{"id":157839,"date":"2026-10-21T15:50:49","date_gmt":"2026-10-21T13:50:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157839"},"modified":"2026-10-21T17:44:40","modified_gmt":"2026-10-21T15:44:40","slug":"der-macronismsus-ist-am-ende-das-franzoesische-volk-begehrt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157839","title":{"rendered":"Der \u201eMacronismsus\u201c ist am Ende \u2013 Das franz\u00f6sische Volk begehrt auf"},"content":{"rendered":"<p>Es hatte den Beigeschmack eines bevorstehenden Abgangs, als sich Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron am vergangenen Sonntagabend per Fernsehansprache an das franz&ouml;sische Volk richtete. Nicht nur, dass er sich ganz in schwarz gekleidet hatte &ndash; genauso wie einst sein Amtsvorg&auml;nger Fran&ccedil;ois Hollande, als dieser 2016 aufgrund seiner Unpopularit&auml;t seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft verk&uuml;ndete. Macron zeigte sich am Sonntag auch noch v&ouml;llig unf&auml;hig, die Gr&uuml;nde der Gewaltexplosionen und Massendemonstrationen am Vortag zu verstehen sowie konkrete Vorschl&auml;ge an die Demonstrierenden zu machen. Denn neben den sicherlich zum Teil schockierenden Szenen, die sich in vielen Gro&szlig;st&auml;dten am Tag zuvor abgespielt hatten, demonstrierten laut Studierendengewerkschaften Hunderttausende, wenn nicht sogar weit &uuml;ber einen Million Menschen ohne Zwischenf&auml;lle gegen die fortgesetzte wirtschaftsliberale Agenda des Pr&auml;sidenten und seines Regierungschefs Lecornu. Von <strong>Sebastian Chwala<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDoch ganz entgegen seiner Art &uuml;berlie&szlig; Macron die politische Aufarbeitung des 17. Oktober dem Premierminister, w&auml;hrend er sich selbst f&uuml;r eine dreit&auml;gige Reise in den Nahen Osten verabschiedete. Dem zehn Jahre fast schon autokratisch regierenden Staatschef ist bewusst, dass die &Auml;ra seiner marktliberalen Clique zu Ende geht. Dabei hat er es bewusst in Kauf genommen, tiefe Wunden und Verwerfungen in der franz&ouml;sischen Gesellschaft zu produzieren. Die Ursachen f&uuml;r den 17. Oktober sind in den Jahren 2017 bis 2025 zu suchen und nicht in angeblichen &bdquo;links-islamistischen&ldquo; Kreisen, die Frankreich &uuml;berfremden. Dieses Narrativ erinnert in verst&ouml;render Weise an die von historischen Faschisten herbeifantasierte &bdquo;j&uuml;disch-bolschewistische Weltverschw&ouml;rung&ldquo;.<\/p><p><strong>Die Sch&uuml;lerbewegung ist Teil der &bdquo;Konvergenz der K&auml;mpfe&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die Bewertung der Ereignisse des 17. Oktobers au&szlig;erhalb Frankreichs beginnt bereits mit einem Missverst&auml;ndnis. So wurde im Nachgang der Ereignisse immer von einer Eskalation der Proteste der Sch&uuml;ler gesprochen. Das ist inkorrekt. Der Aufruf, an diesem Tag gegen die unbezahlbaren Lebensverh&auml;ltnisse zu protestieren, stammte aus dem September, wurde &uuml;ber <em>TikTok<\/em> verbreitet und blieb lange relativ wenig beachtet. Lanciert wurde er wohl aus dem &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Spektrum. Deren ohnehin immer lockere Strukturen sind aber seit Jahren kaum mehr existent, und Aktivit&auml;ten waren