, darf sich nicht wundern, wenn diese irgendwann auf die Barrikaden geht. Die eigentliche Frage ist nicht, warum Frankreichs Jugend rebelliert, sondern warum sie es erst jetzt tut. Ein Essay von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8178\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-157818-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261021_Die_Jugend_rebelliert_und_die_Eliten_verstehen_die_Welt_nicht_mehr_NDS.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261021_Die_Jugend_rebelliert_und_die_Eliten_verstehen_die_Welt_nicht_mehr_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261021_Die_Jugend_rebelliert_und_die_Eliten_verstehen_die_Welt_nicht_mehr_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261021_Die_Jugend_rebelliert_und_die_Eliten_verstehen_die_Welt_nicht_mehr_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=157818-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261021_Die_Jugend_rebelliert_und_die_Eliten_verstehen_die_Welt_nicht_mehr_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"261021_Die_Jugend_rebelliert_und_die_Eliten_verstehen_die_Welt_nicht_mehr_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Es begann mit einer Forderung: Frankreichs Sch&uuml;ler wollten mehr Lehrer, bessere Schulen und vern&uuml;nftige Lernbedingungen. Unerh&ouml;rt. Sie wollten keine Weltrevolution, keine Abschaffung des Kapitalismus, ja noch nicht einmal eine grundlegende Reform des Bildungssystems. Die Jugend wollte schlicht, dass der Staat seine elementarsten Aufgaben erf&uuml;llt. Doch selbst das scheint im Frankreich des Jahres 2026 bereits eine radikale Forderung zu sein. Und nicht nur dort.<\/p><p>Aus den Sch&uuml;lerprotesten wurde eine landesweite Bewegung. W&auml;hrend die Deutschen in ihrer Duldungsstarre verharren, gingen unsere Nachbarn auf die Stra&szlig;e. Gewerkschaften schlossen sich an, Hunderttausende demonstrierten gegen Sparpolitik, steigende Lebenshaltungskosten und den Verfall &ouml;ffentlicher Dienstleistungen. Schlie&szlig;lich eskalierten Teile der Proteste in Gewalt. Das ist praktisch. Seither dominieren Bilder brennender Autos und gepl&uuml;nderter Gesch&auml;fte die Schlagzeilen. &Uuml;ber die urspr&uuml;nglichen Forderungen spricht kaum noch jemand.<\/p><p>F&uuml;r die Medien und die Verteidiger des Status Quo ist dies freilich ein gefundenes Fressen. Denn &uuml;ber Gewalt l&auml;sst sich trefflich emp&ouml;ren. &Uuml;ber die Ursachen der Gewalt m&uuml;sste man hingegen nachdenken. Und dabei k&auml;me man wom&ouml;glich zu unangenehmen Erkenntnissen.<\/p><p><strong>Willkommen in der Gesellschaft der &Uuml;berfl&uuml;ssigen<\/strong><\/p><p>Bereits 2011 ver&ouml;ffentlichte der Sozialpsychologe G&ouml;tz Eisenberg <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10602\">auf den <em>NachDenkSeiten<\/em> einen bemerkenswerten Text<\/a> &uuml;ber die damaligen Jugendunruhen in England. Sein Titel: &bdquo;Die gro&szlig;e Wut der &Uuml;berz&auml;hligen&ldquo;. Eisenberg beschrieb eine Generation, die von der Gesellschaft nicht mehr gebraucht wird, deren Arbeitskraft entbehrlich erscheint und der die M&ouml;glichkeit genommen wurde, durch eigene Anstrengung ein selbstbestimmtes Leben zu f&uuml;hren. F&uuml;nfzehn Jahre sp&auml;ter scheint diese Analyse aktueller denn je.<\/p><p>Unser profit- und renditeorientiertes Wirtschaftssystem hat ein Problem, das in der beginnenden KI-&Auml;ra, der zweiten digitalen Revolution, nicht geringer geworden ist. Es braucht die jungen Menschen als Konsumenten, aber immer weniger von ihnen als gut bezahlte Arbeitskr&auml;fte. Es verspricht ihnen unbegrenzte M&ouml;glichkeiten, bietet ihnen aber allzu oft nur prek&auml;re Besch&auml;ftigung. Es verlangt Flexibilit&auml;t, Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung, verweigert ihnen jedoch die materielle Grundlage f&uuml;r ein eigenst&auml;ndiges Leben. Sicherheit, Planbarkeit und Zukunft sind abstrakte Visionen einer vergangenen Zeit. Der Gesellschaftsvertrag wird br&uuml;chig.<\/p><p>Eine eigene Wohnung? F&uuml;r viele unbezahlbar. Eine sichere berufliche Zukunft? Zunehmend ein Privileg. Eine Familie gr&uuml;nden, Kinder bekommen, sich etwas aufbauen? Das alles wird f&uuml;r immer mehr junge Menschen zu einem Wunschtraum. Und je mehr Pech man in der Spermienlotterie hatte, desto hoffnungsloser der Traum.<\/p><p>Gleichzeitig wird ihnen unabl&auml;ssig erz&auml;hlt, sie lebten in der besten aller m&ouml;glichen Welten. Sie m&uuml;ssten sich eben mehr anstrengen, flei&szlig;iger sein, sich besser qualifizieren. Scheitern gilt als individuelles Versagen. Dass wom&ouml;glich die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse versagen, kommt in dieser Erz&auml;hlung nicht vor. Doch wie lange kann man einer ganzen Generation eigentlich erkl&auml;ren, sie sei selbst schuld an ihrer Perspektivlosigkeit?<\/p><p><strong>Die doppelte Moral des Eigentums<\/strong><\/p><p>Besonders aufschlussreich ist die Emp&ouml;rung &uuml;ber die Pl&uuml;nderungen. In der <em>BILD-Zeitung<\/em>, dem Leitorgan des deutschen Kleinb&uuml;rgers, echauffierte man sich lautstark, dass &bdquo;vermummte Schl&auml;ger&ldquo; ein Paris eine Louis-Vuitton-Boutique &bdquo;pl&uuml;nderten&ldquo;. Mehr Metapher geht nicht. Wo k&auml;men wir denn auch hin, wenn unterprivilegierte Nichtsnutze sich die absurd &uuml;berteuerten Distinktionsmerkmale unserer Klassengesellschaft aneignen? Das steht ihnen gleich im doppelten Sinne nicht zu. Ja, der Schutz des Eigentums ist uns heilig. Der Schutz des Eigentums derer, denen ohnehin fast alles geh&ouml;rt, ist uns offenbar umso heiliger. H&auml;tten die &bdquo;Schl&auml;ger&ldquo; eine Primark-Filiale gepl&uuml;ndert, w&auml;re dies wohl nur eine Randnotiz geblieben.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich ist es verwerflich, Gesch&auml;fte auszurauben oder das Eigentum Unbeteiligter zu zerst&ouml;ren. Doch bemerkenswert ist, wie selektiv unsere Gesellschaft den Begriff der Pl&uuml;nderung verwendet. Wenn ein Jugendlicher einen Fernseher aus einem Gesch&auml;ft tr&auml;gt, ist er ein Pl&uuml;nderer &ndash; vor allem dann, wenn er auch noch einen Migrationshintergrund hat. Bilder von brandschatzenden Barbaren tauchen da in unseren K&ouml;pfen auf. Wenn aber gro&szlig;e Finanzinvestoren ganze Wohnungsbest&auml;nde aufkaufen und anschlie&szlig;end die Mieten in die H&ouml;he treiben, nennt man das unternehmerisches Handeln. Wenn die kleinen Gesch&auml;fte in den Innenst&auml;dten nicht von &bdquo;vermummten Schl&auml;gern&ldquo;, sondern von Private-Equity-Firmen gepl&uuml;ndert werden, ist das Marktwirtschaft. Wenn die &ouml;ffentliche Infrastruktur durch jahrelange K&uuml;rzungspolitik verkommt, ist das Haushaltsdisziplin. Wenn die Steuerpolitik die Verm&ouml;genskonzentration beg&uuml;nstigt, spricht man von Standortwettbewerb. Merke: Die Zerst&ouml;rung der Gesellschaft ist gut, wenn sie von oben kommt, und b&ouml;se, wenn sie von unten kommt.