eigentlich schon nicht mehr zu konstatieren. Dennoch &auml;u&szlig;erten sich im Vorfeld des 17. Oktobers bekannte Gesichter aus der Hochphase der Gelbwesten in den Jahren 2018\/19 in den Medien und empfahlen, an den &uuml;ber 1.000 geplanten Aktionen und Demonstrationen teilzunehmen. <\/p><p>Dabei standen aber weniger innerst&auml;dtische Aktionen im Zentrum, sondern volkswirtschaftlich relevante Orte wie Raffinerien, Warenlager oder eben Mautstellen auf den Autobahnen. Oder man besetzte eben, wie man es von den Gelbwesten kennt, Kreisverkehre. Auch die politische Linke, allen voran der Pr&auml;sidentschaftskandidat der Bewegung und Partei &bdquo;La France insoumise&ldquo; (LFI), Jean-Luc M&eacute;lenchon, rief ihre Anh&auml;nger auf, sich zu beteiligen. Auch im letzten Jahr hatte es bereits einen Aufruf gegeben, nach den Sommerferien f&uuml;r einen Tag Frankreich zu blockieren, dieser Tag verlief allerdings damals verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig unspektakul&auml;r. <\/p><p>Zwar kam es am 17. Oktober zu diversen Blockaden, wo die Gelbe Weste als getragenes Symbol wieder sichtbar wurde. Doch insgesamt spielten klassische &bdquo;Gelbwesten&ldquo; nur eine untergeordnete Rolle an diesem Tag. Es d&uuml;rfte allerdings ihrer &bdquo;neutralen&ldquo; parteipolitischen Rolle innerhalb des linken Spektrums zu verdanken sein, dass der Tag trotz fehlender zentraler organisierender Kr&auml;fte und eher spontan zustande gekommenen Demorouten ein Erfolg wurde, da es gelang, die in Frankreich so oft beschworene &bdquo;convergence de lutte&ldquo;, also das Zusammenflie&szlig;en von Menschen aus zahlreichen gesellschaftlichen Sektoren auf der Stra&szlig;e zu erreichen. Getragen wurden die Proteste zwar von vielen Demonstrierenden aus dem Bildungsbereich, aber nicht nur von Sch&uuml;lern, sondern auch den Bildungsgewerkschaften. Diese protestieren seit bald einem Monat daf&uuml;r, dass mehr Geld in die Hand genommen wird, um Schulgeb&auml;ude in Stand zu setzten und mehr Lehrkr&auml;fte eingestellt werden. <\/p><p>Doch &uuml;ber allem schwebt die Forderung, die 2018 in Kraft getretene &bdquo;Reform&ldquo; des Hochschulzugangs wieder zur&uuml;ckzunehmen. Seit damals m&uuml;ssen sich Abiturienten zentral auf einer Onlineplattform bewerben, die die Bewerbungen an die Wunschuniversit&auml;ten weiterleitet, wo schlie&szlig;lich anhand der eingereichten Dossiers der Bewerber &uuml;ber die Vergabe der begrenzten Studienpl&auml;tze entschieden wird. Viele Abiturienten sind bereits mangels ausreichender famili&auml;rer oder schulischer Unterst&uuml;tzung nicht in ausreichendem Ma&szlig;e in der Lage, diese Bewerbungsunterlagen richtig zu erstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass die letztendlich entscheidenden Kriterien f&uuml;r die Studienplatzvergabe unklar und intransparent sind. Es ist ein offenes Geheimnis, dass all zu oft der Wohnort und die Schule den Ausschlag f&uuml;r den Zuschlag geben und nicht die schulische Leistung bzw. die eingereichten Unterlagen, die ohnehin kaum von den Auswahlkommissionen gelesen werden. Zu dieser unklaren Verteilungsstruktur der Studienpl&auml;tze kommt der ebenfalls versch&auml;rfte Leistungsdruck in den letzten beiden Jahren der Oberschule (Lyc&eacute;e) hinzu. War es vor dem &bdquo;Macronismus&ldquo; &uuml;blich, dass f&uuml;r die Abiturnote allein die Noten der Abiturpr&uuml;fungen z&auml;hlen, werden jetzt auch noch alle Noten der letzten beiden Schuljahre mit einberechnet. Da sich die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler in der Oberstufe &bdquo;spezialisieren&ldquo;, also Neigungsf&auml;cher w&auml;hlen m&uuml;ssen, f&uuml;hlen sich viele junge Menschen durch den Druck, vermeintlich unver&auml;nderbare Lebensentscheidungen treffen zu m&uuml;ssen, &uuml;berfordert und brechen zusammen. F&uuml;r deren Unterst&uuml;tzung steht den Schulen eigentlich Fachpersonal zur Verf&uuml;gung, doch auch diese Stellen bleiben vielfach unbesetzt. <\/p><p><strong>Macrons Polizeigewalt betrifft nun die ganze Gesellschaft &ndash; nicht nur spezifische Gruppen<\/strong><\/p><p>V&ouml;llig unertr&auml;glich ist die Situation in den verarmten vorst&auml;dtischen Regionen der Gro&szlig;st&auml;dte besonders Paris. Deshalb begannen die Sch&uuml;lerproteste auch hier, schwappten aber durch die sozialen Medien auf das ganze Land &uuml;ber, weil ein Gro&szlig;teil der Probleme auch die Schulen der Mittelklassen betrifft. Ein Solidarisierungseffekt mit den Altersgenossen setzte ein, die besonders im sogenannten &bdquo;Banlieu&ldquo; einer harten allt&auml;glichen Polizeigewalt ausgesetzt sind. Dabei spielt die BAC (brigade anti-criminalit&eacute;) eine gro&szlig;e Rolle; eine Zivilpolizei, die Straftaten schon im Keim ersticken soll, allerdings oftmals nach rassistischen Kriterien Kontrollen durchf&uuml;hrt, Strafgelder verh&auml;ngt und Verhaftungen durchf&uuml;hrt. Sie ist Teil eines Polizeisystems, das sich gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern durch eine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Gewalt auszeichnet. <\/p><p>Dies ist kein Zufall, denn die franz&ouml;sischen Polizisten sind dazu ausgebildet, Proteste und Widerstand gegen den Staat klein zu halten. Ein Gro&szlig;teil der Strukturen entstand w&auml;hren der Phase der franz&ouml;sischen &bdquo;Entkolonialisierung&ldquo; und diente dazu, Menschen, die im &bdquo;metropolitanen&ldquo; Frankreich lebten, aber Wurzeln in den Kolonien hatten, davon abzuhalten, ihre sichtbare Unterst&uuml;tzung des Prozesses zu zeigen. Polizeiarbeit war also immer in erster Linie geben migrantische Menschen gerichtet und in deren Wohnvierteln konzentriert. <\/p><p>Mit dem Beginn der &bdquo;macronitischen&ldquo; &Auml;ra und seiner vertikalen und autorit&auml;ren Aus&uuml;bung des h&ouml;chsten Staatsamts wurden dieser immer weiter aufger&uuml;stete Apparat vermehrt auch gegen die &bdquo;wei&szlig;e&ldquo; Bev&ouml;lkerungsmehrheit eingesetzt. Verst&ouml;rend bleiben die Erinnerungen an die Gelbwestenperiode mit ihren tausenden Verhafteten und Verst&uuml;mmelten. Zahlreiche Protestbewegungen mussten die Bekanntschaft mit Bereitschaftspolizisten, BAC, Motoradbrigaden und sonstigen Sondereinsatzkommandos machen. Der &bdquo;Macronismus&ldquo; schaffte derweil faktisch die Verm&ouml;genssteuer ab, f&uuml;hrte effektlose Steuerkreditprogramme ein, die Arbeitspl&auml;tze schaffen sollten, aber nur die Staatskasse belasteten, versch&auml;rfte die Regeln f&uuml;r den