<\/p><p>Und bevor sich der eine oder andere Leser nun emp&ouml;rt: Nat&uuml;rlich sind dies rechtlich v&ouml;llig unterschiedliche Vorg&auml;nge. Doch die moralische Emp&ouml;rung folgt offenbar weniger dem gesellschaftlichen Schaden als der Frage, wer ihn verursacht.<\/p><p>Der &ouml;sterreichische Publizist Robert Misik hat diese Doppelmoral in seinem Essay <a href=\"https:\/\/zackzack.at\/2026\/10\/20\/die-wahren-pluenderer\">&bdquo;Die wahren Pl&uuml;nderer&ldquo;<\/a> treffend beschrieben. Die gut situierten Eliten f&uuml;rchten jene jungen Menschen, deren Lebensperspektiven durch eine Politik zerst&ouml;rt werden, von der sie selbst profitieren. Das eigentlich Erschreckende ist dabei nicht einmal die Doppelmoral. Es ist die Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der sie vorgetragen wird.<\/p><p><strong>Wenn aus sozialer Ungleichheit ein Sicherheitsproblem wird<\/strong><\/p><p>Besonders deutlich zeigt sich dies in den franz&ouml;sischen Vorst&auml;dten. Die Banlieues sind seit Jahrzehnten Sinnbild einer gespaltenen Gesellschaft. Hier leben Menschen, die auf dem Papier und &bdquo;vor Gott&ldquo; dieselben Rechte besitzen wie ihre wohlhabenden Landsleute, deren tats&auml;chliche Lebenschancen jedoch fundamental andere sind. Die soziale Ausgrenzung hat eine lange Geschichte, die auch mit Frankreichs kolonialer Vergangenheit zusammenh&auml;ngt. Hinzu kommen Diskriminierung, Arbeitslosigkeit, der Niedergang industrieller Besch&auml;ftigung und ein chronisch unterfinanzierter &ouml;ffentlicher Sektor.<\/p><p>Doch anstatt diese Probleme zu l&ouml;sen, behandelt der Staat ihre Folgen bevorzugt als Sicherheitsfrage. Wo Schulen verfallen, fordert man mehr Polizei. Wo Perspektiven fehlen, verlangt man h&auml;rtere Strafen. Und wenn Jugendliche schlie&szlig;lich ihre Wut auf der Stra&szlig;e entladen, gilt dies als Beweis daf&uuml;r, dass der Staat bislang nicht hart genug durchgegriffen habe. Und dies- und jenseits des Rheins schreien nun wieder die am lautesten, die seit Ewigkeiten der f&uuml;r diese Missst&auml;nde verantwortlichen Austerit&auml;tspolitik das Wort reden. Man muss kein Freund brennender Barrikaden sein, um dies alles absurd und verlogen zu finden.<\/p><p>Gewalt ist keine L&ouml;sung gesellschaftlicher Probleme. Aber sie entsteht eben auch nicht im luftleeren Raum. Wo politische und &ouml;konomische Macht anonym geworden ist, richtet sich die Wut gegen die n&auml;chstgelegenen Symbole &ndash; Symbole wie Louis Vuitton. Ein Schaufenster l&auml;sst sich einschlagen. Die Finanzm&auml;rkte, die Sparpolitik und die gesellschaftlichen Machtverh&auml;ltnisse lassen sich mit einem Pflasterstein nicht treffen. Und am Ende zahlen eh die Versicherungen, also die Allgemeinheit, f&uuml;r die Sch&auml;den.<\/p><p>Gerade deshalb ist diese ungerichtete Gewalt so tragisch. Sie trifft h&auml;ufig die Falschen und liefert jenen die Rechtfertigung f&uuml;r neue Repressionen, die an den Ursachen der Revolte nichts &auml;ndern wollen.