Erhalt und Arbeitslosengeld und Grundsicherung, k&uuml;rzte die Leistungen der Krankenversicherung und erh&ouml;hte das Renteneintrittsalter. Mit der Hilfe der Sozialdemokratie verabschiedete der &bdquo;Macronismus&ldquo; in den letzten beiden Jahren massive Sparhaushalte. <\/p><p>Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der aktuelle Haushaltsentwurf, der noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll, sieht erneut K&uuml;rzungen in H&ouml;he von 43 Milliarden Euro vor. Sogar lebenswichtige Medikamente gegen Brustkrebs sollen in Zukunft nicht mehr von der Krankenkasse &uuml;bernommen werden. Und nat&uuml;rlich sollen wieder 1.500 Lehrer weniger im Schuldienst arbeiten. Das w&auml;ren dann schon 10.000 Lehrkr&auml;fte weniger als zu Macrons Amtsantritt. Frankreichs Schuldenproblematik beruht aber nicht aus einem &bdquo;zu viel&ldquo; an sozialen Leistungen, sondern massiver Umverteilung in die Kassen seiner Milliard&auml;re. <\/p><p>Macron, der seine Kritiker gerne mal als zur&uuml;ckgebliebene Gallier bezeichnete, und immer die Aura eines abgehobenen neureichen Pariser Million&auml;rs besa&szlig;, zog &uuml;ber die Jahre immer mehr die Wut der Franzosen auf sich, die sich aber auch hilflos f&uuml;hlten, wenn es darum ging, seine &bdquo;Reformen&ldquo; zu verhindern. So wurde die Rentenreform von 2023 ganz ohne jede demokratische Legitimation am verfassungsrechtlich schwachen Parlament vorbei, per Verordnung eingef&uuml;hrt, obwohl Millionen Menschen &uuml;ber Wochen dagegen demonstrierten. Auch die bedingungslose Unterst&uuml;tzung des Ukraine-Krieges hat zu einer wachsenden Steigerung der Lebenshaltungskosten im Land gef&uuml;hrt, Extraprofite der gro&szlig;en Konzerne wurden kaum eingeschr&auml;nkt. Und bis heute weigert sich der &bdquo;Macronismus&ldquo; die Verm&ouml;genden zur Finanzierung des Gemeinwesens mit heranzuziehen, w&auml;hrend die &ouml;ffentliche Infrastruktur zerf&auml;llt oder weggespart wird. <\/p><p>Es sind besonders jungen Menschen, die die Folgen dieser Politik sp&uuml;ren und denen jede ernsthafte Perspektive genommen wird, wenn der Staat sich allein als Schutzorgan der Villenbesitzer versteht. Und es zeigt seine gleichzeitig die programmatische Schw&auml;che, wenn man sich nicht besser zu helfen wei&szlig;, als die legitimen Proteste der Jugend mit Gewalt niederzuschlagen zu wollen. Es produziert aber auch jene Bilder von &bdquo;urbaner Gewalt&ldquo;, die politisch wenig n&uuml;tzlich oder nachvollziehbar scheinen &ndash; so lassen sich jene hunderttausende Menschen in den Hintergrund r&uuml;cken, die am vergangenen Samstag trotzt stundenlangen Bedr&auml;ngens durch die Polizei &bdquo;friedlich&ldquo; geblieben sind. Allerdings ist es ja eben auch jene fast traumatische Hilflosigkeit der &bdquo;macronitischen&ldquo; Jahre, die Menschen dazu bringt, einmal ohnm&auml;chtig um sich zu schlagen. In der Hoffnung wenigstens kurzzeitig die Staatsmacht in die Knie zu zwingen und &bdquo;befreite R&auml;ume&ldquo; zu schaffen. <\/p><p><strong>Jean-Luc M&eacute;lenchon ist Hoffnungstr&auml;ger der Bewegungen<\/strong><\/p><p>Diese Hoffnung wandelt sich schnell, wenn der Staat ohnm&auml;chtig und brutal zur&uuml;ckschlagt und jenen &bdquo;Casseurs&ldquo; (Zerst&ouml;rern), deren soziale Zusammensetzung entgegen den rechten Hetzern und konformistischen Journalisten, sehr heterogen zusammengesetzt ist und nicht aus &bdquo;barbarischen islamistischen Banden&ldquo; (Eric Zemmour) besteht, in Schnellverfahren nicht selten ohne stichhaltige Beweise zu hohen Gef&auml;ngnisstrafen verurteilt. Den Groll in der Gesellschaft senken diese Ma&szlig;nahmen nicht. Tats&auml;chlich ist die Protestbewegung dieser Tage in Frankreich ethnisch nicht ganz so wei&szlig;, wie andere politische Bewegungen und es stimmt, dass die Vorst&auml;dter pr&auml;senter sind. Dies hat auch mit der politischen Ermutigung durch LFI und Jean-Luc M&eacute;lenchon zutun, die die verarmten Menschen als Teil eines &bdquo;Neuen Frankreichs&ldquo; sehen, bestehend aus jungen, prek&auml;ren Menschen aller Ethnien. <\/p><p>F&uuml;r die politische Rechte, die lieber die rassistische Karte spielt, und Menschen mit historischen migrantischen Wurzeln zum S&uuml;ndenbock f&uuml;r die Folgen der eigenen antisozialen Politik machen will, ist dies nat&uuml;rlich unvorstellbar. LFI und M&eacute;lenchon sind deshalb zum roten Tuch f&uuml;r das Establishment geworden, das hinter jeder Verschw&ouml;rung gegen den Staat vermutet wird. LFI soll nicht nur die Randalen vom letzten Samstag orchestriert haben, sondern nat&uuml;rlich auch die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler auf die Stra&szlig;en getrieben haben. Au&szlig;erdem pilgere M&eacute;lenchon j&auml;hrlich heimlich in rote Terrorcamps, so der rechte Pr&auml;sidentschaftskandidat David Lisnard. Laut Medien wollte der Premierminister M&eacute;lenchon sogar f&uuml;r seine angeblich lenkende Rolle der Sch&uuml;lerproteste rechtlich belangen lassen. Verbotsforderungen gibt es auch. <\/p><p>Nat&uuml;rlich sind die Vorw&uuml;rfe alle Unsinn. Von der Hand zu weisen ist die Popularit&auml;t M&eacute;lenchons besonders bei den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern aber nicht. Er ist der einzige Spitzenpolitiker, der ohne Widerworte in deren Reihen akzeptiert und dort auch gefeiert wird. M&eacute;lenchons Rolle als Antipode zum politischen Einheitsbrei der &uuml;brigen Kr&auml;fte hat ihn laut allen Umfragen als Anw&auml;rter auf die Stichwahlen zum Amt des Pr&auml;sidenten gemacht. Getragen wird seine Kandidatur von den Jungw&auml;hlern.<\/p><p>Derweil bastelt der franz&ouml;sische Staat weiter daran, die politischen Mobilisierungen im Land zu unterbinden. W&auml;hrend teilweise n&auml;chtliche Ausgangssperren gelten, plant man f&uuml;r den n&auml;chsten von den Gelbwesten angek&uuml;ndigten Demonstrationstag am n&auml;chsten Samstag, nun in Paris sogar das Milit&auml;r aufmarschieren zu lassen. Und den jungen Menschen k&ouml;nnte man ja wieder mal die sozialen Medien kappen. Die Eskalationsspirale dreht sich also weiter.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot France T&eacute;l&eacute;visions<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es hatte den Beigeschmack eines bevorstehenden Abgangs, als sich Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron am vergangenen Sonntagabend per Fernsehansprache an das franz&ouml;sische Volk richtete. 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