<\/p><p><strong>Eine Generation k&uuml;ndigt den Gesellschaftsvertrag<\/strong><\/p><p>Die franz&ouml;sischen Proteste offenbaren jedoch noch ein tiefer liegendes Problem. Der gesellschaftliche Konsens der Nachkriegsjahrzehnte beruhte auf einem stillschweigenden Versprechen: Die n&auml;chste Generation soll es einmal besser haben als die vorherige. Dieses Versprechen wurde seit Jahrzehnten schrittweise zur&uuml;ckgenommen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41978\">und ist heute nur noch eine hohle Phrase<\/a> in den Sonntagsreden zur Steigerung der Arbeitsmoral.<\/p><p>Ausgerechnet die Generation, die mit dem Versprechen grenzenloser M&ouml;glichkeiten aufgewachsen ist, soll nun akzeptieren, dass bezahlbarer Wohnraum, soziale Sicherheit und ein funktionierender Sozialstaat nicht mehr finanzierbar seien. Gleichzeitig wird sie mit den Kosten fr&uuml;herer politischer Entscheidungen und einer immer gr&ouml;&szlig;eren Staatsverschuldung konfrontiert.<\/p><p>Die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums erscheint dabei als unver&auml;nderlich. Gespart werden soll vor allem dort, wo die Mehrheit auf &ouml;ffentliche Leistungen angewiesen ist. Dass man auch die Verm&ouml;genden st&auml;rker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranziehen k&ouml;nnte, wird zur wirtschaftspolitischen Zumutung erkl&auml;rt. Was soll die Jugend daraus lernen? Dass Demokratie bedeutet, alle paar Jahre w&auml;hlen zu d&uuml;rfen, ansonsten aber die Entscheidungen der vermeintlich alternativlosen Sachzw&auml;nge hinzunehmen?<\/p><p>Eine Demokratie lebt nicht allein von Wahlen. Sie lebt auch davon, dass Menschen eine realistische M&ouml;glichkeit sehen, ihre Lebensverh&auml;ltnisse politisch zu ver&auml;ndern. Verschwindet diese &Uuml;berzeugung, verliert die demokratische Ordnung ihre gesellschaftliche Grundlage.<\/p><p>Das ist die eigentliche Botschaft der Ereignisse vom Wochenende. Nicht der brennende M&uuml;llcontainer bedroht die Demokratie, sondern der schleichende Verlust des Glaubens daran, dass sie noch im Interesse der Mehrheit funktioniert. Und hier liegt auch die Warnung an Deutschland. Noch sind die sozialen Konflikte hierzulande weniger explosiv. Doch die gesellschaftlichen Entwicklungen sind durchaus vergleichbar. Eine Politik, die jungen Menschen immer neue Opfer abverlangt und gleichzeitig die bestehenden Verm&ouml;gens- und Machtverh&auml;ltnisse unangetastet l&auml;sst, spielt mit dem Feuer.<\/p><p>Die franz&ouml;sische Jugend hat diesen Widerspruch offenbar begriffen. Die politische Elite hingegen diskutiert lieber &uuml;ber Polizeieins&auml;tze, Ausgangssperren und sch&auml;rfere Strafen. Vielleicht w&auml;re es an der Zeit, ausnahmsweise mal der Jugend zuzuh&ouml;ren. Denn wer einer Generation die Zukunft nimmt, sollte sich nicht dar&uuml;ber wundern, dass sie irgendwann die Gegenwart infrage stellt.<\/p><p><small>Titelbild: Adesse Images\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/c080c2124bf14835a326f9cf838776f7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankreich im Ausnahmezustand. Hunderttausende Jugendliche gehen auf die Stra&szlig;e. Vereinzelt kommt es auch zu Stra&szlig;enschlachten, Pl&uuml;nderungen und brennenden Barrikaden. Auch in Deutschland sind die politischen und medialen Eliten &uuml;ber so viel Ungehorsam entsetzt. Biologisch und geistig alte M&auml;nner p&ouml;beln in den sozialen Netzwerken. Wie k&ouml;nnen die jungen Menschen nur so undankbar sein? 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